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Alphakeks

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Brügge steht halt Ablöse-technisch mit dem Rücken zur Wand. Onyedika hat offenbar glaubwürdig klar gemacht, dass er dort auf keinen Fall verlängern wird, und somit spätestens im Sommer 2027 ablösefrei wechseln will.

Daher wäre aus Brügge-Sicht jetzt das bestmögliche Szenario: Verkauf mit Weiterverkaufsbeteiligung (!) an einen Klub, der gezeigt hat, dass er ein Spieler-entwickeln-und-sehr-teuer-verkaufen-Klub ist - Stichwort Eintracht Frankfurt. So könnte Brügge dann schon noch auf 10 Mio. € heute plus weitere 5-10 Mio. € aus einer Weiterverkaufsklausel kommen, indem sie ihre Transferrechte quasi über das eigentliche Vertragsende von Onyedika hinaus "verlängern".

Daher gehe ich davon aus, dass der Transfer zeitnah passieren könnte, vor allem wenn Krösche und Onyedika schon größtenteils einig sind. Dann wird es wahrscheinlich auf 10 Mio. € Ablöse plus 10-15% Weiterverkaufsbeteiligung hinauslaufen.
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Interessanterweise wird die Situation im FAZ-Artikel von heute so dargestellt, als ob der Transfer von Amenda praktisch schon beschlossene Sache ist.

"Vor allem in der Defensive sind nach den vielen Abgängen einige Lücken entstanden. Gesucht werden: ein Linksverteidiger, ein bis zwei Innenverteidiger und (eventuell) ein Torhüter. Das klingt erst einmal negativ, ist in Wahrheit aber eine gute Nachricht aus Eintracht-Sicht. Ihre Abwehr war schließlich teilweise die schlechteste in ganz Europa; trotzdem sind ihre Spieler für hohe Summen verkauft worden (Brown 55 Millionen Euro, Amenda 20, Kristensen 6)."
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Amenda hat definitiv Talent und kann ein sehr guter IV werden. Gleichzeitig sind die 20 Mio. € eine wahnsinnig hohe Summe, mit der Krösche gleich zwei neue IVs, die vom Leistungsvermögen mit Amenda vergleichbar sind, kaufen kann.

Daher ist das, wenn die Zahlen stimmen, aus meiner Sicht ein "Muss man machen" Deal. Zur Erinnerung, Krösche verhandelt ja gerade mit Nottingham darum, Kalimuendo für eine sehr vergleichbare Summe iHv 20-22 Mio. € ablösen zu können. Und der hat schon deutlich mehr Leistung zeigen können als Amenda (auf einer ganz anderen Position, klar).

Gleichzeitig zeigt dieser Deal leider auch wieder, wie unfassbar weit weg die Premier League mittlerweile ist. Da kauft ein Aufsteiger (!) einen guten, aber nicht überragenden IV für schlappe 20 Mio. €. So viel haben in Deutschland die 2-3 Aufsteiger bestenfalls zusammen addiert für ihre gesamten Kader.
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Ich habe schon das Gefühl, dass wir hier manchmal ein bisschen den Bezug zur Realität verlieren. Natürlich wünschen wir uns alle, dass die Eintracht den nächsten Spieler für 70, 80, 90 Mio. € verkauft bekommt, damit Geld für aufregende neue Spieler da ist.

Aber die Realität ist folgende: Mit einer Ablöse von 55 Mio. € wäre Nene Brown der viertteuerste (!) Linksverteidiger in der Geschichte des Fußballs, zumindest gemäß kurzer tm.de Recherche. Davor stehen dann nur noch Mendy, Hernandez und Cucurella (letzterer darf ja qua Sonderregel so oft Hand spielen, wie er will, daher sein hoher Preis). Unter diesem Vergleich sind 55 Mio. € ein sehr gutes Ergebnis, denn für Außenverteidiger werden halt einfach keine 100+ Mio Mondpreise bezahlt.
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Wenn es uns schadet, kann man den Spieler dann auf Schadensersatz verklagen?

Natürlich nur bei bewiesener Schuld.
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Selbst wenn man es könnte, wird Wahi kein privates Vermögen von 20+ Mio. € haben, mit dem er einen mutmaßlich verlorenen Transferwert kompensieren könnte. Da kommt lange davor eine Privatinsolvenz.
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Alphakeks schrieb:

Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.


Abwarten.
Ich habe Berichte gelesen, denen zufolge er schon vor der Aktion die zu Gelb führte ein Foul begangen hat, dass aber unbestraft blieb.
Und natürlich wird es schwer sein, nachzuweisen ob er die gelbe Karte absichtlich kassieren wollte. Da wird lange untersucht werden müssen ob er in die Wettgeschäfte irgendwie involviert war.
Ich denke nicht, dass die Sache für Wahi schon ausgestanden ist, dafür ist das Gebilde zu komplex.
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Anthrax schrieb:

Alphakeks schrieb:

Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.


Abwarten.
Ich habe Berichte gelesen, denen zufolge er schon vor der Aktion die zu Gelb führte ein Foul begangen hat, dass aber unbestraft blieb.
Und natürlich wird es schwer sein, nachzuweisen ob er die gelbe Karte absichtlich kassieren wollte. Da wird lange untersucht werden müssen ob er in die Wettgeschäfte irgendwie involviert war.
Ich denke nicht, dass die Sache für Wahi schon ausgestanden ist, dafür ist das Gebilde zu komplex.



Um das klar zu sagen: Ich sehe absolut die Möglichkeit, dass Wahi noch in schwere Probleme kommt für diese Geschichte. Es scheint ja in jedem Fall Unregelmäßigkeiten an Wettmärkten betreffend seine Person gegeben zu haben. Und da er das Ergebnis "geliefert" hat (ob absichtlich oder nicht), auf das scheinbar sehr viel Geld gewettet wurde, wird die Justiz seine Person sicher ganz genau beleuchten.

Ich habe nur versucht zu interpretieren, wie die Situation Stand HEUTE ist. Es kann sein, dass nichts nachgewiesen wird, und alles im Sand verläuft. Es kann genauso gut sein, dass die Justiz doch noch irgendwelche Beweise findet, dann kommt er vor Gericht.
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Zitat von HR-Sport: "Laut AFP habe Kanada die Genehmigung zunächst verzögert und zusätzliche Informationen zur Situation des Spielers angefordert. Wahis Anwältin Marie Dose erklärte in einer Stellungnahme an AFP, dass der Spieler im vergangenen Monat "für einige Stunden" befragt worden sei, anschließend jedoch wieder freigelassen wurde: "Elye Wahi ist daher derzeit nicht angeklagt und unterliegt keinen gerichtlichen Auflagen oder Einschränkungen."

Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.

So oder so eine unschöne Angelegenheit für alle Beteiligten, inklusive der Eintracht.
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Alphakeks schrieb:

Der Anfangsverdacht gegen Wahi besteht höchstwahrscheinlich ja nicht, weil er sich eine besonders offensichtlich dämliche gelbe Karte geholt hat (das scheint ja nicht der Fall zu sein). Auch mutmaßlich nicht, weil er auf WhatsApp klare Absprachen dazu getroffen hat - so doof sind die Hintermänner ja nicht.

Sondern offenbar wurden auf den einschlägigen Wett-Portalen unplausibel hohe Summen auf eine gelbe Karte von Wahi gewettet, weshalb dann automatisch die Alarmglocken angehen. Zumal er ja dann auch wirklich die gelbe Karte bekommen hat.

Dh man wird Wahi vorerst in dieser Causa als Zeugen (!) behandeln. Nur wenn er selbst sich in Widersprüche verheddert, oder ihm doch schriftliche Absprachen nachgewiesen werden können, wird Anklage erhoben werden.

durchaus plausibel.
aber warum wurde er zunächst verhaftet? das hat die staatsanwaltschaft marseille explizit erklärt.
(siehe beitrag #779)
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Dass er verhaftet wurde, kann ja auch erstmal ein Missverständnis bzw. Übersetzungsfehler seitens der Reporter sein. In Deutschland würde man ja als Zeuge eine Vorladung bekommen, der man (je nach dem, welche Institution sie ausspricht) nachkommen muss. Vielleicht ist ja genau das passiert, und es wurde dann als "Verhaftung" aus dem Französischen übersetzt.

Wenn er wirklich-wirklich schon verhaftet wurde, dann muss meines Erachtens ein Gericht ja einen Haftbefehl ausgesprochen haben. Dann gäbe es schon stichkräftige Beweise gegen ihn. In dem Fall würde es mich aber wundern, wenn man ihn dann überhaupt zur Fußball-WM ausreisen lassen würde.
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Der Anfangsverdacht gegen Wahi besteht höchstwahrscheinlich ja nicht, weil er sich eine besonders offensichtlich dämliche gelbe Karte geholt hat (das scheint ja nicht der Fall zu sein). Auch mutmaßlich nicht, weil er auf WhatsApp klare Absprachen dazu getroffen hat - so doof sind die Hintermänner ja nicht.

Sondern offenbar wurden auf den einschlägigen Wett-Portalen unplausibel hohe Summen auf eine gelbe Karte von Wahi gewettet, weshalb dann automatisch die Alarmglocken angehen. Zumal er ja dann auch wirklich die gelbe Karte bekommen hat.

Dh man wird Wahi vorerst in dieser Causa als Zeugen (!) behandeln. Nur wenn er selbst sich in Widersprüche verheddert, oder ihm doch schriftliche Absprachen nachgewiesen werden können, wird Anklage erhoben werden.
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Ich erlaube mir keine Prognose, ob Hütter hier bei seinem Comeback eine erfolgreiche Zeit haben wird, oder nicht. Es ist uns allen natürlich zu wünschen. Aber in jedem Fall bin ich mir sicher, dass der Hütter-Fußball der Büffelherden-Zeit am ehesten das Stadion abgeholt hat, und alleine dadurch noch ein paar Prozente aus den Spielern kitzeln kann.
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Ich denke, dieses Ergebnis ist für alle am besten. Die Eintracht hat die Chance, in den nächsten Wochen einen neuen Trainer zu verpflichten, und diesem eine volle Vorbereitung mit dem Kader zu ermöglichen (sowie vielleicht sogar seine Inputs zu 2-3 Spieler-Ideen von Krösche abzugeben). Riera hat auch die Chance, sich für neue Aufgaben anzubieten, und bei einem neuen Club eine volle Vorbereitung mit dem neuen Team zu haben. Und Krösche bekommt die Möglichkeit, seinen sehr guten Ruf als Top-Manager durch eine besser passende Trainer-Wahl zu retten.

Ich nehme Riera tatsächlich ab, dass er mit all seinen (teils merkwürdigen) Entscheidungen und Ausführungen das bestmögliche für die Eintracht erreichen wollte. Allerdings hat er die Mannschaft zwar stabilisieren können, aber ihr Potential am Ende auch nicht wirklich abrufen können. Somit ist es aus meiner Sicht sportlich absolut vertretbar, einem anderen Trainer die Aufgabe zu geben.
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Unabhängig von seiner "unorthodoxen" Kommunikation hat Riera der Mannschaft sportlich keinen positiven Stempel aufdrücken können. Und das ist ja die Mindestvoraussetzung, unter der man seine merkwürdige Art noch tolerieren könnte.

Ich wäre wie alle Vorredner auch sehr überrascht, wenn Riera nicht in den nächsten Wochen freigestellt werden würde.
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Na also, geht doch - die Frage zu stellen, ohne belehrend Aufgaben aufzuzählen, die teilweise entweder seit Jahren nicht mehr oder nie aktuell waren 👍

Ich finde Brodo hat schon einen Punkt:
Für mich eine der entscheidenden Fragen ist, warum Axel Hellmann außer leerer Worthülsen in den letzten Jahren keinen Einfluss auf die sportliche Entwicklung dieses Vereins nehmen konnte.  Vielleicht sollte auch er sich mal wieder darauf besinnen, dass hinter seinen betriebswirtschaftlichen Floskeln auch immer sportlicher Erfolg stehen muss.


Da war bei Hellmann schon viel sonnen im Erfolg - was ja auch OK und seiner war! Aber irgendwann hatte man halt auch das Gefühl, so richtig wichtig ist es ihm nicht mehr. DFL, große Tiere aus Katar…war wohl etwas abgelenkt.
Denn (da musste ich etwas schmunzeln, als Du es entdeckt und verlinkt hast) er ist halt Vorstandssprecher
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Ja, Axel Hellmann ist der Vorstandssprecher der Eintracht Fußball AG. Und ja, das Kerngeschäft dieser Fußball AG ist der Betrieb einer Herren-Fußballmannschaft, die in der deutschen Fußball-Bundesliga und in UEFA-Wettbewerben antritt.

Das heißt aber nicht, dass Hellmann eine direkte Verantwortung für die sportlichen Erfolge des Vereins hat. Für dieses große Gebiet hat man sich ja mit Markus Krösche extra einen Spezialisten ins Team geholt.

Aus meiner Sicht ist Hellmann dafür verantwortlich (wie schon weiter oben erwähnt wurde), durch gute Entscheidungen im Bereich Marketing, Sponsoring, Stadion, Infrastruktur, Digitales, Personal etc. die Rahmenbedingungen zu schaffen, die dem Sport-Vorstand Krösche das größtmögliche Budget für den Fußball-Kader zur Verfügung stellen, sowie die bestmögliche sportliche Entwicklung des Kaders ermöglichen.

Und in dieser Hinsicht kann man Axel Hellmann aus meiner Sicht kaum einen Vorwurf machen. Im Vergleich zur Bruchhagen-Ära wirkt die Eintracht deutlich professioneller aufgestellt, mit neuem Sport-Campus, besserem Vertrag rund ums Stadion, sehr fortschrittlicher digitaler Infrastruktur und Präsenz, positiver Marketing-Ausstrahlung, etc etc. In diesen Bereichen hat sich in meinen Augen kein einziger Verein in Deutschland in den letzten 10 Jahren so positiv entwickelt wie die Eintracht.
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Es ist natürlich total unnötig, dass Jonny nach seinem Tor öffentlich irgendwelche abfälligen Gesten oder Kommentare in Richtung des Trainers macht - das muss einfach nicht sein und ist bestenfalls kindisch. Es zeigt auf alle Fälle, dass hinter den Kulissen der Haussegen schon recht schief hängt - in Mainz und auch unter Toppmöller habe ich Burkardt als sehr seriösen Profi wahrgenommen.

Ich kann zumindest menschlich nachvollziehen, dass Burkardt einen großen Groll gegenüber Riera hegt. Der WM-Zug dürfte endgültig abgefahren sein, und es ist durchaus denkbar, dass Burkardt nie wieder in seinem Leben die Gelegenheit bekommt, bei einer WM mitzuspielen. Wenn Burkardt selbst seine Verbannung auf die Bank als willkürlich empfunden hat, dann kommt eben so ein Frust zustande.
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Abseits von Freiburg sollte man auch mal erwähnen, dass Unai Emery noch im Rennen ist, seine FÜNFTE Europa League zu gewinnen. Der Typ hat diesen Wettbewerb sowas von gefressen, das ist sensationell. Er scheint ein Händchen für KO Spiele zu haben, wie vielleicht auch Oli Glasner.
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Ich finde es erstaunlich, wie viele hier auf Krösche eindreschen, und wie schnell sich im Fußball dann doch der Wind drehen kann. Ich versuche mal eine faire Bewertung von Krösches Bilanz, aufgeteilt in zwei Phasen (2021-2024, 2024-2026). Zu den Haupt-Erfolgskriterien eines Sport-Vorstands zähle ich 1) sportlichen Erfolg, 2) wirtschaftlichen Erfolg durch Transfergeschäfte und 3) Optimierung der sportlichen Rahmenbedigungen (Trainerteam, Trainingsgelände, Staff, Medizin und Ernährung, Scouting, ...). Die Transfers bewerte ich nach "Wie viel hat man für die Transfer-Ausgabe an Leistung bekommen?"

2021-2024:
- Sportlicher Erfolg: 21/22 Europa League Sieg, 22/23 Pokal-Finale, 23/24 Platz 6 = Quali zur Europa Leauge
- Transferbilanz: Deutlich mehr Tops (Lindström, Borré, Kolo Muani, Pacho, Larsson, Ekitiké, Marmoush, Brown, ...) als Flops (Lammers, Hauge, Alario, van de Beek, Kalajdzic, Ngankam)
- Trainer & Co.: Glasner (wohl schon vor Krösche verpflichtet), Toppmöller

--> Zumindest im Sommer 2024 galt Krösche als einer der heißesten Fußball-Manager auf dem Markt weltweit. Alle Bundesligisten beneideten die Eintracht um den Erfolg und den Architekten dahinter.

2024-2026:
- Sportlicher Erfolg: 24/25 Platz 3 und Quali zur Champions League, 24/25 wahrscheinlich Platz 8 und nix
- Transferbilanz: Bisherige Tops (Uzun, Kristensen, Theate, Kalimuendo, Amaimouni) und Flops (Wahi, Lisztes, Batshuayi, Dahoud, Doan) halten sich die Waage
- Trainer & Co.: Toppmöller, Schmidt+AMFG (interim), Riera

--> In den letzten zwei Jahren hat der gute Ruf von Krösche ein paar Kratzer abbekommen. Aber man muss trotzdem sehen, dass der sportliche Erfolg mit Platz 3 und Platz 8 sehr gut bzw. okay ist, und auch die Transfers zumindest über den ganzen Kader betrachtet okay sind. Einzig mit seinen Trainer-Wahlen hat sich Krösche mehrmals vergriffen: Zu lange an Toppmöller festgehalten, dann sind Schmidt+AMFG als Interimslösung leider total gefloppt, und Riera ist bislang jetzt auch noch kein voller Erfolg gewesen.

Dennoch finde ich es vermessen, jetzt offen über einen Rauswurf von Krösche zu diskutieren. Vier der fünf Jahre mit Krösche waren sehr erfolgreich, nur die aktuelle Saison fällt leider ab. Man würde Krösche wünschen, im Sommer mit einer neuen Trainer-Lösung ein besseres Händchen zu beweisen - denn mit einem guten Trainer, der aus den Spielern wirklich alles herausholt, kann dieser Kader sicher um Platz 4-6 mitspielen.
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Die dicke Hose in der PK gestern fällt Riera jetzt natürlich auf die Füße. Wenn man auf selbstbewusst machen will, muss man danach schon auch liefern, sonst wird es peinlich.

Ich gehe davon aus, dass Riera im Sommer verabschiedet wird, wenn er nicht noch Platz 7 irgendwie holt. Und dafür bräuchte es noch mindestens vier, eher sechs Punkte. Wird schwierig, gelinde gesagt.
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Also ich schreibe ja wirklich selten hier, aber mittlerweile platzt mir echt der Kragen.
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...

Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.

Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...

Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...

Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...

Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.

Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
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Danke für deine Einordnung, die ja von jemandem mit langer Berufserfahrung als Journalist sehr wertvoll ist.

Ich persönliche finde durchaus gut, dass Riera den Haus-und-Hof-Journalisten der Eintracht (man denke an Durstewitz und Co.) mal Contra gibt. Aber wie du schreibst, wird er diesen Kampf verlieren, so lange nicht eine Sache eintritt: Sportlicher Erfolg. Nur dieser würde die Journalisten zum Schweigen bringen, weil sie gegen unbestrittenen Erfolg nicht anschreiben können.

Rieras Start bei der Eintracht erinnert mich sehr (in kleinerem Format, natürlich) an den Start von Mourinho bei Chelsea im Jahr 2004. Der kam als frischgebackener Champions League Sieger aus Porto, war aber für die arroganten Journalisten der Premier League ein völlig unbeschriebenes Blatt. In seiner Antritts-PK wurde mehrfach von Journalisten seine Qualifikation angezweifelt, in der so kompetitiven Premier League bestehen zu können. Dort fiel dann auch - aus dem Affekt und Protest heraus - seine sinngemäße Aussage: "Warum greift ihr Pfeifen mich hier alle an? Ich habe gerade die Champions League gewonnen, ich bin ein Special One!" Im ersten halben Jahr lag Mourinho mit der englischen Journalisten dauerhaft im Clinch. Nur hatte er die richtige Antwort: Meister mit Chelsea im ersten Anlauf mit Rekordpunktzahl, Sieg im Ligapokal, Erreichen des CL-Halbfinals. Danach war die Presse still.

Stand heute hat Riera keinen sichtbaren Fortschritt mit der Mannschaft erzielen können. Und wenn bis zum Saison-Ende nicht noch drei wirklich gute Spiele kommen, wird die Frankfurt Presse ihn im Sommer zur Tür hinaus schreiben, fürchte ich.
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Ich denke das aktuelle Verhalten wird Riera im Sommer seinen Posten kosten (ich sage hierbei nicht, ob verdient oder nicht).

Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, wenn ein Trainer vorweg geht, die Mannschaft gegen schlechte Presse schützt, und im Zweifelsfall alle verbalen Attacken auf sich selbst zieht. Genau das haben Mourinho, Klopp und Guardiola auch getan, Mourinho war wahrscheinlich der König dieser Disziplin.

Zwischen Riera und den drei genannten Trainern gibt es aber zwei große Unterschiede:

1. Die drei Toptrainer waren unbestritten erfolgreich als Trainer, haben Spiele und Titel gewonnen, und waren somit über die Zweifler aus der Presse erhaben. Das kann Riera stand jetzt nicht von sich behaupten. Und so lange man (noch) keinen erfolgreichen Fußball spielt, sollte man in Pressekonferenzen die Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufmachen.

2. Die drei Toptrainer wurden - auch aufgrund des Erfolges - von ihren Spielern vergöttert. Von außen wurde auch bei diesen Trainern viel gemault und geschrieben, aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen. Selbst wenn die Presse sicher auch mit Wonne Themen hochschreibt, an der Geschichte mit Burkardt wird schon irgendwas Korrektes dran sein, wenn es mehrere Blätter berichten. Und irgendjemand muss die Geschichte nach draußen gestochen haben, wahrscheinlich die Spieler-Seite. Das wäre unter Klopp und Mourinho eher nicht passiert.
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Man hat im Spiel heute mal wieder gesehen, dass es im Eintracht-Kader viele grundsätzlich gute Fußballer gibt, aber nur sehr wenige, die mit genialen Momenten eine Abwehr aushebeln können. So bleibt es dabei, dass man mit gefühlt 80% Ballbesitz wie beim Handball um den Kreis spielt, ohne irgendwie gefährlich zu werden.

Die Spieler mit den "genialen" Fähigkeiten sind klar Uzun (als Zehner), Doan (als Rechtsaußen) und Kalimuendo. Für die verbleibenden Spiele sollte Riera in meinen Augen versuchen, diese Spieler möglichst auf ihren besten Positionen einzusetzen. Das bedeutet für mich ein 4-2-3-1, damit Doan sich auf seine offensive Rolle konzentrieren kann, und hinten von einem RV (Kristensen?) abgesichert wird.