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Luzbert

18912

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adlerkadabra schrieb:

Bessre Dich, Franggnadler. Falls es tröstlich sein kann, mir geht's in etwa grade so.

"Wir sind zwei von Millionen - und wir sind nicht allein"
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FrankenAdler schrieb:

"Wir sind zwei von Millionen - und wir sind nicht allein"

🎶

Gute Besserung auch den anderen!
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Ich lieg jetzt das dritte Mal seit Oktober mit nem Atemwegsinfekt flach. Diesmal richtig heftig.
Sowas habe ich noch nicht erlebt. Und um mich rum schaut's auch nicht besser aus. Bei uns im Amt sind seit gut zwei Monaten permanent gut ein Fünftel der Mitarbeiter*innen krank. Das ist richtig kacke alles.
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Shit. Ich wünsche Dir gute Besserung!
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Liebe Leute, es fällt schwer, in eurer trauten Diskussionsrunde noch einen Bezug zum Thema zu finden.
Seid bitte so gut und kehrt zum Thema zurück. Andernfalls müssen wir ein wenig aufräumen.
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SGE_Werner schrieb:

Bezogen auf den Krankenstand ist Corona derzeit ziemlich vernachlässigenswert.

Aktuell ist jedes dritte ! Kleinkind mit einem Atemwegsinfekt beschäftigt

https://www.zeit.de/gesundheit/2022-12/grippe-rki-kinder-krankheit

Üblich wären 11 Prozent zu der Zeit. Mittlerweile fallen überall die Mitarbeiter reihenweise aus, bei uns auf Arbeit haben wir es mittlerweile durch (22 von 28 waren erkrankt in den letzten 5 Wochen). Die Züge fallen aus, die Kitas fallen aus usw.

Letztlich ist das, auch wenn natürlich inhaltlich bzgl Argumentation nicht richtig, Wasser auf die Mühlen der Skeptiker bzgl der Corona-Maßnahmen. Seit 2,5 Jahren quatschen die Leute einem die Ohren voll, dass es nach Corona so sein wird, dass alle wegen anderer Krankheiten dann zeitgleich flachliegen und jetzt ist es genau so.
Da können wir hier noch so wissenschaftlich diskutieren wie wir wollen, das interessiert erhebliche Teile der Bevölkerung nicht.


Lieber Werner, ich verstehe nicht, was du damit ausdrücken möchtest. Die aktuelle hohe Infektionsquote bei Kindern ist doch unmittelbar auf die Corona-Massnahmen zurückzuführen.

Andersrum: Ohne Social Distancing in den letzten Jahren hätten die Kinder jährlich ihre 11% Infektionsquote gestemmt und nicht - wie zur Zeit gerade - alle auf einen Schlag, oder?

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2cvrs schrieb:

Die aktuelle hohe Infektionsquote bei Kindern ist doch unmittelbar auf die Corona-Massnahmen zurückzuführen.

Vielleicht lebe ich ja in einer merkwürdigen Blase, aber soweit ich das bei meinen Jungs mitbekommen habe, trug in der Schule bereits letzten Winter quasi niemand mehr eine Maske.
In Grundschulen gab es noch früher kaum Maßnahmen und die Kindergärten hatten ab Sommer 2020 weitgehend volle Belegung.
Falls meine Wahrnehmung daneben ist, lasse ich mich gerne korrigieren.
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Schönesge schrieb:

Heißt: SUVs und Flüge nach Teneriffa werden so teuer, dass alle Kosten (Umweltschäden, Hungersnöte etc.) erfasst werden.


Also bezahlt man einfach für's gute Gewissen und darf weiter in den Urlaub reisen, andere aber nicht?

Wie will man denn Kosten kalkulieren für etwas, was vielleicht mal eintreten könnte?

Oder isses nicht einfach nur ein Alibi: Den politischen Poppes in der Hose um generell Flüge zu verbieten hätte man eh nicht, also macht man's einfach unerschwinglich in der Hoffnung dass es einfach weniger gibt, die es sich leisten können. Aber nach außen ist man safe, man hat ja nix verboten.

Fände ich im übrigen scheinheilig.

Wie vieles hier im Thread auch: nennt doch das Kind beim Namen:

- Verbot sämtlicher Flugreisen zum Privatvergnügen
- Abschaffung hochmotorisierter Fahrzeuge, Kfz's etc., Fahrverbote
- Verbot oder Einschränkung bei der Fleischabgabe an die Bevölkerung
- Faktisch keine Waren mehr importieren die nicht absolut notwendig für den Fortbestand des Staates sind
- Kohleausstieg + AKW, am besten sofort
- ...

Das sind doch einige der Dinge, die hier laut Thread sofort angegangen werden müssten, um überhaupt ne Restchance zu haben.

Aber das mal offen auszusprechen traut man sich auch nicht. Aber entweder ist das ein Teil der Sofortforderungen, dann muss man damit hier auch antreten.


Ich für meinen Teil halte diese im übrigen für absolut utopisch.
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Du drehst das Vorgehen mit Deinem Beitrag in Richtung von Vergnügungsverboten. Das finde ich deplatziert.

Mal angenommen, man könnte exakt die Folgekosten jeglicher Aktivitäten beziffern. Wäre es dann nicht angemessen, die Aktivitäten mit den sich daraus ergebenden Preisen zu versehen?

Jetzt ist es so, dass die Kosten nicht exakt zu beziffern sind. Aber wissen wir nicht auch so, dass spottbillige Vergnügungsflüge nach Malle ein Problem darstellen und dass die Folgekosten in diesen Fällen definitiv nicht inkludiert sind? Warum ist es nicht möglich, die nicht inkludierten Folgekosten anzuprangern, ohne dass gleich unterstellt wird, man wolle Alles verbieten?
Und mal weiter gedacht: mal angenommen, es könnten Hunger, Dürren, Überschwemmungen und das Aussterbene zehntausender Arten verhindert werden, wenn ab sofort auf 95% der Flüge verzichtet würde. Was wäre Deine Konsequenz?
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Schönesge schrieb:

hawischer schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Sorry, aber das ist absoluter Quatsch. Du brauchst daraus auch überhaupt keine politische Diskussion zu machen. Für das 1,5 °C-Ziel, an dessen Begleiterscheinungen wir uns evtl. noch hätten anpassen können, hätten wir an allen Stellschrauben drehen müssen, derer wir hätten habhaft werden können. Haben wir nicht, machen wir nicht, planen wir nicht. Das Ziel ist bereits verloren, aus, fertig. Was das mit Sozialismus zu tun hat, weiß ich nicht. Aber klar, dass du hinter allem den Sozialismus witterst, so wie du das hier die ganze Zeit über machst.

Die aufkommende Katastrophe für die dir nachfolgenden Generationen mit "So hat halt jeder seine Sicht der Dinge" abzubügeln ist das, was ich mit "leger" meine. Und dass du nicht der Einzige bist, der noch heute so denkt, ist auch der Grund dafür, dass sich Leute auf die Straße kleben.

Es gibt verschiedene Denkrichtungen, darauf habe ich hingewiesen. Das ist alles.
Meine Richtung habe ich erläutert.


Und es ist auch gut so, dass es unterschiedliche Denkrichtungen gibt. Nur wenn du schreibst:

"Überzeugen wird das diejenigen. die bei Nichteinhaltung der 1,5 Grad die Apokalypse sehen, allerdings nicht.
Ändern werden sie aber auch nichts
"

verstehe ich nicht so wirklich was du damit meinst. Auch wenn Deutschland evtl weiterhin unter katastrophalen Bedingungen zumindest bewohnbar bleiben sollte, so gilt das heute mit fast absoluter Sicherheit für andere Regionen nicht. Was machen wir mit diesen Millionen von Menschen. Sie als "Wirtschaftsflüchtlinge" wieder ins Feuer schicken, in ein Feuer, für das wir mit unserer (Deutschland mit einem der größten ökologischen Fußabdrucke weltweit...) Lebensweise Verantwortung tragen?

Die Zukunft ist ungewiss und Hermann beschreibt ein aus ihrer Sicht mögliches Szenario. Ich glaube auch nicht dass es dazu kommen wird, was mir aber neu wäre ist, dass sie befürwortet, ihre beschriebene Lebensanpassung undemokratisch zu erreichen zu wollen. Insofern verstehe ich auch hier deinen Punkt nicht.


Du vernachlässigt, wie andere hier auch die Technologie und die Anpassungsfähigkeit. Vergleiche bitte den Stand der Technik von Anfang des letzten Jahrhunderts mit heute und schreibe diese Entwicklung fort. Es spricht nichts gegen ein weiteres Fortschreiten. Im Gegenteil. Der Druck durch die Notwendigkeiten erhöht die technischen Leistungen und die Geschwindigkeit

"Wie es heißt, waren die letzten hundert Jahre durch steigende Temperaturen und immer mehr klimabedingte Naturkatastrophen gekennzeichnet. Die Zahl der Todesopfer von Fluten, Dürren, Stürmen, Waldbränden und Extremtemperaturen sank im dem Zeitraum vom fast 500 000 auf weniger als 20 000 im Jahr. Das ist umso beeindruckender, als zugleich die Weltbevölkerung sich auf 8 Milliarden Menschen mehr als vervierfachte.
Solche Resistenz gegen höhere Temperaturen legt nahe, nicht nur auf dem CO2, sondern auch der Anpassung an den Klimawandel mehr Aufmerksamkeit zu widmen."

(Aus dem Artikel "Japan macht es vor" aus der FAS von heute).

Der Meinung bin ich auch
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hawischer schrieb:

Du vernachlässigt, wie andere hier auch die Technologie und die Anpassungsfähigkeit. Vergleiche bitte den Stand der Technik von Anfang des letzten Jahrhunderts mit heute

Zum einen stieg der CO2-Ausstoß trotz aller Weiterentwicklung allein durch die schiere Masse und zum anderen sind innerhalb bestehender Technologien eben keine Sprünge mehr zu erwarten, die mal einfach nebenher 90% Effizienzsteigerung liefern.
Vieles ist faktisch ausgereizt.

hawischer schrieb:

"Wie es heißt, waren die letzten hundert Jahre durch steigende Temperaturen und immer mehr klimabedingte Naturkatastrophen gekennzeichnet. Die Zahl der Todesopfer von Fluten, Dürren, Stürmen, Waldbränden und Extremtemperaturen sank im dem Zeitraum vom fast 500 000 auf weniger als 20 000 im Jahr. Das ist umso beeindruckender, als zugleich die Weltbevölkerung sich auf 8 Milliarden Menschen mehr als vervierfachte.
Solche Resistenz gegen höhere Temperaturen legt nahe, nicht nur auf dem CO2, sondern auch der Anpassung an den Klimawandel mehr Aufmerksamkeit zu widmen. [...]"

Jetzt wo Du es sagst, fällt mir erst auf was für ein Dummerchen ich bin.
Warum sollten wir versuchen, die Zunahme von Naturkatastrophen zu verhindern, wenn es doch mittels Frühwarnsystem und zuende gedachter Technologien ganz einfach ist, die Menschen per Drohnen aus den betroffenen Regionen zu befördern.

Sorry, aber so einen Unfug habe ich hier selten gelesen.
So zu tun, als hätte die unmittelbare Rettung von Menschenleben etwas mit einer Anpassung an den Klimawandel zu tun, hat schon Querdenkerniveau.

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Die UEFA hat ein "Filmchen" zum Europa League Finale online. War mir bis dato nicht bekannt, daher packe ich es mal in den alten Thread. 12:37 Minuten mit tollen Aufnahmen, alle wichtigen Spielszenen - teils aus "unbekannten" Kameraperspektiven. Dazu viele Bilder der Tribünen und beider Fanlager - mal euphorisiert, mal mit dem Nerven am Ende. Zum Anschauen muss man sich mit dem UEFA-Account anmelden, lohnt sich aber definitiv.

UEL Final 2021/22: Official Film
Go behind the scenes at this season's UEFA Europa League final, as Frankfurt took on Rangers in Seville.
https://www.uefa.tv/video/vod/363609/
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Wow! Das ist ein Gänsehautvideo.
Danke!
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franzzufuss schrieb:

Wie ist dein Bauchgefühl da?


Wirklich nur reines Bauchgefühl ohne jegliches Wissen: Er ist dann wieder voll bei der Eintracht, allerdings dann mit erkennbar mehr Gewicht und Einfluss bei der DFL.
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Andy schrieb:

Wirklich nur reines Bauchgefühl ohne jegliches Wissen: Er ist dann wieder voll bei der Eintracht, allerdings dann mit erkennbar mehr Gewicht und Einfluss bei der DFL.

Dein Bauchgefühl nehme ich.
Meines sagt mir, dass er sehr genau abwägen wird, ob er im gewohnten Umfeld Begonnenes fortführen oder einen großen Schritt auf seiner Karriereleiter erklimmen wird.
In den letzten 20 Jahren habe ich nur äußerst selten erlebt, dass jemand mit großer Strahlkraft und Führungsstärke einen möglichen Karriereschritt ausgeschlagen hat.
Hellmann hat sich über Jahrzehnte kontinuierlich entwickelt. Da fällt es mir sehr schwer zu glauben, dass er seine Karriere auf dem aktuellen Niveau "ausklingen" lässt.
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Danke Xaver für die Erläuterungen zu den aktuellen gehäuften Erkrankungen. Da scheint sich seit Sommer ein neues Märchen festzusetzen.
Die Darstellung von Dir @FrankenAdler zeigt gut, was es mit den aktuellen gehäuften Erkrankungen auf sich hat. Danke auch für Deine Beiträge zur Auswirkung auf Kinder und Jugendliche letzte Woche. Da bin ich nicht weiter drauf eingegangen weil ich mich einfach gut abgeholt und informiert gefühlt habe.

Danke auch an Werner für die Einordnung der Zahlen.
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Liebe Forumsgemeinde,

in den letzten Tagen haben wir im Moderatorenteam intensiv diskutiert, wie wir mit bestimmten Situationen im D&D sinnvoll umgehen können. Vielen Dank an euch dafür, dass ihr die Zeit bis zu unserer Rückmeldung geduldig ausgeharrt habt.

Bei der Betrachtung der Ausgangslage sind wir uns vermutlich alle einig. Im D&D kommt es insbesondere in politisch geprägten Threads relativ schnell zu Scharmützeln unter den immer wieder gleichen Protagonisten.
Auslösendes Element dafür sind aus unserer Sicht drei Verhaltensweisen:
1. Themen werden in sich ins Unendliche ziehende Nebendiskussionen zerfleddert
2. Es wird sehr selektiv aus Quellen zitiert und dabei die Kernaussage der Quelle falsch wiedergegeben
3. Persönliches Angehen einzelner Protagonisten gegen Andere

Erstgenanntes führt immer wieder dazu, dass der Kern der Diskussion verloren geht. Der Sinn und Nutzen der betroffenen Threads geht damit teilweise verloren. Da recht gut prognostizierbar ist, von welchem Personenkreis dieses Abschweifen vom Kern bewusst oder unbewusst ausgelöst wird, ist es ein echtes Ärgernis, solche Verläufe zu beobachten.
Für uns als Moderatorenteam ist das schwierig zu moderieren. Eine Möglichkeit bestünde darin, sinnlose Verästelungen, die sich nur noch zwischen zwei Usern abspielen, zukünftig zu unterbinden. Wesentlich lieber wäre es uns aber, wenn ihr euch hier selbst ein Stück zurücknehmen könnt und überlegt, ob der 27. Aspekt unbedingt auch noch genannt werden muss.

Der zweite Punkt ist ein richtiges Ärgernis und ist uns in den letzten Wochen vermehrt aufgefallen.
Es ist im Sinne einer Diskussionskultur unsäglich, wenn auf diese Weise agiert wird. Es gibt User im Forum, die viel Energie dafür aufwenden, Quellenanalysen zu betreiben und Aussagen ins rechte Licht zu rücken. Es führt aber auch zu enormen Unmut, schadet der Diskussionskultur massiv und führt zu Frust der Beteiligten.
Das sauber zu moderieren ist nicht einfach, da es auch für uns viel Zeit beansprucht, uns in eine fundierte Quellenanalyse zu begeben. Was - wohlgemerkt - nicht unsere Aufgabe ist. Dennoch möchten wir im  Sinne von Eintracht Frankfurt verhindern, dass das D&D wiederholt  für die Verbreitung von Halbwahrheiten missbraucht wird.

Wer zukünftig dadurch auffällt, wiederholt Zitatfetzen in falschen Kontexten wiederzugeben und damit Diskussionen ins Negative befeuert oder derailt, wird eine Pause im D&D erhalten.    
Hierbei kann es keine messerscharfe Trennlinie geben. Es wird dabei schwer sein, immer objektiv nahvollziehbar zu urteilen. Die zu erwartende gefühlte Ungerechtigkeit dahinter ärgert uns genauso wie euch. Es wird aber in diesen Fällen so sein, dass wir eher auf Verdacht löschen werden, da wir, wie geschrieben, weder Ressourcen oder Kompetenz haben, Quellen auf ihre Richtigkeit tiefergehend zu prüfen. Wir werden hier im Zweifel stichprobenartig vorgehen.
Wir möchten Euch weiterhin bitten, uns dabei mit qualifizierter Meldung zu unterstützen. Es mag zwar unübersichtlich sein, das Meldekästchen ausführlich zu befüllen, aber es geht.

In diesem Sinne: Gebt euch bitte Mühe ordentlich zu zitieren und Aussagen ordentlich wieder zu geben.

Ihr kennt die Triggerpunkte eurer Diskussionspartner:innen sehr genau. Respektiert diese und richtet eure Beiträge darauf und nicht dagegen aus.

Zuletzt das persönliche Angehen, das auf die beiden ersten Punkte folgt. Hier appellieren wir an euch, euch im Sinne der Diskussionskultur zurückzuhalten. Wir haben wenig Lust als Kindergärtner für eure Scharmützel zu dienen.


Wir wissen, dass euch dieses Thema genauso am Herzen liegt wie uns. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir wieder zurück zu der starken Diskussionskultur finden, die dieses Forum ausmacht.

Viele Grüße
Das Moderatorenteam
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Die Razzia ging insbesondere gegen Reichsbürger, weswegen Beiträge zu den Razzien in der Szene entsprechend verschoben werden.
Persönliche Sticheleien gegen User dürfen übrigens gerne unterlassen werden.
VG - Luzbert

2 Beiträge wurde in "Wie umgehen mit den Rechtsradikalen?" verschoben.

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Luzbert schrieb:

Der Zero-Covid Ansatz für Deutschland stammt aus dem Jahresanfang 2021, als gerade die ersten Menschen ihre Impfung erhielten. Zu dem Zeitpunkt war das eine Möglichkeit Menschenleben zu retten.
Wichtig ist in meinen Augen sich daran zu erinnern, dass es bei der für Deutschland in den Raum gebrachten Zero-Covid-Strategie darum ging, die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, um ganz gezielt über Kontaktverfolgung weitere Verbreitung unterbinden zu können. Langfristige und wiederkehrende flächendeckende Schließungen sollten verhindert werden.

Schon klar. Dabei wurden aber sowohl die Wirkmacht der Impfungen, als auch die Mutationsgeschwindigkeit des Virus massiv unterschätzt. Die Menschen, die immunschwach oder besonders gefährdet sind, sterben trotz Impfung immer noch. Wenn es um irgendwas ging, dann darum das kaputt gesparte Gesundheitssystem vor dem totalen Kollaps zu bewahren.

Ganz davon abgesehen, muss man heute einfach eingestehen, dass wir unfassbare Kollateralschäden durch die monatelangen Kontaktbeschränkungen erzeugt haben.
Zwei komplette Geburtsjahrgänge ohne trainiertes Immunsystem, zwei Einschulungsjahrgänge ohne stabile soziale Bezugsrahmen, vier Semester Studienanfänge ohne Bezugs- und Unterstützungsrahmen.
Wir haben nebenbei das gesamte psychiatrische und therapeutische Netz auf Jahre hinaus in die Überlastung geführt. Jugendhilfe und Kinderkliniken sind am Zusammenbrechen, die Struktur der Arbeitsförderung ist weitgehend zerstört und in allen sozialen und pflegerischen Berufen haben massenweise Fachkräfte die Grätsche gemacht.
Ein Komplettlockdown im Sinne der Null-Covid-Strategie hätte weiten Teilen der benannten Struktur komplett den Rest gegeben.
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FrankenAdler schrieb:

Ganz davon abgesehen, muss man heute einfach eingestehen, dass wir unfassbare Kollateralschäden durch die monatelangen Kontaktbeschränkungen erzeugt haben.

Deine angebrachten Punkte kann ich großteils nachvollziehen, bin aber zu weit weg von den Auswirkungen, um eine Einschätzung darüber vornehmen zu können, wie das abzuwägen wäre.

Ohne Dich damit in Bedrängnis bringen zu wollen fände ich es interessant, ob es inzwischen Untersuchungen gibt, die eine halbwegs vernünftige Gesamtbetrachtung vornehmen. Weißt du dazu etwas?
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Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt, dass sich das bei uns nicht durchgesetzt hat. Auch die Impfdebatte wurde ja in weiten Teilen ad absurdum geführt.
Schon heftig, wenn ich heute zurückblicke. Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.
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FrankenAdler schrieb:

Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen.

Christian Drosten hat 2020/2021 mehrfach betont, dass der Weg in die Endemie nicht möglich ist, ohne dass es auf Basis eines Impfschutzes zu Infekten kommt.
Nach meinem Empfinden hat es China verpasst, das Virus halbwegs kontrolliert durch eine frisch immuniserte Bevölkerung laufen zu lassen.

Der Zero-Covid Ansatz für Deutschland stammt aus dem Jahresanfang 2021, als gerade die ersten Menschen ihre Impfung erhielten. Zu dem Zeitpunkt war das eine Möglichkeit Menschenleben zu retten.
Wichtig ist in meinen Augen sich daran zu erinnern, dass es bei der für Deutschland in den Raum gebrachten Zero-Covid-Strategie darum ging, die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, um ganz gezielt über Kontaktverfolgung weitere Verbreitung unterbinden zu können. Langfristige und wiederkehrende flächendeckende Schließungen sollten verhindert werden.

Hätte man dafür passende Methoden und Mittel im Schrank stehen, wäre dies übrigens bereits nach einem ersten Lockdown ohne weitere größere Einschränkungen umsetzbar.
Allerdings gehe ich davon aus, dass bei einer erneuten Pandemie selbst der erste Lockdown kaum durchsetzbar sein würde.

Mit Blick auf China vermute ich, dass die vielen Mutationen, die durch die extrem hohen weltweiten Infektionszahlen auftraten, jetzt eben dazu führen, dass sich das Virus anscheinend nicht mehr ohne übelste Maßnahmen eindämmen lässt. Mit den aktuellen Omikronvarianten ist die Infektiosität scheint das schlichtweg unbeherrschbar zu sein.
Dazu kommt, dass die chinesischen Impfstoffe weit weniger wirksam waren als die in Europa Verwendeten.
Und selbst hier wissen wir, wie stark der Schutz mit den Mutationen nachgelassen hat.
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Luzbert schrieb:

Cyrillar schrieb:

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Heftig!
Ich drücke die Daumen, dass ihr das damit jetzt hinter euch habt!

Cyrillar schrieb:

Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten"

Zuletzt twitterte Karl Lauterbach, dass man für die Winterwelle gut vorbereitet sei.
Wäre es Dir lieber, er würde "Alarm" schlagen?


Nein, eigentlich erwarte ich das er früher und schneller reagiert wenn es um ändere Themen als Corona geht. Das er die Coronavorgaben beendet und die Kliniken jetzt nix mehr vorhalten etc.
Er hat das Thema RSV vor 2 Tagen mal erwähnt, ein akuter Kollaps des Gesundheitssystems welches sich seit einigen Wochen ankündigt und auch letztes Jahr schon ein Problem war.

Kaum sagt man was bezüglich Corona kommen 25 Links zu Studien... Ich Wette selbst jetzt wo es in den Medien ein größeres Echo gibt sieht hier keiner ein wirkliches Problem.
Eben weil erwachsene nicht betroffen sind 😉

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Cyrillar schrieb:

Kaum sagt man was bezüglich Corona kommen 25 Links zu Studien... Ich Wette selbst jetzt wo es in den Medien ein größeres Echo gibt sieht hier keiner ein wirkliches Problem.
Eben weil erwachsene nicht betroffen sind 😉

Tatsächlich finde ich den laxen Umgang mit dem RSV-Virus erschreckend und trage beim Einkaufen sowohl wegen Corona als auch wegen des RSV-Virus eine Maske.
Mit Blick auf Corona zum Selbstschutz, weil ich ungerne nochmal knapp 8 Wochen lang Performanceeinbußen spüren möchte, und mit Blick auf RSV zum Fremdschutz.

In Schweden sollen Kindergartenkinder übrigens Zuhause bleiben, wenn sie Geschwister haben, die unter einem Jahr alt sind. Genauso wie ich Maßnahmen bei Corona zumeist nachvollziehen konnte, fände ich diese auch jetzt nachvollziehbar.
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Luzbert schrieb:

Cyrillar schrieb:

Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

Magst Du helfen und aufzeigen, wer vor dem Zusammenbruch durch die nächste Welle warnt?
Wenn es sich bewahrheitet, dass die Wellen immer schneller brechen und dazu vielleicht ausreichend vor allem Gefährdete einen halbwegs frischen angepasste Impfschutz haben, droht vielleicht gar keine Überlastung.


Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten" während aktuell Kinder mit RSV nach Hause geschickt werden.
Immerhin hat Lauterbach vor 2 Tagen Hilfe versprochen. Wie auch immer das aussieht.

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Und mir ist Corona mittlerweile dann tatsächlich egal.
Nach 2 mal RSV und einer Lungenentzündung dazwischen war die Coronainfektion quasi erholsam. 2 Tage Rotz und die kleine war wieder fit.

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Cyrillar schrieb:

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Heftig!
Ich drücke die Daumen, dass ihr das damit jetzt hinter euch habt!

Cyrillar schrieb:

Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten"

Zuletzt twitterte Karl Lauterbach, dass man für die Winterwelle gut vorbereitet sei.
Wäre es Dir lieber, er würde "Alarm" schlagen?
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Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

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Cyrillar schrieb:

Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

Magst Du helfen und aufzeigen, wer vor dem Zusammenbruch durch die nächste Welle warnt?
Wenn es sich bewahrheitet, dass die Wellen immer schneller brechen und dazu vielleicht ausreichend vor allem Gefährdete einen halbwegs frischen angepasste Impfschutz haben, droht vielleicht gar keine Überlastung.
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Endless schrieb:

China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.


Aber wie will China jemals aus der Spirale rauskommen?
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SGE_Werner schrieb:

Endless schrieb:

China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.


Aber wie will China jemals aus der Spirale rauskommen?

Vor allem brennt es dort offenbar an den verschiedensten Stellen. Während die Menschen teilweise bis zu 3 Monate in ihren Wohnungen eingesperrt sind und sich Proteste gegen PCR-Testungen und Maßnahmen formen, protestieren gleichzeitig Menschen in Fabriken gegen Lockerung von Maßnahmen an den Arbeitsplätzen.

China steckt tatsächlich in einer ziemlichen Sackgasse. Einfach alles zu Öffnen, könnte angesichts der geringen Immunisierung ein echtes Problem werden. Die Regierung ist sich dessen offenbar bewusst und versucht, die Impfungen hoch zu treiben. Den heimischen Impfstoffen wird dabei offenbar mit Skepsis begegnet und ausländische Impfstoffe sind nicht zugelassen. Mich würde interessieren, ob es andere Impfstoffe gibt, die eine höhere Akzeptanz erfahren und besser angenommen würden.

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Iran richtig nervig am Ende. Erste HZ machen sie nix, zweite HZ machen sie etwas, aber nicht gut und dann wollen sie zwei Mal Elfmeter für wenig oder nix und scheissen Lahoz zusammen, der richtig entschieden hat.

Ne, die letzten Minuten hat der Iran alle Sympathien wieder verspielt. Sowas Lächerliches.
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SGE_Werner schrieb:

Ne, die letzten Minuten hat der Iran alle Sympathien wieder verspielt. Sowas Lächerliches.

Ich habe nur die letzten Minuten gesehen und habe dem Iran ohne das Wissen um den Spielverlauf meine mir eigene Underdog-Sympathie entgegengebracht. Dass die Elfmeterversuche lächerlich waren, ist natürlich richtig. Dennoch hätte ich den durch die Beine geschlupften Ball gerne ins Tor kullern sehen. Wann hat man das schonmal, dass ein Spieler den Torwart tunnelt und sich gleich mit durch schiebt?
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Wehtut eigentlich jemandem noch diese "Impossible is nothing"-Satzstellung auf der Adidas-Werbebande?
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Misanthrop schrieb:

Wehtut eigentlich jemandem noch diese "Impossible is nothing"-Satzstellung auf der Adidas-Werbebande?

Schlimm das ist, ist es nicht?
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Vael schrieb:

Joah, aber nimmer bei mir.

       

Aber bei Millionen, die Beiträge zahlen. In den nächsten Jahren kommen verstärkt die babyboomer in Rente, die Belastungen für die Rentenversicherung werden enorm steigen. Die bisherigen Lösungen, Beiträge steigen lassen und Steuergelder werden nicht mehr funktionieren.
10 Milliarden wird die Regierung als Start in die Kapitalmärkte investieren. Eigentlich Peanuts für die Volumina die in der Rentenversicherung bewegt werden. Soll ja auch erst ein Anfang sein.
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hawischer schrieb:

Aber bei Millionen, die Beiträge zahlen. In den nächsten Jahren kommen verstärkt die babyboomer in Rente, die Belastungen für die Rentenversicherung werden enorm steigen. Die bisherigen Lösungen, Beiträge steigen lassen und Steuergelder werden nicht mehr funktionieren.

Völlig richtig.
Hat aber nichts mir der Eingangsdiskussion zu tun, die sich darum dreht, dass heute diejenigen, die es sich leisten konnten Geld beiseite zu legen, von staatlichen Maßnahmen profitieren und diejenigen, denen es miserabel geht, weiter schauen müssen, wo sie ihr Essen her bekommen.