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pallazio

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Völlig unabhängig davon, ob Jones das mit dem Uefa-Cup nun gesagt hat oder nicht: "International" spielen zu wollen, ist sicher ein ehrbares Anliegen - allerdings in diesem Jahr haben z.B. Hertha und Schalke auf bemerkenswerte Weise demonstriert, wie kurz das internationale Vergnügen sein kann. Und für evtl nur zwei ebenso kurze wie öde Spiele vor jeweils rund 10.000 Zuschauern ( man denke nur an die Berliner) einen Verein zu verlassen, in dem man ein bemerkenswertes Standing bei Verantwortlichen und Fans und eine faktische Stammplatzgarantie hat, dürfte sich jeder Spieler gründlich überlegen.

Sollten die von "Sportbild" und heute auch noch einmal vom "kicker" in ähnlicher Form wiederholten Zitate stimmen, dann werte ich das mal als das übliche und durchaus legitime Donnern, mit dem Berater vor Vertragsgesprächen die Position ihres Schützlings optimieren wollen. Das machen Gewerkschaften ("Unsere Streikkasse ist zum Bersten gefüllt!") und Arbeitgeber ("Ein solcher Abschluss würde Zehntausende Arbeitsplätze kosten") vor Tarifverhandlungen nicht viel anders.

Entspannte Grüße,
pallazio
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Ein Kollege von mir ist Mainz-Fan von Kindesbeinen an. Der hatte auch zu allerdüstersten Zweitligazeiten schon eine Dauerkarte und hat alle Häme durchgemacht, die so einen Verein in solchen Zeiten treffen kann. Für ihn tut  mir der Niedergang des FSV leid und auch für die Handvoll Gleichgesinnter, denen es ähnlich ging und die ernsthaft auf eine dauerhafte glorreiche Erstligazukunft gehofft hatten.

Der größte Restteil des Vereins ist mir egal, zumal ich bei den allermeisten "Fans" den Eindruck habe, dass es ihnen weniger um Fußball geht als um irgendwas, was mit diesem ganzen Medienhype rund um die vermeintliche Mainzer Spaßgesellschaft zu tun hat. In diesem Zusammenhang übrigens sehr lesenswert der heutige Bericht in der Sonntags-FAZ, der sich unter anderem auch mit den sinngemäß "inzwischen merkwürdig anmutenden Mainzer Fans" beschäftigt. Tja, so kann sich halt das Medienrad drehen.....

Und bei Herrn Strutz und dem adipösen Vorsänger empfinde ich nicht mal klammheimliche, sondern einfach nur allergrößte offene Freude!
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Adlerhorst2006 schrieb:
Warum holt die Eintracht nicht den Florian Hambüchen den Turnfloh,
der ist sehr beweglich und Laufstark und hat ganz schöne veränkungen drauf.


Was genau sind Veränkungen?
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Schranz76 schrieb:
...


Geht's noch??? Verwechselst Du jetzt vielleicht Fußball mit Religionskrieg, oder was? Leute, die derart gegen Türken rumpöbeln, gehören nicht hierher.....
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okman1453 schrieb:

Was ist den bitte schön gestern passiert weshalb die UEFA einschreiten sollte. Paranoia??? Gut euer Block wurde wohl von manchen im Nachbarblock beschimpft, wart ihr den noch nie bei einem Auswaertsspiel. Wie soll den euer Antrag beim UEFA lauten: Unsere Zuschauer wurden bei einem Auswaertsspiel vom Nachbarblock angeschrien, wir sind beleidigt. Bitte das Stadion sperren am besten für einem Jahr.
Was hat das mit der Schweiz und der U21 zu tun und wie oft wollt ihr darauf rumreiten? Reden wir etwa staendoig vom französchen Polizisten der fast zu tode geprügelt wurde?


Okman, UEFA-Einschalten ist natürlich völlig quatsch. Aber da Ihr ja ständig erzählt habt, wir sollten hier mal die Erzählungen unserer Leute vor Ort abwarten, wenn wir Euren "Hexenkessel" anzweifeln, kann man ja schon mal feststellen:

1) Das Gerede vor dem Spiel von der "Hölle von Istanbul" stellte sich am Ende als relativ viel Lärm um relativ wenig Support heraus - vor allem dann, wenn Eure Mannschaft (nach dem 0:1 und dem 0:2) Unterstützung besonders dringend benötigt hätte.

2) "Fans", die statt den Erfolg ihrer Mannschaft zu feiern und zu bejubeln und gemeinsam nach Spielende singend und saufend durch die Gassen zu ziehen, lieber im Stadion bleiben, um die noch eingepferchten Fans der gegnerischen Mannschaft zu beschimpfen und zu bedrohen, haben einen an der Klatsche, egal aus welchem Land sie kommen.

Natürlich werden auch in Frankfurt während des Spiels die gegnerischen Fans geschmäht und beschimpft, und natürlich gehört das zum Fußball zwingend dazu, aber wenn wir gewonnen oder eine Runde weitergekommen sind, ist uns spätestens nach Spielende der Gegner scheißegal. Dann wird gegröhlt, gefeiert, getanzt und mit der Mannschaft die Welle gemacht. Der Gegner kriegt dann höchstens noch Mitleid ab, aber bestimmt keine Aggressionen mehr.....

Grüße,
pallazio
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Meine Güte, manchmal glaube ich, bei den Securityleuten und sonstigen Sicherheitsmenschen ob in Zivil oder nicht, ob von Drittunternehmen oder der Eintracht AG direkt verhält es sich wie mit Drückerkolonnen: Abends muss man vorweisen, wie viele Zeitschriften man verkauft hat, respektive wie viele "Übeltäter" man erwischt hat - und nur danach bemisst sich der Erfolg oder die Provision oder was auch immer.

Natürlich habt Ihr halt was Mittelintelligentes gemacht, bei dem man sich zumindest nicht erwischen lassen sollte. Aber eine Ermahnung und der Hinweis, dass Ihr das nächste Mal Ärger bekommt, hätte vollauf ausgereicht.

gruß,
pallazio
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@YZ

Yepp, hab mir gerade Deinen Madrider Reisebericht noch einmal durchgelesen, scheint also doch eher ein gesamtspanisches Phänomen zu sein. Irritierend ist einfach, dass Fußball in den spanischen Medien die absolut dominierende Rolle einnimmt, aber in der Öffentlichkeit real wenig von diesem Hype zu bemerken ist.

Von den spanischen Security- und Polizeileuten war ich übrigens nicht so angetan wie Du damals. Beim absolut friedlichen, aber eben laut- und trinkstarken Werder-Warm-Up auf dem Placa Reial am Abend vorher zogen sie plötzlich in Mannschaftsstärke, behelmt und derart massiv auf, dass den Bremern die Feierlaune irgendwann von selbst verging.

Während des Spiels haben sie nach dem 1:0-Freistoß meinen Sitznachbarn rausgezogen und mitgenommen, weil er vor Enttäuschung seinen halbvollen Bierbecher auf den Boden geschmissen und dadurch ein paar Leute nass gespritzt hat.

Meine Frau hat tatsächlich sehr gelitten. Morgen werden wir wieder wie immer bei Eintracht-Werder unsere DK-Plätze splitten, und ich werde so weit weg wie möglich von meiner Frau auf dem Oberrang Westtribüne Platz nehmen....

@TikiTakiTakagass

Also die längere Geschichte meines 89er Camp-Nou-Besuchs heb ich mal für später auf..... Da geht es zu wenig um Fußball und zu viel um einen baskischen kommunistischen Postboten im katalanischen Feindesland, in dessen Wohnung im Hafenviertel Barceloneta der Klospülungskasten gleichzeitig die Dusche ist und so'n Zeuch. Und von da bis zum Spiel Barcelona gegen Legia Warschau ist es logischerweise nicht mehr weit......  
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Vorneweg: Barcelona ist meine absolute europäische Lieblingsstadt (nach Bornheim, Riederwald und Sportfeld), und weil ich mein erstes Uefa-Pokal-Live-Spiel 1989 im Camp Nou gesehen habe (1. Runde, Hinspiel, FC Barcelona - Legia Warschau 1:1, fragt mich nicht, warum ich da war, das ist eine längere Geschichte), fühle ich mich dieser Metropole auch fußballerisch besonders verbunden - eigentlich.

Uneigentlich war schon das 1989er-Spiel eine schwere Enttäuschung. Ich hatte auf südländische Begeisterung gehofft und langweilte mich mit 25.000 Zuschauern, die in dem 100.000-Zuschauer fassenden Stadion eine Atmosphäre verbreitete, die auf keinen Fall mit unseren U23-Spielen am Riederwald mithalten kann.

Aber vielleicht lag's ja einfach nur an der mangelnden Masse. 17 Jahre später nun die zweite Chance für Barca, mich zu fesseln: Die alles entscheidende Champions-League-Begegnung gegen Werder vor mehr als 95.000 Zuschauern.

Was soll ich sagen: Eine Viertelstunde vor Anpfiff ist das Stadion bis auf den Gästeblock - der sinnigerweise komplett in den Oberrang und damit so in die Breite gelegt ist, dass kaum koordiniertes Anfeuern möglich ist - gähnend leer, und zehn Minuten nach Abpfiff ist das Stadion bis auf den Gästeblock - der wie europäisch üblich fast eine Stunde eingepfercht bleibt - schon wieder komplett geräumt. Mag man das bei dieser Masse an Zuschauern noch für eine organisatorische Meisterleistung halten, ist das, was dazwischen an Support geboten wird, das Grauen pur:

Ein bisschen Gepfeife, wenn der Gegner am Ball ist, ungefähr drei Mal "Barca, Barca"-Rufe, zwei bedauernswerte Häufchen von jeweils drei bis vier Dutzend Unermüdlichen, die hinter den Toren für etwas Stimmung zu sorgen versuchen - meist aber vergeblich, immerhin ein Mal wird das Barca-Lied angestimmt, ab und zu wird Beifall geklatscht - und ansonsten: Nichts, einfach nichts.

Da sitzen knapp 100.000 Menschen zusammen im Stadion, und die einzigen, die sich - allerdings unter den geschilderten relativ aussichtslosen Bedingungen ganz oben - um Atmosphäre bemühen, sind die paar tausend Gäste.

Camp Nou ist einfach nur groß, aber Größe allein reicht halt eben tatsächlich nicht immer , auf die Barca-"Supporter" trifft die Bezeichnung Kunden noch  mehr zu als auf unsere Telekom-Freunde, die ganze Stadt ist - bis auf die überteuerten Fanartikel-Läden - frei von jedem Fußball-Feeling.

Was staunten die Barcelonesen Bauklötze über die Bremer, die auf dem Placa Reial schöne Stimmung machten und anschließend sangesfreudig in einem langen Zug die Ramblas entlang liefen.

Ich werde wieder nach Barcelona kommen, keine Frage. Aber dann geh ich lieber ein bisschen länger in den Park Güell oder zur Sagrada Familia oder Tapas essen oder sonst was statt zum langweiligsten Club der Welt im langweiligsten Stadion der Welt.

gruß,
pallazio
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El-Toro schrieb:

Eine Chance hat Frankfurt nur, falls wir im UEFA-Pokal überwintern. Denn dann kann er sich international anbieten.


Das scheint mir ein Irrtum zu sein: Klasnic hat diese Saison schon Champions League gespielt. Daher könnte er - wenn mich meine Regelkenntnisse nicht täuschen - in dieser Saison nirgendwo anders mehr europäisch spielen, wenn er denn zur Winterpause wechseln würde.....
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Scheint mal wieder Zeit zu sein, dass sich JermaineJuniorJones zu Wort meldet.....  

Davon abgesehen, dass ich bis eben gar nicht wusste, dass es eine BRAVO Sport (zu meiner Zeit wurde in der BRAVO noch über die Bay City Rollers geschrieben und nicht über russische Fußballvereine) gibt, und völlig unabhängig vom Glaubwürdigkeitsgehalt dieser Geschichte:

Ich bin mir ganz sicher, dass Jones es sich gründlich überlegen wird, ob er sich noch einmal auf ein Abenteuer à la Leverkusen einlässt: In Schalke ist die Gefahr groß, dass er  wieder zum Ergänzungsspieler rückschreitet, während er hier in Frankfurt  - Gesundheit vorausgesetzt - als absolut gesetzte Kraft alle Möglichkeiten hat, sich in den Vordergrund zu spielen.

Von den knapp zwei Jahren seiner Rückkehr nach Frankfurt war Jones ein gutes Jahr spielfähig, den Rest gesperrt oder verletzt. In Schalke wäre er damit weit weg vom Fenster, und ohne große Lobby bei Fans und Vereinsführung müsste er sich erst einmal ganz langsam wieder in die Nähe der Mannschaft zurücktrainieren und dann jene verdrängen, die sich während seiner Abwesenheit bewährt haben.

In Frankfurt dagegen giert alles nach seiner Rückkehr, und es ist überhaupt keine Frage, dass er sofort als Stammspieler ins Team kommen wird, sobald es ihm seine Gesundheit erlaubt.

Ich glaube, dass für JJ das nächste halbe Jahr das entscheidende in seiner Karriere sein wird: Zum einen wegen der Frage, ob seine lädierten Knochen und Muskeln dem Bundesligastress wirklich dauerhaft stand halten (das wünsche ich ihm aus tiefstem Herzen völlig unabhängig von der Vereinsentscheidung), zum anderen aber auch wegen der Frage, ob er inzwischen gereift und geduldig genug ist, in kleinen Schritten weiterzudenken....

Für ihn, für die Eintracht und für mich hoffe ich, dass letzteres der Fall sein wird.

gruß,
pallazio
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niemiec schrieb:
Was ist eigentlich aus Raidegs idee geworden?




 


Wunderbar! (nur das zweite dass-"s" sollte noch eingefügt werden)
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stefank schrieb:
Da ich einige Mails mit der Presseerklärung mit persönlichem Anschreiben an direkte Ansprechpartner verschickt habe, trudeln jetzt die ersten Antworten ein. Die hier finde ich bemerkenswert:

"Lieber Herr K..., ich werde Ihre Mail an meinen Kollegen Lars Ruthemann weiterleiten. Ich bin sicher, er wird Ihre Aktion so behandeln, wie sie es verdient: mit Respekt und objektiver Darstellung. Ich muß Samstag leider zu einem anderen Spiel, wünsche dem Boykott aber die Wirkung, die Sie brauchen.
Viel Erfolg!!!
Thomas Wark"

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Stefan, bist Du Dir sicher, dass Thomas Wark klar war, dass seine an Dich persönlich gesendete E-Mail-Antwort von Dir veröffentlicht wird...????
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Bin zwar nur ein alternder Sitzplatzpupser von der Gegentribüne, will aber auch mitmachen, weil der Willkür inzwischen Tür und Tor geöffnet zu sein scheint. Endgültig überzeugt hat mich übrigens, dass die Ultras selbst öffentlich auch eigene Fehler einräumen und mit dem Konzept "Stadionverbot auf Bewährung" etwas ausgesprochen Konstruktives zu dem ganzen Thema beigetragen haben. So sehr ich HB für einen Gewinn für die Eintracht halte: So viel Flexibilität und Einsicht würde ich mir an dieser Stelle auch von ihm wünschen.

gruß,
pallazio
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Sehr gut gesagt, Takeshi, und ebenso schön, Florentius, dass Du standhaft geblieben bist.

Ich hatte ehrlich gesagt nach dem Lautern-Spiel auch schon überlegt, einen Pitroipa-Thread zu eröffnen. Ich versteh diese Forumsecke schon als eine, in der man einfach mal frank und frei über Spieler, die einem aufgefallen sind, rumquatschen und sich austauschen kann

Und ich bin hier schon öfter auf Spieler aufmerksam gemacht worden, die ich mir dann bei nächster Live-TV-Gelegenheit dann auch tatsächlich genauer angeguckt hat. Und so ein bisschen Scout-Spielen macht einfach Spaß! (Lehmann-, Becks- etc. Threads öffne ich halt gar nicht erst)

Pitroipa ist tatsächlich ein Spieler, den ich mir künftig genauer angucken werde. Wenn er die Leistung aus dem Lautern-Spiel häufiger bestätigen kann,  wäre er wirklich ein richtig guter, kleiner Wusel mit exzellenter Ballbehandlung und - für seinen schmächtigen Körper - erstaunlichem Durchsetzungsvermögen....

In diesem Sinne: PEACE!

pallazio
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Von Herzen mein Beileid
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Menno, die wichtigste Info für Bernadette unterdrückt Ihr einfach: Kyri ist nach meiner Info noch voll Single und fänd es bestimmt supergeil, ne mega liebe Freundin zu kriegen. Immer nur Kopfball machen wäre ja auch echt öde auf die Dauer!
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MrGame schrieb:

-Angebot war befristet bis 9.Juni.


Bin gerade schwer von Begriff: Heißt das, hier wird etwas hochgekocht, was eigentlich schon vor vier Monaten abgefrühstückt war, weil Jones sich bis 9. Juni hätte entscheiden müssen????
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Käptn Ahab schrieb:
Wer berät Jones eigentlich?
Ich mein, ich glaube nicht, dass er selbst oder Mrs Deutschland das macht.
Der Abt?


Nee, Jones-Berater ist der Basler-Schwager Roger Wittmann
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Inzwischen ist der Artikel übrigens online, es ging um einen Drei-Jahres-Vertrag:

http://www.kicker.de/fussball/bundesliga/startseite/artikel/355844/
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Ein wenig überrascht war ich, dass zumindest für die Blöcke um die Nummer 40 rum nullkommanull durchsucht oder abgetastet wurde. Nicht, dass mir das gefehlt hätte, aber ich dachte eigentlich, das sei Standard inzwischen bei allen Blöcken? War ein schönes Gefühl, einfach nur durchs Drehkreuz gehen und nirgendwo Taschen öffnen und oder sich unter den Achseln von groben Security-Händen kitzeln lassen!

Aber auch die VFB-Fans waren sehr kommod und freundlich, schon auf dem Wasen war nix von Aggression und Anmache zu merken, selbst wenn wir in Eintracht-Trikots durch die Gröhl-Bierzelte gelaufen sind.