
Raggamuffin
7233
kit33 schrieb:
Auf den ganzen Quatsch um die "aussagekräftige" Umfrage oder diesen tendenziösen Blog möchte ich lieber gar nicht erst eingehen.
Stattdessen würde mich (als Grünen-Mitglied) interessieren, wie ihr zum aktuellen Kurs der Grünen denkt. Ich glaube dafür ist kein neuer Thread notwenig, in diesen passt das ganz gut rein.
Die Grünen: Mehr Verbote oder mehr Freiheit?
Auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen verabschiedete man sich endgültig vom "Veggie-Day" und setzte ganz klar als thematisches Steckenpferd "Freiheit" durch soziale Gerechtigkeit.
Ich persönlich halte mich ja gerne an den Grundsatz "So viel Freiheit wie möglich, so wenige Gesetze wie nötig". Aber Möglich- und Notwendigkeiten liegen im Endeffekt auch immer im Auge des Betrachters.
Geht es beispielsweise um eine liberale Drogenpolitik, in der Cannabis und andere weiche Drogen legalisiert würden, bin ich voll dafür! Mehr Freiheit und Verantwortung für den Einzelnen, statt staatliche Bevormundung!
Wenn ich aber an einige umweltpolitische Probleme denke, glaube ich, dass hier staatliche Restriktionen leider notwenig sind.
An einem Beispiel möchte ich das einmal kurz ausführen: Fast jeder kennt die Bilder von ganzen Strandzügen, die durch angeschwemmten Müll völlig verschandelt sind; Bilder vom Ozeanen in denen Tonnen an Müll herumschwimmen und ganze Lebensräume bedrohen.
Es handelt sich dabei um ein Problem, das uns ziemlich direkt trifft. Einerseits, weil ein gesunder Ozean notwenig für unser gesamtes Ökosystem ist, andererseits weil Meeresfrüchte und -tiere einen Teil unserer Nahrungsversorgung darstellen.
Aber wie löst man ein solches Problem? Natürlich muss man weniger Müll produzieren! Global! Und einer muss den Anfang machen.
Alleine in der Europäischen Union sind im Jahr ca. 95 Milliarden Plastiktüten im Umlauf, die durchschnittlich ganze 25 (!!!) Minuten gebraucht werden, aber tausende Jahre im Meer, bzw. hunderte Jahre an Land verbleiben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Plastiktüte#Gefahren_f.C3.BCr_die_Umwelt)
Warum sollte man diese Plastiktüten also nicht einfach verbieten? Es gibt ganz einfache Alternativen zur Plastiktüte: Man nehme einfach seine Einkaufstasche mit zum Einkaufen. Reine Gewöhnungssache! Und im Notfall kauft man die etwas umweltfreundlichere Papiertüte.
Einige sehen sich allerdings durch derartige Vorschläge "terrorisiert", sprechen gar von "Ökofaschismus". Allerdings möchte ich euch noch einmal eines ins Gedächtnis rufen: Wir, als mächtigstes Wesen auf Erden, tragen die Verantwortung dafür, dass der Lebensraum unserer tierischen Freunde geschützt wird und auch unsere nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten vorfinden!
Manches, wie ein Verbot von Kunststofftüten, lässt sich nicht über die Vernunft des Einzelnen bewerkstelligen. Da benötigt man eine Selbstbeschränkung, die im Übrigen Fundament jeder Gesellschaft sind.
Aus diesem Grund wünsche ich mir von den Grünen, dass man weiterhin für die Freiheit des Einzelnen (Stichwort Cannabis) eintritt, aber Notwendigkeiten (Stichwort Plastiktüte) nicht einigen Wählerstimmen opfert. Oder um meine Eingangsfrage - mehr Verbote oder mehr Freiheit - zu beantworten: Beides in gesundem Maß muss die Lösung sein.
Guter Beitrag!
Für mich gilt kurz gesagt: Privat darf jeder das machen, was er will, solange er dabei niemandem (gegen dessen Willen) schadet. Dort wo andere Menschen betroffen sind, müssen Gesetze her, die für alle das bestmögliche Zusammenleben sicherstellen. Deshalb müssen in der Wirtschaft strenge Regeln gelten.
friseurin schrieb:
Dass Einige davon Schaden erleiden, ist Normalität. Letztlich hat die Mehrheit mehr davon.
Sowas ähnliches wirst du lesen, wenn du im Lexikon Faschismus nachschlägst.
friseurin schrieb:
Zudem würde ich allzu gern wissen, welche Staaten ach so groß unter den neuen Möglichkeiten gelitten haben.
Fast ganz Afrika, große Teile Lateinamerikas und Asiens. Kann man ja unterschlagen.
Freihandel und Globalisierung sind gut. Finde ich auch. Wenn es gut gemacht ist. Deswegen glaube ich nicht, dass TTIP gut ist. Weil diejenigen, die es machen, bisher schon nie was gutes gemacht haben. Wenn du die weltweite Vermögensverteilung so verstehst, dass es der Mehrheit besser geht, ist dir aber wohl sowieso nicht zu helfen.
friseurin schrieb:
Es ging darum, dass du den Konsum von hartem Alk mit dem Konsum von Gras verglichen hast. Ich hab dir entgegnet, dass du auch die Konsumhäufigkeit beachten musst, die meiner Erfahrung nach einen erheblichen Unterschied aufweist.
Das hab ich schon verstanden und ich widerspreche dir auch nicht. Mir ging es darum, dass du, trotz Verbot, als Jugendlicher kein Problem damit hattest an Gras zu kommen.
friseurin schrieb:
Das Verbot würde weiterhin gelten, weil ich auch von Minderjährigen sprach. Der Staat wird es wohl für Ü18 freigeben. Und so ein Verbot dient, wie später mit der "Signalisierung" angesprochen, nicht nur der Kriminalisierung an sich. Es besitzt mehrere Aspekte.
Wir können ja gern mal in die Schweiz schauen, die da mWn eine 3-Säulen-Politik aufgebaut hat, die aber auch klar ausweist, dass der Staat so einen Konsum alles Andere als kool findet.
Dagegen spricht ja nichts. Es sollen ja keine Konsumenten angeworben werden. Es sollte deutlich gemacht werden, wann und in welchem Maße Drogenkonsum tolerabel ist und wann er problematisch wird. Und wer einen problematischen Konsum aufweist, sollte auch angesprochen werden. Aber ohne Strafe und ohne Verbote.
friseurin schrieb:
Nützliche Dinge, wie etwa Alk zur Desinfizierung oder Klebstoff, sind nunmal nützliche Dinge, die ihre Daseinsberechtigung haben. Wenn man, ähnlich wie beim erwähnten Alk, Klebstoff in jeder Art und Weise ungenießbar machen könnte (so günstig wie möglich), dann würde man es sicherlich tun.
Du kannst auch tagtäglich von einem Auto erfasst werden oder als Autofahrer bei einem Crash sterben. Nixdestotrotz überwiegt der Nutzen die Risiken und v.a. hat es einen objektiven Nutzen.
Aus dieser Hinsicht sind Drogen, insb. wenn sie die Gesundheit angreifen können, praktisch frei von Argumenten. Von Gras für medizinische Zwecke mal abgesehen.
Drogen haben aber einen Nutzen, sonst würde sie niemand nehmen. Bei Hanf kann man die positiven Eigenschaften gar nicht alle aufzählen. Wenn du den Kosten-Nutzen-Maßstab anlegst, musst du auch den Kosten-Nutzen-Maßstab beim Verbot anlegen. Und da überwiegen eindeutig die Kosten.
friseurin schrieb:
Gegen eine Entkriminalisierung von Kleinstmengen hab ich nix einzuwenden, selbst die Staatsanwaltschaft und die Polizei sehen das ja so. Aber eine waschechte Legalsiierung? Aus meiner Sicht ist das schwere Zurückhalten des Konsums kein Argument zur kompletten Aufgabe.
Ich weiß zwar nicht was so schlimm daran wäre, alle Drogen wie Alkohol zu behandeln, da Alkohol die schädlichste aller Drogen ist aber ich argumentiere hier auch ausschließlich für eine Legalisierung, bei der die Versorgung gesichert und kein Konsument verfolgt wird. Wie das dann aussieht ist eine ganz andere Frage.
Harter Tobak. Ich verzichte an dieser Stelle auf eine Diskussion über verantwortungsbewusstes Konsumentenverhalten.
Nein, es geht nicht darum, gegen Freihandel und Globalisierung zu sein, sondern darum, wissen zu wollen, was dort geplant wird, wenn wir doch jetzt bereits feststellen, dass Freihandel und Globalisierung zu gravierenden Problemen auf der Welt geführt haben. Es geht darum nicht alles noch schlimmer zu machen, ohne Lösungen für die bisher verursachten Probleme gefunden zu haben.
Wenn du drei Leuten auf den Kopf haust, wird der vierte misstrauisch, wenn du auf ihn zukommst.
Nein, es geht nicht darum, gegen Freihandel und Globalisierung zu sein, sondern darum, wissen zu wollen, was dort geplant wird, wenn wir doch jetzt bereits feststellen, dass Freihandel und Globalisierung zu gravierenden Problemen auf der Welt geführt haben. Es geht darum nicht alles noch schlimmer zu machen, ohne Lösungen für die bisher verursachten Probleme gefunden zu haben.
Wenn du drei Leuten auf den Kopf haust, wird der vierte misstrauisch, wenn du auf ihn zukommst.
friseurin schrieb:
Naja, also wenn ich von meinem damaligen Freundeskreis auf den Rest der Welt schließen darf, dann war das teils tägliche Kiffen mit dem, aufsummiert, entsprechend hohem Konsum von Gras, doch deutlich häufiger anzutreffen, als der Verzehr von hartem Alk. Harter Alk war eher selten am Start, eher am Wochenende, selbst Bier war keine alltägliche Sache.
Was allerdings alltäglich war, waren Kippen und Gras.
Daran sieht man doch, dass das Verbot sinnlos ist.
friseurin schrieb:
Ok und woher bekommen die Coffeeshops dann ihr Gras?
Auf verschiedene Arten. Illegale Plantagen in Holland, illegale Plantagen in Deutschland, abgezwacktes "wissenschaftlich" angebautes Gras, privat angebautes Gras, importiert aus Marokko, Libanon, Afghanistan, Thailand... Da ist nichts legales dabei aber man weiß es nicht genau. Die Coffeeshopbetreiber reden nicht darüber und die Polizei schaut woanders hin.
friserin schrieb:
Wenn du etwas wortwörtlich legalisierst, signalisierst du implizit, dass das Zeug ok ist. Gilt vllt nicht für die schlauen Leute, die ganz genau wissen, was Droge A anstellen kann, aber dann gibts ja noch die Facebook-Generation und andere Auswüchse..
Ich finde man signalisiert mit dem Verbot, dass das Zeug interessant ist. Es gibt soviele Substanzen, die dich umbringen oder high machen können, die völlig legal erhältlich sind. Ganz zu schweigen von den Giftküchen der Pharmaindustrie. Wir müssten auch Uhu verbieten, weil man vom Schnüffeln abhängig werden kann. Aber weil wir das einfach nicht groß thematisieren, bleibt es auch ein überschaubares Problem.
Aber mein Hauptargument bleibt schlicht und einfach, dass das Verbot niemanden vom Konsum abhält. Deswegen ist es sinnlos.
Aragorn schrieb:
Ich würde eine Legalisierung von harten Drogen auch ablehnen. Wo soll man da den Strich ziehen? Zumal ja synthetische Drogen immer mehr zunehmen, da diese in der Herstellung viel billiger sind. Allein schon aus gesundheitlichen Gründen lehne ich das ab. Man muß sich ja nur den körperlichen Verfall bei beispielsweise Crystal Meth Abhängigen anschauen.
Ich denke erstens, dass das Bild über Crystal Meth über die Medien genauso verzerrt dargestellt wird, wie über Hanf in den 30er Jahren. Und zweitens denke ich, dass Menschen, die sich von den Folgen des Crystal Meth-Konsums nicht abschrecken lassen, auch von Verboten nicht abschrecken lassen. So wie du auch kein Crystal Meth nehmen würdest, wenn es legal wäre. Und mit einem Gefängnisaufenthalt und einem Eintrag im Führungszeugnis wird man denjenigen auch nicht gerade auf einen nüchternen Pfad der Tugend führen.
friseurin schrieb:
Also das Zeug kostet, je nach Sorte, in Holland auch nicht gerade wenig. Und dort wird es ja soweit geduldet, dass es fast einer de-facto-Legalisierung gleichkommt.
Da muss ich widersprechen. In Holland wird der Verkauf an den Endverbraucher weitesgehend geduldet. Alles andere ist genauso verboten wie hier. Erst recht die Produktion und der Handel und da wird der Preis gemacht.
friseurin schrieb:
Und wie gesagt, der zuvor bestehende Schwarzmarkt wird eher verkleinert, denn komplett aufgelöst. Allein das Mindestalter zur Abgabe wird schon dafür sorgen.
Das würde bedeuten, dass in Deutschland ein Schwarzmarkt für hochprozentigen Alkohol an Jugendliche existieren müsste. Vielleicht gibt's den sogar aber er ist kein ernstzunehmendes Problem.
Du solltest aber bedenken, dass sich der aktuelle hohe Preis gerade durch das Verbot und das damit verbundene Risiko errechnet. Wenn Hanf industriell angebaut wird und unbehelligt durch die Gegend gefahren kann, fallen die Preise automatisch ins Bodenlose. Die Produktionskosten, gerade unter freiem Himmel, sind lächerlich. Die Frage ist dann nur die Höhe der Besteuerung.
J_Boettcher schrieb:
mich wuerde interessieren, ob Schwegler und Jung geblieben waeren, wenn Armin hiergeblieben waere. Wahrscheinlich nicht. Aber irgendwie hat er schon so eine Kette von substanziellen Abgaengen eingeleitet, zumindest in meiner Wahrnehmung (das wahre Timing kann natuerlich auch ganz anders gewesen sein). Rode waer eh weg gewesen, Meier hat unabhaengig vom Trainer verlaengert, aber die beiden? naja, wahrscheinlich waeren die auch weggewesen, der Armin haette ihnen ja schliesslich nicht den Einkommensunterschied beglichen...
Vielleicht ist die Trainerfrage bei der Überlegung ein Faktor gewesen aber ich denke auch, ausschlaggebend war ganz klar das Geld. Wer nach WOB oder Hoffenheim wechselt, dem ist anscheinend eh alles egal.
Rheinadler schrieb:
Soll in diesem Fred eigentlich über Inhalte des TTIP diskutiert werden oder nur darüber, dagegen zu sein?
Kennst du denn die Inhalte?
friseurin schrieb:
Die Legalisierung würde den Schwarzmarkt, genauso wenig beim Hasch, sicher nicht auslöschen.
Es sei denn, der Staat hat eine so hohe Qualität inkl. eines sehr niedrigen Preises, so dass es sich einfach nicht lohnt, nebenbei zu konkurrieren
Warum nicht?
MrBoccia schrieb:
na ja, würden mexikanische Drogenkartelle nicht nur in Mexiko metzeln sondern auch in vielen Teilen der restlichen Welt, würden sie auf der Zeil und auch sonst in Deutschland offen für ihr Zeugs werben, würden Hunderttausende (oder gar in die Millionen gehend) von ihnen hier leben, würden sie andere Leute hinrichten bloss weil die nicht koksen sondern bloss Hasch rauchen, ja, dann könnte es sein, dass sie auch hier mehr Aufmerksamkeit bekämen.
Aus eurozentrischer Perspektive ist das plausibel. Wusste übrigens gar nicht, dass in Deutschland Hunderttausende ISIS-Terroristen leben. Man sollte auch mal in Guatemala nachfragen, ob die Kartelle nur in Mexiko metzeln. Naja, genau das meinte ich. Ist halt hier sehr mit Emotionen verbunden.
Ich denke wir sind uns einig. Aber nochmal: Es ging lediglich um eine Erklärung, warum das Thema ISIS offenbar derzeit "interessanter" ist, als Mexiko (oder andere Konflikte). Und da ist es von mir auch nicht "politisch" motiviert, dass ich einen Grund darin sehe, dass die ISIS einigen eine willkommene Plattform bietet, ihre grundsätzliche Ablehnung gegenüber dem Islam zu formulieren. Das bedeutet nicht, dass Kritik am ISIS in der Sache falsch ist.
Eintracht-Er schrieb:
Eine interessante Betrachtung:
http://www.science-skeptical.de/blog/grune-programmatik-der-weg-in-den-okofaschismus/003687/
Haarsträubend.
Dirty-Harry schrieb:Raggamuffin schrieb:reggaetyp schrieb:
Dennoch sei die Frage erlaubt, wieso hier bedeutend weniger Leute empört sind über die Greueltaten und Massenmorde in Mexiko.
Ich vermute einfach mal, dass man über die ISIS-Greueltaten auch gerne mal aus anti-islamischer Motivation heraus empört ist. Diese Möglichkeit ist beim Thema Mexiko leider nicht gegeben.
Grundsätzlich ist beides weit weg.
Aber es wundert mich, warum du nicht ebenfalls bezüglich der IS Dinge mehr empört bist.
-60 tote Deutsche IS Kämpfer
-Rückkehrer
-Salafistengesocks vor der Tür,die diese dinge unterstützen
-Rattenfänger an unseren Schulen
Was soll von daher die an den haaren beigezogener Vergleich.?
Cowboy und Indianer Spiele zw. links und rechts auf Stammtischniveau ?
Erklär uns doch mal deine Einstellung zu meinen angeführten Dingen .
Ohne die Dinge um die Is künstlich erhöhen zu wollen ..nein dies mag ich auch nicht.
Aber so ist diese krampfhafte Anleihe und Querverbindung zw. Mexiko und Is mit billigen Totschlagargumneten doch eigentlich kompl. daneben .oder ?
Das sind zwei unterschiedliche Baustellen .und dabei sollte man es auch belassen
Meinst du jetzt mich oder reggaetyp?
Ich habe nirgendwo behauptet, dass ich wegen des ISIS nicht empört wäre, es ging hier lediglich um die Frage, warum ISIS seit Wochen und Monaten überall diskutiert wird, während man von Mexiko kaum was mitbekommt. Ob man das jetzt vergleichen kann und inwiefern ist doch überhaupt nicht das Thema.
reggaetyp schrieb:
Dennoch sei die Frage erlaubt, wieso hier bedeutend weniger Leute empört sind über die Greueltaten und Massenmorde in Mexiko.
Ich vermute einfach mal, dass man über die ISIS-Greueltaten auch gerne mal aus anti-islamischer Motivation heraus empört ist. Diese Möglichkeit ist beim Thema Mexiko leider nicht gegeben.
WuerzburgerAdler schrieb:
Lest doch einfach mal genau, was ich geschrieben habe. Es ging ums Prinzip und um die Philosophie. Natürlich kann ich meine besten Spieler verkaufen, sobald einer mit den Scheinen winkt. So macht es Mainz, so macht es Freiburg, so machen es andere.
Ich kann aber auch versuchen, den eigenen Club so attraktiv zu machen, dass diese Spieler dann bleiben. Und wir sprechen hier nicht von Uwe Bein oder Tony Yeboah, wir sprechen von Marc Stendera.
Der kann mal so wertvoll werden wie Schwegler, Jung, Rode. Wird er vielleicht auch. Ich wünsche es ihm.
Warum sollte er dann nicht zu halten sein? Mit Schwegler und Jung hat es ja auch geklappt mit dem Erreichen der EL. Wenn Veh... aber das hab ich doch schon alles geschrieben?
Also vorneweg, ich habe von Stendera schon genug Aktionen gesehen, um mit hunderprozentiger Sicherheit zu sagen, dass er ein ganz anderes Kaliber ist, als Jung oder Schwegler. Solche Fähigkeiten habe ich in meinen bald 30 Jahren mit der Eintracht nur bei einer handvoll Spieler gesehen und bei Eigengewächsen überhaupt noch gar nicht.
Wenn er so weiter macht und sich nicht verletzt, wird er ein richtig Großer.
Und dann werden nunmal Summen aufgerufen, von denen wir bisher nur träumen durften und da kann man das Profifussballgeschäft noch so sehr romantisieren aber solche Spieler sind für die mir bekannte Eintracht schlichtweg nicht zu halten. Das ist nicht mein Wunsch, sondern meine Sicht der Realität.
WuerzburgerAdler schrieb:
Ansonsten fängt man ja jede Saison wieder von Neuem an.
Tja, das ist nun mal leider das Los der Mannschaften, die nicht Bayern oder Dortmund heissen.
Aber wenn es denn soweit kommt, werden wir wenigstens über den Abschied finanziell hinweggetröstet, wodurch das Gesamtkonstrukt einen Schritt nach vorne machen kann.
propain schrieb:Raggamuffin schrieb:propain schrieb:
Die geldgeilen Typen hier würden die sofort verkaufen. Ist doch scheißegal, hauptsache kurzfristig Geld in der Tasche.
Es gibt hier im Forum sehr viele Milchmädchen.
Es geht kaum darum, ob man Stendera schnell verscherbeln will, sondern darum, dass man ihn - vorausgesetzt er macht so weiter - nicht wird halten können. Da sind schon weitaus fragwürdigere Talente für sehr viel Geld gewechselt. Wenn nicht für den Verein, dann zumindest für den Spieler sehr lukrativ. Zu denken, dass das bei Stendera zufällig anders sein sollte, erinnert dann eher ans erwähnte Milchmädchen.
Du kannst mir bestimmt zeigen wo ich geschrieben habe das es bei Stendera anders sein sollte.
Zumindest wurden wir "Milchmädchen", die wir einen baldigen Verkauf von Marc Stendera nicht kategorisch auschließen würden, pauschal als "geldgeile Typen" betitelt.
propain schrieb:
Die geldgeilen Typen hier würden die sofort verkaufen. Ist doch scheißegal, hauptsache kurzfristig Geld in der Tasche.
Es gibt hier im Forum sehr viele Milchmädchen.
Es geht kaum darum, ob man Stendera schnell verscherbeln will, sondern darum, dass man ihn - vorausgesetzt er macht so weiter - nicht wird halten können. Da sind schon weitaus fragwürdigere Talente für sehr viel Geld gewechselt. Wenn nicht für den Verein, dann zumindest für den Spieler sehr lukrativ. Zu denken, dass das bei Stendera zufällig anders sein sollte, erinnert dann eher ans erwähnte Milchmädchen.
Ich bekomme auch das Kotzen, wenn ich das Flüchtlingsproblem sehe. Aber das bedeutet nicht, dass es nicht auch noch andere Probleme gibt, die es zu lösen gilt. Und die Themen Plastikmüll und Drogenkrieg sind dringend genug um sie hier nicht als Pseudoproblem wegzuwischen, zumal kit33 letzteres lediglich als Beispiel für eine liberale Position der Grünen aufgeführt hat um etwas allgemeineres zu beschreiben.