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tobago

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peter schrieb:

das habe ich doch schon. ich glaube nicht, dass das wissen um zwischenstände irgend einen positiven einfluß auf die mannschaft gehabt hätte. und dass es trainer gibt die ganz gezielt die zwischenstände im stadion abschalten lassen. und fast alle trainer sagen von woche zu woche, das man nur auf sich selbst schauen würde. und dass es ein schwaches bild ist, wenn die spieler in der situation zusätzliche motivation durch zwischenstände benötigen..


Ganz so kann ich das nicht stehen lassen. Wenn die Spieler auf dem Platz nicht motiviert genug sind mit der Situation umzugehen (unabhängig vom Wissen um die Chance auf Platz 7), dann gibt es nur eine einzige Art zu handeln. Nämlich drei der unmotiviert herumkickenden Spieler (anders kann ich es leider nicht bezeichnen) vom Platz zu nehmen und drei reinzubringen die das Ruder herumreissen wollen/können oder es zumindest versuchen.

Da hätte es durchaus geholfen wenn der Trainer über die Chance Bescheid gewusst hätte, dann kann man nämlich früher als in der 90 Minute die Offensive stärken und den Auswechselspielern das richtige mit auf den Weg zu geben.

Gruß,
tobago
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friseurin schrieb:

Die Spieler haben eben nicht das Potenzial, auf dem Level zu spielen, das sie manchmal zeigen. Sonst würden sie das öfter tun.  


Ich gehe mal nur auf diesen Satz ein. "Spieler haben nicht das Potential auf dem Level zu spielen das sie manchmal zeigen." Was ich mich dann natürlich sofort frage ist:  wie haben sie es eigentlich dann geschafft diese Leistung doch mal abzurufen, wenn sie  nicht das Potential dazu haben? Und wieso sollten sie die Leistung nicht öfter abrufen können, wenn sie es einmal geschafft haben? Ist es nicht eher so, dass es eine Frage der Motivation/des Willens ist?

Gruß,
tobago
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cgrudolf schrieb:
vollste Zustimmung und vollkommen stimmig mit der FAZ von heute:
"Uninspiriert auf dem Platz, unprofessionell auf der Bank: Die Eintracht hat nicht gewusst, dass ein Angriff auf Platz sieben noch möglich gewesen wäre."
Ist dem noch etwas hinzuzufügen??


Das finde ich allerdings auch, milde ausgedrückt, den Hammer. Wir können nach hinten maximal einen Platz verlieren und nach vorne, zumindest noch die Chance auf eine Chance wahren. Was also müsste da eigentlich die oberste Maxime sein? Genau, alles versuchen was noch möglich ist.

Prinzipiell finde ich es nicht schlimm, wenn der Trainer und die Offiziellen nicht über die Spielstände Bescheid wissen, solange das Spiel unbedingt auf Sieg getrimmt ist und alles dazu unternommen wird um es zu gewinnen.

Das war aber augenscheinlich nicht der Fall, wir hatten nahezu keine Torchancen (bis auf den Schuss von Stendera). Zum unbedingten gewinnen wollen gehört  dann auch, dass der Trainer offensive Kräfte bringt, wenn er sieht es geht nach vorne nichts. Inui, Piazon und Valdez waren auf der Bank, Valdez kam in der letzten Minute. Gerade Valdez ist ein Kämpfer der andere mitreisst, Inui kann eins gegen eins und Piazon kann zumindst den ruhenden Ball. Wenn man es aber nicht versucht, dann ist es auch nicht möglich erfolgreich zu sein. Ob einer der drei jetzt etwas gebracht hätte ist reine Spekulation, es aber gar nicht zu versuchen obwohl die Spieler auf dem Platz keinen Siegeswillen hatten, finde ich falsch.

Wir haben wirklich die letzte, wenn auch kleine, Chance auf die EL verpasst. Das spiegelt so die gesamte Einstellung von oben (Leitung) bis unten (Spieler) wider, es wurde schlicht nicht mehr daran geglaubt, denn sonst hätte man alles dafür getan und das auch im Vorfeld und auf dem Platz so vermittelt. Hat man nicht, weil keiner wirklich auch nur ansatzweise daran glaubt und das ist keine Vermutung, denn die  Handlungsweisen und auch die Aussagen über die gesamte Saison zeigen das auf.


Gruß,
tobago
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WuerzburgerAdler schrieb:

Da hast du natürlich recht. Keine Frage.
Ich denke, das hat uns alle geärgert. Und von einer "guten Saison" spricht wohl nur der, der die angstvollen Erwartungen (Abstiegskampf) vor dieser Saison noch in den Ohren hatte.
Vergessen sollte man bei der Rückbetrachtung aber auch nicht die vielen Handicaps, die wir zu bewältigen hatten. Das fängt bei den Abgängen an, geht weiter über verlorene Punkte durch schlichtweg falsche SR-Entscheidungen in der Anfangsphase und hört beim Verletzungspech insbesondere gegen Ende der Saison auf.
Wenn man z. B. bedenkt, dass unser großer Schwegler-/Rode-Ersatz Hasebe eine halbjährliche Verletzung, eine WM und im Winter eine Asienmeisterschaft hinter sich zu bringen hatte, ist es schon aller Ehren wert, was er dennoch auf die Beine brachte. Und mit Alex und Kittel in der Schlussphase würden wir vielleicht trotz allem dort stehen, wo wir uns alle gerne sehen würden.


Die Handicaps hatten wir definitiv und nicht zu knapp. Schwegler, Jung und Rode zu ersetzen ist eher unmöglich. Und genau das war in vielen Spielen zu sehen, dass die Ordnung gefehlt hat. Die Verletzungen waren ebenfalls schlimm, Zambrano kam nie wieder in seine normale Leistungskurve, Bamba, Meier, Kittel usw. alles das hat uns zurückgeschmissen. Und trotzdem sind  die entscheidenden Spiele der Saison genau die vorher aufgezählten in der Rückrunde gewesen (Freiburg, Stuttgart, Mainz und Köln) die den Unterschied ausgemacht hatten. Und alle diese Spiele sind nicht wegen den Handicaps sondern wegen unserer Einstellung auf dem Platz verloren worden. Freiburg kann man als den Start in eine unglückliche Rückrunde sehen, das 2:0 auf dem Fuß (ich bin sicher wir hätten sie dann aus dem Stadion geschossen), Gegner stark gemacht, haushoch verloren und das aus dem Kopf nie wieder rausbekommen.

Daher, trotz aller Handicaps hätte es anders laufen müssen. Ist nicht so, daher Schwamm drüber und nächste Saison angreifen.

Gruß,
tobago
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Basaltkopp schrieb:
Die Niederlage bei Deinem exemplarisch aufgeführten Spiel ist in soweit auch ärgerlich, weil der Abstieg des VfB noch viel wahrscheinlicher wäre, wenn wir dieses 1:0 über die Zeit gebracht hätten.


In diesem Zusammenhang ist mir das egal (in einem anderen nicht, aber das steht im VFB Fred). Es ist schlicht so, dass diese Saison viel mehr drin war als wir erreicht haben und ich das nicht mit einer Einstellung "gute Saison" abhaken kann. Hätten wir den jetzigen Platz (mal sehen wo wir am Ende dann wirklich stehen), auf dem Zahnfleisch kämpfend und ackernd erreicht, kein Problem. Dann hätte ich vor der Saison schlicht die Leistungsstärke der Mannschaft falsch eingeschätzt. Was mich traurig macht ist aber, dass die Einstellung (aus welchen Gründen auch immer), der Mannschaft in vielen Spielen nicht gestimmt hat und es nicht am Können der einzelnen Spieler sondern am Auftreten lag. Und das macht mich nicht zufrieden mit der Saison, sondern ich zähle sie als Mißerfolg.

Gruß,
tobago
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Parodie schrieb:
Darf ich fragen, wie du vor der Saison ernsthaft davon ausgehen konntest, dass wir um die Plätze 6 - 9 mitspielen?

-Kader war spät erst komplett.
-Neuer Trainer, neues Spielsystem
-Schwegler, Jung, Rode, Joselu (event. Barnetta) wichtige Spieler abgewandert
-Prognose verschiedener Medien Spox 11 - 14 , Südkurrier 13, T-online Klassenerhalt, hr unteres MIttelfeld, Elf Freunde solider zweistelliger Tabellenplatz, NTV Klassenerhalt,

Leider finde ich nicht mehr die Saisonprognosen von FAZ, FNP FR, aber ich meine mich zu erinnern, dass diese alle eine Reichweite von 9-15 hatten.

Also wie zum Geier kamst du auf 6-9?


Persönliche Einschätzung der Möglichkeiten die drin waren. Dass es drin war ist wohl auch nicht zu bestreiten, das hat jeder gesehen. Natürlich haben wir es nicht geschafft aber nicht, weil die Leistung prinzipiell nicht möglich war, sondern weil wir die mögliche Leistung nicht dauerhaft abgerufen hatten. Wir hatten eine überragende Phase, davor eine mittelmäßige Phase und eine eher sehr schwache Rückrunde. Aus den Spielen in Köln, Mainz, Stuttgart und Freiburg keinen einzigen Punkt zu holen, das war schon eher eine Kunst als alles andere. Trotzdem ist der 9. Platz aktuell nur einen Punkt weg.

So zum Geier komme ich auf 6-9, weil es absolut realistisch war und mit etwas mehr Konzentration in entscheidenden Spielen, bspw. beim Tabellenachzehnten nach einer 1:0 Führung, wären wir auch dort gelandet.

Gruß,
tobago
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skyeagle schrieb:
hätte wäre könnte. Platz 7 wäre selbst bei einem Sieg gegen Berlin unrealistisch gewesen.

Nochmal gegen Bayer alles raushauen und sich mit nem Heimsieg verabschieden. Das langt dann vielleicht für nen einstelligen Tabellenplatz und es sieht am Ende doch ganz in Ordnung aus, trotz Auswärtsschwäche etc.


Ganz in Ordnung ist für mich schon etwas anderes. Wir haben nicht nur in Berlin die richtige Einstellung auf dem Platz vermissen lassen sondern in sehr vielen Spielen und das ist nicht in Ordnung. Diese Saison wurde sehr leichtfertig eine wesentlich bessere Platzierung verschenkt und das ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung. Mir persönlich geht es nicht so sehr um die finanziellen Einnahmen (die sind hier im Forum ja oft der Fokus), als um das was den Fussball ausmacht, kämpfen und gewinnen und daraus resultierend ein besseres Ergebnis in der Tabelle. Es war definitiv drin dieses Jahr die EL zu erreichen, die haben wir aber in Eigenleistung verpasst. Aber nicht erst in Berlin sondern unter anderem auch in Berlin.

Mir gefällt auch nicht, dass ich mir am Wochenende anhören durfte, dass die Fans vor der Saison sofort unterschrieben hätten, wenn uns einer den 10 oder 11 Platz hingehalten hätte. Ich bin von Anfang an davon ausgegangen, dass wir um die Plätze 9-6 spielen müssen und das war allemal drin. Aber dieses, "wir hätten unterschrieben" zeigt die Grundeinstellung, die von der Führung über die Spieler bis zu den Fans, in großen Teilen besteht. Wir sind in den eigenen Köpfen ein Verein der per se gegen den Abstieg spielt und alles darüber hinaus wird als Erfolg bezeichnet.

Ich finde, dass die Saison ein Mißerfolg ist, mit dieser Mannschaft in dieser Saison muss mehr rauskommen.

Gruß,
tobago
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Hyundaii30 schrieb:
Basaltkopp schrieb:
Wenn Schaaf bei einem Großteil der Mannschaft unten durch ist wäre das sehr wohl ein Grund für einen Trainerwechsel. Und die in den Raum gestellten  3 (3,5?) Mio Abfindung für Schaaf und seinen Trainerharem kann man ganz schnell auch bei den Fernsehgeldern oder im worst case bei einem möglichen Abstieg auch verlieren.

Ist eben die entscheidende Frage wie die Mannschaft wirklich zum Trainer steht.  


Mit dem letzten Absatz hast du recht.

Nur das ist genau das ist das was ich meine.
Was will man Schaaf denn jetzt vorwerfen.
Ist er abgestiegen ? Nein

Wären wir mit einem anderen Trainer in der Tabelle sicher weiter vorne gelandet.
Da sage ich schau nach Hamburg,  Stuttgart,
Leverkusen und Schalke.

wo ist da sie Garantie das alles mit einem neuem Trainer besser wird.

Bisher hat mich Schaaf auch nicht voll überzeugt,  nur sollte man jetzt die neue
Saison gemeinsam angehen und sollte man nach den ersten Spielen merken , daß es nicht läuft muss man halt frühzeitig handeln.

Eine Ausnahme wäre , wenn der Großteil der Mannschaft nicht mir Schaaf klarkommen würde.
Aber das halte ich weiterhin für dummes gebabbel der Medien


Es ist immer dasselbe mit der Argumentation. Natürlich gibt es keine Garantie, dass ein neuer Trainer alles besser macht. Und natürlich wird mit HSV, Stuttgart oder Hannover verglichen, denn die stehen hinten. Warum wird denn nicht das Beispiel Gladbach dagegen gehalten, deren Umschwung mit dem Trainer Favre kam (und mit unserer Schützenhilfe). Warum wird als Trainer nicht Klopp genannt der nach Dortmund kam und wie die Faust auf´s Auge passte. Ich hätte gerne mal einen Trainer bei uns der wie die Faust auf´s Auge passt, das haben wir in den letzten 20 Jahren eher nicht hinbekommen.

Ich persönlich brauche keinen neuen Trainer wenn im Innenverhältnis alles in Ordnung ist, kann aber nicht beurteilen ob es das ist. Ich denke aber wir werden das in zwei Wochen wissen.

MIr passt aber die Argumentation, einmal mit dem Einsparen von Abfindungen und vor Allem, ein neuer Trainer garantiert keinen Erfolg, überhaupt nicht. Das mit den Abfindungen halte ich für vollkommen daneben. Und das andere ist nur ein Totschlagargument ohne wirkliche Aussage..

Gruß,
tobago
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SGE_Werner schrieb:

Warum sollte uns daran was gelegen sein? Es erhöht die Chancen, dass wir die nä. Jahre eher nicht absteigen, enorm. Abgesehen davon, dass Hamburg und Stuttgart fantastischerweise RB Leipzig noch ein Jahr abhalten können, in die BL zu kommen.

Rein von der Attraktivität haste recht. Wobei ich sagen muss, dass mir Hamburgs Spielweise noch weniger gefällt als unsere auswärts und dass Stuttgart der langweiligste Traditionsverein von allen ist.

Hamburg hat wirklich alles dafür getan, abzusteigen und es auch verdient. Freiburg hat es verdient drin zu bleiben. Bzgl. Stuttgart und Paderborn bin ich mir noch nicht schlüssig genug.  


Die Chancen drinzubleiben erhöht weder der HSV noch der VFB in der 2. Liga, das macht schon ganz alleine unser Spiel und unser Anspruch darf definitiv  nicht nur sein, nicht abzusteigen. Gehört ab er in einen anderen Fred.

Ich persönlich glaube, dass die Bundesliga mit den Mannschaften wie Paderborn, Freiburg, Mainz und Augsburg viel zu viele Underdogs hat die nicht vergleichbar mit den großen Traditionsvereinen sind. Dazu gibt es mit VW, Bayer und Audi noch drei Werksvereine die keiner braucht. Die letzteren werden wir auf Sicht nicht verhinden, dann wäre es schön wenigsten die kleinen Kackvereine loszuwerden und mit den großen Namen in einer Liga zu spielen.

Vielleicht bin ich aber auch nur schon zu alt für die "neue" Bundesliga.

Gruß,
tobago
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francisco_copado schrieb:

Deine Konstellation ist eine reine "Fan-Sicht". Aus "Vereins-Sicht" muss man hoffen, dass Hannover, Hamburg und Stuttgart absteigen. Diese sind auf Dauer direkte Konkurrenten um einen festen Platz in der Liga und größere Konkurrenten in der TV-Geld-Tabelle als Freiburg oder Paderborn. Ein (oder womöglich mehrere) Jahre zweite Liga würde diese Vereine um Jahre zurückwerfen und uns einen entscheidenden Vorteil bringen.


Das sehe ich anders. Auch der Eintracht sollte daran gelegen sein, dass Vereine wie der HSV und Stuttgart drin bleiben und nicht Paderborn, Freiburg, Augsburg und ähnliche Mannschaften. Geld ist nicht alles in der Liga und der Eintracht muss daran gelegen sein, dass die Traditionsvereine oben spielen, das macht nämlich am Ende die Liga aus. Wenn man in der Geldtabelle ein paar Plätze gut macht ist das nicht zu vergleichen mit richtigen Fussballspielen wie gg. VFB und HSV, die bspw. Paderborn gg. Frankfurt nie sein werden.

Gruß
tobago
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zappzerrapp schrieb:

Wir profitieren am meisten, wenn Stuttgart und der HSV absteigen. Die paar Tausend Zuschauer mehr, die die beiden im Vergleich zu Paderborn oder Freiburg bringen, wiegen das Plus bei Fernseheinnahmen und Co. nicht auf.


Ich finde wir profitieren am meisten wenn der VFB und Hamburg drinbleiben, FCK und Darmstadt aufsteigen und Hannover kann gg. einen der beiden die Relegation vergeigen. Zwar profitieren wir da nicht vom Geld aber es gibt die richtigen Spiele. Fast kein Spiel in der Bundesliga ist geiler als gg. den FCK, gg. Darmstadt ist endlich mal wieder ein Hessenderby seit 1983 und Hamburg sowie der VFB sind mir allemal lieber als Freiburg und Paderborn.

Ich mache meine Auf- und Abstiegswünsche ausschließlich von Sympathie und Antipathie abhängig und da ist die zurzeit beste mögliche Konstellation aus meiner Sicht die oben beschriebene.

Gruß,
tobago
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Adlerist schrieb:
@tobago

Danke für Deine ausführliche Erläuterung. Allerdings liegt unsere Diskrepanz wahrscheinlich nur in der Interpretation des Wortes "sicher". Ich will gar nicht darauf rumreiten, dass es natürlich nie 100%ige Sicherheit gibt. Aber wir haben es hier mit dem raren Gewerbe der Profitrainer zu tun. Wie lange hält sich so ein Trainer im Job, zweikommaebbes Jahre? Und die Entscheider entlassen, weil sie unsicher waren? Oder sicher des Gegenteils? Nach einem Jahr waren sie sich noch sicher, haben sich aber geirrt?  Oder sie hörten nicht auf Dich und ignorierten ihre Unsicherheit, bis sie sicher waren, der Trainer sei der Falsche?

In nahezu allen Lebensbereichen funktioniert es so, dass man sich mit Unsicherheit arrangieren muss. Erst wenn man zu einer gewissen Überzeugung gelangt ist, verändert man Dinge. In der Demokratie ergeben sich so magische > 50%, bei wichtigen Entscheidungen 2/3 oder sogar 75%. Kernkraftwerke, Atomwaffen werden in weiten Teilen der Welt akzeptiert, obwohl bekannt ist, dass diese Dinge "nicht sicher" sind.

Aber Du möchtest einen Trainer entlassen, wenn man sich "nicht sicher" ist. Und dann stellst Du einen neuen ein, von dem nur eines sicher ist: In Kürze wird man sich nicht mehr sicher sein, dass dieser dann noch der richtige ist.


Den Mittelteil lasse ich mal aus meiner Argumentation raus, der passt aus meiner Sicht nicht so gut als Vergleich.

Ansonsten ist es richtig, mit Unsicherheiten muss man immer rechnen. Die Unsicherheit bei einem neuen Trainer ist natürlich groß, passt er wirklich, macht er das was man sich vorstellt, wie man es sich vorstellt usw.

Die Unsicherheit bei einem Trainer der schon ein Jahr da ist, die darf aus meiner Sicht nicht bestehen. Entweder man hat Vertrauen, dass er seine Arbeit gut macht weil man ihn ein Jahr arbeiten sehen hat, oder eben nicht. Wer nach einem Jahr noch Vertrauensvorschuss benötigt, der passt nicht (aus meiner rein persönlichen Sicht). Ich würde einen Mitarbeiter der nach einem Jahr noch nicht bewiesen hat, dass er der richtige für den Job ist, den Rat geben das besser woanders zu beweisen.

Gruß,
tobago
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Adlerist schrieb:
Pflichtverteidiger @tobago

Neinein, Du liegst richtig: Ich wollte verteidigen, nicht Dich der Wortverdreherei anklagen. Und wenn eher des Vorwurfs des nicht genauen Lesens bzw. vorschnellen Urteilens. Ich finde es nämlich eine Wohltat, wenn manche hier noch wohlbedacht und überlegt argumentieren, da sollte man dann auch nicht einfach drüber wegholpern.

In freudiger Erwartung Deiner Verdrehungen
A.


In Ordnung, dann wäre das geklärt  

Gruß,
tobago
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Adlerist schrieb:
Ah, schon wieder @tobago

Variante A = nicht sicher
Variante B = nicht sicher + Kosten 2 Mio €
tobago schrieb:
dann muss eine andere Entscheidung (= Variante B) her.


Ah, der Pflichtverteidiger, schon wieder.

Nein so ist das nicht gemeint. Es ist so, dass Schaaf hier seit einem Jahr Trainer ist. Ich gehe davon aus, dass du das mitbekommen hast. Wenn man sich nach einem Jahr mit dem Trainer nicht sicher ist, dann gibt es aus meiner Sicht nur die Variante, dass er geht. Wenn man sich sicher ist, dann ist alles überhaupt kein Problem, man hat die Erfahrung des letzten Jahres und weiß was man an ihm hat. Im Moment scheint es aber Unsicherheiten zu geben, zumindest laut Presse und je nachdem wie man die Reaktionen darauf deutet.

Wenn du dir bei einem Angestellten in dieser wichtigen und entscheidenden Position nach einem Jahr verrichteter Arbeit nicht sicher bist ob er der richtige ist, weil er bspw. Probleme im Umgang mit der Mannschaft hat, dann ist er es nicht.

Ich kann es nicht beurteilen weil ich die internen Dinge nicht kenne. Aus meiner Sicht muss er die Mannschaft für die neue Saison etwas besser aufstellen evtl. durch zwei/drei gezielte Verstärkungen, vor allem in der Defensive. Ansonsten glaube ich nämlich er macht gute Arbeit. Aber um mich geht es nicht, denn das weisst du wahrscheinlich auch, ich entscheide nicht ob man sich sicher ist oder nicht. Das machen, soweit ich informiert bin, der SD und der Vorstand.

Gruß,
tobago
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EagleUSA schrieb:
Können wir uns denn so sicher sein, dass es mit einem neuen Trainer zu Saisonbeginn besser als unter Schaaf laufen würde?  


Nein und trotzdem ist es (aus meiner Sicht) der einzige Weg wenn sich die Verantwortlichen nicht sicher mit Schaaf sind. Ich bin auf dein Argument eingegangen (und das vieler anderer), dass mal geschaut werden sollte. Wenn sich die Verantwortlichen sicher sind, dass Schaaf der richtige ist und die Mannschaft auch, dann muss Schaaf weitermachen. Wenn aber Zweifel bestehen, wenn das stimmt was in den Medien kolportiert wird dann muss eine andere Entscheidung her. Da  ich es nicht beurteilen kann ist es mir egal, hauptsache wir spielen im Jahr 2016 in der Euroleague.  

Gruß,
tobago
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Adlerist schrieb:
@tobago
... und schwupps machst Du aus einem " mir würde auf anhieb kein trainer einfallen" über den Weg einer Annahme eine Behauptungnoch dazu eine mutige.

Der Mann wird doch wohl am Besten wissen, was ihm (nicht) einfällt, Fakt! Oder etwas nicht?  ,-)  


Schön, dass er einen Pflichtverteidiger hat der sofort einspringt

Ich wollte ihm keine Behauptung in den Mund legen und habe seine Aussage ganauso verstanden, dass ihm  kein Trainer (auch nicht die Superstars) einfällt der es besser gemacht hätte. Da habe ich doch glatt die Bosheit begangen weiterzudenken, wenn ihm keiner einfällt, nicht mal die Superstars, dann wird es aus seiner Sicht keiner besser machen können. Denn wo keiner ist da ist auch keiner der es besser kann.

@powder
sollte meine Schlußfolgerung nicht richtig sein, habe ich dich schlicht falsch verstanden und dann entschuldie ich mich natürlich.

@Pflichtverteiger
keine Ahnung ob du schon ein paar Posts von mir kennst, ich habe nicht die Intension anderen Usern ihre Worte herumzudrehen und habe in Zukunft auch nicht vor das vornehmlich zu tun. Ok, du bist jetzt vorgemerkert, aber sonst halte ich mich zurück  

Gruß,
tobago
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EagleUSA schrieb:
Ich finde, Schaaf sollte erstmal weitermachen. Saisonziel erreicht, aus dem Kader recht viel (allerdings wohl nicht alles) rausgeholt. Was kann er dafür, dass die Mannschaft auswärts bei einem Gegentor auseinanderfällt? Er hat zumindest eine Chance verdient.

Im Herbst kann man dann nochmal sehen. Wenn wir nach dem 15. Spieltag in der Abstiegszone stehen, kann man TS immer noch entlassen und in der Winterpause personell nachlegen.


Aussagen dieser Art habe ich hier im Fred schon sehr viele gelesen. Zeit geben bis Winter, dann kann man immer noch entlassen, Zeit geben bis Oktober und dann weitersehen. Entweder man ist sich sicher bei Schaaf und er hat ein Konzept, den Zugang zur Mannschaft und bekommt die richtigen Leute für sein System oder man muss im Juni die Reissleine ziehen und einem anderen Trainer die Chance auf den Aufbau eines guten Teams geben.

Dieses, nochmal sehen ob es klappt, das ist tödlich. Wenn wir nach 15 Spielen auf einem Abstiegsplatz stehen garantiert uns niemand, auch kein Trainerwechsel, dass wir nochmal aus dem Quark kommen. Unser Ziel kann nächste Saison nur sein unter die ersten 5-10 zu kommen und gar nichts darunter. Da ist ein Versuch ob sich ein Trainer doch noch durchsetzt eher schädlich. Entweder die Verantwortlichen sind sich sicher oder er muss gehen.

Gruß,
tobago
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powder schrieb:
und nicht zuletzt:  mir würde auf anhieb kein trainer einfallen, der mit dem kader garantiert mehr erreicht als schaaf - selbst die angeblichen übertrainer klopp oder doping-pep (der ganz besonders) nicht.  


Auf welchen Fakten fusst diese Annahme, dass ein anderer Trainer nicht mehr erreicht hätte? Ich lasse mal das "garantiert" weg, das gibt es im Fussball nicht. Aber die Behauptung, dass ein anderer Trainer nicht mehr rausgeholt hätte finde ich sehr mutig.

Gruß,
tobago
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WuerzburgerAdler schrieb:

Ich will mich nicht dazu versteigen zu bestimmen, was Thema dieses Threads ist. Also ziehe ich meinen Einwand gegen deine Beiträge zurück.


Ich wollte absolut keinen Konfrontationskurs mit Dir eingehen, im Gegenteil.

Gruß,
tobago
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peter schrieb:
WuerzburgerAdler schrieb:
Tobago schrieb:
Ich lese ja nicht alles was jeden Tag geschrieben wird, doch wo werden Unwahrheiten geschrieben? Vage Andeutungen und nicht näher belegte Aussagen sind für mich noch nicht Unwahrheiten.


Doch, das sind sie, namentlich wenn sie in einem Massenmedium gezielt und in einem bestimmten Zusammenhang veröffentlicht werden, und das weißt du genau.


für mich auch.

@Tobago

da ich noch zu träge bin jetzt dinge zusammen zu suchen ein ganz simples beispiel. die fr versucht ihre einschätzung mit dem phlegma des trainers am samstag am spielfeldrand zu belegen.

ich habe das spiel nur auf sky gesehen, da sagte der moderator der trainer sei hektisch und ständig in bewegung. das wurde auch durch bewegtbild unterstützt. das wurde auch von den meisten usern hier im forum, die im stadion waren, so bestätigt, hohe emotionalität auf seite de trainers.

wer nun nichts von spiel gesehen hat und nur die fr liest muss den eindruck haben, dass da ein demoralisierter und unmotivierter trainer phlegmatisch und stoisch seine zeit auf der bank abgesessen hat.

ganz genau das meinte ich. für mich ist das nicht mehr subjektive wahrnehmung sondern das verbiegen von tatsachen bis sie ins zu entwerfende bild passen.



Das wäre bisher der erste Fall von "Verdrehen" der Wahrheit. Leider kann ich es selbst nicht beurteilen, da ich nicht im Lande war und das Spiel sehen konnte. Schaaf ist allerdings nicht dafür bekannt, ruhig auf der Bank zu hocken, im Gegenteil.

Gruß,
tobago