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Xaver08

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Zur angeblichen Alternativlosigkeit des Weiterbetriebs der Kernkraftwerke und dem zustandekommen des aktuellen Strompreises, hier mal ein Kommentar des Geschäftsführers vom Windkraftbetreiber makawind. Der bemüht sich aufzuzeigen, wie völlig verlogen diese ganze Debatte ist und wie hart das an der Realität vorbeigeht.
Letztlich mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie der sogenannte Markt nicht etwa dafür sorgt, dass Probleme gelöst werden (wie uns die Lindners dieser Welt ja immer erzählen) sondern vielmehr wie diese Probleme genutzt werden um Profit zu maximieren und wie darüber die Lage völlig zugespitzt wird. Schlicht das Problem potenziert.
Letztlich zeigt er auch auf, dass kein ernsthafter Versuch existiert, die Dekarbonisierung ernsthaft voran zu bringen. Was da grad passiert ist das übliche buckeln vor dem Energiemonopolisten.

https://www.makawind.de/index.php?show=news

Habecks Idee vom "grünen Kapitalismus" ist, man muss das immer wieder so deutlich sagen, ein total illusorischer Quatsch!
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Dieser Blogbeitrag kursiert schon ein paar Tage, einige Leute haben sich sachlich damit auseinandergesetzt.

Ich weiss nicht, ob vielleicht ein kleiner Kern Wahrheit dran sein könnte, allerdings habe ich gelesen, dass er nicht gezwungen ist, seinen Strom an der Börse zu verkaufen. Ein Abregeln um Börsenpreise zu stützen oder was auch immer, klingt für mich eher unwahrscheinlich, im grösseren Umfang scheint das sicherlich nicht richtig zu sein.

Es geht um das Abregeln von Kraftwerkskapazitäten auch von Kapazitäten der EE zur Netzstabilisierung, bis letztes Jahr galt Vorrang für die EE, seit letztem Jahr beteiligen sich (Stichwort redispatch2.0) auch die EE stärker an der Netzstabilisierung.

Naturstrom hat 2021 einen sehr sachlichen und lesenswerten Blogbeitrag dazu veröffentlicht:
https://blog.naturstrom.de/energiewende/abregelung-von-erneuerbaren-energien/


Das Problem ist also am Ende ein altbekanntes, es sind die Defizite in der Modernisierung der Stromerzeugung im Süden bevorzugt in Bayern.
És fehlen im Süden Windenergiekapazitäten und es fehlt an der Netzinfrastruktur Windstrom aus dem Norden nach Süden zu leiten.

Das ist etwas was massiv aus Bayern geblockt wurde. Im Merkur findet sich ein etwas älteres Interview, das sich mit den Fehlern Bayern bezüglich der Energieversorgung auseinandersetzt:
https://www.merkur.de/bayern/ukraine-energiekrise-bayern-experte-soeder-regierung-katastrophales-zeugnis-putin-91709512.html


Das ist der selbe Hintergrund, weshalb aktuell Bundesländer aus dem Norden verschiedene Stromzonen fordern. Der Strom wäre im Norden deutlich günstiger und im Süden der Republik deutlich teurer.

Auf finanzen100 findet sich ein Artikel, der feststellt, dass sich das für Bayern mittlerweile industriell zu einem deutlichen Standortnachteil herauskristallisiert:
https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/der-norden-ueberholt-den-sueden-im-grunde-ist-bayern-schon-laengst-abgehaengt_H2088453662_83268873/
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Ich möchte jetzt nicht nur die Glashausbewohner noch freundlich bitten, ihren Austausch von persönlichen Nettigkeiten entweder einzustellen oder auf anderen Kanälen fortzuführen.

Danke
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Um Interpretationen zu erleichtern, der vollständige Twittertext von Merz zu seinem Fauxpas.

"Zu meinen Äußerungen von gestern über die Flüchtlinge aus der Ukraine gibt es viel Kritik. Ich bedaure die Verwendung des Wortes „Sozialtourismus“. Das war eine unzutreffende Beschreibung eines in Einzelfällen zu beobachtenden Problems. (1/3) (FM)
Mein Hinweis galt ausschließlich der mangelnden Registrierung der Flüchtlinge. Mir lag und liegt es fern, die Flüchtlinge aus der Ukraine, die mit einem harten Schicksal konfrontiert sind, zu kritisieren. (2/3) (FM)
Wenn meine Wortwahl als verletzend empfunden wird, dann bitte ich dafür in aller Form um Entschuldigung. (3/3) (FM)"
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Wie passt denn der Sozialtourimus ins Bikd, wenn es um mangelnde Registrierung geht? Welche Leistungen bezieht denn ein Mensch in Deutschland, wenn er nicht registriert ist?
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Xaver08 schrieb:

Warum empfiehlt er keine Maske zu tragen?

Weil geringe Kontakte zum Virus die Immunabwehr dagegen wieder etwas "aufmöbeln" würden.
Also so etwas, was du zB beim Einkaufen abbekommst. Bei längeren und engeren Kontakten rät er nach wie vor zur Maske.
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Dieses Aufmöbeln oder Trainieren des Immunsystems haben Virologen wie Watzl oder Drosten immer wieder eine Absage erteilt. Die Vorstellung eines trainierbaren Immunsystems vergleichbar einen Muskel wäre nicht richtig.

https://www.dw.com/de/covid-abschottung-ist-unser-immunsystem-aus-dem-training/a-58685150

Ich bekomme die Aussage Deines Arztes nicht in Deckung mit dem was ich gelesen habe.

Die einzig sinnvolle Prägung des Immunsystems ist für mich die Impfung. Auch eine Infektion kann diesen Effekt haben, bei Corona scheint das aber nur die Durchbruchsinektion zu sein (am besten nach vollständiger Impfung), ohne vorhergehende  Impfung scheint eine Infektion nur einen kurzen Schutz zu geben. Und die Infektion hat halt doch eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen aka Krankheitsfolgen als die Infektion

Das was Dein Arzt da vorschlägt ist für mich eher ein Lotteriespiel, ob die Viruslast klein genug bleibt, sich nicht doch anzustecken. Das sind Wahrscheinlichkeiten und kann natürlich auch länger gut gehen.
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Auskunft eines Arztes auf die Frage nach der 4. Impfung:

Jemand, der 3 x geimpft plus 1 x mit Omikron infiziert wurde, genieße schon den höchstmöglichen Schutz. Im Gegenteil: zu viel Schutz sei auch nicht gut, da keine neuen Abwehrkräfte mobilisiert würden. Er rät deshalb sogar dazu, die Maske beim Einkaufen nicht zu tragen, sondern nur bei der Gefahr hoher Virenlast, also bei engen Kontakten (z.B. einem gemeinsamen Essen über längere Zeit). Auch stehe er dem superneuen Impfstoff BA 4/5 erst einmal abwartend gegenüber und würde das alles im November neu bewerten.

Nur zur Info.
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Den zeitlichen Abstand von der letzten Impfung respektive einer Infektion von ca 6 Monaten habe ich auch schon gehört.

Aber die Begründung war nicht zuviel Schutz wäre nicht gut, sondern es gibt kein mehr an Schutz dadurch.

Warum empfiehlt er keine Maske zu tragen?
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Anthrax schrieb:

Vael schrieb:

Anthrax schrieb:

adlerkadabra schrieb:

Anthrax schrieb:

Heute haben sie immerhin alte verrostete AKs.

Würdest Du das eventuell zurücknehmen?



Wer?


Ei das unser AK verrostet ist, das geht garnicht


Die richtige Antwort wäre gewesen: "Sie!"
Und dann: "Ich?"
"Ja"
"Nee!"
"Na dann ist die Sache für mich erledigt"

Versteh ich nicht. Da wird der ak mit Rostvorwürfen einschließlich der Mutmaßung, er wäre alt versehen und dann ...
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Und dann bittet der spielverderbende Mod wieder zum Thema zurückzukehren 😎
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Sodele. Hab den Mist aus Marseille mitgebracht. Freue mich über Tipps und Erfahrungen,  wie andere die Grippe- und Erkältungssymptome bekämpft haben.
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Gute Besserung, 6 Wochen Schonung im Nachgang soll das Longcovidrisiko minimieren
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Bei solchen Hiobsbotschaften kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln:

Damit Deutschland die Energiewende hinbekommt, werden weitere Solar- und Windkraftparks gebaut. Das Widersprüchliche daran: Für die Stromerzeugung wird Schwefelhexafluorid eingesetzt. Dabei handelt es sich um das stärkste bisher bekannte Treibhausgas. Seine Verwendung könnte die Erderwärmung vorantreiben, anstatt sie zu stoppen. Dem will die EU Einhalt bieten. Zu spät, so die Kritik der Umweltschützer.

https://www.mdr.de/nachrichten/welt/politik/eu-gruene-kritik-verbot-treibhausgas-schwefelhexafluorid-windrad-energiewende-100.html

Da es klimaneutrale Alternativen zum Einsatz von Schwefelhexafluorid gibt, liegt es für mich auf der Hand, dass der Lobbyismus sehr erfolgreich gegen diese  - bzw. deren schnelle und zwingende Verwendung - vorgegangen ist.
Eine erwähnte Alternative wäre angabegemäß von Siemens Energy. Dort werden die elektrischen Schalter in Vakuumflaschen verbaut, die Isolation würde ergänzend von hochreiner Luft übernommen.

Es geht also um Vakuum-Flaschen, von hochreiner Luft umgeben vs. das schädlichste bekannte Treibhausgas! Wofür entscheiden sich die Firmen? 3 x darf man raten. Wofür entscheidet sich die EU: Weiter so!  Eigentlich möchte ich das gar nicht glauben ...  

Auch wegen des hochgetriebenen Strompreises würde ich, wenn ich denn für eine sogenannte "Übergewinnsteuer" wäre (was ich nicht bin), gerade bei den umweltschädlichen Gelddruckmaschinen ganz besonders wachsam sein ... und ordentlich abschöpfen.

Windkraftanlagen sind aus meiner Sicht keine gute Lösung, aus vielerlei Gründen ...    
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Der Blogger Jan Hegenberg aka der Graslutscher seziert und widerlegt den Tagesschau und mdr Bericht auf seinem Blog

https://graslutscher.de/ueber-den-unverantwortlichen-versuch-von-tagesschau-und-mdr-windkraft-als-klimakiller-zu-framen/

Das Resultat ist vernichtend für die beiden Berichte, beginnend beim framing, das schon von Elektroautos bekannt ist, dass eine Lösung nur dann genutzt werden darf, wenn sie zu 100% perfekt ist über mangelnde Recherche, wie die Tatsache, dass der Einsatz von SF6 als Isoliegas für die Emissionen in D untergeordnet ist (erst Recht wenn man es ins Verhältnis zu den Einsparungen durch Windräder setzt) bis hin zu mangelhafter Recherche, denn es gibt strenge Vorschriften zum Recycling dieses Isoliergases in diesen Anwendungen
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Puh. In der Vorschau stand: Pah, ich eröffne einfach morgen...
Da dachte ich schon an eine Herren-Butike.
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Dann haben wir bald einen Wuppertaleradler
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Interzone
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Artikel über das post Vac Syndrom in der SZ
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-medizin-impfung-post-vac-erschoepfung-nebenwirkungen-1.5655820

Aktueller Stand der Untersuchungen dazu findet keinen Zusammenhang zur Impfung, Anzahl ist gering, allerdings in D im Verhältnis zu anderen Ländern und der Anzahl der Impfungen überhöht.

Möglicherweise durch einen Berichterstattungsbias, es scheint sogar Belege dafür zu geben , dass gefälschte Betroffenenberichte aus Russland verbreiter werden.

Das sind gute Nachrichten für die Impfung, die Problematik dieser Erkrankungen nach einer Covidinfektion und der Unterrepräsentation in der deutschen Betrachtung bleibt leider bestehen
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Xaver08 schrieb:

Mein Beitrag ist vom 27.6.

Ich hatte das Ausmaß der Unzulänglichkeit der Kernenergie zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Schirm.

Der Stand der Diskussion waren lediglich die Probleme durch die Gasversorgung. Dass auch zu diesem Zeitpunkt die Probleme der Kernenergie mal wieder so deutlich zu sehen sind, war nicht Bestandteil der Diskussion.

Ich habe Dir das bereits ein paar mal geschrieben, was Du beharrlich ignorierst.


War Dir das zu diesem Zeitpunkt bewusst? Geschrieben hast Du darüber nicht.

Du irrst. Dein von mir zitierten Beitrag war Deine Antwort auf meinen Betrag:

"Also, die noch laufenden AKWs weitere 1 oder 2 Jahre am Netz zu lassen, solange bis die Energieabhängigkeit von Russland runtergefahren wurde, erscheint mir diskussionswürdig zu sein. Wenn die Laufzeit von Vorneherein auf Ende 2024 gelegt worden wäre, hätte sich kaum jemand aufgeregt."

Falsch ist auch Deine Behauptung, zum Zeitpunkt unserer Diskussion Ende Juni seien Probleme mit der Atomkraft nicht Bestandteil der Diskussion.
Wie Du schreibst, hast Du die öffentliche Diskussion über Probleme bei den französischen AKWs nicht wahrgenommen, aber, als Beispiel, hat die Tagesschau am 03.06. darüber berichtet.
Könnte Frankreich mit ihrem Atomstrom, wie in der Vergangenheit, im Winter für die Erneuerbaren in die Bresche springen, wäre die Diskussion über den Weiterbetrieb hierzulande nicht nötig gewesen. So hat es auch Habeck heute Abend im ZDF erklärt.
Ab ca. Minute 3.
https://www.zdf.de/nachrichten/zdfheute-live/habeck-stresstest-ergebnisse-akw-reserve-video-100.html

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/frankreich-atomindustrie-101.html

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hawischer schrieb:

Falsch ist auch Deine Behauptung, zum Zeitpunkt unserer Diskussion Ende Juni seien Probleme mit der Atomkraft nicht Bestandteil der Diskussion.
Wie Du schreibst, hast Du die öffentliche Diskussion über Probleme bei den französischen AKWs nicht wahrgenommen, aber, als Beispiel, hat die Tagesschau am 03.06. darüber berichtet.


es ging um die diskussion hier und es ging darum, was mir und dir zu dem zeitpunkt bewusst war, aber das hast du ja mittlerweile bereits 5 mal (?) rausgeholt. es scheint dir wichtig zu sein


natürlich kann auch frankreich in einem offenen markt strom nach deutschland liefern, netto ist deutschland aber stromexporteur.

das problem ist, wie du es richtig wiedergibst, der ausfall der kernenergie. mehr als 50% der kernkraftwerke in frankreich werden den winter wahrscheinlich auch noch ausfallen. gibt es den ausfall nicht, haben wir das problem nicht.

natürlich ist das ein problem, für das man sich wappnen muss.

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Xaver08 schrieb:

Es geht bei dem Thema hauptsächlich um Prozesswärme, das ist etwas, was sich durch AKWs nicht lösen lässt.

Die Laufzeitverlängerung der AKWs bleibt eine Nebelkerze

Klimaminister Habeck hat die "Nebelkerze" gezündet und schaltet zwei AKWs für den Streckbetrieb bis April frei. Als Notfallreserve, falls Erneuerbare, Kohle, Gas und Atomstrom aus Frankreich nicht reichen.
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Mein Beitrag ist vom 27.6.

Ich hatte das Ausmaß der Unzulänglichkeit der Kernenergie zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Schirm.

Der Stand der Diskussion waren lediglich die Probleme durch die Gasversorgung. Dass auch zu diesem Zeitpunkt die Probleme der Kernenergie mal wieder so deutlich zu sehen sind, war nicht Bestandteil der Diskussion.

Ich habe Dir das bereits ein paar mal geschrieben, was Du beharrlich ignorierst.


War Dir das zu diesem Zeitpunkt bewusst? Geschrieben hast Du darüber nicht.
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Du kannst es drehen und wenden wie Du willst.
Ich nehme an, nächste Woche gibt's die Meldung, dass die drei AKWs über den Winter am Netz bleiben.
Weil es logisch ist.
Auf Gas aus Russland können wir uns nicht verlassen. Die.Gaslieferungen aus anderen Ländern und aus den Speichern brauchen wir zum Heizen und für die Industrie. Gas weiter verstromen, wie zur Zeit noch ist Unsinn. Die Erneuerbaren werden bei weitem nicht reichen um auch nur eine Grundversorgung sicherzustellen. Auf Atomstrom aus Frankreich, wie in den vorherigen Wintern sollten wir uns nicht verlassen.
Die Belgier und Niederländer sind ja nicht blöd. Die haben ihre Entscheidungen schon längst getroffen. Und nicht nur für ein paar Monate. In Belgien Verlängerung der Laufzeit der AKWs bis 2035 und in den Niederlanden planen sie zwei neue AKWs.
Der Klimaminister dort sagt:
"Wir setzen voll auf Wind, Sonne und andere nachhaltige Energiequellen. Aber wir wollen auch eine stabile CO2-freie Energiequelle in diesem Energiemix“.
Ich brauche keinen Atomstrom. Aber erst dann, wenn die klimaneutralen Energien an 365 Tagen p.a. Stromlieferung zu 100% garantieren.

https://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/erstes-kraftwerk-seit-50-jahren-niederlande-kehren-zum-atomstrom-zurueck/
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hawischer schrieb:

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst.


was kann ich drehen und wenden wie ich will?

hattest Du das Thema, dass in Frankreich mehr als 50% der nuklearen Kraftwerke längerfristig ausfällt auf dem Schirm als wir die Diskussion über das Gasproblem geführt haben?

Ich nicht, aber das schrieb ich ja bereits.

Was hältst Du von einem neuen Threadtitel: "Europäische Energiekrise durch den fossil-nuklearen Energieerzeugungskomplex"?

Denn das ist ja das Problem.

1.) Wir haben eine Gasproblem, weil die einseitige Fixierung und der fehlende Ausbau der regenerativen uns jetzt auf die Füsse fällt.
Verantwortlich dafür zeichnen sich die deutschen Regierungen der letzten Legislaturperioden
2.) Wir haben ein Stromproblem, weil sich Frankreich zu einem grossen Anteil auf AKWs verlässt und diese zu mehr als 50% ausfallen. Dieser Ausfall wird andauern, in welchem Umfang weiss ich nicht, aber wir werden das Problem auch im Winter und folgende Jahre. Dürreperioden werden wiederkehren, somit auch das KÜhlwasserproblem (Sommers wie
Winters) und die Sicherheitsprobleme in F AKWs sind nicht von heute auf morgen verschwunden, sonern werden mehr werden.
3.) Unser Gasproblem verstärkt sich, weil wir Frankreich unterstützen, indem wir mehr Gas verstromen.
4.) Wir haben ein Verteilproblem der fossilen Brennstoffe, bedingt durch den Klimawandel (niedriger Wasserstand in Flüssen)


hawischer schrieb:

Auf Gas aus Russland können wir uns nicht verlassen. Die.Gaslieferungen aus anderen Ländern und aus den Speichern brauchen wir zum Heizen und für die Industrie. Gas weiter verstromen, wie zur Zeit noch ist Unsinn.
Die Erneuerbaren werden bei weitem nicht reichen um auch nur eine Grundversorgung sicherzustellen. Auf Atomstrom aus Frankreich, wie in den vorherigen Wintern sollten wir uns nicht verlassen.


Dir ist anscheinend immer noch nicht ganz bewusst, warum wir so viel gas verstromen.
Der Grund ist die Unzuverlässigkeit der Kernkraftwerke und ja, dieses Problem wird Frankreich auch noch im Winter haben und damit auch wir.
Deutschland ist seit geraumer Zeit Nettostromepxorteur, trotz bzw. wegen des hohen Anteils an regenerativer Energien.

Ich gehe im übrigen auch davon aus, dass wenigstens 2 AKWs weiterlaufen werden. Interessant wird das Modell sein, mit dem der Weiterbetrieb erfolgt.

Streckbetrieb nutzt nichts, denn wir haben bereits jetzt eine europäisches Stromproblem. Ein Streckbetrieb ergibt in Summe nicht mehr Strom, aber das brauchen wir aktuell.
D.h. es gibt die Optionen aus den vorhandenen Brennstäben mehr rauszuholen, das scheint potentiell bei 2 AKWs zu gehen. Die Frage, die sich mir stellt ist, wie mit den rechtlichen Rahmenbedingungen umgegangen wird. Die Hersteller haben ja bereits klargemacht, dass sie nicht bereits sind die Risiken zu tragen, d.h. es wird so oder so teuer für den Verbraucher.

Und es werden zusätzlich neue Brennstäbe bestellt, aber spätestens dann wird die schon lange überfällige Sicherheitsinspektion bie mittlerweile strengeren Sicherheitskriterien fällig. So wie ich es verstanden habe, zieht das teure Nachrüstungen nach sich, die die Erzeuger nicht bereit sind zu tragen.

Rein rechtlich gesehen ist es auch nicht ganz trivial, aber das wird lösbar sein. Dann bleibt noch die Frage, wo die Brennstäbe herkommen und wann sie da sind.

So nach und nach verinnt ja die Zeit, Basis der Diskussion vor einigen Wochen und Monaten waren Massnahmen, die den Zubau an regnerativen Energien beschleunigen, die Stromsparmassnahmen fördern. Da ist nicht viel passiert, ein weiterer Grund weshalb wir uns möglicherweise in die Situation manvövrieren die AKWs etwas länger laufen lassen zu müssen.

Nachhaltig ist das nicht. Das wird Geld kosten, für sinnlose temporäre Massnahmen, wenn es nicht die Einstieg in den Ausstieg ist, der ja teils gefordert wird.

Die Niederlande stellen nur für die Planung und Entwicklung 2er AKWs 5 Milliarden Euro zur Verfügung. Ende Juni sollten die Pläne veröffentlicht werden, steht in Deinem Artikel, wie ist denn da der Stand.
Dann sind die Dinger aber noch nicht gebaut. In Flammanville wird an einem Kraftwerksblock seit 2004 geplant, seit 2007 gebaut, aktuell geplante Fertigstellung ist 2023. Baukosten liegen in der Größenordnung von 14-20 Milliarden.  Wann auch immer zu welchen Kosten in den Niederlanden da was entstehen soll, steht in den Sternen.

hawischer schrieb:

Ich brauche keinen Atomstrom. Aber erst dann, wenn die klimaneutralen Energien an 365 Tagen p.a. Stromlieferung zu 100% garantieren.



Wie eine zuverlässige 100% regenerative Stromversorgung aussehen kann, wurde mehrfach untersucht, u.a. der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat 2010 ein Gutachten dazuvorgestellt. Da musst Du Dir keine Sorgen machen. Das ist aktuell nicht das Thema!

Unsere aktuelle Energiekrise wird zu 100% hervorgerufen durch Gas, Verteilungsprobleme bei fossilen Brennstoffen und der Unzuverlässigkeit der Kernenergie.
Wir müssen dringend darüber reden, wie wir diese Probleme lösen. Kurzfristig müssen wir sicherlich pragmatisch sein, aber die Unzuverlässigkeit der Kernenergie auch mittelfristig mit mehr Kernenergie zu beantworten, klingt nicht sonderlich beruhigend.
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HessiP schrieb:

Kann mir mal einer sagen, wo dieses übertriebene Aufputschen eigentlich stattfindet? Zieht da ein wütender Mob durch die Stadt und plündert Indianerkostüme?

Ich meine es im Ernst - ich war zwei Monate im Ausland und habe außer 1-2 Artikeln auf SPON und Zeit.de nix mitbekommen. Laut und penetrant erscheint mit eher die Aufregung der Gegner.

Das trifft es sehr gut.

Wer viel Zeit zu lesen mitbringt, der kann sich etwa hier die Chronologie des vermeintlichen Woken Shitstorms noch einmal nachlesen.

Tatsächlich waren es Bild und Konsorten, und auch Bedarfsstammtischdampfplauderer wie z.B. Söder, die hier rasch unnötig dicke Backen um des eigenen Vorteils Willen machten:

"Der erfundene Shitstorm: Chronologie eines Medienversagens"
https://scompler.com/winnetou/
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Lesenswerter Artikel, ich hatte ihn auch gesehen.

Schon die letzten zwei Themen haben sich durch einen ähnlichen Mechanismus ausgezeichnet, beispielsweise Layla, bei dem zwei Veranstalter sexiatische Kackscheisse nicht auf ihrer Veranstaltung gespielt haben wollten. Was sich danach entspann ist ein Lehrstück, ähnlich wie die Winnetougeschichte. Einer der Gipfel der Laylageschichte war Buschmann, der mit seiner Falschbehauptung des behördlichen Verbot dazu beigetragen hat, den Shitstorm zu befeuern

Es ist für mich nicht nur ein journalistisches sondern auch ein gesellschaftliches Versagen, es ist richtig, es sind Versuche, den Leuten vorzuschreiben, was sie sagen und denken dürfen.

Aber wie (nicht nur) der verlinkte Artikel zeigt auf eine ganz andere Weise, als kolportiert
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Xaver08 schrieb:

du musst dir halt überlegen was dir wichtig ist, es ist immer die frage, wie man die gesundheit der kinder priorisiert.

luftfilter haben eine recht geringe leistungsaufnahme... 40-50W. Natürlich macht es da die Summe, aber es ist eine prioritätenfrage...

die wiesn, die einen signifikanten energieverbrauch hat, beispielsweise soll stattfinden.

energieverbrauch 2017 von 3,25 millionen kwh strom und 224000 kubikmeter strom (entspricht ca. 2,24 kwh gas). von dem energieverbrauch wirst du die luft in deutschlands schulen schon die ein oder andere woche filtern können, ohne jetzt explizit nachgerechnet zu haben, wieviele luftfilter wir wirklich bräuchten.
https://www.br.de/nachrichten/wissen/wiesn-mikroklima-temperaturen,R2I5j7s

Ich bin mir sicher, dass es da noch anderes einsparpotential gäbe, wenn es ernsthaft um die gesundheit unserer kinder gehen würde....

Richtig, ich vergaß. Du warst ja bei der AKW-Diskussion der Meinung, wir haben kein Strom- sondern ein Heizproblem. Das muss das Bundesumweltamt übersehen haben.
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Richtig, du wirst ja nicht müde zu erwähnen, dass man sich geirrt hat.

Mittlerweile hast du das ja mindestens zum dritten Mal erwähnt.

Als Du das das erste mal erwähnt hast, habe ich Dir auch noch geantwortet, das hast Du wahrscheinlich übersehen.

Als Du den Thread eröffnet hast, hattest Du das auch noch nicht so ganz auf dem Schirm. Eigentlich müsste der Threadtitel geändert werden, in „Energiekrise der fossilen und nuklearen Energierzeuger“ oder war Dir die Problematik zu dem Zeitpunkt bewusst?

Das Stromproblem, dass durch die Fixierung Frankreichs auf die nukleare Stromerzeugung hervorgerufen wird, ist aus meiner Sixht größer als das Problem, dass durch die deutsche Fixierung auf Russland durch die Regierungen der letzten Jahrzehnte verursacht wird.

Dazu kommt die Transportproblematik für fossile Brennstoffe durch den Klimawandel, auch ein Thema massiver Versäumnisse der letzten Jahrzehnte.

Ich hoffe, dass alle pol. Beteiligten und Verantwortlichen daraus lernen. Ein weiter so und beharren auf diesen überholten Technologien darf es nicht geben
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Xaver08 schrieb:

du musst dir halt überlegen was dir wichtig ist, es ist immer die frage, wie man die gesundheit der kinder priorisiert.

luftfilter haben eine recht geringe leistungsaufnahme... 40-50W. Natürlich macht es da die Summe, aber es ist eine prioritätenfrage...

die wiesn, die einen signifikanten energieverbrauch hat, beispielsweise soll stattfinden.

energieverbrauch 2017 von 3,25 millionen kwh strom und 224000 kubikmeter strom (entspricht ca. 2,24 kwh gas). von dem energieverbrauch wirst du die luft in deutschlands schulen schon die ein oder andere woche filtern können, ohne jetzt explizit nachgerechnet zu haben, wieviele luftfilter wir wirklich bräuchten.
https://www.br.de/nachrichten/wissen/wiesn-mikroklima-temperaturen,R2I5j7s

Ich bin mir sicher, dass es da noch anderes einsparpotential gäbe, wenn es ernsthaft um die gesundheit unserer kinder gehen würde....

Ironie und so.
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Antwort trotzdem und so… zur Sache halt
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Xaver08 schrieb:

Es gäbe ja Luftfilter….

Soweit kommt's noch. In der Energiekrise den wertvollen Strom für Luftfilter verbraten.
"Das Umweltbundesamt ruft Schulen dazu auf, Luftfilter nur wenn unbedingt nötig zu benutzen. Grund sei der hohe Stromverbrauch."
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/energiekrise-umweltbundesamt-gegen-luftfilter-in-schulen,TFh3KZM
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du musst dir halt überlegen was dir wichtig ist, es ist immer die frage, wie man die gesundheit der kinder priorisiert.

luftfilter haben eine recht geringe leistungsaufnahme... 40-50W. Natürlich macht es da die Summe, aber es ist eine prioritätenfrage...

die wiesn, die einen signifikanten energieverbrauch hat, beispielsweise soll stattfinden.

energieverbrauch 2017 von 3,25 millionen kwh strom und 224000 kubikmeter strom (entspricht ca. 2,24 kwh gas). von dem energieverbrauch wirst du die luft in deutschlands schulen schon die ein oder andere woche filtern können, ohne jetzt explizit nachgerechnet zu haben, wieviele luftfilter wir wirklich bräuchten.
https://www.br.de/nachrichten/wissen/wiesn-mikroklima-temperaturen,R2I5j7s

Ich bin mir sicher, dass es da noch anderes einsparpotential gäbe, wenn es ernsthaft um die gesundheit unserer kinder gehen würde....
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Knueller schrieb:

Hier geht es zur Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (sic) der Bundesregierung, die morgen für 2 Jahre in Kraft tritt. U.A. mit:

- Aufhebung der vertraglichen Vorgabe zur Einhaltung bestimmter Lufttemperaturen in Privatwohnungen
- Verbot der Beheizung privater Schwimmbecken
- gestaffelte Temperaturvorgaben für Arbeitsräume von 12°C bis 19°C
- Abschaltpflicht von Warmwasserboilern bei Handwaschanlagen
- Verbot der Offenhaltung von Laden- und Geschäftstüren.

Liest sich alles vernünftig, aber irgendwie auch gruselig. So langsam wirds ernst.


Kalte, geschlossene Räume...perfekte Verbreitungsbedingungen für Corona.
Das Mantra Lüften, lüften, lüften ist Vergangenheit. Es wird hohe Ausfallzeiten geben wegen Erkältungs-und Atemwegserkrankungen und der Schimmel wird sich pudelwohl fühlen an Deutschland Wänden...

Schöne Aussichten. Aber diesen Preis müssen wir wohl zahlen für Putins Kriegstreiberei.
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Es gäbe ja Luftfilter….
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Xaver08 schrieb:

Welche neuen Maßnahmen gelten denn unabhängig von der Infektionslage zusätzlich zu jetzt?


Eigentlich nur die Maskenpflicht bundesweit im Fernverkehr, alles andere können die Bundesländer entscheiden.
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Maskenpflicht im Fernverkehr gilt jetzt schon, das ist nichts was neu dazukommt