
DonGuillermo
4544
Gelöschter Benutzer
DonGuillermo schrieb:
Die heutige Etappe war zwar durch den Regen deutlich schwieriger zu fahren als ursprünglich angenommen, aber in der Häufigkeit waren die Stürze echt enorm. Ich denke, das lässt sich auch auf die fehlende Wettkampfpraxis durch die lange Pause zurückführen.
Denke ich auch. Da fehlen die Rennkilometer und ich denke ans Fahren in so einem großen Peloton muss man sich immer wieder neu ein wenig gewöhnen. Dazu sind alle wahrscheinlich sehr nervös, weil die Chancen, Preisgelder und Medienpräsenz einzufahren in dem Jahr eben nur bei sehr wenigen Rennen existiert. Hatte sich ja in den letzten Rennen angedeutet, da wurde auch viel gestürzt.
Zur Doping-Debatte: Ich denke, dass gerade bei den deutschen & französischen Fahrern seit einigen Jahren deutlich weniger gedopt wird. Ohne alle über einen Kamm scheren zu wollen, habe ich den Eindruck bei anderen Nationen und Teams wie Astana nicht unbedingt. Aber man kann es nicht sagen... So breitflächig wie um die Jahrtausendwende wird es aber hoffentlich nicht sein. Auch dass es bei den Topstars immer mal wieder (und mehr als früher) echte Einbrüche in der Leistung bei so einer Rundfahrt gibt, ist dafür finde ich ein Indiz.
Das Spiel heute war in etwa so zu erwarten. Ajax ist mittlerweile auch international wieder eine ernstzunehmende Mannschaft und ist selbst da vielen Teams in Sachen Tempo und spielerische Qualität überlegen. Die erste Halbzeit geht so trotzdem nicht, auch nicht in einem Testspiel. Das war teilweise eine Vorführung und ich hatte auch den Eindruck, dass der eine oder andere Spieler da ziemlich lustlos gekickt hat. Insbesondere in der Rückwärtsbewegung war da kaum Bereitschaft vorhanden.
Ajax musste nicht mal wirklich kontern und hatte trotzdem bei jedem Angriff Gleich- oder sogar Überzahl. Die Außenverteidiger waren gerade angesichts der flinken Gegenspieler viel zu weit aufgerückt und unser zentrales Mittelfeld praktisch nicht vorhanden. Insbesondere Rode hatte einen ganz schwachen Tag - und bestätigt damit leider seine kürzliche Form.
Ehrlich gesagt ist es mir auch ein Rätsel, warum wir ohne Hasebe mit der Dreierkette spielen. Nicht nur fehlt uns dann hinten die spielerische Qualität für einen geordneten Aufbau, sondern es fehlt auch erheblich an Ordnung. Keiner unserer restlichen Abwehrspieler hat ein Auge wie Hasebe, der viele Situationen richtig antizipiert. Hinteregger kann man mal ins Zentrum stellen, wenn er im direkten Duell einen körperlich imposanten Gegner bearbeiten soll, wie damals Giroud gegen Chelsea, aber ansonsten steht er da doch etwas auf verlorenem Posten.
Zweite Halbzeit war dann vor allem auch dank Hasebe besser. Dann ging auch mal nach vorne was. Zwischenzeitlich war das Spiel zwar sehr fahrig, weil gefühlt jeder den anderen mal mit einem Revanchefoul umnieten wollte, aber da haben wir dann wenigstens mal dagegen gehalten. Außer Silva und eben Hasebe ist aber keiner der Feldspieler sonderlich positiv aufgefallen. Barkok hatte am Ende noch einige gute Aktionen, weil er sich auch mal was traut, aber auch wieder eins, zwei üble Ballverluste im Mittelfeld. Gonca war heute nach zwei meiner Meinung nach guten Testspielen leider ein Totalausfall.
Unsere Probleme sind bekannt und heute wieder deutlich hervorgekommen. Von dem von Hütter erhofften Fortschritt hat man jedenfalls nichts gesehen. Da wir aber heuer durch Transfers die Mannschaft wohl nicht mehr deutlich verstärken werden, muss endlich ein Fortschritt durch Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Spieler her. Das sah gegen Ende der vergangenen Rückrunde schon gut aus, aber offensichtlich ist man trotz eingespielter Mannschaft entgegen aller Hoffnungen noch nicht wirklich weiter. Daran wird sich Hütter aber messen lassen müssen und diesen Fortschritt will ich bis zum Ende der Hinrunde auch sehen können. Ajax ist in der Hinsicht ein echtes Vorbild. Da läuft jeder Spieler die Angriffe mit, weiß welche Räume er besetzen soll, ist auch ohne Ballbesitz ständig in Bewegung und bietet sich nach einem Pass sofort wieder an - meistens sogar zum direkten Doppelpass in die freien Räume. Das mal ganz von den eklatanten Unterschieden in Sachen Tempo und Ballbehandlung.
Es ist halt wirklich schade. Vor etwas über einem Jahr waren wir mit der Büffelherde trotz aller Defizite wohl annähernd auf dem Niveau von Ajax oder zumindest auf dem Weg dahin. Da haben wir zumindest offensiv ähnlich gewirbelt. Wenn man damals die Champions League erreicht hätte, wäre die Mannschaft vielleicht zusammengeblieben und man hätte wie knapp zehn Jahre zuvor Gladbach einen großen Sprung hinlegen können. Jetzt sieht es so aus, als hätte uns Corona diesen Sprung nach dem schon ohnehin nicht optimalen letzten Jahr endgültig verwehrt. Bitte nicht falsch verstehen, wir haben uns strukturell erheblich verbessert und sind damit auch von einer durchschnittlichen Mittelfeldtruppe zu einer gehobenen Mittelfeldmannschaft aufgestiegen. Aber der große Sprung, den sich viele erhofft haben, wird wohl trotz der glänzenden Ausgangsposition nach den letzten Jahren erst einmal ausbleiben. Da muss zukünftig auch das Scouting wieder besser greifen.
Der obere Absatz ist natürlich etwas sentimental. Aber ich hätte uns im Optimalfall eine ähnliche Entwicklung wie Ajax zugetraut. Und die haben die aktuelle Qualität ja auch noch trotz einiger hochkarätiger Abgänge. Fairerweise muss man sagen, dass das aktuell nicht unsere Kragenweite ist und wir nächstes Jahr auch in der Liga kaum gegen so starke Mannschaften spielen werden. Während Ligen wie die Eredivisie nämlich vor allem spielerisch sehr stark sind, mangelt es da an anderen Dingen. Und in der Bundesliga sind die meisten Mannschaften eben auf das Spiel gegen den Ball und das schnelle Überbrücken des Spielfelds fokussiert. Abgesehen von Bayern, Dortmund und vielleicht noch Leipzig hat keine andere Mannschaft der Bundesliga die spielerische Klasse von Ajax. Abgesehen von fünf, sechs Mannschaften spielt meiner Meinung nach ohnehin kein Team in der Bundesliga überwiegend guten Fußball. Insofern sitzen wir da im selben Boot wie viele andere Vereine auch. Und da muss jetzt eben der Fortschritt durch die Arbeit des Trainers erfolgen.
Ajax musste nicht mal wirklich kontern und hatte trotzdem bei jedem Angriff Gleich- oder sogar Überzahl. Die Außenverteidiger waren gerade angesichts der flinken Gegenspieler viel zu weit aufgerückt und unser zentrales Mittelfeld praktisch nicht vorhanden. Insbesondere Rode hatte einen ganz schwachen Tag - und bestätigt damit leider seine kürzliche Form.
Ehrlich gesagt ist es mir auch ein Rätsel, warum wir ohne Hasebe mit der Dreierkette spielen. Nicht nur fehlt uns dann hinten die spielerische Qualität für einen geordneten Aufbau, sondern es fehlt auch erheblich an Ordnung. Keiner unserer restlichen Abwehrspieler hat ein Auge wie Hasebe, der viele Situationen richtig antizipiert. Hinteregger kann man mal ins Zentrum stellen, wenn er im direkten Duell einen körperlich imposanten Gegner bearbeiten soll, wie damals Giroud gegen Chelsea, aber ansonsten steht er da doch etwas auf verlorenem Posten.
Zweite Halbzeit war dann vor allem auch dank Hasebe besser. Dann ging auch mal nach vorne was. Zwischenzeitlich war das Spiel zwar sehr fahrig, weil gefühlt jeder den anderen mal mit einem Revanchefoul umnieten wollte, aber da haben wir dann wenigstens mal dagegen gehalten. Außer Silva und eben Hasebe ist aber keiner der Feldspieler sonderlich positiv aufgefallen. Barkok hatte am Ende noch einige gute Aktionen, weil er sich auch mal was traut, aber auch wieder eins, zwei üble Ballverluste im Mittelfeld. Gonca war heute nach zwei meiner Meinung nach guten Testspielen leider ein Totalausfall.
Unsere Probleme sind bekannt und heute wieder deutlich hervorgekommen. Von dem von Hütter erhofften Fortschritt hat man jedenfalls nichts gesehen. Da wir aber heuer durch Transfers die Mannschaft wohl nicht mehr deutlich verstärken werden, muss endlich ein Fortschritt durch Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Spieler her. Das sah gegen Ende der vergangenen Rückrunde schon gut aus, aber offensichtlich ist man trotz eingespielter Mannschaft entgegen aller Hoffnungen noch nicht wirklich weiter. Daran wird sich Hütter aber messen lassen müssen und diesen Fortschritt will ich bis zum Ende der Hinrunde auch sehen können. Ajax ist in der Hinsicht ein echtes Vorbild. Da läuft jeder Spieler die Angriffe mit, weiß welche Räume er besetzen soll, ist auch ohne Ballbesitz ständig in Bewegung und bietet sich nach einem Pass sofort wieder an - meistens sogar zum direkten Doppelpass in die freien Räume. Das mal ganz von den eklatanten Unterschieden in Sachen Tempo und Ballbehandlung.
Es ist halt wirklich schade. Vor etwas über einem Jahr waren wir mit der Büffelherde trotz aller Defizite wohl annähernd auf dem Niveau von Ajax oder zumindest auf dem Weg dahin. Da haben wir zumindest offensiv ähnlich gewirbelt. Wenn man damals die Champions League erreicht hätte, wäre die Mannschaft vielleicht zusammengeblieben und man hätte wie knapp zehn Jahre zuvor Gladbach einen großen Sprung hinlegen können. Jetzt sieht es so aus, als hätte uns Corona diesen Sprung nach dem schon ohnehin nicht optimalen letzten Jahr endgültig verwehrt. Bitte nicht falsch verstehen, wir haben uns strukturell erheblich verbessert und sind damit auch von einer durchschnittlichen Mittelfeldtruppe zu einer gehobenen Mittelfeldmannschaft aufgestiegen. Aber der große Sprung, den sich viele erhofft haben, wird wohl trotz der glänzenden Ausgangsposition nach den letzten Jahren erst einmal ausbleiben. Da muss zukünftig auch das Scouting wieder besser greifen.
Der obere Absatz ist natürlich etwas sentimental. Aber ich hätte uns im Optimalfall eine ähnliche Entwicklung wie Ajax zugetraut. Und die haben die aktuelle Qualität ja auch noch trotz einiger hochkarätiger Abgänge. Fairerweise muss man sagen, dass das aktuell nicht unsere Kragenweite ist und wir nächstes Jahr auch in der Liga kaum gegen so starke Mannschaften spielen werden. Während Ligen wie die Eredivisie nämlich vor allem spielerisch sehr stark sind, mangelt es da an anderen Dingen. Und in der Bundesliga sind die meisten Mannschaften eben auf das Spiel gegen den Ball und das schnelle Überbrücken des Spielfelds fokussiert. Abgesehen von Bayern, Dortmund und vielleicht noch Leipzig hat keine andere Mannschaft der Bundesliga die spielerische Klasse von Ajax. Abgesehen von fünf, sechs Mannschaften spielt meiner Meinung nach ohnehin kein Team in der Bundesliga überwiegend guten Fußball. Insofern sitzen wir da im selben Boot wie viele andere Vereine auch. Und da muss jetzt eben der Fortschritt durch die Arbeit des Trainers erfolgen.
Ist mir gerade durch den Kopf gegangen:
Sind das eigentlich Pflichtspiele in dem Sinne, dass wenn ein Spieler hier erstmals eingesetzt wird er dann nicht mehr die Nationalmannschaft wechseln kann? Wie z.B. NadW, der ja nur Freundschaftsspiele für D bestritt um dann in die USA zu wechseln, was er nicht gekonnt hätte wenn er ein WM-Qualispiel für D bestritten hätte. Wäre im Fall Gosens relevant, der ja neben der deutschen noch die niederländische Staatsbürgerschaft besitzt.
Sind das eigentlich Pflichtspiele in dem Sinne, dass wenn ein Spieler hier erstmals eingesetzt wird er dann nicht mehr die Nationalmannschaft wechseln kann? Wie z.B. NadW, der ja nur Freundschaftsspiele für D bestritt um dann in die USA zu wechseln, was er nicht gekonnt hätte wenn er ein WM-Qualispiel für D bestritten hätte. Wäre im Fall Gosens relevant, der ja neben der deutschen noch die niederländische Staatsbürgerschaft besitzt.
Da gehe ich mal stark von aus. Es ist schließlich ein offizieller Wettbewerb der UEFA, der ja sogar Auswirkungen auf die Qualifikation für Europameisterschaften hat. Das war ja auch die offizielle Begründung für die Einführung des Wettbewerbs. Statt Freundschaftsspiele organisieren zu müssen, gibt es Pflichtspiele gegen Mannschaften auf ungefähr demselben Niveau.
Das Spiel Schweiz gegen Deutschland schaue ich mir möglicherweise sogar mal an, obwohl ich seit Jahren keine Länderspiele abseits der Welt- und Kontinentalmeisterschaften mehr gesehen habe. Immerhin sollten da Trapp und Zuber von Beginn an spielen. Womöglich treffen bei Portugal gegen Kroatien auch Silva und Rebić im "direkten Duell" aufeinander. Für einige Fans sicher auch nicht gänzlich uninteressant.
Das Spiel Schweiz gegen Deutschland schaue ich mir möglicherweise sogar mal an, obwohl ich seit Jahren keine Länderspiele abseits der Welt- und Kontinentalmeisterschaften mehr gesehen habe. Immerhin sollten da Trapp und Zuber von Beginn an spielen. Womöglich treffen bei Portugal gegen Kroatien auch Silva und Rebić im "direkten Duell" aufeinander. Für einige Fans sicher auch nicht gänzlich uninteressant.
DonGuillermo schrieb:
Das Spiel Schweiz gegen Deutschland schaue ich mir möglicherweise sogar mal an, obwohl ich seit Jahren keine Länderspiele abseits der Welt- und Kontinentalmeisterschaften mehr gesehen habe.
Das werde ich ganz gewiss nicht tun, und ich kann ehrlich gesagt auch niemanden verstehen, der das tut. Und das auch noch zu diesem unmöglichen Zeitpunkt. Jeder Zuschauer mehr rechtfertigt doch letztendlich nur diesen sinnlosen Wettbewerb.
Diegito schrieb:DonGuillermo schrieb:
Laut mehreren deutschen Medien lag die Kaufoption von Newcastle bei 10 Millionen Pfund, also knapp 11,5 Millionen Euro. Zusätzlich zu der Leihgebühr in Höhe von einer Million Euro hätten wir also rund 12,5 Millionen Euro eingenommen, wenn Newcastle die Kaufoption gezogen hätten. Einige englische Medien sprachen sogar von einer Kaufoption in Höhe von 12 Millionen Pfund, also circa 13,5 Millionen Euro.
So viel wird es jetzt natürlich nicht mehr werden. Ich selbst bin vor zwei Monaten noch davon ausgegangen, dass man noch 5-7,5 Millionen Euro für Willems bekommen könnte, weil er ein wirklich gutes Jahr in der Premier League gespielt hat. Da bin ich aber auch noch davon ausgegangen, dass er zu Beginn der Vorbereitung wieder mittrainieren kann. Scheint ja aber noch etwas zu dauern. Möglicherweise steigt er bis zum Ende der Transferperiode überhaupt nicht mehr ins Mannschaftstraining ein. Dann wären bei einem Jahr Restvertrag und Corona wahrscheinlich 3-5 Millionen Euro das höchste der Gefühle. Dann müsste aber schon ein größerer oder ein Premier League Verein Interesse haben.
Ich habe ja immer noch so ein bisschen die Hoffnung, dass Newcastle doch noch zuschlägt. Sowohl beim Trainer Steve Bruce als auch bei den Fans (die den Verein trotz der Verletzung mehrheitlich dazu aufgefordert hatten, die Kaufoption zu ziehen und Willems' Tor gegen Liverpool zum schönsten Saisontor gewählt haben) war Willems sehr beliebt. Gemeinsam mit Saint-Maximin hat er auf der linken Seite auch gut harmoniert. Steve Bruce hatte nach der Saison angekündigt, dass man seinen Genesungsprozess sehr genau verfolgen werde und bis jetzt ist Newcastle auch nicht anderweitig auf dem Transfermarkt aktiv geworden.
Ja, man kann nur hoffen das es bei Willems etwas schneller geht als erwartet und er tatsächlich schon im Laufe des Septembers wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Vielleicht bleiben dann noch 4-5 Mio übrig für uns.
Ab nächsten Sommer wäre er ablösefrei, das wäre richtiger Mist für uns.
Aber wer weiß, vielleicht kommt alles ganz anders. Willems bekommt bei Hütter Einsatzzeiten im Herbst und mausert sich zum Stammspieler. In einem 4-4-2 würde ich ihn sehr gerne hinten links sehen. Die Kostic-Rolle kann er leider nicht so ausfüllen wie es nötig wäre, dafür hat man als backup ja eh Zuber geholt...
Soweit ich mich erinnere hat Newcastle zuletzt auch in einem 3-5-2 agiert, wo Willems vor seiner Verletzung als LAV spielte und das wohl gar nicht mal so schlecht. Also er könnte die Kostic-Position durchaus schon spielen, aber natürlich würde er nicht ganz so offensiv performen wie Kostic. Aber als Backup wäre Willems dort bestimmt brauchbarer als ein Durm...
Adlersupporter schrieb:
Soweit ich mich erinnere hat Newcastle zuletzt auch in einem 3-5-2 agiert, wo Willems vor seiner Verletzung als LAV spielte und das wohl gar nicht mal so schlecht. Also er könnte die Kostic-Position durchaus schon spielen, aber natürlich würde er nicht ganz so offensiv performen wie Kostic. Aber als Backup wäre Willems dort bestimmt brauchbarer als ein Durm...
Nicht ganz. Willems hat zwar bei Newcastle häufig in einer Fünferkette gespielt, aber das war im Gegensatz zu uns eher eine klassische Fünferkette, also schon ein ganzes Stück defensiver. Das war in der Regel ein 5-4-1, wo vor der Fünferkette noch zwei Flügelspieler standen. Deshalb hatte er dann noch Saint-Maximin vor sich, mit dem er gut harmoniert hat, und musste nicht wie in unserem System die gesamte Seite allein beackern. Das hat ihm auch deutlich mehr gelegen. Er kann ja ordentlich kicken.
Ab und an hat Newcastle das System aber auch offensiver ausgerichtet, dann war es eher ein 3-4-3 mit zwei Außenstürmern bzw. 3-4-2-1 mit zwei hängenden Spitzen oder vereinzelt auch mal das von dir angesprochene 3-5-2. Aber in den allermeisten Spielen hatte Willems eben auf seiner Seite schon noch einen Spieler vor sich. Die Position in unserem System könnte er natürlich trotzdem spielen. Hat er ja unter Kovač auch schon getan. Das Problem ist eher, dass die Rolle maßgeschneidert für Kostić ist und der selbst bei dem Pensum der letzten beiden Jahre kaum ein Spiel verpasst hat. Außerdem haben wir mit Zuber jetzt noch einen passenden Spieler für diese Rolle. Und wenn Willems die Saison hauptsächlich nur auf der Bank sitzen würde, wäre das für beide Seiten unbefriedigend.
DonGuillermo schrieb:Adlersupporter schrieb:
Soweit ich mich erinnere hat Newcastle zuletzt auch in einem 3-5-2 agiert, wo Willems vor seiner Verletzung als LAV spielte und das wohl gar nicht mal so schlecht. Also er könnte die Kostic-Position durchaus schon spielen, aber natürlich würde er nicht ganz so offensiv performen wie Kostic. Aber als Backup wäre Willems dort bestimmt brauchbarer als ein Durm...
Nicht ganz. Willems hat zwar bei Newcastle häufig in einer Fünferkette gespielt, aber das war im Gegensatz zu uns eher eine klassische Fünferkette, also schon ein ganzes Stück defensiver. Das war in der Regel ein 5-4-1, wo vor der Fünferkette noch zwei Flügelspieler standen. Deshalb hatte er dann noch Saint-Maximin vor sich, mit dem er gut harmoniert hat, und musste nicht wie in unserem System die gesamte Seite allein beackern. Das hat ihm auch deutlich mehr gelegen. Er kann ja ordentlich kicken.
Ab und an hat Newcastle das System aber auch offensiver ausgerichtet, dann war es eher ein 3-4-3 mit zwei Außenstürmern bzw. 3-4-2-1 mit zwei hängenden Spitzen oder vereinzelt auch mal das von dir angesprochene 3-5-2. Aber in den allermeisten Spielen hatte Willems eben auf seiner Seite schon noch einen Spieler vor sich. Die Position in unserem System könnte er natürlich trotzdem spielen. Hat er ja unter Kovač auch schon getan. Das Problem ist eher, dass die Rolle maßgeschneidert für Kostić ist und der selbst bei dem Pensum der letzten beiden Jahre kaum ein Spiel verpasst hat. Außerdem haben wir mit Zuber jetzt noch einen passenden Spieler für diese Rolle. Und wenn Willems die Saison hauptsächlich nur auf der Bank sitzen würde, wäre das für beide Seiten unbefriedigend.
Danke für die Infos. Interessant.
Sollte Hütter wieder auf 4-4-2 umstellen würde das mit Kostic und Willems auf links passen. Das wäre ja prinzipiell eine bockstarke linke Seite. Oder N'Dicka statt Willems.
Mein Gefühl sagt mir aber das Hütter wohl wieder mit Libero spielen wird... also Hasebe oder Hinti.
Und Kostic/Zuber die die linke Seite beackern.
Grundsätzlich sind das aber echt Luxusprobleme die wir haben. Wir können taktisch gut variieren.
sgevolker schrieb:
Ich meine Willems hatte ne wesentlich höhere Klausel im Leihvertrag die Newcastle wohl ohne Verletzung auch gezogen hätte.
Ich meine, dass da entweder 7 oder 11 Mio im Raum standen.
Laut mehreren deutschen Medien lag die Kaufoption von Newcastle bei 10 Millionen Pfund, also knapp 11,5 Millionen Euro. Zusätzlich zu der Leihgebühr in Höhe von einer Million Euro hätten wir also rund 12,5 Millionen Euro eingenommen, wenn Newcastle die Kaufoption gezogen hätten. Einige englische Medien sprachen sogar von einer Kaufoption in Höhe von 12 Millionen Pfund, also circa 13,5 Millionen Euro.
So viel wird es jetzt natürlich nicht mehr werden. Ich selbst bin vor zwei Monaten noch davon ausgegangen, dass man noch 5-7,5 Millionen Euro für Willems bekommen könnte, weil er ein wirklich gutes Jahr in der Premier League gespielt hat. Da bin ich aber auch noch davon ausgegangen, dass er zu Beginn der Vorbereitung wieder mittrainieren kann. Scheint ja aber noch etwas zu dauern. Möglicherweise steigt er bis zum Ende der Transferperiode überhaupt nicht mehr ins Mannschaftstraining ein. Dann wären bei einem Jahr Restvertrag und Corona wahrscheinlich 3-5 Millionen Euro das höchste der Gefühle. Dann müsste aber schon ein größerer oder ein Premier League Verein Interesse haben.
Ich habe ja immer noch so ein bisschen die Hoffnung, dass Newcastle doch noch zuschlägt. Sowohl beim Trainer Steve Bruce als auch bei den Fans (die den Verein trotz der Verletzung mehrheitlich dazu aufgefordert hatten, die Kaufoption zu ziehen und Willems' Tor gegen Liverpool zum schönsten Saisontor gewählt haben) war Willems sehr beliebt. Gemeinsam mit Saint-Maximin hat er auf der linken Seite auch gut harmoniert. Steve Bruce hatte nach der Saison angekündigt, dass man seinen Genesungsprozess sehr genau verfolgen werde und bis jetzt ist Newcastle auch nicht anderweitig auf dem Transfermarkt aktiv geworden.
So viel wird es jetzt natürlich nicht mehr werden. Ich selbst bin vor zwei Monaten noch davon ausgegangen, dass man noch 5-7,5 Millionen Euro für Willems bekommen könnte, weil er ein wirklich gutes Jahr in der Premier League gespielt hat. Da bin ich aber auch noch davon ausgegangen, dass er zu Beginn der Vorbereitung wieder mittrainieren kann. Scheint ja aber noch etwas zu dauern. Möglicherweise steigt er bis zum Ende der Transferperiode überhaupt nicht mehr ins Mannschaftstraining ein. Dann wären bei einem Jahr Restvertrag und Corona wahrscheinlich 3-5 Millionen Euro das höchste der Gefühle. Dann müsste aber schon ein größerer oder ein Premier League Verein Interesse haben.
Ich habe ja immer noch so ein bisschen die Hoffnung, dass Newcastle doch noch zuschlägt. Sowohl beim Trainer Steve Bruce als auch bei den Fans (die den Verein trotz der Verletzung mehrheitlich dazu aufgefordert hatten, die Kaufoption zu ziehen und Willems' Tor gegen Liverpool zum schönsten Saisontor gewählt haben) war Willems sehr beliebt. Gemeinsam mit Saint-Maximin hat er auf der linken Seite auch gut harmoniert. Steve Bruce hatte nach der Saison angekündigt, dass man seinen Genesungsprozess sehr genau verfolgen werde und bis jetzt ist Newcastle auch nicht anderweitig auf dem Transfermarkt aktiv geworden.
DonGuillermo schrieb:
Laut mehreren deutschen Medien lag die Kaufoption von Newcastle bei 10 Millionen Pfund, also knapp 11,5 Millionen Euro. Zusätzlich zu der Leihgebühr in Höhe von einer Million Euro hätten wir also rund 12,5 Millionen Euro eingenommen, wenn Newcastle die Kaufoption gezogen hätten. Einige englische Medien sprachen sogar von einer Kaufoption in Höhe von 12 Millionen Pfund, also circa 13,5 Millionen Euro.
So viel wird es jetzt natürlich nicht mehr werden. Ich selbst bin vor zwei Monaten noch davon ausgegangen, dass man noch 5-7,5 Millionen Euro für Willems bekommen könnte, weil er ein wirklich gutes Jahr in der Premier League gespielt hat. Da bin ich aber auch noch davon ausgegangen, dass er zu Beginn der Vorbereitung wieder mittrainieren kann. Scheint ja aber noch etwas zu dauern. Möglicherweise steigt er bis zum Ende der Transferperiode überhaupt nicht mehr ins Mannschaftstraining ein. Dann wären bei einem Jahr Restvertrag und Corona wahrscheinlich 3-5 Millionen Euro das höchste der Gefühle. Dann müsste aber schon ein größerer oder ein Premier League Verein Interesse haben.
Ich habe ja immer noch so ein bisschen die Hoffnung, dass Newcastle doch noch zuschlägt. Sowohl beim Trainer Steve Bruce als auch bei den Fans (die den Verein trotz der Verletzung mehrheitlich dazu aufgefordert hatten, die Kaufoption zu ziehen und Willems' Tor gegen Liverpool zum schönsten Saisontor gewählt haben) war Willems sehr beliebt. Gemeinsam mit Saint-Maximin hat er auf der linken Seite auch gut harmoniert. Steve Bruce hatte nach der Saison angekündigt, dass man seinen Genesungsprozess sehr genau verfolgen werde und bis jetzt ist Newcastle auch nicht anderweitig auf dem Transfermarkt aktiv geworden.
Ja, man kann nur hoffen das es bei Willems etwas schneller geht als erwartet und er tatsächlich schon im Laufe des Septembers wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Vielleicht bleiben dann noch 4-5 Mio übrig für uns.
Ab nächsten Sommer wäre er ablösefrei, das wäre richtiger Mist für uns.
Aber wer weiß, vielleicht kommt alles ganz anders. Willems bekommt bei Hütter Einsatzzeiten im Herbst und mausert sich zum Stammspieler. In einem 4-4-2 würde ich ihn sehr gerne hinten links sehen. Die Kostic-Rolle kann er leider nicht so ausfüllen wie es nötig wäre, dafür hat man als backup ja eh Zuber geholt...
So ein Derbysieg ist doch schon mal ein schöner Start in die Saison. Ich traue der Mannschaft diese Saison auch echt etwas zu, falls sich jeweils einer der Stürmer und Linksverteidiger hervortun kann. Ansonsten ist das meiner Meinung nach die stärkste U19, die wir seit einigen Jahren hatten. Schade, dass die Saison wegen Corona kürzer ausfällt.
Interessant, dass Kramny wohl mit Mehicevic und Halbich zwei echte Stürmer aufgestellt hat. Aus der Abwehr werde ich aber nicht ganz schlau. Otto und Komljenovic (vermutlich als RV) ist klar, dazu schätze ich Fröls als LV und dann entweder Loune oder Foti als zweiten Innenverteidiger? Oder Loune links, Fröls rechts und Koljenovic innen. Vielleicht haben wir sogar mit Dreierkette hinten gespielt. Wundert mich auch etwas, dass weder Judge noch Irorere im Kader standen.
Außerdem freuen mich besonders die beiden Tore und das offensichtlich starke Spiel von Seo. Wäre schön, wenn der Junge nach dem schwierigen letzten Jahr noch mal einen Sprung macht und sich in der U19 durchsetzt. Das Talent dazu hat er und er verkörpert genau den Spielertypen, den wir in der ersten Mannschaft gut gebrauchen könnten.
Interessant, dass Kramny wohl mit Mehicevic und Halbich zwei echte Stürmer aufgestellt hat. Aus der Abwehr werde ich aber nicht ganz schlau. Otto und Komljenovic (vermutlich als RV) ist klar, dazu schätze ich Fröls als LV und dann entweder Loune oder Foti als zweiten Innenverteidiger? Oder Loune links, Fröls rechts und Koljenovic innen. Vielleicht haben wir sogar mit Dreierkette hinten gespielt. Wundert mich auch etwas, dass weder Judge noch Irorere im Kader standen.
Außerdem freuen mich besonders die beiden Tore und das offensichtlich starke Spiel von Seo. Wäre schön, wenn der Junge nach dem schwierigen letzten Jahr noch mal einen Sprung macht und sich in der U19 durchsetzt. Das Talent dazu hat er und er verkörpert genau den Spielertypen, den wir in der ersten Mannschaft gut gebrauchen könnten.
Ich halte die Leihe für eine hervorragende Lösung. Wolfsberg ist jetzt zwei Jahre hintereinander Dritter in der österreichischen Liga geworden. Dabei hat man natürlich enorm von der Schwäche der Austria und von Sturm profitiert, aber nachdem die Platzierung im ersten Jahr noch eine Sensation war, könnte man sich jetzt vielleicht dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte/Meistergruppe etablieren. Dazu spielt Wolfsberg mit den besten und offensivsten Fußball in Österreich und konnte letzte Saison auch in der Europa League gut mithalten.
Vom Niveau her ist die Österreichische Liga sicher auch nicht schlechter als die 2. Bundesliga. Dazu kommt der Bonus Euro League. Und die Kultur und Sprache ist in Österreich jetzt auch nicht so großartig anders als in Deutschland. Da dürfte es Dejan eher sogar entgegenkommen, dass der Balkan nicht weit entfernt ist und im Südosten von Österreich auch viele Menschen aus dem Balkan leben und die lokale Kultur auch teils entsprechend geprägt ist. Ist ähnlich wie in Frankfurt und Umgebung, wo ebenfalls viele Menschen aus den ehemaligen jugoslawischen Ländern leben.
Insofern sind das auf dem Papier perfekte Bedingungen, zumal man wohl voll auf ihn setzen wird. Dass Weissman gehen wird, war schon länger klar. Die Aussagen lesen sich auch so, als werde man neben Dejan keine "große Lösung" mehr für den Sturm holen. Und gegen die anderen Stürmer sollte er sich bereits von Anfang an durchsetzen und damit viel Spielpraxis sammeln können. Das muss er auch bringen, wenn er in einer der Topligen spielen will. Freut mich auch persönlich, weil ich die österreichische Bundesliga ohnehin verfolge und mir dann sicher das eine oder andere Spiel von ihm anschauen kann.
Vom Niveau her ist die Österreichische Liga sicher auch nicht schlechter als die 2. Bundesliga. Dazu kommt der Bonus Euro League. Und die Kultur und Sprache ist in Österreich jetzt auch nicht so großartig anders als in Deutschland. Da dürfte es Dejan eher sogar entgegenkommen, dass der Balkan nicht weit entfernt ist und im Südosten von Österreich auch viele Menschen aus dem Balkan leben und die lokale Kultur auch teils entsprechend geprägt ist. Ist ähnlich wie in Frankfurt und Umgebung, wo ebenfalls viele Menschen aus den ehemaligen jugoslawischen Ländern leben.
Insofern sind das auf dem Papier perfekte Bedingungen, zumal man wohl voll auf ihn setzen wird. Dass Weissman gehen wird, war schon länger klar. Die Aussagen lesen sich auch so, als werde man neben Dejan keine "große Lösung" mehr für den Sturm holen. Und gegen die anderen Stürmer sollte er sich bereits von Anfang an durchsetzen und damit viel Spielpraxis sammeln können. Das muss er auch bringen, wenn er in einer der Topligen spielen will. Freut mich auch persönlich, weil ich die österreichische Bundesliga ohnehin verfolge und mir dann sicher das eine oder andere Spiel von ihm anschauen kann.
DonGuillermo schrieb:
Insofern sind das auf dem Papier perfekte Bedingungen, zumal man wohl voll auf ihn setzen wird. Dass Weissman gehen wird, war schon länger klar. Die Aussagen lesen sich auch so, als werde man neben Dejan keine "große Lösung" mehr für den Sturm holen. Und gegen die anderen Stürmer sollte er sich bereits von Anfang an durchsetzen und damit viel Spielpraxis sammeln können. Das muss er auch bringen, wenn er in einer der Topligen spielen will. Freut mich auch persönlich, weil ich die österreichische Bundesliga ohnehin verfolge und mir dann sicher das eine oder andere Spiel von ihm anschauen kann.
Passt vielleicht nicht hundertprozentig in den Thread, aber noch ein kurzes Update zu Dejan Joveljić. Wolfsberg hat jetzt als Reaktion auf den Abgang von Weissman doch noch eine "große Lösung" verpflichtet, nämlich Dario Vizinger, mit dem man lange in Verhandlungen stand. Der hat letztes Jahr immerhin 23 Tore in Slowenien erzielt. Wolfsberg hat auch rund eine Million Euro für ihn bezahlt, was für eine hohe Wertschätzung spricht.
Da Wolfsberg aber die letzten Jahren fast ausschließlich mit zwei Stürmern gespielt hat, sollte Dejan weiterhin gute Einsatzchancen besitzen. Es könnte ihm sogar zugute kommen, weil er dann einen ziemlich starken Sturmpartner hat und die Erwartungen nicht allein auf ihm lasten. Darüber hinaus ist Vizinger Kroate, sodass es da von der Absprache her auch keine Probleme geben sollte.
DonGuillermo schrieb:
Auf die weiteren Punkte gehe ich mal nicht ein, weil die nichts mit dem ursprünglichen Post zu tun hatten.marcelninho8 schrieb:
Aktuell plant die SGE mit einem Umsatz von 140 Meur. Normal darf der Kader dann ca. 60 kosten— unserer kostet aber bedeutend mehr(letztes Jahr 93). So und jetzt kommt das Problem— die 140 Umsatz sind in der Annahme getroffen, dass ab Januar wieder vor voller Hütte gekickt wird. Also kann man da nochmal 30 abziehen. Und dann wird es eng, und zwar ernsthaft. Da sind Schnell Verluste in Richtung 50 MEUR drin.
Aber hier ist die Kernaussage einfach wieder falsch. Richtig ist, dass die Eintracht für die Saison 2020/21 mit einem Umsatz von 140 Millionen Euro plant. Unser Kader wird kommende Saison aber sicher keine 93 Millionen Euro kosten. Die 93 Millionen Euro Kaderkosten beziehen sich auf das Kalenderjahr 2019, sprich die Rückrunde der Saison 2018/19 und die Hinrunde der Saison 2019/20. In diesem Zeitraum hatten wir aber auch einen Umsatz von 301 Millionen Euro. Selbst ohne die Transfereinnahmen von Haller und Jović hätte der noch bei 190 Millionen Euro gelegen.
Damit musst du die 93 Millionen Euro Kaderkosten vergleichen. Die Kaderkosten für das Kalenderjahr 2019 mit dem veranschlagten Umsatz für die Saison 2020/21 zu vergleichen, ergibt keinen Sinn. Nur mal zur Einordnung: Im Kalenderjahr 2018 hatten wir einen Umsatz von 170 Millionen Euro und einen Kaderetat von 72 Millionen Euro. Insofern kann sich jeder ausrechnen, dass wir bei einem Umsatz von 140 Millionen sicher keinen Etat von 93 Millionen Euro haben werden. Das Problem ist natürlich, dass wir letzten Sommer einige dicke Verträge mit Spielern abgeschlossen haben und wir nun bei dem massiv sinkenden Umsatz auch irgendwie die Kaderkosten verringern müssen. Deshalb sollen ja auch Spieler abgegeben beziehungsweise die Gehälter der bleibenden Spieler reduziert werden.
Und woher willst du wissen, dass bei der Planung mit den 140 Millionen Umsatz mit ausverkauften Heimspielen in der gesamten Rückrunde gerechnet wurde? Davon hat bisher kein einziger Verantwortlicher gesprochen. Vielmehr kann ich mir vorstellen, dass bei den 140 Millionen Euro Umsatz mit sehr wenigen bis gar keinen Zuschauern in der kompletten Saison gerechnet wurde, weil nur das die einzig vernünftige Lösung ist. Es kann doch niemand seriös voraussehen, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt. Wenn wir tatsächlich mit vollen Stadien kalkulieren und im Winter ein zweiter Lockdown verhängt würde, dann hätten wir uns ja heftigst verspekuliert. So ein hohes Risiko in der Planung einzugehen, wäre töricht und das kann ich mir auch nicht vorstellen.
Also wenn ich mir Frankenbachs Kernaussagen so durchlese wäre ich an deiner Stelle das nächste Mal Vorsichtiger mit dem lockeren „da liegst du einfach wieder falsch“
Sehr wohl wurden die 140 MEUR mit voller Hütte ab Rückrunde geplant und sehr wohl wird das Minus, falls dem nicht so kommt Richtung —40 MEUR gehen (ink. gehaltsverzicht) und sehr wohl ist die Lage existenzgefährdend.
https://www.wiesbadener-kurier.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/oliver-frankenbach-dauerhaft-wird-man-das-nicht-uberleben_22149645
Die Kernaussage war, dass unser Kader bei 140 Millionen Euro Umsatz deutlich mehr als die von dir veranschlagten 60 Millionen Euro kosten würden, weil er ja letztes Jahr 93 Millionen Euro gekostet hat. Das wird sicher nicht mehr der Fall sein. Wie teuer unser Kader letzte Saison war und diese Saison sein wird, kann niemand seriös sagen, weil die Zahlen dazu nicht vorliegen. Man kann eben die Kaderkosten zwischen Kalenderjahr und Saison nicht gleichsetzen. Die Gehaltskosten von 93 Millionen Euro bezogen sich auf das Kalenderjahr 2019, wo unter anderem noch dicke Prämien für das EL Halbfinale dabei waren und auch der Gehaltsverzicht von April bis Juni 2020 nicht berücksichtigt war, den man mit den Spielern wohl auch für die neue Saison verhandelt.
Das ganze übrigens, nachdem bereits die Kernaussage in deinem ersten Post zu diesem Thema falsch war. Du hattest behauptet, dass wir mit den Kaderkosten von 93 Millionen Euro auf Platz 6 im Ligavergleich liegen würden. Das war aber angesichts der offiziellen Zahlen der DFL nicht der Fall. Stattdessen lagen wir im Ligavergleich nur auf Platz 8. Und dann ist auch ein neunter Platz in der Tabelle okay, wenn man gleichzeitig noch das Pokalhalbfinale und das Europapokalachtelfinale erreicht hat.
Dass die 140 Millionen Euro Umsatz auf Basis von ausverkauften Stadien in der Rückrunde berechnet wurden, war mir in der Tat neu. Habe ich auch heute neu bewertet (siehe https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/135653?page=1#5227111). Da räume ich dann auch gerne ein, dass ich das nicht wusste. Das war aber meines Wissens vor dem Interview von Frankenbach auch nicht die allgemeine Informationslage, zumindest habe ich davor nie etwas davon gelesen. Da du keine Quelle genannt hast, bin ich da von einer Spekulation ausgegangen. Wenn du zu dem Zeitpunkt schon eine gesicherte Information darüber hattest, dann sorry dafür, aber das hättest du dann auch mitteilen können.
Ansonsten ist halt alles mehr oder weniger eine Milchmädchenrechnung, weil wir die genauen Zahlen noch nicht kennen. Ich weiß noch nicht mal, ob du mit dem "Minus in Richtung 40 MEUR" 40 Millionen Euro Mindereinnahmen im Vergleich zur ursprünglichen Planung meinst, oder ob wir deiner Meinung nach die Saison mit einem Verlust von 40 Millionen Euro abschließen werden. Man wird abwarten müssen, wie hoch der Umsatz und der Verlust (Gewinn werden wir ohne Transfereinnahmen wohl eher keine machen) für die kommende Saison am Ende tatsächlich ist. Existenzgefährdend wird es für die Eintracht aber denke ich nicht sein. Zumindest nicht diese Saison. Wir haben ja auch noch ein ordentliches Eigenkapital als Puffer. Sehr schwierig und den Verein in seiner Gesamtentwicklung bremsend ist es aber schon. Existenzgefährdend wird es - wie Frankenbach selbst sagt - erst, wenn die aktuelle Situation ein Dauerzustand wäre. Ich gehe aber davon aus, dass es im Sommer 2021 wieder deutlich besser aussehen wird.
Das ganze übrigens, nachdem bereits die Kernaussage in deinem ersten Post zu diesem Thema falsch war. Du hattest behauptet, dass wir mit den Kaderkosten von 93 Millionen Euro auf Platz 6 im Ligavergleich liegen würden. Das war aber angesichts der offiziellen Zahlen der DFL nicht der Fall. Stattdessen lagen wir im Ligavergleich nur auf Platz 8. Und dann ist auch ein neunter Platz in der Tabelle okay, wenn man gleichzeitig noch das Pokalhalbfinale und das Europapokalachtelfinale erreicht hat.
Dass die 140 Millionen Euro Umsatz auf Basis von ausverkauften Stadien in der Rückrunde berechnet wurden, war mir in der Tat neu. Habe ich auch heute neu bewertet (siehe https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/135653?page=1#5227111). Da räume ich dann auch gerne ein, dass ich das nicht wusste. Das war aber meines Wissens vor dem Interview von Frankenbach auch nicht die allgemeine Informationslage, zumindest habe ich davor nie etwas davon gelesen. Da du keine Quelle genannt hast, bin ich da von einer Spekulation ausgegangen. Wenn du zu dem Zeitpunkt schon eine gesicherte Information darüber hattest, dann sorry dafür, aber das hättest du dann auch mitteilen können.
Ansonsten ist halt alles mehr oder weniger eine Milchmädchenrechnung, weil wir die genauen Zahlen noch nicht kennen. Ich weiß noch nicht mal, ob du mit dem "Minus in Richtung 40 MEUR" 40 Millionen Euro Mindereinnahmen im Vergleich zur ursprünglichen Planung meinst, oder ob wir deiner Meinung nach die Saison mit einem Verlust von 40 Millionen Euro abschließen werden. Man wird abwarten müssen, wie hoch der Umsatz und der Verlust (Gewinn werden wir ohne Transfereinnahmen wohl eher keine machen) für die kommende Saison am Ende tatsächlich ist. Existenzgefährdend wird es für die Eintracht aber denke ich nicht sein. Zumindest nicht diese Saison. Wir haben ja auch noch ein ordentliches Eigenkapital als Puffer. Sehr schwierig und den Verein in seiner Gesamtentwicklung bremsend ist es aber schon. Existenzgefährdend wird es - wie Frankenbach selbst sagt - erst, wenn die aktuelle Situation ein Dauerzustand wäre. Ich gehe aber davon aus, dass es im Sommer 2021 wieder deutlich besser aussehen wird.
DonGuillermo schrieb:
Gerade in diesen Corona-Zeiten dürfte Stendera wohl für einige Zweitligisten zu teuer sein.
Gerade in Corona Zeiten müsste Stendera dann ggf seine finanziellen Ansprüche mal überdenken.
Wenn es denn daran gescheitert sein sollte, vielleicht schon. Aber das weiß ich nicht. Kann ja auch andere Gründe gehabt haben. Und das Problem betrifft ja nicht nur Stendera. Gibt ja noch genügend andere Spieler, die normalerweise wohl schon irgendwo untergekommen wären. Und viele Vereine müssen auch erst mal selbst Spieler von der Gehaltsliste bekommen, bevor sie andere Spieler holen. Das ist ja selbst bei uns als relativ gut aufgestellter Bundesligist der Fall.
Vor zwei Monaten hieß es mal, dass Paderborn und Heidenheim Interesse hätten. Aber da ist wohl nichts draus geworden. Denke mit beiden Vereinen hätte er sich schon lange geeinigt, wenn es gepasst hätte. Das sind aber auch beides Vereine, die nicht den größten Etat haben. Gerade in diesen Corona-Zeiten dürfte Stendera wohl für einige Zweitligisten zu teuer sein. Schon letztes Jahr, vor der Vertragsauflösung und seinem Wechsel zu Hannover, war er ja bei Heidenheim und auch Kiel im Gespräch.
DonGuillermo schrieb:
Gerade in diesen Corona-Zeiten dürfte Stendera wohl für einige Zweitligisten zu teuer sein.
Gerade in Corona Zeiten müsste Stendera dann ggf seine finanziellen Ansprüche mal überdenken.
Ich möchte noch mal auf einige Punkte aus dem Kicker-Interview mit Oliver Frankenbach vom Montag eingehen, das ja auch an anderer Stelle schon Thema war und auch einige Themen aus dem Fragenthread für das Forumstreffen behandelt. Außerdem gibt das Interview einen guten Überblick auf unsere finanzielle Situation.
Punkt 1: Er bestätigt, dass die Eintracht in ihrer Planung für die Saison 2020/21 mit keinen Zuschauern in der Hinrunde, aber Vollauslastung in der Rückrunde ausgegangen ist. Das hatte letztens schon ein User hier behauptet, konnte ich zum damaligen Zeitpunkt aber nicht glauben. Frankenbach meint in dem Interview, dass sich zum Zeitpunkt der Planung dieses Horrorszenario noch nicht dargestellt habe. Da bin ich ehrlich gesagt etwas anderer Meinung. Von Anfang an gab es Berichte, dass ein Impfstoff wohl erst Anfang 2021 zugelassen und verfügbar sein dürfte. Und auch wenn Fußballspiele an der freien Luft stattfinden, gerade angesichts des Beispiels in Bergamo (das bereits im März und damit vor Abschluss der Planungen passierte) war es meiner Meinung nach etwas fahrlässig, für die komplette Rückrunde mit ausverkauften Stadien zu rechnen.
Frankenbach erwähnt aber auch, dass man die Risiken natürlich komplett abdecken muss. In diesem Fall spricht er davon, etwaige Mindereinnahmen mit Kreditlinien oder Transfererlösen aufzufangen. Deshalb würden auch nicht alle Transfererlöse in den Kader reinvestiert werden. Die Verluste pro Heimspiel ohne Fans beziffert er auf 2,5 Millionen Euro. Da könnten uns also noch einmal 20-25 Millionen Euro Verlust im Vergleich zur ursprünglichen Planung ins Haus stehen.
Punkt 2: Er bestätigt mehr oder weniger, dass der Umsatz für die Saison 2019/20 bei 280 Millionen Euro lag und der geplante Umsatz (mit Vollauslastung bei den Spielen in der Rückrunde wohlgemerkt) für die Saison 2020/21 bei 140 Millionen Euro. Frankenbach weist aber auch darauf hin, dass wir ohne die Transfererlöse im vergangenen Sommer auch letzte Saison "nur" bei einem Umsatz von rund 175 Millionen Euro gelegen hätten.
Die restlichen Einbußen würden aus der größeren Anzahl an Geisterspielen entstehen. Leider ist es ja auch so, dass durch die aktuelle Situation in der kommenden Saison nicht die vollständige Summe, sondern über 200 Millionen Euro weniger der ursprünglich vereinbarten TV-Gelder gezahlt werden (siehe https://www.fernsehgelder.de/pdf/20200727-Kicker-Printausgabe.pdf). Deshalb erhalten wir nach aktuellen Stand auch nur eine halbe Million statt wie ursprünglich vorgesehen über zehn Millionen mehr (!) an TV-Geldern im Vergleich zur vergangenen Saison. Einzig durch den neuen Stadionvertrag mit der Deutschen Bank haben wir signifikante Mehreinnahmen im Vergleich zur Vorsaison, nämlich rund sieben Millionen Euro. Da passt es für mich zwar nicht ganz, dass wir von 175 auf 140 Millionen Umsatz (wie gesagt mit einer Halbserie Vollauslastung berechnet) zurückfallen würden, aber ohne die genauen Zahlen zu kennen, ist letztendlich alles eine Milchmädchenrechnung. Schließlich haben wir letzte Saison auch das Achtelfinale in der Euro League und das Halbfinale im Pokal erreicht.
Die Zahlen geisterten die letzten Wochen ja immer mal wieder rum und wurden beispielsweise auch schon von Steubing so genannt. Der meinte ja auch, dass wir ohne die Einnahmeverluste durch Corona in den Monaten März bis Juni für die Saison 2019/20 die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro geknackt hätten und die Verluste sich demnach auf rund 20 Millionen Euro beliefen - letzteres bestätigt Frankenbach im Interview ebenfalls. Damit hätten wir übrigens in der Saison 2019/20 ziemlich genau denselben Umsatz wie im Kalenderjahr 2019 gehabt. Da bei beiden Umsatzmarken das 2. Halbjahr 2019 inbegriffen ist, hätten wir damit im 1. Halbjahr 2019 und im 1. Halbjahr 2020 (ohne Corona) ungefähr denselben Umsatz erzielt.
Sprich, wir waren in unserer Entwicklung durch anderweitige Einnahmen schon so weit, dass uns ein Halbjahr mit drei DFB-Pokalrunden (davon Achtelfinale und Viertelfinale als ausverkaufte Heimspiele) und zwei Runden in der Euro League (davon das Achtelfinale ohne Zuschauer) genauso viel erwirtschaftet hätte wie ein Halbjahr, in dem wir das Halbfinale der Euro League erreicht haben. Und in dem Halbjahr hatten wir vier ausverkaufte Heimspiele zu Spitzenpreisen, weil das gesamte Stadion mit Sitzplätzen ausgestattet war, und Mehreinnahmen aus dem Marktpool, weil wir früh die einzige deutsche Mannschaft im Wettbewerb waren, was letzte Saison ja nicht der Fall war.
Punkt 3: Angesprochen auf die zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 96 Millionen Euro sagt Frankenbach, dass die Verbindlichkeiten während des laufenden Spielbetriebs höher liegen, als zum Abschluss einer Saison am 30. Juni. Den größten Anteil an den Verbindlichkeiten hätten ausstehende Transferzahlungen gehabt. Diese würden sich aber in etwa die Wage mit ausstehenden Transfereinnahmen (Stichwort Haller) halten. Durch die im vergangenen Jahr sehr hohen Investitionen in den Spielerkader und damit einhergehenden Kosten (wir haben ja allein 15,5 Millionen Euro an Beraterhonoraren zahlen müssen) seien die Verbindlichkeiten so sehr angestiegen.
Frankenbach bestätigt auch, dass die Kosten für den Bau des Proficamps damit nichts zu tun haben und unter einer anderen Position ausgewiesen werden. Da hatten ja zuletzt einige spekuliert, dass die infrastrukturellen Ausgaben etwas mit den hohen Verbindlichkeiten zu tun hatten. Ursprünglich war ja auch davon die Rede, dass das Proficamp mit Fremdkapital gebaut wird, um weder das Eigenkapital noch den sportlichen Etat kurzfristig einzuschränken. Dementsprechend werden wir da also auch noch zukünftig in irgendeiner Form Kredite zurückzahlen müssen. Frankenbach erwähnt in dem Interview auch, dass das Proficamp über einen Kredit finanziert wird, der mit Erlösen aus der TV-Vermarktung besichert ist. Da andere Einnahmen aus Ticketing, Hospitality oder Sponsoring aber wegfallen, hält es Frankenbach nicht für ausgeschlossen, dass die Eintracht genau wie Schalke ebenfalls eine Landesbürgschaft aufnimmt, um Strukturfinanzierungen und Kreditlinien zu besichern. Das würde aber auch maßgeblich davon abhängen, wie sich das Thema Zuschauer entwickeln wird.
Punkt 4: Die Aussagen in Sachen Verteilung von TV-Geldern werden ja die meisten mitbekommen haben. Frankenbach vertritt da die klare Position, dass diese nach einem Leistungsprinzip und nicht komplett gleichmäßig verteilt werden sollten. Er zählt dazu auch den Wert eines Klubs für das Vermarktungsvolumen.
Und damit kommen wir zu einem Punkt, den die Eintracht schon lange vertritt. Einige hatten ja gemutmaßt, dass die Eintracht eine gleichmäßige Verteilung der TV-Gelder ablehnt, weil sie sich durch die sportlichen Erfolge der letzten Jahre in der Tabelle nach oben gearbeitet hat und diese Mehreinnahmen nun behalten möchte. Die Eintracht war aber schon in der Vergangenheit einer der Vereine, welche die TV-Gelder auch danach verteilen wollten, welchen Zuschaueranteil ein Verein den übertragenden Sendern bringt. Wenn man sich die durchschnittliche Zuschauerzahl auf Sky bei den Einzelspielen von jedem Verein anschaut, war die Eintracht da zuletzt immer in der oberen Tabellenhälfte und teils im ersten Drittel unterwegs. In der vergangenen Saison waren wir dort beispielsweise Fünfter, ein Jahr davor sogar Vierter, wobei wir in beiden Jahren als Europapokalmannschaft selten am Samstag gespielt und unsere Spiele damit keine Konkurrenz durch die Konferenz hatten (https://meedia.de/2020/06/29/saison-endet-fuer-sky-mit-rekord-fc-bayern-bleibt-quoten-meister/).
Spiele wie Wolfsburg gegen Hoffenheim werden hingegen teilweise nicht mal erfasst, weil sie weniger als 5.000 TV-Zuschauer in der Einzelspieloption hatten. Unter anderem deshalb entstand teilweise sogar die Forderung, die Werksvereine sowie Hoffenheim und Leipzig möglicherweise sogar komplett aus der Verteilung der TV-Gelder auzuschließen, weil sie weniger Zuschauer für die Sender bringen als Traditionsvereine und durch die Ausnahmeregelungen bei 50+1 ohnehin schon einen finanziellen Vorteil besitzen.
Letzten Endes würde die geforderte Reform für die gleichmäßige Verteilung aber meiner Meinung nach ohnehin nicht viel bringen. Zumindest nicht an der Spitze. Den kleineren Vereinen, insbesondere den Aufsteigern, würde das natürlich enorm helfen. Aber rein aus Wettbewerbssicht betrachtet, ist der Abstiegskampf ohnehin immer spannend. Problematisch ist eher der Titelkampf und dass nahezu immer dieselben Vereine die Europapokalplätze belegen. Aber wenn man sich mal die aktuelle Verteilung der nationalen TV-Gelder anschaut, dann bekommen selbst die Bayern "nur" 10-20 Millionen Euro mehr pro Jahr als die meisten anderen Bundesligisten. Das macht ja nicht den Unterschied und das sind insgesamt betrachtet nur Peanuts. Das Problem ist viel eher, dass die Bayern beispielsweise allein durch ihren Sieg in der Champions League jetzt 130 Millionen Euro eingenommen haben. Und dass diesbezüglich die Schere zwischen Europapokalteilnehmern (besonders aus der Chmpions League) und Nichteuropapokalteilnehmern immer größer wird. Und das fängst du auch nicht mit einer Umverteilung von ein paar Millionen Euro in der Verteilung der nationalen TV-Gelder auf.
Fazit:
Insgesamt erklärt das Interview wohl ganz gut, warum wir nach aktuellem Stand wahrscheinlich nur noch sehr wenig oder gar nichts mehr in Sachen Spielerverpflichtungen machen. Niemand kann genau sagen, wie hoch der Etat in der vergangenen Saison war. Für das Kalenderjahr 2019 stehen da 93 Millionen Euro zu Buche. Da waren aber auch die wahrscheinlich recht hohen Prämien für den Einzug in das EL-Halbfinale inbegriffen. Auch im zweiten Halbjahr 2019 haben wir im Europapokal gespielt. Zusätzlich hatten wir ab April 2020 Gehaltseinsparungen in Höhe von 20 Prozent, die in der Bilanz des Kalenderjahrs 2019 natürlich noch nicht berücksichtigt sind.
Ich denke die wegfallenden Prämien und Gehälter von Spielern wie Haller und Willems in der letzten Saison sowie jetzt Gelson, Johnny und Russer sollten die Gehälter der recht teuren Neuzugänge Dost, Kohr und Sow (die vorher geliehenen Spieler haben wir ja während der Leihe auch schon bezahlt) mindestens mal ausgeglichen haben. Die Gehälter der bisherigen Abgänge und Zugänge für diese Saison (Mijat und Torró auf Abgangs- sowie Zuber und Ache auf Zugangsseite) sollten sich auch einigermaßen die Waage halten.
Trotzdem werden wir wohl auf weitere Abgänge zur Reduzierung der Gehaltskosten sowie einen freiwilligen Verzicht der Spieler auf Teile des Gehalts angewiesen sein. Denn wenn der Umsatz statt transferbereinigte 175 Millionen Euro nur noch 140 Millionen Euro beträgt oder noch deutlich niedriger ausfällt, weil man fälschlicherweise mit ausverkauften Heimspielen in der Rückrunde gerechnet hat, können wir uns auch keinen Etat von 90+ Millionen leisten. Wie gesagt, das bezieht sich auf das Kalenderjahr 2019 und nicht die vergangene Saison, aber auch in der gesamten vergangenen Saison dürften wir einen recht teuren Kader gehabt haben. Und bei massiv sinkendem Umsatz müssen dementsprechend auch die Gehaltskosten reduziert werden.
Punkt 1: Er bestätigt, dass die Eintracht in ihrer Planung für die Saison 2020/21 mit keinen Zuschauern in der Hinrunde, aber Vollauslastung in der Rückrunde ausgegangen ist. Das hatte letztens schon ein User hier behauptet, konnte ich zum damaligen Zeitpunkt aber nicht glauben. Frankenbach meint in dem Interview, dass sich zum Zeitpunkt der Planung dieses Horrorszenario noch nicht dargestellt habe. Da bin ich ehrlich gesagt etwas anderer Meinung. Von Anfang an gab es Berichte, dass ein Impfstoff wohl erst Anfang 2021 zugelassen und verfügbar sein dürfte. Und auch wenn Fußballspiele an der freien Luft stattfinden, gerade angesichts des Beispiels in Bergamo (das bereits im März und damit vor Abschluss der Planungen passierte) war es meiner Meinung nach etwas fahrlässig, für die komplette Rückrunde mit ausverkauften Stadien zu rechnen.
Frankenbach erwähnt aber auch, dass man die Risiken natürlich komplett abdecken muss. In diesem Fall spricht er davon, etwaige Mindereinnahmen mit Kreditlinien oder Transfererlösen aufzufangen. Deshalb würden auch nicht alle Transfererlöse in den Kader reinvestiert werden. Die Verluste pro Heimspiel ohne Fans beziffert er auf 2,5 Millionen Euro. Da könnten uns also noch einmal 20-25 Millionen Euro Verlust im Vergleich zur ursprünglichen Planung ins Haus stehen.
Punkt 2: Er bestätigt mehr oder weniger, dass der Umsatz für die Saison 2019/20 bei 280 Millionen Euro lag und der geplante Umsatz (mit Vollauslastung bei den Spielen in der Rückrunde wohlgemerkt) für die Saison 2020/21 bei 140 Millionen Euro. Frankenbach weist aber auch darauf hin, dass wir ohne die Transfererlöse im vergangenen Sommer auch letzte Saison "nur" bei einem Umsatz von rund 175 Millionen Euro gelegen hätten.
Die restlichen Einbußen würden aus der größeren Anzahl an Geisterspielen entstehen. Leider ist es ja auch so, dass durch die aktuelle Situation in der kommenden Saison nicht die vollständige Summe, sondern über 200 Millionen Euro weniger der ursprünglich vereinbarten TV-Gelder gezahlt werden (siehe https://www.fernsehgelder.de/pdf/20200727-Kicker-Printausgabe.pdf). Deshalb erhalten wir nach aktuellen Stand auch nur eine halbe Million statt wie ursprünglich vorgesehen über zehn Millionen mehr (!) an TV-Geldern im Vergleich zur vergangenen Saison. Einzig durch den neuen Stadionvertrag mit der Deutschen Bank haben wir signifikante Mehreinnahmen im Vergleich zur Vorsaison, nämlich rund sieben Millionen Euro. Da passt es für mich zwar nicht ganz, dass wir von 175 auf 140 Millionen Umsatz (wie gesagt mit einer Halbserie Vollauslastung berechnet) zurückfallen würden, aber ohne die genauen Zahlen zu kennen, ist letztendlich alles eine Milchmädchenrechnung. Schließlich haben wir letzte Saison auch das Achtelfinale in der Euro League und das Halbfinale im Pokal erreicht.
Die Zahlen geisterten die letzten Wochen ja immer mal wieder rum und wurden beispielsweise auch schon von Steubing so genannt. Der meinte ja auch, dass wir ohne die Einnahmeverluste durch Corona in den Monaten März bis Juni für die Saison 2019/20 die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro geknackt hätten und die Verluste sich demnach auf rund 20 Millionen Euro beliefen - letzteres bestätigt Frankenbach im Interview ebenfalls. Damit hätten wir übrigens in der Saison 2019/20 ziemlich genau denselben Umsatz wie im Kalenderjahr 2019 gehabt. Da bei beiden Umsatzmarken das 2. Halbjahr 2019 inbegriffen ist, hätten wir damit im 1. Halbjahr 2019 und im 1. Halbjahr 2020 (ohne Corona) ungefähr denselben Umsatz erzielt.
Sprich, wir waren in unserer Entwicklung durch anderweitige Einnahmen schon so weit, dass uns ein Halbjahr mit drei DFB-Pokalrunden (davon Achtelfinale und Viertelfinale als ausverkaufte Heimspiele) und zwei Runden in der Euro League (davon das Achtelfinale ohne Zuschauer) genauso viel erwirtschaftet hätte wie ein Halbjahr, in dem wir das Halbfinale der Euro League erreicht haben. Und in dem Halbjahr hatten wir vier ausverkaufte Heimspiele zu Spitzenpreisen, weil das gesamte Stadion mit Sitzplätzen ausgestattet war, und Mehreinnahmen aus dem Marktpool, weil wir früh die einzige deutsche Mannschaft im Wettbewerb waren, was letzte Saison ja nicht der Fall war.
Punkt 3: Angesprochen auf die zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 96 Millionen Euro sagt Frankenbach, dass die Verbindlichkeiten während des laufenden Spielbetriebs höher liegen, als zum Abschluss einer Saison am 30. Juni. Den größten Anteil an den Verbindlichkeiten hätten ausstehende Transferzahlungen gehabt. Diese würden sich aber in etwa die Wage mit ausstehenden Transfereinnahmen (Stichwort Haller) halten. Durch die im vergangenen Jahr sehr hohen Investitionen in den Spielerkader und damit einhergehenden Kosten (wir haben ja allein 15,5 Millionen Euro an Beraterhonoraren zahlen müssen) seien die Verbindlichkeiten so sehr angestiegen.
Frankenbach bestätigt auch, dass die Kosten für den Bau des Proficamps damit nichts zu tun haben und unter einer anderen Position ausgewiesen werden. Da hatten ja zuletzt einige spekuliert, dass die infrastrukturellen Ausgaben etwas mit den hohen Verbindlichkeiten zu tun hatten. Ursprünglich war ja auch davon die Rede, dass das Proficamp mit Fremdkapital gebaut wird, um weder das Eigenkapital noch den sportlichen Etat kurzfristig einzuschränken. Dementsprechend werden wir da also auch noch zukünftig in irgendeiner Form Kredite zurückzahlen müssen. Frankenbach erwähnt in dem Interview auch, dass das Proficamp über einen Kredit finanziert wird, der mit Erlösen aus der TV-Vermarktung besichert ist. Da andere Einnahmen aus Ticketing, Hospitality oder Sponsoring aber wegfallen, hält es Frankenbach nicht für ausgeschlossen, dass die Eintracht genau wie Schalke ebenfalls eine Landesbürgschaft aufnimmt, um Strukturfinanzierungen und Kreditlinien zu besichern. Das würde aber auch maßgeblich davon abhängen, wie sich das Thema Zuschauer entwickeln wird.
Punkt 4: Die Aussagen in Sachen Verteilung von TV-Geldern werden ja die meisten mitbekommen haben. Frankenbach vertritt da die klare Position, dass diese nach einem Leistungsprinzip und nicht komplett gleichmäßig verteilt werden sollten. Er zählt dazu auch den Wert eines Klubs für das Vermarktungsvolumen.
Und damit kommen wir zu einem Punkt, den die Eintracht schon lange vertritt. Einige hatten ja gemutmaßt, dass die Eintracht eine gleichmäßige Verteilung der TV-Gelder ablehnt, weil sie sich durch die sportlichen Erfolge der letzten Jahre in der Tabelle nach oben gearbeitet hat und diese Mehreinnahmen nun behalten möchte. Die Eintracht war aber schon in der Vergangenheit einer der Vereine, welche die TV-Gelder auch danach verteilen wollten, welchen Zuschaueranteil ein Verein den übertragenden Sendern bringt. Wenn man sich die durchschnittliche Zuschauerzahl auf Sky bei den Einzelspielen von jedem Verein anschaut, war die Eintracht da zuletzt immer in der oberen Tabellenhälfte und teils im ersten Drittel unterwegs. In der vergangenen Saison waren wir dort beispielsweise Fünfter, ein Jahr davor sogar Vierter, wobei wir in beiden Jahren als Europapokalmannschaft selten am Samstag gespielt und unsere Spiele damit keine Konkurrenz durch die Konferenz hatten (https://meedia.de/2020/06/29/saison-endet-fuer-sky-mit-rekord-fc-bayern-bleibt-quoten-meister/).
Spiele wie Wolfsburg gegen Hoffenheim werden hingegen teilweise nicht mal erfasst, weil sie weniger als 5.000 TV-Zuschauer in der Einzelspieloption hatten. Unter anderem deshalb entstand teilweise sogar die Forderung, die Werksvereine sowie Hoffenheim und Leipzig möglicherweise sogar komplett aus der Verteilung der TV-Gelder auzuschließen, weil sie weniger Zuschauer für die Sender bringen als Traditionsvereine und durch die Ausnahmeregelungen bei 50+1 ohnehin schon einen finanziellen Vorteil besitzen.
Letzten Endes würde die geforderte Reform für die gleichmäßige Verteilung aber meiner Meinung nach ohnehin nicht viel bringen. Zumindest nicht an der Spitze. Den kleineren Vereinen, insbesondere den Aufsteigern, würde das natürlich enorm helfen. Aber rein aus Wettbewerbssicht betrachtet, ist der Abstiegskampf ohnehin immer spannend. Problematisch ist eher der Titelkampf und dass nahezu immer dieselben Vereine die Europapokalplätze belegen. Aber wenn man sich mal die aktuelle Verteilung der nationalen TV-Gelder anschaut, dann bekommen selbst die Bayern "nur" 10-20 Millionen Euro mehr pro Jahr als die meisten anderen Bundesligisten. Das macht ja nicht den Unterschied und das sind insgesamt betrachtet nur Peanuts. Das Problem ist viel eher, dass die Bayern beispielsweise allein durch ihren Sieg in der Champions League jetzt 130 Millionen Euro eingenommen haben. Und dass diesbezüglich die Schere zwischen Europapokalteilnehmern (besonders aus der Chmpions League) und Nichteuropapokalteilnehmern immer größer wird. Und das fängst du auch nicht mit einer Umverteilung von ein paar Millionen Euro in der Verteilung der nationalen TV-Gelder auf.
Fazit:
Insgesamt erklärt das Interview wohl ganz gut, warum wir nach aktuellem Stand wahrscheinlich nur noch sehr wenig oder gar nichts mehr in Sachen Spielerverpflichtungen machen. Niemand kann genau sagen, wie hoch der Etat in der vergangenen Saison war. Für das Kalenderjahr 2019 stehen da 93 Millionen Euro zu Buche. Da waren aber auch die wahrscheinlich recht hohen Prämien für den Einzug in das EL-Halbfinale inbegriffen. Auch im zweiten Halbjahr 2019 haben wir im Europapokal gespielt. Zusätzlich hatten wir ab April 2020 Gehaltseinsparungen in Höhe von 20 Prozent, die in der Bilanz des Kalenderjahrs 2019 natürlich noch nicht berücksichtigt sind.
Ich denke die wegfallenden Prämien und Gehälter von Spielern wie Haller und Willems in der letzten Saison sowie jetzt Gelson, Johnny und Russer sollten die Gehälter der recht teuren Neuzugänge Dost, Kohr und Sow (die vorher geliehenen Spieler haben wir ja während der Leihe auch schon bezahlt) mindestens mal ausgeglichen haben. Die Gehälter der bisherigen Abgänge und Zugänge für diese Saison (Mijat und Torró auf Abgangs- sowie Zuber und Ache auf Zugangsseite) sollten sich auch einigermaßen die Waage halten.
Trotzdem werden wir wohl auf weitere Abgänge zur Reduzierung der Gehaltskosten sowie einen freiwilligen Verzicht der Spieler auf Teile des Gehalts angewiesen sein. Denn wenn der Umsatz statt transferbereinigte 175 Millionen Euro nur noch 140 Millionen Euro beträgt oder noch deutlich niedriger ausfällt, weil man fälschlicherweise mit ausverkauften Heimspielen in der Rückrunde gerechnet hat, können wir uns auch keinen Etat von 90+ Millionen leisten. Wie gesagt, das bezieht sich auf das Kalenderjahr 2019 und nicht die vergangene Saison, aber auch in der gesamten vergangenen Saison dürften wir einen recht teuren Kader gehabt haben. Und bei massiv sinkendem Umsatz müssen dementsprechend auch die Gehaltskosten reduziert werden.
Manchmal hilft ja auch ein Positonswechsel. Ich hatte gegen Einhoven wie so oft den Eindruck, dass Sow nicht genau weiß, was er im OM machen soll. Er spielt nicht intuitiv, denkt zu viel nach bis er sich vom Ball trennt, verliert ihm und versucht dann mit Übereifer alles zu retten, was immer in einem Foul endet. Ich glaube auswärts bei Union hat er mal stark gespielt und als Rechtsaußen die Traumflanke für Silvas Tor geschlagen. Warum nicht öfter?
Sow hat doch gegen Eindhoven gar nicht im offensiven Mittelfeld gespielt? Da hat in der ersten Halbzeit Barkok (wenn auch weiter zurückgezogen) und in der zweiten Halbzeit Kamada gespielt. Sow hat nach seiner Einwechslung in der ersten Halbzeit mit Kohr und in der zweiten Halbzeit mit Rode die beiden Achterpositionen übernommen.
Und bei Union hat er damals auch nicht Rechtsaußen gespielt, sondern ebenfalls in der Zentrale. Du hast aber recht, dass Sow das zweite Tor damals stark über außen vorbereitet hat. Durm war in dem Spiel auf der rechten Seite unterwegs und hat den Steilpass auf Sow gespielt, der die Situation aus der Mitte heraus eröffnet hat. Die Situation ist für mich auch immer noch das Paradebeispiel, welches Potential Sow eigentlich besitzt. Kann man übrigens alles immer gut in den DAZN Highlights auf YouTube nachschauen (ab Minute 2:57: https://www.youtube.com/watch?v=lc4aw7pyRNM).
Im vergangenen Dezember habe ich mal folgende Einschätzung über Sow geschrieben:
Daran hat sich nicht viel geändert, auch wenn er in der Rückrunde teilweise deutlich besser gespielt hat - gerade gegen Ende, als er häufiger von der Bank kam. Grundsätzlich hat Sow das Potential und vor allem auch die Dynamik, um ein starker Box-to-Box Spieler zu sein, der das Mittelfeld schnell überbrückt. Die Situation bei Union ist da wie gesagt ein Paradebeispiel und in Bern hat er das sogar gegen richtig starke Gegner auf Champions League Niveau gezeigt. Warum es hier noch nicht funktioniert hat, kann ich wirklich nicht sagen. Vielleicht braucht er einfach sein gewohntes Umfeld in der Schweiz (bei Gladbach hat er es ja damals auch nicht gepackt), vielleicht war der Sprung aus der Schweizer Liga auch zu groß.
Wie schon im Dezember geschrieben, in der Schweiz war Bern die letzten Jahre ultradominant. Da kannst du auch mal bisschen abschalten, ruhiger spielen und in den Verwaltungsmodus übergehen. Das geht bei uns aber einfach nicht. Das Tempo bringt er eigentlich mit, trabt aber auf dem Platz oft zu viel herum. Dazu viele unnötige Fehlpässe. Und die meisten Bedenken habe ich, dass er gedanklich zu langsam für die Bundesliga ist. In zu vielen Situationen braucht er viel zu lange, um den Ball unter Kontrolle zu bringen und sich von ihm zu trennen. Die meisten seiner Ballverluste entstehen dadurch, dass er in der eigenen Hälfte den Ball treibt und dann von hinten oder der Seite "überrascht" wird und den Ball verliert. Das kannst du dir in dieser Position aber nicht erlauben. Und das (gedankliche Schnelligkeit, Antizipation von Spielsituationen, Entscheidungsfreudigkeit) ist auch etwas, das sich schwer trainieren lässt.
Diese Saison sollte man definitiv noch mal abwarten. Hütter ist ja ein großer Unterstützer und Förderer von ihm. Aber wenn er es selbst unter diesem Trainer nicht in der Bundesliga packt, dann habe ich wenig Hoffnung, dass es sonst noch mal klappt.
Und bei Union hat er damals auch nicht Rechtsaußen gespielt, sondern ebenfalls in der Zentrale. Du hast aber recht, dass Sow das zweite Tor damals stark über außen vorbereitet hat. Durm war in dem Spiel auf der rechten Seite unterwegs und hat den Steilpass auf Sow gespielt, der die Situation aus der Mitte heraus eröffnet hat. Die Situation ist für mich auch immer noch das Paradebeispiel, welches Potential Sow eigentlich besitzt. Kann man übrigens alles immer gut in den DAZN Highlights auf YouTube nachschauen (ab Minute 2:57: https://www.youtube.com/watch?v=lc4aw7pyRNM).
Im vergangenen Dezember habe ich mal folgende Einschätzung über Sow geschrieben:
Bei Sow habe ich immer den Eindruck, er denkt, dass er immer noch in der Schweiz kickt. In fast allen Situationen zu langsam, sowohl gedanklich als auch läuferisch. Das kannst du dir als Mittelfeldspieler in der Bundesliga nicht erlauben, da musst du schon vor der Ballannahme wissen, was du als nächstes machst und nicht erst danach mal mit dem Ball am Fuß schauen. Da zeigt sich nachhaltig auch mal wieder die Wertigkeit von beispielsweise einem Boateng oder insbesondere einem Mascarell, der hier ja häufig auch als Quer- und Rückpassspieler verschrien wurde. Dafür waren beide aber eben unglaublich ballsicher und konnten das Spiel beruhigen. Sow hingegen ist aktuell ein Unsicherheitsfaktor, weil er auch viele einfache Ballverluste drin hat, insbesondere auch wegen seinem schlampigen Passspiel. Das mag in Bern kein Problem gewesen sein, wo die Mannschaft die letzten zwei Jahre die Liga absolut dominiert hat, aber in der Bundesliga wird das bestraft.
Daran hat sich nicht viel geändert, auch wenn er in der Rückrunde teilweise deutlich besser gespielt hat - gerade gegen Ende, als er häufiger von der Bank kam. Grundsätzlich hat Sow das Potential und vor allem auch die Dynamik, um ein starker Box-to-Box Spieler zu sein, der das Mittelfeld schnell überbrückt. Die Situation bei Union ist da wie gesagt ein Paradebeispiel und in Bern hat er das sogar gegen richtig starke Gegner auf Champions League Niveau gezeigt. Warum es hier noch nicht funktioniert hat, kann ich wirklich nicht sagen. Vielleicht braucht er einfach sein gewohntes Umfeld in der Schweiz (bei Gladbach hat er es ja damals auch nicht gepackt), vielleicht war der Sprung aus der Schweizer Liga auch zu groß.
Wie schon im Dezember geschrieben, in der Schweiz war Bern die letzten Jahre ultradominant. Da kannst du auch mal bisschen abschalten, ruhiger spielen und in den Verwaltungsmodus übergehen. Das geht bei uns aber einfach nicht. Das Tempo bringt er eigentlich mit, trabt aber auf dem Platz oft zu viel herum. Dazu viele unnötige Fehlpässe. Und die meisten Bedenken habe ich, dass er gedanklich zu langsam für die Bundesliga ist. In zu vielen Situationen braucht er viel zu lange, um den Ball unter Kontrolle zu bringen und sich von ihm zu trennen. Die meisten seiner Ballverluste entstehen dadurch, dass er in der eigenen Hälfte den Ball treibt und dann von hinten oder der Seite "überrascht" wird und den Ball verliert. Das kannst du dir in dieser Position aber nicht erlauben. Und das (gedankliche Schnelligkeit, Antizipation von Spielsituationen, Entscheidungsfreudigkeit) ist auch etwas, das sich schwer trainieren lässt.
Diese Saison sollte man definitiv noch mal abwarten. Hütter ist ja ein großer Unterstützer und Förderer von ihm. Aber wenn er es selbst unter diesem Trainer nicht in der Bundesliga packt, dann habe ich wenig Hoffnung, dass es sonst noch mal klappt.
Da die Frage ja schon im Thread zum Stadionausbau aufkam:
Ist im Zuge der Bauarbeiten auf dem Stadiongelände/am Stadion beabsichtigt, auch die Medien/Entlüftungstürme vor der Haupttribüne in irgendeiner Weise umzubauen, um sie beispielsweise als Werbe- oder Beleuchtungsfläche zu nutzen oder zumindest in den Vereinsfarben zu gestalten?
Außerdem:
Die Katakomben wurden ja in den letzten Jahren beispielsweise direkt vor dem Spielertunnel auch schon umgestaltet, um an historisch bedeutsame Momente und Spieler der Vereinsgeschichte zu erinnern. Bestehen Pläne, dies auch auf andere Art und Weise fortzuführen?
Fredi Bobic ist ja bekanntermaßen Fan des US-Sports. In den USA oder auch in England ist es beispielsweise üblich, Erfolge auf Bannern unter dem Stadiondach festzuhalten oder verdiente Spieler/Funktionäre mit Plaketten/Gravuren auf dem Tribünenring im Sinne einer Hall of Fame (in diesem Fall oft Honor Roll genannt) zu ehren. Für herausragende Verdienste werden vereinzelt sogar Bronzestatuen auf dem Stadiongelände aufgestellt. Es wurde zwar mit den elf Säulen der Eintracht am U-Banhof Willy-Brandt-Platz schon etwas Ähnliches umgesetzt, aber abgesehen vom Vereinsmuseum gibt es nichts dergleichen auf dem Stadiongelände. Ich denke, dass sich da einige Fans drüber freuen würden, schließlich sind in den letzten Jahren auch in der Stadt mit Graffitis/Gemälden das Anthony-Yeboah-Haus in Niederrad, das DFB-Pokal-Haus im Westend und das Charly-Körbel/UEFA-Cup-Haus in Bockenheim entstanden.
Hierfür könnte man vielleicht sogar die Außenfassade des Stadions nutzen, ähnlich wie es im Vorfeld des Confed-Cups und der WM mit großen Bannern gemacht wurde (siehe https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Commerzbank_Arena_(Confed-Cup_2005).jpg).
Ist im Zuge der Bauarbeiten auf dem Stadiongelände/am Stadion beabsichtigt, auch die Medien/Entlüftungstürme vor der Haupttribüne in irgendeiner Weise umzubauen, um sie beispielsweise als Werbe- oder Beleuchtungsfläche zu nutzen oder zumindest in den Vereinsfarben zu gestalten?
Außerdem:
Die Katakomben wurden ja in den letzten Jahren beispielsweise direkt vor dem Spielertunnel auch schon umgestaltet, um an historisch bedeutsame Momente und Spieler der Vereinsgeschichte zu erinnern. Bestehen Pläne, dies auch auf andere Art und Weise fortzuführen?
Fredi Bobic ist ja bekanntermaßen Fan des US-Sports. In den USA oder auch in England ist es beispielsweise üblich, Erfolge auf Bannern unter dem Stadiondach festzuhalten oder verdiente Spieler/Funktionäre mit Plaketten/Gravuren auf dem Tribünenring im Sinne einer Hall of Fame (in diesem Fall oft Honor Roll genannt) zu ehren. Für herausragende Verdienste werden vereinzelt sogar Bronzestatuen auf dem Stadiongelände aufgestellt. Es wurde zwar mit den elf Säulen der Eintracht am U-Banhof Willy-Brandt-Platz schon etwas Ähnliches umgesetzt, aber abgesehen vom Vereinsmuseum gibt es nichts dergleichen auf dem Stadiongelände. Ich denke, dass sich da einige Fans drüber freuen würden, schließlich sind in den letzten Jahren auch in der Stadt mit Graffitis/Gemälden das Anthony-Yeboah-Haus in Niederrad, das DFB-Pokal-Haus im Westend und das Charly-Körbel/UEFA-Cup-Haus in Bockenheim entstanden.
Hierfür könnte man vielleicht sogar die Außenfassade des Stadions nutzen, ähnlich wie es im Vorfeld des Confed-Cups und der WM mit großen Bannern gemacht wurde (siehe https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Commerzbank_Arena_(Confed-Cup_2005).jpg).
Fragen an Oliver Frankenbach:
Sie sprechen sich gegen eine Gleichverteilung der Gelder aus, die innerhalb einer Zentralvermarktung generiert werden, da sie dort den Leistungsaspekt nicht gewürdigt sehen.
Für welche Leistung zahlt der Konsument Ihrer Meinung? Verstehen Sie unter Leistung das Abschneiden der Mannschaft im sportlichen Wettbewerb oder zahlt der Konsument nicht viel mehr für die Übertragung der Spiele und deren Attraktivität? Nimmt im letzteren Fall nicht die Attraktivität ab, wenn die Mannschaften, die eh schon besser sind auch noch mehr Geld bekommen, da damit der Wettbewerb unter ungeleichen Rahmenbedingungen stattfindet?
Inwieweit ist es gerechtfertigt, dass ich als Konsument das Produkt Bundesliga kaufe, um Spiele von Eintracht Frankfurt zu sehen und dann andere Mannschaften von meiner Zahlung überproportional partizipieren? Wäre es dann nicht zumindest fairer, wenn alle gleich viel bekämen?
Sind Änderungen an der Verteilung der Gelder, die an anderen Faktoren, wie Faninteresse oder Stadionauslastung gekoppelt sind, nicht ein weiterer Versuch innerhalb einer zentralen Vermarktung das Ergebnis einer Einzelvermarktung nachzubilden? Wäre es dann nicht konsequent sich von einer Zentralvermarktung zu lösen und die Vereine sich selbst vermarkten zu lassen?
MfG Djabatta
Sie sprechen sich gegen eine Gleichverteilung der Gelder aus, die innerhalb einer Zentralvermarktung generiert werden, da sie dort den Leistungsaspekt nicht gewürdigt sehen.
Für welche Leistung zahlt der Konsument Ihrer Meinung? Verstehen Sie unter Leistung das Abschneiden der Mannschaft im sportlichen Wettbewerb oder zahlt der Konsument nicht viel mehr für die Übertragung der Spiele und deren Attraktivität? Nimmt im letzteren Fall nicht die Attraktivität ab, wenn die Mannschaften, die eh schon besser sind auch noch mehr Geld bekommen, da damit der Wettbewerb unter ungeleichen Rahmenbedingungen stattfindet?
Inwieweit ist es gerechtfertigt, dass ich als Konsument das Produkt Bundesliga kaufe, um Spiele von Eintracht Frankfurt zu sehen und dann andere Mannschaften von meiner Zahlung überproportional partizipieren? Wäre es dann nicht zumindest fairer, wenn alle gleich viel bekämen?
Sind Änderungen an der Verteilung der Gelder, die an anderen Faktoren, wie Faninteresse oder Stadionauslastung gekoppelt sind, nicht ein weiterer Versuch innerhalb einer zentralen Vermarktung das Ergebnis einer Einzelvermarktung nachzubilden? Wäre es dann nicht konsequent sich von einer Zentralvermarktung zu lösen und die Vereine sich selbst vermarkten zu lassen?
MfG Djabatta
War denke ich ganz okay das Testspiel. Wir waren zwar genau wie gegen Monaco deutlich überlegen, aber genau wie man in den letzten Jahren teils schlechte Testspiele nicht überbewerten sollte, gilt das jetzt auch für die guten Testspiele. Wenn man erwähnt, dass PSV in der Vorbereitung schon weiter ist als wir, sollte man fairerweise aber auch dazusagen, dass sie bereits gestern ein Testspiel bestritten haben - mehr oder weniger mit demselben Personal.
Spielerisch ist in meinen Augen weiterhin viel Luft nach oben, genau wie in Sachen Entscheidungsfindung. Wenn wir man im Mittelfeld die Gelegenheit hatten, schnell zu spielen, hat es entweder zu lange gedauert oder der Ball war dann zu ungenau. Dasselbe dann auch im letzten Drittel, wo bei einigen guten Schusspositionen zu lange gewartet wurde. Hinten war es größtenteils solide, aber genau wie gegen Monaco wieder ein dicker Klops, der mit einem Gegentor bestraft wurde. Manchmal würde ich mir doch wünschen, dass die Jungs einen Ball in gewissen Situationen einfach schlagen, statt ständig auf Ballkontrolle und spielerische Lösungen zu gehen.
Was vor allem in der ersten Halbzeit schon sehr gut funktioniert hat, war das Pressing. Da hat wirklich die gesamte Mannschaft mitgemacht. Da haben wir nicht nur hoch gestanden, sondern sind auch aggressiv angelaufen und in die Zweikämpfe gegangen und hatten so einige Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte zu verzeichnen. Da hatten wir dann auch mal wirklich Freiräume, aber Kostić und Da Costa waren in ein paar Situationen zu schlampig in der Ballan- und mitnahme. Das sind aber alles Punkte, die zu dem Zeitpunkt in der Vorbereitung aber völlig normal sind und erst mit fortlaufendem Training und Spielpraxis kommen können.
Zu einzelnen Spielern will ich eigentlich nicht viel sagen, aber Zuber und Ache habe ich nicht so stark gesehen wie viele andere hier. Zuber hat das Tor zwar klug vorbereitet, aber bei ihm hat man schon gemerkt, dass die Spritzigkeit und Abstimmung mit den Mitspielern noch fehlt. Ache hatte ein bisschen Pech, dass Dost ziemlich abgemeldet war und er deshalb in einigen Situationen keinen zum Spielen hatte, dazu hat er ziemlich auf die Socken bekommen. War aber schon besser als gegen Monaco, wo er meiner Meinung nach genau wie Barkok ziemlich abgefallen ist. Barkok hat mir heute - wenn auch in defensiverer Rolle - sogar deutlich besser als gegen Monaco gefallen. So findet er bei uns auch seinen Platz im Kader.
Ansonsten sind Sow leider wieder zwei Schlafmützigkeiten unterlaufen, wo er zu lange gebraucht hat. Positivste Erscheinung war heute für mich - gerade bei dem schwachen Gesamtbild der Stürmer - Gonca. Genau wie gegen Monaco wieder sehr griffig und stark in der Ballbehauptung, auch wenn er dieses Mal nicht zum Abschluss gekommen ist. Außerdem Hinti mit einigen starken Zweikämpfen aber auch schwachen Bällen in der Spieleröffnung, Kamada wieder mit Licht und Schatten, aber definitiv mehr Licht und Rønnow leider mit einem haltbaren Gegentor.
Spielerisch ist in meinen Augen weiterhin viel Luft nach oben, genau wie in Sachen Entscheidungsfindung. Wenn wir man im Mittelfeld die Gelegenheit hatten, schnell zu spielen, hat es entweder zu lange gedauert oder der Ball war dann zu ungenau. Dasselbe dann auch im letzten Drittel, wo bei einigen guten Schusspositionen zu lange gewartet wurde. Hinten war es größtenteils solide, aber genau wie gegen Monaco wieder ein dicker Klops, der mit einem Gegentor bestraft wurde. Manchmal würde ich mir doch wünschen, dass die Jungs einen Ball in gewissen Situationen einfach schlagen, statt ständig auf Ballkontrolle und spielerische Lösungen zu gehen.
Was vor allem in der ersten Halbzeit schon sehr gut funktioniert hat, war das Pressing. Da hat wirklich die gesamte Mannschaft mitgemacht. Da haben wir nicht nur hoch gestanden, sondern sind auch aggressiv angelaufen und in die Zweikämpfe gegangen und hatten so einige Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte zu verzeichnen. Da hatten wir dann auch mal wirklich Freiräume, aber Kostić und Da Costa waren in ein paar Situationen zu schlampig in der Ballan- und mitnahme. Das sind aber alles Punkte, die zu dem Zeitpunkt in der Vorbereitung aber völlig normal sind und erst mit fortlaufendem Training und Spielpraxis kommen können.
Zu einzelnen Spielern will ich eigentlich nicht viel sagen, aber Zuber und Ache habe ich nicht so stark gesehen wie viele andere hier. Zuber hat das Tor zwar klug vorbereitet, aber bei ihm hat man schon gemerkt, dass die Spritzigkeit und Abstimmung mit den Mitspielern noch fehlt. Ache hatte ein bisschen Pech, dass Dost ziemlich abgemeldet war und er deshalb in einigen Situationen keinen zum Spielen hatte, dazu hat er ziemlich auf die Socken bekommen. War aber schon besser als gegen Monaco, wo er meiner Meinung nach genau wie Barkok ziemlich abgefallen ist. Barkok hat mir heute - wenn auch in defensiverer Rolle - sogar deutlich besser als gegen Monaco gefallen. So findet er bei uns auch seinen Platz im Kader.
Ansonsten sind Sow leider wieder zwei Schlafmützigkeiten unterlaufen, wo er zu lange gebraucht hat. Positivste Erscheinung war heute für mich - gerade bei dem schwachen Gesamtbild der Stürmer - Gonca. Genau wie gegen Monaco wieder sehr griffig und stark in der Ballbehauptung, auch wenn er dieses Mal nicht zum Abschluss gekommen ist. Außerdem Hinti mit einigen starken Zweikämpfen aber auch schwachen Bällen in der Spieleröffnung, Kamada wieder mit Licht und Schatten, aber definitiv mehr Licht und Rønnow leider mit einem haltbaren Gegentor.
DonGuillermo schrieb:Okay, das habe ich verpennt. Dann nehme ich alles zurück und auf meine Kappe. So bin ich derjenige, der den Zusammenhang hergestellt hat.
Ähm, ich habe in dem Post, auf den du dich beziehst, überhaupt nicht auf eure Beiträge geantwortet? Weder nehme ich da explizit auf diese Beiträge Bezug, noch habe ich direkt darauf geantwortet oder aus diesen Beiträgen zitiert. Der Post war knappe zehn Minuten später als deine Antwort an Hyundaii. Als ich angefangen habe, meinen Beitrag zu schreiben, war deiner noch gar nicht online. Um ehrlich zu sein, hatte ich eure Beiträge noch gar nicht gelesen, bis du mich persönlich angesprochen hast.
Runggelreube schrieb:
Okay, das habe ich verpennt. Dann nehme ich alles zurück und auf meine Kappe. So bin ich derjenige, der den Zusammenhang hergestellt hat.
Alles gut. Aber der Ton ging mir gerade wirklich gegen den Strich, zumal ich echt nicht verstanden habe, was du eigentlich von mir willst.
DonGuillermo schrieb:Wenn das so ist, wieso antwortest du denn dann mit Kamada auf einen Beitrag, um den es um Jugendspieler geht? Das macht doch einfach gar keinen Sinn an dieser Stelle.
Sorry, aber die beiden Thematiken Kamada/Jugendspieler waren eindeutig abgetrennt. Der einleitende Satz, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, war allgemein zu verstehen.
DonGuillermo schrieb:Dann solltest du ihn auch zitieren und zwar so, dass das Beispiel in Bezug auf Jugendspielern passt, um die es ja schließlich ging.
Damit habe ich mich auf besagten Post von JohanCruyff bezogen.
DonGuillermo schrieb:Aber aus ganz anderen Gründen als dem von dir eingeräumten Vertun.
Deshalb an dieser Stelle ein Sorry, das Beispiel Kamada war damit sicher nicht gänzlich passend ausgewählt.
DonGuillermo schrieb:Du hast nicht verstanden, dass dieser Punkt von mir nie bezweifelt wurde. Hättest du mehr Zeit in das Lesen als in das umständliche Schreiben verwendet, hättest du die nicht allzu unterschwellige Ironie meiner Aussage - vor allem, da bezogen auf Hyundais plakativen Post - erkannt.
Trotzdem bleibe ich bei meiner grundlegenden Aussage, dass auch einem Profitrainer Fehleinschätzungen passieren können.
Nimm es nicht persönlich, denn generell scheinst du es gut zu meinen. Aber ich kann es nicht leiden, wenn man es so aussehen lässt, als würde man jemanden widerlegen wollen, schreibt aber dann komplett an der Sache mit Pseudoargumentation vorbei.
Runggelreube schrieb:
Wenn das so ist, wieso antwortest du denn dann mit Kamada auf einen Beitrag, um den es um Jugendspieler geht? Das macht doch einfach gar keinen Sinn an dieser Stelle.
Ähm, ich habe in dem Post, auf den du dich beziehst, überhaupt nicht auf eure Beiträge geantwortet? Weder nehme ich da explizit auf diese Beiträge Bezug, noch habe ich direkt darauf geantwortet oder aus diesen Beiträgen zitiert. Der Post war knappe zehn Minuten später als deine Antwort an Hyundaii. Als ich angefangen habe, meinen Beitrag zu schreiben, war deiner noch gar nicht online. Um ehrlich zu sein, hatte ich eure Beiträge noch gar nicht gelesen, bis du mich persönlich angesprochen hast. Und ich hatte es ehrlich gesagt auch nicht vor, weil Diskussionen mit Hyundaii meiner Erfahrung nach nicht wirklich etwas bringen.
Das mal ganz davon abgesehen, dass man auch mehrere Themen in einem Post ansprechen kann. Was JohanCruyff übrigens auch am Rande getan hat. Der hat sich ja schließlich auch auf einen Beitrag um die Jugendspieler bezogen und dann Kamada als weiteres Beispiel/weiteren Diskussionspunkt eingebracht. Die beiden Punkte hatten in diesem Fall ja ein allgemeines Oberthema.
Runggelreube schrieb:
Dann solltest du ihn auch zitieren und zwar so, dass das Beispiel in Bezug auf Jugendspielern passt, um die es ja schließlich ging.
Nochmal, mir ging es nicht um eure spezifische Diskussion, sondern um das allgemeine Oberthema. Und in den ersten beiden Absätzen habe ich auf das Beispiel Kamada Bezug genommen. Und zwar ziemlich deutlich mit den Worten "da Kamada hier schon ein Thema war". Der Beitrag von JohanCruyff war der einzige, der sich davor auf Kamada bezogen hat. Insofern bin ich davon ausgegangen, dass das schon recht eindeutig ist, auf welchen Beitrag ich mich in diesem Abschnitt beziehe. Ich bin wirklich erstaunt, wie du da einen Bezug auf die Beiträge von Hyundaii und dir herstellst.
Runggelreube schrieb:
Du hast nicht verstanden, dass dieser Punkt von mir nie bezweifelt wurde. Hättest du mehr Zeit in das Lesen als in das umständliche Schreiben verwendet, hättest du die nicht allzu unterschwellige Ironie meiner Aussage - vor allem, da bezogen auf Hyundais plakativen Post - erkannt.
Nimm es nicht persönlich, denn generell scheinst du es gut zu meinen. Aber ich kann es nicht leiden, wenn man es so aussehen lässt, als würde man jemanden widerlegen wollen, schreibt aber dann komplett an der Sache mit Pseudoargumentation vorbei.
Ich verstehe echt nicht, was dein Problem ist. Ich habe mich nie auf deinen Beitrag bezogen. Ich habe den vor dem Schreiben meines Ausgangspost nicht einmal gelesen. Keine Ahnung, warum du da jetzt so fixiert drauf bist und sogar persönlich wirst. Denn ja, ich nehme das persönlich, wenn man mir irgendetwas von oben herab unterjubeln will, was überhaupt nicht stimmt. Weil mein Post chronologisch direkt hinter deinem kam, muss er sich ja nicht explizit und ausschließlich auf deinen bezogen haben. Ich hatte vorher einfach keine Zeit, um einen weiteren Post zur allgemeinen Diskussion schreiben.
Ich hatte gestern bereits um 21:11 Uhr einen Beitrag geschrieben, als die Diskussion wegen der neugegründeten Trainingsgruppe 2 so langsam aufkam. Da fing die Diskussion an und da war ich ja schon dabei. Da ging es um einen Diskussionsstrang mit steffm1 und Kirchhahn und kurz darauf hat dann eben noch JohanCruyff mit einem Post das Beispiel Kamada ins Spiel gebracht (alles weit bevor Hyundaii und du eure Beiträge geschrieben haben), auf den ich mich dann in meinem Post bezogen habe, an dem du dich so sehr störst.
Insofern ist das Thema für mich durch. Entweder hast du es jetzt verstanden, dass mein Beitrag nichts mit deinem zu tun hatte oder du lässt es bleiben und bestehst weiterhin darauf, dass sich alles, was ich geschrieben habem um dich dreht. Soll mir beides recht sein, solange du diesen herablassenden Ton unterlässt. Das wirkt in diesem Kontext nämlich besonders dummdreist.
DonGuillermo schrieb:Okay, das habe ich verpennt. Dann nehme ich alles zurück und auf meine Kappe. So bin ich derjenige, der den Zusammenhang hergestellt hat.
Ähm, ich habe in dem Post, auf den du dich beziehst, überhaupt nicht auf eure Beiträge geantwortet? Weder nehme ich da explizit auf diese Beiträge Bezug, noch habe ich direkt darauf geantwortet oder aus diesen Beiträgen zitiert. Der Post war knappe zehn Minuten später als deine Antwort an Hyundaii. Als ich angefangen habe, meinen Beitrag zu schreiben, war deiner noch gar nicht online. Um ehrlich zu sein, hatte ich eure Beiträge noch gar nicht gelesen, bis du mich persönlich angesprochen hast.
DonGuillermo schrieb:Das hast du suggeriert, indem du Bezug auf die Einsatzzeiten der Jugendspieler nimmst. Und diese können ja nur spielen, wenn sie soweit sind. Für mich ist der Zusammenhang ganz klar, aber für dich versuche ich hiermit gern die Vernetzung klar zu machen.
Was hat der erste Satz denn jetzt damit zu tun? Ich habe ja nie geschrieben, dass Hütter schon 2018/19 auf Kamada hätte setzen sollen.
Runggelreube schrieb:DonGuillermo schrieb:Das hast du suggeriert, indem du Bezug auf die Einsatzzeiten der Jugendspieler nimmst. Und diese können ja nur spielen, wenn sie soweit sind. Für mich ist der Zusammenhang ganz klar, aber für dich versuche ich hiermit gern die Vernetzung klar zu machen.
Was hat der erste Satz denn jetzt damit zu tun? Ich habe ja nie geschrieben, dass Hütter schon 2018/19 auf Kamada hätte setzen sollen.
Sorry, aber die beiden Thematiken Kamada/Jugendspieler waren eindeutig abgetrennt. Der einleitende Satz, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, war allgemein zu verstehen. Das sollte ja auch logisch sein. Niemand trifft immer die richtige Entscheidung. Danach bin auch auf Kamada zu sprechen gekommen, weil er ja "hier schon ein Thema war". Damit habe ich mich auf besagten Post von JohanCruyff bezogen.
Und im dritten Absatz des Originalposts, in denen ich dann auf die Einsatzzeiten der Jugendspieler eingegangen bin, habe ich ja mit "In Sachen Jugendarbeit" eingeleitet. Sprich, da gab es einen klaren Themenwechsel - auch wenn es sich grundlegend natürlich noch um das Oberthema "Einschätzung von Spielern" gehandelt hat. Insofern kann ich nicht wirklich nachvollziehen, dass ich etwas anderes suggeriert haben soll. Erst recht nicht, dass ich bereits in der Saison 2018/19 Einsatzzeiten für Kamada bei uns sehen wollte.
Kirchhahn schrieb:DonGuillermo schrieb:
Nicht dass es weitere Beispiele dazu benötigt, um festzustellen, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, aber da Kamada hier schon ein Thema war: Der sollte letzten Sommer sicher auch mit Hütters Segen nach Genua verkauft werden. Wenn der Deal nicht kurz vor Schluss geplatzt wäre und Kamada Hütter dann in der Vorbereitung nicht doch noch überzeugt hätte, würde sich die Frage um seine Vertragsverlängerung gar nicht mehr stellen.
Sorry, aber das ist nicht richtig. Als die Verhandlungen noch liefen und die Medien voll dabei waren, über den Wechsel zu berichten, hat sich Hütter auf der EL-PK klar positioniert und gesagt, dass aus seiner Sicht ein Verlauf nicht in Frage kommt.
Zu der Diskussion um einen möglichen Verkauf von Kamada: Da muss ich mich in der Tat etwas korrigieren. Da habe ich mich zu sehr auf die kürzlichen Berichte der FR verlassen und hätte auch andere Quellen prüfen sollen. Dann wurde sich da in zwei Artikeln in der letzten Woche aber ganz schön weit aus dem Fenster gehangen:
Artikel vom 13. August (https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-sge-kamada-rebic-transfer-stockt-fliessen-sollte-13829911.html):
Vor gut einem Jahr verkündete der italienische Transferexperte Gianluca Di Marzio den Wechsel von Daichi Kamada zum Serie-A-Starter FC Genua als so gut wie perfekt. Kamada, so der renommierte TV-Journalist Ende Juli, weile zum Medizincheck in der Hafenstadt, die letzten Modalitäten seien geklärt. Alles sei nur eine Frage von wenigen Tagen. Es kam, man weiß es heute, anders.
Nun ist es nicht so, dass Di Marzio Fehlinformationen verbreitet hätte, der Reporter ist bestens verdrahtet, verkündete etwa den Wechsel von Pep Guardiola nach München weiland exklusiv. Und auch beim japanischen Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht lag er richtig, der Transfer war im Grunde eingetütet – doch dann hakte es an der von Genua vorgesehenen Zahlungsmodalität der Ablösesumme in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro. Die Eintracht-Verantwortlichen akzeptierten nicht, der Transfer geriet ins Stocken. Kamada trainierte weiter in Frankfurt, und Coach Adi Hütter gefiel, was er sah. Eines Tages im Trainingslager wurde Hütter bei Sportvorstand Bobic vorstellig und bat: „Fredi, lass’ ihn uns behalten.“ Das Ende der Geschichte ist bekannt. Der 23-Jährige startete durch, und Hütter jubilierte jüngst: „Für mich ist er die positivste Erscheinung in dieser Saison.“
Artikel vom 14. August (https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/der-poker-um-daichi-kamada-90022175.html):
Vor einem Jahr war er aus Belgien zurückgekehrt, und der Trainer konnte kaum glauben, dass das dieser Daichi Kamada sein sollte, den er zwölf Monate zuvor kennengelernt hatte, da präsentierte er sich wie ein scheues Reh, introvertiert, verschüchtert. Nach einem erfolgreichen Gastspiel in Belgien bei VV St. Truiden (36 Spiele, 16 Tore, neun Vorlagen) wurde er in Frankfurt wieder vorstellig, er war aufgetaut und offener. Trotzdem überlegten die Frankfurter Verantwortlichen nicht lange, als eine Offerte des FC Genua reinflatterte, 4,5 Millionen Euro wollten die Italiener bezahlen. Kamada absolvierte bereits den Medizincheck, doch weil die Eintracht die von Genua vorgesehene Zahlungsmodalität nicht akzeptierte, blieb Kamada zunächst in Frankfurt, und irgendwann hatte er Hütter restlos überzeugt, der einen Wechsel durch sein Veto verhinderte. Kamada startete durch.
In beiden Artikeln ist davon die Rede, dass Kamada sogar bereits den Medizincheck bei Genua absolviert hätte und der Transfer nur deswegen gescheitert sei, weil der Eintracht die Zahlungsmodalität von Genoa nicht gepasst habe.
Dass es allerdings nur Gerüchte gewesen seien, wie hier jetzt einige behauptet haben, stimmt auch nicht. Ich habe jetzt extra noch mal andere Quellen herausgesucht.
Hier (https://bulinews.com/news/3359/daichi-kamada-turned-down-interest-from-genoa-stay-frankfurt) wird Kamada selbst mit den Worten zitiert, dass er ein konkretes Angebot von Genoa vorliegen und mit diesen bereits Gespräche geführt hatte sowie selbst von einem Wechsel ausgegangen ist. Erst nach einem Gespräch mit Hütter im zweiten Trainingslager hat sich Kamada dafür entschieden, doch zu bleiben.
Der Artikel bezieht sich zwar auf Informationen von der Bild, wird so aber auch von Hütter selbst gedeckt. Dieser Artikel von onefootball (https://onefootball.com/de/news/vom-kopf-her-war-er-schon-weg-hutter-setzte-sich-fur-kamada-verbleib-ein-30400634) fasst ein Interview von Hütter mit dem Kicker zusammen. Da wird auch auf eine Aussage Hütters zu Beginn der Vorbereitung eingegangen, dass man "mit den Beratern der von Leihen zurückgekehrten Profis gesprochen" habe und "alle wüssten, woran sie sind". Ich teile da die Einschätzung des Verfassers, dass damit im Grunde gesagt wurde, dass man mit keinem der Rückkehrer geplant hat - zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Das hatte dann ja auch mit Ausnahme von Kamada und kurzzeitig Wiedwald Gültigkeit. Mit Zalazar, Ordóñez, Besuschkow, Blum, Ćavar, Beyreuther, Müller und Knothe wurden alle anderen zurückgekehrten Leihspieler entweder verkauft/verliehen oder haben keine einzige Minute bei uns gespielt. Da das aber keine ganz eindeutige Aussage war, würde ich das auch nicht als Beweis dafür werten, dass man Kamada abgeben wollte.
Hütter wird aber eben auch mit folgenden Worten zitiert:
Natürlich hatten wir seinen Weg und seine Tore in Belgien verfolgt, trotzdem war der erste Gedanke, ihn gleich wieder auszuleihen. Nach drei Tagen Training schauten wir uns an und sagten: Das ist nicht mehr der Daichi von vorher.
In Windischgarsten hätten wir seinen Wechsel fix machen können, aber ich sagte zu Sportvorstand Fredi Bobic, dass es besser sei, ihn zu behalten.
Ich habe das Gefühl, dass du viele Spiele machen wirst. Es gefällt mir, wie du spielst, du hast dich super weiterentwickelt. Ich möchte gerne, dass du hierbleibst.
Vom Kopf her war er eigentlich schon weg.
Insofern kann man schon sagen, dass es ein konkretes Angebot gab und die Verhandlungen auch schon fortgeschritten waren. Sonst könnte man einen Wechsel nicht einfach so fix machen. Hütter bestätigt ja auch noch mal die oben zitierte Aussage von Kamada, dass dieser mit dem Kopf eigentlich schon weg war.
In dem bereits von Freidenker verlinkten Interview mit der FR (https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/adi-huetter-eintracht-frankfurt-interview-sge-kritik-trainer-transfers-kostic-zr-13811198.html) bestätigte Hütter ja auch ein weiteres Mal, dass Kamada kurz vor einem Wechsel stand und ein unterschriftsreifer Vertrag aus Italien (Genoa) vorlag.
Insofern: Dass Kamada kurz vor einem Wechsel stand, ist eine gesicherte Information, ein Fakt. Das war eben nicht nur bloß ein Gerücht. Und wenn man jetzt davon ausgeht, dass Kamada nicht hinter dem Rücken des Vereins mit Genoa verhandelt hat, muss da die Eintracht auch bis zu diesem Zeitpunkt mitgespielt haben. Also war man bei der Eintracht offensichtlich doch gewillt, Kamada abzugeben - bis Hütter sein Veto eingelegt hat.
In dem Punkt muss ich mich also korrigieren und tue das auch gerne. Hütter hat doch früher als von mir in meinem Ursprungspost angenommen das Potential von Kamada erkannt. Da ich das mit dem fortgeschrittenen Verhandlungen noch im Kopf hatte, bin ich davon ausgegangen, dass Hütter nicht auf Kamada gesetzt beziehungsweise sein Potential nicht erkannt hatte und Kamada ihn erst nach dem geplatzten Wechsel überzeugt hat. Dann wundert es mich aber doch etwas, dass Kamada trotzdem schon kurz vor einem festen Wechsel stand. Schließlich bleibt es dabei, dass man bei uns ohne Not wohl kaum einen Spieler gegen den Willen des Trainers verkauft.
Im Endeffekt ist es jedenfalls positiv für die Eintracht gewesen, dass Hütter das Potential von Kamada rechtzeitig erkannt hat. Deshalb an dieser Stelle ein Sorry, das Beispiel Kamada war damit sicher nicht gänzlich passend ausgewählt. Trotzdem bleibe ich bei meiner grundlegenden Aussage, dass auch einem Profitrainer Fehleinschätzungen passieren können.
DonGuillermo schrieb:
Trotzdem bleibe ich bei meiner grundlegenden Aussage, dass auch einem Profitrainer Fehleinschätzungen passieren können.
Sogar mehreren gleich hintereinander. Siehe Caio.
DonGuillermo schrieb:Wenn das so ist, wieso antwortest du denn dann mit Kamada auf einen Beitrag, um den es um Jugendspieler geht? Das macht doch einfach gar keinen Sinn an dieser Stelle.
Sorry, aber die beiden Thematiken Kamada/Jugendspieler waren eindeutig abgetrennt. Der einleitende Satz, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, war allgemein zu verstehen.
DonGuillermo schrieb:Dann solltest du ihn auch zitieren und zwar so, dass das Beispiel in Bezug auf Jugendspielern passt, um die es ja schließlich ging.
Damit habe ich mich auf besagten Post von JohanCruyff bezogen.
DonGuillermo schrieb:Aber aus ganz anderen Gründen als dem von dir eingeräumten Vertun.
Deshalb an dieser Stelle ein Sorry, das Beispiel Kamada war damit sicher nicht gänzlich passend ausgewählt.
DonGuillermo schrieb:Du hast nicht verstanden, dass dieser Punkt von mir nie bezweifelt wurde. Hättest du mehr Zeit in das Lesen als in das umständliche Schreiben verwendet, hättest du die nicht allzu unterschwellige Ironie meiner Aussage - vor allem, da bezogen auf Hyundais plakativen Post - erkannt.
Trotzdem bleibe ich bei meiner grundlegenden Aussage, dass auch einem Profitrainer Fehleinschätzungen passieren können.
Nimm es nicht persönlich, denn generell scheinst du es gut zu meinen. Aber ich kann es nicht leiden, wenn man es so aussehen lässt, als würde man jemanden widerlegen wollen, schreibt aber dann komplett an der Sache mit Pseudoargumentation vorbei.
Wie oft habt ihr die genannten Spieler denn spielen gesehen?
Schon ein paar Spiele. Und ansonsten versuche ich auch die U19 und U17 so nah wie möglich zu verfolgen, sei es durch Spielberichte oder Highlights von den Spielen. Man findet auf diversen Plattformen etwas. Allein beim DFB werden zumindest alle Tore eines Spieltages hochgeladen. Dann bekommt man natürlich schon ein gewisses Gefühl für die Spieler und kommt zu einer Einschätzung. Ist natürlich immer meine persönliche Meinung.
DonGuillermo schrieb:Dir ist klar, dass Hütter nicht einfach einen Jungen aufs Feld schicken kann, der körperlich einfach nicht fähig ist, sich in der Bundesliga durchzusetzen? Er muss nach dem Ist-Zustand aufstellen und nicht danach, was sein könnte. Dass er letztendlich Kamada als gefestigten und gestärkten Spieler zurückbegrüßen durfte, lag eben nur an der Spielzeit, die die Leihe für Daichi brachte.
Nicht dass es weitere Beispiele dazu benötigt, um festzustellen, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, aber da Kamada hier schon ein Thema war: Der sollte letzten Sommer sicher auch mit Hütters Segen nach Genua verkauft werden. Wenn der Deal nicht kurz vor Schluss geplatzt wäre und Kamada Hütter dann in der Vorbereitung nicht doch noch überzeugt hätte, würde sich die Frage um seine Vertragsverlängerung gar nicht mehr stellen.
Ob Hütter nun einen etwaigen Wechsel Kamadas wollte, ist ja auch von dir zugegeben lediglich eine Vermutung ins Blaue. Meines Erachtens kann man auf dieser Grundlage kein Gegenargument schnüren.
Letztlich ist es doch die blanke und substanzlose Polemisierung der Diskussion, die hier meinen Kommentar herbeigeschrien hat. Da Hyundai fest an non-faktische Meinungsbildung glaubt und diese auslebt, wollte ich gerade jenen Nährwert aus ihm rauskitzeln.
Was hat der erste Satz denn jetzt damit zu tun? Ich habe ja nie geschrieben, dass Hütter schon 2018/19 auf Kamada hätte setzen sollen. Und dass er letztes Jahr dazu in der Lage war, sich in der Bundesliga (und sogar in der Europa League gegen Vereine wie Arsenal oder Salzburg) durchzusetzen, hat er ja wohl unter Beweis gestellt. Die Leistungen waren vielleicht nicht immer konstant, aber er hat grundsätzlich die Qualität, um Stammspieler bei der Eintracht zu sein. Trotzdem sollte Kamada vor der letzten Saison verkauft werden.
Und dass ein Trainer immer bei jedem Spieler nach dem Ist-Zustand aufstellt, halte ich auch für sehr zweifelhaft. Dafür gibt es zum einen genug Gegenbeispiele und zum anderen ist so gut wie jeder Verein darauf angewiesen, auch jüngere Spieler mit Potential durch Spielzeit zu entwickeln, obwohl sie vielleicht noch nicht so gut wie ihr direkter Konkurrent sind. Mal abgesehen davon, dass jedes Spiel auch eine unterschiedliche Bedeutung hat. Im Pokal gegen einen Drittligisten oder bei einem Bundesligaspiel, in dem es im Grunde um nichts mehr geht, wird kein Trainer der Welt jedes Mal seine beste Elf aufs Feld schicken. Nach der Maxime dürfte bei uns selbst ein N'Dicka oder auch ein Ache nie spielen, weil sowohl für die Dreierkette als auch die Doppelspitze jeweils drei andere Spieler besser sind. Und ohne beide jetzt damit an den Pranger stellen zu wollen: rein von der Leistung (dem Ist-Zustand) her hätten Sow und Touré letzte Saison vermutlich auch nicht so viel spielen dürfen. Man sieht in beiden aber eben großes Entwicklungspotential und traut ihnen mit entsprechender Spielpraxis einen Leistungssprung zu.
Desweiteren habe ich nie geschrieben, dass Hütter Kamada unbedingt verkaufen wollte. Aber er hat dem Deal sicher seinen Segen gegeben. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass man Kamada letztes Jahr gegen den Willen von Hütter verkauft hätte, obwohl man mit Luka und Seb schon über 100 Millionen Transfereinnahmen generiert hatte? Das wäre eine doch ziemlich naive Annahme. Vor allen Dingen, weil ja doch ein gewisser Einfluss Hütters auf die Transferpolitik sichtbar ist. Mit Hinteregger, Sow, Ilsanker und zuletzt wohl auch Zuber wurden doch einige seiner persönlichen Wunschspieler verpflichtet. Vielmehr liegt die Annahme (ich weiß es also nicht) nahe, dass man Kamada keine große Rolle zugetraut hat, ihn nach dem Leihjahr in Belgien aber mit Gewinn verkaufen konnte und das deshalb auch tun wollte.
Und mal ganz davon abgesehen ging es in den ersten beiden Absätzen des Ursprungsposts nur am Rande um dieselbe Thematik wie bei der Diskussion zwischen Hyundaii und dir. Wenn ich das richtig herausgelesen habe, ging es da ja um die neugegründete Trainingsgruppe 2 und die Einsatzchancen von ehemaligen Jugendspielern der Eintracht in den letzten Jahren. Dazu habe ich mich im dritten Absatz des Ursprungsposts geäußert, da sehe ich persönlich auch keine Versäumnisse oder Fehleinschätzungen der Eintracht. Die ersten beiden Absätze bezogen sich eher auf den Post von JohanCruyff. Und bei dem Beispiel kann man eben schon davon reden, dass sich Hütter beziehungsweise auch die restlichen Verantwortlichen bei Kamada letztes Jahr etwas verschätzt haben. Sonst wäre er nicht innerhalb eines Jahres vom Verkaufskandidaten, der quasi schon weg war, zum unangefochtenen Stammspieler geworden, dem mit das größte Potential im Kader eingeräumt wird.
Und dass ein Trainer immer bei jedem Spieler nach dem Ist-Zustand aufstellt, halte ich auch für sehr zweifelhaft. Dafür gibt es zum einen genug Gegenbeispiele und zum anderen ist so gut wie jeder Verein darauf angewiesen, auch jüngere Spieler mit Potential durch Spielzeit zu entwickeln, obwohl sie vielleicht noch nicht so gut wie ihr direkter Konkurrent sind. Mal abgesehen davon, dass jedes Spiel auch eine unterschiedliche Bedeutung hat. Im Pokal gegen einen Drittligisten oder bei einem Bundesligaspiel, in dem es im Grunde um nichts mehr geht, wird kein Trainer der Welt jedes Mal seine beste Elf aufs Feld schicken. Nach der Maxime dürfte bei uns selbst ein N'Dicka oder auch ein Ache nie spielen, weil sowohl für die Dreierkette als auch die Doppelspitze jeweils drei andere Spieler besser sind. Und ohne beide jetzt damit an den Pranger stellen zu wollen: rein von der Leistung (dem Ist-Zustand) her hätten Sow und Touré letzte Saison vermutlich auch nicht so viel spielen dürfen. Man sieht in beiden aber eben großes Entwicklungspotential und traut ihnen mit entsprechender Spielpraxis einen Leistungssprung zu.
Desweiteren habe ich nie geschrieben, dass Hütter Kamada unbedingt verkaufen wollte. Aber er hat dem Deal sicher seinen Segen gegeben. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass man Kamada letztes Jahr gegen den Willen von Hütter verkauft hätte, obwohl man mit Luka und Seb schon über 100 Millionen Transfereinnahmen generiert hatte? Das wäre eine doch ziemlich naive Annahme. Vor allen Dingen, weil ja doch ein gewisser Einfluss Hütters auf die Transferpolitik sichtbar ist. Mit Hinteregger, Sow, Ilsanker und zuletzt wohl auch Zuber wurden doch einige seiner persönlichen Wunschspieler verpflichtet. Vielmehr liegt die Annahme (ich weiß es also nicht) nahe, dass man Kamada keine große Rolle zugetraut hat, ihn nach dem Leihjahr in Belgien aber mit Gewinn verkaufen konnte und das deshalb auch tun wollte.
Und mal ganz davon abgesehen ging es in den ersten beiden Absätzen des Ursprungsposts nur am Rande um dieselbe Thematik wie bei der Diskussion zwischen Hyundaii und dir. Wenn ich das richtig herausgelesen habe, ging es da ja um die neugegründete Trainingsgruppe 2 und die Einsatzchancen von ehemaligen Jugendspielern der Eintracht in den letzten Jahren. Dazu habe ich mich im dritten Absatz des Ursprungsposts geäußert, da sehe ich persönlich auch keine Versäumnisse oder Fehleinschätzungen der Eintracht. Die ersten beiden Absätze bezogen sich eher auf den Post von JohanCruyff. Und bei dem Beispiel kann man eben schon davon reden, dass sich Hütter beziehungsweise auch die restlichen Verantwortlichen bei Kamada letztes Jahr etwas verschätzt haben. Sonst wäre er nicht innerhalb eines Jahres vom Verkaufskandidaten, der quasi schon weg war, zum unangefochtenen Stammspieler geworden, dem mit das größte Potential im Kader eingeräumt wird.
DonGuillermo schrieb:Das hast du suggeriert, indem du Bezug auf die Einsatzzeiten der Jugendspieler nimmst. Und diese können ja nur spielen, wenn sie soweit sind. Für mich ist der Zusammenhang ganz klar, aber für dich versuche ich hiermit gern die Vernetzung klar zu machen.
Was hat der erste Satz denn jetzt damit zu tun? Ich habe ja nie geschrieben, dass Hütter schon 2018/19 auf Kamada hätte setzen sollen.
Nicht dass es weitere Beispiele dazu benötigt, um festzustellen, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, aber da Kamada hier schon ein Thema war: Der sollte letzten Sommer sicher auch mit Hütters Segen nach Genua verkauft werden. Wenn der Deal nicht kurz vor Schluss geplatzt wäre und Kamada Hütter dann in der Vorbereitung nicht doch noch überzeugt hätte, würde sich die Frage um seine Vertragsverlängerung gar nicht mehr stellen.
Hier kann man Hütter sicher zugute halten, dass er letztlich doch noch Kamadas Potential erkannt hat. Aber im Jahr davor wurde Kamada erst am Deadline Day abgegeben, sprich, Hütter hatte ihn bereits eine gesamte Vorbereitung unter seiner Fittiche. Trotz dessen und der erfolgreichen Saison in Belgien waren aber alle Verantwortlichen der Eintracht bereit, ihn letztes Jahr abzugeben. Insofern tue ich mich immer mit Totschlagargumenten schwer, dass die Verantwortlichen ja immer alles besser wüssten. Die haben natürlich nicht umsonst ihren Job und gerade bei uns haben die Verantwortlichen die letzten Jahre sehr gute Arbeit gemacht. Aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass keine Fehler gemacht werden.
In Sachen Jugendarbeit kann man aber schon sagen, dass sich die letzten Jahre (seit Waldschmidt und Kempf) bisher auch woanders keiner unserer ehemaligen Jugendspieler nachhaltig im Profibereich durchsetzen konnte. Bei einigen hat es trotz der Anlagen einfach nicht für höherklassigen Profifußball gereicht (Mandela, Dadashov, Gerezgiher), einige hatten übertriebene Forderungen (Karaahmet) und wieder andere konnten wir schon im Jugendbereich einfach nicht halten (Peña Zauner, Itter Zwillinge). Bei Barkok muss man die Entwicklung noch abwarten, bei Çetin aber auch. Das wäre aber auch der einzige Spieler, bei dem ich persönlich sagen würde, da könnte die Eintracht eine Fehleinschätzung getroffen haben.
Hier kann man Hütter sicher zugute halten, dass er letztlich doch noch Kamadas Potential erkannt hat. Aber im Jahr davor wurde Kamada erst am Deadline Day abgegeben, sprich, Hütter hatte ihn bereits eine gesamte Vorbereitung unter seiner Fittiche. Trotz dessen und der erfolgreichen Saison in Belgien waren aber alle Verantwortlichen der Eintracht bereit, ihn letztes Jahr abzugeben. Insofern tue ich mich immer mit Totschlagargumenten schwer, dass die Verantwortlichen ja immer alles besser wüssten. Die haben natürlich nicht umsonst ihren Job und gerade bei uns haben die Verantwortlichen die letzten Jahre sehr gute Arbeit gemacht. Aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass keine Fehler gemacht werden.
In Sachen Jugendarbeit kann man aber schon sagen, dass sich die letzten Jahre (seit Waldschmidt und Kempf) bisher auch woanders keiner unserer ehemaligen Jugendspieler nachhaltig im Profibereich durchsetzen konnte. Bei einigen hat es trotz der Anlagen einfach nicht für höherklassigen Profifußball gereicht (Mandela, Dadashov, Gerezgiher), einige hatten übertriebene Forderungen (Karaahmet) und wieder andere konnten wir schon im Jugendbereich einfach nicht halten (Peña Zauner, Itter Zwillinge). Bei Barkok muss man die Entwicklung noch abwarten, bei Çetin aber auch. Das wäre aber auch der einzige Spieler, bei dem ich persönlich sagen würde, da könnte die Eintracht eine Fehleinschätzung getroffen haben.
DonGuillermo schrieb:Dir ist klar, dass Hütter nicht einfach einen Jungen aufs Feld schicken kann, der körperlich einfach nicht fähig ist, sich in der Bundesliga durchzusetzen? Er muss nach dem Ist-Zustand aufstellen und nicht danach, was sein könnte. Dass er letztendlich Kamada als gefestigten und gestärkten Spieler zurückbegrüßen durfte, lag eben nur an der Spielzeit, die die Leihe für Daichi brachte.
Nicht dass es weitere Beispiele dazu benötigt, um festzustellen, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, aber da Kamada hier schon ein Thema war: Der sollte letzten Sommer sicher auch mit Hütters Segen nach Genua verkauft werden. Wenn der Deal nicht kurz vor Schluss geplatzt wäre und Kamada Hütter dann in der Vorbereitung nicht doch noch überzeugt hätte, würde sich die Frage um seine Vertragsverlängerung gar nicht mehr stellen.
Ob Hütter nun einen etwaigen Wechsel Kamadas wollte, ist ja auch von dir zugegeben lediglich eine Vermutung ins Blaue. Meines Erachtens kann man auf dieser Grundlage kein Gegenargument schnüren.
Letztlich ist es doch die blanke und substanzlose Polemisierung der Diskussion, die hier meinen Kommentar herbeigeschrien hat. Da Hyundai fest an non-faktische Meinungsbildung glaubt und diese auslebt, wollte ich gerade jenen Nährwert aus ihm rauskitzeln.
DonGuillermo schrieb:
Nicht dass es weitere Beispiele dazu benötigt, um festzustellen, dass kein Verantwortlicher auf der Welt gegen Fehleinschätzungen gefeit ist, aber da Kamada hier schon ein Thema war: Der sollte letzten Sommer sicher auch mit Hütters Segen nach Genua verkauft werden. Wenn der Deal nicht kurz vor Schluss geplatzt wäre und Kamada Hütter dann in der Vorbereitung nicht doch noch überzeugt hätte, würde sich die Frage um seine Vertragsverlängerung gar nicht mehr stellen.
Sorry, aber das ist nicht richtig. Als die Verhandlungen noch liefen und die Medien voll dabei waren, über den Wechsel zu berichten, hat sich Hütter auf der EL-PK klar positioniert und gesagt, dass aus seiner Sicht ein Verlauf nicht in Frage kommt.
Morgen könnte es für einige dann schon knüppeldick kommen. Viele müssten eigentlich noch ihre Wunden lecken und dann steht auf der zweiten Etappe so ein Hammerprogramm an. Da könnten schon einige Favoriten einen großen Rückstand kassieren. Bin vor allem gespannt, wie es bei Ineos aussehen wird. Da hat es mit Andrey Amador und vor allem Pavel Sivakov ja schon zwei starke Helfer ziemlich übel erwischt. Bei Thibaut Pinot scheint sich die Pechsträhne bei der Tour ebenfalls fortzusetzen. Schade auch, dass John Degenkolb bereits draußen ist. Bei dem Streckenprofil und mit dem teaminternen Konkurrenten Caleb Ewan waren seine Chancen auf einen Tagessieg aber ohnehin gering.