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SemperFi
31869
"Die Folklore (von englisch folk „Volk“, und lore „Überlieferung“ oder „Wissen“) ist der sichtbare Ausdruck des immateriellen kulturellen Erbes einer ethnischen oder religiösen Gemeinschaft. Sie umfasst althergebrachte Traditionen des Volkes (z. B. Materialkultur, Kulte, Riten, Bräuche, Sitten, Musik, Volkskunst, Literatur) und beruht auf generationsübergreifender Überlieferung, die in mündlicher, unter Umständen aber auch schon seit geraumer Zeit schriftlich oder bildlich fixierter Form vorliegen kann." (Wikipedia)
Du verwechselt Folklore mit einem verkitschten Folklorismus.
Auf die persönliche Anmache reagiere ich nicht. Kannste sein lassen.
hawischer schrieb:
Auf die persönliche Anmache reagiere ich nicht. Kannste sein lassen.
Das war keine Anmache, es war eine ernsthafte Frage, oder ignorierst du Sklaverei, Unterdrückung und alle wunderbaren Aspekte, die eben in den USA bestimmte Volksgruppen in Ghettos gezwungen haben?
Entweder beschäftige dich mit den USA richtig oder lass es oberflächliche Informationen, die 90% der Realität missachten rauszuzwurbeln.
Und nein, ich habe in keiner Sekunde an Folklorismus gedacht.
SemperFi schrieb:
Das war keine Anmache, es war eine ernsthafte Frage, oder ignorierst du Sklaverei, Unterdrückung und alle wunderbaren Aspekte, die eben in den USA bestimmte Volksgruppen in Ghettos gezwungen haben?
Guter Hinweis, wobei wir uns ja hier nur auf die urbanen Bereiche beziehen. Ex-Sklaven bzw. Nachfahren gehören aber auch nicht zu dem, was hawischer meint. Er redet ja vermutlich von (mehr oder weniger) "freiwilliger" Migration, also der Einwanderung von Deutschen, Iren, Italiener, die millionenfach eingewandert sind und dann unter sich blieben. Meines Wissens nach wurden die eher nicht dazu gezwungen unter ihresgleichen zu sein, es war aber aufgrund bestimmter Gegebenheiten erwartbar oder praktischer. Kann ja keiner einem verdenken, wenn man nach der Ankunft erstmal dort hinzieht, wo auch Menschen sind, die Sprache, Mentalität usw. kennen und die erste Zeit erstmal erleichtern. Dazu kommen ja in den USA noch die Einwanderungswellen, wodurch zB die irischen Einwanderer Mitte des 19. Jahrhunderts oder auch die Deutschen in den Jahrzehnten danach eben dorthin sind, wo gerade Land erschlossen und frei wurde.
Das alles ist aber, um mal wieder On-Topic zu kommen, einfach auch nicht vergleichbar und in meinen Augen auch nicht der richtige Vergleich von hawischer, einfach weil es bei den USA so eine hochkomplexe Historie ist.
Menschen werden aber immer eher dazu neigen in einem fremden Land sich mit den Leuten zu umgeben, die die selbe Sprache und Kultur haben. Darauf wollte hawischer im Generellen wohl anspielen, dass man dann eher "unter sich" bleibt, sofern ! man das einigermaßen freiwillig entscheiden kann. Das würde ich wie gesagt auch überhaupt nicht auf eine bestimmte Nationalität beschränken. Und weil man unter sich bleibt, sowohl Menschen mit Migrationshintergrund als auch welche ohne, entsteht in Teilen eine Gesellschaft, in der der Unterschied zu "den anderen" wichtig ist und in denen die eigene Herkunft über ein gesundes Maß hinaus wichtig ist.
Und diese Selektion und Bildung von unterschiedlichen Gesellschaften innerhalb einer Gesellschaft ist unfassbar gefährlich und um zum Thema zurückzukommen auch Anliegen von Rechtspopulisten. Wir gegen die.
Erdogan beherrscht die Betonung einer türkischen Identität. Wir sind anders und deswegen sind die gegen uns. Alles, was Du schlechtes erlebst, liegt an "denen". Also genau das, was die AfD auch macht, wenn sie mal wieder den Deutschen einreden möchte, dass die Griechen, Ukrainer, Syrer oder einfach alle Grünen das Land zerstören wollen und man das stolze Vaterland und die Volksgemeinschaft schützen müsse.
In den USA zB haben die Leute mittlerweile wohl weniger Probleme jemanden mit anderer Ethnie zu heiraten als jemanden mit anderer politischer Wahlentscheidung. Ich kenne einen türkischen Fußballverein, bei dem die Hälfte ausgetreten ist, weil die andere Hälfte kontra Erdogan war. Bei mir um die Ecke stechen sie sich gegenseitig deswegen ab in der Innenstadt.
Wir müssen einfach einsehen, dass ein Teil jeder Gesellschaft für nationalistische abspalterische populistische Politiker empfänglich ist. Egal ob es nun Türken, Russen oder Deutsche sind. Wir müssen uns aber auch überlegen, wie wir diesen andauernden Trend stoppen können. Reines Entgegenkommen bringt nichts wie man sieht. Pauschales Verurteilen auch nicht.
1988/89
1. Runde Eintracht- Grashopper Zürich
1:0 (1:0)
Termin: 04.10.1988
Zuschauer: 13.000
Schiedsrichter: Krchnak (CSSR)
Tore: 1:0 Dirk Bakalorz (33.)
das meinte ich mit Stellenwert. 13000 Zuschauer.
1. Runde Eintracht- Grashopper Zürich
1:0 (1:0)
Termin: 04.10.1988
Zuschauer: 13.000
Schiedsrichter: Krchnak (CSSR)
Tore: 1:0 Dirk Bakalorz (33.)
das meinte ich mit Stellenwert. 13000 Zuschauer.
HappyAdlerMeenz schrieb:
1988/89
1. Runde Eintracht- Grashopper Zürich
1:0 (1:0)
Termin: 04.10.1988
Zuschauer: 13.000
Schiedsrichter: Krchnak (CSSR)
Tore: 1:0 Dirk Bakalorz (33.)
das meinte ich mit Stellenwert. 13000 Zuschauer.
Gegen Brøndby waren es 2 Jahre später auch nur 12000
Die frühen Runden haben nur interessiert, wenn ein großer Name kam.
SGE_Werner schrieb:
Und es liegt in meinen Augen eben auch nicht nur daran, dass wir zu wenig für die Integration gemacht haben, es ist auch einfach teilweise nicht gewollt sich vollends zu integrieren. Es gibt einfach viele Deutsche mit türkischen Wurzeln, denen das Türkischsein und die nationalistischen Bestrebungen von Erdogan einfach viel zu wichtig sind.
Da ist sicher was dran. Es ist z.B bei Auswanderern in die USA zu beobachten, dass diese sich in nationalen Gruppen organisierten, in die gleichen Stadtviertel zogen usw. Dort wurde, mit viel Folklore die heimatlichen Wurzeln gepflegt.
Viele Gastarbeiter aus der Türkei stammten aus armen, ländlichen Gebieten, mit stärkerer religiösen Bindung als in den großen Städten.
In diesen Gebieten hat Erdogan seine Stammwähler und die grössten Stimmanteile.
Es ist erklärbar, wenn man beide Gründe zusammen betrachtet, starke, national und religiös geprägte türkische Wählergruppen pro Erdogan stimmten.
hawischer schrieb:
Es ist z.B bei Auswanderern in die USA zu beobachten, dass diese sich in nationalen Gruppen organisierten, in die gleichen Stadtviertel zogen usw. Dort wurde, mit viel Folklore die heimatlichen Wurzeln gepflegt.
Wie üblich eine sehr blumige Darstellung der Realität...
Lass mich raten, alle Geschichtsbücher die du liest sind maximal bis Klasse 7?
Weil ansonsten wäre der Ausdruck mit Folklore pflegen gegenüber unzähligen Auswanderern schon frech.
"Die Folklore (von englisch folk „Volk“, und lore „Überlieferung“ oder „Wissen“) ist der sichtbare Ausdruck des immateriellen kulturellen Erbes einer ethnischen oder religiösen Gemeinschaft. Sie umfasst althergebrachte Traditionen des Volkes (z. B. Materialkultur, Kulte, Riten, Bräuche, Sitten, Musik, Volkskunst, Literatur) und beruht auf generationsübergreifender Überlieferung, die in mündlicher, unter Umständen aber auch schon seit geraumer Zeit schriftlich oder bildlich fixierter Form vorliegen kann." (Wikipedia)
Du verwechselt Folklore mit einem verkitschten Folklorismus.
Auf die persönliche Anmache reagiere ich nicht. Kannste sein lassen.
In diesem Beitrag respektive Artikel steckt die ganze Tragik, die bis heute Unverständnis in meinem Kopf hervorruft:
Ganz offenbar waren Sie im Team zu Großen fähig wie dieser (und auch weitere Transfers) bezeugen. Dass sie keinen Weg gefunden haben an einem Strang zu ziehen, lässt mich bis heute ungläubig den Kopf schütteln.
Ganz offenbar waren Sie im Team zu Großen fähig wie dieser (und auch weitere Transfers) bezeugen. Dass sie keinen Weg gefunden haben an einem Strang zu ziehen, lässt mich bis heute ungläubig den Kopf schütteln.
SGE_Werner schrieb:
Hinrunde: 36:25 Tore
Rückrunde: 22:27 Tore
Danke für die Gegenüberstellung, da wird doch unser Hauptproblem sichtbar. Eine offensiv ausgerichtete Mannschaft, die hoch steht, trifft auf einmal viel zu selten. Umgestellt oder andere Möglichkeiten wurden dann aber keine ausprobiert, wofür es wiederum ganz unterschiedliche Gründe geben mag.
Warum wir uns nach der WM eine lange Zeit lang kaum noch Chancen erspielt haben und Glasner genau diese Kritik in den PKs oder von Krösche nicht zulassen wollte, hat bestimmt mehrere Gründe. Aber zum einen wollte Glasner in der Winterpause die Defensive stärken (trainieren), zum anderen verlor im Grunde unsere gesamte Offensive außer Muani die Form. Wahrscheinlich ua auch wegen der WM.
Mir ist klar, dass einige die Mannschaft nicht so stark sehen. Ich bleibe der Meinung, dass wir selten eine bessere hatten. Und am Ende haben wir Platz 7 erreicht, obwohl
- wir viele Verletzte hatten, in der Defensive deshalb permanent gewechselt werden musste.
- Wir in Summe in dieser Saison sehr viele schlechte Schirientscheidungen hinnehmen mussten.
- Einige unsere Spieler sich aufgrund der Vertragslaufzeiten über ihre Zukunft Gedanken gemacht haben.
Es gibt sicherlich noch weitere Gründe (zB trafen die Gegner gerne meistens mit der ersten Chance), ein aus meiner Sicht aber wohl noch hervorzuhebender Grund, war das Verlieren der Fokussierung in der Zeit nach der WM. SV und Trainer lieferten sich über die Medien ein Festival der Widersprüche (fängt direkt mit der Feststellung des SV an, dass man sich viel zu wenig Chancen erspiele). Sowas geht an den Spielern nicht spurlos vorbei, die psychologische Komponente sollte hier nicht unterschätzt werden (bestätigte auch der kleine Kroos in einer Talkshow, dass sowas in der Kabine Gesprächsthema werde und kontraproduktiv sei).
Und letzter Punkt war dann wahrscheinlich auch ein Grund, warum eine Zusammenarbeit für die Zukunft keinen Sinn mehr machen sollte. Vielleicht auch noch weitere andere Gründe.
Aber rein sportlich, hat Glasner selbstverständlich geliefert, auch wenn die schlechte Zeit nach der WM mit ihm zu tun hat. Dass alleine wäre aber never ever der Grund dafür, dass er gehen muss.
Schönesge schrieb:
...
Aber rein sportlich, hat Glasner selbstverständlich geliefert, auch wenn die schlechte Zeit nach der WM mit ihm zu tun hat. Dass alleine wäre aber never ever der Grund dafür, dass er gehen muss.
Also alle Schuld an der katastrophalen Rückrunde bis die Reißleine gezogen wurde, außer dem sportlich Verantwortlichen...
SemperFi schrieb:Schönesge schrieb:
...
Aber rein sportlich, hat Glasner selbstverständlich geliefert, auch wenn die schlechte Zeit nach der WM mit ihm zu tun hat. Dass alleine wäre aber never ever der Grund dafür, dass er gehen muss.
Also alle Schuld an der katastrophalen Rückrunde bis die Reißleine gezogen wurde, außer dem sportlich Verantwortlichen...
Hab doch geschrieben, dass die Rückrunde auch mit Glasner zu tun gehabt hat. Es wäre noch viel mehr möglich gewesen, wenn man nicht die Fokussierung verloren hätte, die man dann nach dem Hoffenheimspiel und den dort getroffenen Entscheidungen zurück bekommen hat.
Freidenker schrieb:
Genau wie bei Bobic werden einige Transfers ausschließlich vom Sportvorstand beschlossen
Ohne Mitwirkung bzw Zustimmung vom Trainer?
SGE_Werner schrieb:Freidenker schrieb:
Genau wie bei Bobic werden einige Transfers ausschließlich vom Sportvorstand beschlossen
Ohne Mitwirkung bzw Zustimmung vom Trainer?
Sowas soll es geben.
Magath hat bei Sky90 am Wochenende erzählt, dass er als Trainer bei den Bayern absolut nix zu sagen hatte bei Transfers.
Diegito schrieb:
Butter bei die Fische:
Hat die Conference League einen großen Mehrwert für uns?
Die Ausschüttungen sind nicht so pralle, du mußt den Kader trotzdem breit aufstellen für die Doppelbelastung. Der Titel an sich hat keine große Wertigkeit.
Durch den Sieg kann man die EL erreichen, das ist natürlich erstrebenswert. Bin hin und hergerissen.
So dachten in den vergangenen Jahren auch sehr viele "Top-Teams" über die EL...
Butter bei die Fische:
Hat die Conference League einen großen Mehrwert für uns?
Die Ausschüttungen sind nicht so pralle, du mußt den Kader trotzdem breit aufstellen für die Doppelbelastung. Der Titel an sich hat keine große Wertigkeit.
Durch den Sieg kann man die EL erreichen, das ist natürlich erstrebenswert. Bin hin und hergerissen.
Hat die Conference League einen großen Mehrwert für uns?
Die Ausschüttungen sind nicht so pralle, du mußt den Kader trotzdem breit aufstellen für die Doppelbelastung. Der Titel an sich hat keine große Wertigkeit.
Durch den Sieg kann man die EL erreichen, das ist natürlich erstrebenswert. Bin hin und hergerissen.
Ja, die Ausschüttungen sind nicht so groß, aber für uns dürfte es sich trotzdem positiv bemerkbar machen, dass wir in den dann 5 Jahren 4 mal international dabei waren … so marketingpooltechnisch und was es da sonst noch so gibt
Gabba Gabba Hey schrieb:
Falls die Meldung vom Kicker stimmen sollte..... Boooom!
https://www.kicker.de/paukenschlag-trennung-von-kahn-und-salihamidzic-dreesen-neuer-ceo-953465/artikel
"Paukenschlag: Trennung von Kahn und Salihamidzic - Dreesen neuer CEO"
Mit einem von beiden habe ich ja gerechnet , aber gleich beide , Respekt so eine Meldung ein paar Minuten nach der Meisterschaft zu verkünden .
SemperFi schrieb:deddy32 schrieb:
Respekt so eine Meldung ein paar Minuten nach der Meisterschaft zu verkünden .
Verstößt das nicht gegen die Menschenwürde?
Die Bayern kennen nur den Begriff, nicht die Bedeutung. Da muss man nachsichtig sein.
Meines Erachtens befindet er sich im Abseits.
Die Frage ist, ob er aktiv eingreift. In die Richtung eines Spielers zu flanken, der im Abseits steht, ist nicht zwingend Abseits, unser Spieler kann unbedrängt köpfen und "klären". Das ist das alte Streitthema passiv / aktiv mal wieder.
Das ist so der letzte Graubereich beim Thema Abseits und das war gerade ein Musterbeispiel dafür.
Die Frage ist, ob er aktiv eingreift. In die Richtung eines Spielers zu flanken, der im Abseits steht, ist nicht zwingend Abseits, unser Spieler kann unbedrängt köpfen und "klären". Das ist das alte Streitthema passiv / aktiv mal wieder.
Das ist so der letzte Graubereich beim Thema Abseits und das war gerade ein Musterbeispiel dafür.
SemperFi schrieb:SGE_Werner schrieb:
unser Spieler kann unbedrängt köpfen und "klären"
Aber das macht er ja nur, weil er den Gegenspieler im Kreuz hat.
Sorry, ist mir echt zu hoch.
Ich zitiere mal den Regelauszug von goal.com , der auch so in den Regeln mehr oder weniger steht.
Ins Spielgeschehen greift ein Spieler ein, wenn er den Ball annimmt, den Gegner beeinflusst oder aus seiner Stellung einen Vorteil zieht. Ein Beispiel dazu: Ein Spieler steht bei einem Torschuss passiv im Abseits, der Ball springt vom Pfosten zurück ins Spielfeld, wo der zuvor passiv stehende Spieler dann an den Ball kommt - dann ist er Abseits. Eine Beeinflussung liegt vor, wenn der der passiv im Abseits stehende Spieler einem Gegenspieler die Sicht versperrt oder er versucht, ihn anzugreifen, um den Ball zu erhalten.
Definitiv war das gerade ein absoluter Grenzfall, weil der Freiburger zwar erkennbar zeigt, dass er eigentlich angespielt werden möchte, dann aber unseren Spieler weder behindert, noch aktiv eingreift in den Zweikampf. Der Spieler von uns müsste aber natürlich nicht hin, wenn der Spieler dort nicht stände. Das ist aber halt schon seit vielen Jahren kein Grund um auf aktives Abseits zu entscheiden.
Ich habe die Regeln und Auslegungen nicht gemacht, die sind aber seit vielen Jahren identisch. Ich kann sie hier nur kurz erklären. Ich persönlich bin auch der Meinung, dass sowas Abseits sein sollte. Aber aufgrund der Regellage ist genau das eben auch eine Situation, wo ich verstehen kann, dass ein Schiri sagt "Ne, ist mir nicht aktiv genug nach Regel 11".
Alter 🙄
Medien: Eintracht einig mit Toppmöller
https://www.fussballtransfers.com/a2717268361359662702-einigung-eintracht-findet-glasner-nachfolger
https://www.fussballtransfers.com/a2717268361359662702-einigung-eintracht-findet-glasner-nachfolger
miraculix250 schrieb:hawischer schrieb:
Hast Du schon Anzeige erstattet?
Wieso sollte er? Ich finde, als Bürger sollte man erwarten können, dass dieser so leidenschaftlich beschworene "wehrhafte" Rechtsstaat da unabhängige Ermittlungsinstanzen aufzuwarten hat, die bei solchen Aktionen ohne entsprechende Aufforderung tätig werden. Von amtwegen sozusagen. Wie sich das für einen wehrhaften Rechtsstaat halt gehört.hawischer schrieb:
Berlin ist nicht Potsdam und jeder Fall ist ein eigener Fall.
Wenn jeder Fall ein eigener Fall ist, wie kann dann ein Anfangsverdacht in Potsdam eine solche Ungeheuerlichkeit der Generalstaatsanwaltschaft München rechtfertigen?
miraculix250 schrieb:hawischer schrieb:
Hast Du schon Anzeige erstattet?
Wieso sollte er? Ich finde, als Bürger sollte man erwarten können, dass dieser so leidenschaftlich beschworene "wehrhafte" Rechtsstaat da unabhängige Ermittlungsinstanzen aufzuwarten hat, die bei solchen Aktionen ohne entsprechende Aufforderung tätig werden. Von amtwegen sozusagen. Wie sich das für einen wehrhaften Rechtsstaat halt gehört.hawischer schrieb:
Berlin ist nicht Potsdam und jeder Fall ist ein eigener Fall.
Wenn jeder Fall ein eigener Fall ist, wie kann dann ein Anfangsverdacht in Potsdam eine solche Ungeheuerlichkeit der Generalstaatsanwaltschaft München rechtfertigen?
"Ungeheuerlichkeit" na ja. Da gehen die Meinungen auseinander.
Es gibt unterschiedliche Verfahren aufgrund jeweils unterschiedlichen Vorwürfen.
Nach Übergriffen auf die PCK-Raffinerie in Schwedt gab es im Dezember bereits eine bundesweite Razzia gegen die Aktivistengruppe. Das war Ausgangslage für die Ermittlung in Brandenburg.
Ermittelt von der Staatsanwaltschaft München wird gegen sieben Beschuldigte, die zwischen 22 und 38 Jahre alt sind. Fünf von ihnen wird nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, zweien die Unterstützung.
"Konkret werden sie beschuldigt, eine Spendenkampagne zur Finanzierung "weiterer Straftaten" für die "Letzte Generation" organisiert, die über deren Website beworben und dadurch mindestens 1,4 Millionen Euro an Spendengeldern eingesammelt zu haben. Das Geld sei auch überwiegend für die Begehung weiterer Straftaten eingesetzt worden, hieß es. Die aktuellen Ermittlungen würden sich aber nicht gegen die Spender richten, sagte ein Sprecher dem rbb."
Zwei Beschuldigte stehen zudem im Verdacht, im April 2022 versucht zu haben, die Öl-Pipeline Triest-Ingolstadt zu sabotieren.
"Das Verfahren wurde der Behörde zufolge "aufgrund zahlreicher Strafanzeigen aus der Bevölkerung, die seit Mitte des Jahres 2022 eingingen", eingeleitet. Im Verlauf der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass sich die Fälle auf das Bundesgebiet ausweiten, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München gegenüber dem rbb. In München würde die Federführung liegen, andere Bundesländer leisteten aber Amtshilfe."
"Im Zusammenhang mit Klimaprotesten hätten die Polizeibehörden im vergangenen Jahr mehr als 1.600 Straftaten registriert. Ein großer Teil davon gehe auf Straftaten bei den Straßenblockaden und anderen Aktionen der "Letzten Generation" zurück, erläuterte Faeser. Sie habe kein Verständnis für diese Aktionen. "Wir können die Klimakrise nur demokratisch bekämpfen", betonte sie. Der Rückhalt in der Gesellschaft sei die entscheidende Grundlage dafür: "Wer andere im Alltag blockiert und ihnen das Leben schwermacht, der schadet dem Klimaschutz."
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2023/05/berlin-klima-letzte-generation-lka-razzia.html
Ungeheuerlichkeit? Fragt sich nur was.
Brady74 schrieb:
Ich vage die Vermutung, wenns gegen Nazis und einen Anfangsverdacht ginge, würden die die sich jetzt beschweren, jubeln.
Ist aber nur so ein Bauchgefühl.
Ich persönlich habe nicht die Vermutung, sondern wir haben alle das Versagen im Bereich NSU erlebt.
Für mich halt nicht nachvollziehbar, dass festkleben in unserem Land ein größeres Streitthema ist als Menschen umbringen.
Xaver08 schrieb:
Die AKWs sind jetzt aus, d.h. weiterer Zubau geht direkt in die Reduzierung des CO2-Anteils in der Stromerzeugung
Mal eine blöde Detail-Frage, aber wurden die AKWs nicht zumindest teilweise durch Kohlekraftwerke ersetzt?
Und muss damit der Zubau erst einmal diese (jetzt zusätzlichen) CO2-Emissionen reduzieren, bevor man dann unter das Niveau vor der AKW-Abschaltung kommt?
Eintracht-Laie schrieb:
Mal eine blöde Detail-Frage, aber wurden die AKWs nicht zumindest teilweise durch Kohlekraftwerke ersetzt?
Und muss damit der Zubau erst einmal diese (jetzt zusätzlichen) CO2-Emissionen reduzieren, bevor man dann unter das Niveau vor der AKW-Abschaltung kommt?
Milchmädchenrechnung.
Da der Energiemix seit Entscheidung zum Ausstieg aus der Atomkraft sich signifikant in Richtung erneuerbaren Energien entwickelt hat, ist eine solche 1:1 Betrachtung nicht umsetzbar.
Schönesge schrieb:hawischer schrieb:
Actio et reactio.
Das stimmt wohl, so ganz aus dem Nichts sollen diese Klimakleber ja nicht unbedingt kommen. Aus der Wissenschaft soll es zudem Anzeichen dafür geben, dass wir Probleme bekommen könnten.
Du verkürzt.
Sich für Klimaschutz einzusetzen und zu demonstrieren ist gutes Recht. Niemand bestreitet das. Die Geister scheiden sich an den Mitteln die eingesetzt werden. Beginnend von den Aktivisten und nun von Staatsanwälten.
Dem angestrebten Zweck, dem Klimaschutz nutzt es nicht.
Doch, glauben und hoffen sind beide nicht wissen also ähnlich