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Einzelfahrt

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Abenteuerliche Konstrukte werden hier gebaut.

Hinter Fremdfinanzierung würde ich zuerst einfaches Schulden machen vermuten.
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Pröll (3) - Ochs (3,5), Russ (4,5), Bellaid (2,5), Spycher (4) - Inamoto (1,5), Fink (4,5), Meier (3,5), Korkmaz (3), Mahdavikia (4,5) - Fenin (3,5)
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Pröll (2) - Jung (3,5), Russ (5), Bellaid (3,5), Spycher (5) - Mahdavikia (4,5), Chris (5,5), Meier (4,5), Korkmaz (4,5), Liberopoulos (5,5) - Fenin (6)
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Dann müssten wir das aber umgekehrt berücksichtigen, weil wir mit Ausfällen Punkte geholt haben und wenig Verletzten kaum welche.
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Baker:

Ich habe zig Zeitlupen gesehen, was die Presse dazu schreibt ist mit schietegal.
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@ Al Baker:

Was auch immer Du am Samstag gesehen hast, woraus Du Deine Empörungen ableitest, es kann nicht ganz das gewesen sein, was sich zwischen 15:30 und 17:15 im Berliner Olympiastadion abgespielt hat.

Schon alleine Dein Rumgehacke aufs Petrovics angeblichen Fehler vor dem 1-0 entspringt offensichtlich einer Halluzination in der er erst vorne war und deshalb die Flanke nicht stören konnte und dann plötzlich vor der Flanke ausgespielt wurde.

Nur mal kurz zur Klarstellung: Petrovic ist im ganzen Spiel hinten nicht ein einziges Mal ausgespielt worden. Erst recht nicht vor dem 1-0.
Vor dem 1-0 hat er einen Spieler auf Höhe des Strafraums an der Außenlinie gedeckt. Friedrich kam vom 16er auf die Grundlinie gelaufen und Fink (mal wieder) nicht schnell genug hinterher. So konnte er relativ unbedrängt flanken.
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Ob nun Pro oder Contra Funkel...wir sind uns wohl einig, dass 2008, insbesondere in der Jahresmitte, nicht das gebracht hat, was wir erwartet haben. Sowohl spielerisch, als auch in der Punkteausbeute. Die Verletztenmisere würde ich als Ausrede nicht gelten lassen, weil wir gerade zu Saisonbeginn die wenigsten verletzten Stammspieler hatten aber die schlechtesten Spiele sahen.

Um die Ecke gedacht könnte es sogar so sein, dass die Verletztenmisere uns letztendlich "gerettet" hat. Aufgrund fehlender Spieler, die die in der Vorbereitung eingeübte neue Spielweise hätten spielen können, wurde wieder etwas mehr das alte System gespielt und das letztendlich auch erfolgreicher.

Ich mag in meiner Beobachtung falsch liegen, aber ich denke, das Hauptproblem zu Beginn dieser Saison war, ein neues System zu spielen, das in der Vorbereitung nicht ausreichend und nicht vollständig eingebübt wurde und Funkel hat ja selbst bereits angedeutet, dass der versuchte Wechsel zum One-Touch-Fussball vielleicht ein Fehler war.

Was dabei vor allen Dingen gefehlt hat war die Laufbereitschaft unserer Spieler. Mehr als in jedem anderem System, müssen sich die Mitspieler beim One-Touch-Football freilaufen. Es müssen immer so viele Anspielstationen wie möglich vorhanden sein. Man hat zu Beginn de Saison sehr gut sehen können, wie unsere Spieler beim Spielaufbau versucht haben, den Ball immer so schnell wie möglich weiterzuspielen, nur war es beinahe eine Glücksfall, wenn man überhaupt eine einzige Anspielstation hatte. Man konnte sehr oft beobachten, wie Spieler, die sich in der Nähe des Ballführenden aufhielten, sich nicht bewegten und das ist (auch bei anderen Spielsystemen) eigentlich ein Unding.

Warum das so lief, weiß ich nicht. Vielleicht passen kompakte Spielweise und One-Touch-Fussball einfach nicht zusammen, vielleicht war die Vorbereitungszeit zu kurz und/oder die neue Spielweise zu komplex. Wahrscheinlich musst Du den O-T-F wie die Russen von Kind auf spielen, um ihn zu begreifen.

Auf jeden Fall trägt das Trainergespann, meiner Meinung nach, mit die Hauptschuld am schlechten Saisonstart, weil es Ihnen eben nicht gelungen ist, ein funktionierendes System zu implementieren.

Es stimmt mich zuversichtlich, dass Funkel aus seinen Fehlern zu lernen scheint. Er hat gegen Ende der Rückrunde umgestellt und wird zur Rückrunde, denke ich, noch weiter spieltatkisch umstellen (Traingingsberichte deuten ja schon ein wenig darauf hin). Er hat nach der letzten Rückrunde umgestellt und das zu Beginn sehr erfolgreich.

Was mich weniger zuversichtlich stimmt ist zum einen, dass Funkel seine Fehler zu spät korrigiert. Das macht er in den einzelnen Spielen. Er schaut sich den Gegner vor dem Spiel an, denkt sich eine Taktik aus und läßt die dann 90 Minuten spielen, egal wie der Gegner an dem Tag tatsächlich spielt. Er reagiert wenig auf Formschwankungen des Gegner oder einzelner Spieler des Gegners während eines Spiels. Er reagiert wenn, dann nur auf die Tagesform der eigenen Spieler.  So meine subjektive Beobachtung über die Jahre.

Er korrigiert aber auch grundsätzliche Fehler zu spät. Er hätte zum Beispiel zu Beginn der Saison schon nach 2-3 Spielen erkennen können, dass die Mannschaft mit dem neuen System (noch) nicht zurecht kommt und dementsprechend umstellen müssen.

Zum anderen begeht er Fehler wiederholt. Insbesondere eben, das beinahe hektische Einführen neuer Systeme nach Welt- oder Europameisterschaften. Es scheint als versuche er dort erfolgreich gespielte Systeme auf die eigene Mannschaft übertragen zu wollen.

Die Umstellung auf die Doppel-Sechs vor 2,5 Jahren hätte uns womöglich den Klassenerhalt gekostet, wenn Funkel nicht in letzter Minute zur Raute zurückgekehrt wäre.
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@ Feigling:

Natürlich bin ich einseitig. Ich denke, in der fundamentalen Frage ob mit oder ohne Funkel gibt es nur ein hü oder ein hott. Dementspechend hat sich in den letzten 1-2 Jahren die Anhängerschaft auch gespalten.
Wer letztendlich den Graben zwischen beiden am meisten ausgehoben hat, ist im Nachhinnein schwer auszumachen. Aber dass er da und dass er tief ist kannst Du nicht bestreiten. Ich glaube aber, dass man ihn hier weder tiefer graben, noch ihn wieder füllen kann. Ich glaube sogar, dass man das auch nicht muss. Unterschiedliche Auffassungen muss man auch aushalten können.  

Nun wird hier seit Tagen aber die Verschwörungssau durchs Dorf getrieben und sge-demert toppte das noch mit der Verdächtigung Forumsdiskutanten seien Teil davon. In meinen Augen diskreditiert er damit eine ganze Reihe von Fans und mit seinem Mobbing-Vorwurf legt er nochmal einen Scheit ins Feuer. Wenn ich in der Reaktion darauf nun selbst katalogisierend über das Ziel gefeuert habe und, wie Du zurecht angemerkt hast, seitenverkehrt ins selbe Horn gestossen habe, tuts mir Leid.
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@ Afrigaaener:

Ohne Not ?

Ich habe ihn nicht zitiert, aber inspiriert hat mich sge-demert, mit der unterschwelligen Behauptung, die "Funkelgegner" seien Teil einer Verschwörung.
Meine Wortwahl, die manchem zu heftig scheint, und die Du wohl unter "attackieren" subsummierst, ist auch nur eine Wiedergabe dessen (größtenteils wörtlich), was sich seit Monaten im Forum von beiden "Lagern" sagen.
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@ Florentius:

Danke ! So prägnant hätte ichs natürlich auch schreiben können.  
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@ MrBoccia:

Nein.
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Die Funkelbefürworter und um-die-Zukunft-der-Eintracht-Banger scheinen einen gewissen Hang zur Paranoia und zum Verschwörungswahn zu haben. (Was ja, wenn man schon das ein oder andere Jahr dem Verein anhängt, durchaus eine normale Entwicklung sein kann....)

Wenn während der Spielzeit Funkel kritisiert wird (merke dazu: Kritk am Trainer ist grundsätzlich unsachlich und führt zum Niedergang des Vereins), dann kommt diese Kritik aus dem feindlichen Lager, von Trollen, von Masochisten, Sadisten oder beidem oder von sonstigen Soziopathen.

Nun verschwört sich gar der Aufsichtsrat und darin die vom Verein oder gerade nicht die... egal irgendwer wird schon böse sein... und entsendet seine Maulwürfe in den Vorstand und gebietet seinen Vasallen im Forum einhalt.

Und die Rundschau weiß was, was man ja so ohne weiteres gar nicht wissen kann. Selbst DSF weiß Dinge, nur die BILD hat keine Ahnung und hält sich trotzdem bedeckt.  Da MUSS ja was oberfaul sein.

Die Erklärung des Ganzen, dass es (nicht wenige) Menschen gibt, denen der Verein sehr am Herzen liegt, die nicht egozentrisch, blöd, sadistisch oder beinflusst sind und die trotzdem der Meinung sind, ein Trainerwechsel täte dem Verein gut und Bruchhagen ist nicht von Gott gesandt, ist dann doch zu einfach oder einfach zu unspektakulär.

Oder doch zu kompliziert, weil der Dreisatz manchem nicht lösbar scheint:

Funkel halten = gut
Funkel nicht halten = gut
Funkel halten = Funkel nicht halten....

Im Grunde leiden alle am selben Symptom. Dem Verlust der Lust. Alle wollen den Kitzel wieder den sie einst verspürten. Die Lust am Triumph wie die Lust am Leid. Rostock, Kaiserslautern, Reutlingen. 5-1, 6-3, 9-2.

Die einen leiden arg unter den Entzugserscheinungen und möchten die Lust, koste es was es wolle wieder zurück, wieder spüren. Die anderen versuchen die Sehnsucht nach der alten Lust zu unterdrücken und reden sich das Mittelmaß und die Beständigkeit zur Neuen, was natürlich jedem logischen Ansatz entbehrt. Langeweile kann nicht zur Lust werden oder nur bei wenigen besonderen Menschen.

Dem entziehen kann man sich mit zwei Leitmotiven. "Ich geh' ja nicht zum Spaß da hin." oder "was interessiert mich schon, was die da unten spielen, ich habe auch so meinen Spaß".

Im Grunde hat das mit der urtümlichen Faszination am Fußball und am Verein aber nicht mehr viel zu tun. Es ist der letzte Schritt dessen, was viele hier so schmähen. Die Kommerzialisierung des Fans.

1. Schritt : Ich bezahle, weil mir was geboten wird.
2. Schritt: Ich bezahle, wenn mir was geboten wird, oder weil mir was geboten wurde
Letzter Schritt: Ich bezahle, egal was mit geboten wird.

Und so lügen sich die Besserfans in die Tasche, die Sehnsucht nach Beständigkeit hätte was Gutes und empören sich, wenn sich der Rest der Republik, vertreten auch durch die Medien außerhalb Frankfurts, gelangweilt aber zurecht abwendet.

Und solches Selbstbelügen organisiert sich am besten im "Wir gegen Die" und verbirgt sich vor der Logik der Realität hinter der bösen Verschwörung.
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Parallelen zu Aachen? Welche denn bitte ?

Man gewinnt hier fast den Eindruck, dass die Fans, die sich hier derart um die Zukunft der Eintracht sorgen unter der Furcht der Wiedergeburt der alten Diva, bräuchten eben diese Diva nötiger als die, denen sie vorwerfen, mit ihren Zweifeln am Trainer und teilweise auch am Vorstand, die alte Diva herbeizusehnen oder deren Rückkehr voranzutreiben.

Ein Paradesündenbock, für alles was da kommen mag und als Blaupause für alles was einst geschehen ist. Einer von denen da oben aus den anderen Sphären. Alles schön einfach.
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Caio ist offensichtlich, mit oder ohne Übergewicht, fußballerisch der Beste der seit Jahren für Frankfurt kickt. Er besitzt nicht nur die braslilianisch perfekte Technik, er hat auch noch Übersicht und einen sensationellen Schuss.

Es hätte möglich sein müssen, die Dinge, die ihm heute noch fehlen (aggressivität und Schnelligkeit) in fast einem Jahr Training auf ein Maß zu bringen, daß ihn in der Bundesliga mithalten läßt. Ich glaube nicht, daß Caio zu dumm oder zu faul ist, das in dieser Zeit zu lernen.

Ich glaube deshalb auch nicht, daß schlechte Trainingsleistung oder Körperhaltung auf dem Platz dir Gründe für seine Nichtberücksichtigungen sind.

Caio paßt nicht ins funkelsche System und das hat der Trainer auch indirekt zugegeben und deshalb spielt er nicht. Und deshalb hat er auch keine bis kaum Gelegenheiten bekommen, sein Können zu zeigen.

Hätte Funkel Caio Ende der letzten Saison die Gelegenheit gegeben, sich einzuspielen, hätte man möglicherweise gesehen, dass seine Fähigkeiten für die Mannschaft unverzichtbar sind und Funkel hätte für ihn sein System ändern müssen.

Um letzte Zweifel zu beseitigen wurde jede Gelegenheit genutzt um Caio klein zu reden.

Schon bei seinem ersten Einsatz (glaube gegen Wehen) als er kurz im Lande bei Frost trotzdem ein ordentliches Spiel abgeliefert hat, wurde er von Funkel kritisiert. Dinge, die ob des guten Miteinanders intern diskutiert bzw. sanktioniert gehören wurden an die große Glocke gehängt.
In einem Interview Mitte der Rückrunde sagte Caio, der Trainer hätte bis dahin EINMAL mit ihm gesprochen. Ein Armutszeugnis für den Trainer und Beleg dafür, dass ihm nicht wirklich an der Integration des Spielers gelegen sein konnte oder einfach nur generell für einen vorsintflutlichen Führungsstil.

Wieso kann man denn dem armen Kerl nicht mal für ein paar Ocken einen am besten portugiesisch-deutsch-sprachigen Betreuer an die Seite stellen? Chris ist selbst nur Spieler und hat seine eigenen Probleme. Nur ein wenig mehr Betreuung und ein wenig mehr Chancen für Caio, dan könnte man wenigstens sagen, wir habens versucht aber er war wohl ein Fehleinkauf.

Der Umgang mit Caio war und ist schäbig und besonders schade ist es, dass niemand im Verein dem ernsthaft entgegentritt.  Diese Ignoranz von beinahe allen Seiten im Umgang mit Caio wirft die Frage auf: Wieso hat man fast 4 Millionen Euro für ihn ausgegeben ?
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Jaja, der ewige Oka.....

Offenbar wird von ihm gar nicht mehr erwartet, dass er mal die Grundlinie verlässt. Frage mich, ob die Torleute inzwischen Anleitungen erhalten, nur noch Flanken abzufangen, wenn sie im imaginären 2-Meter-Raum landen oder wenn im Umkreis von 10 Metern weder Mit- noch Gegenspieler stehen. Ein Runterplücken eines Eckballs am 11-Meter-Punkt sieht man nur noch von alten Recken, wie Lehmann einer ist.
Die Flanke vor dem 1-2 war schlecht ! Ewig in der Luft. Zwei Schritte nach vorne. Muss man nur runterpflücken. Das ist wirklich nicht zuviel verlangt von einem Bundesligatorhüter und selbst wenn der einzige Gegenspieler ihm zu Nahe kommt, kriegt er einen Freistoß, weil der Ball in/an den 5-Meter-Raum segelt.

Und dass Oka wieder 2 Bälle gefährlich in die Mitte faustet wird schon gar nicht mehr zur Kenntnis genommen. Werden halt ein paar Schüsse spektakulär zur Ecke gelenkt, das rettet die Beurteilung für die nächsten 10 Spiele.

Abgesehen davon war auch das 2-2 nicht gerade unhaltbar.

Armer Pröll. Ein Torwart mit solchen Fähigkeiten muss sich das ansehen.
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Zicomania schrieb:
Ja nicht sonderlich gut,deshalb spielt er auch nicht....



In der Tat. Das traurige daran nur ist, dass er obschon er nicht sonderlich gut spielte immer noch eine Belebung des Spiels war und besser spielte als die meisten seiner Mannschaftskollegen auf dem Platz.

Wenn es darum ginge ob jemand in seinen Einsätzen "sonderlich gute" Leistungen gezeigt hätte, wieso wird dann heute eine Fenin wieder beginnen ? Oder ein Fink oder ein Spycher oder Steinhöfer oder....
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@ Bioshop:
Manchmal ist man eben unreflektiert, wütend und auch ungerecht. Das passiert aber nicht zwingend weil man etwas weniger liebt, sondern oft weil man es im Gegenteil mehr liebt.
Wenn einer hilflos mit ansehen muss, wie etwas dass er liebt auf dem komplett falschen Weg ist und sich davon nicht abbringen läßt, dann möchte man es eben nicht auf diesem Weg unterstützen, sondern es mit allen erdenklichen Mitteln davon abbringen. Und die Mittel des einfachen Fans sind nunmal arg beschränkt.

Ich glaube nicht, dass irgendein Funkel raus oder Caio-rein oder was auch immer-Rufer ein schlechterer Fan ist, als einer der im Fanblock fröhlich Lieder singt.

Und selbst das Köhler-Auspfeifen hat insofern etwas gebracht, dass Amanatidis ihn von der Eckfahne weggeschickt hat und fortan Steinhöfer die Standards mit zählbarem Erfolg getreten hat (wobei ich damit nicht unterstellen möchte, dass der Kapitän oder der Trainer nicht auch ohne Hinweis des Publikums auf diese Maßnahme gekommen wären).
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@Bioshop:

Findest Du "Funkel raus" beleidigend ? Wie soll der geschundene Fan, der sich ob der gebotenen Leistungen eventuell sogar selbst beleidigt fühlt denn sein Anliegen mitteilen ?

"Vorstand, ich mache mir Sorgen über meinen Verein, könnten Sie vielleicht Ihre Haltung zum Trainer überdenken" brüllt sich nunmal nicht so gut und läßt sich unter mehreren Rufern auch schlecht koordinieren.

@Torsten:
Ich möchte es mir an dieser Stelle ebenso einfach wie Du machen und Deine Aussage "Funkel raus"-Rufer würden der Mannschaft und dem Verein schaden statistisch widerlegen und mich vorab bei allen anderen für die alberne Erhebung entschuldigen.

Deutliche Funkel-raus-Chöre ertönten nach / Spielstand nach den Rufen

0-1 Bielefeld / 1-0
Auswechslung Libero für Ama / 0-0
0-1 Karlsruhe / 2-0
1-1 Karlsruhe / 1-0

Man könnte also beinahe annehmen, dieser "Schmäh"-Rufe würden unsere Mannschaft anstacheln.
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Bei mir war schon der Ausgleich gegen Bielefeld das erste Tor der Eintracht in nun über 30jährigerem Fansein, über das ich mich nicht gefreut habe und über das 0-1 gestern habe ich sogar ein wenig gejubelt.

Es ist gar nicht mal der Tabellenplatz und die Angst um den Abstieg. Dazu hat man in den Jahren schon zuviel erlebt. Es ist nicht mal das schlechte Spiel, das sieht im Grunde jeder, auch die Verantwortlichen. Es ist eher das Gefühl, dass die Verantwortlichen heute, die von uns (zu Recht) geschätzt werden wie wenige vor Ihnen, sich seit langer Zeit in die Tasche und uns ins Gesicht lügen.

Lügen oder meinetwegen auch Wunschdenken wie, dass man in den Spielen Rostock - Bielefeld - Hoffenheim Aufwärtstrends erkennt. Behauptungen, mann müsse nur mal die Chancen verwerten, wenn wir doch kaum welche erspielen. Träumereien, es würden irgendwann einmal alle wichtigen Spieler zur Verfügung stehen und dann könnte man erst die wahren Qualitäten unseres Teams erkennen. Charly Körbel entschudligte unsere Situation in der Pause allen Ernstes damit, dass Funkel bislang nicht einmal auf die Bestbesetzung zurückgreifen konnte. Aber WER kann das denn bitte. Eine gewisse Verletzungsquote gehört heutzutage dazu und ich würde wetten, das die unsere gar nicht mal weit über dem Schnitt liegt.

Das mögen Durchhalteparolen sein. Die berühmte Kommunikation nach innen mag eine ganz andere sein, aber ich persönlich fühle mich ein wenig verarscht.

Auch damit sollte man als langjähriger SGE-Fan leben können. Viel schlimmer wäre aber noch, und der Verdacht beschleicht mich, unsere Verantwortlichen könnten tatsächlich an das glauben, was sie uns sagen. Bruchhagen wirkte im Interview bei premiere dermaßen gelöst und euphorisch, dass man denken musste, dass er überzeugt war, dass der gestrige Sieg die Wende oder gar die Erlösung war.

In der Situtation wünscht man sich einen, der mal mit dem Holzhammer auf den Tisch haut und unsere Verantwortlichen durchschüttelt, damit sie aus Ihren Träumen aufwachen. Und dieser Holzhammer war gestern Franz. Aber er weckte sie nur kurz, sie blinzelten verschlafen und träumen nun wieder vor sich hin.

Aber vielleicht läuft es ja doch anders. Gegen Ende der letztjährigen Hinrunde haben auch nur noch wenige Friedhelm Funkel eine Wende zugetraut und dann kam der Sieg in Duisburg, der zwar überzeugender als der heute aber auch nicht wirklich glänzend war und dann der sensationelle und auch spielerisch überzeugende Rückrundenstart.
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@ pytheas:

Der wesentliche Unterschied zu damals war das Auftreten der Mannschaft. Wir hatten damals zwar ähnlich wenig Punkte auf dem Konto, aber die Mannschaft hat wesentlich besser und leidenschaftlicher gespielt als heute. Man hatte zu dem Zeitpunkt fast die Gewissheit, dass mehr kommen kann und auch mehr kommen wird. Außerdem war das Spielsystem ein völlig anderes, das nicht in erster Linie auf Zerstörung des gegnerischen Spiels ausgelegt war. Funkels Rückendeckungen durch Bruchhagen wurde von dein meisten Fans mitgetragen und das lag nicht alleine an der Tatsache, dass wir erst aufgestiegen waren und die Anprüche dementsprechend niedriger waren.

Was die meisten "Seilschafter" aktuell umtreibt ist nicht der Punktestand sondern die Perspektive und die Hoffnung die, aufgrund der Leistungen der Mannsschaft heute, schwinden.