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Drake

1949

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sotirios05 schrieb:
wer geld ausgeben will, muss erst mal welches reinholen.
für erhebliche investitionen sehe ich nur den weg, einen investor bei eintracht einsteigen zulassen und zwar mit unter 50 %, da die mehrheit beim eintracht e. V. bleiben muss und soll und überhaupt.


Vielleicht kann man mittelfristig auch mehr Sponsoreneinnahmen generieren, denke da ist bei uns noch ein bisschen Potential. Da darf man sich dann aber ehrlich gesagt in Zukunft keine Sentimentalitäten (Yako?) erlauben. Das Problem ist eigentlich mehr eins des Timings und der Dimension. Wenn wir davon ausgehen, dass uns mit Streit und Soto 2 Spieler verlassen, die wir erstmal adäquat ersetzen müssen, sind wir eventuell nach dieser Saison am selben Punkt wie vor der letzten, was die Entwicklung der Mannschaft angeht (- Uefacup, + Festgeldkonto?). Der Rest der Mannschaft wird auch nicht jünger und wenn man sich tatsächlich irgendwann nach oben orientieren will, wird man ein finanzielles Risiko in Kauf nehmen müssen, es muss ja nicht gleich Harakiri sein, es gibt durchaus kalkulierbare Risiken. Die Frage ist nur wann und wie groß dieses Risiko ist. Wenn wir es hinbekämen, trotz der Abgänge und ohne zu großes Risiko bessere Leute (vor allem auch perspektivisch, nicht nur Leute um die Mitte dreißig) zu bekommen, so wie Bremen in der Vergangenheit (auch um später weitere Transfereinnahmen zu realisieren), wäre das schon toll, allerdings bin ich da ehrlich gesagt eher skeptisch, ich finde die Transferpolitik eher mittelmaß, vor allem wenn man die "Zufallskontakte" (Inamoto, Sotos) rausrechnet. Dieses Durchlauferhitzen von Spielern wäre imho eine Möglichkeit, um mittelfristig den immensen Wettbewerbsvorteil der großen Vereine teilweise zu kompensieren, aber dann muss man halt auch mal Geld in Talent investieren und sich eventuell von Mitläufern trennen und nicht weil man sie so gern hat den Vertrag verlängern. Das wäre ein möglicher Weg, nicht völlig ohne Risiko, aber wer meint, man würde ohne Risiko irgendwie vorwärts kommen, sollte nicht als Unternehmer (und was anderes ist Fussball auch nicht) tätig sein. Das grundsätzliche Problem bei der Philosphie der kleinen Schritte ist jedenfalls meiner Meinung nach, dass sie nur so lange funktioniert, bis sich das Koordinatensystem schneller bewegt als der jeweilige Schritt und mit jedem Tabellenplatz wächst die Geschwindigkeit der Umgebung exponentiell und nicht linear.
Das heisst im Umkehrschluss mit der gegenwärtigen Strategie und den uns gegebenen Möglichkeiten kommen wir genau dahin, wo wir jetzt sind (2 mal Platz 14), aber keinen Schritt weiter.
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Jeder, der anzweifelt, dass Geld Tore schiesst, sollte sich mal die Mühe machen, die Spieleretats mit der Tabelle zum Saisonende zu vergleichen. Es gibt zwar auch da statistische Abweichungen, die auf Faktoren wie Pech(z.b. Verletzungen, Fehlentscheidungen) oder gute Einzelleistungen in einer bestimmten Saison zurückzuführen sind, aber müsste man wie im Roulette Zahlen tippen, würde die Bank bei diesem System viel Geld verlieren. Der Grund ist auch relativ offensichtlich: Qualitativ gute Spieler kosten Geld und wenn man annimmt, dass 2 gleich gute Manager jeweils genausoviele Tops (und jeweils auch Flops) kaufen, bekommt der, der mehr Geld ausgibt, immer noch ne bessere Mannschaft, da Flops so oder so Fehlinvestitionen sind. Die Frage ist nur, was man daraus für eine Strategie ableitet. Hofft man, dass man mal einen oder besser mehrere statistischen Ausreisser nach oben hat, die es einem erlauben, mehr Geld zu generieren (und zwar relativ zum Rest der Liga, absolute Zahlen kann man auch gleich in die Tonne treten) um damit dann die Qualität zu heben, oder geht man den aggressiveren Weg und investiert, um die Qualität zu heben und hofft auf entsprechende Rendite. Weg Nummer 2 hätte uns fast mal in den Ruin gestürzt, Weg Nummer 1 hat uns konsolidiert.
Viele Leute ziehen daraus den Schluss, dass Weg Nr.1 für immer gut, Weg Nr.2 für immer böse ist, was so offensichtlich wie falsch ist. Ich hätte letzte Saison investiert, als wir durch einen statistischen Ausreisser (falls jemand weiss was das O in einer SWOT Analyse bedeutet) in höheren Gefilden weilten und zwar nicht in Erwartung der möglichen Einnahmen, sondern weil wir sportliche Argumente für die Verpflichung besserer Spieler hatten, die wohl so schnell nicht wiederkommen. Wer sich auf einen der beiden Wege versteift, wird jedenfalls auf Dauer nicht weit kommen.
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Meiner Meinung nach ist es auch ein Mentalitätsproblem von Funkel.
Es gibt grundsätzlich 2 Arten von Spielertypen (nicht Spieler im Sinne von Fussballspielern, sondern bei allen Spielen: Poker, Schach, Hockey was auch immer).
Die, deren erste Priorität es ist, zu gewinnen und die, deren erste Priorität es ist, nicht zu verlieren. Was oberflächlich betrachtet kaum einen Unterschied macht, ist, wenn man sich mal genauer mit spieltheoretischen (wieder nicht nur Fussball) Überlegungen befasst, ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Meiner Einschätzung nach gehört Funkel zur Kategorie 2 und je länger Funkel Trainer bei uns ist, desto stärker prägt diese Grundhaltung die gesamte Mannschaft. Ich bin der Ansicht, dass unsere Offensive immer schlechter wird und dass das kein Zufall ist, da sich am Spielermaterial nicht wirklich was geändert hat. Die Mannschaft war mal sehr konterstark, weil sie es verstand, nach Balleroberung ein Überzahlspiel herzustellen und konsequent zuende zu spielen, davon ist nichts mehr übrig. Dafür, dass die Mannschaft schon mehrere Jahre zusammenspielt, sind jedenfalls kaum offensive Automatismen erkennbar und ich habe oft den Eindruck, die Spieler hätten Angst vor der eigenen Courage, wenn es um die Offensive geht.
Hatte man in der letzten Spielzeit nach vielen Spielen (verloren oder unentschieden) den Eindruck, das Ergebnis war für uns unglücklich, so ist bei mir diese Saison nach Siegen und Unentschieden der vorherrschende Eindruck, dass war sehr glücklich für uns.
Die Mannschaft muss schnell was von der Auswärtsstärke der letzten Saison wiederfinden, sonst gehts schneller Abwärts als uns lieb ist. Gladbach hat auch mal gedacht, man könnte ne Saison nur mit Heimsiegen überstehen, wie gut das geklappt hat, sieht man ja.
Mein Fazit: Wir werden uns wohl durchwursteln, aber Stillstand bedeutet Rückschritt. Ich persönlich mache Erfolg oder Misserfolg des Trainers auch nicht so sehr an der Tabelle fest, sondern auch an der Spielweise der Mannschaft. Die gab mir schon Ende der letzten Saison zu denken und trotz der bisher guten Punktausbeute bin ich diese Saison deutlich weniger zuversichtlich, als letzte.
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HeinzGründel schrieb:
Drake schrieb:
Ich behaupte immer noch, wenn Funkel Trainer in Köln geblieben wär, wäre der Stern vom Podolski nie aufgegangen.  



Dann wäre der Menschheit so mancher Dreckscheiß erspart geblieben



Man kann über die menschlichen Eigenschaften von Podolski geteilter Meinung sein, aber kicken kann er und darum scheint es ja hauptsächlich zu gehn.
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Lol, Funkel gibt jungen Spielern ne echte Chance, dass ich nicht lache. Funkel trägt lieber nie wieder hässliche Trainingsanzüge, statt mal nen Toski oder Chaftar, die angeblich wirklich begabt sind, für nen Köhler spielen zu lassen. Außer Russ (aus absoluter Not geboren damals) ist die Jugend in der ersten Mannschaft nichtexistent. Ochs und Meier zähl Ich nichtmehr dazu, die waren schon in Liga 2 Stammspieler und haben wohl auch einen Stein im Brett. Allerdings muss man Funkel beim Marketing seiner (nicht vorhandenen) Fähigkeiten ne Eins geben. Daß er es tatsächlich geschafft hat, sich bei einigen als Jugendfreund (auch mithilfe der Bild aus Liga 2 Zeiten) darzustellen, grenzt an ein Wunder. Ich behaupte immer noch, wenn Funkel Trainer in Köln geblieben wär, wäre der Stern vom Podolski nie aufgegangen.
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Als ob das Gegurke ne Überraschung wär, die Mannschaft stagniert seit fast 1,5 Jahren, das sind jetzt genau die Grottenkicks, die wir uns schon im Frühjahr antun mussten. Die Ausrede Gegner steht tief (Blasülz) kann ja auch keiner mehr ernst nehmen, sowohl Bochum, Karlsruhe als auch Kotzbus haben im Gegensatz zu uns etwas, dass man Fußball nennen kann gespielt. Wer echt glaubt, dass der Trainer als Personalverantwortlicher (Spielermaterial) und Übungsleiter (seit immerhin >3 Jahren) dafür nix kann, tut mir leid. Funkel schafft es ja seit 2 Jahren nichtmal, denen ein vernünftiges Verhalten bei Einwürfen beizubringen.
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Ich finde den Thread aus 2 Gründen sehr amüsant. Zum einen ist hier wieder deutlich die "Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt" Mentalität unserer Eintrachtfamilie abzulesen, zum anderen wundere ich mich über manche Einschätzung der Lage.
Nun zu meinen persönlichen Ansichten:
Ich finde die Situation im Moment recht unbehaglich, und zwar nicht erst seit der Niederlage am Mittwoch.
Meiner Ansicht nach hatten wir nur ein wirklich überzeugendes Spiel und ansonsten auch schon einigen Dusel, der, falls er ausbleibt, uns ganz schnell an den Rand des Abgrunds katapultieren kann.
Funkel lässt sein sche*** 4-5-1 spielen, komme was da wolle(ich weiß, am Anfang "notgedrungen") und kommt dabei auf so brilliante Ideen, wie nen unfitten Taka auf der Aussenbahn einzusetzen, wie am Mittwoch. Ich brauch keine Löcher in den Händen um da eine schlechte Leistung vorherzusagen, unser Trainer wohl schon. Mahdavikia geht mir tierisch auf den Keks, ich weiss auch ehrlich gesagt nicht, was alle an ihm gefressen haben. Es gibt gute Gründe, warum der HSV ihn ausgemustert hat (unter anderem ist er einfach saulangsam) und die sind auch schon in seinen bisherigen Saisonleistungen bei uns deutlich zutage getreten und das liegt nicht nur am höheren Anspruch des HSV. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, woher manche ihre Hoffnung nehmen, dass er im Mittelfeld besser aufgehoben ist, bei seinen Offensivaktionen fand ich ihn auch eher unglücklich, defensiv ist er ein Sicherheitsrisiko(und nicht nur gegen Karlsruhe). Für mich ein typischer Funkel "Ich würde Rehmer nochmal den Vertrag verlängern" Spieler.  Das traurige ist, dass Funkel sogar zugibt, dass er weiß was er da hat(te). Allgemein halte ich unsere diesjährige Transferpolitik für reines Vabanque (wie in den letzten beiden Winterpausen im Sturm, das traurige ist, Bruchi scheint lernresistent) auch wenn ich grundsätzlich die Idee der eher kontinuierlichen Entwicklung gutheiße und nicht gleich n dutzend Spieler wechseln würde. Zur Jugend wurde auch schon viel gesagt. Ich kann leider nicht beurteilen ob und wie die so spielen und trainieren, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle Vereine ausser uns talentierte Jungen haben. Und mal ernsthaft, außer Russ (der auch nur notgedrungen) gibts bei uns keinen "Nachwuchs", der nicht schon in der zweiten Liga in der ersten Mannschaft war. Tendenziell stimmt mich das sehr nachdenklich.
Meiner Meinung haben wir es im Sommer versäumt nen klaren Schnitt sowohl mit einigen Spielern (Thurk z.b., wenns nicht klappt, klappts halt nich) und insbesondere dem Trainer zu machen. Bruchhagen hat sich für meine Begriffe vom versöhnlichen Saisonende (mal wieder) blenden lassen, ich hab aber das Gemurkse bis dahin nicht vergessen. Man könnte stundenlang drüber streiten ob und warum,  deshalb will ich hier nochmal deutlich darauf hinweisen, dass das ne Meinungsäußerung ist.
Ich wage außerdem mal ne Prophezeihung, nämlich, dass wir nie im Leben 45 Punkte diese Saison holen.
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peter schrieb:
Drake schrieb:
Sind eigentlich alle blind oder haben nur Standbilder gesehn? Streit hält sich am Trickot fest und zwar seitlich der Hüfte. Atouba dreht sich dann ein und Streit hält weiterhin das Trickot fest, seine Hand samt seitlichem Trickotteil ist durch das drehen Atoubas nun vorm Großraum Familienjuwelen, bevor Streit loslässt. Das ist allerdings auch der Kameraperpektive geschuldet. Dass da überhaupt Kontakt zu ner heiklen Stelle vorgelegen hat, wage ich mal zu bezweifeln.


und warum sagt streit dann er sein nicht schwul?

peter


Ist natürlich Spekulation, aber vielleicht sieht er die Szene im Interview oder kurz davor aus Kameraperspektive. Ich weiß ja nicht wie das bei dir ist, aber wenn jemand sagt er sei nicht schwul, dann heisst das für mich, daß er nem Mann eben gerade nicht ans Gemächt geht.  
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Sind eigentlich alle blind oder haben nur Standbilder gesehn? Streit hält sich am Trickot fest und zwar seitlich der Hüfte. Atouba dreht sich dann ein und Streit hält weiterhin das Trickot fest, seine Hand samt seitlichem Trickotteil ist durch das drehen Atoubas nun vorm Großraum Familienjuwelen, bevor Streit loslässt. Das ist allerdings auch der Kameraperpektive geschuldet. Dass da überhaupt Kontakt zu ner heiklen Stelle vorgelegen hat, wage ich mal zu bezweifeln.
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Diesen Sanou sollte man mal weiter beobachten, der rennt ja wie der Duracellhase. Hat mir gut gefallen
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duschhaube00 schrieb:
OK- FF ist sicherlich nicht der Trainer, der bedingungslose Offensive als die bevorzugte Taktik ansieht.

Zum Spiel gestern, da hat es meiner Ansicht nach wieder einmal an einem brauchbaren Spielaufbau von hinten heraus gelegen.

Da fehlt es zum einen regelmässig einfach mal an der Geschwindigkeit in der der Spielaufbau funktioniert, es wird relativ viel quer gepasst. Zum anderen wird der Ball oft lediglich hinten herausgeschlagen, sodass ein Gegner wie Bremen einen Angriff nach dem anderen spielt.

In den paar wenigen Situationen wo der Ball z.B. durch Inamoto, Meier, Streit oder Fink gut nach vorne lief, konnte Ama gut angespielt werden.



Bedingt richtig. Es fehlt für nen zügigen Aufbau auch immer vorne an Anspielstationen. D.h. selbst bei ner 100 Passquote würd das bei uns nicht wirklich besser aussehn, da Ama eigentlich immer allein gegen 2-3 Spieler und dann meistens noch mitm Rücken zum Tor steht.
4-5-1 (4-2-3-1) is einfach ein Kacksystem für unsere Spieler (Ama hat nicht die Klasse wie ein Henry, bei dem sowas geht)  und ich habe leider die Vermutung, dass unser Supertrainer das erst wieder am Ende der Saison zugibt. Bisher lass ich die Verletzten als Ausrede gelten, aber ich wette nen Döner, dass wir nur schrittweise wieder an diesen Murks gewöhnt werden, a la langsame Vergiftung und wir wieder 80% der Spiele damit rummurksen. Die Tatsache, daß Thurk erlaubt wurde zu gehn (auch wenn er dann keine Lust hatte) und unser Bemühen um nen weiteren Stürmer als eher überschaubar beschrieben werden kann spricht da imho Bände.
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seven-of-nine schrieb:
Mar.co schrieb:
Würde gern mal die Zweikampfstatistik von Köhler für heute sehen?  


War bestimmt noch einer der besten

Gekämpft und gemacht und getan und gewuselt hat er ja, aber warum muss er immer so verdammt lang zögern??? Immer jedes Mal in dem Spiel heute. Hatte wahrscheinlich noch die meisten Torschüsse, aber der hat ne Hirnblockade ganz klar


Sorry, aber du brauchst bessere Kontaktlinsen, Köhler hat heute speziell in Halbzeit 2 absolut unterirdisch gespielt, aber ich hab schon nach 20 minuten zu meinem Bruder gesagt, der gehört ausgewechselt. Das Zweikampfverhalten als dilettantisch zu bezeichnen wär fast noch geprahlt und das ist leider nicht das erste mal so.
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ZoLo schrieb:
"Interessante" Bewertungen! Da stellt man sich doch glatt die Frage, ob und wie manche Leute Spiele, Spielsituationen und Spieler beobachten?

Dabei geht es gar nicht darum etwas zu beschönigen, denn Bremen war den entscheidenden Tick aggressiver, spielte cleverer, schaffte es Spieler aus dem Rennen zu nehmen und hat somit vollkommen verdient gewonnen, aber trotzdem sind manche Noten doch tatsächlich etwas ....*äääääääh?*.... "abenteuerlich"!

Da sehe ich z.B., dass Pröll mit Fünfen und Sechsen bedacht wird, manche verspüren sogar eine Genugtuung dabei  und so frage mich wirklich, ob ich tatsächlich so wenig von alledem verstehe. Ja, man kann Pröll, der sicherlich nicht seinen stärksten Tag hatte (wie alle anderen auch) nicht von einer Schuld am ersten Tor freisprechen, denn sein verunglückter Abschlag war es, der dieses erst ermöglichte. Dass Vasoski danach aber Sanogo laufen ließ, weshalb übrigens Russ zu spät kam, welcher Almeida zugeteilt war, Pröll den Ball sogar noch bekam, dieser dann aber unglücklich wieder vor Sanogos Füße prallte, ist einfach nur Pech gewesen, denn Prölls Reaktion war tatsächlich sehr gut.
...


Halleluja, ich hatte schon die Befürchtung, dass ich mir das nur eingebildet hatte, wenigstens noch einer sieht speziell die Situation und allgemein das Spiel so wie ich.
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TheFreshPrinceOfBelAir schrieb:
Mbukatchi schrieb:
Wuschelblubb schrieb:
Halbzeit:

Eine gute Aktion in 45 Minuten. Ansonsten ist Bremen (leider) hoch überlegen. Die Mannschaft spielt passiv und ängstlich (wer hatte unter der Woche nochmal CL-Quali gespielt?). Die Bremer sind deutlich feldüberlegen. Dazu funktioniert die Abseitsfalle überhaupt nicht. Das Gegentor ging auf die Kappe von Pröll, auch wenn Russ in dieser Situation schlecht stand (nicht zum ersten mal im heutigen Spiel).


Wieso sollte denn das Tor auf die Kappe von Pröll gehen? Er hat den Ball gehalten und der springt dann von Russ unglücklich zu Sanogo. Ansonsten stimme ich mit dem Fazit aber überein.


Fehlpass beim abschlag


Fehlpass war der erste Fehler, der zweite war von Vasoski, der fast stehenbleibt und sich von Sanogo überhaupt erst überholen lässt.
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Ich weiß echt nicht, wie die Leute nach 2 Jahren ein positives Fazit über Huggel bei Eintracht Frankfurt ziehen können. Die Bundesliga ist für ihn definitiv ne Nummer zu groß, er ist nur dann guter Durchschnitt wenn er am oberen Limit spielt. Er hat bei uns sehr viel Einsatzzeit gehabt und dabei 3-4 gute Spiele gemacht, davon 2.5 in den letzten 3 Wochen (2. Halbzeit Hertha war dann wieder der alte Huggel da). Ich halte die 6 für die wichtigste Position im modernen Fussball und dort nur so lala ist auf Dauer für keine Mannschaft tragbar. Praktisch immer, wenn Huggel gespielt hat, war bei uns ein riesengrosses Loch vor der Innenverteidigung.
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Grundsätzlich natürlich die ganze Mannschaft samt Trainerstab.
Was mir als Mangel in der Mehrzahl der Spiele nicht gefallen hat, war unser Spiel ohne Ball, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Die Strichemaler von der WM hätten ihre Freude gehabt bei unsern Spielen.
Und dann natürlich die mir absolut unerklärlichen individuellen Aussetzer. Das war so oft schlicht Dummheit. Als Beispiel mal das 2:2 in Leverkusen, da hab ich schon beim Einwurf von Spycher (nach vorne in ne Spielertraube, bei eigener Führung 60 Sekunden vor Schluss) beinahe in die Fernbedienung gebissen. Statt das Ding nach hinten zu werfen und 2 mal von links nach rechts zu schieben kam was kommen musste ... Ballverlust (unsere Einwürfe diese Saison waren eh bodenlos schlecht) und ein Aussetzer ... bang Juhu Gegentor, wieder 2 Punkte verschenkt.  
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Es ist müssig zu spekulieren, ob Pröll den einen oder anderen Ball mehr gehalten hätte, ich denke er hätte. Ein Aspekt, der meines erachtens allerdings völlig übersehen wird, ist die Psychologie. Ich wette bei einer Umfrage unter den Usern im Forum würde eine deutliche Mehrheit zugeben, daß sie bei gewissen Spielsituationen immer ein sehr mulmiges Gefühl hat, wenn Nikolov im Tor steht. Ich wette meinen Ar***, daß es einigen in der Mannschaft nicht anders geht.
Diese latente Unsicherheit im Rücken wirkt sich mit Sicherheit nicht gerade leistungssteigernd auf die Vorderleute aus. Das muss nichtmal bewusst geschehen, aber es reicht ja manchmal aus, wenn man nur den Bruchteil einer Sekunde zögert in seinem Handeln.
Die Teilweise chaotisch anmutenden Szenen, speziell wenns bei uns im Strafraum voll war, sprechen da eine deutliche Sprache.
So sehr ich die gewollte oder ungewollte Ergebenheit zum Verein schätze, mach ich doch immer 3 Kreuze, wenn ich Nikolov auf der Ersatzbank sehe.
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Ja und Nein.
Zufrieden bin ich mit der Tatsache, dass wir trotz Mehrfachbelastung die Klasse in dieser doch recht turbulenten Spielzeit gehalten haben. Allerdings bin ich der Meinung, dass wir unter unseren Möglichkeiten (hauptsächlich im Vergleich zu Bochum Cottbus und dergleichen) geblieben sind. Aber da Fussball zu einem gewissen Teil auch Glückssache ist, kann man wohl damit leben.
Wobei mich einige Dinge in dieser Saison doch sehr gefuchst haben. Meiner Ansicht nach haben wir uns diese Saison in keinem Aspekt des Spiels auch nur einen Yota weiterentwickelt. Die Tatsache, dass wir die zweitmeisten Gegentore überhaupt gefangen haben, ist ein eindeutiges Indiz, dass es grundlegende Mängel beim Umschalten von Defensive/Offensive und dem taktischen Verhalten in der Defensive an sich gibt. Es ist dem Trainerteam offensichtlich nicht gelungen dieses erlernbare Verhalten den Akteuren näherzubringen, was sich auch an unserer unendlich miesen Bilanz in der letzten Viertelstunde ablesen lässt, da dies gewöhnlich die Zeit ist, in der der Gegner nochmal die letzten Kräfte mobilisiert. (Zum Teil wohl auch der ewigen, nur zum Teil notwendigen Ottmar Hitzfeld Gedächtnisrotation zu verdanken)
Auch spielen wir für meine Begriffe immer noch viel zu langsam "vertikal" wie der Jogi sagen würde und auch das Spielverständnis für das Spiel im/gegen den Raum ist noch ausbaufähig. Ich hab immer ein bisschen den Eindruck, dass unsere Spieler aus Prinzip nicht dahin spielen, wo keiner steht, wohl aber einer hinlaufen könnte(Dazu passt auch das Stichwort Laufwege). Dazu muss man fairerweise sagen, dass diese Art Übersicht auf Groundlevel (sprich nicht von der um längen besseren Übersicht von der Tribüne) kaum erlernbar ist und die, die das von Natur aus richtig gut können auch entsprechende Granden sind. Symptomatisch dafür ist allerdings auch die gefühlt hohe Quote an Pässen in den Rücken des Mitspielers(wobei das hier echt nur ein Gefühl ist, hab da nie ne Statistik gesehn, die das belegen würd) bzw. schlecht eingespielte / abgestimmte Laufwege.
Über das Spielsystem ist schon ausreichend palavert worden, ich mag 4-4-2 mit klassischer Raute. Imho haben wir für 4-5-1 mit 2 6er und einem Stürmer weder die richtig spielstarken 6er, noch einen Stürmertypus a la Henry oder Drogba, der das vorne auch allein richten kann. Die Statistik dazu scheint ja auch in diese Richtung zu deuten.
Die Spieleröffnung aus der eigenen Hälfte war Aufgrund der handelnden Personen auch eher durchschaubar. So sehr ich beide mag, das Duo Kyrgiakos/Vasoski halte ich für eine suboptimale Lösung. Ich wär daher nicht böse, wenn uns Kyrgiakos gegen ein nettes Endgeld verlassen würde, obwohl ich ihn unendlich kultig finde.
Was mich auch ein wenig genervt hat, war mal wieder die Haltung von Bruchhagen, in der Winterpause auf Verstärkungen zu verzichten. Dies will ich ein wenig näher erläutern. Die grundsätzliche Einschätzung, dass das Team stark genug für den Klassenerhalt war/ist habe ich geteilt und dies hat sich ja auch bewahrheitet. Allerdings sollte man doch immer bestrebt sein, sich zu verbessern. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, ein "Schnäppchen" zu machen und einen eventuell unzufriedenen Klassespieler zu verpflichten, im Winter für größer als im Sommer. Man sollte also gerade als eher mittelprächtiger Verein nicht nur nach akutem Bedarf, sondern auch mal perspektivisch handeln. Dass Bruchhagen dies nun schon zum zweiten Mal nicht getan (nichtmal versucht) hat, obwohl er es bereits letzte Saison als Fehler identifiziert hat, fand ich befremdlich.
Zuguterletzt bin ich froh, dass Streit und NadW weg sind. Stuttgart hat vorgemacht, dass man mit Teamgeist sehr weit kommen kann und der Abgang dieser beiden kann der Stimmung nur zuträglich sein.

Naja, es bleibt, wie jedes Jahr, die Hoffnung, dass bald alles (noch) besser wird  
Bin ja echt mal gespannt wer da jetzt so kommt.
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cobi schrieb:
Sie sollten aber gerettet sein, wenn sie den Elfer kriegen würden

Und wir schon sicher Meister, auch bei einer Niederlage/Unentschieden  ,-)
Das würde das inverse Bild schön abrunden