
HeinzGründel
93391
Bigbamboo schrieb:
Gnädige Frau, würden Sie wohl kurz mein Einhorn halten?
Großartig
Aragorn schrieb:
Ich finde es schon ziemlich zynisch, das Thema Pädosexualität mit dem "Zeitgeist" abzutun!
Die Grünen sind keine Opfer des Zeitgeistes
Der Bericht zur Pädosexualität zeigt, wie sehr sich die Partei von wirren Theorien vereinnahmen ließ – und wie sie schließlich selbst die Perspektive wechselte
zeit.de.
Ich finde das nicht zynisch. Der Zeitgeist in diesem Milieu war damals so. Heute nicht mehr.
Im übrigen finde ich den Mut der Partei dieses leidige Thema aufzuarbeiten anerkennenswert.
Das muss man auch erst mal machen.
iran069 schrieb:
soll ich dir ein taschentuch reichen oder reicht dir dein kopfkissen aus wenn du dich nachher in den schlaf weinst?
Ganz wie Du magst.
Beantworte doch mal meine Frage , wie würdestt du es eigentlich finden ,wenn ich dich als einen Idioten bezeichnen würde, der offensichtlich so viel gekifft hat, dass er nur noch Unsinn ins Netz stellt... Ich mein.. ich würde das niemals über dich schreiben...nicht mal denken... jedenfalls nicht öffentlich.
Kannst ja mal in einer stillen Stunde drüber nachdenken.
iran069 schrieb:
wie sich der wutbürger wieder über die wortwahl aufregt
dabei war es ja nur eine frage, auf die bis jetzt keiner genau geantwortet hat... ,-)
In der gebotenen Kürze.
Die Leute die Du hier ziemlich unflätig anmachst haben im Gegensatz zu Dir Namen und Gesichter. Sie haben eine Meinung. Die kann durchaus falsch sein. Kein Problem.
Es ist aber nicht recht einsichtig warum sie sich von einem Anonymus wie Dir beschimpfen lassen sollen.
Sie haben nämlich ehrenrühriges behauptet.
woschti schrieb:HeinzGründel schrieb:Basaltkopp schrieb:sd400 schrieb:HeinzGründel schrieb:iran069 schrieb:
So wenig geschätzte Dummschwätzer von der Rundschau, warum war es so falsch Kinsombi aufzustellen? Warum? Hat er schlechter gespielt als Oczipka? Ist er langsamer als Bastian?
Wieviel Lack muss man eigentlich saufen um soviel Müll zu fabrizieren?
Wie fändet Du das eigentlich wenn man sich über deine Sicht der Dinge in einer derartigen Wortwahl äußern würde?
Ich darf dir versichern es gibt nicht wenige Leute die die Spotredaktion der Rundschau durchaus schätzen.
Abischt oder freudscher Versprecher? Spotredaktion, wie du es geschrieben hast, ohne das R passt sehr gut.
Da fehlt dann aber immer noch ein "t".
Ei Heinzi, Millionen Deutsche schätzen die Bild. Das ist aber auch kein Qualitätsmerkmal für das Blatt. Und was Kilchenstein und Durstewitz da von sich geben ist bisweilen wirklich erbärmlichste journalistische Arbeit.
Würde der Mechanilker in Deiner Werkstatt so arbeiten, würde Dein Auto nach dem Werkstattbesuch komplett auseinanderfallen, nach dem Du den Hof des Händlers verlassen hast. Echt jetzt.
Es ging mir weniger um den Inhalt, als um die Wortwahl. Die halte ich nämlich für justiziabel. Muss man eigentlich jeden dessen Meinung mir nicht passt als Dummbeutel oder Laclsäufer bezeichnen ?
Wenn ich dir ins versichern kann.... Es liegt den Leuten fern der Eintracht irgendwie an den Karren zu fahren.
Den Rest gerne per PN.
Ist das nicht aufgabe der moderatoren? davon ab, ist die meinung der fr-schreiber zum kinsombi auftritt wirklich nicht nachzuvollziehen.
Möglicherweise.. Bei beidem.
Basaltkopp schrieb:sd400 schrieb:HeinzGründel schrieb:iran069 schrieb:
So wenig geschätzte Dummschwätzer von der Rundschau, warum war es so falsch Kinsombi aufzustellen? Warum? Hat er schlechter gespielt als Oczipka? Ist er langsamer als Bastian?
Wieviel Lack muss man eigentlich saufen um soviel Müll zu fabrizieren?
Wie fändet Du das eigentlich wenn man sich über deine Sicht der Dinge in einer derartigen Wortwahl äußern würde?
Ich darf dir versichern es gibt nicht wenige Leute die die Spotredaktion der Rundschau durchaus schätzen.
Abischt oder freudscher Versprecher? Spotredaktion, wie du es geschrieben hast, ohne das R passt sehr gut.
Da fehlt dann aber immer noch ein "t".
Ei Heinzi, Millionen Deutsche schätzen die Bild. Das ist aber auch kein Qualitätsmerkmal für das Blatt. Und was Kilchenstein und Durstewitz da von sich geben ist bisweilen wirklich erbärmlichste journalistische Arbeit.
Würde der Mechanilker in Deiner Werkstatt so arbeiten, würde Dein Auto nach dem Werkstattbesuch komplett auseinanderfallen, nach dem Du den Hof des Händlers verlassen hast. Echt jetzt.
Es ging mir weniger um den Inhalt, als um die Wortwahl. Die halte ich nämlich für justiziabel. Muss man eigentlich jeden dessen Meinung mir nicht passt als Dummbeutel oder Laclsäufer bezeichnen ?
Wenn ich dir ins versichern kann.... Es liegt den Leuten fern der Eintracht irgendwie an den Karren zu fahren.
Den Rest gerne per PN.
AdlerVeteran schrieb:HeinzGründel schrieb:iran069 schrieb:
So wenig geschätzte Dummschwätzer von der Rundschau, warum war es so falsch Kinsombi aufzustellen? Warum? Hat er schlechter gespielt als Oczipka? Ist er langsamer als Bastian?
Wieviel Lack muss man eigentlich saufen um soviel Müll zu fabrizieren?
Wie fändet Du das eigentlich wenn man sich über deine Sicht der Dinge in einer derartigen Wortwahl äußern würde?
Ich darf dir versichern es gibt nicht wenige Leute die die Spotredaktion der Rundschau durchaus schätzen.
Das sind in erster linie oxxenbacher.
Wer soll den. Müll den die schreiben sont schätzen.
Besonders erbaulich finde ich es wenn man sich über Dinge äußert die man nach eigener Aussage gar nicht liest. Ganz stark. Aber ich hoffe wirklich, dass bei dir zu Hause wieder alles in Ordnung ist.....
iran069 schrieb:
So wenig geschätzte Dummschwätzer von der Rundschau, warum war es so falsch Kinsombi aufzustellen? Warum? Hat er schlechter gespielt als Oczipka? Ist er langsamer als Bastian?
Wieviel Lack muss man eigentlich saufen um soviel Müll zu fabrizieren?
Wie fändet Du das eigentlich wenn man sich über deine Sicht der Dinge in einer derartigen Wortwahl äußern würde?
Ich darf dir versichern es gibt nicht wenige Leute die die Spotredaktion der Rundschau durchaus schätzen.
hawischer schrieb:
Die Diskussion hier ist recht spannend, besonders da sich Teilnehmer gut in Fragen des Tarifrechts auskennen (Stefank, H.Gründel, Sperber, usw.). Daher fände ich es klasse, wenn ich auf meine folgenden Praxisfragen Antworten bekäme:
Unterstellen wir mal, die Bahn gibt nach und schließt mit der GDL für die Zugbegleiter einen Lohntarifvertrag ab.
Gleichzeitig schließt sie auch mit der EVG einen Lohntarifvertrag für Zugbegleiter ab.
Beide Tarifverträge unterscheiden sich in der Lohnhöhe.
Für Mitglieder der GDL gilt der eine, für Mitglieder der EVG der andere. Woher weiß die Bahn, welcher Zugbegleiter in welcher Gewerkschaft ist? Danach fragen darf sie wohl nicht? Welcher Lohn erhält der Zugbegleiter der keiner Gewerkschaft angehört? Handelt dieser den Lohn dann frei mit der Bahn aus? Kann das bedeuten, dass die 3 Beispielszugbegleiter in einem Betrieb alle einen anderen Lohn haben? Wie steht es dann mit der gewerkschaftlichen Forderung "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" (siehe Leiharbeiter-Diskussion) aus? Wie verhält sich bei unterschiedlichen Tarifverträgen dann eigentlich der Betriebsrat, der die Einhaltung der Tarifverträge überwachen soll? Sagt dann der GDL-Betriebsrat dem EVB-Zugbegleiter was Sache ist, wenn der sich nach seiner Einstufung erkundigt?
Vielen Dank für eure Antworten.
Ja., nach meiner Einschätzung führt dies zu unterschiedlichen Gehaltsstrukturen für gleiche Arbeit..Es aber steht jedem Arbeitnehmer frei in die Gewerkschaft einzutreten, die die besten Bedingungen aushandelt.
Nun. es erscheint mir zunächst einmal Sache des einzelnen GDL oder EVB- mitglieds dem Personalbüro anzuzeigen welcher Gewerkschaft er angehört.. Liegt ja gegebenenfalls auch in seinem ureigensten Interesse.
Arbeitnehmer die keiner Gewerkschaft angehören bekommen den Lohn und die Arbeitsbedingungen die sie mit dem Arbeitgeber ausgehandelt haben.
Anders wäre es nur wenn ein Tarifvertrag für " Allgemeinverbindlich"erklärt werden würde
Ich darf mal von der Verdi-Seite zitieren...
"Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen
Unter bestimmten Umständen können Tarifverträge in Deutschland für allgemeinverbindlich erklärt werden. Dann sind die tarifvertraglichen Regelungen für alle Beschäftigten und alle Arbeitgeber der jeweiligen Branche oder des jeweiligen Wirtschaftszweiges bindend – unabhängig von der Mitgliedschaft in der Gewerkschaft oder in einem Arbeitgeberverband.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrags zu erreichen:
1. Die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE)
Der Bundesarbeitsminister oder eine von ihm beauftragte oberste Arbeitsbehörde eines Bundeslands kann nach § 5 des Tarifvertragsgesetzes (TVG) einen Tarifvertrag auf Antrag einer Tarifvertragspartei für allgemeinverbindlich erklären.
Voraussetzung dafür ist, dass die tarifgebundenen Arbeitgeber mindestens 50 Prozent der unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallenden Arbeitnehmer/-innen beschäftigen (50-Prozent-Klausel) und die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von öffentlichem Interesse ist. Die AVE muss im Einvernehmen mit dem Tarifausschuss erfolgen. Der Tarifausschuss wird aus je drei Vertreterinnen/Vertretern der Spitzenverbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer gebildet."
Ob dies der Fall weiß ich nicht...
Das Problem auf der Arbeitgeberseite sind wohl eher nicht die Unterschiede bei der Vergütung , sondern die Möglichkeit, dass es unterschiedliche Laufzeiten der Tarifverträge geben könnte. Veinfacht gesprochen endet dann die Friedenspflicht der Gwerkschaften zu unterschiedlichen Zeiten, was dazu führen könnte das Streiks auch zu unterschiedlichen Zeiten geführt werden können. Das kann teuer werden.
Der Betriebsrat hat darüber zu wachen, dass u. a. die geltenden Tarifverträge durchgeführt werden (§ 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG). Ja. insoweit hat er über zwei oder mehrere Tarifverträge zu wachen.
Halte ich eigentlich auch für unproblematisch.
Sperber schrieb:stefank schrieb:Sperber schrieb:Tackleberry schrieb:miraculix250 schrieb:SGE_Werner schrieb:
Wenn ich sehe, dass der Focus Bilder vom Haus von Weselsky abbildet und die Bild-Zeitung seine Büro-Nummer postet (auch wenn die ohnehin zugänglich ist), dann schäme ich mich für unsere Medien fremd.
Wundert mich eher, daß dir das erst jetzt so ergeht.
Gericht hat übrigens entschieden: Streik rechtens, Forderungen der GDL nicht unrechtens. Mal so am Rande.
Um die Forderungen der GDL ging es bei der Gerichtsentscheidung doch gar nicht, oder doch?
Eben. Es ist das Gleiche, wie anscheinend keiner wirklich weiss, für bzw. gegen was diese pöhse GDL da eigentlich streikt. Hab das in einem anderen Fred geschrieben, obwohl das thematisch da nur als Vergleich dienen sollte:
Fragt man einen der fluchenden, ob sie sich denn bewusst sind, für bzw. gegen was die GDL da gerade streikt, hört man "höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen" - aber das könne eine Gesamtgewerkschaft aber doch auch erreichen und nicht so eine kleine Einzelgewerkschaft. Es bedarf dann doch so einiger Erklärungen ihnen begreiflich zu machen, dass es in diesem Streik gar nicht darum ging. Mit keinem Wort. "Quatsch, worum denn sonst?!" - Darum, dass der Staatsbetrieb Deutsche Bahn als Grundvoraussetzung fordert, dass die Gewerkschaft - durch die Hintertür - bitteschön erst mal ihr Grundrecht auf Streik abtritt, und man sich erst dann über Löhne und Gehälter unterhalten möchte. Es geht also um nicht weniger, als die Abschaffung eines Grundgesetzes auf (durch das Grundgesetz) verbotener Weise, nämlich dem auf Grundrecht auf Streik, dass Frau Arbeitsministerin Nahles (SPD) mit ihrer Gesetzesinitiative "Gesetz zur Tarifunion" gleichsam entsorgt:
"Gestern": Politische und fraktionsübergreifende Anstrengungen, eine wehrhafte Gewerkschaft - die nichts anderes tat, als ihre Pflichten wahrzunehmen und die Rechte der Arbeiter und Angestellten zu verteidigen - bedienen sich zur eigenen Machtsicherung eines aufgehetzten und wahnwitzig großer Mobs, der beständig durch sämtliche Medien mit gezielt einseitigen und selektiven Information indoktriniert wurde. All das mündet letztlich in Lynchaufrufen und Rufmordkampagnen gegen Gewerkschaften und Gewerkschaftsführer und einer grundlegenden Gesetzesinitiative der Regierung, die Gewerkschaftsarbeit per se verunmöglichen soll: dem "Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit", das am 20. Januar 1934 in Kraft trat und Gewerkschaften abschaffte, verbot und zerschlug.
http://www.zerschlagung-gewerkschaften19.../2-mai-1933/
"Heute": Politische und fraktionsübergreifende Anstrengungen, eine wehrhafte Gewerkschaft - die nichts anderes tat, als ihre Pflichten wahrzunehmen und die Rechte der Arbeiter und Angestellten zu verteidigen - bedienen sich zur eigenen Machtsicherung eines aufgehetzten und wahnwitzig großer Mobs, der beständig durch sämtliche Medien mit gezielt einseitigen und selektiven Information indoktriniert wurde. All das mündet letztlich in Lynchaufrufen und Rufmordkampagnen gegen Gewerkschaften und Gewerkschaftsführer und einer grundlegenden Gesetzesinitiative der Regierung, die Gewerkschaftsarbeit per se verunmöglichen soll: dem "Gesetz zur Tarifeinheit", das die Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) - unterstützt von CDU, SPD, FDP und den Grünen - am 03. Dezember 2014 im Bundestag behandeln lassen will um das Gesetz im Sommer 2015 in Kraft treten zu lassen.
Glaubt man also dem, was man von unseren Politikern von schwarz bis grün hört, auf jedem TV-Sender, in (fast) jeder Zeitung liest, geht es aber doch "nur" einen wildgewordenen Gewerkschafts"boss", der das "ganze Land in Geiselhaft" nimmt, um einen Schwanzvergleich zwischen der GDL, EVG und DB - und wenn überhaupt - um "höhere Löhne" und evtl. "bessere Arbeitsbedingungen". Und der gefrustete Pendler stimmt dankbar ein, ohne sich vermutlich im Klaren zu sein, was er sich da für einen Bären aufbinden lassen lässt.
Der Kernpunkt des Streiks ist die Tarifpluralität, also das Recht jeder Gewerkschaft, für ihre Mitglieder eigene und unabhängige Tarifverträge abschliessen zu können. Jede Gewerkschaft bietet ihren Mitgliedern unterschiedliche Unterstützungen an, unterschiedliche Mitgliedsbeiträge oder Serviceleistungen und man kann das durchaus mit einer Parteienpolitik oder verschiedenen Anwälten vergleichen. Man hat die Wahl, von wem man sich vertreten lassen möchte. - und das ist, nicht ohne Grund, unser aller gutes Recht, betrachtet man unsere eigene Geschichte.
Es ist kein Geheimnis, dass verschiedene Gewerkschaften sich - namentlich z.B. der DGB - inzwischen recht Arbeitgebernah präsentieren und deren Tarifabschlüsse sich gerne an dem orientieren, was arbeitgeberseitig angeboten wird. Das die Tarifergebnisse im Vergleich zur vorhergehenden Tariferhöhung dabei tatsächlich keine höhere Kaufkraft bewirken, sondern im Gegenteil nicht mal Teuerungsrate und Inflationsrate kompensieren, muss man fast schon als "traditionell" betrachten. Solche Abschlüsse festigen also eine Status quo, statt zu einer tatsächlichen Verbesserung hinsichtlich Löhnen und Gehältern zu wirken.
Die Forderung der Deutschen Bahn - und nun auch auftragsgemäß übernommen durch die Politik in Gestalt der Arbeitsministerin Nahles (SPD) - bei verschiedenen Gewerkschaften im selben Segment nur noch mit der ihr genehmeren Gewerkschaft Abschlüsse zu treffen und die andere damit zur Friedenspflicht zwingen zu können, setzt das verbriefte Streikrecht über die Hintertür außer Kraft. Um aufzuzeigen, wie das dann aussehen kann, hier ein Beispiel aus dem Gesundheitswesen:
Die Beschäftigten im Gesundheitswesen unterlagen dem sogenannten TVOED, dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, bzw. dem TV-L, dem Tarifvertrag der Länder - bis zu dem Zeitpunkt, als mehrere Bundesländer diese Tarifverträge aufkündigten. Im Nachgang verhandelte die Arbeitgeberseite primär ihre Tarifverträge mit verschiedenen "christlichen Gewerkschaften", die aus überwiegend kirchlich geführten Einrichtungen stammten und die bereits damals arbeitnehmerfeindlichsten Tarifverträge abschloss, die die Gewerkschaftslandschaft kannte. Nicht von ungefähr, denn diese Gewerkschaften wurden durch die Träger der Einrichtungen selbst in Leben gerufen und weitgehend von ihnen kontrolliert. Faktisch schloss also die Einrichtung einen Tarifvertrag mit sich selbst ab - entsprechend sahen diese Tarifverträge auch aus.
Da sich andere Einrichtungen des Gesundheitswesens nach dem Ausscheren aus dem TVOED/TV-L ihren Tarifpartner weitgehend selbst aussuchen konnten, wurden die Tarifabschlüsse dieser "christlichen Gewerkschaften" in diesen Jahren beinahe flächendeckend zur Vertragsgrundlage aller Neubeschäftigten oder von Änderungskündigungen Betroffenen. Bis diese Praxis durch das Bundesverwaltungsgericht wegen Aushebelung der Tarifpluralität gestoppt werden konnte, vergingen etliche Jahre, ohne das die Bevölkerung davon groß Notiz nahm. Schließlich betraf es sie in ihren Berufen zumeist ja nicht. Und ebendies ändert sich, wenn das Gesetz der Frau Nahles wie geplant im Sommer 2015 in Kraft treten wird.
Bislang konnten sich Arbeitnehmer und Gewerkschaften hier auf die Verankerung im Grundgesetz berufen. Mit in Kraft treten des "Gesetzes zur Tarifautonomie" wird nun jedoch die Möglichkeit geschaffen, dass sich Arbeitgeber tatsächlich aussuchen können, mit welcher Gewerkschaft sie Tarifabschlüsse eingehen wird - und egal wie schlecht die auch seien, können die sonstigen Gewerkschaften nichts dagegen tun, denn sie wären dann an die in Frau Nahles Gesetzentwurf enthaltene Friedenspflicht gebunden. Und die besagt: ist für einen Arbeitszweig ein Tarifvertrag geschlossen worden, so gilt dieser Tarifvertrag für sämtliche in diesem Arbeitszweig - auch bei einer anderen Gewerkschaft - organisierten Mitglieder und untersagt allen anderen Gewerkschaften Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen. Mit dem Beispiel der "christlichen Gewerkschaften" entstünde somit ein Tarifdiktat, welche das Grundgesetz ausdrücklich verbietet.
Das sich Arbeitgeberverbände über dieses Gesetz frohlocken, daraus wird nicht mal ein Hehl gemacht. Solche arbeitgebernahen Gewerkschaften gibt es in nahezu jeder Branche. Und mit wem wird man als Arbeitgeber dann wohl Tarifverträge aushandeln, um Ruhe vor den tatsächlich effektiven Gewerkschaften zu haben, gleichzeitig an Löhnen und Gehältern zu sparen und Arbeitsbedingungen endlich annähernd zügellos an mein Unternehmen anpassen zu können?
Das Funktionsprinzip der Desinformation und Steuerung über gezielte Informationsauswahl ist nicht neu und wie effektiv das ist, sieht man ja. Ob "Die Linke" oder "GDL-Streik" - biete den Menschen eine Auswahl an Möglichkeiten an und lasse sie sich doch eine aussuchen, während man die Naheligendste schön unter den Teppich kehrt. Beim Bund nannten wir das Tarnen, Täuschen und Verpissen.
Die Parallele zum 02. Mai 33, der Bildung der „Deutschen Arbeitsfront“ (DAF) am 10. Mai 1933 als „einheitliche Interessenvertretung“ von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden, kommt nicht von ungefähr. Es ist das Gleiche - sprichwörtlich in (schwarz-rot-)grün.
Ich muss dir leider sagen, dass du zunächst die Begriffe wie Tarifautonomie durcheinanderschmeißt bzw. falsch benutzt. In der Folge zeigt es sich, dass du Nahles Gesetzvorhaben falsch verstehst bzw. mit etwas anderem verwechselst. Und schließlich ist der Vergleich mit der DAF des Dritten Reiches, wie meist bei Nazivergleichen, nicht haltbar. Etwas weniger Aufgeregtheit und dafür nochmaliges Nachlesen würde dein Engagement fundierter machen.
Nahles Vorhaben ist nicht falsch zu verstehen: „Um den bestehenden Koalitions- und Tarifpluralismus in geordnete Bahnen zu lenken, wollen wir den Grundsatz der Tarifeinheit nach dem betriebsbezogenen Mehrheitsprinzip unter Einbindung der Spitzenorganisationen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber gesetzlich festschreiben. Durch flankierende Verfahrensregelungen wird verfassungsrechtlich gebotenen Belangen Rechnung getragen.“ Und das stammt nicht von November 2014, sondern bereits von Mitte des Jahres.
Am Beispiel der christlichen "Gewerkschaften" muss man auch nicht spekulieren, wie eine Gewerkschaft mehrheitsfähig gemacht werden kann. Das damals versuchte Modell ist durchaus Blaupausen geeignet. Das mag keine 1:1 Neuauflage von 33 sein, keine Frage - das geht nicht und daran hinkt tatsächlich jeder NS-Vergleich. es geht auch um nicht um die Ideologie, sondern um den Modus operandi, wie man eine Bevölkerung für solch ein Vorhaben auf Linie trimmt.
Ansonsten Danke für die Blumen, Stefan, auch wenn ich mir gewünscht hätte, Du hättest das Durcheinanderwerfen konkretisiert. Hab ich (ernsthaft) ?
Ich darf dich höflich darauf aufmerksam machen ,dass das nunmehr geplante Gesetz bis 2006 geltende Rechtslage war. Die Behauptung Frau Nahles (!!) plane einen Angriff auf die Gewerkschaften oder trimme die Bevölkerung auf Linie...ist hanebüchen.
stefank schrieb:Sperber schrieb:Tackleberry schrieb:miraculix250 schrieb:SGE_Werner schrieb:
Wenn ich sehe, dass der Focus Bilder vom Haus von Weselsky abbildet und die Bild-Zeitung seine Büro-Nummer postet (auch wenn die ohnehin zugänglich ist), dann schäme ich mich für unsere Medien fremd.
Wundert mich eher, daß dir das erst jetzt so ergeht.
Gericht hat übrigens entschieden: Streik rechtens, Forderungen der GDL nicht unrechtens. Mal so am Rande.
Um die Forderungen der GDL ging es bei der Gerichtsentscheidung doch gar nicht, oder doch?
Eben. Es ist das Gleiche, wie anscheinend keiner wirklich weiss, für bzw. gegen was diese pöhse GDL da eigentlich streikt. Hab das in einem anderen Fred geschrieben, obwohl das thematisch da nur als Vergleich dienen sollte:
Fragt man einen der fluchenden, ob sie sich denn bewusst sind, für bzw. gegen was die GDL da gerade streikt, hört man "höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen" - aber das könne eine Gesamtgewerkschaft aber doch auch erreichen und nicht so eine kleine Einzelgewerkschaft. Es bedarf dann doch so einiger Erklärungen ihnen begreiflich zu machen, dass es in diesem Streik gar nicht darum ging. Mit keinem Wort. "Quatsch, worum denn sonst?!" - Darum, dass der Staatsbetrieb Deutsche Bahn als Grundvoraussetzung fordert, dass die Gewerkschaft - durch die Hintertür - bitteschön erst mal ihr Grundrecht auf Streik abtritt, und man sich erst dann über Löhne und Gehälter unterhalten möchte. Es geht also um nicht weniger, als die Abschaffung eines Grundgesetzes auf (durch das Grundgesetz) verbotener Weise, nämlich dem auf Grundrecht auf Streik, dass Frau Arbeitsministerin Nahles (SPD) mit ihrer Gesetzesinitiative "Gesetz zur Tarifunion" gleichsam entsorgt:
"Gestern": Politische und fraktionsübergreifende Anstrengungen, eine wehrhafte Gewerkschaft - die nichts anderes tat, als ihre Pflichten wahrzunehmen und die Rechte der Arbeiter und Angestellten zu verteidigen - bedienen sich zur eigenen Machtsicherung eines aufgehetzten und wahnwitzig großer Mobs, der beständig durch sämtliche Medien mit gezielt einseitigen und selektiven Information indoktriniert wurde. All das mündet letztlich in Lynchaufrufen und Rufmordkampagnen gegen Gewerkschaften und Gewerkschaftsführer und einer grundlegenden Gesetzesinitiative der Regierung, die Gewerkschaftsarbeit per se verunmöglichen soll: dem "Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit", das am 20. Januar 1934 in Kraft trat und Gewerkschaften abschaffte, verbot und zerschlug.
http://www.zerschlagung-gewerkschaften19.../2-mai-1933/
"Heute": Politische und fraktionsübergreifende Anstrengungen, eine wehrhafte Gewerkschaft - die nichts anderes tat, als ihre Pflichten wahrzunehmen und die Rechte der Arbeiter und Angestellten zu verteidigen - bedienen sich zur eigenen Machtsicherung eines aufgehetzten und wahnwitzig großer Mobs, der beständig durch sämtliche Medien mit gezielt einseitigen und selektiven Information indoktriniert wurde. All das mündet letztlich in Lynchaufrufen und Rufmordkampagnen gegen Gewerkschaften und Gewerkschaftsführer und einer grundlegenden Gesetzesinitiative der Regierung, die Gewerkschaftsarbeit per se verunmöglichen soll: dem "Gesetz zur Tarifeinheit", das die Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) - unterstützt von CDU, SPD, FDP und den Grünen - am 03. Dezember 2014 im Bundestag behandeln lassen will um das Gesetz im Sommer 2015 in Kraft treten zu lassen.
Glaubt man also dem, was man von unseren Politikern von schwarz bis grün hört, auf jedem TV-Sender, in (fast) jeder Zeitung liest, geht es aber doch "nur" einen wildgewordenen Gewerkschafts"boss", der das "ganze Land in Geiselhaft" nimmt, um einen Schwanzvergleich zwischen der GDL, EVG und DB - und wenn überhaupt - um "höhere Löhne" und evtl. "bessere Arbeitsbedingungen". Und der gefrustete Pendler stimmt dankbar ein, ohne sich vermutlich im Klaren zu sein, was er sich da für einen Bären aufbinden lassen lässt.
Der Kernpunkt des Streiks ist die Tarifpluralität, also das Recht jeder Gewerkschaft, für ihre Mitglieder eigene und unabhängige Tarifverträge abschliessen zu können. Jede Gewerkschaft bietet ihren Mitgliedern unterschiedliche Unterstützungen an, unterschiedliche Mitgliedsbeiträge oder Serviceleistungen und man kann das durchaus mit einer Parteienpolitik oder verschiedenen Anwälten vergleichen. Man hat die Wahl, von wem man sich vertreten lassen möchte. - und das ist, nicht ohne Grund, unser aller gutes Recht, betrachtet man unsere eigene Geschichte.
Es ist kein Geheimnis, dass verschiedene Gewerkschaften sich - namentlich z.B. der DGB - inzwischen recht Arbeitgebernah präsentieren und deren Tarifabschlüsse sich gerne an dem orientieren, was arbeitgeberseitig angeboten wird. Das die Tarifergebnisse im Vergleich zur vorhergehenden Tariferhöhung dabei tatsächlich keine höhere Kaufkraft bewirken, sondern im Gegenteil nicht mal Teuerungsrate und Inflationsrate kompensieren, muss man fast schon als "traditionell" betrachten. Solche Abschlüsse festigen also eine Status quo, statt zu einer tatsächlichen Verbesserung hinsichtlich Löhnen und Gehältern zu wirken.
Die Forderung der Deutschen Bahn - und nun auch auftragsgemäß übernommen durch die Politik in Gestalt der Arbeitsministerin Nahles (SPD) - bei verschiedenen Gewerkschaften im selben Segment nur noch mit der ihr genehmeren Gewerkschaft Abschlüsse zu treffen und die andere damit zur Friedenspflicht zwingen zu können, setzt das verbriefte Streikrecht über die Hintertür außer Kraft. Um aufzuzeigen, wie das dann aussehen kann, hier ein Beispiel aus dem Gesundheitswesen:
Die Beschäftigten im Gesundheitswesen unterlagen dem sogenannten TVOED, dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, bzw. dem TV-L, dem Tarifvertrag der Länder - bis zu dem Zeitpunkt, als mehrere Bundesländer diese Tarifverträge aufkündigten. Im Nachgang verhandelte die Arbeitgeberseite primär ihre Tarifverträge mit verschiedenen "christlichen Gewerkschaften", die aus überwiegend kirchlich geführten Einrichtungen stammten und die bereits damals arbeitnehmerfeindlichsten Tarifverträge abschloss, die die Gewerkschaftslandschaft kannte. Nicht von ungefähr, denn diese Gewerkschaften wurden durch die Träger der Einrichtungen selbst in Leben gerufen und weitgehend von ihnen kontrolliert. Faktisch schloss also die Einrichtung einen Tarifvertrag mit sich selbst ab - entsprechend sahen diese Tarifverträge auch aus.
Da sich andere Einrichtungen des Gesundheitswesens nach dem Ausscheren aus dem TVOED/TV-L ihren Tarifpartner weitgehend selbst aussuchen konnten, wurden die Tarifabschlüsse dieser "christlichen Gewerkschaften" in diesen Jahren beinahe flächendeckend zur Vertragsgrundlage aller Neubeschäftigten oder von Änderungskündigungen Betroffenen. Bis diese Praxis durch das Bundesverwaltungsgericht wegen Aushebelung der Tarifpluralität gestoppt werden konnte, vergingen etliche Jahre, ohne das die Bevölkerung davon groß Notiz nahm. Schließlich betraf es sie in ihren Berufen zumeist ja nicht. Und ebendies ändert sich, wenn das Gesetz der Frau Nahles wie geplant im Sommer 2015 in Kraft treten wird.
Bislang konnten sich Arbeitnehmer und Gewerkschaften hier auf die Verankerung im Grundgesetz berufen. Mit in Kraft treten des "Gesetzes zur Tarifautonomie" wird nun jedoch die Möglichkeit geschaffen, dass sich Arbeitgeber tatsächlich aussuchen können, mit welcher Gewerkschaft sie Tarifabschlüsse eingehen wird - und egal wie schlecht die auch seien, können die sonstigen Gewerkschaften nichts dagegen tun, denn sie wären dann an die in Frau Nahles Gesetzentwurf enthaltene Friedenspflicht gebunden. Und die besagt: ist für einen Arbeitszweig ein Tarifvertrag geschlossen worden, so gilt dieser Tarifvertrag für sämtliche in diesem Arbeitszweig - auch bei einer anderen Gewerkschaft - organisierten Mitglieder und untersagt allen anderen Gewerkschaften Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen. Mit dem Beispiel der "christlichen Gewerkschaften" entstünde somit ein Tarifdiktat, welche das Grundgesetz ausdrücklich verbietet.
Das sich Arbeitgeberverbände über dieses Gesetz frohlocken, daraus wird nicht mal ein Hehl gemacht. Solche arbeitgebernahen Gewerkschaften gibt es in nahezu jeder Branche. Und mit wem wird man als Arbeitgeber dann wohl Tarifverträge aushandeln, um Ruhe vor den tatsächlich effektiven Gewerkschaften zu haben, gleichzeitig an Löhnen und Gehältern zu sparen und Arbeitsbedingungen endlich annähernd zügellos an mein Unternehmen anpassen zu können?
Das Funktionsprinzip der Desinformation und Steuerung über gezielte Informationsauswahl ist nicht neu und wie effektiv das ist, sieht man ja. Ob "Die Linke" oder "GDL-Streik" - biete den Menschen eine Auswahl an Möglichkeiten an und lasse sie sich doch eine aussuchen, während man die Naheligendste schön unter den Teppich kehrt. Beim Bund nannten wir das Tarnen, Täuschen und Verpissen.
Die Parallele zum 02. Mai 33, der Bildung der „Deutschen Arbeitsfront“ (DAF) am 10. Mai 1933 als „einheitliche Interessenvertretung“ von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden, kommt nicht von ungefähr. Es ist das Gleiche - sprichwörtlich in (schwarz-rot-)grün.
Ich muss dir leider sagen, dass du zunächst die Begriffe wie Tarifautonomie durcheinanderschmeißt bzw. falsch benutzt. In der Folge zeigt es sich, dass du Nahles Gesetzvorhaben falsch verstehst bzw. mit etwas anderem verwechselst. Und schließlich ist der Vergleich mit der DAF des Dritten Reiches, wie meist bei Nazivergleichen, nicht haltbar. Etwas weniger Aufgeregtheit und dafür nochmaliges Nachlesen würde dein Engagement fundierter machen.
Danke Stefan
sotirios005 schrieb:
Das hätte der Kommunist Wolf Biermann vor 40 Jahren nicht gedacht, dass er eines Tages einmal im Deutschen Bundestag heftigen Applaus ausgerechnet von der CDU/CSU bekommt.
Damals hätte er bei einem solchen Gedanken angesichts der damaligen CDU/CSU-Akteure Alfred Dregger, Franz Josef Strauß und anderen Rechtsauslegern über "Revanchisten", "Ewiggestrige" usw. getobt und gegeifert....
Die Revanchisten haben ihn... einem wahren Linken.. eben nicht ausgebürgert und ihm eine solchen IM wie Herrn Dr. Dieter Dehm auf den Hals gehetzt . Wie auch immer. Das weiche Wasser bricht den Stein. Nichts passt besser
FrankenAdler schrieb:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bahn-streik-der-lokfuehrer-arbeitskampf-ist-ein-geschenk-a-1001337.html
Sehr lesenswert. Gibt im Prinzip das wieder, was der stefank hier die ganze Zeit schon versucht zu erklären.
Aber vielleicht geht es manchen einfach nur darum, in Frieden mit der blökenden Masse weiter zu grasen ...
Wie sagte meine Arbeitskollegin letztens: Einfach mal einen Tag lang so richtig dumm sein wäre bestimmt entspannend!
Nun. Ich bin ja offensichtlich schon mein ganzes Leben dumm.. indes festzustellen ist, das zwei Gewerkschaften gegeneinander kämpfen. Ich geh mal davon aus das die eine ausschließlich aus Arbeiterverätern besteht.
stefank schrieb:HeinzGründel schrieb:stefank schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:
Schon erstaunlich, wieviele am Rad drehen, wenn ein Streik, so wie es sein soll, mal wieder als gescheite Erpressung durchgeführt wird.
So wie er sein soll?
Wenn es darum gehen würde ein paar % mehr Gehalt für die Angestellten rauszuhandeln, ok. Aber hier geht es nur um einen Machtanspruch einer Gewerkschaft. Um nichts anderes mehr. Es ist eine Schande geworden wie kleine Splittergewerkschaften ihrer Macht fröhnen wollen und Können. Und am Ende geht das wieder zu Lasten der Mitarbeiter, da es schon Arbeitgeberverbände gibt, die sich das zu Nutze machen. Beisp. ist der Deutsche Genossenschaftsverband. Da gibt es eine Gewerkschaft de facto ohne Mitglieder die ihre Macht zur Schau stellen will und deutlich schlechtere Forderungen für die Angestellten stellt. Was ist passiert? Der AVR verhandelt nur noch mit dieser Gewerkschaft und schließt Tarifverträge zL der Angestellten ab und mit Verdi wird deswegen gar nicht mehr verhandelt. Und das ist mittlerweile Alltag in vielen Branchen. Die Masche funktioniert bei der GDL nur, weil sie die Lokführerer haben die das Land lahmlegen können. In anderen Branchen ist der Trend "GDL" tödlich für die Tarifvertragslandschaft.
Das Thema "Dumpinggewerkschaften" ist, entgegen deiner Annahme, nicht "Alltag in vielen Branchen", sondern diese sind mangels Tarriffähigkeit auf den ***** gefallen: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/zeitarbeit-bundesarbeitsgericht-zerschlaegt-christliche-gewerkschaft_aid_581667.html
Bei der GdL geht es um ganz etwas anderes. Diese will für ihre Mitglieder Abschlüsse mache können. Und dies ist Ausdruck der Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer wie im Grundgesetz festgelegt. Dass allgemeine Heulen über einen angeblichen Machtanspruch ist albern und eben nur der Tatsache geschuldet, dass hier so gestreikt wird, dass es auch etwas bringt.
Da liegst Du leider sowas von falsch. Eine ist zerschlagen, aber gerade wurde wieder im Genossenschaftsverband ein Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft ohne Mitglieder für rd. 120.000 Beschäftigte abgeschlossen.
Und natürlich ist es ein Machtanspruch. Wäre es keiner würden die Gewerkschaften wie in allen anderen Branchen kooperieren und für ihre Mitglieder das Beste rausholen. Warum muss es unterschiedliche Tarifverträge für ein und die selbe Berufsgruppe in ein und dem selben unternehmen geben? Wo ist der Sinn?
Der Sinn liegt schlicht darin, dass die GDL als kleine Gewerkschaft hier droht in diesem doch recht ansehnlichen Betrieb Deutsche Bahn die große DGB Gewerkschaft auszustechen.
Wie macht sie das? Sie macht eben das was eine Gewerkschaft tun sollte: Ordentlich für ihre Mitglieder einsetzen und diesen Einsatz mit dem ihr zur Verfügung stehenden Kampfmittel Streik untermauern.
Das bestehende Problem ist eben tatsächlich, wie stefank bereits deutlich gemacht hat, das unsere weichgespülten DGB Gewerkschaften lieber bis zu den Schultern im Anus der Arbeitgeber stecken und seit Schröder kaum mehr ordentliche Tarifarbeit macht.
Hier zeigt jetzt eine Gewerkschaft wie man seine Mitglieder vertritt - und sieht sich einer Mega-Koalition aus DGB, Politik und Presse gegenüber, die versucht dieses Grundrecht öffentlich zu diskreditieren und schließlich gesetzlich einzuschränken.
DAS ist IMHO der eigentliche Skandal. Nicht der völlig berechtigte Streik der GDL.
Und was es zum Thema Solidarität zu schreiben gäbe, naja ...
Das ist möglicherweise so, wie du sagst. Taktisch verhält sich die GdL aber höchst unklug. Denn wie viele Streiks wie diesen, untermalt von entsprechender Rhetorik, wird sie sich in der Zukunft noch leisten können? Das leistet doch alles nur dem Gesetzesvorhaben Vorschub.
Und? Was ist dann zu tun? Soll sie dann einknicken und gleich ihre Recht preisgeben, damit eine (einstmals als SPD-Linke bezeichnete) Nahles dieses Recht nicht abschafft?
Das dramatische ist doch, wie weit heruntergekommen die Sozialdemokratie (einschließlich des sozialdemokratisch dominierten DGB) ist.
Dann muckt einer auf und es werden die Rechte für die Herr Lassalle und Genossen einst kämpften und verfolgt wurden, von deren vermeintlichen Erben eingestampft.
Was für ein Drecksverein!
Vorausplanung nennt man sowas. Zukunftsperspektive. Wir haben nun mal nicht mehr 1864. Die GdL wird die aktuellen Verhältnisse, was die Beziehung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern angeht, nicht umstürzen können. Also muss sie wohl oder übel lernen, mit ihnen umzugehen, nicht nur 2014, sondern auch in den kommenden Jahren. Lassalle hin oder her.
Genau diese "Politik der Vernunft" betreiben die DBG-Gewerkschaften seit langem, und sind dabei völlig auf den Hund gekommen. Die GdL kämpft rigoros für ihre Sache und ihre Mitglieder. Und wenn die Bahn nach vier Tagen nicht nachgibt, müssen es bein nächtsten Mal fünf Tage sein. Es heißt Arbeitskampf, nicht Arbeitsgelaber.
Weißte was ich so richtig shice finde. Die meisten sind effektiv zu uninformiert um zu wissen um was es hier geht. . Du nicht. Du weißt genau, dass die GDL sich gegenüber Masse der Arbeitnehmer unsolidarisch verhält. Ich finde das ziemlich lächerlich.
Uli, ich streite gerne mit dir. Allerdings vermag ich eine unsolidarische Haltung in diesem Arbeitskampf der GdL beim besten Willen nicht zu erkennen, siehe meine bisherigen Beiträge.
Zunächst einmal, mich stört dieser Streik relativ wenig und ja , es heißt Arbeitskampfrecht , es ist aber auch keine kriegerische Handlung, sondern verlangt die Einhaltung von Regeln um für eine größtmögliche Anzahl von Arbeitnehmern was zu erreichen. Verbrannte Erde nützt am Ende den wenigsten.
Ich glaube , das die GDL der Arbeitnehmerseite einen Bärendienst erweist.. Sie richtet sich im Kern gegen die Masse der Beschäftigten. Sie schwächt nämlich im Ergebnis die Gewerkschaften als Ganzes und zwar im Kern . Dies wiederum halte ich für schlecht.
Die GDL nimmt den anderen buchstäblich die Waffen aus der Hand.
Die GDL vertritt -aus ihrer Sicht auch schlüssig - zunächst einmal die Interessen ihrer Mitglieder. Setzten sie sich mit ihren Forderungen durch, wird dies eine weitere Aufsplitterung auf Gewerkschaftsseite zur Folge haben. Es werden sich weitere diverse kleinere Gewerkschaften gründen ,die alle versuchen werden ihre Partikularinteressen durchzusetzen..
Nur ..und hierin liegt meines Erachtens das Problem, das wird nicht bei allen so erfolgreich funktionieren wie bei den Lokführern.
Zum einen werden viele kleinere Gewerkschaften nicht den Organisationsgrad erreichen der notwendig ist , um erfolgreich mit der Arbeitgebern verhandeln zu können, zum anderen besitzen sie höchstwahrscheinlich häufig gar nicht das Druck und Drohpotential um den Betriebsablauf "vernünftig" stören zu können. Ich garantiere dir, die Arbeitgeberseite verfährt dann erst mal nach "divide et impera ". Arbeitnehmer die nicht über eine derartige Schlüsselposition wie die Lokführer verfügen werden deutlich schlechter fahren.
Das schöne Motto " Alle Räder stehen still, wenn mein starker Arm es will " ist dann Geschichte..
Schöne Aussichten für Arbeitgeber. Das könnte kostengünstiger werden.
Das was die GDL da abzieht ist ja nicht neu. Neu ist nur der Egoismus auf Seiten einer Gruppe.
Schwerpunktstreiks an Schlüsselpositionen gibt es ja schon länger. Franz Steinkühler von der IG Metall hat in den 80er Jahren diese Taktik " der neuen Beweglichkeit " generalstabsmäßig ausgetüftelt und mit der gezielten Bestreikung von Zulieferbetrieben die halbe Automobilindustrie lahmgelegt . Dazu bedufte es noch nicht mal sonderlich vieler Personen die am Streik beteiligt waren , was wiederum den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass die Streikkasse von Millionen von Beschäftigten im Bereich Metall kaum belastet wurde.. Das ist im Fall der GDL übrigens anders... deren Kasse ist nicht so prall. Warte es mal ab. Die Bahn.. respektive der Steuerzahler kann das länger durchhalten .
Anyway, durch diese Maßnahme hat man dann sehr gute und zügige Abschlüsse erreicht. Wohlgemerkt zum Wohle fast aller Arbeitnehmer der Metallbranche. Das wiederum ist für mich gelebte Solidarität.. In diese Richtung geht auch das geplante Tarifeinheitsgesetz. Diesbezüglich verweise ich auf meinen Beitrag 460.
Aber bitte, wenn die Führung der GDL meint Hauptsache ihnen geht es gut und der Rest kann enteiert werden, dann soll das wohl so sein.
stefank schrieb:HeinzGründel schrieb:stefank schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:
Schon erstaunlich, wieviele am Rad drehen, wenn ein Streik, so wie es sein soll, mal wieder als gescheite Erpressung durchgeführt wird.
So wie er sein soll?
Wenn es darum gehen würde ein paar % mehr Gehalt für die Angestellten rauszuhandeln, ok. Aber hier geht es nur um einen Machtanspruch einer Gewerkschaft. Um nichts anderes mehr. Es ist eine Schande geworden wie kleine Splittergewerkschaften ihrer Macht fröhnen wollen und Können. Und am Ende geht das wieder zu Lasten der Mitarbeiter, da es schon Arbeitgeberverbände gibt, die sich das zu Nutze machen. Beisp. ist der Deutsche Genossenschaftsverband. Da gibt es eine Gewerkschaft de facto ohne Mitglieder die ihre Macht zur Schau stellen will und deutlich schlechtere Forderungen für die Angestellten stellt. Was ist passiert? Der AVR verhandelt nur noch mit dieser Gewerkschaft und schließt Tarifverträge zL der Angestellten ab und mit Verdi wird deswegen gar nicht mehr verhandelt. Und das ist mittlerweile Alltag in vielen Branchen. Die Masche funktioniert bei der GDL nur, weil sie die Lokführerer haben die das Land lahmlegen können. In anderen Branchen ist der Trend "GDL" tödlich für die Tarifvertragslandschaft.
Das Thema "Dumpinggewerkschaften" ist, entgegen deiner Annahme, nicht "Alltag in vielen Branchen", sondern diese sind mangels Tarriffähigkeit auf den ***** gefallen: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/zeitarbeit-bundesarbeitsgericht-zerschlaegt-christliche-gewerkschaft_aid_581667.html
Bei der GdL geht es um ganz etwas anderes. Diese will für ihre Mitglieder Abschlüsse mache können. Und dies ist Ausdruck der Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer wie im Grundgesetz festgelegt. Dass allgemeine Heulen über einen angeblichen Machtanspruch ist albern und eben nur der Tatsache geschuldet, dass hier so gestreikt wird, dass es auch etwas bringt.
Da liegst Du leider sowas von falsch. Eine ist zerschlagen, aber gerade wurde wieder im Genossenschaftsverband ein Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft ohne Mitglieder für rd. 120.000 Beschäftigte abgeschlossen.
Und natürlich ist es ein Machtanspruch. Wäre es keiner würden die Gewerkschaften wie in allen anderen Branchen kooperieren und für ihre Mitglieder das Beste rausholen. Warum muss es unterschiedliche Tarifverträge für ein und die selbe Berufsgruppe in ein und dem selben unternehmen geben? Wo ist der Sinn?
Der Sinn liegt schlicht darin, dass die GDL als kleine Gewerkschaft hier droht in diesem doch recht ansehnlichen Betrieb Deutsche Bahn die große DGB Gewerkschaft auszustechen.
Wie macht sie das? Sie macht eben das was eine Gewerkschaft tun sollte: Ordentlich für ihre Mitglieder einsetzen und diesen Einsatz mit dem ihr zur Verfügung stehenden Kampfmittel Streik untermauern.
Das bestehende Problem ist eben tatsächlich, wie stefank bereits deutlich gemacht hat, das unsere weichgespülten DGB Gewerkschaften lieber bis zu den Schultern im Anus der Arbeitgeber stecken und seit Schröder kaum mehr ordentliche Tarifarbeit macht.
Hier zeigt jetzt eine Gewerkschaft wie man seine Mitglieder vertritt - und sieht sich einer Mega-Koalition aus DGB, Politik und Presse gegenüber, die versucht dieses Grundrecht öffentlich zu diskreditieren und schließlich gesetzlich einzuschränken.
DAS ist IMHO der eigentliche Skandal. Nicht der völlig berechtigte Streik der GDL.
Und was es zum Thema Solidarität zu schreiben gäbe, naja ...
Das ist möglicherweise so, wie du sagst. Taktisch verhält sich die GdL aber höchst unklug. Denn wie viele Streiks wie diesen, untermalt von entsprechender Rhetorik, wird sie sich in der Zukunft noch leisten können? Das leistet doch alles nur dem Gesetzesvorhaben Vorschub.
Und? Was ist dann zu tun? Soll sie dann einknicken und gleich ihre Recht preisgeben, damit eine (einstmals als SPD-Linke bezeichnete) Nahles dieses Recht nicht abschafft?
Das dramatische ist doch, wie weit heruntergekommen die Sozialdemokratie (einschließlich des sozialdemokratisch dominierten DGB) ist.
Dann muckt einer auf und es werden die Rechte für die Herr Lassalle und Genossen einst kämpften und verfolgt wurden, von deren vermeintlichen Erben eingestampft.
Was für ein Drecksverein!
Vorausplanung nennt man sowas. Zukunftsperspektive. Wir haben nun mal nicht mehr 1864. Die GdL wird die aktuellen Verhältnisse, was die Beziehung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern angeht, nicht umstürzen können. Also muss sie wohl oder übel lernen, mit ihnen umzugehen, nicht nur 2014, sondern auch in den kommenden Jahren. Lassalle hin oder her.
Genau diese "Politik der Vernunft" betreiben die DBG-Gewerkschaften seit langem, und sind dabei völlig auf den Hund gekommen. Die GdL kämpft rigoros für ihre Sache und ihre Mitglieder. Und wenn die Bahn nach vier Tagen nicht nachgibt, müssen es bein nächtsten Mal fünf Tage sein. Es heißt Arbeitskampf, nicht Arbeitsgelaber.
Weißte was ich so richtig shice finde. Die meisten sind effektiv zu uninformiert um zu wissen um was es hier geht. . Du nicht. Du weißt genau, dass die GDL sich gegenüber Masse der Arbeitnehmer unsolidarisch verhält. Ich finde das ziemlich lächerlich.
Uli, ich streite gerne mit dir. Allerdings vermag ich eine unsolidarische Haltung in diesem Arbeitskampf der GdL beim besten Willen nicht zu erkennen, siehe meine bisherigen Beiträge.
Morgen mehr ,-) Ich geh jetzt in die Heia.
stefank schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:
Schon erstaunlich, wieviele am Rad drehen, wenn ein Streik, so wie es sein soll, mal wieder als gescheite Erpressung durchgeführt wird.
So wie er sein soll?
Wenn es darum gehen würde ein paar % mehr Gehalt für die Angestellten rauszuhandeln, ok. Aber hier geht es nur um einen Machtanspruch einer Gewerkschaft. Um nichts anderes mehr. Es ist eine Schande geworden wie kleine Splittergewerkschaften ihrer Macht fröhnen wollen und Können. Und am Ende geht das wieder zu Lasten der Mitarbeiter, da es schon Arbeitgeberverbände gibt, die sich das zu Nutze machen. Beisp. ist der Deutsche Genossenschaftsverband. Da gibt es eine Gewerkschaft de facto ohne Mitglieder die ihre Macht zur Schau stellen will und deutlich schlechtere Forderungen für die Angestellten stellt. Was ist passiert? Der AVR verhandelt nur noch mit dieser Gewerkschaft und schließt Tarifverträge zL der Angestellten ab und mit Verdi wird deswegen gar nicht mehr verhandelt. Und das ist mittlerweile Alltag in vielen Branchen. Die Masche funktioniert bei der GDL nur, weil sie die Lokführerer haben die das Land lahmlegen können. In anderen Branchen ist der Trend "GDL" tödlich für die Tarifvertragslandschaft.
Das Thema "Dumpinggewerkschaften" ist, entgegen deiner Annahme, nicht "Alltag in vielen Branchen", sondern diese sind mangels Tarriffähigkeit auf den ***** gefallen: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/zeitarbeit-bundesarbeitsgericht-zerschlaegt-christliche-gewerkschaft_aid_581667.html
Bei der GdL geht es um ganz etwas anderes. Diese will für ihre Mitglieder Abschlüsse mache können. Und dies ist Ausdruck der Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer wie im Grundgesetz festgelegt. Dass allgemeine Heulen über einen angeblichen Machtanspruch ist albern und eben nur der Tatsache geschuldet, dass hier so gestreikt wird, dass es auch etwas bringt.
Da liegst Du leider sowas von falsch. Eine ist zerschlagen, aber gerade wurde wieder im Genossenschaftsverband ein Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft ohne Mitglieder für rd. 120.000 Beschäftigte abgeschlossen.
Und natürlich ist es ein Machtanspruch. Wäre es keiner würden die Gewerkschaften wie in allen anderen Branchen kooperieren und für ihre Mitglieder das Beste rausholen. Warum muss es unterschiedliche Tarifverträge für ein und die selbe Berufsgruppe in ein und dem selben unternehmen geben? Wo ist der Sinn?
Der Sinn liegt schlicht darin, dass die GDL als kleine Gewerkschaft hier droht in diesem doch recht ansehnlichen Betrieb Deutsche Bahn die große DGB Gewerkschaft auszustechen.
Wie macht sie das? Sie macht eben das was eine Gewerkschaft tun sollte: Ordentlich für ihre Mitglieder einsetzen und diesen Einsatz mit dem ihr zur Verfügung stehenden Kampfmittel Streik untermauern.
Das bestehende Problem ist eben tatsächlich, wie stefank bereits deutlich gemacht hat, das unsere weichgespülten DGB Gewerkschaften lieber bis zu den Schultern im Anus der Arbeitgeber stecken und seit Schröder kaum mehr ordentliche Tarifarbeit macht.
Hier zeigt jetzt eine Gewerkschaft wie man seine Mitglieder vertritt - und sieht sich einer Mega-Koalition aus DGB, Politik und Presse gegenüber, die versucht dieses Grundrecht öffentlich zu diskreditieren und schließlich gesetzlich einzuschränken.
DAS ist IMHO der eigentliche Skandal. Nicht der völlig berechtigte Streik der GDL.
Und was es zum Thema Solidarität zu schreiben gäbe, naja ...
Das ist möglicherweise so, wie du sagst. Taktisch verhält sich die GdL aber höchst unklug. Denn wie viele Streiks wie diesen, untermalt von entsprechender Rhetorik, wird sie sich in der Zukunft noch leisten können? Das leistet doch alles nur dem Gesetzesvorhaben Vorschub.
Und? Was ist dann zu tun? Soll sie dann einknicken und gleich ihre Recht preisgeben, damit eine (einstmals als SPD-Linke bezeichnete) Nahles dieses Recht nicht abschafft?
Das dramatische ist doch, wie weit heruntergekommen die Sozialdemokratie (einschließlich des sozialdemokratisch dominierten DGB) ist.
Dann muckt einer auf und es werden die Rechte für die Herr Lassalle und Genossen einst kämpften und verfolgt wurden, von deren vermeintlichen Erben eingestampft.
Was für ein Drecksverein!
Vorausplanung nennt man sowas. Zukunftsperspektive. Wir haben nun mal nicht mehr 1864. Die GdL wird die aktuellen Verhältnisse, was die Beziehung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern angeht, nicht umstürzen können. Also muss sie wohl oder übel lernen, mit ihnen umzugehen, nicht nur 2014, sondern auch in den kommenden Jahren. Lassalle hin oder her.
Genau diese "Politik der Vernunft" betreiben die DBG-Gewerkschaften seit langem, und sind dabei völlig auf den Hund gekommen. Die GdL kämpft rigoros für ihre Sache und ihre Mitglieder. Und wenn die Bahn nach vier Tagen nicht nachgibt, müssen es bein nächtsten Mal fünf Tage sein. Es heißt Arbeitskampf, nicht Arbeitsgelaber.
Weißte was ich so richtig shice finde. Die meisten sind effektiv zu uninformiert um zu wissen um was es hier geht. . Du nicht. Du weißt genau, dass die GDL sich gegenüber Masse der Arbeitnehmer unsolidarisch verhält. Ich finde das ziemlich lächerlich.
maryjane schrieb:
Diesesmal?? Jedes mal nervts!!-.- ich kam den einen tag wegen den affen nedma zur schule!!-.-
Da kann ich nur zustimmen. Ein Schulbesuch erscheint mir nötiger denn je.
Die haben übrigens organische Substanzen bei der Bohrung entdeckt