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Alphakeks

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Fantastisches Spiel von der gesamten Mannschaft. Ich fand die ersten 20 Minuten schon richtig stark. Der Treffer von Hoffenheim gefühlt aus dem Nichts.

Heute ganz stark fand ich Dost, Toure und Rode. Bei Dost war heute alles dabei, Balleroberungen, Umschaltspiel eingeleitet, vorgelegt und das Tor gemacht. Ein neuer alter Dost!

Toure war im Spiel nach vorne überragend und hat trotzdem auch mal hinten die Zweikämpfe für sich entscheiden können.

Rode war der gewohnte Fighter, Balleroberer und Spielzerstörer wie zu seinen besten Zeiten.

Mit der zusätzlichen Verstärkung durch Amin Younes sehe ich uns richtig gut aufgestellt.

Ein Lob an die Verantwortlichen.
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JanMaurer schrieb:

Heute ganz stark fand ich Dost, Toure und Rode. Bei Dost war heute alles dabei, Balleroberungen, Umschaltspiel eingeleitet, vorgelegt und das Tor gemacht. Ein neuer alter Dost!

Toure war im Spiel nach vorne überragend und hat trotzdem auch mal hinten die Zweikämpfe für sich entscheiden können.


Ich tue mir bei Toure immer noch teilweise schwer. Nach vorne spielt er oftmals sehr gut, seine Technik und seine Flanken sind hervorragend. Aber nach hinten finde ich es teilweise immer noch hanebüchen, sein Stellungsspiel und seine Zweikämpfe sind (zumindest zeitweise) unter aller Kanone. Wir haben im letzten Jahr einige Tore kassiert, in denen Toure defensiv einfach geschlafen hat. Er wäre in meinen Augen in einem 4-4-2 ein super RM, mit einem defensiv denkenden RV (Timmy Chandler, Tuta?) als Absicherung hinter ihm. In der Fünferkette muss leider allzuoft der rechte IV Abraham nach außen rücken, weil Toure sich von einem direkt Ball einfach hat überspielen lassen. Auch heute hatte Hoppenheim einige gefährliche Aktionen über Toures Seite.
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Rönnow will sicher gerne zur EM, und dafür muss er spielen. Dass er an Trapp nicht vorbeikommt, hat er mitlerweile selbst wohl eingesehen. Er wird also sicher auf einen Transfer (egal wohin) drängen.

Ich weiss nicht, immer ist die Rede davon Rönnow will zur EM und muss spielen. Wenn ich mir die Lage der Torhüterposition in der Dänischen Nationalmannschaft an sehe, sehe ich die Sache so, dass  er als Nummer 2 gesetzt ist trotz seiner Situation bei der Eintracht und an der Nummer 1 Schmeichel kommt er eh nicht vorbei auch wenn er regelmäßig spielt. Schmeichel ist dort als Nummer 1 gesetzt wie bei Deutschland Manuel Neuer.
Sehe dass so, er muss nicht unbedingt wechseln schon gar nicht zu Schalke.
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wasgauadler schrieb:

Ich weiss nicht, immer ist die Rede davon Rönnow will zur EM und muss spielen. Wenn ich mir die Lage der Torhüterposition in der Dänischen Nationalmannschaft an sehe, sehe ich die Sache so, dass  er als Nummer 2 gesetzt ist trotz seiner Situation bei der Eintracht und an der Nummer 1 Schmeichel kommt er eh nicht vorbei auch wenn er regelmäßig spielt. Schmeichel ist dort als Nummer 1 gesetzt wie bei Deutschland Manuel Neuer.
Sehe dass so, er muss nicht unbedingt wechseln schon gar nicht zu Schalke.        


Zunächst mal duelliert sich Rönnow mit Lössl, der bei Everton in einer ähnlichen Lage steckt wie Rönnow hier, um die Nummer 2 in der dänischen N11. Und selbst wenn man Rönnow als gesetzten EM-Mitfahrer sieht (dafür reicht es ja auch, die Nummer 3 zu sein), will er doch unter gar keinen Umständen hier noch eine weitere Saison auf der Bank sitzen. Er ist mit der Aussicht auf den Stammplatz vor zwei Jahren gekommen, dann wurde ihm spontan noch Trapp vor die Nase gesetzt. Er hat in den wenigen Einsätzen, die er bekommen hat, gezeigt, dass er Bundesliga-Niveau hat. Als mittlerweile 28-jähriger ist er nicht mehr der Jungspund, der jetzt noch 1-2 Jahre auf seine Chance warten kann (anders als Schubert). Ich bin mir sicher, dass Rönnow ganz klar den Wunsch hinterlegt hat, die Eintracht verlassen zu dürfen, und sei es nur leihweise.
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Ein Tausch Rönnow gegen Schubert könnte aus meiner Sicht für alle Beteiligten durchaus Sinn machen, vielleicht am ehesten als Leih-Tausch-Deal für ein Jahr (ohne Kaufoptionen):

* Schalke bekommt einen Keeper, der mehr Qualität und weniger Wackler drin hat als Fährmann, mit dem man wohl nicht ganz kalkulieren will (sonst hätte man ihn ja auch letztes Jahr nicht ausgeliehen).

* Die Eintracht bekommt die Möglichkeit, Rönnow bei Schalke ein Jahr ins Schaufenster zu stellen. Wenn er überzeugt und nach einer Leihe zurückkommt, gibt es vielleicht (nach Corona...) Interessenten für einen werthaltigen Verkauf. Mit Schubert bekommt man einen günstigeren Ersatz, der zumindest in Dresden ein gutes Niveau gezeigt hat. Ich hätte jetzt wenig Bedenken, Schubert die 4-5 Spiele zu lassen, die Trapp mal wegen Wehwehchen ausfallen könnte. Nur bei einer schweren Verletzung von Trapp wäre Schubert sicher ein Downgrade zu Rönnow.

* Rönnow will sicher gerne zur EM, und dafür muss er spielen. Dass er an Trapp nicht vorbeikommt, hat er mitlerweile selbst wohl eingesehen. Er wird also sicher auf einen Transfer (egal wohin) drängen.

* Schubert könnte sich, nachdem es bei Schalke für ihn nicht wirklich gut lief, bei einem neuen Club für die Bundesliga empfehlen. Wenn er bei der Eintracht als Nummer 2 intern überzeugt, und Trapp im Sommer 2021 doch noch den Weg in die Ferne antritt (Gerüchte gibt es ja jedes Jahr...), könnte Schubert in der Pole Position für den Posten bei der Eintracht sein. Das könnte zumindest ein Anreiz für ihn sein, statt jetzt im Zweifelsfall bei S06 sogar zur Nr. 3 degradiert zu werden.
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Dass heute Schluss ist - mein Gott, war zu erwarten. Es bleibt aber leider dabei, dass die Mannschaft spielerisch überhaupt keine Idee hat, wie man einen Angriff geordnet vorträgt. Heute war ja eigentlich eine ideale Möglichkeit das zu zeigen, man konnte ja getrost ab Minute 1 mit offenem Visier angreifen. Wenn man aber ehrlich ist, gab es keinen einzigen vernünftig ausgespielten Angriff in 90 Minuten. Ein Armutszeugnis. Es ist alles Zufall oder "auf Kostic spielen und aufs Beste hoffen".

Nun ist es bekanntlich auch gar nicht Hütters Spielstil (und wahrscheinlich Expertise), einer Mannschaft Ballbesitzfußball zu verordnen. Hütter kam ja mit dem Siegel "erbarmungsloses Pressing" aus Bern - davon ist aber leider auch nichts zu sehen. Mutmaßlich, weil dafür der vorhandene Kader nicht geeignet ist. Hütter spielt ja ohnehin gerne 4-4-2, aber auch das kann er in Ermangelung der nötigen Schlüsselspieler nicht durchziehen. Es bleiben also eigentlich nur zwei Varianten: Man holt Spieler, die zu Hütters Stil passen, oder einen Trainer, der zum vorhandenen Kader passt. Sonst wird auch die nächste Saison ein größtenteils auf Zufallsfußball basierendes Gemurkse.
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Die Mannschaft kommt mit der Dreierkette besser zurecht? Wir sind die Schießbude der Liga....3 Tore gegen wirklich schwache und harmlose Freiburger.
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DoctorJ83 schrieb:

Die Mannschaft kommt mit der Dreierkette besser zurecht? Wir sind die Schießbude der Liga....3 Tore gegen wirklich schwache und harmlose Freiburger.


Die drei Tore haben sie aber aus gefühlt vier Chancen gemacht. Das ist doch immer noch besser, als wie gegen Gladbach zehn dicke Chancen zuzulassen. Dass beim Tor von Pedersen irgendeiner bei der Zuordnung schläft, hat ja auch nichts mit der Kette zu tun. Insgesamt hatte ich zumindest das Gefühl, dass es defensiv weniger vogelwild war, als in den Spielen zuvor.
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Zumindest kann man das Ergebnis heute nicht wirklich Hütter anlasten. Er hat auf die Dreierkette umgestellt, die Mannschaft kommt damit sichtbar besser zurecht. Dass Dost, Kamada und Silva jeweils ein bis zwei 100%ige liegen lassen, dafür kann Hütter ja absolut nichts. Wenn die Offensiven die "Muss-rein" Dinger gemacht hätten, wäre das heute 5:3 oder 6:3 ausgegangen. Dass es defensiv immer noch zu einfach ist für die Gegner, das darf Hütter zu denken geben.
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Das mag ja alles stimmen, aber wir bezahlen die Investitionen für die Infrastruktur sicher nicht aus unseren Transfereinnahmen. Die werden ja nicht mal aus dem Eigenkapital bezahlt. Abgesehen davon stehen ganz sicher keine 10-12 Vereine in der Bundesliga vor uns. In Sachen Etat (der absolut gedeckt ist und in den eben nicht jeder Pfennig reingesteckt wird) dürften wir uns mittlerweile in der oberen Tabellenhälfte befinden und das war auch sowohl vor der Saison als auch vor dem Restart das erklärte Ziel der Vereinsführung. Das muss auch mittlerweile der Anspruch sein. Platz 8-12 ist normalerweise unsere Range, aber eben mit Stoßrichtung nach oben. Da finde ich auch den Vergleich mit den dunklen Zeiten aus unserer Historie unpassend. Spieler wie Pezzey oder Detari haben wir verkauft, weil wir über unsere Verhältnisse gelebt und dringend Geld gebraucht haben.

Davon konnte im letzten Sommer (gerade wegen der sonstigen Einnahmen, die wir durch den sportlichen Wettbewerb und Sponsoren verzeichnet haben) doch keine Rede sein. Vielmehr haben wir unsere besten Spieler ohne Not verkauft. Darum geht es doch. Und dann behalte ich lieber die sportliche Substanz, sprich funktionierende Spieler und ein eingespieltes Team, anstatt viel Geld einzunehmen, mit dem Risiko keinen adäquaten oder passenden Ersatz bezahlen zu können oder überhaupt erst zu finden. Wie Otto Rehhagel schon richtig gesagt hat (leider oft im falschen Kontext zitiert): "Geld schießt keine Tore". Keine einzige Mannschaft dieser Welt ist besser geworden, indem sie ihre drei besten Spieler verkauft hat. Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass Haller und Jovic (und auch Rebic vor der Vertragsverlängerung) hier Unsummen an Gehalt verdient hätten. Man hätte es sich rein finanziell locker leisten können, alle zu behalten.

Ich halte es auch allgemein für hanebüchen, zu glauben, dass man durch Transfereinnahmen die Lücken zu den Topteams schließen kann. Dann müssten Vereine wie Ajax, Porto oder Benfica schon lange zur absoluten Weltspitze aufgeschlossen haben. Vielmehr ist da der Standort (sowohl was das Land als auch die Stadt angeht, ein Topverein aus Portugal wird halt nie so viel verdienen wie ein Topverein aus Deutschland, genau wie du in Frankfurt ganz andere Möglichkeiten hast als in Mainz), die infrastrukturellen Rahmenbedingungen (wenn die Stadt das Stadion nicht verkauft, werden wir nie auch nur annähernd dieselben Einnahmequellen wie einige andere Vereine haben) und nicht zuletzt der sportliche Erfolg entscheidend.

Wenn man langfristig sportlich erfolgreich ist, dann kommen nicht nur die dicken Einnahmen aus dem Wettbewerb (sprich TV-Tabelle, Europapokal und natürlich vor allem die CL), sondern dann macht man sich auch in Sachen Trikot- und Stadionsponsor sowie Ausrüster für die Big Player interessant und letztendlich wird da das große Geld gemacht. Das trifft ja auch in bedingter Weise auf uns zu. Wir sind unter anderem wegen dem sportlichen Erfolg der letzten Jahre so interessant geworden und befinden uns jetzt in so einer guten Position wie seit Jahrzehnten nicht mehr und nicht deshalb, weil wir mal zwei Spieler teuer verkauft haben. Dann hätten uns Vereine wie Mainz ja in den letzten Jahren auch schon uneinholbar enteilen müssen.

Wer hat denn die letzten Jahre den größten Sprung gemacht? Richtig, Gladbach. Das liegt zum einen daran, dass die infrastrukturell gut aufgestellt sind, aber eben auch daran, dass die seit knapp zehn Jahren konstant sportlich erfolgreich sind. Die haben zwar auch mal den Europapokal verpasst, sind aber immer in der oberen Tabellenhälfte gelandet. Die haben nach ihrem ersten erfolgreichen Jahr Reus und Dante per AK verloren. Aber seitdem sie in der komfortablen Position sind und keine AKs mehr in Verträge einbauen müssen, haben sie eben auch immer nur einen Leistungsträger pro Jahr abgegeben (einen Ter Stegen und Hazard auch nur deshalb, weil beide nur noch ein Jahr Vertrag hatten) und natürlich gleichzeitig weiterhin gut eingekauft. Deshalb bin ich auch der festen Überzeugung, dass es für unsere weitere Entwicklung besser gewesen wäre, unsere Büffelherde zu halten, anstatt sie für viel Geld zu verkaufen.
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DonGuillermo schrieb:

Das mag ja alles stimmen, aber wir bezahlen die Investitionen für die Infrastruktur sicher nicht aus unseren Transfereinnahmen. Die werden ja nicht mal aus dem Eigenkapital bezahlt. Abgesehen davon stehen ganz sicher keine 10-12 Vereine in der Bundesliga vor uns. In Sachen Etat (der absolut gedeckt ist und in den eben nicht jeder Pfennig reingesteckt wird) dürften wir uns mittlerweile in der oberen Tabellenhälfte befinden und das war auch sowohl vor der Saison als auch vor dem Restart das erklärte Ziel der Vereinsführung. Das muss auch mittlerweile der Anspruch sein. Platz 8-12 ist normalerweise unsere Range, aber eben mit Stoßrichtung nach oben. Da finde ich auch den Vergleich mit den dunklen Zeiten aus unserer Historie unpassend. Spieler wie Pezzey oder Detari haben wir verkauft, weil wir über unsere Verhältnisse gelebt und dringend Geld gebraucht haben.

Davon konnte im letzten Sommer (gerade wegen der sonstigen Einnahmen, die wir durch den sportlichen Wettbewerb und Sponsoren verzeichnet haben) doch keine Rede sein. Vielmehr haben wir unsere besten Spieler ohne Not verkauft. Darum geht es doch. Und dann behalte ich lieber die sportliche Substanz, sprich funktionierende Spieler und ein eingespieltes Team, anstatt viel Geld einzunehmen, mit dem Risiko keinen adäquaten oder passenden Ersatz bezahlen zu können oder überhaupt erst zu finden. Wie Otto Rehhagel schon richtig gesagt hat (leider oft im falschen Kontext zitiert): "Geld schießt keine Tore". Keine einzige Mannschaft dieser Welt ist besser geworden, indem sie ihre drei besten Spieler verkauft hat. Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass Haller und Jovic (und auch Rebic vor der Vertragsverlängerung) hier Unsummen an Gehalt verdient hätten. Man hätte es sich rein finanziell locker leisten können, alle zu behalten.

Ich halte es auch allgemein für hanebüchen, zu glauben, dass man durch Transfereinnahmen die Lücken zu den Topteams schließen kann. Dann müssten Vereine wie Ajax, Porto oder Benfica schon lange zur absoluten Weltspitze aufgeschlossen haben. Vielmehr ist da der Standort (sowohl was das Land als auch die Stadt angeht, ein Topverein aus Portugal wird halt nie so viel verdienen wie ein Topverein aus Deutschland, genau wie du in Frankfurt ganz andere Möglichkeiten hast als in Mainz), die infrastrukturellen Rahmenbedingungen (wenn die Stadt das Stadion nicht verkauft, werden wir nie auch nur annähernd dieselben Einnahmequellen wie einige andere Vereine haben) und nicht zuletzt der sportliche Erfolg entscheidend.

Wenn man langfristig sportlich erfolgreich ist, dann kommen nicht nur die dicken Einnahmen aus dem Wettbewerb (sprich TV-Tabelle, Europapokal und natürlich vor allem die CL), sondern dann macht man sich auch in Sachen Trikot- und Stadionsponsor sowie Ausrüster für die Big Player interessant und letztendlich wird da das große Geld gemacht. Das trifft ja auch in bedingter Weise auf uns zu. Wir sind unter anderem wegen dem sportlichen Erfolg der letzten Jahre so interessant geworden und befinden uns jetzt in so einer guten Position wie seit Jahrzehnten nicht mehr und nicht deshalb, weil wir mal zwei Spieler teuer verkauft haben. Dann hätten uns Vereine wie Mainz ja in den letzten Jahren auch schon uneinholbar enteilen müssen.

Wer hat denn die letzten Jahre den größten Sprung gemacht? Richtig, Gladbach. Das liegt zum einen daran, dass die infrastrukturell gut aufgestellt sind, aber eben auch daran, dass die seit knapp zehn Jahren konstant sportlich erfolgreich sind. Die haben zwar auch mal den Europapokal verpasst, sind aber immer in der oberen Tabellenhälfte gelandet. Die haben nach ihrem ersten erfolgreichen Jahr Reus und Dante per AK verloren. Aber seitdem sie in der komfortablen Position sind und keine AKs mehr in Verträge einbauen müssen, haben sie eben auch immer nur einen Leistungsträger pro Jahr abgegeben (einen Ter Stegen und Hazard auch nur deshalb, weil beide nur noch ein Jahr Vertrag hatten) und natürlich gleichzeitig weiterhin gut eingekauft. Deshalb bin ich auch der festen Überzeugung, dass es für unsere weitere Entwicklung besser gewesen wäre, unsere Büffelherde zu halten, anstatt sie für viel Geld zu verkaufen.


Während ich deiner Argumentation hier größtenteils folgen kann (Top-Spieler teuer verkaufen ist nicht gleich besser werden), sollte man schon auch die genaue Situation der Eintracht und die drei fraglichen Büffel anschauen - dann sieht das Bild schon anders aus.

Zu Beginn der Saison sah man sich ja in der Situation, dass man mit Trapp, Rode, Hinteregger, Kostic und Jovic (bis dahin auch nur geliehen!) fünf Leistungsträger der Vorsaison verpflichten wollte. Ganz nach deinem Credo "Spieler, die funktionieren, sollte man behalten". Wenn man den Zahlen auf tm.de glauben darf, brauchte Bobic hierfür also Transfereinnahmen von 33 Mio. € (!!!). Einfach nur, um die bestehende Mannschaft besammen zu halten. Um diese zu generieren, musste also sicher zumindest einer der Juwelen verkauft werden. Auf der anderen Seite war es aber sicher nicht finanziell notwendig, alle drei Büffel abzugeben - da bin ich bei dir.

Dennoch sollte man auch mal individuell sehen, dass es durchaus die besten Lösung gewesen sein könnte, die drei zu verkaufen:
  • Haller ist für uns sportlich nicht zu ersetzen. Bei ihm bin ich mir auch sicher, dass man ihn nicht wirklich freiwillig verkauft hat. Er hatte aber nicht mehr viel Restvertrag
  • (1 Jahr? 2 Jahre?) und hatte mutmaßlich schon angedeutet, keine Verlängerung anzustreben. Mit seiner Qualität kommt er bei einem besser zahlenden Verein locker unter, das war ihm selbst ja auch bewusst. Also nahm Bobic der bessere zweier Übel und nahm das Geld, um damit einen Nachfolger verpflichten zu können. Das Dost der Rolle bislang nicht annähernd gewachsen war, steht auf einem anderen Blatt.
  • Jovic war in meinen Augen ein verständlicher Verkauf. Zum damaligen Zeitpunkt hatte er 1-1,5 gute Saisons im Profilfußball
  • (natürlich auch, weil er noch jung ist), und dann bietet einer eine Summe, mit der du auf dem Papier den ganzen Kader neu kaufen kannst. Das ist Wahnsinn. Zudem sieht man ja in Madrid, dass Jovic durchaus seine charakterlichen Durchhänger hat, fehlender Ehrgeiz sei genannt. In meinen Augen also ein Spieler, der durchaus auch bei der Eintracht wieder auf ein "normales" Niveau an Leistung hätte zurückfallen können - und dann hätten wir alle gesagt "Warum haben wir den nicht nach seiner Gala-Saison verkauft? Real hatte xyz geboten?!"
  • Rebic wollte in meinen Augen einfach weg. Er ist, was man von außen so mitbekommt, eher ein schwieriger Typ, der sich einfach für höhere Aufgaben berufen fühlt. Bevor der Stunk in der Kabine macht, nehme ich auch lieber eine gute Ablöse auf dem Konto. Zumal ich ehrlich gesagt das Gefühl hatte, dass nur Kovac wirklich alles aus Rebic rauskitzeln konnte - der braucht einen harten Hund, der ihm auf kroatisch in den A*sch tritt. Und das ist Hütter nicht.


Daher sehe ich es durchaus verständlich, die drei Büffel verkauft zu haben. Was in meinen Augen viel eher der Auslöser für die aktuelle Lage ist, ist die Tatsache, dass man trotz großer Ausgaben keine passenden Transfers zu Stande bekommen hat. Sow, Kohr, Dost, Silva und Ilsanker kamen für insgesamt 30 Mio. € - durchschlagend weitergebracht haben sie die Eintracht noch nicht. Das ist viel zu viel Geld für zu wenig Fortschritt.
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Je mehr ich drüber nachdenke, desto weniger tragisch finde ich die rote für Kostic (so unfassbar unnötig sie auch ist): Gegen Saarbrücken muss man auch ohne Kostic gewinnen können, gegen Buyern sind auch mit Kostic die Chancen gering (insbesondere in deren aktueller Form). Nur wenn es gegen Leverkusen geht, hätte er das Zünglein an der Waage sein können. Und in einem Finale muss eh jeder über sich hinauswachsen, egal wer spielt.

Vorteil: Kostic ist dann zumindest in Liga und eventueller weiterer EL-Runde etwas frischer.

Ich finde übrigens, dass der Ilsanker als Typ gut in den Kader passt. Fußballerisch ist er eher limitiert, aber er ist ein "aggressive Leader", wie er uns seit Boateng eigentlich fehlt. Der zieht andere mit!
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Alphakeks schrieb:

Ohne die (spärlich vorhandene) Leistung der Eintracht schön reden zu wollen, muss man aber auch mal konstatieren, dass die Berliner selbst keine Ahnung haben dürften, wie sie das heute gewonnen haben. Die zwei Tore wurden ihnen einfach geschenkt, und dann konnten sie ihren Antifußball durchziehen. Die haben die letzten 20 Minuten mit Sechser-Kette (!) gespielt. Der Sieg gibt ihnen recht, klar.

Sorry das stimmt nicht Berlin wollte genau so spielen und schauen was sie dafür bekommen.
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Mike 56 schrieb:

Alphakeks schrieb:

Ohne die (spärlich vorhandene) Leistung der Eintracht schön reden zu wollen, muss man aber auch mal konstatieren, dass die Berliner selbst keine Ahnung haben dürften, wie sie das heute gewonnen haben. Die zwei Tore wurden ihnen einfach geschenkt, und dann konnten sie ihren Antifußball durchziehen. Die haben die letzten 20 Minuten mit Sechser-Kette (!) gespielt. Der Sieg gibt ihnen recht, klar.

Sorry das stimmt nicht Berlin wollte genau so spielen und schauen was sie dafür bekommen.


Als ob Berlin die beiden Tore genau so eingeplant hat. Die haben auf 0:0 gespielt, und dann haben wir ihnen zwei Dinger reingeduselt. Und dass sie so eine Führung dann eisern verteidigen können, das weiß man nicht erst seit heute. Trotzdem ist das kein verdienter Sieg für Union, zumindest den Punkt hätte sich die Mannschaft für den Kampf in den letzten Minuten verdient. Pacienca muss den freistehend z.B. mal locker machen.
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Ohne die (spärlich vorhandene) Leistung der Eintracht schön reden zu wollen, muss man aber auch mal konstatieren, dass die Berliner selbst keine Ahnung haben dürften, wie sie das heute gewonnen haben. Die zwei Tore wurden ihnen einfach geschenkt, und dann konnten sie ihren Antifußball durchziehen. Die haben die letzten 20 Minuten mit Sechser-Kette (!) gespielt. Der Sieg gibt ihnen recht, klar.
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Alphakeks schrieb:


Flop-Elf
--------------------------- Caio -----------------------------------


Junge...
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Knueller schrieb:

Alphakeks schrieb:


Flop-Elf
--------------------------- Caio -----------------------------------


Junge...


Zum damaligen Zeitpunkt der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte. In vier Jahren in 80 Spielen nur 8 Tore und 2 Assists, da kann man wohl mit Fug und Recht von einem Flop reden.
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Top-Elf:

---------------------------- Trapp -------------------------------
----------- Vallejo ------ Hasebe ----- Hinteregger-------
-- Aigner -------------------------------------------- Kostic --
------------------ Huszti ------------ Rode --------------------
----------------------------- Meier -------------------------------
------------ Haller ------------------------ Rebic --------------

Flop-Elf (bezogen auf Ablöse oder zumindest "hat viel mehr Speiel gemacht, als durch Leistung wirklich gerechtfertigt war"):

------------------------- Fährmann -----------------------------
- Celozzi ----- Hector ------- Schildenfeld --- Tawatha -
------------------------ Medojevic -------------------------------
-- Matmour --------------------------------------- Korkmaz --
--------------------------- Caio -----------------------------------
------------ Altintop --------------- Kadlec ---------------------
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Ich sehe die abgelaufene Transferperiode sehr positiv - insbesondere, weil der Kader breiter aufgestellt wurde, sodass der Gegner nicht schon drei Monate im Voraus weiß, mit welcher Elf man wohl antreten wird (wie teilweise gegen Ende der letzten Saison). Ganz im Gegenteil hat man jetzt sogar deutlich mehr Möglichkeiten, insbesondere auf der zentralen Achse DM-ZM-OM-HS-MS. Dort hat Adi jetzt die Qual der Wahl an Spielern, die alle Bundesliga-Niveau erreichen, aber ganz unterschiedliche Profile darstellen. Wenn man diese Achse mal von defensiv-nach-offensiv sortiert:

Fernandes (rein defensiver Zerstörer)
       |
   Torro
       |
    Kohr
       |
   Rode (Terrier, der auch das Spiel ankurbelt)
       |
de Guzman
       |
    Sow
       |
Gacinovic (Box-to-Box Spieler)
       |
 Kamada (klassischer 10er)
       |
    Silva (hängende Spitze, Max-Kruse-Style)
       |
Paciencia
       |
    Dost (klassischer Mittelstürmer)

Anhand diese Achse sieht man, wie viel Varianten jetzt für Hütter möglich sind. Man kann sich eine "die-Null-muss-stehen" Aufstellung (Fernandes-Kohr-Rode-Gacinovic-Paciencia) genauso vorstellen wir eine "volle-Attacke" Aufstellung (Rode-Sow-Kamada-Silva-Dost) - das macht das Spiel der Eintracht deutlich weniger ausrechenbar als im letzten Jahr.

Zudem ist es gut, dass für die Außen mit Durm und Chandler zwei beidseitig einsetzbare Spieler (wieder) verfügbar sind - somit kann man auch für Kostic und DDC eine jeweils etwas defensivere Alternative aufbieten.
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Warum sollte Esser 1 Jahr spielen und dann , mit Vorankündigung , auf der Bank platz nehmen ? Dafür ist der ein wenig zu stark.
Das macht der glaub ich nicht mit.
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fromgg schrieb:

Warum sollte Esser 1 Jahr spielen und dann , mit Vorankündigung , auf der Bank platz nehmen ? Dafür ist der ein wenig zu stark.
Das macht der glaub ich nicht mit.


Wenn er ein selbstbewusster Profi ist, dann sagt er sich "Die geben mir ein Jahr den Stammplatz. Ich halte jetzt einfach jedes Spiel wie ein junger Gott, dann wollen die zur Winterpause den Trapp nicht mehr." Gerade die Torhüter brauchen jede Chance, die sich bietet, um sich im Spielbetrieb zu zeigen. Fast jeder Keeper, inklusive Esser, würde ein Jahr versprochenen Bundesliga-Stammplatz mit Handkuss nehmen - und sei es nur, um sich für andere Vereine zu empfehlen.
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Ich hoffe nur, dass dieses Spiel die Mannschaft für das Rückspiel in London nicht komplett verunsichert. Das überbordende Selbstvertrauen war gefühlt ohnehin schon gedämpft in den letzten Wochen, aber das heute gibt schon einen ordentlichen Knacks. Der Mentaltrainer wird die gut aufbauen müssen.

Dass dieses krasse Ergebnis nicht an der Müdigkeit liegt, sieht man daran, dass (zumindest mMn) der ausgeruhte Willems der schlimmste Totalausfall war. Auch bei da Costa hat man nicht zwingend das Gefühl, dass er überhaupt weiß, wo er zu sein hat. Ähnlich bei Ndicka als LV, Toure als RV und Rebic als alleinigem Mittelstürmer. Für mich hat das heute der Coach zu verantworten, in der Aufstellung waren ein paar Experimente bzw. positionsfremde Aufstellungen zu viel. Aber Hütter wird sicher dazu stehen.
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Das Gute ist, dass mit dem 1:1 wirklich noch gute Chancen (wenn auch nicht ganz 50:50) fürs Rückspiel bestehen. Bei diesem Spielstand hat man noch eher die Chance, dass Chelsea das ganze im Schongang durchbringen will, und dann böse von einem späten 0:1 überrascht wird.

Insgesamt hat man aber schon auch gesehen, dass Chelsea spielerisch einfach brutal stark ist. Wenig verwunderlich, die haben in dieser Saison 200 Mio € (!) für drei Spieler (!!!) ausgegeben. So viel hat die Eintracht noch nicht mal in ihrer gesamten Vereinsgeschichte für neue Spieler bezahlt. Wir reden also zumindest finanziell wirklich von "David gegen Goliath". Und dafür haben die unseren sich tapfer geschlagen. Wenn im nächsten Endspiel-vor-dem-Endspiel wirklich Endstation sein sollte, dann können die Spieler erhobenen Hauptes von einer großen Europacup-Saison sprechen. Und wer weiß, vielleicht können sie noch ein Wunder aus dem Hut zaubern.
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Genau richtig.

Aber darauf willen wir es ja nicht hinauslaufen lassen, vor allem wenn Bayern am letzten Spieltag noch um den Titel spielt.

D.h.
1)Wenn wir in Leverkusen verlieren sind wir raus.
2) Wenn wir in Leverkusen unentschieden spielen dann müssen wir am letzten Spieltag gegen Bayern Punkte holen.
3) Wenn wir gegen Leverkusen und Mainz gewinnen haben wir die CL sicher.
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legolasthai schrieb:

Genau richtig.

Aber darauf willen wir es ja nicht hinauslaufen lassen, vor allem wenn Bayern am letzten Spieltag noch um den Titel spielt.

D.h.
1)Wenn wir in Leverkusen verlieren sind wir raus.
2) Wenn wir in Leverkusen unentschieden spielen dann müssen wir am letzten Spieltag gegen Bayern Punkte holen.
3) Wenn wir gegen Leverkusen und Mainz gewinnen haben wir die CL sicher.


Nein, wenn wir in Leverkusen unentschieden spielen, "reicht" ein Sieg gegen Mainz mit guter Wahrscheinlichkeit auch für die CL. Dann kann Bayern die Eintracht in München zerlegen, wäre wurscht.
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Ein Unentschieden gegen Leverkusen in Kombination mit einem Sieg gegen Mainz dürfte ziemlich sicher (mit dann 58 Punkten) für die CL reichen. Unter der Annahme, dass die Eintracht gegen Leverkusen einen Punkt holt und gegen Mainz gewinnt, gilt:

  • Gladbach müsste alle drei Spiele gegen Hoffenheim, Nürnberg und Dortmund gewinnen, um dann noch an der Eintracht vorbeizuziehen. In der aktuellen Form eher unwahrscheinlich.
  • Leverkusen kann die Eintracht nicht mehr einholen, weil Leverkusen dann an den letzten beiden Spieltagen 15 Tore in der Tordifferenz aufholen müsste, und maximal auf 58 Punkte kommen kann.
  • Hoffenheim müsste alle drei Spiele gegen Gladbach, Bremen und Mainz gewinnen. Möglich, aber die haben sich ja heute gegen Wolfsburg auch nicht sonderlich gut angestellt.
  • Wolfsburg kann die Eintracht nicht mehr einholen, weil sie an den letzten drei Spieltagen 17 Tore in der Tordifferenz aufholen müssten, und maximal auf 58 Punkte kommen können.

Dadurch, dass Gladbach und Hoffenheim ja direkt gegeneinander Spielen, wird zusätzlich eine der beiden oberen Varianten ausgeschlossen. Bei Untenschieden sogar beide. Daher bin ich davon überzeugt, dass ein Unentschieden gegen Leverkusen und ein Heimsieg gegen Mainz für die CL reichen müssten.
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Von vorn bis hinten unglücklich gelaufen heute. Joao Felix mit dem Spiel seines (noch jungen) Lebens, der hat mit jedem Ballkontakt bis zur 55. ein Tor vorbereitet oder geschossen. So ein Spiel hat der auch nicht jede Woche. Sonst war Benfica spielerisch gut, aber kämpferisch mau. Moral der Eintracht wie immer hervorragend.

Wenn die Eintracht ein 1:0 schiesst und die Bude brennt (verbal, Herr Beuth!), dann wird Benfica sich schon umschauen. Ist noch alles drin, Chancen aber 70/30 bei Benfica.
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Könnte gut auf Arsenal, Chelsea und Napoli verzichten. Ich denke, die drei sind noch stärker als Inter einzuschätzen. Zudem müssten die nicht, wie Inter, auf ihren absoluten Spitzenspieler verzichten.

Gegen Valencia und Benfica sehe ich die Eintracht auf Augenhöhe. Einzig gegen Villareal (die in der Liga nur 17. sind) und Prag würde ich die Eintracht als leichten Favoriten sehen.

Wird sehr spannend morgen. Die Wahrscheinlichkeit, einen der ganz großen Namen abzubekommen, ist ziemlich hoch.