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Schneeweiss

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Schneeweiss schrieb:

Wo genau siehst Du eine Intransparenz in der Darstellung?
Ich sehe die nicht. Das wir das machen wollen ist schon von Frankenbach in der Coronazeit angekündigt worden, mit dem Hinweis, wie genau, wird noch erläutert, was im Herbst passiert ist. Die Begründung (nicht die Erklärung) von Hellmann, warum wir es machen wollen, greift zu kurz. Eintracht Frankfurt ist umsatzmäßig sehr schnell gewachsen in den letzten Jahren. Wachstum bringt immer auch Kosten mit sich. Um schlechte Zeiten abzufedern und nicht auf dem Kapitalmarkt (Kredite) angewiesen zu sein, benötigen wir mehr Eigenkapital. Das erhöht unseren Handlungsspielraum. Wollen wir wirtschaftlich stark und gesund weiter wachsen, ist der Schritt unumgänglich. Die Alternative wäre ansonsten, die Kosten, und hier hauptsächlich die Personalkosten, i.B. die Spielergehälter, herunterzufahren. Kommt die Eigenkapitalerhöhung nicht, können wir die hohen laufenden Kosten langfristig nicht absichern. Dann werden wir sportlich wieder kleinere Brötchen backen müssen, Marmoush-Transfer hin oder her.

Lies mal den Kicker-Artikel zur geplanten Kapitalerhöhung bei EF (SaW #7).
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Ich kenne den Artikel.
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Diese Probleme sind meines Erachtens einfach nur eine Erfindung der Medien. Irgendwas muss man ja schreiben. Uzun ist gerade mal gut 19 Jahre alt, spielt seine erste Saison in der Bundesliga und bekommt regelmäßig seine Einsatzzeiten. Ob das jetzt Stürmer ist, hängende Spitze oder offensives Mittelfeld ist dabei egal. Oft wie ja eh auf dem Platz rotiert und man spielt nicht stur auf der gleichen Position.
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Da stimme ich Dir zu. Die ganz Diskusion ist eine Erfindung der Medien und der Ungeduld des Publikums geschuldet. Das er jetzt nach seinen Einwechslungen so performt hat, hat die Sache noch beschleunigt. Was aber ist passiert. Ein ausgeruhter, technisch beschlagener Uzun wird eingewechselt und trifft auf müde Gegenspieler, die sich erst einmal auf ihn einstellen müssen. Mit seinen überragenden Fähigkeiten macht er es dann seinen Gegenspielern schwer, ihn zu verteidigen. Spielt ein Uzun von anbeginn, hat sich die gegnerische Mannschaft schon auf ihn eingestellt. Er trifft auf ausgeruhte Gegenspieler und wird es schwer haben und weniger glänzen. Dann ist er frustriert.
Es ist richtig, Uzun lagsam aufzubauen. So wie Santos, Höjlund, Bahoya, Brown, Amenda und Collins.
Die aufgebauschte Uzun-Diskusion erinnert mich an die Santos-Diskusion (wir brauchen Trapp nicht mehr, Santos ins Tor).
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Die vom Kicker in Sachen Kapitalerhöhung attestierte Intransparenz scheint zurzeit ein durchgehendes Phänomen in der Darstellung von EF zu sein. War in anderer Hinsicht auch schon im Offenen Brief ein Hauptpunkt der Kritik.
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Wo genau siehst Du eine Intransparenz in der Darstellung?
Ich sehe die nicht. Das wir das machen wollen ist schon von Frankenbach in der Coronazeit angekündigt worden, mit dem Hinweis, wie genau, wird noch erläutert, was im Herbst passiert ist. Die Begründung (nicht die Erklärung) von Hellmann, warum wir es machen wollen, greift zu kurz. Eintracht Frankfurt ist umsatzmäßig sehr schnell gewachsen in den letzten Jahren. Wachstum bringt immer auch Kosten mit sich. Um schlechte Zeiten abzufedern und nicht auf dem Kapitalmarkt (Kredite) angewiesen zu sein, benötigen wir mehr Eigenkapital. Das erhöht unseren Handlungsspielraum. Wollen wir wirtschaftlich stark und gesund weiter wachsen, ist der Schritt unumgänglich. Die Alternative wäre ansonsten, die Kosten, und hier hauptsächlich die Personalkosten, i.B. die Spielergehälter, herunterzufahren. Kommt die Eigenkapitalerhöhung nicht, können wir die hohen laufenden Kosten langfristig nicht absichern. Dann werden wir sportlich wieder kleinere Brötchen backen müssen, Marmoush-Transfer hin oder her.
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Schneeweiss schrieb:
Und "Kielholen" müssen wir die Kieler auch nicht, sondern höchstens durch Gegentore bestrafen.
Ja. das Kielholen war wirklich brutal, viele Seeleute überlebten es nicht. Einigen wir uns darauf, dass wir unsere Gäste genüsslich und problemlos "vernaschen" wie eine Dose leckerer Kieler Sprotten.

Schneeweiss schrieb:
Beim Spiel der Frauenmannschaft und beim "Singen" der Vereinshymne gestern Abend, fühlte es sich richtig gut an die Zeile: "...und wir werden deutscher Meister."
So ging es mir auch gestern abend am Brentanobad, der leise Anflug  der Erkenntnis, dass es tatsächlich wahr werden könnte!
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Wir "braten" die Störche!
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Holen müssen wir die Kieler nicht, denn die kommen mehr oder weniger freiwillig zu uns ins Stadion. Und "Kielholen" müssen wir die Kieler auch nicht, sondern höchstens durch Gegentore bestrafen. Dass es so viele Tore werden, wie unsere Damen den arg überforderten Postdamerinnen gestern Abend eingeschenkt haben, da bin ich noch skeptisch. Aber drei Punkte sollten, nein müssen es für uns sein, wenn wir weiter um die CL-Plätze mitspielen wollen.
Beim Spiel der Frauenmannschaft und beim "Singen" der Vereinshymne gestern Abend, fühlte es sich richtig gut an die Zeile: "...und wir werden deutscher Meister." Es könnte tatsächlich was werden am Ende der Saison.
Wir können weiter träumen und hoffen! Frauen: Deutscher Meister und Pokalsieger, Männer CL-Platz und EL-Sieger, U21 Klassenerhalt.
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Heute mal sehr gerührt aus dem Stadion gekommen. Omars Abschied schmerzt und es war schön Omar im Stadion zu verabschieden.
Der Sieg heute schmeckt doppelt gut. Zwei zu null Tore für uns, und gerade dieser Gegner fordert in diesem Spiel vehement Elfer und bekommen keinen (Welche Genugtuung! Aber nicht nur für mich!), und weil eine Zumutung für den BVB. Halt besser spielen statt schlecht fallen. Hochmut kommt immer vor dem Fall. Und der BVB fällt gerade tief, nicht nur auf dem Platz.
Für mich ist  die Rechnung mit dem BVB noch nicht beglichen. Noch einmal so ein Spiel in der nächsten Saison ist das Mindeste. Ich bin leider sehr nachtragend.
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Bis jetzt sehe ich auch nicht das er sich durchsetzen wird. Wenn ich mir eti gestern anschaue sollte man omar für kein Geld der Welt abgeben. 60-80 Mio wird man auch noch im Sommer bekommen wenn er so weiter macht, vielleicht sogar mehr
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Matanovic ist jetzt ein halbes Jahr bei uns. Das wird noch. Wenn wir Omar abgeben für viel Geld, dann erfüllt sich Omars Wunsch auf Weltklasseniveau zu spielen und die SGE, insbesondere Dino, haben ihm dabei geholfen. Doch mache ich mir keine Sorgen, wegen unserem Sturm. Ich setze da auf Uzun und Ekki. Beide haben großes Entwicklungspotenzial. Unsere Spielweise wird sich etwas verändern, was dem Mittelfeld zugute kommt. Und dort finden sich meiner Meinung nach unsere Abwehrprobleme. Wir müssen wieder früher und aggressiver pressen und dürfen nicht wie am Samstag geschehen, soweit vom Gegner weg stehen. Das wir in der zweiten Halbzeit so geschwommen sind, war dieser Tatsache geschuldet.
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Kommt der Wechsel für 80 Mill. zustande, ist das für alle Beteiligten ein Gewinn. City bekommt eine Verstärkung, die ihre sportliche Situation verbessern kann; der Berater kann es sich gut gehen lassen; Omar ist glücklich, weil er sein Ziel, Pl bei einem Spitzenverein zu spielen, erreicht hat und das auch noch unter Trainer Pep. Und wir hätten unseren Transferüberschuß 2025 generiert und könnten die Mannschaft im Sommer noch verstärken. Kommt die Ära von Uzun und Hojlund halt früher. Auch die Mannschaft wird Stück für Stück stärker werden, weil durch das regelmäßige Zusammenspielen, die Abläufe besser und die jungen Spieler mit zunehmender Erfahrung widerständiger werden und sich ihre Kräfte besser einteilen können. Talene haben wir ja genug. allein es fehlt noch die Übung.
So oder so: ich sehe da keine alzu schlechten Perspektiven für uns.
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Knueller schrieb:

... mir reicht es mittlerweile mit der ganzen Kapitalisierung ...

Was ist denn das Problem an der geplanten Erhöhung des Eigenkapitals?  Hier geht ja ganz konkret darum, dass die Eintracht (gemessen an den Summen, die sie jährlich bewegt) sehr wenig Eigenkapital hat und somit eine "Saure Gurken Zeit" schwer durchstehen kann.  Ich denke, jede Privatperson versucht auch etwas Eigenkapital vorzuhalten, um nicht jeden Monat "vom Hand in den Mund" zu leben.
Siehst Du die Verteilung der Aktienanteile als Problem?  
Ich meine die Frage ernst und meine "Meinungsbildung" dazu  ist sicher nicht abgeschlossen und würde mich freuen Argumente aus allen Richtungen zu hören.
Bei der Frage der "Kommerzialisierung" dagegen  kann ich das Problem gut nachvollziehen, aber so wie ich das verstanden habe, geht es bei der anstehenden Erhöhung der Eigenkapitalquote nicht  um Marketing oder dass wir noch mehr Eintracht Lachs  kaufen sollen.
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Richtig, die Eigenkapitalquote ist deutlich zu gering. Die Fußball AG ist sehr schnell gewachsen, somit auch die laufenden Kosten, und das Eigenkapital, mitbedingt auch durch Corona, nicht. Wir ligen unter 30%. Eine Erhöhung ist aus wirtschaftlicher Sicht dringend geboten.
Und wichtig: die Erhöung des Eigenkapitals durch Ausgabe neuer Aktien, wird nicht die Aktienmehrheit des Vereins und damit den Einfluss der Mitglieder beeinflussen.
Wollen wir weiterhin wachsen und dabei ein wirtschaftlich gesunder Verein bleiben, dann muss die Erhöhung kommen. Eine Alternative wäre, ein Teil der Spieler unserer Profimannschaft im Sommer zu verkaufen. Auch weitere Projekte, die das NLZ und den Ausbau der Infrastruktur betreffen, ständen dann zu Disposition.
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Skurriles Spiel. Das kommt auf meine Kuriosenliste. In der Zukunft werden wir hoffentlich über dieses Spiel lachen. Zugegeben, die Mainzer waren gut, trotzdem hätten wir das Spiel 5:1 gewinnen können. Was ich an der Startelf nicht verstanden habe, warum auf der 6er Position nicht Oskar sondern Skhiri spielte und Larson nicht in der Startelf stand. Oskars Stärken liegen klar auf der 6er Position. Er ist für diese wichtige Position, unser bester Spieler. Ich hoffe sehr, dass Oskar in der Zukunft diese Position im Zusammenspiel mit Larson einnimmt. Dem Kaua hat Tuta gefehlt. Die beiden hatten in den Spielen, wo Kaua Trapp vertrat, viel miteinander gesprochen. Und dort, wo Kaua den Ball vor dem 3. Mainzer Tor hinspielt, steht normalerweise Tuta. Koch dirigiert mir zu wenig seine Mitspieler. Im neuen Jahr müssen wir unbedingt die Mitte zukriegen. sonst werden wir weiterhin solche Gegentore fangen.
Unser Offensivspiel fand ich sogar gut, bis auf die Tatsache, dass nur ein Tor fiehl. Zentner war sehr gut und Mainz das Glück hold. Mainz wie es singt und lacht. Aber es gibt ja auch noch ein Rückspiel.
Allen einen guten Start ins neue Jahr.
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Wir sind aufgetreten, als ob unser Gegner Kiel oder Heidenheim wären. Nein es war Leipzig und wir waren chancenlos und überfordert. Alle wirkten schlapp und spielten ohne Mumm. Die Abwehr komplett instabil. Fast alle Spieler waren überfordert. Im Liga-Spiel in Leipzig hoffe ich, dass die Jungs die Rollenverteilung annehmen und als schwächere Mannschaft die Tugenden auspacken, die nötig sind, um dann mindestens einen Punkt mitzunehmen. Wir brauchen Biss und Entschlossenheit. Beides war heute nicht vorhanden.
Wenn man denkt, es läuft von selbst, kriegt mann auf die Schnautze. Der Sieg in Heidenheim wurde zu hoch gehängt. Ein passender Moment, um nach dieser Niederlage die richtigen Schlüsse zu ziehen, damit wir weiter um die CL-Plätze mitspielen können.
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Ich muss das Trainerteam loben. Toller Job. Schon in Dänemark das Spiel heute vorbereitet und mannschaftstaktisch ins schwarze getroffen.
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Aus der Vogelperspektive auf Höhe der Mittellinie war das gestern ein sehr spannendes Spiel. Wie da beide Mannschaften durch Verschieben Räume zu schaffen oder zu verdichten versuchten, war ein hübscher Schulungsfilm. So sieht es also aus, wenn nicht wie Prag ins Mann gegen Mann gegangen wird, sondern stark auf Positionen und Raum gespielt wird. Ich sag mal: sehr unterhaltsam das!
Und man muss den Bremern schon auch einen guten Anteil am Gelingen der guten Unterhaltung zugestehen.

Brown hat gestern erkennbar linkes Mittelfeld gespielt und musste nur selten mal auf die LV Position zurückweichen. Vor allem weil dort Theate wirbelte.
Auf den anderen Seite hatte Collins ein bissi mehr Defensivarbeit zu leisten, was ihn aber nicht abgehalten hat, ein paar sehr bullige Vorstöße zu wagen. Einmal gegen 4 Bremer einfach mittendurch gebriegelt und sogar noch eine wirklich ansehnliche Flanke aus vollem Lauf geschlagen.

So von oben betrachtet hätte ich mich jetzt nicht festlegen wollen, ob das als 3er/5er Kette oder als klassische 4er Kette angelegt war. Grade gestern hat man gesehen, wie flexibel die Jungs das mittlerweile spielen können. Mal zieht sich Tuta in die 3er zurück, wenn Brown und Collins höher stellen, mal hält er die 6 und die Kette reiht sich „hinter“ ihm.
Oft sah es aber auch so aus, als würden Brown und Collins neben Tuta und Skhiri zu einer Mittelfeldkette aufschließen, während Koch und Theate die letzte Linie bilden.

Insgesamt sah das alles sehr fluide aus, aber nicht nur reaktiv auf die Positionen der Bremer, sondern durchaus aktiv. Das ist nicht nur anspruchsvoll von der Taktik, sondern durchaus auch schön anzusehen. Wenn auch hie und da mit kleinen Löchern, die eine bessere Mannschaft wohl auch besser ausgenutzt hätte. Zum Glück hatten die Bremer aber gestern auch ähnlich mit ihren Füßen zu tun wie unsere Jungs. Keine Ahnung ob das am Rasen lag oder weil so manchen nach der Länderspielpause die Wettkampfpraxis in den Pool gefallen ist. Es gab auf jeden Fall deutlich mehr Unsauberkeiten bei Ballannahmen und -weitergaben als zuletzt.

Wenn alle ihren besten Füße dabei gehabt hätten, hätte es wahrscheinlich schon nach 15 Minuten 2:0 gestanden, denn unsere Eintracht hat losgelegt wie die sprichwörtliche Feuerwehr, aber eben mit Ungenauigkeiten im Abschluss oder beim letzten Pass. Aber stimmungsmäßig war der Start der Hammer. Sehr gut geeignet um einen Gegner wie Bremen ins Nachdenken zu bringen.

Und klar, nicht nur weil es das entscheidende Tor war, muss man auch diesen Spielzug nochmal loben. Wie Brown da die Lücke sucht und findet, den Pass in den Rücken von Heki spielt (hinter die Abwehr wäre er nicht drangekommen) und wie der dann mit einem minimalen Touch die Kugel für Götze auflegt - das war schon ein Träumchen von einer Kombination. Gerne mehr davon, denn da lacht nicht nur mein Fanherz, sondern mein Fußballherz generell.

Die Mannschaft schien auch gestern wieder sehr speziell auf Bremen eingestellt und man kann schon gespannt sein, mit welchen Formationen und Taktiken es gegen die Dänen und auf die Alb gehen wird.
Und ja, auch der Blick auf die Tabelle nach einen guten Drittel der Saison ist ein reines Vergnügen. So weit oben standen wir Ende November schon sehr lange nicht mehr
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Treffende Zusammenfassung. Mich hat die erste Halbzeit mitgerissen. Ein bis dahin Klasse-Spiel auf taktisch  höchsten Niveau. Gute Arbeit beider Trainerteams. Störend allein war der Starrsinn unserer beider Stürmer. Immer mit dem Kopf durch die Wand. Viel zu eigensinnig. Götze spielte viele wunderschöne Raum öffnende Pässe, die Ekki und Omar durch ihren Eigensinn nicht nutzten. Unsere Devensive ist schon lange auf hohem Niveau. Es fing letzte Saison an, sich zu entwickeln, als Toppmöller den Trainerposten bei uns übernahm. Nun erntet die Mannschaft die Früchte, der funktionierenden Flexibilität im Devensivverhalten.  Auch hier ein großes Lob ans Trainerteam.
Zur Schiri-Leistung: Für mich hätte Köhn nach seinem absichtlichen Handspiel mit gelb-rot vom Platz gemusst. Das Handspiel war deutlich erkennbar absichtlich und verhinderte ein Konter für uns. Köhn hatte schon gelb. Deshalb gelb-rot.
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Schmidti1982 schrieb:

naggedei schrieb:

So genial unsere offensive so brüchig mit 17 Gegentreffern die Abwehr.
Da muss mehr Stabilität hinein. Da sehe ich gegenüber der letzten Hinrunde eine klare Verschlechterung.

Wir haben aber auch schon BVB, Bayern, Stuttgart, Leverkusen, Union (auswärts) und VW (auswärts) hinter uns. Das man in solchen Spielen tendenziell mehr Gegentore fängt, ist doch normal.


Gestern hatten wir aber schon erhebliche Probleme, der VfB kam viel zu oft zu klaren Abschlüssen. Führich hatte zu viele Freiheiten, die Seite hätte man besser zu machen müssen.
Auch wenn man zugeben muß das man gegen Führich nicht alles verteidigen kann, der Typ ist ein unfassbar guter Kicker.
Gegen den BVB und Bayern machten wir da aber schon einen deutlich stabileren Eindruck.
Natürlich war die taktische Herangehensweise auch etwas anders.

Dieses offene Visier hat aber auch was geiles, dann wackelt man hinten halt ein bisschen, dafür gibt's vorne Alarm. Es ist nun endlich der heißersehnte Troublemaker-Fussball.
Dino hat sein Versprechen, mit etwas Verspätung, in die Tat umgesetzt!
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Man muss dabei mitbedenken, dass Collins wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden musste und Arthur angeschlagen war. Unsere rechte Seite wurde durch den Wegfall von Collins zum Einfallstor für die Stuttgarter Spieler. Was dann zu den Gegentoren führte.
Vorher lagen unsere Probleme im Mittelfeld. Deshalb war die Einwechslung von Götze folgerichtig. Durch seine Einwechslung sollte mehr Ballsicherheit geschaffen werden. Nach dem Wegfall von Collins und den Krämpfen von Arthur setzten uns die Stuttgater über die Außen unter Druck. Die Abwehr stand nicht mehr stabil. Mit Collins wäre die Schlußphase anders verlaufen. Nach der Länderspielpause kommt Rasmus wieder zurück in die Mannschaft. Dann haben wir auf der rechten Seite Alternativen.
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sgevolker schrieb:

Theate wurde in der Nachspielzeit behandelt, dass war absolut in Ordnung auch das nachspielen zu lassen.

Ja, Nachspielzeit war insgesamt völlig OK. Die ärgerlichen Szenen waren vorher. Ich frage mich immer, warum unsere Leistungsträger - anders als die der Bayern, Dortmunder, Leverkusener und Stuttgarter - nicht besser geschützt werden. Weil es keine deutschen Nationalspieler sind?
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Scherzhaft: Die Schiris haben Mitleid mit den Gegenspieler, die ohne Fouls völlig hilflos gegen Omar und Ekki wären.
Ernsthaft: Die beiden sind so schnell, dass das bloße Auge nicht immer ausreicht, um Fouls zu erkennen. Da die Eintracht leistungsmäßig immer noch als Mittelklassemannschaft gilt, überträgt sich das Standing der Mannschaft auch auf die beiden Spieler (das wird sich nun mit zunehmender Spielzeit ändern, da beide, besonders Omar, immer mehr in den medialen und fachlichen Mittelpunkt rücken).
Bayern Münschen ist derart dominant, dass die Schiri eher auf Foul entscheidet, da sich das Standing der Mannschaft auf jeden Spieler überträgt und der Schiris davon ausgehen, dass es ein Foul sein muss, weil der Spieler so gut ist. Diese Bewertungen finden unbewußt statt, sind menschlich und nicht vermeidbar. Die Schiris müssen das aber reflektieren. Man kennt das ja auch von s.g. "Absteigern", also Mannschaften, die kurz vor dem Abstieg stehen. Strittige Entscheidungen fallen dann oft zu deren Ungunsten aus.
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Das war meine Eintracht. Meine Nerven sind stark strapaziert. Ich fühle mich in vergangene Zeiten zurückversetzt.
Konnte ich das 1:0 nach einem Standard! noch nachvollziehen, habe ich mich dann schon gefragt: warum führen wir 3:0? Als wir das 4:0 nicht gemacht haben, ahnte ich schlimmes. Zum Glück gins noch mal gut. Das war anders als früher. Der Krimi ist zu unseren Gunsten ausgegangen. Auch haben wir das viele Pech durch schlechte Schiri-Leistungen, trotz! schlechter Schiri-Leistung heute ausgeglichen. Die Fußballgötter Kevin und Knauff waren mit uns. Der VFB wird sich noch eine Zeitlang fragen, warum sie das Spiel verloren haben. Als Ausgleich besiegen sie die Bayern. Das hebt deren Stimmung und verhindert, das die Bayern uns davon laufen.
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Was hatcAssi Buck schlimmes gemacht bzw gesagt?
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War halt der "Assi"!
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Hier wird vielfach von Arbeitssieg gesprochen und das ist auch nicht falsch. Aus meiner Sicht war es aber mehr als das. Mit Ausnahme der Schlussphase für mich unser bestes Spiel diese Saison. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir einen starken Gegner komplett kontrolliert, quasi keine Chancen zugelassen und selbst einige gute Gelegenheiten herauskombiniert. Das Passspiel war um Welten besser und sicherer als noch zu Saisonbeginn, teilweise wurde sich auf engstem Raum trotz starkem Gegnerdruck befreit. In der zweiten Halbzeit wurde es dann etwas weniger und die letzten 10 Minuten hätte man Prag nicht noch einmal so aufkommen lassen dürfen. Aber insgesamt war das eine prima Mannschaftsleistung.
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Mit guter Chancenverwertung, wäre es ein perfektes Spiel von uns gewesen. Die letzten Spiele haben Kraft gekostet. Das hat man, besonders zum Schluss, gemerkt. Mit mehr Power, wären wir konzentrierter gewesen und hätten ein oder zwei der 100%igen verwertet. Mal sehen, was am Sonntag bei den Jungs noch im Tank ist. Schade, dass im Anschluss an das Spiel in Stuttgart, wieder Länderspiele sind. Am Ende der Saison werden alle Spieler auf dem Zahnfleisch gehen.
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Nach dem Lob für die Mannschaft noch ein Blick auf die individuellen Leistungen:

Trapp hat uns am Ende den Sieg gerettet und auch sonst alle Bälle aufs Tor sicher gehalten. Beim Thema Strafraumbeherrschung inkl. Positionierung bei langen Bällen des Gegners gibt es aber in jedem Spiel Momente zum Luft anhalten.

Die Viererkette war durchweg stark. Aggressiv und clever in den Zweikämpfen, alle Flanken wurden gut wegverteidigt.

Im Mittelfeld war Larsson überragend. Immer anspielbereit und mit guten vertikalen Pässen. Götze und Dahoud weniger auffällig, aber dennoch wichtig. Nicht von ungefähr waren wir in dieser Besetzung deutlich passsicherer als in anderen Saisonspielen.

Offensiv war Marmoush ein ständiger Unruheherd, auch wenn längst nicht alles gelang. Der Freistoß war natürlich wie gemalt, besser geht es nicht. Knauff wie immer mit viel Leidenschaft und einigen guten Aktionen. Seine technischen Mängel verhindern aber leider oft, dass mehr daraus wird. Ein wenig abgefallen ist Uzun, der zwar sichtbar bemüht war, aber wenig Bindung zum Spiel hatte.

Die Wechsel haben dieses Mal nicht so wirklich gegriffen,. Da konnte keiner mehr Akzente setzen und es gelang nicht, den Prager Ansturm in der Schlussphase zu verhindern.
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Collins uns Nationalmannschaft? Wow. Ich bin nach der letzten Woche auch euphorisiert, aber soweit geht es dann doch noch nicht. Es werden sehr wahrscheinlich auch wieder dünnere Auftritte kommen. Genauso wenig wie er dann in die U21 gehört, ist er aus meiner Sicht jetzt ein Kandidat für die Nationalmannschaft. Dass er tolle Anlagen hat und zuletzt stark performte ist natürlich unbestritten.

Bei Elias Baum wird sich in der kommenden Saison zeigen, ob er den Sprung in die Bundesliga packt. Auch hier war seine bisherige Saison sicher vielversprechend.

Und trotzdem bin ich sehr froh wenn Kristensen uns wieder zur Verfügung steht.
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Ich bin auch erleichtert, wenn Rasmus wieder spielen kann. Trotzdem können wir froh sein, Collins zu haben. Collis bringt schon sehr viel mit: Spielintelligenz, Schnelligkeit, Athletik, Mut, Zweikampfstärke, Selbstbewußtsein. Was fehlt sind logischerweise Erfahrung und Technik. Technik kann er üben. Da ist er auch nicht schlechter als Rasmus. Wenn er viel übt, können seine Flanken so scharf und genau werden, wie die von Kostic - und Kostic hat ja bekanntermaßen auch lange üben müssen. In den Spitzenspielen wird Collins noch Lehrgeld zahlen müssen. Deshalb wäre die Erfahrung von Kristensen wichtig, wenn es ab Dezember zur Sache geht.
Brown wirkt körperlich wie ein Hemd. Aber er kann sich durchsetzen. Ich denke, er wird sich im Laufe der Rückrunde zum Stammspieler auf rechts entwickeln. Der Bub lernt sehr schnell.
Diese Entwicklung sehe ich auch bei Uzun, nur Stammspieler wird er wohl noch nicht so schnell nicht werden, da wir auf seiner Position zwei Außnahmekönner haben. Aber Dino hat sicherlich einen Plan, was seine Entwicklung anbelangt.