>

oezdem

8743

#
HeinzGründel schrieb:
Taunusabbel schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Komisch. Ich hab gedacht hier geht es um das Geschäftsgebaren der Firma Wiesenhof, dass man zurecht kritisiert. Stattdessen bekommt man hier allgemeine Ratschläge zur Lebensführung und eine Mitteilung wer zum Proletariat ( was ist das eigentlich) gehört und wer nicht.  


Bist heute in Stichellaune, was ?

Ich denke nicht daß man die Firma Wiesenhof isoliert betrachten kann, in der gesamten (billig) Fleisch- und Fischindustrie herrschen die gleichen Zustände. Also finde ich es durchaus legitim sich in dem Zusammenhang über Alternativen zu unterhalten.
Vor Allem wenn einem hier gesagt wird, daß die Leute aufgrund wirtschaftlicher Zwänge keine andere Möglichkeit haben als diesen Müll zu kaufen.


Das ist doch unbestritten. Ungeachtet dessen halte ich industrielle Massenproduktion von Lebensmittel für eine Notwendigkeit. Sie ist per saldo eben mehr Segen als Fluch, da sie eben zunächst mal sicherstellt dass die gesamte Bevölkerung ernährt werden kann. War ja nicht immer so. Eine rein auf Bio oder sonstige naturnahe Produktionsmethoden ausgerichtete Landwirtschaft könnte das nicht leisten. Jedenfalls nicht in Deutschland.

Was ich nicht mag sind Belehrungen mit erhobenen Zeigefinger, oder wenn für andere mitgedacht wird.( Da rede ich nicht von dir) Eine Entwicklung die sich in dieser Gesellschaft leider immer mehr breit macht.


nur damit ich dich verstehe, und wir über dasselbe reden: erkläre mir bitte kurz was du genau meinst, was eine unabdingbare notwendigkeit ist. meinst du, dass die massentierhaltung ein unbedingt notwendiger faktor der nahrungsmittelproduktion ist? oder meinst du einfach industrielle massenproduktion von nahrungsmitteln allgemein? zählt zu diesen notwendigkeiten dann auch die überfischung der meere oder überproduktion von gemüse in südspanien? und wen meinst du mit "die ganze bevölkerung"? meinst du weltweit oder z.b. die bevölkerung deutschlands? diese fragen sind nicht ironisch und rhetorisch, sondern ernst gemeint! vielen dank!
#
Dirty-Harry schrieb:


Als ich früher Marathon gelaufen bin, habe ich mal über Jahre wegen der angeblich besseren Ausdauerleistung auf Fleisch verzichtet. Hab mir in dieser  Zeit überwiegend Vollwertkost reingeschraubt(schmeckt auch noch richtig gut und ich bin der Mensch zuvor bzw.  früher gewesen der auch ne ganze Pute alleine gegessen hat).

Aber es ist ein Aufwand und ich glaube auch teurer.
Richtig schwierig ist, langfristig die insbesondere in Fleisch reichhaltig vorkommenden Dinge , wie z.b.Eisen und einige der Vit. B-Sorten genügend aufzunehmen.

Es geht,aber ist -insbesondere unter extremen körperl. oder sportl. Beanspruchungen-schwierig.

Können sich viele Menschen evtl. nicht leisten. Insbesondere aber seh ich viele Menschen überfordert, sich ohne Fleisch insoweit gesund und vollständig zu ernähren.


natürlich erfordert es auch, sich informationen über seine lebenmittel zu beschaffen, was ist wo drin etc. als vegetarier kriegt man die b-vitamine ganz einfach über milchprodukte. veganer haben da evtl. etwas weniger auswahl, durchaus aber auch genügend möglichkeiten.

zum thema leistungssport fiel mir dieses video wieder ein: http://vimeo.com/26194939 (vor allem die minuten ca. 4-10 sind für diesen aspekt (und den der gesundheit allgemein) interessant. hierbei handelt es sich um einen film über vegane lebensweise. ab min 4.15 wird eine vegan lebende marathonläuferin gezeigt, die "trotz" ihrer ernährungsweise 22 marathons gelaufen ist und einige davon gewonnen hat. danach kommt eine gesundheitexpertin zu wort, die über allgemeine gesundheitliche aspekte spricht. ich habe den film nicht komplett gesehen, aber diese beiden passagen fand ich sehr interessant!)  
#
Feiermeyer schrieb:
Meinen Respekt dafür, dass du kein Fleisch ist. Ich schaffe das nicht.


es ist alles eine frage der gewöhnung. am anfang ist es bestimmt nicht immer leicht, den versuchungen zu widerstehen. man muss sich eben etwas umstellen mit dem kochen, aber es gibt inzwischen auch durchaus schmackhafte alternativen. nahezu jeder supermarkt bietet inzwischen ja z.b. gemüsefrikadellen an oder ähnliches. da ist auch nicht alles besonders lecker von (so lecker wie selbstgemachte sowieso nicht...), aber mit der zeit weiß man eben, was man kaufen möchte und was nicht. generell ist es heutzutage eher die ausnahme, dass keine vegetarischen alternativen angeboten werden, wenn die auswahl auch nicht immer besonders reichhaltig ist... früher war es bestimmt um einiges komplizierter sich fleischfrei zu ernähren!
#
oezdem schrieb:
gewaltiges problem in der tierproduktion

es muss natürlich fleischproduktion heißen
#
Taunusabbel schrieb:
Feiermeyer schrieb:
Oezdem schrieb:
KroateAusFfm durchaus recht, dass das problem zu allererst die marktwirtschaftlichen zwänge sind, denen diese konzerne unterliegen.


Und wer kann die beeinflussen, bzw. vorgeben - jeder einzelne Konsument.



Eben. Ich finde die Denkweise auch absurd, daß man sich ja nicht komplett der Industrie entziehen kann und deshalb "nur" sein eigenes Gewissen beruhigt.

Wenn ich, durch mein Konsumverhalten, am Ende meines Lebens auch nur ein einziges (und es werden mit Sicherheit mehr sein) Tier davor bewahrt habe in dieser unsäglichen Maschinerie zu leiden, dann ist es doch gut. Und wenn eine Million Leute so denken, dann sind es schon eine Million Tiere.

Genau so wenig rette ich im Alleingang das Klima, nur weil ich regionales und vor allem saisonales Obst und Gemüse kaufe. Diesen Anspruch habe ich aber auch nicht.

Ich mache das, was in meinem Rahmen möglich ist (und was ich für sinnvoll halte)und je mehr Leute das auch tun, umso eher wird sich etwas ändern.

Mal abgesehen natürlich davon, daß es für die eigene Gesundheit auch zuträglicher ist ab und an darüber nachzudenken was man so in sich hineinstopft und es dazu auch noch besser schmeckt.

Aber, ich halte mich deswegen nicht für besser oder meine Lebensweise für die einzig richtige.  


ich habe das gefühl missverstanden worden zu sein. ich bin, wie ich hoffe verständlich gemacht zu haben, durchaus der meinung, dass der konsument eine gewisse entscheidunggewalt hat und er daher auch die pflicht hat, bewusst zu konsumieren anstatt willenlos das anzunehmen, was ihm angeboten wird. und ja, jedes tier, das nicht unter diesen bedingungen leben muss, ist ein (kleiner) erfolg!

wenn ich aber KroateAusFfms these zitiere, dass ein gewaltiges problem in der tierproduktion die kapitalistische logik ist, nach der die tiere zunächst mal kein lebewesen, sondern ein zu verkaufendes produkt sind, widerspricht das dem meiner ansicht nach nicht. ohne eine komplett durchindustrialisierte fleischproduktion würden wir diese diskussion doch überhaupt nicht führen. eben wegen dieser art der fleischproduktion habe ich übrigens vor jahren aufgehört fleisch zu essen und ich hoffe, dass das auch viele weitere menschen tun werden. ich werde es aber niemandem aufzwingen.
#
Feiermeyer schrieb:
oezdem schrieb:
assoziation "schwein-mit-der-hand-fangen" -> "gazelle-mit-der-hand-fangen" nahe liegt und mir auch in den sinn kam. wieso dir daraufhin aber sofort djakpa einfällt... sorry, ich weiß eigentlich gar nicht warum!


Keine Ahnung? Wahrscheinlich, weil er schwarz ist, am schnellsten rennt und auch so einen sympathischen Eindruck macht.

Immer dieses reflexartige losgeflenne, wenn es um Schwarze und Minderheiten geht.
Ich halte es da wie Serdar Somuncu: Auch Minderheiten haben ein Recht, dass man Witze über sie macht - selbst Behinderte, damit werden sie nämlich Teil der Gesellschaft, was oftmals ihr größter Wunsch ist und ihnen dennoch verwehrt bleibt.

Ich bin 24 Jahre alt, fern von jeglichem Rassismus oder Diskriminierung, habe Freunde jeglicher Herkunft, keinerlei Vorurteile (außer gegen Ossis   - spaß!! ) und hab keine Lust mich wegen jedem witzig gemeinten Kommentar rechtfertigen zu müssen. Bullshit!

Diese tabuisierte Gesellschaft stellt die Menschen, die sie "schützt" doch ins Abseits. Wacht auf, klärt euch auf!

Und denk dran, der Ton macht die Musik. Wie man etwas sagt ist häufig genauso wichtig, wie der Inhalt.


wenn du so fern von jeglichem rassismus bist, wieso spielt dann für dich eine rolle, welche hautfarbe djakpa hat? und wieso bist du dann so tierisch empört über meinen einwand? rassismus beginnt nicht mit einem lustig gemeinten witz über "minderheiten" und auch "freude jeglicher herkunft" schützen nicht davor bzw. sind kein indiz dafür, nicht rassistisch zu sein. hierbei war doch alleine die hautfarbe des spielers entscheidend. sonst haben die beiden nicht allzuviele ähnlichkeiten, sie haben verschiedene nationalitäten, spielen auf verschiedenen positionen, sind kinder unterschiedlicher generationen... mehr dazu aber lieber per pn, ist nämlich nicht das thema hier.

Feiermeyer schrieb:
Und wer kann die beeinflussen, bzw. vorgeben - jeder einzelne Konsument.


da sind wir doch gar nicht soweit entfernt voneinander. ich hatte gehofft, dass auch mehr oder weniger im meinem beitrag deutlich zu machen, dass sich jeder gedanken machen kann, wie er sich ernähren möchte.
#
bevor ich zum eigentlichen thema komme, eine kleine anmerkung:

Feiermeyer schrieb:
Ei, desteweche ham mer doch de Djakpa geholt. Der fängt aach Gazelle mit de Hand  


nix für ungut, aber kann man vielleicht mal aufhören, bei jedem schwarzen spieler, der bei der eintracht spielt, das alte badesalz-zitat rauszuholen? ich finde den sketch auch lustig, allerdings macht er sich weniger über die schwarzen spieler sondern über den fußballfan lustig, der mit stereotypen aller art einen spieler wie "anthony yeobah/sabini" bewertet, mal überschwänglich negativ und dann positiv... wohldosiert an der richtigen stelle nach wie vor ganz lustig, aber bitte nicht immer jeder, wenn es um schwarze fußballspieler geht. danke! damit meine ich nicht nur dich, es fällt aber auf, dass dieser spruch sehr oft mindestens einmal in threads zu schwarzen spielern auftaucht und jetzt sogar hier. ich muss zugeben, dass die assoziation "schwein-mit-der-hand-fangen" -> "gazelle-mit-der-hand-fangen" nahe liegt und mir auch in den sinn kam. wieso dir daraufhin aber sofort djakpa einfällt... sorry, ich weiß eigentlich gar nicht warum!  

das nur abseits der eigentlichen diskussion, zum thema:

ich würde auch niemals jemandem vorschreiben, was er zu essen hat, allerdings gibt es viele argumente, sich ganz genau zu überlegen, wie man sich ernährt. die nahrungsmittelindustrie ist natürlich auf gewinnmaximierung ausgelegt, da verwundert es nicht, dass dann eben auch bei der qualität der waren und den arbeitsbedingungen der menschen gespart wird. ich gebe KroateAusFfm durchaus recht, dass das problem zu allererst die marktwirtschaftlichen zwänge sind, denen diese konzerne unterliegen. wenn man trotzdem aber ohne nachzudenken alles frisst, was einem vorgesetzt wird, kommt man aus dieser situation auch nicht so einfach wieder heraus. wir kommen nicht umhin, nahrungsmittel zu konsumieren, das ist klar, aber wenn sich jeder auch nur ein bischen mehr zeit nähme, den eigenen konsum zu hinterfragen, wäre schon einiges getan. dabei geht es dann auch nicht um künstliche preissteigerungen oder regulationen des fleischkonsums von außen. es gibt aber durchaus die möglichkeiten sich über verschiedene erzeuger, die qualität ihrer waren und nicht zuletzt, wem es wichtig ist, auch über deren ethische grundsätze zu informieren, sowie sich generell zu fragen, woher es kommt, dass man eine mahlzeit ohne fleisch als minderwertige mahlzeit erachtet.  

es ist eigentlich erstaunlich, dass ein so wichtiges thema wie die nahrungsaufnahme eine so geringe rolle im alltag vieler menschen spielt. es geht dabei schließlich nicht nur um die produktionsbedingungen sondern im endeffekt auch um die eigene gesundheit. es geht dabei übrigens nicht nur um fleisch, sondern um fast jedes lebensmittel, was bei uns so auf den tisch kommt. kaufe ich den billigen reis, oder den fair gehandelten? nur ein beispiel. natürlich ist das alles auch eine finanzielle frage, aber ich sage ja auch gar nicht, dass es für jeden möglich ist, sich immer perfekt und ethisch korrekt zu ernähren. ein bischen beschäftigung mit dem thema führt aber bestimmt oft zu interessanten erkenntnissen und dem bewusstsein für eine, ganz pauschal gesagt, "bessere" ernährung.

aber: das soll jeder halten wie er will. wer will, soll den fraß fressen, der ihm vorgesetzt wird, ich werde das (meistens) nicht tun.

interessant ist übrigens auch der film "we feed the world", ein film, der sich mit nahrungsmittelproduktion auseinandersetzt. weil der ausgangspunkt der diskussion hühner"produktion" (sic!) war, hier ein kleiner ausschnitt aus dem film, der sich genau damit auseinandersetzt, vom maschinellen brüten, übers fließband zum mästen bis hin zur schlachtung in ca. 3 wochen. ohne maden und totgetrampelte hühner (soweit ich mich erinnere), aber trotzdem sehr eindrucksvoll, wie ich finde! http://www.youtube.com/watch?v=0QZLQkjXdNQ
#
El-Toro schrieb:
mickmuck schrieb:

ohne zu wissen was wirklich war, was hatte özil auf dem platz verloren?  


Wahrscheinlich das gleiche wie die gesamte Barcelona-Bank. Wäre die nicht (mal wieder) aufs Feld gestürmt, wäre es nicht zu diesen häßlichen Schlußszenen gekommen.  



hätte marcelo nicht diese üble grätsche ausgepackt, hätte es auch ohnehin keinen grund gegeben aufs feld zu stürmen! von den diversen tritten und checks gegen messi im laufe des spiels mal ganz zu schweigen... scheiß verlierer...  
#
giordani schrieb:
Ich habe bewußt nicht explizit vom deutschen Rassismus geredet, er ist europäisch-weiß, ob der nun von Niederländern, Deutschen, Briten etc. ausgeübt wird ist zweitrangig. Trotzdem ist es ja nicht so das den erst die südafrikanische Apartheidsregierung dort eingeschleppt hätte.


ich denke darauf können wir uns alle einigen!  

FredSchaub schrieb:
Ich glaube nicht, dass man im südlichen Afrika ausgerechnet von einem "deutschen Rassismus" sprechen kann. Ohne relativieren zu wollen haben die anderen europäischen Mächte dort einen ähnlichen - wenn nicht gar schlimmeren - Mißstand getrieben (Bsp.: König Leopold Land mit dem Hand abhacken).


da möchte ich aber, nix für ungut, einhaken. klar ist der rassismus der anderen kolonialmächte nicht "besser", vom prinzip her. allerdings wird der deutsche kolonialismus mit solchen argumenten oftmals regelrecht verharmlost. deutsche truppen haben in namibia, oder, wie sie es damals nannten, "deutsch-südwestafrika" einen völkermord verübt (drängen der herero in die omahekesteppe und systematische abriegelung derselben und der meisten darin enthaltenen wasserstellen) und etliche menschen deportiert und in konzentrationslagern (z.b. das lager auf der bereits erwähnten haifischinsel) interniert, wobei etliche weitere starben. auch in folge des maji-maji-aufstands im sog. "deutsch-ostafrika", bei dem deutsche truppen die felder verbrannten, starben viele menschen den hungertod. die deutsche kolonialvergangenheit wird oft auf grund ihrer relativen kürze und räumlich gesehen relativ geringen ausdehnung für harmlos(er) gehalten, das war sie aber ganz und gar nicht. ein weiterer aspekt sind die kolonialrevisionistischen tendenzen nach der zwangsweisen abgabe der kolonie. die gab es nicht nur, wie erwähnt, in namibia selbst, sondern auch in der weimarer republik, wo der verlust der kolonien ein großes thema war und mit all seiner unkritischen kolonialromantik, die wie wir wissen auf rassistischen annahmen fußt, mit ein grund für hitlers wahlerfolg 1933 war. die folgen dessen sind uns allen etwas präsenter. und auch wenn es bestimmt nicht richtig ist, diese alleine auf die deutsche kolonialvergangenheit zu reduzieren, so zeigt sich doch genau dort der beginn einer kontinuität einer rassisistischen deutschen politik die in zwei völkermorden geendet ist. ich halte daher wenig davon diesen teil der deutschen geschichte derart auszuklammern wie es heute oft geschieht.  

vielleicht gehört das alles aber wirklich eher in einen eigenen thread...
#
EFCB schrieb:
oezdem schrieb:

100 % zustimmung! besser hätte ich es nicht ausdrücken können. der weiße rassismus in namibia ist ein resultat deutscher rassistischer politik in der kolonialzeit. das darf man nicht vergessen, auch wenn es bei uns heute kein besonders präsentes thema zu sein scheint...


Da nmuß ich noch etwas ergänzen: Man sollte nicht vergessen, daß Namibia über 70 Jahre quasi ein Landesteil von Südafrika gewesen ist. Es stand nach 1915 bis zur Unabhängigkeit unter südafrikanischer Verwaltung. Die zugewanderten Südafrikaner und versetzen Militärs und Verwaltungsleute haben ihre Apardheit in Südwest sehr gründlich ausgelebt und das Klima ziemlich vergiftet. Man sollte nicht alles auf die "bösen Deutschen" und die Kolonialzeit schieben sondern auch die Zeit danach mit einbeziehen um bestimmte Verhaltensweisen besser zu verstehen.



abgesehen davon, dass es hier ja eigentlich um eine reise nach namibia geht: ja du hast recht. der südafrikanische einfluss, der ja bis immerhin 1991 gedauert hat, darf auch nicht vergessen werden. es ändert aber nicht allzuviel an der thematik, denn auch der südafrikanische/niederländische/burische einfluss ist ja klar von weißem europäischen rassismus beeinflusst gewesen. wenn ich aber schreibe, dass der heutige weiße rassismus ein produkt der damaligen deutschen politik ist, dann hat das nichts damit zu tun, immer auf die sog. "bösen deutschen" draufzukloppen. ich denke die wurzeln liegen schon erstens in der konkreten deutschen politik in der kolonialzeit und zweitens in der mehr oder weniger organisierten kolonialrevisionistischen bewegung der deutschen siederschaft nach der zwangsweisen abgabe "deutsch-südwestafrikas" an die südafrikanische (niederländische) verwaltung. die sind nun mal fakt. die apartheid hat natürlich auch ihr übriges getan, keine frage. trotzdem handelt es sich bei beidem um importierten weißen europäischen rassismus.
#
oezdem schrieb:
giordani schrieb:
FredSchaub schrieb:
r.adler schrieb:

Eine Kollegin von mir hat gesagt, man braucht ein dickes Fell gegenüber dem gelebten Rassismus der einheimischen weissen Bevölkerung dort.


ich nehme an, man darf einfach keine europäischen Maßstäbe ansetzen was das betrifft


Warum darf man das nicht? Wer hat denn den europäischen Rassismus dort eingeschleppt und einen Vernichtungskrieg gegen die Hereros geführt? Muß man da rücksichtsvoll sein weil die Nachfahren der Kolonialisten noch ein wenig zurückgeblieben sind und andere Menschen noch Kaffer nennen?



100 % zustimmung! besser hätte ich es nicht ausdrücken können. der weiße rassismus in namibia ist ein resultat deutscher rassistischer politik in der kolonialzeit. das darf man nicht vergessen, auch wenn es bei uns heute kein besonders präsentes thema zu sein scheint...


achja und viel spaß natürlich im urlaub!
#
giordani schrieb:
FredSchaub schrieb:
r.adler schrieb:

Eine Kollegin von mir hat gesagt, man braucht ein dickes Fell gegenüber dem gelebten Rassismus der einheimischen weissen Bevölkerung dort.


ich nehme an, man darf einfach keine europäischen Maßstäbe ansetzen was das betrifft


Warum darf man das nicht? Wer hat denn den europäischen Rassismus dort eingeschleppt und einen Vernichtungskrieg gegen die Hereros geführt? Muß man da rücksichtsvoll sein weil die Nachfahren der Kolonialisten noch ein wenig zurückgeblieben sind und andere Menschen noch Kaffer nennen?



100 % zustimmung! besser hätte ich es nicht ausdrücken können. der weiße rassismus in namibia ist ein resultat deutscher rassistischer politik in der kolonialzeit. das darf man nicht vergessen, auch wenn es bei uns heute kein besonders präsentes thema zu sein scheint...
#
HB und BH - das kann ja nur ein Dreamteam werden!  ,-)
#
Hamburger_Hesse schrieb:

Raul auf Schalke und ich werden auch von allen nur der "Spanier" genannt - find ich auch nicht abschätzig....

Aber evtl. sehen wir Ausländer(größtenteil) das auch nicht so schlimm, wie ihr...


es hat ja auch niemand gesagt, dass die nennung der nationalität an sich rassistisch ist. aber es geht eben auch um den kontext: 1. haben alle spieler einen namen bis auf einer und 2. ist halil mindestens so sehr deutscher wie er türke ist, da er in deutschland geboren und aufgewachsen ist. der angriffspunkt ist da eben nicht die nennung einer nationalität sondern die implizite negierung der deutschen identität (wenn man das so nennen will) auf grund von reinrassigkeit (auch ein bescheuertes wort).

zum thema: wenn rode seine leistung aus dem hamburgspiel halten kann, haben wir mit ihm und schwegler eine verdammt gute doppelsechs. halil sehe ich eher im sturmzentrum als auf außen, genau wie fenin, weshalb ich  mir wünschen würde noch einen spieler für die linke außenbahn zu verpflichten, wo wir meiner meinung nach recht dünn besetzt sind. bis gestern hätte ich mir mal caio auf der position gewünscht, aber das scheint ja nun nicht mehr möglich zu sein, wenn sich der wechsel nach moskau konkretisieren sollte.

meine wunschelf nach derzeitigem spielermaterial würde dann so aussehen

-----------oka--------------
jung vasoski chris tzavellas
-------rode schwegler-------
ochs------------------köhler
-------fenin gekas----------  

von den jetzt noch vorhandenen spielern sollten wir erstmal keinen abgeben, es sei denn wir finden einen besseren lv als petkovic und einen besseren für die außenahnen als heller.

#
mickmuck schrieb:
oezdem schrieb:
Schranz76 schrieb:
Hyundaii30 schrieb:

Yes.

Jetzt liegt es an Altintop.


Bitte nicht. Bank, Tribüne oder Affenbach, am besten in umgekehrter Reihenfolge.


würdest du das, wenn du nochmal drüber nachdenkst, nochmal genau so schreiben??


du glaubst nicht, was der sonst so schreibt....


doch, doch, ich habe da eine kleine vorstellung von, habe ja schon einige beiträge des users schranz gelesen. dachte trotzdem ihm hier vielleicht die chance zu geben, das geschriebene zu revidieren. einen unserer spieler zu den oxxen schicken zu wollen - da steckt mehr dahinter, als die kritik an ein paar nicht ganz so guten spielen!
#
Schranz76 schrieb:
Hyundaii30 schrieb:

Yes.

Jetzt liegt es an Altintop.


Bitte nicht. Bank, Tribüne oder Affenbach, am besten in umgekehrter Reihenfolge.


würdest du das, wenn du nochmal drüber nachdenkst, nochmal genau so schreiben??
#
sgesko schrieb:

Es ist lediglich die Gleichbehandlung, die ich fordere. Wieso wird beim Fußball immer auf sozial gemacht und der Rest des asozialen Systems hier der Gesellschaft geschützt.

Ich weigere mich dagegen, hier Unterschiede zu machen. Ich erwarte Gleichberechtigung. Mehr nicht.
(...)
Wieso wird der Fußball immer komplett aus solch sozialen Aspekten ausgeschlossen? (...)



deiner verteidigung der pfiffe entnehme ich, dass du selbst gepfiffen hast, habe ich recht? resultiert aus deinem verständnis von "gleichberechtigung" also die schlussfolgerung "wenn jemand mich ungerecht behandelt hat, dann beleidige ich halt - jemand anderen"? deine gesellschaftskritik in allen ehren, aber wenn ich dich recht verstehe entwirfst du hier ein bild von einer gesellschaft in der ich genausowenig leben will wie in der von dir angeprangerten. alle gegen alle. na toll...

der soziale aspekt ist natürlich immer wichtig und darf tatsächlich nirgendwo ausgeklammert werden. das ist der natur des systems geschuldet, in dem immer versucht wird, sich auf kosten anderer zu bereichern. altintop auszupfeifen aber als revolutionären akt darzustellen - ich bitte dich, das meinst du doch wohl nicht ernst!
#
mosh82 schrieb:
Oh Gott.... "Antifussball", "falsche Taktik", "Grottenkick", "Trainer raus", "Spieler raus"....

Alter Vater... Hört euch mal an!

Das ist so lächerlich. Es ist erschreckend, was sich in den letzten Jahren für eine Mentalität in der Frankfurter Fanszene entwickelt hat. Genau genommen ist es sogar traurig. Wir waren mal die stärkste Fanszene Deutschlands, weil uns etwas auszeichnete, was so bedinungslos nur hier vorkam - LOYALITÄT!

Der Knackpunkt der Entwicklung war für mich das Jahr 2006, als wir im Pokalfinale waren, im UEFA-Pokal spielten und in Kopenhagen lautstark und noch 30 Minuten nach Spielende im Stadion "Friedhelm und der Heribert" als Macher des Erfolges identifizierten und somit feierten.
Wie das immer so ist, kommt nach einem Höhepunkt ein Abgang. Traurig ist, wie steil unserer war und dass es sich immer noch nicht gebessert hat. Man könnte fast vermuten, mit dem Erfolg kamen auch so viele Idioten (zurück?) ins Stadion, die man in den schweren Jahren in Oberhausen und Co. natürlich nie gesehen hat. Fantechnisch war das sogar eine schönere Zeit. Was hatten wir für Spaß bei Fahrten nach Burghausen und anders wohin. Selbst bei Niederlagen wurde angefeuert, man schwebte auf Wolke 7 in einer enorm starken Szene, die überall respektiert, teils gefürchtet war als unanfechtbare Nummer 1.
Wer das immernoch von uns glaubt, ist naiv und nicht selbstreflektiert.

Wie sieht die Situation heute aus?

Wir haben gerade die beste Hinserie seit 17 Jahren gespielt und so attraktiven Fussball wie schon lange nicht mehr. Wir haben Mannschaften wie Schalke dominiert, herrliche Siege herausgespielt mit attraktivem Fussball. Wir haben eine Mannschaft mit Charakter, vergleicht man sie mit einigen anderen Konkurrenten. Wir haben regionale Identifikationsfiguren, feine Techniker, hoffnungsvollen Nachwuchs, den Toptorjäger der Liga, gute Neuzugänge und alte Hasen. Wir haben einen Verein, der mehr als solide, seriös und vertrauenswürdig geführt wird. Es wird anerkannt, was in Frankfurt geleistet wird - sportlich und wirtschaftlich. Hinzu kommt das geile Stadion, das zukunftsträchtige Projekt Neuer Riederwald und einen Verein mit der Möglichkeit, als Fan Einfluss zu nehmen.
Wunderbar, schöne Winterpause. Zufriedenheit.
Dann, erstes Spiel im neuen Jahr: Scheiß Spiel der Mannschaft und sehr ärgerliche Niederlage. Mund abputzen, nach vorne schauen, die Mannschaft anpeitschen und darauf hoffen und alles dafür geben, dass es im nächsten schweren Auswärtsspiel besser klappt.
Denkste.
Scheiß Spiel, scheiß Stimmung. Nach EINEM Spiel. Sagt mal, stimmt's nicht? Das kann doch wohl nicht wahr sein... Pfiffe, Pöbeleien, Beleidigungen... Anfeindungen gegen einzelne Spieler und den Trainer... Blinde Wut.

Man man man, mich regt das Spiel auch voll auf von gestern. Aber noch mehr regt mich so ein Verhalten auf. Das ist echt peinlich. PEINLICH!

Nochmal: Wir haben eine tolle Hinserie gespielt und sollten nun daran arbeiten, dort anzuknüpfen - und zwar gemeinsam. Soll heißen, Mannschaft und Fans im gegenseitigen Wechselspiel. Wenn es mal nicht so läuft dann muss man sie halt über die Stimmung in den Kampf und so zu Punkten bringen! Hat früher öfters mal geklappt!
Und nicht die eigene Mannschaft mit Pfiffen während des Spiels schwächen.

Die Leute machen sich lächerlich - man muss es in der Deutlichkeit sagen.
Ich sehe die gleichen Nasen, die zwischen den Jahren von der Europa League sprachen und nun pfeifen und geistigen Dünnpfiff labern von wegen Misserfolg, Vorsicht vorm Abrutschen, evtl. Abstiegskampf, des Trainers Scheitern etc.

Das ist Sport - Arianne Friedrich springt auch nicht jeden Tag ihre Bestleistung!


du sprichst mir sowas von aus der seele! wo sind eigentlich die zeiten geblieben, in denen wir unsere spieler unterstützt haben statt sie auszupfeifen, wenn es mal nicht so lief? ich denke da zum beispiel an einen arie van lent, den wir damals zu zweitligazeiten angefeuert haben, bis er endlich sein erstes tor für uns gemacht hat... oder an das spiel in hamburg, bei dem 10.000 frankfurter ohne pause gesungen haben, dem schmerzhaften abstieg ins auge sehend...
da konnte man zu recht stolz auf die fanszene sein! was jetzt abgeht, ist nur schwer zu ertragen!
#
Basaltkopp schrieb:
dawiede schrieb:
Die Aachener sind schon immer voellig daneben. Ist aber lustig zu lesen...

Ich kann mich auch noch an ein Auswaertsspiel erinnern bei dem der Praesident vorm Spiel sich das Mikro geschnappt hat, um die Fans aufzufordern, nicht die eigenen schwarzen Spieler zu beschimpfen, wenn sie nach einem Sieg in die Kurve kommen...


Muss es nicht politisch korrekt stark/maximal pigmentierte Spieler heissen?


nein, muss es nicht.
#
tutzt schrieb:
@oezdem: Mir kommst eher du sehr engstirnig und kleinkarriert rüber. Und wenig am Fußball interessiert, mehr an dem geopolitischen Aspekten. Das spricht für sich...
Argumente FÜR Katar bleibst du gänzlich schuldig.


siehe beitrag 215