Alphakeks
14814
Alphakeks schrieb:
Selbst wenn man es könnte, wird Wahi kein privates Vermögen von 20+ Mio. € haben, mit dem er einen mutmaßlich verlorenen Transferwert kompensieren könnte. Da kommt lange davor eine Privatinsolvenz.
Das ist ja sowieso unrealistisch. Er ist ja keine Führungsperson der Eintracht, die dem Verein vorsätzlich oder zumindest grob fahrlässig Schaden zugefügt hat, sondern ein Angestellter, den man dann zwar fristlos kündigen kann, aber nicht auf entgangene oder selbst gezahlte Ablösesummen verklagen kann.
Alphakeks schrieb:
Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.
Abwarten.
Ich habe Berichte gelesen, denen zufolge er schon vor der Aktion die zu Gelb führte ein Foul begangen hat, dass aber unbestraft blieb.
Und natürlich wird es schwer sein, nachzuweisen ob er die gelbe Karte absichtlich kassieren wollte. Da wird lange untersucht werden müssen ob er in die Wettgeschäfte irgendwie involviert war.
Ich denke nicht, dass die Sache für Wahi schon ausgestanden ist, dafür ist das Gebilde zu komplex.
Anthrax schrieb:Alphakeks schrieb:
Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.
Abwarten.
Ich habe Berichte gelesen, denen zufolge er schon vor der Aktion die zu Gelb führte ein Foul begangen hat, dass aber unbestraft blieb.
Und natürlich wird es schwer sein, nachzuweisen ob er die gelbe Karte absichtlich kassieren wollte. Da wird lange untersucht werden müssen ob er in die Wettgeschäfte irgendwie involviert war.
Ich denke nicht, dass die Sache für Wahi schon ausgestanden ist, dafür ist das Gebilde zu komplex.
Um das klar zu sagen: Ich sehe absolut die Möglichkeit, dass Wahi noch in schwere Probleme kommt für diese Geschichte. Es scheint ja in jedem Fall Unregelmäßigkeiten an Wettmärkten betreffend seine Person gegeben zu haben. Und da er das Ergebnis "geliefert" hat (ob absichtlich oder nicht), auf das scheinbar sehr viel Geld gewettet wurde, wird die Justiz seine Person sicher ganz genau beleuchten.
Ich habe nur versucht zu interpretieren, wie die Situation Stand HEUTE ist. Es kann sein, dass nichts nachgewiesen wird, und alles im Sand verläuft. Es kann genauso gut sein, dass die Justiz doch noch irgendwelche Beweise findet, dann kommt er vor Gericht.
Alphakeks schrieb:Anthrax schrieb:Alphakeks schrieb:
Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.
Abwarten.
Ich habe Berichte gelesen, denen zufolge er schon vor der Aktion die zu Gelb führte ein Foul begangen hat, dass aber unbestraft blieb.
Und natürlich wird es schwer sein, nachzuweisen ob er die gelbe Karte absichtlich kassieren wollte. Da wird lange untersucht werden müssen ob er in die Wettgeschäfte irgendwie involviert war.
Ich denke nicht, dass die Sache für Wahi schon ausgestanden ist, dafür ist das Gebilde zu komplex.
Um das klar zu sagen: Ich sehe absolut die Möglichkeit, dass Wahi noch in schwere Probleme kommt für diese Geschichte. Es scheint ja in jedem Fall Unregelmäßigkeiten an Wettmärkten betreffend seine Person gegeben zu haben. Und da er das Ergebnis "geliefert" hat (ob absichtlich oder nicht), auf das scheinbar sehr viel Geld gewettet wurde, wird die Justiz seine Person sicher ganz genau beleuchten.
Ich habe nur versucht zu interpretieren, wie die Situation Stand HEUTE ist. Es kann sein, dass nichts nachgewiesen wird, und alles im Sand verläuft. Es kann genauso gut sein, dass die Justiz doch noch irgendwelche Beweise findet, dann kommt er vor Gericht.
Alles gut, ich bin mir nur nicht so sicher ob er wirklich "nur" als Zeuge in Betracht kommt.
Aber so lange ja keine offizielle Anklage erhoben wurde ist er natürlich auch kein Angeklagter.
Zitat von HR-Sport: "Laut AFP habe Kanada die Genehmigung zunächst verzögert und zusätzliche Informationen zur Situation des Spielers angefordert. Wahis Anwältin Marie Dose erklärte in einer Stellungnahme an AFP, dass der Spieler im vergangenen Monat "für einige Stunden" befragt worden sei, anschließend jedoch wieder freigelassen wurde: "Elye Wahi ist daher derzeit nicht angeklagt und unterliegt keinen gerichtlichen Auflagen oder Einschränkungen."
Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.
So oder so eine unschöne Angelegenheit für alle Beteiligten, inklusive der Eintracht.
Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.
So oder so eine unschöne Angelegenheit für alle Beteiligten, inklusive der Eintracht.
Alphakeks schrieb:
Das liest sich ungefähr wie meine vorherige Interpretation, dass Wahi bislang (!) als Zeuge, nicht als Angeklagter betrachtet wird.
Abwarten.
Ich habe Berichte gelesen, denen zufolge er schon vor der Aktion die zu Gelb führte ein Foul begangen hat, dass aber unbestraft blieb.
Und natürlich wird es schwer sein, nachzuweisen ob er die gelbe Karte absichtlich kassieren wollte. Da wird lange untersucht werden müssen ob er in die Wettgeschäfte irgendwie involviert war.
Ich denke nicht, dass die Sache für Wahi schon ausgestanden ist, dafür ist das Gebilde zu komplex.
Alphakeks schrieb:
Der Anfangsverdacht gegen Wahi besteht höchstwahrscheinlich ja nicht, weil er sich eine besonders offensichtlich dämliche gelbe Karte geholt hat (das scheint ja nicht der Fall zu sein). Auch mutmaßlich nicht, weil er auf WhatsApp klare Absprachen dazu getroffen hat - so doof sind die Hintermänner ja nicht.
Sondern offenbar wurden auf den einschlägigen Wett-Portalen unplausibel hohe Summen auf eine gelbe Karte von Wahi gewettet, weshalb dann automatisch die Alarmglocken angehen. Zumal er ja dann auch wirklich die gelbe Karte bekommen hat.
Dh man wird Wahi vorerst in dieser Causa als Zeugen (!) behandeln. Nur wenn er selbst sich in Widersprüche verheddert, oder ihm doch schriftliche Absprachen nachgewiesen werden können, wird Anklage erhoben werden.
durchaus plausibel.
aber warum wurde er zunächst verhaftet? das hat die staatsanwaltschaft marseille explizit erklärt.
(siehe beitrag #779)
Dass er verhaftet wurde, kann ja auch erstmal ein Missverständnis bzw. Übersetzungsfehler seitens der Reporter sein. In Deutschland würde man ja als Zeuge eine Vorladung bekommen, der man (je nach dem, welche Institution sie ausspricht) nachkommen muss. Vielleicht ist ja genau das passiert, und es wurde dann als "Verhaftung" aus dem Französischen übersetzt.
Wenn er wirklich-wirklich schon verhaftet wurde, dann muss meines Erachtens ein Gericht ja einen Haftbefehl ausgesprochen haben. Dann gäbe es schon stichkräftige Beweise gegen ihn. In dem Fall würde es mich aber wundern, wenn man ihn dann überhaupt zur Fußball-WM ausreisen lassen würde.
Wenn er wirklich-wirklich schon verhaftet wurde, dann muss meines Erachtens ein Gericht ja einen Haftbefehl ausgesprochen haben. Dann gäbe es schon stichkräftige Beweise gegen ihn. In dem Fall würde es mich aber wundern, wenn man ihn dann überhaupt zur Fußball-WM ausreisen lassen würde.
Alphakeks schrieb:
Dass er verhaftet wurde, kann ja auch erstmal ein Missverständnis bzw. Übersetzungsfehler seitens der Reporter sein. In Deutschland würde man ja als Zeuge eine Vorladung bekommen, der man (je nach dem, welche Institution sie ausspricht) nachkommen muss. Vielleicht ist ja genau das passiert, und es wurde dann als "Verhaftung" aus dem Französischen übersetzt.
Wenn er wirklich-wirklich schon verhaftet wurde, dann muss meines Erachtens ein Gericht ja einen Haftbefehl ausgesprochen haben. Dann gäbe es schon stichkräftige Beweise gegen ihn. In dem Fall würde es mich aber wundern, wenn man ihn dann überhaupt zur Fußball-WM ausreisen lassen würde.
an einen übersetzungsfehler hatte ich auch schon gedacht.
scheint aber nicht so zu sein, denn the athletic schreibt auch gestern und in den original-quellen immer von "has been arrested":
https://x.com/TheAthleticFC/status/2067680144278339593
https://www.nytimes.com/athletic/7366275/2026/06/17/world-cup-fixing-elye-wahi-arrested/
Der Anfangsverdacht gegen Wahi besteht höchstwahrscheinlich ja nicht, weil er sich eine besonders offensichtlich dämliche gelbe Karte geholt hat (das scheint ja nicht der Fall zu sein). Auch mutmaßlich nicht, weil er auf WhatsApp klare Absprachen dazu getroffen hat - so doof sind die Hintermänner ja nicht.
Sondern offenbar wurden auf den einschlägigen Wett-Portalen unplausibel hohe Summen auf eine gelbe Karte von Wahi gewettet, weshalb dann automatisch die Alarmglocken angehen. Zumal er ja dann auch wirklich die gelbe Karte bekommen hat.
Dh man wird Wahi vorerst in dieser Causa als Zeugen (!) behandeln. Nur wenn er selbst sich in Widersprüche verheddert, oder ihm doch schriftliche Absprachen nachgewiesen werden können, wird Anklage erhoben werden.
Sondern offenbar wurden auf den einschlägigen Wett-Portalen unplausibel hohe Summen auf eine gelbe Karte von Wahi gewettet, weshalb dann automatisch die Alarmglocken angehen. Zumal er ja dann auch wirklich die gelbe Karte bekommen hat.
Dh man wird Wahi vorerst in dieser Causa als Zeugen (!) behandeln. Nur wenn er selbst sich in Widersprüche verheddert, oder ihm doch schriftliche Absprachen nachgewiesen werden können, wird Anklage erhoben werden.
Alphakeks schrieb:
Der Anfangsverdacht gegen Wahi besteht höchstwahrscheinlich ja nicht, weil er sich eine besonders offensichtlich dämliche gelbe Karte geholt hat (das scheint ja nicht der Fall zu sein). Auch mutmaßlich nicht, weil er auf WhatsApp klare Absprachen dazu getroffen hat - so doof sind die Hintermänner ja nicht.
Sondern offenbar wurden auf den einschlägigen Wett-Portalen unplausibel hohe Summen auf eine gelbe Karte von Wahi gewettet, weshalb dann automatisch die Alarmglocken angehen. Zumal er ja dann auch wirklich die gelbe Karte bekommen hat.
Dh man wird Wahi vorerst in dieser Causa als Zeugen (!) behandeln. Nur wenn er selbst sich in Widersprüche verheddert, oder ihm doch schriftliche Absprachen nachgewiesen werden können, wird Anklage erhoben werden.
durchaus plausibel.
aber warum wurde er zunächst verhaftet? das hat die staatsanwaltschaft marseille explizit erklärt.
(siehe beitrag #779)
Ich erlaube mir keine Prognose, ob Hütter hier bei seinem Comeback eine erfolgreiche Zeit haben wird, oder nicht. Es ist uns allen natürlich zu wünschen. Aber in jedem Fall bin ich mir sicher, dass der Hütter-Fußball der Büffelherden-Zeit am ehesten das Stadion abgeholt hat, und alleine dadurch noch ein paar Prozente aus den Spielern kitzeln kann.
Ich denke, dieses Ergebnis ist für alle am besten. Die Eintracht hat die Chance, in den nächsten Wochen einen neuen Trainer zu verpflichten, und diesem eine volle Vorbereitung mit dem Kader zu ermöglichen (sowie vielleicht sogar seine Inputs zu 2-3 Spieler-Ideen von Krösche abzugeben). Riera hat auch die Chance, sich für neue Aufgaben anzubieten, und bei einem neuen Club eine volle Vorbereitung mit dem neuen Team zu haben. Und Krösche bekommt die Möglichkeit, seinen sehr guten Ruf als Top-Manager durch eine besser passende Trainer-Wahl zu retten.
Ich nehme Riera tatsächlich ab, dass er mit all seinen (teils merkwürdigen) Entscheidungen und Ausführungen das bestmögliche für die Eintracht erreichen wollte. Allerdings hat er die Mannschaft zwar stabilisieren können, aber ihr Potential am Ende auch nicht wirklich abrufen können. Somit ist es aus meiner Sicht sportlich absolut vertretbar, einem anderen Trainer die Aufgabe zu geben.
Ich nehme Riera tatsächlich ab, dass er mit all seinen (teils merkwürdigen) Entscheidungen und Ausführungen das bestmögliche für die Eintracht erreichen wollte. Allerdings hat er die Mannschaft zwar stabilisieren können, aber ihr Potential am Ende auch nicht wirklich abrufen können. Somit ist es aus meiner Sicht sportlich absolut vertretbar, einem anderen Trainer die Aufgabe zu geben.
Unabhängig von seiner "unorthodoxen" Kommunikation hat Riera der Mannschaft sportlich keinen positiven Stempel aufdrücken können. Und das ist ja die Mindestvoraussetzung, unter der man seine merkwürdige Art noch tolerieren könnte.
Ich wäre wie alle Vorredner auch sehr überrascht, wenn Riera nicht in den nächsten Wochen freigestellt werden würde.
Ich wäre wie alle Vorredner auch sehr überrascht, wenn Riera nicht in den nächsten Wochen freigestellt werden würde.
Na also, geht doch - die Frage zu stellen, ohne belehrend Aufgaben aufzuzählen, die teilweise entweder seit Jahren nicht mehr oder nie aktuell waren 👍
Ich finde Brodo hat schon einen Punkt:
Für mich eine der entscheidenden Fragen ist, warum Axel Hellmann außer leerer Worthülsen in den letzten Jahren keinen Einfluss auf die sportliche Entwicklung dieses Vereins nehmen konnte. Vielleicht sollte auch er sich mal wieder darauf besinnen, dass hinter seinen betriebswirtschaftlichen Floskeln auch immer sportlicher Erfolg stehen muss.
Da war bei Hellmann schon viel sonnen im Erfolg - was ja auch OK und seiner war! Aber irgendwann hatte man halt auch das Gefühl, so richtig wichtig ist es ihm nicht mehr. DFL, große Tiere aus Katar…war wohl etwas abgelenkt.
Denn (da musste ich etwas schmunzeln, als Du es entdeckt und verlinkt hast) er ist halt Vorstandssprecher
Ich finde Brodo hat schon einen Punkt:
Für mich eine der entscheidenden Fragen ist, warum Axel Hellmann außer leerer Worthülsen in den letzten Jahren keinen Einfluss auf die sportliche Entwicklung dieses Vereins nehmen konnte. Vielleicht sollte auch er sich mal wieder darauf besinnen, dass hinter seinen betriebswirtschaftlichen Floskeln auch immer sportlicher Erfolg stehen muss.
Da war bei Hellmann schon viel sonnen im Erfolg - was ja auch OK und seiner war! Aber irgendwann hatte man halt auch das Gefühl, so richtig wichtig ist es ihm nicht mehr. DFL, große Tiere aus Katar…war wohl etwas abgelenkt.
Denn (da musste ich etwas schmunzeln, als Du es entdeckt und verlinkt hast) er ist halt Vorstandssprecher
Ja, Axel Hellmann ist der Vorstandssprecher der Eintracht Fußball AG. Und ja, das Kerngeschäft dieser Fußball AG ist der Betrieb einer Herren-Fußballmannschaft, die in der deutschen Fußball-Bundesliga und in UEFA-Wettbewerben antritt.
Das heißt aber nicht, dass Hellmann eine direkte Verantwortung für die sportlichen Erfolge des Vereins hat. Für dieses große Gebiet hat man sich ja mit Markus Krösche extra einen Spezialisten ins Team geholt.
Aus meiner Sicht ist Hellmann dafür verantwortlich (wie schon weiter oben erwähnt wurde), durch gute Entscheidungen im Bereich Marketing, Sponsoring, Stadion, Infrastruktur, Digitales, Personal etc. die Rahmenbedingungen zu schaffen, die dem Sport-Vorstand Krösche das größtmögliche Budget für den Fußball-Kader zur Verfügung stellen, sowie die bestmögliche sportliche Entwicklung des Kaders ermöglichen.
Und in dieser Hinsicht kann man Axel Hellmann aus meiner Sicht kaum einen Vorwurf machen. Im Vergleich zur Bruchhagen-Ära wirkt die Eintracht deutlich professioneller aufgestellt, mit neuem Sport-Campus, besserem Vertrag rund ums Stadion, sehr fortschrittlicher digitaler Infrastruktur und Präsenz, positiver Marketing-Ausstrahlung, etc etc. In diesen Bereichen hat sich in meinen Augen kein einziger Verein in Deutschland in den letzten 10 Jahren so positiv entwickelt wie die Eintracht.
Das heißt aber nicht, dass Hellmann eine direkte Verantwortung für die sportlichen Erfolge des Vereins hat. Für dieses große Gebiet hat man sich ja mit Markus Krösche extra einen Spezialisten ins Team geholt.
Aus meiner Sicht ist Hellmann dafür verantwortlich (wie schon weiter oben erwähnt wurde), durch gute Entscheidungen im Bereich Marketing, Sponsoring, Stadion, Infrastruktur, Digitales, Personal etc. die Rahmenbedingungen zu schaffen, die dem Sport-Vorstand Krösche das größtmögliche Budget für den Fußball-Kader zur Verfügung stellen, sowie die bestmögliche sportliche Entwicklung des Kaders ermöglichen.
Und in dieser Hinsicht kann man Axel Hellmann aus meiner Sicht kaum einen Vorwurf machen. Im Vergleich zur Bruchhagen-Ära wirkt die Eintracht deutlich professioneller aufgestellt, mit neuem Sport-Campus, besserem Vertrag rund ums Stadion, sehr fortschrittlicher digitaler Infrastruktur und Präsenz, positiver Marketing-Ausstrahlung, etc etc. In diesen Bereichen hat sich in meinen Augen kein einziger Verein in Deutschland in den letzten 10 Jahren so positiv entwickelt wie die Eintracht.
Es ist natürlich total unnötig, dass Jonny nach seinem Tor öffentlich irgendwelche abfälligen Gesten oder Kommentare in Richtung des Trainers macht - das muss einfach nicht sein und ist bestenfalls kindisch. Es zeigt auf alle Fälle, dass hinter den Kulissen der Haussegen schon recht schief hängt - in Mainz und auch unter Toppmöller habe ich Burkardt als sehr seriösen Profi wahrgenommen.
Ich kann zumindest menschlich nachvollziehen, dass Burkardt einen großen Groll gegenüber Riera hegt. Der WM-Zug dürfte endgültig abgefahren sein, und es ist durchaus denkbar, dass Burkardt nie wieder in seinem Leben die Gelegenheit bekommt, bei einer WM mitzuspielen. Wenn Burkardt selbst seine Verbannung auf die Bank als willkürlich empfunden hat, dann kommt eben so ein Frust zustande.
Ich kann zumindest menschlich nachvollziehen, dass Burkardt einen großen Groll gegenüber Riera hegt. Der WM-Zug dürfte endgültig abgefahren sein, und es ist durchaus denkbar, dass Burkardt nie wieder in seinem Leben die Gelegenheit bekommt, bei einer WM mitzuspielen. Wenn Burkardt selbst seine Verbannung auf die Bank als willkürlich empfunden hat, dann kommt eben so ein Frust zustande.
Alphakeks schrieb:
in Mainz und auch unter Toppmöller habe ich Burkardt als sehr seriösen Profi wahrgenommen.
Das habe ich genauso gesehen und vor allem auch unter diesem Gesichtspunkt hat mich seine Verpflichtung gefreut, trotz der bekannten Verletzungsanfälligkeit.
Alphakeks schrieb:
Ich kann zumindest menschlich nachvollziehen, dass Burkardt einen großen Groll gegenüber Riera hegt. Der WM-Zug dürfte endgültig abgefahren sein, und es ist durchaus denkbar, dass Burkardt nie wieder in seinem Leben die Gelegenheit bekommt, bei einer WM mitzuspielen. Wenn Burkardt selbst seine Verbannung auf die Bank als willkürlich empfunden hat, dann kommt eben so ein Frust zustande.
Ich kann das auch nachvollziehen und ich kann auch den Frust verstehen. Nur ist es leider so, dass er auf mich bei seinen Einsätzen nach seiner Verletzung einen nicht gerade fitten Eindruck gemacht hat. Er war nie richtig im Team von Nagelsmann und seine Form sprach auch nicht für ein Comeback. Wenn es zudem stimmt, dass Jan Fießer ihm mitgeteilt hat, dass seine Werte nicht so besonders sind und er dann gleich sich über seinen Manager bei Krösche über Riera beschwert hat (so wurde es kolportiert), dann gewinnt die Geschichte einen faden Beigeschmack. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie er in der Mannschaft gegen Riera Stimmung gemacht hat im Verbund mit Götze - zum Schaden der Mannschaft und des Vereins.
Ich finde es erstaunlich, wie viele hier auf Krösche eindreschen, und wie schnell sich im Fußball dann doch der Wind drehen kann. Ich versuche mal eine faire Bewertung von Krösches Bilanz, aufgeteilt in zwei Phasen (2021-2024, 2024-2026). Zu den Haupt-Erfolgskriterien eines Sport-Vorstands zähle ich 1) sportlichen Erfolg, 2) wirtschaftlichen Erfolg durch Transfergeschäfte und 3) Optimierung der sportlichen Rahmenbedigungen (Trainerteam, Trainingsgelände, Staff, Medizin und Ernährung, Scouting, ...). Die Transfers bewerte ich nach "Wie viel hat man für die Transfer-Ausgabe an Leistung bekommen?"
2021-2024:
- Sportlicher Erfolg: 21/22 Europa League Sieg, 22/23 Pokal-Finale, 23/24 Platz 6 = Quali zur Europa Leauge
- Transferbilanz: Deutlich mehr Tops (Lindström, Borré, Kolo Muani, Pacho, Larsson, Ekitiké, Marmoush, Brown, ...) als Flops (Lammers, Hauge, Alario, van de Beek, Kalajdzic, Ngankam)
- Trainer & Co.: Glasner (wohl schon vor Krösche verpflichtet), Toppmöller
--> Zumindest im Sommer 2024 galt Krösche als einer der heißesten Fußball-Manager auf dem Markt weltweit. Alle Bundesligisten beneideten die Eintracht um den Erfolg und den Architekten dahinter.
2024-2026:
- Sportlicher Erfolg: 24/25 Platz 3 und Quali zur Champions League, 24/25 wahrscheinlich Platz 8 und nix
- Transferbilanz: Bisherige Tops (Uzun, Kristensen, Theate, Kalimuendo, Amaimouni) und Flops (Wahi, Lisztes, Batshuayi, Dahoud, Doan) halten sich die Waage
- Trainer & Co.: Toppmöller, Schmidt+AMFG (interim), Riera
--> In den letzten zwei Jahren hat der gute Ruf von Krösche ein paar Kratzer abbekommen. Aber man muss trotzdem sehen, dass der sportliche Erfolg mit Platz 3 und Platz 8 sehr gut bzw. okay ist, und auch die Transfers zumindest über den ganzen Kader betrachtet okay sind. Einzig mit seinen Trainer-Wahlen hat sich Krösche mehrmals vergriffen: Zu lange an Toppmöller festgehalten, dann sind Schmidt+AMFG als Interimslösung leider total gefloppt, und Riera ist bislang jetzt auch noch kein voller Erfolg gewesen.
Dennoch finde ich es vermessen, jetzt offen über einen Rauswurf von Krösche zu diskutieren. Vier der fünf Jahre mit Krösche waren sehr erfolgreich, nur die aktuelle Saison fällt leider ab. Man würde Krösche wünschen, im Sommer mit einer neuen Trainer-Lösung ein besseres Händchen zu beweisen - denn mit einem guten Trainer, der aus den Spielern wirklich alles herausholt, kann dieser Kader sicher um Platz 4-6 mitspielen.
2021-2024:
- Sportlicher Erfolg: 21/22 Europa League Sieg, 22/23 Pokal-Finale, 23/24 Platz 6 = Quali zur Europa Leauge
- Transferbilanz: Deutlich mehr Tops (Lindström, Borré, Kolo Muani, Pacho, Larsson, Ekitiké, Marmoush, Brown, ...) als Flops (Lammers, Hauge, Alario, van de Beek, Kalajdzic, Ngankam)
- Trainer & Co.: Glasner (wohl schon vor Krösche verpflichtet), Toppmöller
--> Zumindest im Sommer 2024 galt Krösche als einer der heißesten Fußball-Manager auf dem Markt weltweit. Alle Bundesligisten beneideten die Eintracht um den Erfolg und den Architekten dahinter.
2024-2026:
- Sportlicher Erfolg: 24/25 Platz 3 und Quali zur Champions League, 24/25 wahrscheinlich Platz 8 und nix
- Transferbilanz: Bisherige Tops (Uzun, Kristensen, Theate, Kalimuendo, Amaimouni) und Flops (Wahi, Lisztes, Batshuayi, Dahoud, Doan) halten sich die Waage
- Trainer & Co.: Toppmöller, Schmidt+AMFG (interim), Riera
--> In den letzten zwei Jahren hat der gute Ruf von Krösche ein paar Kratzer abbekommen. Aber man muss trotzdem sehen, dass der sportliche Erfolg mit Platz 3 und Platz 8 sehr gut bzw. okay ist, und auch die Transfers zumindest über den ganzen Kader betrachtet okay sind. Einzig mit seinen Trainer-Wahlen hat sich Krösche mehrmals vergriffen: Zu lange an Toppmöller festgehalten, dann sind Schmidt+AMFG als Interimslösung leider total gefloppt, und Riera ist bislang jetzt auch noch kein voller Erfolg gewesen.
Dennoch finde ich es vermessen, jetzt offen über einen Rauswurf von Krösche zu diskutieren. Vier der fünf Jahre mit Krösche waren sehr erfolgreich, nur die aktuelle Saison fällt leider ab. Man würde Krösche wünschen, im Sommer mit einer neuen Trainer-Lösung ein besseres Händchen zu beweisen - denn mit einem guten Trainer, der aus den Spielern wirklich alles herausholt, kann dieser Kader sicher um Platz 4-6 mitspielen.
Die dicke Hose in der PK gestern fällt Riera jetzt natürlich auf die Füße. Wenn man auf selbstbewusst machen will, muss man danach schon auch liefern, sonst wird es peinlich.
Ich gehe davon aus, dass Riera im Sommer verabschiedet wird, wenn er nicht noch Platz 7 irgendwie holt. Und dafür bräuchte es noch mindestens vier, eher sechs Punkte. Wird schwierig, gelinde gesagt.
Ich gehe davon aus, dass Riera im Sommer verabschiedet wird, wenn er nicht noch Platz 7 irgendwie holt. Und dafür bräuchte es noch mindestens vier, eher sechs Punkte. Wird schwierig, gelinde gesagt.
Ich sage nur der Walther Tim. Er hat auf suxke Hose gemacht in der PK und die Journalisten beherrscht. Danach hat er sauber abgeliefert bzw. seine Mannschaft. Wahrscheinlich hat er seinen Jungs mit sonstdawas gedrosselt. Aber er hat Erfolg. Dann darf man auch große Klappe haben, wie ein M. Ali oder ein John MC Enroe.
Also ich schreibe ja wirklich selten hier, aber mittlerweile platzt mir echt der Kragen.
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Danke für deine Einordnung, die ja von jemandem mit langer Berufserfahrung als Journalist sehr wertvoll ist.
Ich persönliche finde durchaus gut, dass Riera den Haus-und-Hof-Journalisten der Eintracht (man denke an Durstewitz und Co.) mal Contra gibt. Aber wie du schreibst, wird er diesen Kampf verlieren, so lange nicht eine Sache eintritt: Sportlicher Erfolg. Nur dieser würde die Journalisten zum Schweigen bringen, weil sie gegen unbestrittenen Erfolg nicht anschreiben können.
Rieras Start bei der Eintracht erinnert mich sehr (in kleinerem Format, natürlich) an den Start von Mourinho bei Chelsea im Jahr 2004. Der kam als frischgebackener Champions League Sieger aus Porto, war aber für die arroganten Journalisten der Premier League ein völlig unbeschriebenes Blatt. In seiner Antritts-PK wurde mehrfach von Journalisten seine Qualifikation angezweifelt, in der so kompetitiven Premier League bestehen zu können. Dort fiel dann auch - aus dem Affekt und Protest heraus - seine sinngemäße Aussage: "Warum greift ihr Pfeifen mich hier alle an? Ich habe gerade die Champions League gewonnen, ich bin ein Special One!" Im ersten halben Jahr lag Mourinho mit der englischen Journalisten dauerhaft im Clinch. Nur hatte er die richtige Antwort: Meister mit Chelsea im ersten Anlauf mit Rekordpunktzahl, Sieg im Ligapokal, Erreichen des CL-Halbfinals. Danach war die Presse still.
Stand heute hat Riera keinen sichtbaren Fortschritt mit der Mannschaft erzielen können. Und wenn bis zum Saison-Ende nicht noch drei wirklich gute Spiele kommen, wird die Frankfurt Presse ihn im Sommer zur Tür hinaus schreiben, fürchte ich.
Ich persönliche finde durchaus gut, dass Riera den Haus-und-Hof-Journalisten der Eintracht (man denke an Durstewitz und Co.) mal Contra gibt. Aber wie du schreibst, wird er diesen Kampf verlieren, so lange nicht eine Sache eintritt: Sportlicher Erfolg. Nur dieser würde die Journalisten zum Schweigen bringen, weil sie gegen unbestrittenen Erfolg nicht anschreiben können.
Rieras Start bei der Eintracht erinnert mich sehr (in kleinerem Format, natürlich) an den Start von Mourinho bei Chelsea im Jahr 2004. Der kam als frischgebackener Champions League Sieger aus Porto, war aber für die arroganten Journalisten der Premier League ein völlig unbeschriebenes Blatt. In seiner Antritts-PK wurde mehrfach von Journalisten seine Qualifikation angezweifelt, in der so kompetitiven Premier League bestehen zu können. Dort fiel dann auch - aus dem Affekt und Protest heraus - seine sinngemäße Aussage: "Warum greift ihr Pfeifen mich hier alle an? Ich habe gerade die Champions League gewonnen, ich bin ein Special One!" Im ersten halben Jahr lag Mourinho mit der englischen Journalisten dauerhaft im Clinch. Nur hatte er die richtige Antwort: Meister mit Chelsea im ersten Anlauf mit Rekordpunktzahl, Sieg im Ligapokal, Erreichen des CL-Halbfinals. Danach war die Presse still.
Stand heute hat Riera keinen sichtbaren Fortschritt mit der Mannschaft erzielen können. Und wenn bis zum Saison-Ende nicht noch drei wirklich gute Spiele kommen, wird die Frankfurt Presse ihn im Sommer zur Tür hinaus schreiben, fürchte ich.
Ich denke das aktuelle Verhalten wird Riera im Sommer seinen Posten kosten (ich sage hierbei nicht, ob verdient oder nicht).
Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, wenn ein Trainer vorweg geht, die Mannschaft gegen schlechte Presse schützt, und im Zweifelsfall alle verbalen Attacken auf sich selbst zieht. Genau das haben Mourinho, Klopp und Guardiola auch getan, Mourinho war wahrscheinlich der König dieser Disziplin.
Zwischen Riera und den drei genannten Trainern gibt es aber zwei große Unterschiede:
1. Die drei Toptrainer waren unbestritten erfolgreich als Trainer, haben Spiele und Titel gewonnen, und waren somit über die Zweifler aus der Presse erhaben. Das kann Riera stand jetzt nicht von sich behaupten. Und so lange man (noch) keinen erfolgreichen Fußball spielt, sollte man in Pressekonferenzen die Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufmachen.
2. Die drei Toptrainer wurden - auch aufgrund des Erfolges - von ihren Spielern vergöttert. Von außen wurde auch bei diesen Trainern viel gemault und geschrieben, aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen. Selbst wenn die Presse sicher auch mit Wonne Themen hochschreibt, an der Geschichte mit Burkardt wird schon irgendwas Korrektes dran sein, wenn es mehrere Blätter berichten. Und irgendjemand muss die Geschichte nach draußen gestochen haben, wahrscheinlich die Spieler-Seite. Das wäre unter Klopp und Mourinho eher nicht passiert.
Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, wenn ein Trainer vorweg geht, die Mannschaft gegen schlechte Presse schützt, und im Zweifelsfall alle verbalen Attacken auf sich selbst zieht. Genau das haben Mourinho, Klopp und Guardiola auch getan, Mourinho war wahrscheinlich der König dieser Disziplin.
Zwischen Riera und den drei genannten Trainern gibt es aber zwei große Unterschiede:
1. Die drei Toptrainer waren unbestritten erfolgreich als Trainer, haben Spiele und Titel gewonnen, und waren somit über die Zweifler aus der Presse erhaben. Das kann Riera stand jetzt nicht von sich behaupten. Und so lange man (noch) keinen erfolgreichen Fußball spielt, sollte man in Pressekonferenzen die Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufmachen.
2. Die drei Toptrainer wurden - auch aufgrund des Erfolges - von ihren Spielern vergöttert. Von außen wurde auch bei diesen Trainern viel gemault und geschrieben, aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen. Selbst wenn die Presse sicher auch mit Wonne Themen hochschreibt, an der Geschichte mit Burkardt wird schon irgendwas Korrektes dran sein, wenn es mehrere Blätter berichten. Und irgendjemand muss die Geschichte nach draußen gestochen haben, wahrscheinlich die Spieler-Seite. Das wäre unter Klopp und Mourinho eher nicht passiert.
Alphakeks schrieb:
... aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen.
Ja, aber immer nur von Spielern die auf der Bank gesetzt wurden (Götze, Burkhard, Uzun). Und da Stelle ich mir die Frage, kann man sich sowas vielleicht denken oder ist ein Spieler der gerade auf die Bank verbannt wurde, ggf. ein einfaches Opfer für einen skandalsuchenden Journalisten oder dessen Informant?
Verschiedene Ansichten zwischen Trainern und Spielern finde ich normal. Wenn das zum Konflikt wird, ist das extrem blöd.
Bringt sportlich nix und lenkt ab.
Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
Bringt sportlich nix und lenkt ab.
Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
Man hat im Spiel heute mal wieder gesehen, dass es im Eintracht-Kader viele grundsätzlich gute Fußballer gibt, aber nur sehr wenige, die mit genialen Momenten eine Abwehr aushebeln können. So bleibt es dabei, dass man mit gefühlt 80% Ballbesitz wie beim Handball um den Kreis spielt, ohne irgendwie gefährlich zu werden.
Die Spieler mit den "genialen" Fähigkeiten sind klar Uzun (als Zehner), Doan (als Rechtsaußen) und Kalimuendo. Für die verbleibenden Spiele sollte Riera in meinen Augen versuchen, diese Spieler möglichst auf ihren besten Positionen einzusetzen. Das bedeutet für mich ein 4-2-3-1, damit Doan sich auf seine offensive Rolle konzentrieren kann, und hinten von einem RV (Kristensen?) abgesichert wird.
Die Spieler mit den "genialen" Fähigkeiten sind klar Uzun (als Zehner), Doan (als Rechtsaußen) und Kalimuendo. Für die verbleibenden Spiele sollte Riera in meinen Augen versuchen, diese Spieler möglichst auf ihren besten Positionen einzusetzen. Das bedeutet für mich ein 4-2-3-1, damit Doan sich auf seine offensive Rolle konzentrieren kann, und hinten von einem RV (Kristensen?) abgesichert wird.
Ich gehe schon davon aus, dass die Haus- und Hofjournalisten des Eintracht-Kosmos (Durstewitz, Schmitt & Co.) mit voller Absicht möglichst negativ über die aktuelle Situation berichten. Aus Sicht der Journalisten ist Riera ja auch ein deutlich schwierigeres "Schreib-Subjekt" als Toppmöller es war: Er spricht schnelles Englisch mit starkem Akzent (schwer verständlich!) und fährt bei kritischen Nachfragen gerne ein bisschen aus der Haut (schwer zu interviewen, unangenehmer Typ!). Da ist es schon nachvollziehbar, dass die Journalisten nichts dagegen hätten, wenn ab nächster Saison wieder ein jovialer Deutsch-Muttersprachler à la Veh, Toppmöller, Hütter da sitzt.
Das heißt nicht, dass alle der vorgebrachten aktuellen Reibungen innerhalb Eintracht völlig erfunden sind. Gleichzeitig werden sie aber wahrscheinlich auch nicht so dramatisch sein, wie sie von außen aktuell beschrieben werden.
Das heißt nicht, dass alle der vorgebrachten aktuellen Reibungen innerhalb Eintracht völlig erfunden sind. Gleichzeitig werden sie aber wahrscheinlich auch nicht so dramatisch sein, wie sie von außen aktuell beschrieben werden.
Vollkommen richtig ! Das sehe ich auch als Grund für diese einseitige Kampagne. an. Was waren das z:b. mit Veh so schöne Plauderstündchen auf scheinbarer Augenhöhe - da wurde man als Journalist auch mit den dümmsten Fragen noch ernst genommen. Jetzt versteht man den Kerl kaum, er hält gerne Monologe, bügelt auch mal ne Frage ab und dann, wie schmählich ist es, die Fragen auf Englisch stellen zu müssen, wenn man nach der Schule mit Englisch kaum noch was zu tun hatte und man sich vor den Kollegen blamiert. Das ist alles sehr durchsichtig und billig. Und komme mir keiner damit, Journalistenschelte wäre Wasser auf die Mühlen der rechtsextremen Szene: Ingo Durstewitz ist noch nie durch besondere Fußballkenntnisse aufgefallen, und jetzt soll ich ihn gut finden, nur weil Kritik an ihm der rechten Ecke nutzt? So kommt man in der Sache keinen Schritt weiter.
Ich möchte noch einmal auf die Kritik an Riera eingehen, die in den letzten Tagen geäußert wurde. Ich mache das noch vor den anstehenden Spielen, damit nachher keiner sagt, dass ich das nur poste, falls wir jetzt wieder Spiele gewinnen sollten. Ich bin von den Dingen, die ich schreibe, vollkommen überzeugt.
Klar ist für mich aber auch, dass angesichts des schwierigen Restprogramms in den letzten Saisonspielen gegen Köln und in Wolfsburg mindestens vier, eher sechs Punkte Pflicht sind, falls wir uns für das internationale Geschäft qualifizieren möchten. Sollten wir beide Spiele nicht gewinnen, dann könnte es tatsächlich eng werden für Riera. Dennoch kann ich die negative Stimmung um unseren Trainer gleich in mehrerer Hinsicht nicht ganz nachvollziehen.
Kritik an der Rhetorik des Trainers
Was mich am meisten stört, aber gleichzeitig auch die lächerlichste Kritik ist, ist das Aufblasen der Sprüche von Riera. Ich dachte, da wären wir nach den ersten Wochen schon drüber hinweg. Es gibt viele Trainer, die bildlich sprechen, aber ich habe es wirklich noch nie erlebt, dass das so zum Thema gemacht und darauf herumgeritten wird. Wenn ein deutscher Trainer die geläufige Floskel „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“ äußert, gehe ich doch auch nicht davon aus, dass die Mannschaft das nächste Strandresort aufsucht, um sich als verkappte Sträuße zu betätigen.
Als Niko Kovač einzelne Spieler als „Krieger“ bezeichnet hat, gab es zwar ebenfalls Kritik für die Wortwahl, aber auch damals ist niemand ernsthaft davon ausgegangen, dass sich die Spieler bei ihrem jeweiligen Militär melden oder als Gladiatoren ins Stadion einmarschieren. Gut, Christoph Daum hat seine Spieler tatsächlich mal durchs Feuer oder zumindest auf Kohlen laufen lassen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls geht mir das gehörig auf die Nerven und zeugt auch nicht von einer seriösen Berichterstattung.
Berichte über interne Zweifel
Gleichzeitig würde es mich doch sehr verwundern, falls die Berichte über interne Zweifel an Riera stimmen sollten. Das könnte ich wirklich null nachvollziehen und da hätten in meinen Augen auch die Verantwortlichen versagt, die im Vorfeld der Verpflichtung den Deal moderiert und eingetütet hätten. Wenn man die Geschichten aus Slowenien und Frankreich gehört hat, dann tritt Riera hier doch sehr moderat auf und zeigt sich in der Außendarstellung vor allem dem Gegner gegenüber bisher sehr respektvoll, wenn ich beispielsweise an die Worte für Dino oder Frank Schmidt denke.
Wenn man da intern wirklich schon nervös werden sollte, ob das mit Riera in dieser Hinsicht gut geht, wäre das für mich nach gerade einmal zwei Monaten ein fatales Signal. Wenn man sich auch nur ein bisschen mit der Personalie Riera beschäftigt, wusste man vorher ganz genau, wer hier aufschlagen würde. Da hat auch Riera selbst nie ein Geheimnis drum gemacht. Insofern sollten das dann auch alle wichtigen Personen im Verein mittragen, wenn die Entscheidung für eine Verpflichtung von Riera getroffen wurde.
Kritik an der trainingsfreien Woche
Kommen wir zu der vielseitig kritisierten trainingsfreien Woche. Da kann ich die Kritik teilweise nachvollziehen. Hauptsächlich aber aus dem Grund, weil mir klar war, dass das ein schlechtes Zeichen nach außen senden und für öffentliche Kritik sorgen würde. Rein inhaltlich kann ich die Entscheidung hingegen sogar verstehen. Ich bin jetzt kein professionell lizenzierter Trainer, aber bei der Menge an Nationalspielern, die wir abstellen, ist das Training in der Länderspielpause für Mannschaften wie uns meiner Meinung nach nur eine bessere Bewegungstherapie.
Klar, mit Uzun, Knauff, Amaimouni, Ebnoutalib, Kalimuendo und Burkardt mögen wir jetzt mal einen Großteil der Offensive beisammen gehabt haben. Aber wer stand denn noch zur Verfügung? Zwei Mittelfeldspieler und vier Verteidiger. Wie viele Spielformen kann man mit diesem Personal sinnvoll absolvieren? Sollen unsere Offensivspieler im Sechs vs. Sechs gegen eine zusammengewürfelte Viererkette aus Baum, Chandler, Koch und Kosugi sowie einer Doppelsechs mit Dahoud und Götze die Spielzüge einstudieren?
Zumal man nicht vergessen sollte, dass Uzun, Knauff und Ebnoutalib alle erst nach längerfristigen Ausfällen wenige Tage zurück im Mannschaftstraining waren und auch Burkardt noch ein ganzes Stück von 100 Prozent entfernt ist. Da ist es in meinen Augen nicht weniger nachvollziehbar, dass diese Spieler individuell noch mal eine Woche den Fokus verstärkt auf die Athletik setzen.
Kritik an der spielerischen Weiterentwicklung
Kommen wir zur sportlichen Bewertung. Bin ich mit den vergangenen Spielen zufrieden? Nein. Hätte ich mir gewünscht, dass man gegen St. Pauli und Mainz gewinnt? Ja. Finde ich einzelne Entscheidungen auch schwer nachvollziehbar? Ja. Kann ich die diesbezügliche sportliche Kritik an Riera also nachvollziehen? Nicht wirklich. Zumindest nicht in dieser Form. Tut mir leid, aber wer wirklich geglaubt hat, dass Riera nach wenigen Wochen eine vollkommen verunsicherte Mannschaft nicht nur erheblich stabilisiert, sondern dass wir in der Kürze der Zeit dann auch noch tiefstehende Mannschaft dominieren und vom Platz fegen, der hat eindeutig eine zu hohe Erwartungshaltung.
Das ist für die allermeisten Mannschaften ein Problem und auch bei uns seit vielen Jahren die Krux in der Entwicklung, deren Schritt schon die letzten drei Trainer nicht geschafft haben. Dazu kamen für Riera erschwerte Bedingungen. Ja, jetzt mögen fast alle Offensivkräfte wieder fit sein. Aber das war in den vergangenen Wochen bei Weitem nicht immer so, zumal selbst die Spieler, die gespielt haben, mehrheitlich noch angeschlagen und nicht vollständig fit waren.
Ich will noch einmal daran erinnern, dass wir vor der Ankunft Rieras einen Sieg aus den letzten 13 Spielen geholt haben. In diesen 13 Spielen haben wir ganze achtmal mindestens drei Gegentore gefangen. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatten wir die schlechteste Defensive der gesamten Liga. Da ist es in meinen Augen schon eine erhebliche Leistung, wie schnell Riera die Defensive stabilisiert hat. Noch einmal zur Verdeutlichung: Die drei Zu-Null-Spiele gegen Freiburg, St. Pauli und Heidenheim waren ein eingestellter Vereinsrekord. Sollten wir gegen Köln zu Null gewinnen, wären vier Heimsiege dieser Art in Folge ebenfalls ein eingestellter Vereinsrekord. Bis zum Spiel in Mainz hatten wir in der Zeit unter Riera die beste Defensive der Liga und einen Schnitt von rund zwei Punkten. Das alles wegen eines schlechten Resultates bereits infrage zu stellen, ist geradezu absurd.
Ja, das Spiel in Mainz war schlecht. Aber deswegen bin ich nicht bereit, jetzt schon alles einzureißen. Zumal wir unter Riera nicht nur Spielglück hatten. Gegen Union und Mainz fangen wir sehr spät unglückliche Gegentore, ohne die wir auch gut und gerne drei Punkte mehr haben könnten. Der Führungstreffer von Mainz wird so krumm abgefälscht, dass der vielleicht in einem von Hundert Fällen reingeht. Gegen St. Pauli müssten wir eigentlich eine halbe Stunde in Überzahl spielen und bekommen stattdessen eine Woche später gegen Heidenheim selbst eine gelb-rote Karte.
Kritik an den Standards
Es gibt zwei Punkte, die mich tatsächlich stören. Das sind leider aber auch schon seit vielen Jahren leidige Punkte in unserem Spiel. Da wären zum einen die Standards. Da kann ich wirklich schon nach kurzer Zeit eine signifikante Verbesserung erwarten, zumal laut Riera ja pro Woche eine ganze Trainingseinheit dafür aufgewendet wird. Defensiv haben wir uns bei gegnerischen Freistößen und Ecken schon verbessert, was auch damit einhergeht, dass wir insgesamt deutlich mannorientierter und nicht mehr so viel im Raum verteidigen.
Das erste Gegentor gegen Mainz sowie der Pfostenschuss von Becker kurz vor Schluss, die beide aus gegnerischen Einwürfen entstanden, waren hingegen hanebüchen verteidigt. Da hat Mainz jeweils einfach schnell auf die ballferne Seite verlagert und dort riesige Räume vorgefunden. Das war eindeutig einstudiert, sodass sie das im Vorfeld als veritable Schwachstelle ausgemacht haben. Tatsächlich hatten wir diese Saison schon öfters mit schnellen Seitenverlagerungen auf die ballferne Seite unsere Probleme, das war in der Regel aber aus dem Spiel heraus. Ich erinnere da vor allem an die Gegentore im Heimspiel gegen Dortmund oder in Aserbaidschan. Das sind letztlich viel zu einfache Gegentore, auf die Mainz nachweislich auch gezielt spekuliert hat.
Gleichzeitig sind die offensiven Standards auch unter Riera weiterhin von einer beeindruckenden Ideenlosigkeit gekennzeichnet. Da kommt wirklich überhaupt keine Gefahr auf, während es in der Liga Mannschaften gibt, die sich auf Standards spezialisiert haben und wo es jedes Mal im Strafraum brennt. Mainz hat das im letzten Spiel gut vorgemacht, auch wenn der Schiedsrichter dann zum Glück einiges zu unseren Gunsten weggepfiffen hat.
Wir kriegen es hingegen noch nicht mal hin, die neue Meta umzusetzen und den Torwart im Fünfer zu blocken. Stattdessen werden die Bälle so geschlagen, dass der sie unbedrängt abfangen kann. Und in den Situationen, in denen wir tatsächlich mal eine etwas ausgefeiltere Variante spielen wollten, waren die im Vorfeld so vorhersehbar und grotesk schlecht ausgespielt, dass wir im Nachhinein noch in einen Konter laufen.
Kritik an der Zielstrebigkeit in Richtung Tor
Der zweite Punkt ist, dass wir einfach viel zu oft den Ball ins Tor tragen wollen. In den letzten Spielen nahmen auch die Rückpässe wieder zu. Ich würde mir wünschen, dass man stattdessen zielstrebiger in Richtung Tor spielen würde. Im Zweifelsfall einfach mal flanken oder von außerhalb des Strafraums schießen. Ich sehe Woche für Woche in fast jedem Spiel wie dadurch Tore fallen. Und wenn es eben nur ein krummes und abgefälschtes Ding oder ein zweiter Ball ist, der im Strafraum vor die Füße fällt.
Wenn ich den Ball nicht dorthin bringe, wo es für den Gegner gefährlich wird – also in den Strafraum – kann ich ihn auch nicht unter Druck setzen. Und wenn ich nicht aufs Tor schieße, kann ich auch keine Tore erzielen und damit auch kein Spiel gewinnen (außer in dem einen Fall, als Bielefeld mal ohne Torschuss gegen Leverkusen gewonnen hat, weil Hradecky über einen Rückpass gesäbelt hatte). Leider haben wir auch in diesem Bereich ein großes Defizit und mit Ausnahme von Uzun keinen einzigen Spieler im Kader, der mal aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgen kann.
Fazit
Klar, ich bin angesichts des Saisonverlaufes auch enttäuscht. Ich würde mir angesichts des Europapokalfinals in Frankfurt auch wünschen, dass wir uns noch für die Europa League qualifizieren. Unter dem Strich muss man aber sehen, dass in dieser Saison in so ziemlich jedem Bereich zu viele Fehler gemacht wurden und das aufgrund des Punktevorsprungs der Konkurrenz kein realistisches Ziel mehr ist. Daran haben viele Variablen ihren Anteil, von der Kaderplanung über die vielen Verletzten bis hin zu den Trainern und den individuellen Leistungen der Spieler. Diesen Frust jetzt aber hauptsächlich bei Riera abzuladen, bevor dieser überhaupt eine Transferperiode oder ein Trainingslager Zeit hatte, um die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.
Klar ist für mich aber auch, dass angesichts des schwierigen Restprogramms in den letzten Saisonspielen gegen Köln und in Wolfsburg mindestens vier, eher sechs Punkte Pflicht sind, falls wir uns für das internationale Geschäft qualifizieren möchten. Sollten wir beide Spiele nicht gewinnen, dann könnte es tatsächlich eng werden für Riera. Dennoch kann ich die negative Stimmung um unseren Trainer gleich in mehrerer Hinsicht nicht ganz nachvollziehen.
Kritik an der Rhetorik des Trainers
Was mich am meisten stört, aber gleichzeitig auch die lächerlichste Kritik ist, ist das Aufblasen der Sprüche von Riera. Ich dachte, da wären wir nach den ersten Wochen schon drüber hinweg. Es gibt viele Trainer, die bildlich sprechen, aber ich habe es wirklich noch nie erlebt, dass das so zum Thema gemacht und darauf herumgeritten wird. Wenn ein deutscher Trainer die geläufige Floskel „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“ äußert, gehe ich doch auch nicht davon aus, dass die Mannschaft das nächste Strandresort aufsucht, um sich als verkappte Sträuße zu betätigen.
Als Niko Kovač einzelne Spieler als „Krieger“ bezeichnet hat, gab es zwar ebenfalls Kritik für die Wortwahl, aber auch damals ist niemand ernsthaft davon ausgegangen, dass sich die Spieler bei ihrem jeweiligen Militär melden oder als Gladiatoren ins Stadion einmarschieren. Gut, Christoph Daum hat seine Spieler tatsächlich mal durchs Feuer oder zumindest auf Kohlen laufen lassen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls geht mir das gehörig auf die Nerven und zeugt auch nicht von einer seriösen Berichterstattung.
Berichte über interne Zweifel
Gleichzeitig würde es mich doch sehr verwundern, falls die Berichte über interne Zweifel an Riera stimmen sollten. Das könnte ich wirklich null nachvollziehen und da hätten in meinen Augen auch die Verantwortlichen versagt, die im Vorfeld der Verpflichtung den Deal moderiert und eingetütet hätten. Wenn man die Geschichten aus Slowenien und Frankreich gehört hat, dann tritt Riera hier doch sehr moderat auf und zeigt sich in der Außendarstellung vor allem dem Gegner gegenüber bisher sehr respektvoll, wenn ich beispielsweise an die Worte für Dino oder Frank Schmidt denke.
Wenn man da intern wirklich schon nervös werden sollte, ob das mit Riera in dieser Hinsicht gut geht, wäre das für mich nach gerade einmal zwei Monaten ein fatales Signal. Wenn man sich auch nur ein bisschen mit der Personalie Riera beschäftigt, wusste man vorher ganz genau, wer hier aufschlagen würde. Da hat auch Riera selbst nie ein Geheimnis drum gemacht. Insofern sollten das dann auch alle wichtigen Personen im Verein mittragen, wenn die Entscheidung für eine Verpflichtung von Riera getroffen wurde.
Kritik an der trainingsfreien Woche
Kommen wir zu der vielseitig kritisierten trainingsfreien Woche. Da kann ich die Kritik teilweise nachvollziehen. Hauptsächlich aber aus dem Grund, weil mir klar war, dass das ein schlechtes Zeichen nach außen senden und für öffentliche Kritik sorgen würde. Rein inhaltlich kann ich die Entscheidung hingegen sogar verstehen. Ich bin jetzt kein professionell lizenzierter Trainer, aber bei der Menge an Nationalspielern, die wir abstellen, ist das Training in der Länderspielpause für Mannschaften wie uns meiner Meinung nach nur eine bessere Bewegungstherapie.
Klar, mit Uzun, Knauff, Amaimouni, Ebnoutalib, Kalimuendo und Burkardt mögen wir jetzt mal einen Großteil der Offensive beisammen gehabt haben. Aber wer stand denn noch zur Verfügung? Zwei Mittelfeldspieler und vier Verteidiger. Wie viele Spielformen kann man mit diesem Personal sinnvoll absolvieren? Sollen unsere Offensivspieler im Sechs vs. Sechs gegen eine zusammengewürfelte Viererkette aus Baum, Chandler, Koch und Kosugi sowie einer Doppelsechs mit Dahoud und Götze die Spielzüge einstudieren?
Zumal man nicht vergessen sollte, dass Uzun, Knauff und Ebnoutalib alle erst nach längerfristigen Ausfällen wenige Tage zurück im Mannschaftstraining waren und auch Burkardt noch ein ganzes Stück von 100 Prozent entfernt ist. Da ist es in meinen Augen nicht weniger nachvollziehbar, dass diese Spieler individuell noch mal eine Woche den Fokus verstärkt auf die Athletik setzen.
Kritik an der spielerischen Weiterentwicklung
Kommen wir zur sportlichen Bewertung. Bin ich mit den vergangenen Spielen zufrieden? Nein. Hätte ich mir gewünscht, dass man gegen St. Pauli und Mainz gewinnt? Ja. Finde ich einzelne Entscheidungen auch schwer nachvollziehbar? Ja. Kann ich die diesbezügliche sportliche Kritik an Riera also nachvollziehen? Nicht wirklich. Zumindest nicht in dieser Form. Tut mir leid, aber wer wirklich geglaubt hat, dass Riera nach wenigen Wochen eine vollkommen verunsicherte Mannschaft nicht nur erheblich stabilisiert, sondern dass wir in der Kürze der Zeit dann auch noch tiefstehende Mannschaft dominieren und vom Platz fegen, der hat eindeutig eine zu hohe Erwartungshaltung.
Das ist für die allermeisten Mannschaften ein Problem und auch bei uns seit vielen Jahren die Krux in der Entwicklung, deren Schritt schon die letzten drei Trainer nicht geschafft haben. Dazu kamen für Riera erschwerte Bedingungen. Ja, jetzt mögen fast alle Offensivkräfte wieder fit sein. Aber das war in den vergangenen Wochen bei Weitem nicht immer so, zumal selbst die Spieler, die gespielt haben, mehrheitlich noch angeschlagen und nicht vollständig fit waren.
Ich will noch einmal daran erinnern, dass wir vor der Ankunft Rieras einen Sieg aus den letzten 13 Spielen geholt haben. In diesen 13 Spielen haben wir ganze achtmal mindestens drei Gegentore gefangen. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatten wir die schlechteste Defensive der gesamten Liga. Da ist es in meinen Augen schon eine erhebliche Leistung, wie schnell Riera die Defensive stabilisiert hat. Noch einmal zur Verdeutlichung: Die drei Zu-Null-Spiele gegen Freiburg, St. Pauli und Heidenheim waren ein eingestellter Vereinsrekord. Sollten wir gegen Köln zu Null gewinnen, wären vier Heimsiege dieser Art in Folge ebenfalls ein eingestellter Vereinsrekord. Bis zum Spiel in Mainz hatten wir in der Zeit unter Riera die beste Defensive der Liga und einen Schnitt von rund zwei Punkten. Das alles wegen eines schlechten Resultates bereits infrage zu stellen, ist geradezu absurd.
Ja, das Spiel in Mainz war schlecht. Aber deswegen bin ich nicht bereit, jetzt schon alles einzureißen. Zumal wir unter Riera nicht nur Spielglück hatten. Gegen Union und Mainz fangen wir sehr spät unglückliche Gegentore, ohne die wir auch gut und gerne drei Punkte mehr haben könnten. Der Führungstreffer von Mainz wird so krumm abgefälscht, dass der vielleicht in einem von Hundert Fällen reingeht. Gegen St. Pauli müssten wir eigentlich eine halbe Stunde in Überzahl spielen und bekommen stattdessen eine Woche später gegen Heidenheim selbst eine gelb-rote Karte.
Kritik an den Standards
Es gibt zwei Punkte, die mich tatsächlich stören. Das sind leider aber auch schon seit vielen Jahren leidige Punkte in unserem Spiel. Da wären zum einen die Standards. Da kann ich wirklich schon nach kurzer Zeit eine signifikante Verbesserung erwarten, zumal laut Riera ja pro Woche eine ganze Trainingseinheit dafür aufgewendet wird. Defensiv haben wir uns bei gegnerischen Freistößen und Ecken schon verbessert, was auch damit einhergeht, dass wir insgesamt deutlich mannorientierter und nicht mehr so viel im Raum verteidigen.
Das erste Gegentor gegen Mainz sowie der Pfostenschuss von Becker kurz vor Schluss, die beide aus gegnerischen Einwürfen entstanden, waren hingegen hanebüchen verteidigt. Da hat Mainz jeweils einfach schnell auf die ballferne Seite verlagert und dort riesige Räume vorgefunden. Das war eindeutig einstudiert, sodass sie das im Vorfeld als veritable Schwachstelle ausgemacht haben. Tatsächlich hatten wir diese Saison schon öfters mit schnellen Seitenverlagerungen auf die ballferne Seite unsere Probleme, das war in der Regel aber aus dem Spiel heraus. Ich erinnere da vor allem an die Gegentore im Heimspiel gegen Dortmund oder in Aserbaidschan. Das sind letztlich viel zu einfache Gegentore, auf die Mainz nachweislich auch gezielt spekuliert hat.
Gleichzeitig sind die offensiven Standards auch unter Riera weiterhin von einer beeindruckenden Ideenlosigkeit gekennzeichnet. Da kommt wirklich überhaupt keine Gefahr auf, während es in der Liga Mannschaften gibt, die sich auf Standards spezialisiert haben und wo es jedes Mal im Strafraum brennt. Mainz hat das im letzten Spiel gut vorgemacht, auch wenn der Schiedsrichter dann zum Glück einiges zu unseren Gunsten weggepfiffen hat.
Wir kriegen es hingegen noch nicht mal hin, die neue Meta umzusetzen und den Torwart im Fünfer zu blocken. Stattdessen werden die Bälle so geschlagen, dass der sie unbedrängt abfangen kann. Und in den Situationen, in denen wir tatsächlich mal eine etwas ausgefeiltere Variante spielen wollten, waren die im Vorfeld so vorhersehbar und grotesk schlecht ausgespielt, dass wir im Nachhinein noch in einen Konter laufen.
Kritik an der Zielstrebigkeit in Richtung Tor
Der zweite Punkt ist, dass wir einfach viel zu oft den Ball ins Tor tragen wollen. In den letzten Spielen nahmen auch die Rückpässe wieder zu. Ich würde mir wünschen, dass man stattdessen zielstrebiger in Richtung Tor spielen würde. Im Zweifelsfall einfach mal flanken oder von außerhalb des Strafraums schießen. Ich sehe Woche für Woche in fast jedem Spiel wie dadurch Tore fallen. Und wenn es eben nur ein krummes und abgefälschtes Ding oder ein zweiter Ball ist, der im Strafraum vor die Füße fällt.
Wenn ich den Ball nicht dorthin bringe, wo es für den Gegner gefährlich wird – also in den Strafraum – kann ich ihn auch nicht unter Druck setzen. Und wenn ich nicht aufs Tor schieße, kann ich auch keine Tore erzielen und damit auch kein Spiel gewinnen (außer in dem einen Fall, als Bielefeld mal ohne Torschuss gegen Leverkusen gewonnen hat, weil Hradecky über einen Rückpass gesäbelt hatte). Leider haben wir auch in diesem Bereich ein großes Defizit und mit Ausnahme von Uzun keinen einzigen Spieler im Kader, der mal aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgen kann.
Fazit
Klar, ich bin angesichts des Saisonverlaufes auch enttäuscht. Ich würde mir angesichts des Europapokalfinals in Frankfurt auch wünschen, dass wir uns noch für die Europa League qualifizieren. Unter dem Strich muss man aber sehen, dass in dieser Saison in so ziemlich jedem Bereich zu viele Fehler gemacht wurden und das aufgrund des Punktevorsprungs der Konkurrenz kein realistisches Ziel mehr ist. Daran haben viele Variablen ihren Anteil, von der Kaderplanung über die vielen Verletzten bis hin zu den Trainern und den individuellen Leistungen der Spieler. Diesen Frust jetzt aber hauptsächlich bei Riera abzuladen, bevor dieser überhaupt eine Transferperiode oder ein Trainingslager Zeit hatte, um die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.
Danke Guillermo für die fundierte und sachliche Analyse zu Riera.
Ich bin auch der Meinung, dass seine bisherige inhaltliche (!) Arbeit von vielen zu kritisch gesehen wird. Er hat eine total verunsicherte Mannschaft stabilisiert und auch mehere Siege aus der Kategorie "Ergebnisfußball" erzielt. Das ist doch grundsätzlich aller Ehren wert.
Natürlich sollte sich im Laufe der nächsten Wochen auch spielerisch eine Weiterentwicklung erkennen lassen, damit Riera nicht einfach nur ein Feuerwehrmann bleibt. Ich bin aber zu 100% sicher, dass Krösche deutlich mehr Geduld haben wird, als die Schreiberlinge ihm von außen andichten. Für mich ist es fast ausgeschlossen, dass man Riera im Sommer schon wieder vor die Tür setzt, das wäre eine peinliche Niederlage für Krösche.
Was mich bei Riera aber tatsächlich stört, ist sein unnötiges und teilweise unverschämtes Abkanzeln der eigenen Spieler in der Öffentlichkeit. Natürlich soll der Trainer seinen Spielern intern hinter verschlossenen Türen (!) klare Ansagen machen, woran sie zu arbeiten haben. Aber warum muss das in Pressekonferenzen passieren? Das Anzählen von Uzun gestern, Aussagen im Stile von "ich habe halt nur die Spieler, die hier sind, bessere brauchen wir dann im Sommer" sind absolut dämlich und helfen absolut niemandem weiter. Aus meiner Sicht braucht Riera mal dringend ein Medien-Coaching, um solche unnötigen Aussagen zu unterlassen.
Ich bin auch der Meinung, dass seine bisherige inhaltliche (!) Arbeit von vielen zu kritisch gesehen wird. Er hat eine total verunsicherte Mannschaft stabilisiert und auch mehere Siege aus der Kategorie "Ergebnisfußball" erzielt. Das ist doch grundsätzlich aller Ehren wert.
Natürlich sollte sich im Laufe der nächsten Wochen auch spielerisch eine Weiterentwicklung erkennen lassen, damit Riera nicht einfach nur ein Feuerwehrmann bleibt. Ich bin aber zu 100% sicher, dass Krösche deutlich mehr Geduld haben wird, als die Schreiberlinge ihm von außen andichten. Für mich ist es fast ausgeschlossen, dass man Riera im Sommer schon wieder vor die Tür setzt, das wäre eine peinliche Niederlage für Krösche.
Was mich bei Riera aber tatsächlich stört, ist sein unnötiges und teilweise unverschämtes Abkanzeln der eigenen Spieler in der Öffentlichkeit. Natürlich soll der Trainer seinen Spielern intern hinter verschlossenen Türen (!) klare Ansagen machen, woran sie zu arbeiten haben. Aber warum muss das in Pressekonferenzen passieren? Das Anzählen von Uzun gestern, Aussagen im Stile von "ich habe halt nur die Spieler, die hier sind, bessere brauchen wir dann im Sommer" sind absolut dämlich und helfen absolut niemandem weiter. Aus meiner Sicht braucht Riera mal dringend ein Medien-Coaching, um solche unnötigen Aussagen zu unterlassen.
Alphakeks schrieb:
Was mich bei Riera aber tatsächlich stört, ist sein unnötiges und teilweise unverschämtes Abkanzeln der eigenen Spieler in der Öffentlichkeit. Natürlich soll der Trainer seinen Spielern intern hinter verschlossenen Türen (!) klare Ansagen machen, woran sie zu arbeiten haben. Aber warum muss das in Pressekonferenzen passieren? Das Anzählen von Uzun gestern, Aussagen im Stile von "ich habe halt nur die Spieler, die hier sind, bessere brauchen wir dann im Sommer" sind absolut dämlich und helfen absolut niemandem weiter.
Schön das Du es ansprichts.
Genau das passt alles nämlich nicht mehr zu dem, was Riera zu Beginn sagte.
- Er redete Mannschaft und Spieler stark
- Er redete von Götze in höchsten Tönen
-Er sagte alle sollen positiv sein
- Das Spiel und Taktik soll einfach sein
- Er beschützte die Spieler und Mannschaft.
- fasselte was von 6 Kapitänen
- er forderte alee auf alles zu geben
- will Begeisterung entfachen
- er redete von seinem Fußball durchziehen !!!! Unter allen Bedingungen.
uvm.
Jetzt kommen ein paar Wochen später komplette Gegensätze als Aussagen.
Und deswegen bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob Riera die Saison übersteht
bzw. er hier !!!! eine positive Entwicklung erreicht mir dieser Schwindelerregenden
Meinungsänderungen.
Wenn wir Fans das machen, ist das normal, aber als Verantwortlicher Trainer sollte man sein Konzept durchziehen
und stabilisieren. Nicht dieses durcheinander.
Auch die wilde durchtesterei auf falschen Positionen ergibt oft gar keinen Sinn.
Wie gesagt, wenn sowas funktioniert ist es genial, aber funktioniert es nicht, brauchst Du Lösungen!!!
Gerade das mit seinem Fußball durchziehen, ist mehr als merkwürdig, wenn er sich dann so ahnungslos zeigt, was die Positionen der Spieler angeht.
Da war ja Toppmöllers durcheinander noch wesentlich besser und das war schon mies.
Man hat weiterhin das Gefühl, dass die Spieler oftmals lieber einen Sicherheits-Rückpass wählen, als mal etwas Riskantes probieren zu wollen (was dann natürlich zu einem Ballverlust führen kann). Schwer zu sagen, ob das noch der alte Toppmöller ist, der in den Köpfen verankert ist.
Gegen einen 5-4-1 Block wie den von St. Pauli muss man etwas Unerwartetes tun, oder jemand (Bahoya?!) muss mal in ein 1-gegen-1 gehen, um überhaupt Unordnung in den Gegner zu bekommen. Das ist heute praktisch gar nicht gelungen. Man stand zwar defensiv stabil (und das ist nach dem Horror-Januar ein super Ergebnis!), aber nach vorne wurde wirklich gar nichts probiert. Da hat Riera also wirklich noch einiges zu vermitteln.
Gegen einen 5-4-1 Block wie den von St. Pauli muss man etwas Unerwartetes tun, oder jemand (Bahoya?!) muss mal in ein 1-gegen-1 gehen, um überhaupt Unordnung in den Gegner zu bekommen. Das ist heute praktisch gar nicht gelungen. Man stand zwar defensiv stabil (und das ist nach dem Horror-Januar ein super Ergebnis!), aber nach vorne wurde wirklich gar nichts probiert. Da hat Riera also wirklich noch einiges zu vermitteln.
Das sich manche freuen keine Packung gegen Bayern bekommen zu haben kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen.
Es hat sich nichts geändert
1. Wieder ein Santos Fehler der die Niederlage einleitet
2. Wieder 3 Gegentore
3. Klärungsversuche landen zu oft beim Gegner
4. DM zu offen. Fast alle Gegner können dort machen was sie wollen
5. Die gegnerischen LA und RA können fast immer den Ball annehmen, selbst lange diagonale Bälle
6. Unsere langen Bällen kommen gefühlt ausschließlich zum Gegner, egal ob von Santos oder von der Abwehr geschlagen.
Wurde heute mit Kali und Jonny besser.
Insgesamt ist mir aufgefallen das die anderen Mannschaften mehr auf grössere Spieler setzen.
Krösche sollte in allen Mannschaftsteilen darauf schauen das die Spieler grösser werden.
Trotzdem merkt man eine aufsteigende Tendenz
Es hat sich nichts geändert
1. Wieder ein Santos Fehler der die Niederlage einleitet
2. Wieder 3 Gegentore
3. Klärungsversuche landen zu oft beim Gegner
4. DM zu offen. Fast alle Gegner können dort machen was sie wollen
5. Die gegnerischen LA und RA können fast immer den Ball annehmen, selbst lange diagonale Bälle
6. Unsere langen Bällen kommen gefühlt ausschließlich zum Gegner, egal ob von Santos oder von der Abwehr geschlagen.
Wurde heute mit Kali und Jonny besser.
Insgesamt ist mir aufgefallen das die anderen Mannschaften mehr auf grössere Spieler setzen.
Krösche sollte in allen Mannschaftsteilen darauf schauen das die Spieler grösser werden.
Trotzdem merkt man eine aufsteigende Tendenz
quattro75 schrieb:
Das sich manche freuen keine Packung gegen Bayern bekommen zu haben kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen.
Es hat sich nichts geändert
Ich glaube niemand "freut" sich über die Niederlage. Aber man darf es schon ok finden, dass man sich gegen die Bayern ganz okay aus der Affäre gezogen hat. Die erste Halbzeit fand ich auch eher schwach, aber man muss bitte schon auch den Kontext betrachten:
- Der Gegner: Die Bayern haben 15 der letzte 18 Spiele gewonnen. Es ist halt leider eine der Top 6 Mannschaften der Welt, die spielen praktisch jeden an die Wand.
- Die Eintracht: Es fehlten verletzt/krank Theate, Koch, Kristensen, Uzun, Knauff, Ebnoutalib und Batshuayi. Zudem rekonvaleszent und nur teilweise belastbar Burkardt und Kalimuendo. Das sind zusammengenommen 5-6 Stammplätze, die da heute fehlten.
Natürlich nur bei bewiesener Schuld.