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Xaver08

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Du sprichst hier von Dingen die noch nicht ganz entwickelt wurden, da ist noch reichlich Luft nach oben. Dadurch das die Verantwortlichen mal wieder ausbremsen wird sich da auch nichts bessern, da werden uns einige Länder und deren Automobilindustrie mal wieder um Längen voraus sein.
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Welche Dinge meinst du, die noch nicht ausentwickelt sind?

Energiebedarf beim Faktor drei: das ist Physik und mit der verhandelt es sich nicht

Dauer des Tankvorgangs: da wird vielleicht noch Luft sein, wie bei Elektroautos

Platzbedarf: da wird wohl eher weniger Luft sein
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Xaver08 schrieb:

Und bis dahin wird sich auch ein Markt für gebrauchte Elektroautos aufbauen.

Schön. Ich werde mir so einen nie holen, weil mir das Auftanken zu umständlich ist.
Xaver08 schrieb:

Dass man nicht von heute auf morgen alles auf Elektroautos umstellen kann

Ich hoffe doch das man nie alles auf Elektroautos umstellt und auch andere Technologien wie Wasserstoff berücksichtigt. Leider haben sich die Verantwortlichen ganz auf die Elektroautos versteift, wie es halt so in Deutschland üblich ist kennt man nur einen Weg.
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Der Auftankprozess für Wasserstoff ist auch nicht ohne, das dauert deutlich länger als bei Benzin oder Diesel, auch wenn es schneller sein wird als Volladen bei einem Elektroauto.

Dazu kommt, dass der Platzbedarf einer Zapfsäule einer Wasserstofftankstelle in Richtung des Platzbedarfes einer ganzen aktuellen Tankstelle geht.

Nochmal dazu kommt, dass der Energiebedarf bei Wasserstoffautos ähnlich wie bei Efuels im Vergleich zu Elektroautos beim Faktor 2-3 liegt.

Die deutsche Regierung hat die Entscheidung lange offen gehalten und auf Druck der Automobilindustrie Entscheidungen verzögert.

Mittlerweile regelt es der Markt, langsamer als die Politik, was nicht heißt, dass alle Themen bei Elektromobilität gelöst sind

Wasserstoff für den Individualverkehr ist nicht sinnvoll, die sog. Technologieoffenheit bei diesem Thema ist ein Fetisch der FDP
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LDKler_neu schrieb:

Vael schrieb:
ich kann mir kein EAuto leisten, jedenfalls keines was weit genug fährt für meine tägliche Pendelstrecke.
Der MG5 electric hat mit der großen Batterie eine Reichweite von 400km. Das sollte doch reichen. Wenn du dich beeilst, bekommst du noch die Prämie und damit liegt das Auto in der Basisversion unter 30T€. Ich habe das Auto probegefahren und fand ihn ziemlich gut gelungen. OK, die Rückbank taugt nix für Erwachsene, dass könnte ein KO-Kriterium sein. Fürs Pendeln zur Arbeit (ggfs. mit einem Mitfahrer) taugt er allerdings allemal. Und er hat (anders als viele andere e-Karren) als Kombi einen vollwertigen Kofferraum. Einen kleinen Anhänger kann er auch ziehen.



Dafür müsste ich mir die 30k leisten können und das kann ich nicht. Ich habe immer noch mein Diesel abzubezahlen. Und der hatte "Nur" 18k gekostet. Lt. Bank isser 2026 abbezahlt, geil newa? Danach wird der gefahren bis er auseinanderfällt und dann wird wieder nach was gebrauchten jungen geguggt was ich mir irgendwie leisten kann. Ich habe nicht die Wahl der Wahl, ich muss nehmen was im Rahmen des Budges ist.
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Und bis dahin wird sich auch ein Markt für gebrauchte Elektroautos aufbauen.

Dass man nicht von heute auf morgen alles auf Elektroautos umstellen kann, ist klar und ist auch nicht die Erwartungshaltung
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SGE_Werner schrieb:

Irgendwie bin ich ja froh derzeit keine Kinder in diese Welt gesetzt zu haben. Und klimafreundlich ist meine Kinderlosigkeit auch noch...



       

Kinderlosigkeit ist also klimafreundlich. Da werde ich mich wohl bei meiner Kinderschar entschuldigen müssen, dass wir sie in Welt gesetzt haben.
Übrigens Werner, auch meine Kinder werden Deine Rente oder Pension zahlen. Du solltest dankbar sein.
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Dass ich Dir mal sage, nicht über jedes Stöckchen zu hibbe 😉

Natürlich ist was dran, an der Aussage, denn Menschen verursachen den CO2 Ausstoß auf der einen Seite.

Es gibt eine ganze Bewegung zu diesem Thema, der eine Studie zugrundeliegt, die die CO2 Ersparnis pro eingespartem Kind berechnet.

Problem dieser Studie ist, dass die Folgeverbräuche der Kindeskinder mit eingerechnet sind, wenn ich mich richtig erinnere bis 2400.

Das ist die andere Seite.

Ich kann es nachvollziehen, dass sich Menschen entscheiden, keine Kinder in diese Welt setzen zu wollen. Aber Kinderlosigkeit als einziges Mittel gegen den Klimawandel ist halt auch keines, das den Fortbestand der Menschheit sicherstellt und die hohe propagierte Effektivität dieser Maßnahme beruht halt auch auf der Rechenmethode
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LDKler_neu schrieb:

https://www.bdc.de/op-erst-sieben-wochen-nach-sars-cov-2-infektion/

Krankenhausärzte auf Twitter berichten zudem, dass seit Aufkommen von BA5 die 7 Wochen auch bei Patienten mit mildem Verlauf oftmals nicht mehr reichen.


Also ich wurde bei meinen OPs vorher gefragt ob ich in den letzten 3 Monaten vor der OP krank war und Medikamente genommen habe. Einfach weil eine Krankheit den Körper schwächt. Und mein Zahnarzt hat schon vor fast 30 Jahren meine OP der Weisheitszähne um 4 Wochen verschoben weil ich kurz davor eine mittelschwere Lungenentzündung hatte.

Und interessant das die jetzt schon Wissen das bei einer Variante die ja erst die letzten 2-4 Wochen dominant wurde schon wissen daß die 7 Wochen nicht reichen.

Aber Gott sei Dank hast du dann ja noch Twitter erwähnt.
Das Medium wo sich jeder das raus sucht was ihm gefällt und die anderen als Querdenker bezeichnet

Genauso deine Aussage das deine Frau BA5 vom Klo/Umkleide hat und BA5 ja jeden in Sekundenschnelle erwischt.

Also nach nunmehr über einer Woche haben sich 5 Leute die mit 4 weiteren nachweislich infizierten fast 2tage Kontakt hatten nicht angesteckt. Und wir haben auch ein paar Stunden zu neunt in einem relativ kleinen Raum aufgehalten.

Du siehst, man muss nur fest dran glauben und schon hilft es



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Das ist relativ leicht erklärt, nicht jeder, der es hat ist gleich ansteckend, andere wiederum sind sehr ansteckend, was u.a. zu Superspreaderevents führt.

Dazu hat die Phase der Infektion, in der man  sich befindet Einfluss auf die Infektiösität
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SGE_Werner schrieb:

Wir sind auf jeden Fall mit Dunkelziffer klar vierstellig bei den Inzidenzen.


Ist doch super. Die Durchseuchung läuft also relativ geräuschlos ohne das es große Einschränkungen gibt und ohne Überlastung des Gesundheitssystems. Die Immunität in der Bevölkerung wird durch wiederkehrende Infektionen(zumeist milde) sukzessive immer größer... das ist der Weg raus aus der Pandemie, genau auf diesem befinden wir uns jetzt.
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Wenn man denn nur sicher wüsste, dass dem so wäre. Dann wäre es super
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Xaver08 schrieb:

Es geht bei dem Thema hauptsächlich um Prozesswärme, das ist etwas, was sich durch AKWs nicht lösen lässt.

Die Laufzeitverlängerung der AKWs bleibt eine Nebelkerze


Na, so ganz ist das nicht richtig, auch wenn die Professorin Kemfert vom DIW in Berlin immer sagt, wir hätten kein Stromproblem.
Atomkraft ist ideologisch so verdampft, dass es schwierig ist, auch nur eine Laufzeitverlängerung zu diskutieren. Keiner will zurück zu den AKWs.

Aber dann treibt der Klimaminister den Teufel mit dem Belzebub aus.
"Noch immer macht die Atomkraft 12 Prozent unserer Stromerzeugung aus. Aber auch Erdgas hatte im vergangenen Jahr mit 15 Prozent einen hohen Anteil. Um Gas zu sparen und statt in Kraftwerke in die Gasspeicher zu leiten, setzt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf klimaschädliche Kohlekraftwerke." Zitat: Stern, 22.06.22

Probleme gibt's, Beschaffung Brennstäbe, Personal. Deshalb müsste ein Entscheidung schnell getroffen werden. 15% des Stromverbrauchs mit Gas decken, wie 2021, das ist ein No Go.
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hawischer schrieb:

Atomkraft ist ideologisch so verdampft, dass es schwierig ist, auch nur eine Laufzeitverlängerung zu diskutieren. Keiner will zurück zu den AKWs.

genau und dafür gibt es Gründe, die aus ideologischen Gründen beharrlich ignoriert werden.

hawischer schrieb:

Noch immer macht die Atomkraft 12 Prozent unserer Stromerzeugung aus


Das war 2021. Ende 2021 wurden 3 AKWs abgeschaltet, ca. die Hälfte der Kapazitäten der AKWs, es ist deshalb davon auszugehen, dass wir dieses Jahr bei 6% sein werden. Das ist Dir sicherlich entgangen.

Der hohe Stromanteil von Gas rührt daher, dass Gaskraftwerke, die primär für Prozesswärme gebraucht werden, natürlich auch Strom erzeugen. Man macht ja nicht nur einfach ein Gasfeuer, das macht Gaskraftwerke in Kraftwärmekopplung vergleichsweise effizient.

Dafür brauchen wir kurzfristig eine Lösung, die AKWs nicht liefern können.

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Wedge schrieb:

So'n AKW knipst man nicht einfach an wie 'ne Glühbirne.

Es geht bei der Diskussion nicht um dir runtergefahre Meiler, sondern die, die bis Jahresende laufen.
Aus technischer Sicht scheint eine Verlängerung nicht problematisch zu sein.
"TÜV Süd sieht keine Sicherheitsprobleme bei Weiterbetrieb von Isar 2
Isar 2 sollte eigentlich Ende 2022 vom Netz gehen, angesichts der Energielage wird aber eine Verlängerung der Laufzeit diskutiert. Der TÜV hat keine technischen Bedenken.
(Quelle Zeit Online)

Die Gasverstromung erscheint mir bei der Verkappung unsinnig, Die ersatzweise Verstärkung der Kohleverstromung müsste jeden Klimaschützer ins Baumhaus treiben.

Also, die noch laufenden AKWs weitere 1 oder 2 Jahre am Netz zu lassen, solange bis die Energieabhängigkeit von Russland runtergefahren wurde, erscheint mir diskussionswürdig zu sein. Wenn die Laufzeit von Vorneherein auf Ende 2024 gelegt worden wäre, hätte sich kaum jemand aufgeregt.
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Es geht bei dem Thema hauptsächlich um Prozesswärme, das ist etwas, was sich durch AKWs nicht lösen lässt.

Die Laufzeitverlängerung der AKWs bleibt eine Nebelkerze
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Xaver08 schrieb:

Auf Eure Art schenkt ihr Euch da wirklich nix. Im Klimawandelthread gehst du ja ähnlich subtil vor.



nicht klugscheisserisch gemeint: Du meinst (aktuell) vermutlich den Verkehrsthread?
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So isses, sorry.
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Xaver08 schrieb:
Im Klimawandelthread gehst du ja ähnlich subtil vor.
Ja, weil ich nach 25 Jahren der Aufklärung und Warnung immer noch dieselbe Ignoranz dem Thema gegenüber erlebe wie damals. In den Köpfen ändert sich einfach nichts, obwohl die Folgen inzwischen für jeden sichtbar sind (einfach mal durch hessische Wälder laufen z. B.) bzw. auch immer mehr Menschen direkt betroffen sind, siehe Ahrtalhochwasser z. B.
Ich habe einfach keinen Nerv mehr für Wohlfühldiskussionen.
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Wenn es Dir dabei besser geht, ist wenigstens Dir geholfen, ansonsten bringt das halt nix.

Es spricht nichts dagegen, die Physik oder andere Fakten klar zu benennen, aber bei Themen, wie der Erderwärmung und einer Pandemie, die sich nicht ausschließlich durch Individualverhalten lösen lassen,  sondern durch staatliches Handeln und Vorgaben angegangen werden müssen und bei denen es eminent wichtig ist, die Bevölkerung von der Notwendigkeit der Maßnahmen zu überzeugen, wirst du niemanden erreichen, wenn du ihn als Arschl… titulierst.
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Luzbert schrieb:
Das kann aber nicht dazu führen, dass ich mich einer der Sichten verschließe.
Viel eher wird mir bewusst, dass dieses Virus nur Verlierer produziert.

Was ich für mich aus eurer Diskussion mitnehmen kann, ist dass es keine einfachen Lösungen gibt und dass es auf allen Seiten berechtigte Sorgen und Nöte gibt, die es zu berücksichtigen gilt.
Danke für diesen Gedankenanstoß! Damit hast du schon recht. Und ich kenne die Zustände, die @FA beschreibt, sehr gut. Meine Frau hat ja bis vor kurzem in der KuJH gearbeitet und aufgrund der von FA beschriebenen Zustände das Handtuch geschmissen, weil die Belastung einfach nicht mehr zu tragen war. Das hätte ich dazuschreiben sollen.

Aber auch wenn es kurzfristig nur die Aufrechterhaltung des Betriebs gehen kann, darf das Ziel nicht aus den Augen verloren werden. Es kann nicht sein, dass aus hausgemachten personellen und wirtschaftlichen Zwängen der Infektionsschutz bei Kindern und Jugendliche dauerhaft keine Rolle mehr spielen soll. Dieses Thema muss angegangen werden, anstatt sich an den jetzigen Zustand zu gewöhnen. Und dazu ist dieser offene Brief richtig und wichtig.
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Ich finde es schade, dass ihr beide einen Tonfall pflegt, der einem echten Austausch nicht wirklich dienlich ist. Auf Eure Art schenkt ihr Euch da wirklich nix. Im Klimawandelthread gehst du ja ähnlich subtil vor.


Es ist traurig zu sehen, dass den Äußerungen von FA nach, Infektionsschutz für Kinder und Jugendliche aufgrund der Schul- und Kindergartenschliessungen 2020 jetzt komplett hintenrunter fallen muss.

Ich meine auch rauslesen zu können, dass bei Infektionsschutz viele Leute hauptsächlich immer noch an Lockdown und Schließungen denken und nicht an niederschwellige Maßnahmen wie beispielsweise Luftfilter und Masken.

Beides Maßnahmen, die erwiesenermaßen helfen.

Kinder und Jugendliche sind nach meinem Eindruck aber nicht erst in der Pandemie hinten runter gefallen sondern bereits vorher, dass die Kapazitäten so gering sind, dass wir jetzt den Infektionsschutz opfern müssen, um das System noch nicht mal ansatzweise am Laufen halten zu können, ist ein Skandal

Erstrebenswert muss sein, dass wir beides hinbekommen
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Bei den Milliardenhilfen muss man schauen ob dies nicht nur Kredite waren, die auch schon zurück gezahlt wurden, wie z.B. bei der Lufthansa. Die Milliardenhilfen waren übrigens dafür, dass die überhaupt weiter Leute beschäftigen konnten.

Die LH hat vor einigen Tagen schon 900 Flüge im Juli gestrichen und jetzt noch einmal 2200 für Juli und August - die reagieren also schon auf die Lage.
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Die FAZ meldet, dass die Gründe für die neuerlichen Flugausfälle Streiks, Wetter und Krankheit wegen Corona wären:

Streiks der Flugsicherheit, Wetterereignisse und insbesondere eine erhöhte Corona-Krankenquote haben das System nun zusätzlich belastet


https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streicht-weitere-2200-fluege-wegen-personalnot-18124115.html
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Xaver08 schrieb:

Meinst du damit, dass ich mich infizieren muss, um vor der Infektion geschützt zu sein

Ich meine damit, dass du dich früher oder später unweigerlich infizieren wirst!
Und dann wirst du, eventuell halt ein bisserl später, genau das gleiche Risiko für long covid haben.
Und natürlich könnte man jetzt, deiner Argumentation folgend, dauerhaft Kontakte vermeiden, Masken tragen, Veranstaltungen einschränken usw.
Da bin ich dann alkerdings eher bei Juli Zeeh, was das Verhältnis von Risiko und Einschränkung betrifft.

Ganz davon abgesehen: weder du noch ich können voraussagen, was die Zukunft bringt. Wie sich Covid entwickelt, wie sich dauerhaft Reinfektionen auf die long covid Wahrscheinlichkeit auswirkt, wie hoch ein Impfschutz noch sein wird, ob vielleicht ne Variante entsteht, die den Impfschutz wirkungsvoll umgeht, gegen die aber ein hoher Imunschutz auf Grund einer Infektion mit einer früheren Variante  vorhanden ist.
Dann bspw wärst du (was ich nicht hoffen will) hart in den ***** gekniffen mein Lieber.

Was ich sagen will: es wird nich gelingen die Kontrolle zu bekomnen. Wir konnten bis zu ner effektiven Impfung mit hohem Aufwand das Durchrauschen verhindern - dauerhaft ist das illusorisch.
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FrankenAdler schrieb:

Xaver08 schrieb:

Meinst du damit, dass ich mich infizieren muss, um vor der Infektion geschützt zu sein

Ich meine damit, dass du dich früher oder später unweigerlich infizieren wirst!
Und dann wirst du, eventuell halt ein bisserl später, genau das gleiche Risiko für long covid haben.


Davon gehe ich auch aus, zumal mit Kind in Kindergarten bzw. Schule. Im Kindergarten gab es Luftfilter und die Möglichkeit ihn ab und zu mal für ein paar Tage rauszunehmen, wenn die Wellen durch den Kindergarten gerauscht sind. Die Möglichkeit werden wir in der Schule nicht mehr haben.

Das Angebot im Kindergarten war im übrigen durch Corona und Long Covid bedingte Erkrankungen ziemlich eingeschränkt. Auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen einzugehen, war kaum noch möglich.

In der Schule wird es kaum noch eine Möglichkeit geben Kinder zu schützen, die Wahrscheinlichkeit es dadurch zu bekommen ist hoch.

Trotzdem ist jeder Monat, jede Variante, die man auslässt eine Infektion weniger, mit der man in der Long Covid Lotterie mitspielt.

Es geht nicht darum jede Infektion zu verhindern, sondern die Gesamtanzahl der Infektionen zu verringern. Der aktuelle Wissensstand ist der, dass man vermutlich jedesmal einem vergleichbaren Risiko für Langzeitfolgen und LongCovid ausgesetzt ist und nicht nur bei der ersten, damit ist es aus meiner Sicht sehr attraktiv das Risiko sich zu infizieren zu verringern.

FrankenAdler schrieb:

Und natürlich könnte man jetzt, deiner Argumentation folgend, dauerhaft Kontakte vermeiden, Masken tragen, Veranstaltungen einschränken usw.
Da bin ich dann alkerdings eher bei Juli Zeeh, was das Verhältnis von Risiko und Einschränkung betrifft.


Damit folgst Du nicht meiner Argumentation, sondern denkst Dir was aus, was ich nicht geschrieben habe und widerlegst es mit Juli Zeh.

Ich schrieb, dass man wenigstens niederschwellige Massnahmen wie Masken und Luftfilter im öffentlichen Raum verpflichtend lässt. Auch dauerhafte HO Regeln wären eine Option, um dauerhaft die Ausbreitungszahl zu reduzieren.

Nochmal was anderes ist das, was wir als Familie aktuell tun, weil die Zahlen trotz Sommer wieder sehr hoch sind. Kontakte zu vermeiden ist im Sommer kaum nötig. Wir können alle draussen treffen. Nur bei Veranstaltungen sind wir aufgrund der hohen Zahlen in der Tat vorsichtig. Das geht mir doch ziemlich ab, der Verzicht aufs Punk n drublic war hart. Ich hatte gehofft, dass wir diesen Sommer wieder niedrige Zahlen bekommen, aber da habe ich mich getäuscht. Mein letztes Konzert war im September 2019, das ist lange her.

FrankenAdler schrieb:

Ganz davon abgesehen: weder du noch ich können voraussagen, was die Zukunft bringt. Wie sich Covid entwickelt, wie sich dauerhaft Reinfektionen auf die long covid Wahrscheinlichkeit auswirkt, wie hoch ein Impfschutz noch sein wird, ob vielleicht ne Variante entsteht, die den Impfschutz wirkungsvoll umgeht, gegen die aber ein hoher Imunschutz auf Grund einer Infektion mit einer früheren Variante  vorhanden ist.


Natürlich können wir das nicht, aber wir können den aktuellen Wissensstand als Basis nutzen, und der ist, dass die Immunität durch die Infektion mutmasslich nur kurz anhält, man bei jeder Infektion aufs neue in den Topf der LongCovid und Spätfolgenlotterie geworfen wird etc.

Der Molekularbiologe Ulrich Elling nennt es eine absurde Strategie, sich mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, um einen Immunitätsschutz gegen diese potenziell tödliche Krankheit aufzubauen. Zumal es keine Belege dafür gibt, dass weitere Verläufe nach einer Infektion harmloser verlaufen, bzw. dass sich einer dauerhafter Immunitätsschutz aufbauen würde. Im Gegenteil aktuell gibt es eine Studie, die aufzeigt, dass Reinfektionen schwerer verlaufen können. Auch wenn diese Studie gerade sehr kontrovers diskutiert wird und auch noch kein Peer Review durchlaufen hat, zeigt es aber, wieviel wir noch nicht wissen und dass das Aufbauen einer Grundimmunität durch Infektion keinesfalls gesetzt ist.

Und selbst Drosten, der von der Schleimhautimmunität gesprochen hat, macht mit seiner Äusserung, dass er es noch nicht bekommen habe, weil er als Virologe wisse, wie man sich zu schützen habe, klar, wie wenig erstrebenswert es ist, es wieder und wieder zu bekommen.

Die Virologin Isabella Eckerla zitiert eine Studie von 2020 zu endemischen Coronaviren, die aufzeigt, dass der Schutz vor Reinfektion nur von kurzer Dauer ist und das obwohl sie genetisch sehr stabil sind (im Gegenteil zu SarsCov-2), d.h. der körpereigene Immunschutz geht über die Monate verloren. Sie hält es für plausibel, dass sich das auch auf SarsCov-2 übertragen lässt, bei dem aber noch die rasche Evolution zum Umgehen der Immunantwort dazukommt. Ähnliches würde für die Hybridimmunität gelten, die das Virus durch Evolution hin zur Immunflucht umgehen würde.

Das ist der Twitterthread mit dem Verweis auf das Paper:

https://twitter.com/eckerleisabella/status/1539222583555538945?s=21&t=sT4xOHBapXyIStCZaPgrOw
       



Sie schreibt u.a.:

Isabelle Eckerla schrieb:

Bei #SARSCoV2 hingegeben haben wir inzwischen eine Fülle an Daten, dass die Infektion nicht mit dem banalen Schnupfen gleichzusetzen ist & in einem Teil der Infizierten zu Langzeitfolgen und/oder chronischen Veränderungen kommt. Ohne einen klaren Benefit einer wiederholten Infektion benennen zu können bzw. die Folgen wiederholter Infektionen zu kalkulieren und fälschlicherweise einen Schutz vor weiteren Infektionen zu bewerben, die aller Wahrscheinlichkeit nicht eintritt, finde ich eine wissenschaftliche sehr schwer vertretbare Position.


Das ist jetzt natürlich der Unterschied zwischen Wissenschaft und Politik. Mitunter hört man, dass der Weg Deutschlands in Ordnung sein müsse, da ja die meisten Regierungen einen ähnlichen Weg einschlagen würden. Aber das ist ja eine Situation, wie wir sie bereits vom Klimawandel kennen, dass die Wissenschaft von der Politik ignoriert wird und da würden mittlerweile nur noch wenige auf die Idee kommen, zum Schluss zu kommen, dass der aktuelle vorherrschende politische Kurs sinnvoll wäre, nur weil die meisten es so machen.

Aber auch bei Corona ist die pol. Situation aktuell eine andere, als sie sich beispielsweise die Wissenschaftlerin Isabella Eckerla wünscht. Derjenige, der sich nicht infizieren möchte, kann es versuchen, in einem gewissen Masse der Infektion aus dem Weg zu gehen, aber wie Du es schon schreibst, es ist unausweichlich.

Das macht natürlich auch klar, dass es mitnichten nur Eigenverantwortung ist, für die meisten Leute gibt es nicht die Möglichkeit es komplett zu kontrollieren.
Ich kann in unserem Büro und im Zug FFP3 Maske tragen, ich kann mich aber auch Dienstreisen und dienstlichen Veranstaltungen bei denen es sich dann irgendwann nicht mehr verhindern lässt, keine Maske zu tragen, nicht entziehen. Schule/Kindergarten etc. kommen ja auch noch dazu.

Geschweige denn, dass ich es schön finde, weiterhin auf Konzerte zu verzichten oder nochmal Bock auf so einen Winter habe.....
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Gut, dass Du das schreibst!  

Ich wiederhole mich noch einmal: Deine Aussage, er habe die von der Eintracht gebotene Hilfe auf eine glaubwürdige Distanzierung nicht genutzt, deutete für mich darauf hin, dass er sich aus Deiner Sicht nicht glaubwürdig distanziert hätte (was er ja ziemlich eindeutig und sehr zeitnah gemacht hatte!).

Das wollte ich gerne klarstellen, da ich das völlig falsch gefunden hätte. ...

 
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Landroval schrieb:


Ich wiederhole mich noch einmal: Deine Aussage, er habe die von der Eintracht gebotene Hilfe auf eine glaubwürdige Distanzierung nicht genutzt…
 


Wo soll er das denn geschrieben haben?
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Ich habe eine Beitrag samt der daraus entstehenden Folgebeiträge gelöscht.

Bevor man Vergleiche mit der NS Zeit anstellt, fragt man sich besser 2mal ob das wirklich angebracht ist und im Einklang mit der NQ steht.
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Ja. Habe ich klar. Mache ich immer noch. Und natürlich kann eine Situation entstehen, in der wir wieder Masken tragen müssen. Aber da braucht es ne gehörige Zuspitzung.
Derzeit, eigentlich seit Monaten, rauscht Omikron nahezu ungehindert durch die Bevölkerung, egal ob geimpft oder ungeimpft.
Wir bauen als Gesellschaft grad ne ordentliche Grundimmunisierung auf. Und das ist auch ok. Covid wird nicht mehr verschwinden und eine von den Krankheiten bleiben, mit der wir leben müssen.
Mittlerweile dürfte auch dem oder der Letzten klar geworden sein, dass Zero-Covid nicht möglich ist, ohne dass die Kollateralschäden in's unermessliche gehen, also lasst uns zurück finden in eine gute Balance von Risiko und Freiheit auf der Basis von Vernunft.
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Meinst du damit, dass ich mich infizieren muss, um vor der Infektion geschützt zu sein

Das klappt bisher mäßig, der Ansatz so zu tun, als wäre mit dem Virus alles wie vorher, wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht richtig sein.

Das Leben wie vorher weiter laufen zu lassen, bedeutet eine deutlich höhere Krankheitslast zu akzeptieren als vorher.

5-20% Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von LongCovid ist kein vernachlässigbares Risiko für die Menschen und wird Folgen für die Wirtschaft haben.

Aus der Bank of England kam die Analyse, dass Longcovid der größte Treiber für den Rückgang am überraschenden Rückgang der Arbeitskräfte ist.

Die Alternative ist es, zu akzeptieren, dass gesund mit dem Virus zu leben, bedeutet neben der Impfung weitere niedrigschwellige Maßnahmen in Kraft zu lassen. Bei Wasser haben wir auch gelernt, dass sauberes Wasser seinen Wert hat, bei Luft kann man den Weg auch gehen

Das setzt das Risiko nicht auf Null, muss es ja auch nicht, reduziert das Risiko aber.

Ich würde mir diese Balance auch wünschen, aktuell läuft es aber auf ein weiter so wie vorher heraus, ohne dass es eine Debatte über die Konsequenzen gegeben hätte. Und das sehe ich nicht als Balance
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Ganz ehrlich. Mir is es mittlerweile scheißegal ob ich mich früher oder später erneut infiziere. Ich habe wenig Lust weite Teile meines Tages erneut unter einer Atemschutzmaske zu verbringen.
Letztlich wird sich früher oder später jede/r mal infizieren und wer das erst nach der siebten Impfung möchte, der/die soll halt Maske tragen und so vorsichtig sein wie er/sie möchte.
Ich kann hinsichtlich der Symptomschwere der diversen Omikron Subtypen jedenfalls keinen Grund für eine weitreichende kollektive Einschränkung mehr sehen.
Sollte da was neues, wiederum gefährlichereres entstehen, läge das anders. So nehme ich eine nicht ganz ungefährliche Krankheit wahr, mit der allmählich jede/r seinen/ihren Umgang finden muss.
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Da man bei jeder Infektion, auch bei Reinfektion und mildem Verlauf, in der LongCovid Lotterie mitspielt, finde ich persönlich eine Maske eine sehr niedrigschwellige Maßnahme. Würde man das mit Luftfiltern in Schulen/Kindergärten und anderen öffentlichen Räumen kombinieren, wäre vermutlich viel gewonnen.

Zumal nicht klar ist, was bei der Infektion noch an potentiellen Langzeitschäden offen ist.

Drosten beispielsweise hat sich noch nicht infiziert, sein Kommentar, als Virologe wisse man sich zu schützen. Ähnlich urteilt beispielsweise auch Isabella Eckerla

Dh auch wenn es jeder mal bekommen sollte, ist es für mich immer noch sinnvoll, Infektionen zu vermeiden
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Es gibt gute Gründe Frackinggas in Frage zu stellen. Importieren tun wir es aber. Nennt man, glaube ich, Sankt-Florian-Prinzip.
Warum aber eine Diskussion darüber gleich "saudumm" oder "vollkommen irre" sein soll, erschließt sich mir nicht.
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Es ist wenig sinnvoll darüber nachzudenken

Es wäre nicht kurzfristig verfügbar, zementiert eine Technik, die beim Weg klimabeutral zu werden stört, bindet Ressourcen, die an anderer Stelle benötigt werden, beispielsweise dem Ausbau regenerativer Energien, die den Verbrauch von Gas reduzieren würden

Frackinggas ist dazu durch Leckagen von Methan bei der Gewinnung ähnlich schädlich für das Klima wie Kohle, da macht es mehr Sinn bestehende Quellen zu nutzen oder kurzzeitig mehr Kohle zu nutzen

Von den Risiken der Technologie hat man dann noch gar nicht gesprochen

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2022-05/fracking-erdgasfoerderung-klimaschutz-klimaziele
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Hab mal ein bisschen gewischt, Diskussionen bitte im Diskussionsthread
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Jetzt ist es auch mal gut mit dem Gespamme, zurück zum Thema