
FräuleinAdler
15639
Bigbamboo schrieb:3zu7 schrieb:3zu7 schrieb:
Lässt ja schlimmes befürchten, das Ägypten der Zukunft. Ein Sharia-Staat finanziert von den Saudis? Die Heldinnen vom Tahrir-Platz werden sich umschauen...
Ich nehme alles zurück. Die Heldinnen schauen sich jetzt schon um. Das hat aber mit irgendwelchen religiösen Spinnern oder Saudis nichts zu tun... Unglaublich, was da gerade abgeht...
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,804560,00.html
Alice Schwarzer ist auch alles andere als begeistert:
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2012/winter-2012/editorial-von-alice-schwarzer-arabischer-winter/
Schön, dass wir auch Emma-Leser unter uns haben.
Und ich muß zugestehen: ich finde es ganz erstaunlich, wie sehr Mann sich für das Wohlergehen und die Rechte der ägyptischen Frauen ins Zeug legt.
http://www.hotel-aria.de/
http://www.cityhotelfrankfurt.de/mercator/de/index.html
Beide Hotels liegen sehr zentral, 10 Minuten Fußweg zur Zeil, Bergerstrasse oder Öderweg. Ungefähr 50 Euro kosten die Doppelzimmer pro Nacht.
http://www.cityhotelfrankfurt.de/mercator/de/index.html
Beide Hotels liegen sehr zentral, 10 Minuten Fußweg zur Zeil, Bergerstrasse oder Öderweg. Ungefähr 50 Euro kosten die Doppelzimmer pro Nacht.
Brady schrieb:
Wib und fräulein adler dürfts freuen
Es freut sich.
edmund schrieb:
Christa Wolf ist tot.
Ruhe in Frieden!
Eine traurige Nachricht.
"Kindheitsmuster" ist eines der Bücher, das mich in meinen jungen Jahren zutiefst beeindruckt hat. Ich habe danach alle Bücher von Christa Wolf gelesen, zuletzt - und das erst vor einigen Wochen - ihr Buch "Stadt der Engel".
Ich habe Christa Wolf sehr viel zu verdanken und habe sie für ihre sich selbst nie schonende Suche nach der Wahrheit immer hoch geschätzt.
Liebe Forumsanwälte, bitte lest das mal -wichtig!.
Für mich ist es ein wenig befremdlich, wenn das nachbarschaftliche Zusammenleben mit einer psychisch kranken Frau zu einem juristischen Problem gemacht wird.
Damit möchte ich nicht die Schwierigkeiten verharmlosen, die damit verknüpft sind. Nur frage ich mich, ob Anwälte hier die richtigen Ansprechpartner und Experten sind. Für manche Probleme im menschlichen Miteinander gibt es keine eindeutigen Lösungen und in Paragraphen sind so schon mal gar nicht zu finden.
Für mich ist es ein wenig befremdlich, wenn das nachbarschaftliche Zusammenleben mit einer psychisch kranken Frau zu einem juristischen Problem gemacht wird.
Damit möchte ich nicht die Schwierigkeiten verharmlosen, die damit verknüpft sind. Nur frage ich mich, ob Anwälte hier die richtigen Ansprechpartner und Experten sind. Für manche Probleme im menschlichen Miteinander gibt es keine eindeutigen Lösungen und in Paragraphen sind so schon mal gar nicht zu finden.
10 Brandstiftungen und 20 Verletzte in Völklingen in den letzten Jahren, alle gegen Gebäude gerichtet, in denen hauptsächlich Türken, Afrikaner oder Araber lebten und die Polizei kann keinen ausländerfeindlichen oder rechten Hintergrund erkennen.
So was verstehe ich nicht. Wieso tut man sich denn so schwer, rassistische Motive in Erwägung zu ziehen?
Wie in Köln bei dem Nagelbombenanschlag, wo der damalige Innenminister Schily sich sofort sicher war, dass es sich hier nicht um eine ausländerfeindliche Tat gehandelt haben kann. Woher kam denn diese Sicherheit, die sich nun als völliges Fehlurteil herausgestellt hat?
So was verstehe ich nicht. Wieso tut man sich denn so schwer, rassistische Motive in Erwägung zu ziehen?
Wie in Köln bei dem Nagelbombenanschlag, wo der damalige Innenminister Schily sich sofort sicher war, dass es sich hier nicht um eine ausländerfeindliche Tat gehandelt haben kann. Woher kam denn diese Sicherheit, die sich nun als völliges Fehlurteil herausgestellt hat?
simima schrieb:
@Taunusabbel
Sorry, werde kein Bild mehr posten. Dachte mir aber, dass dieses Greuelbild vielleicht noch den ein oder anderen aufrüttelt.
Möchte jetzt noch etwas dazu sagen, dass einige es nicht gut finden, sich für Tiere einzusetzen - da es auf der Welt auch unendlich viel menschliches Leid gibt.
Es kann sich nunmal nicht jeder überall engagieren. Viele kämpfen z. B. gegen die Hungersnot in Afrika. Andere unterstützen SOS-Kinderdörfer, wieder andere ihre freiwillige Feuerwehr im Ort. Und viele tun gar nichts.
Hier in diesem Thread geht es nun einmal um das Tiermorden.
Und ich finde es unter aller S.. , dass man sich für dieses Engagement auch noch rechtfertigen muss.
Und es bedeutet bei Weitem nicht, dass einem menschliches Leid nicht berührt oder man sich bei anderen Dingen nicht einbringt.
Da gebe ich dir recht. Hier gibt es nichts zu rechtfertigen. Angesichts dieser Tiermorde berührt zu sein ist durch und durch menschlich. Für mich erübrigt sich darüber jede Diskussion.
peter schrieb:
ich weiß nicht der wie vielte thread zu dem thema es ist in den ich es hineinschreibe, aber ok.
depressionen sind eine primär physische krankheit. bestimmte botenstoffe "docken" nicht mehr an den wichtigen bereichen des gehirns an und verhindern freude und positives empfinden. das hat nichts mit schlechter laune oder einem "burnout-syndrom" zu tun oder trauer (die hilfreich ist um dinge zu bewältigen).
deswegen lassen sich depressionen häufig auch medikamentös behandeln (falls der derpressive ärztliche hilfe sucht, aber gerade männer haben nicht die eier das bein arzt zu thematisieren, es passt nicht in ihr selbstbild).
ob rafati an depressionen erkrankt ist oder einfach vom leben überfordert war kann hier wirklich niemand beurteilen. und letztendlich geht es auch niemanden etwas an.
insofern finde ich jede moralische bewertung völlig daneben und geschmacklos.
und ich weiß wovon ich schreibe.
Dem möchte ich mich anschließen. Es ist immer erst mal davon auszugehen, dass ein Mensch, der einen Suizid/-versuch unternimmt, unter einem sehr hohen Leidensdruck steht und sich in einer verzweifelten Verfassung befindet, in der Suizid als einzige Lösung gesehen wird. Eine moralische Bewertung ist da völlig fehl am Platz, hilft auch den Angehörigen nicht weiter.
Dennoch ist diese Reaktion, nämlich jemanden, der Suizid begeht, als egoistisch, feige, Drückeberger usw. zu bezeichnen, oft zu beobachten. Hier würde ich eher mal hinterfragen, wie man denn zu so einer Reaktion kommt und was denn damit abgewehrt werden soll.
Trabzonspor - Inter Mailand 1:1
Halil Altintop mit einem herrlichen Tor
Halil Altintop mit einem herrlichen Tor
Die Rolle dieses Mitarbeiters des Verfassungsschutzes ist mehr als suspekt.
Dennoch denke ich, dass die Diskussion hier sehr kurz greift.
An dieser Stelle möchte ich auf ein Interview mit Michel Friedman verweisen.
http://www.fr-online.de/neonazi-terror/nazi-terror--rassistische-untertoene-gibt-es-in-allen-schichten-,1477338,11156722.html
Ich bin genauso erschüttert und wütend wir er. Das alles ist unglaublich und ein Schlag ins Gesicht all derer, die seit Jahren gegen Rassismus und Antisemitismus kämpfen und denen immer wieder Gutmenschtum vorgeworfen wurde (ganz zu schweigen von den Angehörigen der Opfern, die in die Nähe von Kriminellen gerückt wurden). Wie oft mußte ich den Spruch hören oder lesen: Jetzt wird wieder die Rassismuskeule ausgepackt.
Leider, leider haben sich viel zu viele davon beeindrucken lassen. Auch die Medien, die sich nicht getraut haben, genau hinzuschauen.
http://www.fr-online.de/meinung/analyse-medien-und-naziterror---taeter--opfer--zuschauer,1472602,11152684.html
Im nachhinein wirkt das alles mehr als augenscheinlich. Es werden 9 Türken/Griechen mit der gleichen Waffe umgebracht. Was liegt näher, als an eine rassistisch motivierte Tat zu denken? Doch wir haben hier ein Denkverbot, so etwas darf ja nicht mal angedeutet werden, ohne in den Verruf zu kommen, mal so eben die Rassismuskeule und den Gutmenschen auszupacken und das liebe Deutschland mit den vielen so lieben Deutschen und den ach so bösen Muselmanen ganz zu Unrecht an den Pranger zu stellen. Echt, ich bin stinksauer und eines weiß ich nun sehr genau: meine Nase hatte recht. Es hat die ganze Zeit furchtbar gestunken. Und es stinkt weiterhin ganz gewaltig.
Dennoch denke ich, dass die Diskussion hier sehr kurz greift.
An dieser Stelle möchte ich auf ein Interview mit Michel Friedman verweisen.
http://www.fr-online.de/neonazi-terror/nazi-terror--rassistische-untertoene-gibt-es-in-allen-schichten-,1477338,11156722.html
Ich bin genauso erschüttert und wütend wir er. Das alles ist unglaublich und ein Schlag ins Gesicht all derer, die seit Jahren gegen Rassismus und Antisemitismus kämpfen und denen immer wieder Gutmenschtum vorgeworfen wurde (ganz zu schweigen von den Angehörigen der Opfern, die in die Nähe von Kriminellen gerückt wurden). Wie oft mußte ich den Spruch hören oder lesen: Jetzt wird wieder die Rassismuskeule ausgepackt.
Leider, leider haben sich viel zu viele davon beeindrucken lassen. Auch die Medien, die sich nicht getraut haben, genau hinzuschauen.
http://www.fr-online.de/meinung/analyse-medien-und-naziterror---taeter--opfer--zuschauer,1472602,11152684.html
Im nachhinein wirkt das alles mehr als augenscheinlich. Es werden 9 Türken/Griechen mit der gleichen Waffe umgebracht. Was liegt näher, als an eine rassistisch motivierte Tat zu denken? Doch wir haben hier ein Denkverbot, so etwas darf ja nicht mal angedeutet werden, ohne in den Verruf zu kommen, mal so eben die Rassismuskeule und den Gutmenschen auszupacken und das liebe Deutschland mit den vielen so lieben Deutschen und den ach so bösen Muselmanen ganz zu Unrecht an den Pranger zu stellen. Echt, ich bin stinksauer und eines weiß ich nun sehr genau: meine Nase hatte recht. Es hat die ganze Zeit furchtbar gestunken. Und es stinkt weiterhin ganz gewaltig.
Das ist erschütternd.
Wie mag es den Angehörigen der Opfern gehen? Ich wüßte nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich Jahre später erfahren müßte, dass mein Vater, mein Bruder, mein Sohn ganz willkürlich aus rassistischem Hass heraus hingerichtet wurde und bis auf einen Münchner Profiler keiner dieses Motiv in Erwägung gezogen hat oder noch schlimmer, dieser rechtsradikale Hintergrund eventuell sogar vertuscht wurde.
Dieses Bekennervideo, in dem die Opfer mit Paulchen-Panther-Sprüchen verhöhnt werden, ist so ekelhaft.
Wie mag es den Angehörigen der Opfern gehen? Ich wüßte nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich Jahre später erfahren müßte, dass mein Vater, mein Bruder, mein Sohn ganz willkürlich aus rassistischem Hass heraus hingerichtet wurde und bis auf einen Münchner Profiler keiner dieses Motiv in Erwägung gezogen hat oder noch schlimmer, dieser rechtsradikale Hintergrund eventuell sogar vertuscht wurde.
Dieses Bekennervideo, in dem die Opfer mit Paulchen-Panther-Sprüchen verhöhnt werden, ist so ekelhaft.
Gibt es ein "reloaded"? Um diese Frage zu beantworten, scheint es mir angebracht, noch einmal zurückzublicken, um zu sehen, was denn damals überzaupt passiert ist und wie sich der Karikaturenstreit entwickelt hat.
Für diesen Rückblick möchte ich auf Nawid Kermanis Beitrag in der Süddeutschen Zeitung "Haßbilder und Massenhysterie" vom 8.2.2006 verweisen.
http://www.navidkermani.de/media/raw/Karikaturen.pdf?PHPSESSID=fe2502fc9943096bc12626d9a79d30cf
Hier ein Zitat:
"Der aktuelle Karikaturen-Streit wird späteren Medienwissenschaftlern einmal als Beispiel dafür dienen, wie westliche und nichtwestliche Sender in perfektem Zusammenspiel innerhalb weniger Tage jene Massenhysterie
erzeugen können, über die sie berichten. Wer immer sich dann noch äußert, ist Teil des Drehbuchs, in dem alle zu Wort kommen müssen, der Islamkritiker ebenso wie der muslimische Repräsentant, der beschwichtigt, der Medienkritiker und der Journalist, der sich über die
Medienkritik beschwert."
Im Gegensatz zu 2005 kann bis jetzt von einer Massenhysterie nicht die Rede sein. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen, immerhin sind mittlerweile schon Cyber -Aktivisten am Werk, mal was ganz Neues.
Ich hoffe weiterhin, dass sich der Karikaturenstreit von 2005 nicht wiederholt und ein Lerneffekt eingetreten ist, auf welcher Seite auch immer, am besten natürlich auf allen Seiten.
Für diesen Rückblick möchte ich auf Nawid Kermanis Beitrag in der Süddeutschen Zeitung "Haßbilder und Massenhysterie" vom 8.2.2006 verweisen.
http://www.navidkermani.de/media/raw/Karikaturen.pdf?PHPSESSID=fe2502fc9943096bc12626d9a79d30cf
Hier ein Zitat:
"Der aktuelle Karikaturen-Streit wird späteren Medienwissenschaftlern einmal als Beispiel dafür dienen, wie westliche und nichtwestliche Sender in perfektem Zusammenspiel innerhalb weniger Tage jene Massenhysterie
erzeugen können, über die sie berichten. Wer immer sich dann noch äußert, ist Teil des Drehbuchs, in dem alle zu Wort kommen müssen, der Islamkritiker ebenso wie der muslimische Repräsentant, der beschwichtigt, der Medienkritiker und der Journalist, der sich über die
Medienkritik beschwert."
Im Gegensatz zu 2005 kann bis jetzt von einer Massenhysterie nicht die Rede sein. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen, immerhin sind mittlerweile schon Cyber -Aktivisten am Werk, mal was ganz Neues.
Ich hoffe weiterhin, dass sich der Karikaturenstreit von 2005 nicht wiederholt und ein Lerneffekt eingetreten ist, auf welcher Seite auch immer, am besten natürlich auf allen Seiten.
Mir ist das sehr wichtig, gegen diesen Massenmord an Hunden und anderen umherstreunenden Tieren zu protestieren.
Das ist grausam und es sind Menschen, die diese Säuberungsaktionen durchführen. Und sie machen das für uns, die wir als Kunden und Zuschauer vergnügliche Wochen verbringen möchten. Da würden Bilder diese armen halb verhungerten Hunde die Illusion einer heilen europäischen Fußballwelt doch sehr stören und könnten unsere mögliche Freude über einen Sieg unserer Mannschaft erheblich trüben.
Mich jedenfalls würde das sehr berühren. Ich möchte keine gequälten Tiere sehen. Mein emotionales Gleichgewicht gerät da schnell durcheinander. Aber noch schlimmer finde ich es zu wissen, dass diese Tiere dir nichts, mir nichts auf grausame Art und Weise umgebracht werden.
Das ist grausam und es sind Menschen, die diese Säuberungsaktionen durchführen. Und sie machen das für uns, die wir als Kunden und Zuschauer vergnügliche Wochen verbringen möchten. Da würden Bilder diese armen halb verhungerten Hunde die Illusion einer heilen europäischen Fußballwelt doch sehr stören und könnten unsere mögliche Freude über einen Sieg unserer Mannschaft erheblich trüben.
Mich jedenfalls würde das sehr berühren. Ich möchte keine gequälten Tiere sehen. Mein emotionales Gleichgewicht gerät da schnell durcheinander. Aber noch schlimmer finde ich es zu wissen, dass diese Tiere dir nichts, mir nichts auf grausame Art und Weise umgebracht werden.
S-G-Eintracht schrieb:
Italien hat sicherlich ein ganz anderes Niveau als die Türkei, zumindestens noch.
"Noch" ist gut ausgedrückt. Europas Morgen-Land mit dem so ganz anderen Niveau drückt gerade ganz schön aufs Gas.
http://www.stern.de/magazin/heft/stern-nr-45-03112011-turbo-staat-tuerkei-1746043.html#utm_source=sternde&utm_medium=article&utm_campaign=ausland&utm_content=kasten-abo
S-G-Eintracht schrieb:FräuleinAdler schrieb:
Allein, wenn ich in dieser Diskussion um den Türkei-EU-Beitritt so einen Begriff wie Wertegemeinschaft höre, dann frage ich mich ernsthaft, in welche Gemeinschaft der Werte ich denn da als EU-Bürgerin eingeordnet werde. Ich dachte bisher, Werte seien etwas, das ich für mich selbst definieren und mit Menschen, egal woher sie kommen, wer sie sind, wie sie aussehen, verbinden und somit auch teilen kann.
Nein, garantiert nicht. Sie sind an die deutsche Verfassung bzw. EU-Verfassung gebunden. Das können sie sich nicht aussuchen, genauso wenig (insofern sie nicht auswandern), dass Deutschland ein "Sozialstaat" ist.
Und dass diese Errungenschaften nicht irgendwie so angeflogen kamen, sollte auch klar sein.FräuleinAdler schrieb:
Und jetzt noch mal zur EU und Türkei-Beitritt: ich denke, dass der Hauptgrund für die ambivalente Haltung der jetzigen EU-Länder allein in der Größe der Türkei liegt. Die Türkei wäre als EU-Mitglied nicht nur von der Fläche her das größte Land, sondern auch in wenigen Jahren das bevölkerungsreichste mit einer sehr jungen Bevölkerung und somit einer großen Dynamik und Wirtschaftskraft. Das würde die bisherigen Machtverhältnisse in der EU deutlich verschieben und ich glaube nicht, dass so etwas Sarkozy und Konsorten verkraften können.
Vor mir aus wäre die Türkei schon gestern in die EU eingetreten , aber meine Meinung zählt leider recht wenig.
Sorry. Welche Wirtschaftskraft? Das Land ist auf dem Niveau von den Seychellen, Libanon und Mauritius mit dem apersönlichen Einkommen und konkurriert als Werkbank mit Asien. 6 Millionen Hessen sind so produktiv wie ein Drittel der Türkei. Welches Unternehmen ist dort, was ich kenne?
Bis auf ein weiteres Land, was an unseren Mitteln hängt, verschiebt sich da erstmal gar nichts, außer unser Geld.
Tatsächlich gibt es in der Türkei ein sehr großes West-Ost-Gefälle. Da ist einiges verbesserungswürdig.
Was das Bruttoinlandsprodukt angeht, steht die Türkei an 17.Stelle der Welt, knapp vor der Schweiz. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt
Und wenn du dich mal in deutschen Küchenstudios umgeschaut hast, wird dir sicher die Marke Beko aufgefallen sein. Beko ist übrigens auch der Sponsor unserer deutschen Basketballbundesliga.
http://www.beko-bbl.de/index.php
Vielleicht bist du auch schon mal zu einem Auswärtsspiel mit einem Temsa-Bus gefahren. http://de.wikipedia.org/wiki/Temsa
Ich hatte jedenfalls mit einem Frankfurter EFC schon mehrmals das Vergnügen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Beitrittsverhandlungen_der_T%C3%BCrkei_mit_der_Europ%C3%A4ischen_Union
Zur Ergänzung noch ein Link zur Geschichte der Beitrittsverhandlungen. Wie gesagt, lohnt sich zu lesen.
z.B.
"Der Rat der Weisen zur Zukunft Europas, welcher 2007 von Sarkozy und Merkel eingesetzt wurde, um die Grenzen Europas zu definieren, kam in seinem Bericht vom 8. Mai 2010 zum Schluss, dass nicht Geografie und nicht Religion diese Grenzen bestimmen, sondern seine Werte. Sie empfehlen, weiterhin eine Perspektive für den Beitritt der Türkei zu wahren.[21]"
Da sind sie ja schon wieder: diese Werte. Vom Rat der Weisen, gemeinschaftlich eingesetzt von Sarkozy und Merkel.
Zur Ergänzung noch ein Link zur Geschichte der Beitrittsverhandlungen. Wie gesagt, lohnt sich zu lesen.
z.B.
"Der Rat der Weisen zur Zukunft Europas, welcher 2007 von Sarkozy und Merkel eingesetzt wurde, um die Grenzen Europas zu definieren, kam in seinem Bericht vom 8. Mai 2010 zum Schluss, dass nicht Geografie und nicht Religion diese Grenzen bestimmen, sondern seine Werte. Sie empfehlen, weiterhin eine Perspektive für den Beitritt der Türkei zu wahren.[21]"
Da sind sie ja schon wieder: diese Werte. Vom Rat der Weisen, gemeinschaftlich eingesetzt von Sarkozy und Merkel.
edmund schrieb:
http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturen/2005/kari_20051003_Dagegen!.gif
Absolut treffend.
Habe gerade mal recherchiert. Das Assozierungsabkommen EWG-Türkei, das einen "späteren" Beitritt der Türkei in Aussicht gestellt hat, wurde am 12.09.1962 geschlossen, also vor 49 Jahren.
Seit 1999 ist die Türkei nun ein offizieller Beitrittskandidat, nachdem ein erster Antrag der Türkei 1989 abgelehnt wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Assoziierungsabkommen_EWG_%E2%80%93_T%C3%BCrkei
Es lohnt sich, die Geschichte der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu lesen.
Denn genauso lang ist die Diskussion darüber mit den immer gleichen Argumenten und Vorbehalten. Gähn....So geht es mir dabei, absolut ermüdend.
Allein, wenn ich in dieser Diskussion um den Türkei-EU-Beitritt so einen Begriff wie Wertegemeinschaft höre, dann frage ich mich ernsthaft, in welche Gemeinschaft der Werte ich denn da als EU-Bürgerin eingeordnet werde. Ich dachte bisher, Werte seien etwas, das ich für mich selbst definieren und mit Menschen, egal woher sie kommen, wer sie sind, wie sie aussehen, verbinden und somit auch teilen kann.
Und jetzt noch mal zur EU und Türkei-Beitritt: ich denke, dass der Hauptgrund für die ambivalente Haltung der jetzigen EU-Länder allein in der Größe der Türkei liegt. Die Türkei wäre als EU-Mitglied nicht nur von der Fläche her das größte Land, sondern auch in wenigen Jahren das bevölkerungsreichste mit einer sehr jungen Bevölkerung und somit einer großen Dynamik und Wirtschaftskraft. Das würde die bisherigen Machtverhältnisse in der EU deutlich verschieben und ich glaube nicht, dass so etwas Sarkozy und Konsorten verkraften können.
Vor mir aus wäre die Türkei schon gestern in die EU eingetreten , aber meine Meinung zählt leider recht wenig.
Dieses Jahr bin ich mit der Pilzausbeute gar nicht zufrieden.
Am Samstag war ich nun zum zweiten Mal in meinem Pilzgebiet im Vordertaunus: gefunden habe ich einen hübschen Steinpilz, der recht nah am Weg war, wahrscheinlich von den Profis übersehen, dann ein paar Maronen- und Goldröhrlinge, eine Handvoll graublättrige Schwefelköpfe (sehr lecker) und jede Menge Hallimasch, den ich allerdings nicht ganz so gerne habe. Für ein Pilzgericht hat es gereicht, mehr aber auch nicht.
Krause Glucke findet man übrigens in den Auwäldern rund um Hanau und Bruchköbel. Dort wachsen sie gerne nach Westen ausgerichtet am Stamm von Kiefern.
Am Samstag war ich nun zum zweiten Mal in meinem Pilzgebiet im Vordertaunus: gefunden habe ich einen hübschen Steinpilz, der recht nah am Weg war, wahrscheinlich von den Profis übersehen, dann ein paar Maronen- und Goldröhrlinge, eine Handvoll graublättrige Schwefelköpfe (sehr lecker) und jede Menge Hallimasch, den ich allerdings nicht ganz so gerne habe. Für ein Pilzgericht hat es gereicht, mehr aber auch nicht.
Krause Glucke findet man übrigens in den Auwäldern rund um Hanau und Bruchköbel. Dort wachsen sie gerne nach Westen ausgerichtet am Stamm von Kiefern.
Turkcell gibt es auch in kleineren Städten.
In den letzten Jahren hat eine vorsichtige Diskussion über verschiedene Aspekte der türkischen bzw. osmanischen Geschichte begonnen, u.a. auch über die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Militärputsch von 1980. Ein großes Hindernis für ein wirklich offenes Benennen und Aufarbeiten des Genozids an den Armeniern ist die nationalistische Ausrichtung ausgerechnet der ehemals sozialdemokratischen Partei CHP, die sich mit ihrem verbohrten Kemalismus nach wie vor am "Türkentum" festklammert. Im Vergleich dazu wirkt die AKP geradezu linksliberal, indem sie zuläßt, bislang tabuisierte Themen anzugehen, leider immer wieder mit Rückwärtsbewegungen.
Der wahlkampftaktisch zu bewertende Vorstoß von Sarkozy in Sachen der Armenier ist meiner Ansicht nach völlig kontraproduktiv. Mit dem europäischen Holzhammer läßt sich in der Türkei nichts bewegen, im Gegenteil, es stärkt nur die manchmal leicht paranoid anmutende, jedoch geschichtlich nicht ganz unbegründete Überzeugung, man will uns Böses, wir sind von Feinden umgeben.
Wesentlich produktiver fände ich es, genau hinzuschauen, was denn gerade in der Türkei passiert. Über was wird denn diskutiert? und wie läßt sich die Öffnung hin zu einer gesellschaftlichen Aufarbeitung von Themen wie Genozid an den Armeniern oder Pogrome gegen ethnische oder religiöse Gruppen wie die Aleviten, Kurden oder Griechen, die in der osmanischen und türkischen Geschichte stattfanden, unterstützen.