
SGE-URNA
19763
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SGE-URNA
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Gelöschter Benutzer
SGE-URNA schrieb:
Zum Glück scheint Lukas Liebste auch mit dem Nudelholz zu warten, falls er zu spät kommt.
Hmmm....wobei.... wenn er zu füh kommt, dann kann das auch nicht unbedingt in ihrem Sinne sein.
wenn es so weiter geht, besteht tatsächlich die Chance, dass Schulz Merkel ablöst.
Ich verstehe nicht ganz, warum jetzt beim Kandidaten Schulz so viele Leute mehr SPD wählen als bei einem Kandidaten Gabriel. Ist denn die "Person" so extrem wichtig, macht das so viel aus, ist das Programm nicht wichtiger?
Ob die Werte natürlich so bleiben, ist natürlich noch mal was anderes.
http://www.n-tv.de/politik/Und-ploetzlich-ist-Merkel-besiegbar-article19691780.html
Ich verstehe nicht ganz, warum jetzt beim Kandidaten Schulz so viele Leute mehr SPD wählen als bei einem Kandidaten Gabriel. Ist denn die "Person" so extrem wichtig, macht das so viel aus, ist das Programm nicht wichtiger?
Ob die Werte natürlich so bleiben, ist natürlich noch mal was anderes.
http://www.n-tv.de/politik/Und-ploetzlich-ist-Merkel-besiegbar-article19691780.html
Tafelberg schrieb:
Ich verstehe nicht ganz, warum jetzt beim Kandidaten Schulz so viele Leute mehr SPD wählen als bei einem Kandidaten Gabriel. Ist denn die "Person" so extrem wichtig, macht das so viel aus, ist das Programm nicht wichtiger?
Das Programm ist doch idR das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist. Die FDP hat jahrzehntelang in Deutschland mitregiert, eine liberale Handschrift gemaess ihrem Programm konnte ich selten wahrnehmen. Rot-Grün am Anang des Jahrtausends hat Sozialreformen verwirklicht, die Schwarz-Gelb in 16 Jahren nicht hinbekommen haben... die waren allerdings wenig sozialdemokratisch, wie man es von einer SPD erwarten würde. Wofür steht eigentlich Merkel? Sicher nicht unbedingt für klassisch konservative Politik.
Wie peter es ja schon bemerkte, Schulz hat den Vorteil, nicht "verbrannt" zu sein. Kein Schwein kennt ihn, ausser die politisch Interessierten von seinen Auftritten während der Eurokrise. Er gehört keiner bekannten Linie an, die schon tausendmal medial durch den Wolf gedreht wurde. Das gibt einigen wieder einen Strohhalm Hoffnung, den traditionellen SPDlern, weil er eben nicht zu den Verrätern der Sozialdemokratie gehört und den enttäuschten CDU Wählern (potentiellen Wechselwählern), die aus Merkel nicht schlau werden oder einfach mal ein neues Gesicht haben wollen.
Zu seinen bisherigen Auslassungen... keine Ahnung, ich persönlich glaube, dass er ein Realpolitiker ist, kein Ideologe. Von daher wird er sicher nicht die Welt verändern und sich schön an die Spielregeln halten, sollte er Verantwortung übertragen bekommen. Daher sind auch diese Reden zunächst mal Schall und Rauch für mich. Aus dem Off lässt sichs schlicht einfacher poltern. Kurz, die Welt wird sich mit oder ohne Schulz einfach weiterdrehen.
Xaver08 schrieb:
ihren chef wird es nicht stören, der ist genauso und das ist nicht weiter verwunderlich
Damit liegt sie doch komplett auf Linie mit ihrem Chef. Es gibt wohl nur wenige Leute auf der Welt, die Trump in Sachen "überzeugt Blödsinn reden", das Wasser reichen können. Da haben sich zwei gesucht und gefunden.
Ich muss bei ihr immer an diesen irakischen Propagandaminister denken, der den Amis noch gedroht hat, als die schon in Bagdad standen.
SGE-URNA schrieb:
Die Schlussfolgerung, die du aus der zugegebenermassen stark verkürzten und selektiven Darstellung (weil eigentlich auch gar nicht Thema) der Kolumne ziehst, ist allerdings nur als abenteuerlich zu bewerten.
Warum? stefank hat doch immerhin erklärt, warum Fleischhauers Darstellung als abenteuerlich zu bewerten ist. Ich meine, die AfD als Nachfolger der 68er zu bezeichnen, ist doch wirklich völlig Banane (und die Intention dahinter eigentlich eindeutig). Wenn du das anders siehst, dann darfst du auch gerne Argumente vorbringen.
Kann ich... zunächst vielleicht mal ein kurzer Vergleich... mit peters kritischem Beitrag kann ich z.B. sehr gut leben. Ich erwarte nicht, dass man Fleischhauer gut finden muss oder ihm inhaltlich zustimmt. Aber seinen Text als "faschistoid" zu klassifizieren, weil er ein gestörtes Verhältnis zur 68er Bewegung haben mag, halte ich für, gelinde gesagt, masslos übertrieben.
Vor allem, wenn man den Kontext der Kolumne in Betracht zieht (was qualifiziert für eine verfassungsschutzsdienstliche Massnahme), zieht er zur Verdeutlichung Parallelen zwischen 68ern und AfD anhand eines selektiven Beispiels. Nur nebenbei, ich hätte die Formulierung "Vorgängerbewegung" nicht gewählt, da ich sie für sachlich falsch halte und auch in diesem Kontext für unzulässig zugespitzt und verkürzt.
In diesem Kontext halte ich auch die Romantisierung der Bewegung für nicht ganz angemessen. Natürlich ist das Gros der 68er aus antiautoritärem, antifaschistischem Gedankengut entstanden. Nichtsdestotrotz gab es durchaus prominente Vertreter, die das ganze eben auf die Ebene des Systemumsturzes, Revolution, etc. gehoben haben (und sich dabei bei ungleich totalitäreren Systemen angebiedert haben, als es die Bundesrepublik war), anstatt sich nur auf die Altlasten Nazideutschlands oder tagesaktuellen Problemen ala Vietnam zu beschränken.
Von daher kann man sich sicher trefflich streiten, inwieweit so ein Vergleich überhaupt sinnhaft ist oder ob man Fleischhauers Texte nun generell mag oder nicht... es geht aber auch ne Spur kleiner als "faschistoid".
Vor allem, wenn man den Kontext der Kolumne in Betracht zieht (was qualifiziert für eine verfassungsschutzsdienstliche Massnahme), zieht er zur Verdeutlichung Parallelen zwischen 68ern und AfD anhand eines selektiven Beispiels. Nur nebenbei, ich hätte die Formulierung "Vorgängerbewegung" nicht gewählt, da ich sie für sachlich falsch halte und auch in diesem Kontext für unzulässig zugespitzt und verkürzt.
In diesem Kontext halte ich auch die Romantisierung der Bewegung für nicht ganz angemessen. Natürlich ist das Gros der 68er aus antiautoritärem, antifaschistischem Gedankengut entstanden. Nichtsdestotrotz gab es durchaus prominente Vertreter, die das ganze eben auf die Ebene des Systemumsturzes, Revolution, etc. gehoben haben (und sich dabei bei ungleich totalitäreren Systemen angebiedert haben, als es die Bundesrepublik war), anstatt sich nur auf die Altlasten Nazideutschlands oder tagesaktuellen Problemen ala Vietnam zu beschränken.
Von daher kann man sich sicher trefflich streiten, inwieweit so ein Vergleich überhaupt sinnhaft ist oder ob man Fleischhauers Texte nun generell mag oder nicht... es geht aber auch ne Spur kleiner als "faschistoid".
Okay, kann ich so akzeptieren.
SGE-URNA schrieb:
(...)
Von daher kann man sich sicher trefflich streiten, inwieweit so ein Vergleich überhaupt sinnhaft ist oder ob man Fleischhauers Texte nun generell mag oder nicht... es geht aber auch ne Spur kleiner als "faschistoid".
Bei so weit auslegbaren Begriffen wie "faschistoid", mit der Bedeutung von "im Grunde faschistisch" bis "ganz schön autoritär", kann man selbstverständlich trefflich streiten. Ich denke allerdings, dass Theo Adorno und ich hier bezüglich Fleischhauer einer Meinung wären. Aber das diskutiert man vielleicht besser mal bei einem abendlichen Bier, wozu ich mit dir zu jedem Zeitpunkt bereit wäre. Komm' halt mal nach Berlin.
friseurin schrieb:
Halte ich für absoluten Murks, sorry. Deshalb hätte ich zu gern die entsprechenden Textstellen zitiert. Kannst dich gern auf die jüngste Kolumne beschränken.
Ich habe so eine Ahnung, dass es verschwendete Lebenszeit sein wird, aber ein Beispiel will ich geben.
Der Studentenprotest in den späten 60ern hatte vier große Themen:
-Das Schahregime in Persien
-Den Vietnamkrieg
-Die Notstandsgesetze
-Das Vorhandensein alter Nazis in allen Bereichen der damaligen Gesellschaft
Alles Themen, die den Kampf gegen alten und neuen Faschismus beinhalten. Fleischhauer macht daraus:
"Wie ihre Vorgängerbewegung, die 68er, zielt auch die AfD auf die Säulen des Staats. Wer ein System stürzen will, sucht sich die Streben, auf denen es ruht. Der Protest der Studenten richtete sich gegen die Westbindung, die für die junge Bundesrepublik konstitutiv war."
Damit negiert Fleischhauer die Auseinandersetzung mit dem Faschismus und perpetuiert somit faschistisches Denken - er verhält sich faschistoid.
stefank schrieb:
friseurin schrieb:Halte ich für absoluten Murks, sorry. Deshalb hätte ich zu gern die entsprechenden Textstellen zitiert. Kannst dich gern auf die jüngste Kolumne beschränken.
Ich habe so eine Ahnung, dass es verschwendete Lebenszeit sein wird, aber ein Beispiel will ich geben.
Der Studentenprotest in den späten 60ern hatte vier große Themen:
-Das Schahregime in Persien
-Den Vietnamkrieg
-Die Notstandsgesetze
-Das Vorhandensein alter Nazis in allen Bereichen der damaligen Gesellschaft
Alles Themen, die den Kampf gegen alten und neuen Faschismus beinhalten. Fleischhauer macht daraus:
"Wie ihre Vorgängerbewegung, die 68er, zielt auch die AfD auf die Säulen des Staats. Wer ein System stürzen will, sucht sich die Streben, auf denen es ruht. Der Protest der Studenten richtete sich gegen die Westbindung, die für die junge Bundesrepublik konstitutiv war."
Damit negiert Fleischhauer die Auseinandersetzung mit dem Faschismus und perpetuiert somit faschistisches Denken - er verhält sich faschistoid.
Dass man die Facetten der 68er sicher in abendfüllenden Sprechzirkeln und journalistisch wahrscheinlich lediglich im Buchformat abschliessend abhandeln kann, versteh ich.
Die Schlussfolgerung, die du aus der zugegebenermassen stark verkürzten und selektiven Darstellung (weil eigentlich auch gar nicht Thema) der Kolumne ziehst, ist allerdings nur als abenteuerlich zu bewerten.
SGE-URNA schrieb:
Die Schlussfolgerung, die du aus der zugegebenermassen stark verkürzten und selektiven Darstellung (weil eigentlich auch gar nicht Thema) der Kolumne ziehst, ist allerdings nur als abenteuerlich zu bewerten.
Warum? stefank hat doch immerhin erklärt, warum Fleischhauers Darstellung als abenteuerlich zu bewerten ist. Ich meine, die AfD als Nachfolger der 68er zu bezeichnen, ist doch wirklich völlig Banane (und die Intention dahinter eigentlich eindeutig). Wenn du das anders siehst, dann darfst du auch gerne Argumente vorbringen.
Wie zu erwarten war wiggst sich der IS jeden Abend einen auf den Kollegen Trump.
Den gleichen Effekt dürften auch unsere Europäischen Rassisten mit Ihrer Verfolgung von Muslimen erzielen.
Wer Menschen ständig zwischen die Beine tritt, der züchtet sich seine Terroristen selbst.
Der IS bejubelt Trumps "gesegneten Bann"
Der von Donald Trump verhängte Einreisestopp findet auch Unterstützer: Der "Islamische Staat", al-Qaida und andere Dschihadisten feiern den Erlass des US-Präsidenten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-islamischer-staat-preist-einreiseverbot-als-gesegneten-bann-a-1132504.html
Auszüge:
Bevor Anwar al-Awlaki ... getötet wurde, sagte er in seiner letzten Audiobotschaft: "Der Westen wird sich eines Tages gegen seine muslimischen Bürger wenden. Amerika wird morgen ein Land der religiösen Diskriminierung sein."
Der IS hofft, dass die staatliche Diskriminierung von Muslimen in den USA amerikanische Muslime dazu verleitet, sich der Terrorgruppe anzuschließen. In dem bei den Islamisten beliebten Kurznachrichtendienst Telegram preisen sie Trump deshalb hämisch als "besten Werber für den Islam".
IS-Sympathisanten bejubeln Trumps Einreisestopp deshalb nun als "gesegneten Bann". Diese Bezeichnung ist eine Anspielung auf einen berüchtigten Ausspruch von Abu Mussab al-Zarqawi. Er hatte den US-geführten Irakkrieg 2003 als "gesegnete Invasion" bezeichnet, weil sie den Aufstieg der Dschihadisten im Irak überhaupt erst möglich machte.
Der Präsident hat ... das Verteidigungsministerium damit beauftragt, binnen 30 Tagen einen Plan vorzulegen, mit dem der IS besiegt werden soll. In den sozialen Netzwerken setzen IS-Sympathisanten darauf, dass Trump die Entsendung von Bodentruppen in den Irak und nach Syrien anordnet. Dann würden die Dschihadisten ihre Schlacht mit den USA bekommen, die ihre Propaganda schon lange herbeisehnt.
Den gleichen Effekt dürften auch unsere Europäischen Rassisten mit Ihrer Verfolgung von Muslimen erzielen.
Wer Menschen ständig zwischen die Beine tritt, der züchtet sich seine Terroristen selbst.
Der IS bejubelt Trumps "gesegneten Bann"
Der von Donald Trump verhängte Einreisestopp findet auch Unterstützer: Der "Islamische Staat", al-Qaida und andere Dschihadisten feiern den Erlass des US-Präsidenten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-islamischer-staat-preist-einreiseverbot-als-gesegneten-bann-a-1132504.html
Auszüge:
Bevor Anwar al-Awlaki ... getötet wurde, sagte er in seiner letzten Audiobotschaft: "Der Westen wird sich eines Tages gegen seine muslimischen Bürger wenden. Amerika wird morgen ein Land der religiösen Diskriminierung sein."
Der IS hofft, dass die staatliche Diskriminierung von Muslimen in den USA amerikanische Muslime dazu verleitet, sich der Terrorgruppe anzuschließen. In dem bei den Islamisten beliebten Kurznachrichtendienst Telegram preisen sie Trump deshalb hämisch als "besten Werber für den Islam".
IS-Sympathisanten bejubeln Trumps Einreisestopp deshalb nun als "gesegneten Bann". Diese Bezeichnung ist eine Anspielung auf einen berüchtigten Ausspruch von Abu Mussab al-Zarqawi. Er hatte den US-geführten Irakkrieg 2003 als "gesegnete Invasion" bezeichnet, weil sie den Aufstieg der Dschihadisten im Irak überhaupt erst möglich machte.
Der Präsident hat ... das Verteidigungsministerium damit beauftragt, binnen 30 Tagen einen Plan vorzulegen, mit dem der IS besiegt werden soll. In den sozialen Netzwerken setzen IS-Sympathisanten darauf, dass Trump die Entsendung von Bodentruppen in den Irak und nach Syrien anordnet. Dann würden die Dschihadisten ihre Schlacht mit den USA bekommen, die ihre Propaganda schon lange herbeisehnt.
Wedge schrieb:
Wie zu erwarten war wiggst sich der IS jeden Abend einen auf den Kollegen Trump.
Wurde auch schon offiziell festgestellt
http://www.theonion.com/article/fbi-uncovers-al-qaeda-plot-to-just-sit-back-and-en-35788
Tafelberg schrieb:
Trump greift durch
http://www.n-tv.de/politik/Trump-feuert-Justizministerin-Yates-article19679574.html
sehr besorgniserregend
Naja, das ist eigentlich ok. Würde jeder hier machen, der merkt, dass ein Untergebener die Anordnungen mit voller Absicht missachtet.
für Taunusabbel zensiert schrieb:
Tafelberg schrieb:Trump greift durch
http://www.n-tv.de/politik/Trump-feuert-Justizministerin-Yates-article19679574.html
sehr besorgniserregend
Naja, das ist eigentlich ok. Würde jeder hier machen, der merkt, dass ein Untergebener die Anordnungen mit voller Absicht missachtet.
Nun, es ist durchaus bemerkenswert, dass ein solcher Vorgang in ähnlicher Weise das letzte mal vor über 40 Jahren stattgefunden hat... übrigens als Nixon den General Attorney (mehr oder weniger) abgesetzt hat, weil er den Staatsanwalt, der die Ermittlungen zur Watergate Affäre führte, nicht abgesetzt hat.
peter schrieb:
ob die spd nun 23 oder 25% hat ist lediglich für die statistik interessant, nicht für die politik.
Ich glaub bzgl. Schulz oder Gabriel geht es eher um 20 oder 25 %.
Übrigens halte ich selbst die zwei Prozent für wichtig. Weniger für die SPD, als eben für die parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse.
Nach den bisherigen Umfragen könnte ein leichtes Erstarken der SPD auf jeden Fall schwarz-grün verhindern, aktuell würde es für schwarz-grün fast langen. Wenn die SPD der CDU zwei, drei Prozente abnimmt, reicht es definitiv nicht für schwarz-grün.
Dann kann eine Regierung ohne SPD-Beteiligung nur über eine Jamaika-Koalition gehen. Von mir aus übrigens gerne, denn was der SPD am meisten helfen würde, wären vier Jahre Opposition, in der man sich dann aber auch als Opposition sieht und nicht als Merkels Bundesrats-Gehilfen.
SGE_Werner schrieb:
Von mir aus übrigens gerne, denn was der SPD am meisten helfen würde, wären vier Jahre Opposition, in der man sich dann aber auch als Opposition sieht und nicht als Merkels Bundesrats-Gehilfen.
Diese Einschätzung teile ich. Im übrigen täte das nicht nur der SPD gut, sondern dem ganzen Land und der politischen Kultur im allgemeinen. Eine gefühlte Dauer GroKo befeuert die Wahrnehmung des "nicht funktionierenden Systems". So sehr ich die Vielfalt in der Demokratie befürworte, ist es tatsächlich kritisch, wenn sich die sogenannten Volksparteien zu lange notgedrungenermassen kuschelnd zusammentun, weil sonst keine funktionierenden Mehrheiten zu erringen sind, und eine klare (seriöse) Gegenposition praktisch nicht wahrnehmbar ist. (Wie hawischer ja auch schon andeutete)
Martin Schulz wirds also... der Kanzlerkanditat der SPD.
Für mich persönlich wäre die SPD damit unwählbar, da ich ihn schlicht und einfach nicht leiden kann... ganz einfach einer der grössten Unsympathen, den die politische Landschaft in den letzten Jahren so hervorgebracht hat.
Aber gut, nun bin ich nicht repräsentativ und nebenbei wähle ich aus rein technischen Gründen ohnehin nicht mehr, aber mich würde trotzdem die SGE Forums-Stimmung interessieren, wie man den Schulz so einschätzt.
Für mich persönlich wäre die SPD damit unwählbar, da ich ihn schlicht und einfach nicht leiden kann... ganz einfach einer der grössten Unsympathen, den die politische Landschaft in den letzten Jahren so hervorgebracht hat.
Aber gut, nun bin ich nicht repräsentativ und nebenbei wähle ich aus rein technischen Gründen ohnehin nicht mehr, aber mich würde trotzdem die SGE Forums-Stimmung interessieren, wie man den Schulz so einschätzt.
SGE-URNA schrieb:
Martin Schulz wirds also... der Kanzlerkanditat der SPD.
Für mich persönlich wäre die SPD damit unwählbar, da ich ihn schlicht und einfach nicht leiden kann... ganz einfach einer der grössten Unsympathen, den die politische Landschaft in den letzten Jahren so hervorgebracht hat.
Aber gut, nun bin ich nicht repräsentativ und nebenbei wähle ich aus rein technischen Gründen ohnehin nicht mehr, aber mich würde trotzdem die SGE Forums-Stimmung interessieren, wie man den Schulz so einschätzt.
Aber, aber, die Deutschen mögen ihn noch mehr als die eigentlich schon sehr beliebte Merkel.
Mag den auch nicht, einfach aufgrund seiner "Mehr Europa, koste was es wolle"-Einstellung.
wenn das die Hürde ist, dann ist sie jetzt wenigstens zweifelsfrei festgelegt. Es genügt also nicht, wenn die Partei verfassungsfeindlich ist, sie muss zudem auch die Macht haben, die Verfassung tatsächlich außer Kraft zu setzen.
Dann kann das Parlament ja nun, da man weiß woran man ist, entsprechend reagieren. Einen "Fahrplan" hat das BVerfG ja offenbar erstellt (habe nur erste O-Töne gehört, kann also keine konkreten Beispiele nennen).
Und wenn unterm Strich Unklarheiten beseitigt worden sind, dann kann das ja auch viel wert sein.
Dann kann das Parlament ja nun, da man weiß woran man ist, entsprechend reagieren. Einen "Fahrplan" hat das BVerfG ja offenbar erstellt (habe nur erste O-Töne gehört, kann also keine konkreten Beispiele nennen).
Und wenn unterm Strich Unklarheiten beseitigt worden sind, dann kann das ja auch viel wert sein.
Haliaeetus schrieb:
wenn das die Hürde ist, dann ist sie jetzt wenigstens zweifelsfrei festgelegt. Es genügt also nicht, wenn die Partei verfassungsfeindlich ist, sie muss zudem auch die Macht haben, die Verfassung tatsächlich außer Kraft zu setzen.
Zweifelsfrei festgesetzt? Ich finde eher, dass die Begründung zur Intransparenz und zur Willkür beiträgt. Die Skinheads Sächsiche Schweiz oder Kameradschaft Aachener Land sind letztlich auch keine massgebliche Gefahr für die Demokratie, aber wurden aufgrund von Verfassungswidrigkeit verboten.
Zudem, was heisst denn das zweite Kriterium genau? Wenn die Partei also (entgegen jedweder Hoffnung und Erwartung) an politischer Bedeutung gewinnt, dann darf man sie verbieten... nun,
1) wenn das tatsächlich mal der Fall der Fall sein sollte, wird es allerdings ungleich schwieriger, ein Verbot zu beschliessen.
2) führt man mit "Macht, die Verfassung ausser Kraft zu setzen" ein völlig subjektives Kriterium ein, ausser man wartet solang, bis sie es tatsächlich es per Mandatsmehrheit kann. Dann wär es allerdings zu spät.
3) erinnert es etwas an die ein oder andere Bananenrepublik mit einem Sonnenkönig an der Spitze, der solange eine formale Demokratie aufrecht erhält, bis seine Mehrheit in Gefahr gerät und daraufhin jegliche Opposition verboten wird. Hat auch immer einen faden Beigeschmack
Ich bin sicher kein Freund der NPD, stehe einem Verbot trotz allem ambivalent entgegen. Aber etwas Konsistenz und Transparenz, sprich eine klare Linie, bei so einem fundamentalem Thema wie Parteienverbot würde ich mir schon wünschen.
Also zwischen Parteien auf der einen Seite und den Skinheads Sächsische Schweiz oder anderen beliebigen Zusammenschlüssen oder Vereinen auf der anderen Seite muss man dann schon unterscheiden.
Dass es zu spät ist, wenn die die Macht ergriffen haben, dürfte klar sein. Insofern ist die Hürde natürlich hoch (soll sie ja auch grds. sein). Aber nun weiß man eben, wo die Grenze liegt und wie man demokratisch dagegen vorgehen kann (z.B. Finanzierung oder Versammlung). Jedenfalls soweit das verlautbart wurde - Näheres weiß ich, wie gesagt, nicht. Dass diese Grenze dabei subjektiv gezogen wird ist allerdings richtig. Mit fällt nur gerade nicht ein, wie das besser handzuhaben wäre.
Dass es zu spät ist, wenn die die Macht ergriffen haben, dürfte klar sein. Insofern ist die Hürde natürlich hoch (soll sie ja auch grds. sein). Aber nun weiß man eben, wo die Grenze liegt und wie man demokratisch dagegen vorgehen kann (z.B. Finanzierung oder Versammlung). Jedenfalls soweit das verlautbart wurde - Näheres weiß ich, wie gesagt, nicht. Dass diese Grenze dabei subjektiv gezogen wird ist allerdings richtig. Mit fällt nur gerade nicht ein, wie das besser handzuhaben wäre.
SGE-URNA schrieb:Nicht nur so dargestellt, denke ich - es ist die Idee, die dahintersteckt.
Mir geht es nicht um "Aber da muss ich auch bezahlen, also sollen die hier auch...". Das ist mMn dümmlicher Kindergarten (wirkt aber sicher bei einigen, daher wird es vermutlich auch so dargestellt).
SGE-URNA schrieb:Vielleicht weil der deutsche Kinobesucher dafür das Popcorn umsonst bekommt?
Letztlich findet es interessanterweise auch niemand anstössig, dass ein nicht-deutscher Bürger auch Eintritt zahlt, wenn er in Frankfurt oder Berlin ins Kino will. Daher kann ich, abgesehen von der einfältigen Rhetorik auch die Aufregung nicht ganz verstehen.
WuerzburgerAdler schrieb:Lieber WA, das ist so schlicht zu plakativ. Alle werden das gleiche zahlen. Es gibt auch nichts umsonst. Es wird lediglich an anderer Stelle eine Steuer reduziert, die im übrigen noch nicht mal verpflichtend zur Finanzierung der Strassen einzusetzen ist im Gegensatz zu einer Gebühr. Man löst reine Steuerfinanzierung durch ein Hybrid aus Gebühren- und Steuerfinanzierung ab. Gebühren muss nun mal jeder zahlen, unabhängig der Nationalität, Steuern werden lediglich national erhoben. Ergo ergibt sich, dass unterm Strich tatsächlich ein Ausländer proportional mehr belastet wird, als ein Inländer. So what?SGE-URNA schrieb:
Letztlich findet es interessanterweise auch niemand anstössig, dass ein nicht-deutscher Bürger auch Eintritt zahlt, wenn er in Frankfurt oder Berlin ins Kino will. Daher kann ich, abgesehen von der einfältigen Rhetorik auch die Aufregung nicht ganz verstehen.
Vielleicht weil der deutsche Kinobesucher dafür das Popcorn umsonst bekommt?
Ihr seht das alles viel zu ideologisch. Der Dobrindt nutzt klassischen CSU Sprech... CSU ist sowieso blöd, also wird sich lediglich an der Rhetorik abgearbeitet.
SGE-URNA schrieb:Die meisten sehen das hier überhaupt nicht ideologisch. Ideologisch macht es die CSU, die will, dass kein deutscher nur einen Cent mehr zahlt. Das macht aber die ganze Umsetzung einfach teuer, kompliziert und wenig ertragreich. Würde man sagen "Maut zusätzlich zu den Steuern". OK, kann man dafür oder dagegen sein. "Maut statt Steuern" OK. Werden manche gut manche schlecht finden, je nachdem ob man dadurch künftig draufzahlt. Also so, wie es nach meiner Kenntnis auch in anderen Ländern gemacht wird.
Ihr seht das alles viel zu ideologisch. Der Dobrindt nutzt klassischen CSU Sprech... CSU ist sowieso blöd, also wird sich lediglich an der Rhetorik abgearbeitet.
Die Ideologie wird hier von der CSU reingebracht, die gleichzeitig will, dass der Ösi zahlt, weil man ja auch dort zahlen muss, aber gleichzeitig der Bild unterschreibt, dass kein deutscher Autofahrer mehr zahlen wird.
SGE-URNA schrieb:Tjo und Dobrindt hat sich halt auf die Fahnen geschrieben, dass der deutsche Autofahrer keinen Cent mehr zahlen soll, sondern nur neues Geld durch die Ausländer kommen soll. Er hat es ja sogar schön der Bild Zeitung schriftlich gegeben, dass kein deutscher Autofahrer mehr zahlt als jetzt.SGE_Werner schrieb:
Es ging einfach um "Alle müssen zahlen, auch die Ausländer".
Nun, das ist a auch per se konzeptionell nicht falsch. Ist halt die Frage, wie ich dieses (Nutzungs)Prinzip kommunikativ verpacke. Ob ich mit irgendwelchen Ressentiments kokettiere oder ganz wertneutral formuliere.
Und in Bayern fängt man halt mit den Schweizern und Österreichern, die das ja auch machen, Stimmen. Mag für die Bayern auch ungerecht wirken.
Ich gebe zu, als NRWler, der kein Wintersport Fan ist, war ich noch nie mit dem Auto in Österreich und der Schweiz, so dass es mir persönlich egal ist. Ich bin dafür sicher im Schnitt 4 mal im Jahr in Holland oder Belgien und hätte keinen Bock, da auch noch eine Maut für zu zahlen, so dass ich auch nicht auf eine Maut für Holländer und Belgier bestehe.
Exil-Adler-NRW schrieb:Ich fahr gern nach Frankreich in den Urlaub. Dort bezahlt man sich dumm und dämlich, geniesst dafür allerdings zugegebenermassen wirklich High-End Autobahnen. Die Autobahnen in der Schweiz sind trotz Vignette im Schnitt genauso gut/schlecht wie in deutschland, Vermutlich sind die Gebühren einfach zu niedrig.
Ich bin dafür sicher im Schnitt 4 mal im Jahr in Holland oder Belgien und hätte keinen Bock, da auch noch eine Maut für zu zahlen, so dass ich auch nicht auf eine Maut für Holländer und Belgier bestehe.
Das spielt aber für meine Auffassung über die Sinnhaftigkeit des Vorschlags überhaupt keine Rolle. Mir geht es nicht um "Aber da muss ich auch bezahlen, also sollen die hier auch...". Das ist mMn dümmlicher Kindergarten (wirkt aber sicher bei einigen, daher wird es vermutlich auch so dargestellt). Mir gehts rein um die nach meiner Auffassung grundsätzliche Sinnhaftigkeit, etwas (in dem Fall Autobahnnutzung) nach dem Nutzungsprinzip zu finanzieren, ganz ohne Häme oder "Abzock" hintergrund.
Letztlich findet es interessanterweise auch niemand anstössig, dass ein nicht-deutscher Bürger auch Eintritt zahlt, wenn er in Frankfurt oder Berlin ins Kino will. Daher kann ich, abgesehen von der einfältigen Rhetorik auch die Aufregung nicht ganz verstehen.
SGE-URNA schrieb:Nicht nur so dargestellt, denke ich - es ist die Idee, die dahintersteckt.
Mir geht es nicht um "Aber da muss ich auch bezahlen, also sollen die hier auch...". Das ist mMn dümmlicher Kindergarten (wirkt aber sicher bei einigen, daher wird es vermutlich auch so dargestellt).
SGE-URNA schrieb:Vielleicht weil der deutsche Kinobesucher dafür das Popcorn umsonst bekommt?
Letztlich findet es interessanterweise auch niemand anstössig, dass ein nicht-deutscher Bürger auch Eintritt zahlt, wenn er in Frankfurt oder Berlin ins Kino will. Daher kann ich, abgesehen von der einfältigen Rhetorik auch die Aufregung nicht ganz verstehen.
SGE-URNA schrieb:Es ging der CSU bereits im Jahr 1990 nicht um die reine Finanzierung der Straßen, sondern darum, dass Ausländer die Straßen nutzen, ohne dafür zahlen zu müssen. Damit haben sie damals unter Verkehrsminister Zimmermann Wahlkampf gemacht. Kann Dir 8 oder 9 Tagesschau-Sendungen raussuchen. Der CSU geht es m.E. nicht um infrastrukturelle Gründe, es ging ihr nie darum. Es ging einfach um "Alle müssen zahlen, auch die Ausländer".
"Ausländer abzocken" ist mMn der gleiche ideologisch colorierte Duktus wie "Ausländermaut". Man kann sich natürlich immer an diesen Begrifflichkeiten festzurren, um eine sachliche Diskussion um die Frage, wie man Strassen finanziert, zu einer klassischen links/rechts Diskussion zu machen. Ich gebe zu, angefangen hat damit der Dobrindt.
SGE_Werner schrieb:Nun, das ist a auch per se konzeptionell nicht falsch. Ist halt die Frage, wie ich dieses (Nutzungs)Prinzip kommunikativ verpacke. Ob ich mit irgendwelchen Ressentiments kokettiere oder ganz wertneutral formuliere.
Es ging einfach um "Alle müssen zahlen, auch die Ausländer".
SGE-URNA schrieb:Tjo und Dobrindt hat sich halt auf die Fahnen geschrieben, dass der deutsche Autofahrer keinen Cent mehr zahlen soll, sondern nur neues Geld durch die Ausländer kommen soll. Er hat es ja sogar schön der Bild Zeitung schriftlich gegeben, dass kein deutscher Autofahrer mehr zahlt als jetzt.SGE_Werner schrieb:
Es ging einfach um "Alle müssen zahlen, auch die Ausländer".
Nun, das ist a auch per se konzeptionell nicht falsch. Ist halt die Frage, wie ich dieses (Nutzungs)Prinzip kommunikativ verpacke. Ob ich mit irgendwelchen Ressentiments kokettiere oder ganz wertneutral formuliere.
Und in Bayern fängt man halt mit den Schweizern und Österreichern, die das ja auch machen, Stimmen. Mag für die Bayern auch ungerecht wirken.
Ich gebe zu, als NRWler, der kein Wintersport Fan ist, war ich noch nie mit dem Auto in Österreich und der Schweiz, so dass es mir persönlich egal ist. Ich bin dafür sicher im Schnitt 4 mal im Jahr in Holland oder Belgien und hätte keinen Bock, da auch noch eine Maut für zu zahlen, so dass ich auch nicht auf eine Maut für Holländer und Belgier bestehe.
Maabootsche schrieb:Weil eine Maut nicht vermittelbar wäre, wenn alle zahlen. Man will doch nur die Ausländer abzocken um rechtsnationale Wähler einzufangen.
Ich frage mich eigentlich immer noch, warum man das nicht nach schweizer Vorbild mit einer Vignette für meinetwegen € 50,- per anno (und vielleicht noch einer für 4 Wochen für € 10,- oder so ähnlich) und für alle PKW hätte machen können.
Das genau das die Sache so kompliziert bzw. völlig gaga macht, geht aber leider in die CSU-Hirne nicht rein.
Raggamuffin schrieb:"Ausländer abzocken" ist mMn der gleiche ideologisch colorierte Duktus wie "Ausländermaut". Man kann sich natürlich immer an diesen Begrifflichkeiten festzurren, um eine sachliche Diskussion um die Frage, wie man Strassen finanziert, zu einer klassischen links/rechts Diskussion zu machen. Ich gebe zu, angefangen hat damit der Dobrindt.Maabootsche schrieb:
Ich frage mich eigentlich immer noch, warum man das nicht nach schweizer Vorbild mit einer Vignette für meinetwegen € 50,- per anno (und vielleicht noch einer für 4 Wochen für € 10,- oder so ähnlich) und für alle PKW hätte machen können.
Weil eine Maut nicht vermittelbar wäre, wenn alle zahlen. Man will doch nur die Ausländer abzocken um rechtsnationale Wähler einzufangen.
Das genau das die Sache so kompliziert bzw. völlig gaga macht, geht aber leider in die CSU-Hirne nicht rein.
Man kann die Diskussion aber auch dahingehend führen, dass man das ganze mal ganz unaufgeregt rational betrachtet. Und dann stellt sich das ganze schlicht so dar, dass man eine Umverteilung der Finanzierung vornimmt bzw. eine Beteiligung der ausländischen Nutzer von Strassen in Deutschland vorschlägt, wie das übrigens in etlichen anderen europäischen Ländern auch sinnvoll praktiziert wird... gemäss Nutzungsprinzip, welches ich für prinzipiell besser halte als intransparente Pauschalfinanzierungen aus irgendwelchen Töpfen.
Ich habe mittlerweile auch verstanden, dass eine kostenneutrale Lösung für Inländer offenbar nicht EU konform ist (zumindest, wenn man es so augenscheinlich dämlich kommuniziert, dass man den Eindruck hat, es geht tatsächlich nicht um die Finanzierung an sich, sondern um Anbiederung an das volkstümliche). Ob sich das ganze dann im Endeffekt überhaupt rechnet, kann ich nicht beurteilen. Wenn es das tatsächlich nicht tun sollte, kann man auf den Hokuspokus auch verzichten oder sich um andere Lösungen bemühen.
SGE-URNA schrieb:Es ging der CSU bereits im Jahr 1990 nicht um die reine Finanzierung der Straßen, sondern darum, dass Ausländer die Straßen nutzen, ohne dafür zahlen zu müssen. Damit haben sie damals unter Verkehrsminister Zimmermann Wahlkampf gemacht. Kann Dir 8 oder 9 Tagesschau-Sendungen raussuchen. Der CSU geht es m.E. nicht um infrastrukturelle Gründe, es ging ihr nie darum. Es ging einfach um "Alle müssen zahlen, auch die Ausländer".
"Ausländer abzocken" ist mMn der gleiche ideologisch colorierte Duktus wie "Ausländermaut". Man kann sich natürlich immer an diesen Begrifflichkeiten festzurren, um eine sachliche Diskussion um die Frage, wie man Strassen finanziert, zu einer klassischen links/rechts Diskussion zu machen. Ich gebe zu, angefangen hat damit der Dobrindt.
SGE-URNA schrieb:Diesmal ist, außer Icke, wirklich kein einziger halbwegs sympathischer Mensch dabei und schon gar keiner der auch nur im Ansatz die Bezeichnung "Star" verdient.
Die Besetzung... omg
Trashiger geht es wirklich nicht mehr, ich bin gespannt ob ich das durchhalte, oder ob es mir dann doch zu blöd wird
emjott schrieb:Puuh, ist das alles kompliziert. Könnte man nicht einfach von den Fahrradgutmenschen 1000 Euro im Monat erheben? Ausländische Fahrradfahrer zahlen selbstverständlich 2000.
Schade, dass noch eine "Studie" benötigt wird und die Maut nicht schon längst existiert. Hier war die CSU eindeutig zu durchsetzungsschwach.
Wenn die Erträge zu gering ausfallen, kann übrigens in Zukunft eventuell die Höhe angepasst werden ...
Meinetwegen sollten die ganzen steuerlichen Subventionen für angebliche Öko-Mobile ohnehin zusammengestrichen werden. Auch ein Luxus-Tesla macht auf anständigen Straßen am meisten Spaß.
Da ein nicht geringer Teil der Elite in Politik und Medien die bewährten und verlässlichen Verbrennungsmotoren bekanntermaßen möglichst schnell ausrotten will, muss ohnehin ein Plan her, wie der nimmersatte Staat die jährlichen 50 oder 60 Milliarden Euro an Mineralölsteuer zukünftig ersetzen kann.
Für das Straßennetz fände ich da eine nutzungsabhängige Gebühr, die zweckgebunden eingesetzt wird, perfekt. Die müsste für Vielfahrer natürlich deutlich höher sein als die jetzt geplanten maximal 130 Euro pro Jahr. Andererseits sollte die Kfz-Steuer langfristig komplett abgeschafft werden, während die Abschaffung der Mineralölsteuer quasi ein Nebeneffekt der deutschen Energie-Planwirtschaft ist. Im Endeffekt bliebe im Optimalfall also nur eine gerechte, transparente und einfache Maut übrig.
Der erste Schritt wird gerade gemacht!
Ich widerspreche zwar den Meinungen von emj auch oft, aber die Diskussion war doch bisher unpolemisch und zumeist sachlich. Daher bitte ich auch wie Urna darum, diese Polemik nicht weiter zu nutzen (vor allem wenn der Gegenüber selbst nicht polemisch agiert), sonst werden meine Beiträge grauer und die Beiträge anderer bekommen so einen roten Rahmen unten.