
Highland-Eagle
2835
tobago schrieb:
Der Herri, da ist er wieder. Es ist schön zu sehen wie Verhaltensmuster hier voraussehbar gesteuert werden können. Herri nimmt das geflügelte Wort von Fischer (Eintracht muss sexy werden) in den Mund und schon fährt er los der Zug der ironisierenden Gefolgsleute seiner Marschrichtung. Kein Mensch außer ihm hat diesen Ausspruch in den letzten Jahren wirklich benutzt, nichtsdestotrotz wird dieser Satz immer wieder mit Freuden aufgenommen und so richtig durch den Kakao gezogen. Sexy werden steht hier synonym für die Auferstehung von Ohms und den Untergang des einträchtlichen Abendlandes.
Was genau ist daran eigentlich falsch wenn wir vom grauen Maus Image mal wieder wegkommen und in der Wahrnehmung der Welt ein wenig anders dastehen? Offensivfussball hat uns diese Saison in der Wahrnehmung in ganz Europa interessanter gemacht. Auf einmal war der Eintrachtfussball spektakulärer als Madrid und Barca und wurde in den Gazetten als solcher aufgeführt (übrigens ein Verdienst von Schaaf, nur so nebenbei). Ich finde sexy werden toll, wer möchte das nicht sein und wenn es die Eintracht ist, umso besser. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich mir Mißwirtschaft und Inkompetenz wünsche. Das scheint hier in weiten Teilen als gegeben gesehen zu werden, sexy Eintracht = Untergang.
Bruchhagen hat über Jahre mit seinen gebetsmühlenartigen Aussagen in diese Richtung eine große Schar Befürworter aufgebaut. Tellerrandüberschreiter werden abgebügelt und mit Totschlagargumenten lächerlich gemacht. Ich finde so langsam ist es an der Zeit mal einen frischen Wind durch die Hallen wehen zu lassen.
Gruß,
tobago
Also, ich kann da nur für meinen Beitrag sprechen, aber mir ging es dabei überhaupt nicht um Vereinspolitik, um eine Gleichsetzung "sexy Eintracht = Untergang" oder darum irgendjemand in eine Ecke zu stellen. Diese Ideen und Schlagworte geistern ja schon länger durch verschiedene Medien und wurden von diversen Offiziellen, so oder in ähnlicher Form, verwendet.
Es sollte lediglich ein kleiner Seitenhieb gegen das weit verbreitete Marketingsprech und die kommerzielle Optimierung der "Marke" Eintracht.
Ich weiß auch, dass die Bundesliga schon längst ein wirtschaftlicher Verdrängungswettbewerb geworden ist und derartige Maßnahmen notwendig sind.
Ich leiste mir da dennoch die kleine, utopische Hoffnung, dass Fußball irgendwann mal wieder einfach Fußball sein darf. Und nicht jung, dynamisch, wild, sexy, modern, konzeptionell, usw.usf., sein muss.
Für mich sind das alles hohle Phrasen und sinnentleerte Schlagwörter. Ich steige schon aus wenn jemand von der "Marke Eintracht" redet.
Wie ja auch geschrieben, am Ende sind wir durch die vielen Tore, durch Spektakelfußball (im Positiven, wie im Negativen) diese Saison bundesweit aufgefallen und nicht weil wir irgendwie "die Marke sexy aufstellen".
Von daher war mein Beitrag gar nicht in irgendeine Richtung pro oder contra hinsichtlich der handelnden Personen oder Foristen gemeint.
Wobei das mit Thema "Totschlagargumenten lächerlich gemacht werden" generell ein Problem ist.
Bigbamboo schrieb:Highland-Eagle schrieb:
... Wer kennt das Problem nicht? Man will sich gerade aufraffen und auf den Weg ins Waldstadion machen, aber dann ist plötzlich die Marke einfach nicht sexy genug! ...
Zudem muss der USP gerade in der Realtionship zum Stakeholder verbessert und Value geaddet werden.
ASAP!
Wenn das Steering-Committee in einem Project-Workshop da Benefits entdeckt, müssen die Controlling Officer delivern.
Ich höre lieber auf, bevor ich einen Krampf kriege...
Stoppdenbus schrieb:Highland-Eagle schrieb:
Sorry, aber ich kann diese Marketingphrasen einfach nicht ab.
Aber Herri will es doch auch. Sagt er jedenfalls.
Ob er das wirklich will? Aus seinem Mund klingt das irgendwie .... seltsam. Vielleicht ist das auch schon die neue Marketingstrategie für die kommenden Jahre.
Um nicht falsch verstanden zu werden, Marketing ist sehr wichtig, gerade auch für unsere Eintracht. Aber wenn ich höre, dass "die Marke Eintracht sexy werden muss", dann rollen sich mir die Zehennägel hoch!
Endlich wird dieses Thema angepackt. Hier wurde mal wieder viel zu lange geschlafen bei der Eintracht.
Wer kennt das Problem nicht? Man will sich gerade aufraffen und auf den Weg ins Waldstadion machen, aber dann ist plötzlich die Marke einfach nicht sexy genug!
Einfach tragisch, wie viele tolle Fußballnachmittage durch schlechte Sexiness-Werte schon verloren gingen.
Deshalb: Die Marke Eintracht muss wieder sexier werden! Vielleicht kann man sich Herbert Grönemeyer als externen Experten dazuholen...
Sorry, aber ich kann diese Marketingphrasen einfach nicht ab.
Wer kennt das Problem nicht? Man will sich gerade aufraffen und auf den Weg ins Waldstadion machen, aber dann ist plötzlich die Marke einfach nicht sexy genug!
Einfach tragisch, wie viele tolle Fußballnachmittage durch schlechte Sexiness-Werte schon verloren gingen.
Deshalb: Die Marke Eintracht muss wieder sexier werden! Vielleicht kann man sich Herbert Grönemeyer als externen Experten dazuholen...
Sorry, aber ich kann diese Marketingphrasen einfach nicht ab.
Beeindruckend, so viele hohle Phrasen und sinnentleerte Plattitüden in einem einzigen Artikel. Garniert mit einem klassischen "[...] ist Fakt", um die eigene Meinungsqualität zu untermauern.
Nun denn, fassen wir mal zusammen:
HB bremst/sperrt die Entwicklung.
BH ist verbraucht und deprimiert.
TS erreicht die Mannschaft nicht und hat kein Konzept.
Qualität der Spieler reicht nicht für die EL.
Also, mich hat die Rundschau vollkommen überzeugt. Der knallharten und rasiermesserscharf analysierten Bestandsaufnahme habe ich nichts entgegenzusetzen. Am besten wir machen den Laden gleich dicht.
Es hat ja ohnehin alles keinen Sinn mehr. Mannschaft abmelden, Verein auflösen.
Es ist vorbei... Der letzte macht das Licht aus.
Nun denn, fassen wir mal zusammen:
HB bremst/sperrt die Entwicklung.
BH ist verbraucht und deprimiert.
TS erreicht die Mannschaft nicht und hat kein Konzept.
Qualität der Spieler reicht nicht für die EL.
Also, mich hat die Rundschau vollkommen überzeugt. Der knallharten und rasiermesserscharf analysierten Bestandsaufnahme habe ich nichts entgegenzusetzen. Am besten wir machen den Laden gleich dicht.
Es hat ja ohnehin alles keinen Sinn mehr. Mannschaft abmelden, Verein auflösen.
Es ist vorbei... Der letzte macht das Licht aus.
Ich zitiere mal Beitrag #22 von SGE-URNA, in dem das ganze mMn sehr treffend beschrieben wird:
"[...] Der Zweck eines Sportvereins ist mMn nicht die Maximierung von Transfererlösen (ist zwar ein schöner Nebeneffekt, aber nicht die Zielfunktion), sondern grösstmöglicher sportlicher Erfolg. Mannschaften, die permanent ihr Team umstellen, haben womöglich höhere Erlöse, müssen auf der anderen Seite natürlich auch tendenziell mehr ausgeben, um die Abgänge zu kompensieren. Zudem müssen sie aus rein sportlicher Perspektive ständig "neu anfangen", Team formieren und haben das Risiko, dass Spieler nicht zusammen passen, etc.
Wie du selbst ja schon festgestellt hast, sind hohe Erlöse allein kein Garant auf nachhaltigen Erfolg. Ich halte diese Fixierung auf hohe Transfersummen, der bei einigen schon zum Fetisch zu werden scheint, für völlig übertrieben. Ich halte Transfers von Leistungsträgern für durchaus gerechtfertigt, wenn Summen geboten werden, die jenseits von Gut und Böse sind. Damit lässt sich dann fast sicher ein vernünftiger Ersatz finden. Das Problem ist, dass dir heutzutage ein paar Milliönchen nicht entscheidend weiterhelfen, um nachhaltig einen Sprung nach vorn zu machen, eine Umstellung der Mannschaft allerdings mit Risiken verbunden ist.
Es wird immer so getan, als wäre es praktisch Wertvernichtung, wenn ein Leistungsträger bis zum Ende des Vertrags bei einem Verein bleibt, de facto bekommt man aber schliesslich die Leistung des Spielers über die volle Laufzeit (was ja wertvoll ist, wenn der Spieler gut ist)"
"[...] Der Zweck eines Sportvereins ist mMn nicht die Maximierung von Transfererlösen (ist zwar ein schöner Nebeneffekt, aber nicht die Zielfunktion), sondern grösstmöglicher sportlicher Erfolg. Mannschaften, die permanent ihr Team umstellen, haben womöglich höhere Erlöse, müssen auf der anderen Seite natürlich auch tendenziell mehr ausgeben, um die Abgänge zu kompensieren. Zudem müssen sie aus rein sportlicher Perspektive ständig "neu anfangen", Team formieren und haben das Risiko, dass Spieler nicht zusammen passen, etc.
Wie du selbst ja schon festgestellt hast, sind hohe Erlöse allein kein Garant auf nachhaltigen Erfolg. Ich halte diese Fixierung auf hohe Transfersummen, der bei einigen schon zum Fetisch zu werden scheint, für völlig übertrieben. Ich halte Transfers von Leistungsträgern für durchaus gerechtfertigt, wenn Summen geboten werden, die jenseits von Gut und Böse sind. Damit lässt sich dann fast sicher ein vernünftiger Ersatz finden. Das Problem ist, dass dir heutzutage ein paar Milliönchen nicht entscheidend weiterhelfen, um nachhaltig einen Sprung nach vorn zu machen, eine Umstellung der Mannschaft allerdings mit Risiken verbunden ist.
Es wird immer so getan, als wäre es praktisch Wertvernichtung, wenn ein Leistungsträger bis zum Ende des Vertrags bei einem Verein bleibt, de facto bekommt man aber schliesslich die Leistung des Spielers über die volle Laufzeit (was ja wertvoll ist, wenn der Spieler gut ist)"
raideg schrieb:Highland-Eagle schrieb:
So, so.... Laut FR waren die Ansprüche nicht sonderlich ambitioniert?
Komisch, ich hatte irgendwie einen gewissen Herrn B. in Erinnerung, der in der Rückrunde, zusammen mit einigen Spielern, den Angriff auf die Europapokalplätze ausgegeben hat. Seltsam...
Aber was nicht in die Schublade passt, wird halt schnell vergessen.
BTT: Hätte HB den Spielern in Berlin wenigstens mal die Zwischenstände mitgeteilt, hätten die Berlin zweitstellig aus dem Stadion geschossen. Aber so natürlich nicht!
""Wenn alles gut läuft, haben wir immer die Chance, Sechster oder Siebter zu werden. Da schauen wir natürlich hin", sagte Bruchhagen im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1: "Es wäre lachhaft, wenn wir es ausschließen würden, auch den internationalen Fußball zu erreichen.""
Boahhh eyy, jetzt aber volle Attacke! Auf nach Europa!
Keine Ahnung, was an diesen 3 Sätzen schon wieder falsch sein soll. Aber für den ein oder anderen spielt es offensichtlich eh keine Rolle mehr, was gesagt wird, sondern nur noch wer es sagt. Für mich ist das Zitat eine klare Aussage. Zumal HB damit auch nicht alleine war. Da gab es genügend Statements von Spielern und Offiziellen in der gleichen Richtung.
Daher stimmt die Einleitung des FR-Artikels (mal wieder) nicht. Aber ich merke in welche Richtung das hier wieder geht, von daher lasse ich es jetzt auch bleiben.
So, so.... Laut FR waren die Ansprüche nicht sonderlich ambitioniert?
Komisch, ich hatte irgendwie einen gewissen Herrn B. in Erinnerung, der in der Rückrunde, zusammen mit einigen Spielern, den Angriff auf die Europapokalplätze ausgegeben hat. Seltsam...
Aber was nicht in die Schublade passt, wird halt schnell vergessen.
BTT: Hätte HB den Spielern in Berlin wenigstens mal die Zwischenstände mitgeteilt, hätten die Berlin zweitstellig aus dem Stadion geschossen. Aber so natürlich nicht!
Komisch, ich hatte irgendwie einen gewissen Herrn B. in Erinnerung, der in der Rückrunde, zusammen mit einigen Spielern, den Angriff auf die Europapokalplätze ausgegeben hat. Seltsam...
Aber was nicht in die Schublade passt, wird halt schnell vergessen.
BTT: Hätte HB den Spielern in Berlin wenigstens mal die Zwischenstände mitgeteilt, hätten die Berlin zweitstellig aus dem Stadion geschossen. Aber so natürlich nicht!
Ich habe mich nach dem ein oder anderen schlimmen Spiel dieser Saison absichtlich zurückgehalten und das ist mir, ausser gegen Paderborn in der Hinrunde, auch ganz gut gelungen.
Aber eine dermaßen lustlose Darbietung ist mir selten untergekommen.
Ich sehe hier deutliche Defizite was Einsatz und Willen angeht. Und, so leid es mir tut, aber der ein oder andere Spieler erreicht in meinen Augen nicht das notwendige Leistungsniveau für die Bundesliga.
Aber eine dermaßen lustlose Darbietung ist mir selten untergekommen.
Ich sehe hier deutliche Defizite was Einsatz und Willen angeht. Und, so leid es mir tut, aber der ein oder andere Spieler erreicht in meinen Augen nicht das notwendige Leistungsniveau für die Bundesliga.
Freidenker schrieb:Highland-Eagle schrieb:
Aber wenn schon ein einziger, moderater FAZ-Kommentar den Tatbestestand der "Hetze" erfüllt, was war dann die letzten Tage in der FR zu beobachten?
Die FR schreibt nicht seit ein paar Tagen so, sondern seit Monaten. Gutheißen kann man das nicht. Ich heiße allerdings ebenso diese Gegenbewegung nicht gut, die gerade stattfindet. Warum wird mir eigentlich geraten, den Artikel nochmal zu lesen? Wer genau liest, erkennt die unterschwelligen Momente, die im moderaten Artikel getarnt sind. So wird die vernünftige Kritik, welche an den sportlichen Faktoren des Trainers Schaaf ausgeübt wird, völlig verschlungen.
Naja, eine richtige Gegenbewegung mit mehreren Artikeln, die Schaaf über den grünen Klee loben, sehe ich jetzt nicht.
Ich bin mir auch absolut sicher, dass das ganze Pressegewitter keinen Einfluss auf eine interne Kritik bzw. Aufarbeitung des Saisonverlaufs haben wird.
Freidenker schrieb:
Also ich finde den FAZ Artikel grausam. Der gute Herr schreibt einfach das Gegenteil von fr und Bild, womit er gerade jetzt auf einfache Zustimmung stoßen wird. Über genaueres Wissen verfügt er genauso wenig, spekuliert nur in die andere Richtung. Zielführend ist das nicht.
Dreist wird es, wenn er in Bertholds Kerbe schlägt, dass die Spieler sich nicht öffentlich beschweren. Wenn wir einen solchen Spieler im Kader hätten, würde ich ihn aufgrund mangelnder Intelligenz sofort rauswerfen, wenn er nicht sowieso schon den Untreue Stempel erhält.
Und das elende Schaaf hat alle Saisonziele erreicht. Wenn man die Ziele runterschraubt, ja, dann kann man alles erreichen. Bayern wollte nur einen Titel? Saisonziel erreicht. Dass auf dieser contra-FR Welle der Trainer plötzlich als unfehlbares Wesen hingestellt wird, finde ich miserabel. Wenn man die Auswärtsniederlagen dem Trainer anlastet, ist man "böswillig". Das ist doch reine Hetze.
Warum wir auswärts so schwach auftreten, ist eine interessante Frage, die in der Saisonnachbereitung beantwortet werden muss. Vor allem im Vergleich zu den guten Heimspielen.
Aber am Trainer alleine liegt das sicherlich nicht. Und ihm, unter Missachtung der Verantwortung der Spieler, die alleinige Schuld zu geben, ist in der Tat böswillig.
Aber wenn schon ein einziger, moderater FAZ-Kommentar den Tatbestestand der "Hetze" erfüllt, was war dann die letzten Tage in der FR zu beobachten?
Fuchs58 schrieb:Brady schrieb:
Also dieser Heller, das wär ja einer für uns...
wenn du hier guckst, siehst du das er schon 2 mal bei uns war
Der wurde hier vom Hof gejagt, weil er zu klein war. Dabei hätte er nur mal 5... ,-)
Endgegner schrieb:Highland-Eagle schrieb:
Achso, bezüglich "BLÖD hat manchmal doch Recht":
Wenn ich zu einem bestimmten Thema eine beliebige Anzahl an Standpunkten vertrete, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich groß mit einem davon Recht zu haben...
Aber es ist ja nun nicht so das sie im Bereich Sport nur alle Schaltjahre mal einen Glückstreffer haben. Gerade da finde ich haben sie eine gute Quote. Besten Beispiele sind, wie gesagt, Götze zu Bayern, Schumi zu Ferrari usw.
Man muss die Bild nicht mögen aber zu sagen "auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn" ist dann doch etwas an der Realität vorbei. Ohne das es jetzt böse gemeint ist oder ich jemandem schief kommen will.
Keine Angst, ist so auch nicht angekommen. Mein Beitrag klang vielleicht auch ein bisschen zu "anti".
Also, unter der Redewendung "blindes Huhn" würde ich das auch nicht verbuchen. Das würde ja bedeuten, dass ein Treffer reiner Zufall wäre. Im Gegenteil sowas wird, nach meinem Eindruck, in der Redaktion minutiös geplant. Wobei die sicherlich auch ihre Informanten und Quellen haben. Wie andere bereits geschrieben haben, ist das eine Mischung aus Information und Skandalisierung.
Aktuelles Beispiel mit Schaaf:
Wenn die Eintracht am Samstag verliert, kommt natürlich am Sonntag der entsprechende Artikel, dass "der Graben noch tiefer geworden ist", "die Spieler gegen den Trainer spielen" und man "die bedrohliche Situation bereits vor Wochen bemerkt habe".
Wenn die Eintracht gewinnt, heißt es dann eben, dass "das reinigende Gewitter unter der Woche neue Kräfte freigesetzt hat", "Schaaf auf die Spieler zugegangen" und "das Verhältnis nach der Aussprache wieder gestärkt ist" .*
*Achtung: Zitate frei erfunden. ,-)
Endgegner schrieb:Aragorn schrieb:Endgegner schrieb:Block_37H schrieb:Endgegner schrieb:etienneone schrieb:
Auch ein Lügner kann mal die Wahrheit sprechen...
Seh ich auch so, zumal die Bild manchmal in Sachen Sport wirklich gut informiert ist. ...
So wie damals bei Vehs Wechsel zu Schalke?
Damals hatte Veh doch selbst zugegeben das er schon "so gut wie weg" war. Und natürlich nicht immer. Aber damals bei Götze-Bayern z.B. haben sie es aus "als erstes" gewusst. Generell zu sagen das sie nur Unsinn schreiben, damit macht man es sich einfach zu leicht.
Die Methode der BLÖD ist mMn..."mit der Lüge nach der Wahrheit fragen."
Würd ich so nicht sagen. Die Bild legt es natürlich drauf an provokant zu sein und Stimmung zu machen und auch bestimmt zu übertreiben. Darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber das bewusst "Lügen" geschrieben werden, dann wäre der Aufschrei bei den Betroffenen doch viel größer als man so hört.
Z.B. kann es ja wirklich so sein das Schaaf und manche Spieler sich nichts mehr zu sagen haben und bei der Bild ist gleich das Tuch zwischen Schaaf und der ganzen Mannschaft zerrissen.
Wie gesagt, man muss vorsichtig sein aber es pauschal als Quatsch abzutun, nur weil es aus der Bild kommt....hm, damit wäre ich vorsichtig.
Meiner Meinung nach die geeignetste Einstellung: Prinzipiell und grundsätzlich alles in der BLÖD für Quatsch zu halten.
Das bedeutet natürlich nicht, dass sich ein bestimmter Sachverhalt in der Realität zwangsläufig anders verhalten muss, aber erstmal jedem einzelnen Wort in der BLÖD zu misstrauen, ist richtig.
Soll heißen, vielleicht ist das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft gestört, vielleicht auch nicht, aber da in irgendeiner Richtung Vermutungen auf Basis dieses Blattes aufzustellen, würde ich persönlich nie.
Achso, bezüglich "BLÖD hat manchmal doch Recht":
Wenn ich zu einem bestimmten Thema eine beliebige Anzahl an Standpunkten vertrete, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich groß mit einem davon Recht zu haben...
Stoppdenbus schrieb:HarryHirsch schrieb:Stoppdenbus schrieb:HarryHirsch schrieb:Stoppdenbus schrieb:
Sehr guter Artikel in der grünen Bild.
Auch wenn das alles schon altbekannt ist.
Augen zu, durch, am 23. haben wir es hinter uns.
Finde ich auch! Warum niemand unserer Verantwortlichen lautstark Stellung zu dem Artikel von gestern nimmt, ist ein weiteres Rätsel der aktuellen Gemengelage.
Hübner möchte wohl nicht mehr sagen. Und Herri hat sich in den Urlaub verzogen.
War Herri im Sommer nicht auch im Urlaub, als Bender über Hübner hergefallen ist?
Tja ...
Warum sollte HB auch zu dem BLÖD-Artikel Stellung beziehen?
Nach eurer Meinung diktieren er und Bender der BLÖD doch die Meldungen.
Den eigenen Kommentar zu kommentieren wäre seltsam...
Sir-Marauder schrieb:
Kann es, blasphemisch gefargt, nicht einfach sein, daß der gute Grabi zwar ein genialer Fußballer war, aber menschlich nicht wirklich souverän daher kommt? Mir scheint er immer ein bisschen ein empfindliches Seelchen zu sein, schnell gekränkt und tendenziell nachtragend. Das beschränkt sich natürlich auf das, was ich öffentlich von ihm wahrnehme.
Russens Einlassungen seinerzeit waren pubertär-trotzig-kindisch. Grabis Reaktion ist es nicht minder.
Da ist was dran.
Russ kann sich wenigstens noch mit einer spontanen Kurzschlussreaktion rausreden, aber als lebende Legende in so einem Fall ein halbes Jahr später das vierte oder fünfte Mal öffentlich nachtreten?
Wie schon geschrieben, sowas klärt man persönlich ganz in Ruhe bei einem Bier.
raideg schrieb:
Das von vielen hier die respektlose und rotzfreche Antwort von Russ auf die Kritik Grabis als richtig bewertet wurde, zeigt auch den heutigen "Geist" vieler im täglichen Leben.
Da braucht man sich auch nicht mehr über den Ton im Forum zu wundern.
Auch das Russ sich nicht zeitnah entschuldigte, sondern gerade zu gedrängt werden musste, sagt viel aus.
Ebenso gab in dieser Sache der Verein Eintracht Frankfurt ein beschämendes Bild ab.
Wenn ein Ehrenspielführer so angegangen wird, ist es die verdammte Pflicht als Verein zu reagieren.
Respektlos, unzuverlässig, kritikunfähig, ehrlos und egoistisch, scheinen heute die "Tugenden" zu sein.
Nein, früher war nicht alles besser - eines aber schon: die Erziehung zum Umgang miteinander.
Mein Eindruck war eher, dass die wenigsten Fans Russ Reaktion wirklich gut fanden. Viele fanden das nur nachvollziehbar, aufgrund der Kombination Affekthandlung + Frust (wg. Pokalniederlage).
Zu der Entschuldigung kann ich nichts sagen, da ich keine Internas kenne. Aber er hat sich entschuldigt. Wie und warum steht für mich erstmal auf einem anderen Blatt.
Zu einem Streit gehören immer 2. Das soll keine Kritik oder Relativierung sein, aber so eine Geschichte können doch erwachsene Männer untereinander bei einem Bier oder Sauergespritztem klären.
Mit diesen Vorwürfen der Kategorie "Generationenproblem" tue ich mich schwer. Das ist immer ein zweischneidiges Schwert.
Zum einen, weil es sich nicht mit meinen persönlichen Eindrücken deckt und dieser/s Vorwurf/Totschlagargument einfach bereits seit Jahrtausenden von der jeweils "älteren" Generation erhoben wird.
Zum anderen, weil, sollte es wirklich stimmen, dass die "junge" Generation respektlos, unzuverlässig, kritikunfähig, ehrlos und egoistisch ist, dass doch unsere eigene Schuld ist.
Dann haben wir nämlich versagt, unserem Nachwuchs diese Dinge zu vermitteln.
WuerzburgerAdler schrieb:Highland-Eagle schrieb:RealOviedo schrieb:tobago schrieb:EmVasiSeinBruda schrieb:
Ich glaube, das Problem liegt größtenteils auch an den Schiedsrichtern bzw. den Regeln und deren Auslegung. Für Schwalben und für unsportliche Aktionen kann man doch Gelb zeigen bzw. sollte es auch. Doch wie oft wird es in der Realität gemacht? Da muss ein Spieler schon sehr dreist sein und die Schwalbe sehr offensichtlich. Wenn sich der Schiri nicht 100% sicher ist, dass es eine Schwalbe war, folgt keine Verwarnung. Was ist die Konsequenz? Die Spieler denken sich, bestraft werde ich i.d.R. nicht, vielleicht fällt der Schiri drauf rein und pfeift für mich = wenig zu verlieren. Ähnlich ist es mit der Theatralik.
Ich finde, die Schiedsrichter müssten viel konsequenter Schwalben und Schauspieleinlagen bestrafen. Wer bei einem normalen Foul über den halben Platz rollt usw., sollte analog zum Gelbe Karte fordern, auch bestraft werden. Wer gar eine Tätlichkeit seines Gegenspielers versucht vorzutäuschen, sollte Rot kriegen - meistens läuft das Spiel einfach weiter. Wenn die Spieler für versuchte Täuschungsmanöver viel schneller verwarnt werden, überlegen Sie es sich in Zukunft zwei Mal. Spätestens wenn die ersten Spieler deshalb mit Gelb-Rot vom Platz geflogen sind, wird das besser werden. Das macht man halt 3-4 Mal und dann reagieren die Spieler. Alles wird man nicht vermeiden können, aber für mich stimmt das Maß aktuell nicht, weil es keine Konsequenzen gibt bzw. die Konsequenzen in keinem Verhältnis zum möglichen Ertrag stehen.
Das muss ich widersprechen, es liegt nicht an den Schiedsrichtern sondern an allen Verantwortlichen und Trainern sowie an allgemeinen gesellschaftlichen Dingen. Den Spielern wird Unfairniss von allen Seiten vorgelebt. Schau Dir an wie Klopp, Streich, Hoeneß, Sammer, N. Meier oder wie sie alle heißen an der Linie oder in den Interviews auftreten. Ihre Sache durchprügeln ohne Rücksicht auf Verluste. Es gab bei uns bis in die 80er noch etwa ähnliches wie den englischen Sportsgeist, man hat akzeptiert wenn der Gegner besser war und die Schiris wurden nicht vor, während und nach dem Spiel angegangen weil sie Fehler machen.
Heute werden alle Entscheidungen 100 Mal wiederholt und von den Offiziellen angeprangert. Sammer spricht von absichtlichen Benachteiligungen seiner Bayern, weil er in der 8. Wiederholung einer Szene ein 3cm Abseit gesehen hat und wundert sich, dass die doofen Schiris das nicht auch sehen. Natürlich pfeifen sie keine Schwalben wenn sie nicht 100ig sicher sind und bestrafen das mit einer Karte. Einmal falsch gelegen hat jeder Schiri eine Woche die gesamte Presse für sich und das im Negativen. Daher liegt die Schuld nicht beim Schiri sondern an der allgemeinen Einstellung zum Fussball und die ist einfach nicht mehr sportlich sondern rein erfolgsorientiert. Wie sonst ist Dantes nicht zugegebene Hand bei uns im Stadion zu erklären. Ihm war doch ziemlich klar, dass im Fernsehen extrem deutlich wird, dass er den Schiri angelogen hat. Macht nix, hauptsache im Moment ist der Erfolg garantiert.
Genauso ist es mit dem Fallenlassen und rumwälzen. Die Spieler müssten sich dafür eigentlich total dämlich vorkommen wenn sie die Wiederholungen sehen. Das ist aber nicht so, im Gegenteil sie sind wahrscheinlich stolz drauf, dass sie den Schiri geleimt haben und verfeinern das Woche für Woche. Was dabei auch nicht hilft sind dann wieder die Äußerungen vieler Verantwortlicher wie "er hat das halt clever gemacht", "er hat das Foul gesucht" usw. Warum sagen die nicht einmal, "das war unfair, wir wissen darum und stellen es ab"? Weil es alle befürworten so zu agieren und es gar nicht ändern wollen, es sei denn es geht gegen ihre Mannschaft, dann ist natürlich alles unfair.
Gruß,
tobago
Richtig. Ich finde auch die Phrase "einen Elfer herausholen" falsch... da aergere ich mich jedes Mal drueber.
Leider bringt es dieser oben schon erwähnte Fokus auf den maximalen Erfolg mit sich, dass ein unsportliches Verhalten nachträglich im Sprachgebrauch legitmitert und somit gefördert wird.
Ich kriege da auch jedesmal eine Wut.
Vor allem, wenn diese bekannten Elfmeter-Szenen dann 4, 5 oder 6 mal in Superzeitlupe mit extra Zoomstufe laufen und der Reporter irgendwas von wegen "Der Kontakt ist da!" fabulieren!
Generell sehe ich hier durchaus die Schiris in der Hauptverantwortung. Es gibt ja einen Grund warum die Buli-Spiele ziemlich statisch sind und man von dem flüssigen und schnellen Fußball auf der Insel schwärmt. (Zumindest teilweise zu Recht)
Mir persönlich wird bei uns zu viel Fokus auf "Kleinstfouls" (Trikotziehen, Rempeln, etc.) gelegt, was nach meinem Eindruck dazu führt, dass der Angreifer im Zweifelsfall nicht um den Ball kämpft, sondern versucht den "billigen" Freistoß zu bekommen.
Endlich mal eine interessante Diskussion im Gebabbel - und das ohne Herri!
Ich finde, ihr habt alle recht. Sowohl diejenigen, die die Schiedsrichter in die Verantwortung nehmen als auch die, die eine gewisse "gesellschaftliche Egoisierung" als Grund für den Verfall der Sitten ausmachen.
Nur: war das nicht früher schon so? Hat sich da wirklich so viel verändert? Und: ein bisschen Selbstkritik vermisse ich da auch.
Hier im Forum sind die Spielbetrachtungen ja auch überwiegend von wenig "Neutralität" getrübt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und im Stadion? Ich selbst bin ja ein Verfechter der SR-Beeinflussung durch spielbezogenes Gebrüll, Gepfeife und empörtes Aufschreien. Also wie jetzt?
Keine Ahnung. Am besten ist es wohl, die frechsten aller Schauspieler und Schwalbenkönige per Zeitlupen nachhaltig zu entlarven. Das muss natürlich auch konsequent geschehen, was im zB im Fall Dante vermisst habe. Eine Rubrik "Fairness-Vorbilder" für gutes und "Unfairness-Pranger" für schlechtes Verhalten stünde einer Bundesligasendung gut zu Gesicht. Da würde sich sicherlich etwas ändern.
Zu "früher war alles besser": Ich hab mal einen Elfmeter absichtlich verschossen, weil mein Stürmerkollege eine astreine Schwalbe hingelegt hat. Meine Autorität als Kapitän hat es ermöglicht, dass diese Aktion von der Mannschaft zähneknirschend akzeptiert wurde. Ansonsten hätten sie mich vermutlich gelyncht.
Vorab: Schön, dass es mal wieder um Fußball geht! ,-)
B2T:
Ob das früher anders war? Schwer zu sagen. Ich bin ja auch "erst" seit Anfang der 90er dabei.
Generell hat sich die mediale Beachtung des Fußballs schon erheblich erhöht. Gerade nach der WM2006 hat es nach meinem Empfinden nochmal einen Schub gegeben.
Von daher ist das Ganze bestimmt auch ein Medienproblem.
Vielleicht wäre da eine Lösung über Medien, wie die genannten Rubriken "Fairness-Vorbilder" oder "Unfairness-Pranger" ein Ansatz.
Ich glaube, dem Fußball würde es gut tun, wenn man von diesen ständigen Freistoß-Unterbrechungen nach kleinsten Körperkontakten wegkäme. Dazu gehört dann auch ein grundsätzlich fairerer Umgang mit Schiris in den Medien (Stichwort: 1,6 cm Abseits nach der 7. Zeitlupe erkennbar).
Ich habe dazu keine belastbare Statistik, aber rein gefühlt, wird heute viel mehr abgepfiffen bzw. das Spiel unterbrochen, als zu meiner Anfangszeit. Manche Spiele sind schon extrem zerfahren und unansehnlich.
Wobei man dazu sagen muss, dass die Spieler sich auch viel schlauer verhalten und sich mit der aktuellen Regelauslegung arrangiert haben. Der Verteidiger weiß genau, wo und wie er foulen kann, um den Spielaufbau des Gegners zu stören, bei möglichst gerigem Risiko einer Verwarnung.
RealOviedo schrieb:tobago schrieb:EmVasiSeinBruda schrieb:
Ich glaube, das Problem liegt größtenteils auch an den Schiedsrichtern bzw. den Regeln und deren Auslegung. Für Schwalben und für unsportliche Aktionen kann man doch Gelb zeigen bzw. sollte es auch. Doch wie oft wird es in der Realität gemacht? Da muss ein Spieler schon sehr dreist sein und die Schwalbe sehr offensichtlich. Wenn sich der Schiri nicht 100% sicher ist, dass es eine Schwalbe war, folgt keine Verwarnung. Was ist die Konsequenz? Die Spieler denken sich, bestraft werde ich i.d.R. nicht, vielleicht fällt der Schiri drauf rein und pfeift für mich = wenig zu verlieren. Ähnlich ist es mit der Theatralik.
Ich finde, die Schiedsrichter müssten viel konsequenter Schwalben und Schauspieleinlagen bestrafen. Wer bei einem normalen Foul über den halben Platz rollt usw., sollte analog zum Gelbe Karte fordern, auch bestraft werden. Wer gar eine Tätlichkeit seines Gegenspielers versucht vorzutäuschen, sollte Rot kriegen - meistens läuft das Spiel einfach weiter. Wenn die Spieler für versuchte Täuschungsmanöver viel schneller verwarnt werden, überlegen Sie es sich in Zukunft zwei Mal. Spätestens wenn die ersten Spieler deshalb mit Gelb-Rot vom Platz geflogen sind, wird das besser werden. Das macht man halt 3-4 Mal und dann reagieren die Spieler. Alles wird man nicht vermeiden können, aber für mich stimmt das Maß aktuell nicht, weil es keine Konsequenzen gibt bzw. die Konsequenzen in keinem Verhältnis zum möglichen Ertrag stehen.
Das muss ich widersprechen, es liegt nicht an den Schiedsrichtern sondern an allen Verantwortlichen und Trainern sowie an allgemeinen gesellschaftlichen Dingen. Den Spielern wird Unfairniss von allen Seiten vorgelebt. Schau Dir an wie Klopp, Streich, Hoeneß, Sammer, N. Meier oder wie sie alle heißen an der Linie oder in den Interviews auftreten. Ihre Sache durchprügeln ohne Rücksicht auf Verluste. Es gab bei uns bis in die 80er noch etwa ähnliches wie den englischen Sportsgeist, man hat akzeptiert wenn der Gegner besser war und die Schiris wurden nicht vor, während und nach dem Spiel angegangen weil sie Fehler machen.
Heute werden alle Entscheidungen 100 Mal wiederholt und von den Offiziellen angeprangert. Sammer spricht von absichtlichen Benachteiligungen seiner Bayern, weil er in der 8. Wiederholung einer Szene ein 3cm Abseit gesehen hat und wundert sich, dass die doofen Schiris das nicht auch sehen. Natürlich pfeifen sie keine Schwalben wenn sie nicht 100ig sicher sind und bestrafen das mit einer Karte. Einmal falsch gelegen hat jeder Schiri eine Woche die gesamte Presse für sich und das im Negativen. Daher liegt die Schuld nicht beim Schiri sondern an der allgemeinen Einstellung zum Fussball und die ist einfach nicht mehr sportlich sondern rein erfolgsorientiert. Wie sonst ist Dantes nicht zugegebene Hand bei uns im Stadion zu erklären. Ihm war doch ziemlich klar, dass im Fernsehen extrem deutlich wird, dass er den Schiri angelogen hat. Macht nix, hauptsache im Moment ist der Erfolg garantiert.
Genauso ist es mit dem Fallenlassen und rumwälzen. Die Spieler müssten sich dafür eigentlich total dämlich vorkommen wenn sie die Wiederholungen sehen. Das ist aber nicht so, im Gegenteil sie sind wahrscheinlich stolz drauf, dass sie den Schiri geleimt haben und verfeinern das Woche für Woche. Was dabei auch nicht hilft sind dann wieder die Äußerungen vieler Verantwortlicher wie "er hat das halt clever gemacht", "er hat das Foul gesucht" usw. Warum sagen die nicht einmal, "das war unfair, wir wissen darum und stellen es ab"? Weil es alle befürworten so zu agieren und es gar nicht ändern wollen, es sei denn es geht gegen ihre Mannschaft, dann ist natürlich alles unfair.
Gruß,
tobago
Richtig. Ich finde auch die Phrase "einen Elfer herausholen" falsch... da aergere ich mich jedes Mal drueber.
Leider bringt es dieser oben schon erwähnte Fokus auf den maximalen Erfolg mit sich, dass ein unsportliches Verhalten nachträglich im Sprachgebrauch legitmitert und somit gefördert wird.
Ich kriege da auch jedesmal eine Wut.
Vor allem, wenn diese bekannten Elfmeter-Szenen dann 4, 5 oder 6 mal in Superzeitlupe mit extra Zoomstufe laufen und der Reporter irgendwas von wegen "Der Kontakt ist da!" fabulieren!
Generell sehe ich hier durchaus die Schiris in der Hauptverantwortung. Es gibt ja einen Grund warum die Buli-Spiele ziemlich statisch sind und man von dem flüssigen und schnellen Fußball auf der Insel schwärmt. (Zumindest teilweise zu Recht)
Mir persönlich wird bei uns zu viel Fokus auf "Kleinstfouls" (Trikotziehen, Rempeln, etc.) gelegt, was nach meinem Eindruck dazu führt, dass der Angreifer im Zweifelsfall nicht um den Ball kämpft, sondern versucht den "billigen" Freistoß zu bekommen.
Also, dann sind wir ja eigentlich einer Meinung. Bleibt nur zu hoffen, dass der neue Trainer diese Ausrichtung grundsätztlich beibehält und die Auswärtsproblematik in den Griff bekommt.