
Xbuerger
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Jaroos schrieb:Xbuerger schrieb:Sesser90 schrieb:
Augenzeugenberichten zufolge gibt es heute komplett überlaufene Spielplätze
anderen augenzeugen zufolge, nämlich meinen eigenen augen, war das anders. ich saß gestern und heute quasi zeitgleich sozial distanziert in der sonne rum und hab mir das treiben angeschaut in einem der kreuzberger hotspots mit markthalle und spielplatz. gestern fand ich es in der tat bedenklich, abi-motto-party, überlaufener spielplatz, gut besuchte straßencafes. heute viel weniger als in sommerferien minus weihnachtszeit. die kinder auf dem spielplatz hätten genug platz für 2m distanz gehabt, quasi kein ausschank mehr außen, kaum leute in der markthalle.
und nach wie vor bin ich der ansicht: es macht einen himmelweiten unterschied, ob 100 kita-kinder auf engstem raum kuscheln, 500-1000 grundschulkinder in ihren klassen und zwischendurch auf dem schulhof aneinanderkletten, oder halt mal kurz auf dem spielplatz zusammen kommen. wenn du dir die potentiellen infektionswege vor augen führst, sollte dir der effekt der verlangsamung klar werden.
Bei uns waren gestern hier 30 Leute auf dem Spielplatz. Schöne Versammlung auf und neben den Bänken. Eng an Eng. Keinerlei Rücksicht auf die Situation.
Aber heute ist der tatsächlich leer. Obwohl ich das Gegenteil erwartet habe. Vielleicht war die Polizei da? Naja, hauptsache die Versammlungen nehmen ein Ende.
nachdem ich gerade logo auf kika gesehen hab, scheint es sich auch bei dem ursprungsbeitrag hier um dümmliches berlin-bashing zu halten: pariser platz/brandenburger tor menschenleer, kaum menschen auf innerstädtischen straßen zu sehen, kaum kinder auf spielplätzen. mir deucht, die gesellschaft hat es begriffen...
Im Fall der Spielplätze gibt es einfach überhaupt keinen Grund wieso Berlin da jetzt ein Solo vollziehen muss. Förderalismus heißt ja nicht auf Teufel komm raus zu machen was man will, sondern Situationen im Zweifelsfall speziell an die Bedürfnisse seiner Region anzupassen. Jetzt steigen die Zahlen aber auch in Berlin massiv und . Augenzeugenberichten zufolge gibt es heute komplett überlaufene Spielplätze, auf denen sich, oh Wunder, keiner an die Empfehlungen der völlig naiven Berliner Regierengeden hält.
Sesser90 schrieb:
Augenzeugenberichten zufolge gibt es heute komplett überlaufene Spielplätze
anderen augenzeugen zufolge, nämlich meinen eigenen augen, war das anders. ich saß gestern und heute quasi zeitgleich sozial distanziert in der sonne rum und hab mir das treiben angeschaut in einem der kreuzberger hotspots mit markthalle und spielplatz. gestern fand ich es in der tat bedenklich, abi-motto-party, überlaufener spielplatz, gut besuchte straßencafes. heute viel weniger als in sommerferien minus weihnachtszeit. die kinder auf dem spielplatz hätten genug platz für 2m distanz gehabt, quasi kein ausschank mehr außen, kaum leute in der markthalle.
und nach wie vor bin ich der ansicht: es macht einen himmelweiten unterschied, ob 100 kita-kinder auf engstem raum kuscheln, 500-1000 grundschulkinder in ihren klassen und zwischendurch auf dem schulhof aneinanderkletten, oder halt mal kurz auf dem spielplatz zusammen kommen. wenn du dir die potentiellen infektionswege vor augen führst, sollte dir der effekt der verlangsamung klar werden.
Xbuerger schrieb:Sesser90 schrieb:
Augenzeugenberichten zufolge gibt es heute komplett überlaufene Spielplätze
anderen augenzeugen zufolge, nämlich meinen eigenen augen, war das anders. ich saß gestern und heute quasi zeitgleich sozial distanziert in der sonne rum und hab mir das treiben angeschaut in einem der kreuzberger hotspots mit markthalle und spielplatz. gestern fand ich es in der tat bedenklich, abi-motto-party, überlaufener spielplatz, gut besuchte straßencafes. heute viel weniger als in sommerferien minus weihnachtszeit. die kinder auf dem spielplatz hätten genug platz für 2m distanz gehabt, quasi kein ausschank mehr außen, kaum leute in der markthalle.
und nach wie vor bin ich der ansicht: es macht einen himmelweiten unterschied, ob 100 kita-kinder auf engstem raum kuscheln, 500-1000 grundschulkinder in ihren klassen und zwischendurch auf dem schulhof aneinanderkletten, oder halt mal kurz auf dem spielplatz zusammen kommen. wenn du dir die potentiellen infektionswege vor augen führst, sollte dir der effekt der verlangsamung klar werden.
Bei uns waren gestern hier 30 Leute auf dem Spielplatz. Schöne Versammlung auf und neben den Bänken. Eng an Eng. Keinerlei Rücksicht auf die Situation.
Aber heute ist der tatsächlich leer. Obwohl ich das Gegenteil erwartet habe. Vielleicht war die Polizei da? Naja, hauptsache die Versammlungen nehmen ein Ende.
Xbuerger schrieb:
schwierig. aber jetzt ist ja auch keine quarantäne verordnet und der nachwuchs braucht soziale kontakte. unsere letzten überlegungen waren, cluster zu bilden.
Genau das ist auch unsere Vorgehensweise.
Wichtig ist dabei, dass die jeweiligen Großeltern aus diesen Clustern ausgeschlossen sind, jedenfalls was den engen Kontakt angeht.
Funktioniert bis jetzt sehr gut.
@ Edmund
Jugendliche, die einen "Schwarm" haben, können die Kontakte ja eine Zeitlang per Skype o. Ä. pflegen. Früher hieß das "Briefe". Ging auch, sogar über einen längeren Zeitraum und große Entfernungen.
WuerzburgerAdler schrieb:
Wichtig ist dabei, dass die jeweiligen Großeltern aus diesen Clustern ausgeschlossen sind, jedenfalls was den engen Kontakt angeht.
jut, dit is hier im kiez ja schon durch die bevölkerungsstruktur gegeben. aus dem stehgreif fällt mir niemand mit großeltern vor ort ein.
edmund schrieb:
Treffe mich aktuell auch nicht mit Freunden privat
wenn du ansonsten mit den öffis zu ihnen gefahren wärst, eine gute entscheidung. kommt halt immer auf den background, etc an. an FAs stelle würde ich auch versuchen, alles zu vermeiden.
in berlin haben sich 1/6 der zum WE offiziell gemeldeten in clubs infiziert. insofern erscheint mir eine schließung erstmal wichtiger, als bedingungslose selbstquarantäne.
Guten Morgen der ganzen Runde!
Wir leben im Patchwork.
Zwei Erwachsene, vier Kinder (13,14,15, 20)
Zum Mann gehören zwei, zur Frau auch.
Jetzt möchte die 14-jährige Tochter der Frau erst den neuen Schwarm treffen und danach bei einer Freundin übernachten.
Die Mutter tendiert dazu, dem Wunsch der Tochter nachzugeben.
Ich halte das für irre.
Habe meiner eigenen Tochter häusliche Begegnungen mit Freundinnen untersagt.
Maximal treffen zum Spazieren.
Mich würden Eure Einschätzungen und Erfahrungen interessieren.
Wir leben im Patchwork.
Zwei Erwachsene, vier Kinder (13,14,15, 20)
Zum Mann gehören zwei, zur Frau auch.
Jetzt möchte die 14-jährige Tochter der Frau erst den neuen Schwarm treffen und danach bei einer Freundin übernachten.
Die Mutter tendiert dazu, dem Wunsch der Tochter nachzugeben.
Ich halte das für irre.
Habe meiner eigenen Tochter häusliche Begegnungen mit Freundinnen untersagt.
Maximal treffen zum Spazieren.
Mich würden Eure Einschätzungen und Erfahrungen interessieren.
Xbuerger schrieb:
schwierig. aber jetzt ist ja auch keine quarantäne verordnet und der nachwuchs braucht soziale kontakte. unsere letzten überlegungen waren, cluster zu bilden.
Genau das ist auch unsere Vorgehensweise.
Wichtig ist dabei, dass die jeweiligen Großeltern aus diesen Clustern ausgeschlossen sind, jedenfalls was den engen Kontakt angeht.
Funktioniert bis jetzt sehr gut.
@ Edmund
Jugendliche, die einen "Schwarm" haben, können die Kontakte ja eine Zeitlang per Skype o. Ä. pflegen. Früher hieß das "Briefe". Ging auch, sogar über einen längeren Zeitraum und große Entfernungen.
Lustig. Ein echter Schenkelklopfer.
Bei Drosten hab ich ständig das Gefühl er hasst Menschen
Raggamuffin schrieb:
Daher lasst die Leute hamstern und freut euch auf menschenleere aber prall gefüllte Supermärkte, wenn die Hamster alle in ihren Bunkern sitzen
Die Frage ist was früher eintritt: Supermarkt voll oder Klopapier aufgebraucht.
Wer heute welches kaufen muss, könnte vor einem Problem stehen.
Das ist so unfassbar hirnhirnverbrannt....
Wie ist das eigentlich mit Windeln? Werden die auch gehortet?
Luzbert schrieb:
Wie ist das eigentlich mit Windeln? Werden die auch gehortet?
offenbar sind junge eltern stabil. da bei uns klopapier wirklich langsam knapp wird, war ich den örtlichen drogeriemärkten und im supermarkt. windeln waren ausreichend im verkauf, was allerdings insgesamt alles gefehlt hat, ist schlichtweg krank.
bulgur, knödel und roggenaufbackbrötchen sind demnach noch unbeliebter als vollkornnudeln.
Xbuerger schrieb:
offenbar sind junge eltern stabil. da bei uns klopapier wirklich langsam knapp wird, war ich den örtlichen drogeriemärkten und im supermarkt. windeln waren ausreichend im verkauf, was allerdings insgesamt alles gefehlt hat, ist schlichtweg krank.
Hat wohl weniger damit zu tun, dass junge Eltern stabil sind als vielmehr damit, dass die meisten der Allerdümmsten keine Kinder im Windelalter haben.
Vael schrieb:
haben ja eh doppelt so viele Kliniken wie benötigt
Musste auch letztens an die Studie denken. Jetzt heißt es, man sei froh, dass wir noch ne ordentliche Krankenhausdichte haben und das im Gegensatz zu zB Italien einige Leben retten wird.
Genauso wie der ewige Vorschlag, doch die Steuern zu senken, weil diese doofe schwarze Null so sinnfrei wäre. Jetzt hat man dafür genug Geld, um die Wirtschaft zu stützen.
Wie ruhig es doch jetzt geworden ist um die Großmäuler.
Unser Gesundheitssystem ist zwar einigermaßen ok (gemessen an anderen Ländern) , aber ich denke, spätestens bei 1 Mio Infizierter gleichzeitig und somit einer fünfstelligen Zahl an Intensivbetreuten ist Sense.
SGE_Werner schrieb:
Unser Gesundheitssystem ist zwar einigermaßen ok (gemessen an anderen Ländern) , aber ich denke, spätestens bei 1 Mio Infizierter gleichzeitig und somit einer fünfstelligen Zahl an Intensivbetreuten ist Sense.
genau das ist doch auch die hoffnungsquote für die „durchseuchung“ in zwei jahren. 60-70% in zwei jahren wären ja so ziemlich genau 500.000 neuinfizierte pro woche, wenn ich mich nicht völlig verrechnet habe...
Xbuerger schrieb:SGE_Werner schrieb:
Unser Gesundheitssystem ist zwar einigermaßen ok (gemessen an anderen Ländern) , aber ich denke, spätestens bei 1 Mio Infizierter gleichzeitig und somit einer fünfstelligen Zahl an Intensivbetreuten ist Sense.
genau das ist doch auch die hoffnungsquote für die „durchseuchung“ in zwei jahren. 60-70% in zwei jahren wären ja so ziemlich genau 500.000 neuinfizierte pro woche, wenn ich mich nicht völlig verrechnet habe...
Ich frag mich aber, ob man das ganze nicht irgendwie zum Stillstand bewegen kann? Weil ein Virus hat ja auch nur eine begrenzte Überlebenszeit. Ein Geheilter, also jemand der schon infiziert war und nun immun ist, dessen Abwehr sollte doch die Viren im Rachen killen, oder? Also ein Immuner ist nicht mehr Infektionsherd, richtig?
Gleichzeitig könnte man mit überdurchschnittlichem Einsatz von Desinfektionsmitteln Viren beseitigen.
Prof. Alexander Kekulé sagt es ja gerade bei Anne Will: Wenn alle Menschen sich 14 Tage komplett isolieren, egal ob infiziert oder nicht und keinen einzigen Sozialkontakt haben, dann wäre die Krankheit weg. Kann ich kaum glauben, aber wenn es so wäre, dann würde uns das zu Hause bleiben wirklich mehr als stark helfen. Wenn man dann liest, dass die Bevölkerung heute regelrecht Eiscafés und Spielplätze gestürmt hat, dann muss man wirklich am Verstand einer idiotischen Bevölkerung zweifeln.
ich fand diesen longread hier ziemlich aufschlussreich:
https://perspective-daily.de/article/1181/2hWA1mB8
jede menge statistiken, die ansätze zur einschätzung bieten.
https://perspective-daily.de/article/1181/2hWA1mB8
jede menge statistiken, die ansätze zur einschätzung bieten.
Richtig gutes Argument ohne gleich beleidigend zu werden. Danke. So hab ich´s noch gar nicht betrachtet.
Dann werfe ich mal das Thema Schwimmbäder bzw. Thermen in den Raum, die ja oftmals unter städtischer Leitung sind.
Schwimmen ist im Prinzip ja dann quasi auch nur ein Spass. Wie würdest Du da die Situation sehen?
Dann werfe ich mal das Thema Schwimmbäder bzw. Thermen in den Raum, die ja oftmals unter städtischer Leitung sind.
Schwimmen ist im Prinzip ja dann quasi auch nur ein Spass. Wie würdest Du da die Situation sehen?
Gelöschter Benutzer
Schätze ab Montag ruht der Schulbetrieb vollständig!
NewOldFechemer schrieb:
Schätze ab Montag ruht der Schulbetrieb vollständig!
nein, nur in 15 bundesländern. in berlin wartet derweil noch der regierende ab, ob sich nicht vorher die lage ändert. sein bildungsderzernat zieht in absprache mit dem bezirksamt köpenick dann die reißleine. tritt aber erst einen tag später als woanders in kraft...
Gelöschter Benutzer
Vael schrieb:
Aber die Experten tun alles damit um die Ansteckungskurve so abzuflachen das unser Gesundheitssystem nicht so überlastet wird wie in Italien.
Ich hoffe, du hast Recht. Ich finde vieles inkonsequent und sehr zögerlich. Hoffentlich rennen wir der Entwicklung nicht schon hinterher.
Brodowin schrieb:Vael schrieb:
Aber die Experten tun alles damit um die Ansteckungskurve so abzuflachen das unser Gesundheitssystem nicht so überlastet wird wie in Italien.
Ich hoffe, du hast Recht. Ich finde vieles inkonsequent und sehr zögerlich. Hoffentlich rennen wir der Entwicklung nicht schon hinterher.
kein widerspruch! die experten machen alles, nur die pappnasen in der politik patzen. die heutige konferenz von bund und länder konnte sich nicht auf maßnahmen einigen... (lt. tagesspiegel ticker, 20.38 uhr)
Xbuerger schrieb:
interpretiert habe ich das als vorbereitung für einen komplett veränderten lebensabschnitt der nächsten monate...
Ich gehe auch davon aus, dass es in den nächsten Monaten permanente Maßnahmen geben wird in Form von Veranstaltungsverboten, Einschränkungen bei Bars, Restaurants etc.
Man wird es so weit runterfahren, dass noch Wirtschaft und Alltag funktionieren, aber alles andere aufs Minimum reduziert wird.
SGE_Werner schrieb:
Einschränkungen bei Bars, Restaurants etc.
[...]
Wirtschaft und Alltag
kneipe und ebbelwoi-wirtschaft sind für viele alltag, die nicht in bars und restaurants gehen...
aber und damit auch @semper fi:
bis in 18+ monaten der impfstoff gefunden, getestet, etc ist, sind ganze branchen komplett tot. vom profifußball mal abgesehen, keine messen mehr, keine kongresse, keine kultur? könnte also ziemlich unlustig und freudlos werden...
Die Frage ist halt, ob wir nicht auch so handeln sollen wie Italien, wo es jetzt noch einigermaßen kontrollierbar ist. Andererseits ist auch die Frage, ob ein Einschränken der Verbreitung für paar Wochen zwar etwas Zeit bringt, dann aber nach Aufhebung der Einschränkungen es nicht doch wieder hochschnellt und man wieder zu Zwangsmaßnahmen greifen müsste. Schwierige Situation. Vielleicht ist Deutschland zu zögerlich, vielleicht aber auch genau so besonnen, wie es sein sollte. Aber wie ich schon in den Kommentarspalten sehe, ist ein Drittel der Meinung, das sei alles übertrieben, ein Drittel meint, wir müssten morgen schon alle in ihre Häuser einsperren und ein Drittel meint, es ist ok, wie es jetzt ist.
SGE_Werner schrieb:
Aber wie ich schon in den Kommentarspalten sehe, ist ein Drittel der Meinung, das sei alles übertrieben, ein Drittel meint, wir müssten morgen schon alle in ihre Häuser einsperren und ein Drittel meint, es ist ok, wie es jetzt ist.
da sind wir an dem punkt, an dem plebiszitäre elemente glücklicherweise nicht vorgehen sind.
gerade eben heute journal mit der bpk von merkel gesehen. spahn meinte darin, dass wir alle unser leben ändern müssen. da war jetzt nicht die rede von geisterspielen bis ostern oder so. interpretiert habe ich das als vorbereitung für einen komplett veränderten lebensabschnitt der nächsten monate...
Xbuerger schrieb:
interpretiert habe ich das als vorbereitung für einen komplett veränderten lebensabschnitt der nächsten monate...
Ich gehe auch davon aus, dass es in den nächsten Monaten permanente Maßnahmen geben wird in Form von Veranstaltungsverboten, Einschränkungen bei Bars, Restaurants etc.
Man wird es so weit runterfahren, dass noch Wirtschaft und Alltag funktionieren, aber alles andere aufs Minimum reduziert wird.
Xbuerger schrieb:
interpretiert habe ich das als vorbereitung für einen komplett veränderten lebensabschnitt der nächsten monate...
Ich würde mit 18+ Monaten rechnen, also bis ein Impfstoff draußen ist.
Sollte Remdesevir wirken und entsprechend das System entlasten, wäre ein Rückfahren der großen Maßnahmen vielleicht auch vorher denkbar.
https://www.br.de/nachrichten/wissen/neues-corona-medikament-in-weilheim-eingesetzt,RsohGUY
SemperFi schrieb:
So nebenbei, fahre gerade im Feierabendverkehr in Berlin U-Bahn.
Normalerweise müssen wir uns stapeln, aktuell freie Plätze wie Sonntag früh.
Möchte nicht wissen, wie es im Straßenverkehr aussieht.
Für mich durchaus angenehm.
bin seit heute wieder aufs rad umgestiegen. ich würde sonst mit allen westendlichen verdachtsfällen in der bvg abhängen, die sich testen lassen wollen...
ansonsten: 113 neue beiträge hatte ich eben, die allermeisten wren monothematisch. ich dachte, das wäre hier ein diskussionsforum und kein betreutes schreiben für persönliche defizite einer einzelnen...
Xbuerger schrieb:
bin seit heute wieder aufs rad umgestiegen. ich würde sonst mit allen westendlichen verdachtsfällen in der bvg abhängen, die sich testen lassen wollen...
Ich müsste Schönhauser runter und übern Alex.
Die Gefahr da übern Haufen gefahren zu werden als Radfahrer ist astronomisch höher für mich als Corona.
Berliner Autofahrer plätten auch U50 und ohne Vorerkrankung
Gelöschter Benutzer
Xbuerger schrieb:Brodowin schrieb:
Und wenn das stimmt, frage ich mich, warum man dann noch zögert, sofort die gleichen Maßnahmen wie Italien derzeit zu ergreifen?
mglw., weil es der einzige schuss im revolver ist?
wenn ich es richtig verstehe, werden sich irgendwann sowieso viele menschen infizieren. und so einen shut down kann man wohl eher nicht so oft bringen, sondern wohl nur, wenn das gesundheitssystem kurz vor dem kollabieren ist. so lange also bspw. in berlin stand heute abend 58 infizierte einer bestellung von 100 neuen beatmungsgeräten der charité gegenüber stehen, langen wohl noch mildere maßnahmen, gestützt vom prinzip hoffnung.
Abgesehen davon, dass ich in meiner infantilen Naivität nach wie vor große Sympathien für die Idee der staatlich verordnete Korona-Ferien für alle habe und ich mir immer noch ausmale, wie gut uns das allen tun würde, mag das natürlich ein realistischer Grund sein.
Und es ist verdammt schwierig, den richtigen Zeitpunkt festzustellen, wann es Zeit wird, für den einen Schuss im Revolver.
edmund schrieb:
50000 Leute nach Hause zu schicken, verhindert keine Neuinfektion.
Symbolpolitik, wie gesagt.
Ich hoffe in dem Beitrag liegt irgendeine Ironie, die ich nicht erkannt habe. Man stelle sich vor, jemand z.B. aus dem Dunstkreis "Bergamosreisegruppe" steht im vollbesetzten Block. Um ihn herum dicht gedrängt dutzende Leute aus dem ganzen Rheinmaingebiet. Dann ist der Typ vllt. auch noch Raucher und verbreitet seine virusbesetzten Rußpartikel aus tiefster Lunge. Am nächsten Tag gehen in ganz Hessen die Leute auf die Arbeit, in die Schule oder in die Arztpraxis. Nach Feierabend holen sie ihre Kids aus der Kita ab oder besuchen die Oma im Heim oder im Krankenhaus. Von den Schmierinfektionen am Getränkestand, bei der Bierdusche und an den sanitären Anlagen ganz zu schweigen.
Bei uns waren gestern hier 30 Leute auf dem Spielplatz. Schöne Versammlung auf und neben den Bänken. Eng an Eng. Keinerlei Rücksicht auf die Situation.
Aber heute ist der tatsächlich leer. Obwohl ich das Gegenteil erwartet habe. Vielleicht war die Polizei da? Naja, hauptsache die Versammlungen nehmen ein Ende.