>

hawischer

6813

#
Ja, es läuft im Moment nicht gut. Viele Spieler sind außer Form, Borre, Kamada, auch Hasebe macht Fehler. Trotzdem ist das Spiel nach vorne nicht so schlecht, die Konsequenz es zu Ende zu spielen, fehlt. Kolo Muani allein ist zu leicht ausrechenbar. Lindström fehlt mehr denn je.
Standards und Ecken nach wie vor schwach
Die Diskussion um die Abgänge mögen eine Rolle spielen.
Es jetzt am Trainer festzumachen, ist das übliche, überzeugt aber nicht.
#
Ist aber viel Pech dabei.
#
Pokalsieger ist auch schön.
#
Konkurrenz belebt das Geschäft. Diese alte marktwirtschaftliche Binse wird auch dem Kraftfahrzeugmarkt  künftig weiterhelfen. Die Deutschen lieben ihre Mobilität und wenn Preise der E-Autos nicht mehr so weit von denen der Verbrenner auseinander liegen und die Nachteile, Reichweite und Ladestationen, verbessert werden, steigen auch deren Verkaufszahlen.

Vor Jahrzehnten ging die Angst vor den japanischen und koreanischen Autoimporten um, die die deutsche Industrie stark beeinträchtigen würde.  Der damalige BMW-Chef sagte:
»Der Industriestandort Bundesrepublik ist in Gefahr. Das Vordringen der Japaner bedroht unsere Arbeitsplätze.«
Nichts davon ist geschehen.
Nur Industriepolitik muss da aufpassen, es gibt auch genug negative Entwicklungen. Unterhaltungselektronik zum Beispiel, oder Handys.

Die große Abhängigkeit der Gewinnsituation deutschen Autokonzerne vom chinesischen Markt ist kritisch zu bewerten. Die Abhängigkeit von autokratischen Systemen, wie beim Energielieferanten Russland leidvoll erfahren, muss reduziert werden. Wir haben gelernt, dass "Wandel durch Handel" nicht funktioniert. Und wenn es zu einem militärischen Konflikt zwischen China und Taiwan kommen sollten, hat das nicht nur für die Autoindustrie massivste Auswirkungen.

Die Autos der Zukunft werden immer mehr zu rollenden Computern, vollgestopft mit Chips. Auch hier ist es erforderlich, dass deutsche und europäische Produktionen aufgebaut werden, un Abhängigkeiten zu reduzieren.

Putins Krieg hat eine "Zeitenwende" verursacht, die wir in seinen Auswirkungen in der globalisierten Welt noch nicht wirklich erfasst haben. Ökonomisch und geopolitisch.

https://www.spiegel.de/politik/die-japaner-sind-auf-sieg-programmiert-a-629d6e80-0002-0001-0000-000014315305


#
WürzburgerAdler schrieb:

Ich habe das Buch nicht bestellt. Würde mich aber freuen, wenn es bei Gelegenheit einen kurzen Kommentar von dir dazu geben würde. Gerne auch per PN, eilt aber überhaupt nicht. Danke schon mal.

Natürlich, gerne.

Meine Frage in diesem Thread galt vornehmlich dazu herauszufinden,  ob es sich nur um Schröder dreht. Das wäre durchaus interessant.
Noch spannender fände ich es allerdings, wenn man sich mit dem gesamten 25 Jahren zurückliegenden Regierungshandelns eingehend befasst haben sollte.

Denn da waren ja bis jüngst hin zu Schwesig noch so manch' illustre Köpfe involviert, nachdem Schröder sich von der großen Bühne längst auf das wohlgebettete Altenteil zurück- und möglicherweise von dort noch Strippen gezogen hatte.
#
Da ich das Buch gelesen habe gebe ich gerne Interessierten Auskunft über den Inhalt.
Die Autoren beschäftigen sich nicht nur mit dem Verhältnis Schröder/Putin. Es gibt die Kapitel:
"Illusion einer Partnerschaft. Die Russlandpolitik 1998 - 2013", dazu gehören die Unterkapitel: "Steinmeiers Wandel durch Verflechtung" oder "Merkel und die Moskau-Liebe der Union" und das Kapitel: "Toxische Beziehung. Die Russlandpolitik 2012 -2021"; da wird auch über "Schwesig und die Fake-Stiftung" geschrieben.
Es geht aber nicht nur um die Politiker. Zu Schröders Netz gehörten auch Manager, Unternehmer. Interessant auch die Rolle der deutschen Energieunternehmen oder der BASFals Deutschlands größter Einzelgasverbraucher, mit dessen Tochter Wintershall, ein Vertragspartner der Gazpom....  
#
Brady74 schrieb:

hawischer schrieb:

Misanthrop schrieb:

Dann bin ich zu blöd/blind zum Lesen.

"Im Zentrum der großen Recherche: Gerhard Schröders verhängnisvolles Netzwerk in Politik und Wirtschaft "

Das steht da?

Ich bin so nett und helfe.
Ich schicke Dir eine PN mit einem Foto der Rückseite des Buchumschlages.
Da kannst Du Wort für Wort die Textpassagen, die ich zitiert habe finden. Empfehle auch das Buch zu lesen. Es vermittelt interessante Erkenntnisse.

Und Misantroph. Konnten wir dir helfen?

Nein und ja, vielleicht.

Nein,
weil die zahlreichen dankenswerten Hilfen hier ja leider nicht zu dem genannten Zitat geführt hatten, das ich gesucht hatte.

Nein auch,
weil mich der netterweise von hawischer gesendete Link auf ein Bild des Klappentextes ins Internetnirvana der Error-Meldungen führte.

Ja wiederum,
weil hawischer mich auf meinen dahingehenen Hinweis an ihn per PN mal so richtig zünftig politisch eingeordnet und -getütet hat.
Das mag mir nun vielleicht wirklich auf meinem weiteren Lebensweg weiterhelfen. So kann ich mein Handeln, nun, da ich weiß, was meine ureigensten, unverrückbaren politischen Antriebe sind, ja jetzt zumindest immer schön hinterfragen.

Ich kann es aber noch nicht abschätzen und werde gelegentlich nochmals berichten.

#

Hier noch einmal der Originaltext der gesamten Rückseite des Buches:

Deutschland hat über viele Jahre die Gefahr ignoriert, die von Putins Regime ausging. Es hat die Warnungen seiner europäischen Nach- barn in den Wind geschlagen und sich von russischem Gas immer abhängiger gemacht. Das hat schwere Folgen für die deutsche Ener- gieversorgung, die deutsche Wirtschaft und die Verbraucher, die noch viele Jahre spürbar sein werden. Wie konnte es dazu kommen? Die FAZ-Korrespondenten Reinhard Bingener und Markus Wehner decken die Moskau-Connection der deutschen Politik auf und zeigen, wie es zur vielleicht größten Fehleinschätzung der deut- schen Außenpolitik nach 1949 kam. Im Zentrum der großen Recherche: Gerhard Schröders ver- hängnisvolles Netzwerk in Politik und Wirtschaft.

ORIGINALAUSGABE

C. H. Beck

TASCHENBUCH

www.chbeck.de

klimaneutral produziert www.chbeck.de/nachhaltig

€ 18,- [D]

9 783406799419 978 3 406 79941 9
#
Ach, die Kinder- und Jugendärzte halten Alkohol für Kinder und Jugendliche für unbedenklich? Verstehe, deshalb stehen ja die Spirituosen in der Hausbar offen zugänglich herum, ebenso wie das Feierabendbier in Keller und Kühlschrank.
#
WürzburgerAdler schrieb:

Ach, die Kinder- und Jugendärzte halten Alkohol für Kinder und Jugendliche für unbedenklich? Verstehe, deshalb stehen ja die Spirituosen in der Hausbar offen zugänglich herum, ebenso wie das Feierabendbier in Keller und Kühlschrank.


Wie kommst Du auf den Quatsch. Wir sprechen hier über den Gesetzentwurf zu Cannabis. Und dazu haben sich die Ärzte geäußert.
#
hawischer schrieb:

Die Ärzte sehen das Risiko, dass Kinder und Jugendliche leichter an Cannabis kommen können, aufgrund der begrenzten Freigabe für Erwachsene. Das Bundesgesundheitsministerium sagt u.a. in der Begründung:
"Besonders Jugendliche sind durch Cannabis in ihrer sozialen und kognitiven Entwicklung beeinträchtigt."
Die Regierung meint, durch die teilweise Legalisierung könnte der Schwarzmarkt eingeschränkt werden, einschließlich der Verunreinigungen im illegalen Angebot.
Diese Einschätzung kann man haben, oder auch nicht. Ob damit auch die Einschränkung der Weitergabe von an Jugendliche erfolgreich sein wird, ist eine Vermutung.

Lauterbach sagt:
"Der Gesundheitsschutz steht dabei im Vordergrund. Die bisherige Cannabis-Politik ist gescheitert. Jetzt müssen wir neue Wege gehen."

Wir werden sehen, was daraus wird. Und ob der Minister recht behält.
Zu wünschen wäre es. Zweifel sind erlaubt.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/eckpunkte-cannabis-12-04-23.html



Dann wird jetzt auch Alkohol verboten? Oder ist das weniger riskant für Kinder und Jugendliche? Gerade Schnaps kann schnell mal ein junges Leben zerstören...

Und ob Verbote dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche schwieriger an bestimmte Substanzen kommen, wenn sie denn unbedingt wollen, lässt sich mE nur schwer feststellen. Dass legale Substanzen zumindest nicht hochgezüchtet oder verunreinigt sind, ist dagegen sicher bzw kontrollierbar.

So wirklich überzeugend ist das Kinder und Jugendlichen Motiv nicht wirklich.
#
Keine Ahnung. Musst den Lauterbach fragen.
Die aktuelle Rechtslage, speziell die Regeln zum Alkohol lässt sich im Jugendschutzgesetz nachlesen.
Ich bin weder beim Alkohol noch bei anderen Drogen aus eigenen Erfahrungen kompetent und verlasse mich da lieber auf Leute, die was davon verstehen. Also der Einschätzung der Kinder- und Jugendärzte.
#
Dann bin ich zu blöd/blind zum Lesen.

"Im Zentrum der großen Recherche: Gerhard Schröders verhängnisvolles Netzwerk in Politik und Wirtschaft "

Das steht da?
#
Misanthrop schrieb:

Dann bin ich zu blöd/blind zum Lesen.

"Im Zentrum der großen Recherche: Gerhard Schröders verhängnisvolles Netzwerk in Politik und Wirtschaft "

Das steht da?

Ich bin so nett und helfe.
Ich schicke Dir eine PN mit einem Foto der Rückseite des Buchumschlages.
Da kannst Du Wort für Wort die Textpassagen, die ich zitiert habe finden. Empfehle auch das Buch zu lesen. Es vermittelt interessante Erkenntnisse.

#
Kinder und Jugendliche sollen Cannabis nehmen dürfen? Die kommen doch schon nicht mit Alkohol klar.

Krass.

#
Die Ärzte sehen das Risiko, dass Kinder und Jugendliche leichter an Cannabis kommen können, aufgrund der begrenzten Freigabe für Erwachsene. Das Bundesgesundheitsministerium sagt u.a. in der Begründung:
"Besonders Jugendliche sind durch Cannabis in ihrer sozialen und kognitiven Entwicklung beeinträchtigt."
Die Regierung meint, durch die teilweise Legalisierung könnte der Schwarzmarkt eingeschränkt werden, einschließlich der Verunreinigungen im illegalen Angebot.
Diese Einschätzung kann man haben, oder auch nicht. Ob damit auch die Einschränkung der Weitergabe von an Jugendliche erfolgreich sein wird, ist eine Vermutung.

Lauterbach sagt:
"Der Gesundheitsschutz steht dabei im Vordergrund. Die bisherige Cannabis-Politik ist gescheitert. Jetzt müssen wir neue Wege gehen."

Wir werden sehen, was daraus wird. Und ob der Minister recht behält.
Zu wünschen wäre es. Zweifel sind erlaubt.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/eckpunkte-cannabis-12-04-23.html
#
Sicherlich. Im bierseligen Festzelt in Passau johlen sie ja auch, wenn Söder von Verbotsparteien schwadroniert.
Dabei ist es die CSU, die Cannabis verbieten will. Und Bier zum Kulturgut erklärt.
#
WürzburgerAdler schrieb:

Sicherlich. Im bierseligen Festzelt in Passau johlen sie ja auch, wenn Söder von Verbotsparteien schwadroniert.
Dabei ist es die CSU, die Cannabis verbieten will. Und Bier zum Kulturgut erklärt.


Ich lebe seit über 40 Jahren im Freistaat. Mein Bild von Bayern, den Menschen, dem Leben hierzulande ist ein völlig anderes.
Übrigens, Cannabis ist gesetzlich seit 1929 verboten und von der Regierung 1972 (es war nicht die CSU) im Betäubungsmttelgesetz festgeschrieben. 1994 gab es mal ein Bundesverfasungsgerichtsurteil zum Umgang mit geringfügigigen Besitz zum Eigenverbrauch. Seit 2017 kann Cannabis bei Schwerkranken auf Rezept verschrieben werden. Damals war Gröhe (CDU) Gesundheitsminister.
Kinder- und Jugendärzte warnen jetzt vor der Freigabe, die CSU hat sich diesen Bedenken angeschlossen.
#
ich bin kein ausgewiesener "Bayern Experte", zumindest nicht politisch, aber der aggressive Ton und das "Wendehals Verhalten" von Markus Söder widert mich an.
#
Die Bayern sehen mehrheitlich Söders Arbeit anders. 56% Zufriedenheit 41% Unzufriedenheit ist im Ländervergleich ein ordentliches Ergebnis, gegenüber den Bundespolitikern der Ampel überdurchschnittlich gut.
Mitentscheidend für das Wahlverhalten werden aber auch die durchweg mehrheitlich negativen Wertungen über die Oppositionspolitiker sein.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/921059/umfrage/zufriedenheit-mit-verschiedenen-politikern-in-bayern/
#
Am Ende wählt man immer das geringste Übel, FA.

Es ist immer die Wahl zwischen einem Rieseneinlauf und einer Kotstulle, denn nur die können tief genug hinten drin...

Um mal South Park zu zitieren.
#
Ich schlage vor, man macht es, wie wir es vom Werner gewohnt sind.
Man lässt Zahlen, Daten, Fakten sprechen, nimmt Vergleichsdaten dazu, setzt je nach persönlicher Überzeugung bei dem einen oder anderen Politikfeld ( z.B. Klimaschutz, Bildung, Wohnungsbau, Wirtschaft usw.) einen Multiplikator, nimmt die jeweiligen Grundsätze und Ziele der Parteien dazu und bewertet die handelnden Persönlickeiten.  
Hoffentlich kommt dabei besseres heraus, als das "geringste Übel".
#
42 % aller Kinder in Gelsenkirchen mit Hartz IV.

Nur mal so als Ansatz, falls sich in Bayern jemand wieder bzgl. Länderfinanzausgleich beschwert. Das sind schreckliche Werte.
#
SGE_Werner schrieb:

42 % aller Kinder in Gelsenkirchen mit Hartz IV.

Nur mal so als Ansatz, falls sich in Bayern jemand wieder bzgl. Länderfinanzausgleich beschwert. Das sind schreckliche Werte.

Wir hatten das Thema schon mal. Solche Werte sind auch (nicht allein) ein Ausdruck nicht funktionierender Integration (Bildungsverlierer), speziell in den Ballungsgebieten und Großstädten.
Bemerkenswert auch, dass sich das Problem quer durch die Republik zieht. Das sonst gerne bemühte Bild des abgehängten Ostens stimmt hier nicht.
#
Mal wieder was erfreuliches zum Freistaat Bayern.
Armutsgefährdete Kinder. Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Deutschlandkarte erstellt.
Es zeigt sich, da wo die Arbeitslosigkeit gering ist, gibt's auch die am wenigsten armutsgefährdete Kinder. Sicher keine Überraschung.
Die ersten 26 Regionen im bundesweiten Ranking liegen alle in Bayern. Gratulation.


https://focus.de/191360474
#
hawischer schrieb:

Rein klimatechnisch seien wir mit unserer Politik schmutziger als die Kohleverbrennerländer Polen und Tschechien, hat am Sonntagabend jemand bei Anne Will gesagt.


Nein, da lügst Du mal wieder. Die Aussage war von Dorothea Siems (Welt) und lautete:
"Wir sind so dreckig wie sonst nur Polen oder Tschechien.“

Also kein Wort von wir seien "schmutziger" als Polen.
Schon deren Behauptung kann man anzweifeln, Polen als Beispiel in 2022:
63,4% aus Kohle verglichen mit
33% in Deutschland.
Selbst wenn man die 6,4% aus Kernkraft (2022) komplett durch Kohle ersetzt würde man "nur" bei 39,4%, also 24 Prozentpunkte unterhalb von Polen. Es ist völlig absurd hier zu behaupten unsere Stromerzeugung ist so dreckig wie sonst nur Polen.
Du treibst diese Lüge noch auf die Spitze, indem Du von "schmutziger als..." schreibst.
#
Du hast Recht, ich hatte die Aussage anders in Erinnerung. Siems hat gesagt, so dreckig wie Polen und Tschechien und nicht "schmutziger als ..." Daher bitte ich um Entschuldigung.

Habe nachgeschaut.
Pro Kopf liegt der CO2 -Ausstoss in Deutschland gemeinsam mit Polen auf Rang 31 und Tschechien auf Rand 23.
Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2020 und die Quelle Wikipedia.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission_pro_Kopf
#
hawischer schrieb:

Landroval schrieb:

Es kommt ja eben auch nicht von ungefähr, dass der Söder die Mehrheit "des Volkes" hinter sich zu glauben scheint, wenn er nun die Wiederinbetriebnahme realisieren möchte.

Das ist Wahlkampf.
Söder weiß, dass 60% für eine AKW-Laufzeitverlängerung waren, in Bayern vielleicht noch mehr, deren Meinung will er bedienen und im Wahlkampf sind die Grünen der Hauptgegner. Deren heftigen Reaktionen bringen ihm Presse und er weiß, dass deren Klientel die CSU eh nicht wählen.
Also die ganze Aufregung nutzt ihm und er weiß auch, die Laufzeitverlängerung und dann noch in bayrischer Hoheit ist ein no go.

Ich würde solch einen Wahlkampf unlauter nennen. So jemandem, der wider besseren Wissens den Menschen nach dem Mund redet, anstatt sie aufzuklären, und deshalb alle halbe Jahre seine Richtung ändert, soll man vertrauen?
#
WürzburgerAdler schrieb:

hawischer schrieb:

Landroval schrieb:

Es kommt ja eben auch nicht von ungefähr, dass der Söder die Mehrheit "des Volkes" hinter sich zu glauben scheint, wenn er nun die Wiederinbetriebnahme realisieren möchte.

Das ist Wahlkampf.
Söder weiß, dass 60% für eine AKW-Laufzeitverlängerung waren, in Bayern vielleicht noch mehr, deren Meinung will er bedienen und im Wahlkampf sind die Grünen der Hauptgegner. Deren heftigen Reaktionen bringen ihm Presse und er weiß, dass deren Klientel die CSU eh nicht wählen.
Also die ganze Aufregung nutzt ihm und er weiß auch, die Laufzeitverlängerung und dann noch in bayrischer Hoheit ist ein no go.

Ich würde solch einen Wahlkampf unlauter nennen. So jemandem, der wider besseren Wissens den Menschen nach dem Mund redet, anstatt sie aufzuklären, und deshalb alle halbe Jahre seine Richtung ändert, soll man vertrauen?

In welcher Welt der Parteienauseinandersetzung lebst Du?
Verstehe es, weil ich Deine Einstellung zu Söder und der CSU kenne. Wenn Du wirklich mal Gelegenheit hättest, in den Wahlkampfzentralen der Parteien hinter die Kulissen zu schauen, könntest Du fast ein Anhänger propain'scher Totalablehnung werden.
#
Es kommt ja eben auch nicht von ungefähr, dass der Söder die Mehrheit "des Volkes" hinter sich zu glauben scheint, wenn er nun die Wiederinbetriebnahme realisieren möchte.

#
Landroval schrieb:

Es kommt ja eben auch nicht von ungefähr, dass der Söder die Mehrheit "des Volkes" hinter sich zu glauben scheint, wenn er nun die Wiederinbetriebnahme realisieren möchte.

Das ist Wahlkampf.
Söder weiß, dass 60% für eine AKW-Laufzeitverlängerung waren, in Bayern vielleicht noch mehr, deren Meinung will er bedienen und im Wahlkampf sind die Grünen der Hauptgegner. Deren heftigen Reaktionen bringen ihm Presse und er weiß, dass deren Klientel die CSU eh nicht wählen.
Also die ganze Aufregung nutzt ihm und er weiß auch, die Laufzeitverlängerung und dann noch in bayrischer Hoheit ist ein no go.
#
Heute vor 80 Jahren begann der Aufstand im Warschauer Ghetto.
Knapp vier Wochen dauerte der verzweifelte, letztlich erfolglose Kampf der polnischen Juden, ihr Inferno ging danach immer weiter.
#
zu 1.
Ja, natürlich wäre es sinnvoll gewesen, zuerst die Kohlekraftwerke abzuschalten. Umwelttechnisch gesehen. Bei der Abschaltung der AKWs ging es aber zuvorderst nicht um Umweltgesichtspunkte, sondern um die Gefahren, die von AKWs und dem ungelösten Müllproblem ausging. Nicht umsonst erfolgte der erste Ausstiegsbeschluss unmittelbar nach Fukushima. Zu diesem Zeitpunkt spielte der Klimawandel ja auch noch eine untergeordnete Rolle, es gab ja sogar noch Zweifel, ob das mit dem Klimawandel überhaupt so stimmt. Aber im Prinzip hast du da vollkommen recht, insbesondere auch beim Punkt "Massive Schaffung von regenerativen Energieerzeugern".

zu 2.
Das Problem der Grundlast soll ja zuvorderst mit Gaskraftwerken gelöst werden, die mittelfristig mit grünem Wasserstoff betrieben werden können. Warum man Garzweiler II genehmigt hat, ist mir vor diesem Hintergrund ein vollkommenes Rätsel, aber auch, warum das Thema "Stromspeicher" nicht mehr Beachtung findet. Inzwischen haben Privatinvestoren (Hausbesitzer) ihren eigenen Stromspeicher im Keller, aber die Energieversorger haben keinen? Ebenso die Frage, warum Windräder angehalten und Kohlekraftwerke angeworfen werden oder die Frage, warum man das Einspeisen privat erzeugten Ökostroms ins Netz gedeckelt hatte. Gut, den letzten Punkt hat die Ampel inzwischen korrigiert.

zu 3:
Vollkommen richtig: CO2-freie Energie wird nicht zu haben sein. Auch Windräder, Sonnenkollektoren, Wasserkraftwerke oder der Bau von Elektroautos verursachen einen CO2-Ausstoß. Nur ist das eben nur ein Bruchteil von dem, was die "alten" Energien ausstoßen. Und bei AKWs hat FA ja schon auf die Problematik des Uranabbaus hingewiesen. Trotzdem ist natürlich - aus Umweltgesichtspunkten - der CO2-Anteil bei AKWs deutlich geringer als bei Gas- und vor allem bei Kohlekraftwerken. CO2-neutral aber ist der AKW-Betrieb jedoch nicht. Die Gefahren jedoch 1000-fach höher. Wenn das überhaupt reicht.

Schlussendlich gibt es dann auch noch den Kostengesichtspunkt. Der - auch das ist wenig überraschend - so gar keine Rolle bei der öffentlichen Diskussion spielt. Aus gutem Grund: die Kosten der Energiegewinnung durch erneuerbare Energien belaufen sich auf einen Bruchteil der Kosten aus Atomstromerzeugung. Wäre es umgekehrt, wären Lindner und Kubicki im Zusammenschluss mit Söder & Hubsi Aiwanger diejenigen, die am lautesten über die Verschwendung von Steuergeldern lamentieren würden. So hält man das Thema Kosten lieber unter dem Tisch.
#
Ich verstehe ja den Ansatz, die Gebäudeenergie möglichst weit CO2 neutral zu machen und verstehe auch die Einschränkung bei fossilien Heizungen, aber dem Bürger die Gasheizung zu verbieten, gleichzeitig aber Kohlekraftwerke hoch zu fahren und Gaskraftwerke neu zu bauen hat schon ein Geschmäckle. Wasserstoff verbrennen die in diesem Jahrzehnt nicht. Und ausreichend Speicherkapazitäten für Windkraft-/Sonnenstrom werden auch nicht so bald zur Verfügung stehen.

Verstehe, es ist die notwendige Antwort auf die fehlende Grundlastfähigkeit der Erneuerbaren. Also Weiterführen der Merkelschen Brückentechnologie, nun nicht mit Russengas, sondern mit US-Frackinggas und LNG und immer noch mit sehr viel Kohle.

Alles wie gehabt, nur ein bisschen schneller im Ausbau Erneuerbarer und viel teurer - für die Verbraucher, wie jeder an seinen Rechnungen sehen kann. Und das wird sich nicht ändern.

Rein klimatechnisch seien wir mit unserer Politik schmutziger als die Kohleverbrennerländer Polen und Tschechien, hat am Sonntagabend jemand bei Anne Will gesagt.

Aber was anderes fällt mir auch nicht ein. Und Energiesicherung ist für das viertgrößte Industrieland der Welt und die Menschen und ihr Wohlergehen hierzulande essentiell.