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WürzburgerAdler

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Hat man die Palästinenser beim Teilungsplan durch die UN wirklich vergessen?
Oder war es nicht eher so, dass die eine Seite einen Staat gegründet hat, während die andere Seite sofort angegriffen hat?
Man hat sich für verschiedene Wege entschieden, dies fällt noch eher als uns den Nachkommen der Palästinensern auf die Füße, die den Plan der UN damals abgelehnt haben. Der sah zwei Staaten vor, wollte eine Seite halt nicht.
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Die Palästinenser wurden gar nicht gefragt. Abgelehnt wurde der Teilungsplan von den arabischen Staaten und übrigens auch von den USA. Beide hatten wohl ihre Gründe.
Kurz darauf kam es zum Massaker von Deir Jassin. Da war die Messe dann endgültig gelesen.
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Schönesge schrieb:

Es muss darum gehen, einen Weg zu finden, auf beiden Seiten die Radikalen zu minimieren, denn diese sind jeweils an keiner Lösung der gegenseitigen Anerkennung interessiert

Es gibt die Möglichkeit.
Hamas und Hisbollah müssen "entmilitarisiert" werden und wenn Du mit den Radikalen auf der anderen Seite die Regierung Israels meinst (eine Gleichstellung, die Du hier wiederholst, die ich auch in diesem Kontext für unangemessen halte), dann überlasse das der Demokratie und den Israelis.
Die nächsten Wahlen wären im Oktober 2026. Da die Wahl 2022 die fünfte in den vergangenen drei Jahren war, besteht die Möglichkeit einer vorgezogen Wahl. Seit dem 7. Oktober sind die Beliebtheitswerte Netanjahus abgestürzt. Das ist aber immer eine Momentaufnahme.
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hawischer schrieb:

Hamas und Hisbollah müssen "entmilitarisiert" werden

Dies wird genauso wenig gelingen wie es der britischen Mandatsverwaltung gelang, die Hagana und den Irgun zu entwaffnen.
Damals fand man eine politische Lösung zugunsten Israels. Die Terrororganisationen Israels gingen in der israelischen Armee auf. Dass man dabei die Palästinenser vergaß, fällt uns seit 80 Jahren auf die Füße.
Es gibt nur eine Lösung: Zwei Staaten.
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franzzufuss schrieb:

Schönesge schrieb:

Linie

Ich unterstütze diese Linie auf ganzer Ebene.

Fakt ist für mich allerdings, der Mensch ist einfach nicht Friedensfähig. Weder im Nahen Osten noch sonst wo!

Eine Friedenserziehung selbst hier in der Bundesrepublik Deutschland findet nicht statt.

Wie stellst du dir diese „Friedenserziehung“ vor?
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Brady schrieb:

franzzufuss schrieb:

Schönesge schrieb:

Linie

Ich unterstütze diese Linie auf ganzer Ebene.

Fakt ist für mich allerdings, der Mensch ist einfach nicht Friedensfähig. Weder im Nahen Osten noch sonst wo!

Eine Friedenserziehung selbst hier in der Bundesrepublik Deutschland findet nicht statt.

Wie stellst du dir diese „Friedenserziehung“ vor?

Der Grundgedanke der Friedenserziehung, Menschen durch bewusste Bildung zum Erkennen und Umwandeln von Gewalt anzuleiten, ist eine uralte Idee, die sich in praktisch allen Kulturen der Welt findet.
Näheres weiß Wiki:

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedenserziehung
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Eventuell könnte die Sache auch so laufen:
Wöchentliche Ankündigung bei Transfermarkt.de
Die Eintracht spielt am Wochenende gegen den und den. Wer Bock hat, kommt einfach am Mittwoch zum Training  vorbei. Bitte Lohnsteuerkarte und Sozialversicherungsnummer nicht vergessen.

Es besteht kein Anspruch auf Festanstellung!
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Wir sind fast komplett!
Für das Spitzenspiel am kommenden Sonntag fehlt uns nur noch ein
Spitzen-RA (m/w/d)
auf Tagesbasis.

Wer Lust hat, den Bazis einmal so richtig eins drüberzubraten, kommt einfach am Mittwoch zum leichten Training mit anschließendem geselligen Beisammensein.
Wir bieten Teamgeist, 7 Sprachen, Trainingsbegleitung durch erfahrene Übungsleiter und Schnitzel mit Pommes.
Bei Eignung winkt ein 4-Wochen-Vertrag mit täglicher Kündigungsfrist.

Formlose Bewerbung (auch fernmündlich) an
Toppi & Friends
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WürzburgerAdler schrieb:

Wann verstehst du endlich, dass Migration lediglich ein populistisches Mittel ist, um an die Macht zu kommen? Jede Maßnahme, um den Rechtsradikalen den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird verpuffen. Wir leben im Zeitalter der Emotionen, Fakten waren gestern.

Weißte was. Wir beenden hier einvernehmlich die Diskussion zwischen uns mit der Erkenntnis, die ich heute irgendwo gelesen habe:

"Die mit der schlimmen Ideologie sind zum Glück immer die anderen. Man selbst ist ja grundsätzlich derjenige mit dem gesunden Menschenverstand."

Da sind wir uns doch einig, stimmt's?
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Ich wünsch dir einen schönen Abend.
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Jaroos schrieb:

Fireye schrieb:

Grundsätzliche Änderungen:
- Das Eingreifen der "übereifrigen" VARs muss unterbunden werden, die sich melden und keiner im Stadion weiß
  warum. ( Oft nicht mal die "Laptop-Abteilung" auf der Trainer-Bank )
- Die Kontroll-Zeit für den VAR muss begrenzt werden, besonders bei Abseits.
  ( wenn man innerhalb dieser Zeit den Schiri nicht korrigieren kann gilt halt seine Entscheidung )



Das wäre ja ne Katastrophe. Beide Punkte führen dazu, dass es unfairer läuft und es fast schon ein Losverfahren wird was geahndet wird und was nicht.

Warum soll das denn unfairer sein als die derzeitige Praxis ???
Bei den klar erkennbaren Fehlentscheidungen ändert sich doch nix.

Beim Abseits wird aber bis zu 3 min überprüft ob z.B., wie zugunsten von EF geschehen die Hacke
von Kohr das Abseits aufhebt, wobei bei jeder Abseitsentscheidung der Zeitpunkt der Ballabgabe
eigentlich nie zu 100% genau festgestellt werden kann.

Ob festgestellt wird ob einem Tor ggf. 30 sec zuvor ein für keinen im Stadion erkennbares Foulspiel voraus gegangen ist hängt doch auch nur davon ab, wie genau der VAR hinguckt.

In beiden Fällen stimmt die Entscheidung des VAR nicht mit dem überein, was ich im Stadion wahrnehme.

Ich muss aber, im Gegensatz  zum Zuschauer am TV, ohne jegliche Info zu der Situation im Stadion darauf warten, ob ich mich im Nachhinein sogar über ein Tor freuen kann oder meine Freude über das Tor "für den Ar...." war.

Das ist einfach nur noch nervig und ich würde sogar auf mehr Gerechtigkeit verzichten, wenn dafür
wieder mehr spontane Emotion ins Station zurückkommen würde.
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Fireye schrieb:

Das ist einfach nur noch nervig und ich würde sogar auf mehr Gerechtigkeit verzichten, wenn dafür
wieder mehr spontane Emotion ins Station zurückkommen würde.

Das verstehe ich vollkommen. Ist halt eine Abwägung zwischen Emotionen/Ungerechtigkeiten und nervigem Warten/mehr Gerechtigkeit.

Deine anderen Argumente gehen ins Leere. So ist auf die Millisekunde genau zu ermitteln, wann der Fuß des Passgebers den Ball berührt (nicht die Abgabe ist entscheidend, sondern die Ballberührung).
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WürzburgerAdler schrieb:

Glaub nur weiter daran, dass ein paar Rückführungen und/oder Abweisungen an den Grenzen irgendetwas ausrichten. Dann folgst du in deinem Irrtum den Österreichern.


Die Politik Bidens ist juristisch härter als die von Trump, ein gemeinsames Gesetzesvorhaben,welches jeden feuchten republikanischen Traum erfüllt, wurde trotzdem abgelehnt und das Thema mit Hunden und Katzen eskaliert.

Es wird also absolut egal sein, welche Gesetze Kanzler Merz verantwortet, die Rechten werden weiter ihren Narrativ  reiten und es wird die Fälle geben mit denen sie es tun. Zur Not werden diese erfunden. Wie der Blödsinn über Zahnärzte oder dass die Grünen ein Fleischverbot wollen oder dass E-Fuels für die Masse relevant wird...

Oh, Moment, das waren ja nicht die Rechten...
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👍

Es gibt so viele Beispiele dafür, dass das Zugehen auf die Extremisten nichts bringt. Wusste einst auch schon Hindenburg.
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Gut, wir haben da unterschiedliche Sichtweisen.

Das Bayern 1:0 Beispiel: dafür brauchen die Bayern keine Challenge, da hat jemand einen Wadenkrampf, der Torwart hat Knieprobleme und braucht eine Behandlungspause... es gibt genügend Möglichkeiten, den Spielfluss zu unterbrechen, die ja auch gerne genutzt werden -  die Challenge ändert daran nichts.

Dein gelb-rot Einwand gilt hat, wenn man die jetzige VAR Regel dahingehend ändert, dass der VAR auch gelbe Karten zu überprüfen hat. Will man das? Das wiederum hätte  locker 5 Unterbrechungen mehr pro Spiel zur Folge, 5 Diskussionen mehr, weil es eben - bis auf die glasklaren Fehlentscheidungen - Ermessensspielraum ist, wann man gelb zeigt und es kein schwarz/weiss gibt. Ich sehe hier ehrlich gesagt nur Vorteile bei der Challenge, da man im Spiel entscheidet, welche Entscheidung man für fehlerhaft & *spielentscheidend* hält und nicht ein starres Regelwerk.

Jaroos schrieb:

Beim Fußball gibt es halt nicht wie beim Tennis "out" oder "in". Es gibt sehr viele Graubereiche. Das sieht man ja beim VAR. Oder bei 90% der Handspiele. Das würden Challenges rein gar nicht ändern.

Dem stimme ich vollumfänglich zu, deshalb brauche ich da auch keinen VAR, der versucht irgendwo doch zu sehen, ob der Kontakt jetzt zum Fall geführt hat oder nicht. Ich möchte eine Entscheidung des Hauptschiedsrichters und ich kann ehrlich gesagt mit diskussionswürdigen Entscheidungen relativ gut leben, die gehören halt zum Fußball dazu.  Es geht überhaupt nicht darum, perfekte Gerechtigkeit herzustellen, sondern eine Möglichkeit zu schaffen,  "klare Fehlentscheidungen, die spielentscheidend sein können" zu korrigieren. Der VAR ist meiner Meinung eine gut gemeinte, aber keine gut gemachte Implementierung dessen.
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mikulle schrieb:

Dein gelb-rot Einwand gilt hat, wenn man die jetzige VAR Regel dahingehend ändert, dass der VAR auch gelbe Karten zu überprüfen hat. Will man das? Das wiederum hätte  locker 5 Unterbrechungen mehr pro Spiel zur Folge, 5 Diskussionen mehr, weil es eben - bis auf die glasklaren Fehlentscheidungen - Ermessensspielraum ist, wann man gelb zeigt und es kein schwarz/weiss gibt. Ich sehe hier ehrlich gesagt nur Vorteile bei der Challenge, da man im Spiel entscheidet, welche Entscheidung man für fehlerhaft & *spielentscheidend* hält und nicht ein starres Regelwerk.

Gut, man könnte dies lösen, indem man den VAR nur auf Gelb-Rote Karten schauen lässt. Aber auch das wäre nur eine Scheinlösung. Denn dann würde es künftig heißen: Ja, OK, diese Gelbe Karte war korrekt, aber die davor, wo der VAR nicht eingreifen konnte, die war total daneben!
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le god schrieb:

         
WürzburgerAdler schrieb:

Naja, das Ziel der Challenge ist doch ein wenig anders. Es geht hierbei darum, eine in den Augen der betroffenen Mannschaft falsche SR-Entscheidung zu korrigieren. Und zwar, und das ist das Besondere an der Challenge, auf Anforderung UND nicht nur Strafstoß, Rote Karte oder Tor.
Das steht ja nicht im Gegensatz zu dem was ich geschrieben habe. Es bleibt aber dabei, dass die Challenge es dem Schiedsrichter ermöglichen würde, eine Entscheidung, die nicht komplett falsch war, zu "verbessern". Das, was Willenborg damals bei Borre in Berlin unter dem Deckmantel des Wahrnehmungsfehlers gemacht hat, wäre dann grundsätzlich legitim. Ich fände es gut.        


Das Tor wurde ja gecheckt.

Ich hab keinen Bock auf Challenges. Sie machen nix besser, ausser, dass die Vereine sie taktisch einsetzen würden, damit Zeit von der Uhr geht / Mannschaften aus dem Tritt zu bringen / neue Anweisungen durchzugeben.

Wenn der VAR richtig arbeitet, dann brauchen wir auch keine Challenge. Der muss halt besser arbeiten oder ihm mehr Leute zur Verfügung stehen.
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Jaroos schrieb:

Wenn der VAR richtig arbeitet, dann brauchen wir auch keine Challenge. Der muss halt besser arbeiten oder ihm mehr Leute zur Verfügung stehen.

Kann man so sehen. Die Vorgabe des VAR ist jedoch, nur bei glasklaren Fehlentscheidungen (z.B. bei Elfersituationen) einzugreifen. Infolgedessen hat er am Sonntag beim Elfer für Kiel auch darauf verzichtet, weil nicht auszuschließen war, dass Koch fahrlässig Holtby aus dem Tritt gebracht hat. Infolgedessen: VAR alles richtig gemacht.

Bei der Challenge wäre Stieler (oder der Hauptschiedsrichter, je nach Gestaltung der Regel) gezwungen gewesen, sich das anzuschauen und eine (neue) Entscheidung zu treffen. Dies musste er am Sonntag nicht.
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WürzburgerAdler schrieb:

Naja, das Ziel der Challenge ist doch ein wenig anders. Es geht hierbei darum, eine in den Augen der betroffenen Mannschaft falsche SR-Entscheidung zu korrigieren. Und zwar, und das ist das Besondere an der Challenge, auf Anforderung UND nicht nur Strafstoß, Rote Karte oder Tor.

Fun fact: gäbe es die Challenge und hätten sowohl die Eintracht beim Elfer als auch Kiel beim nicht gegebenen Tor Stieler an den Monitor geschickt, hätte sich zu 99,5 % nichts an dessen Entscheidungen geändert. Vielleicht am Elfer (glaube ich aber nicht), aber schon gar nicht beim Foul an Tuta.

Die Einführung einer Challange ohne grundsätzliche "Reformation" des VAR wird das Problem nicht lösen.

Wenn Challange, dann aber auf jeden Fall so wie beim Hockey, wo der Schiri selbst eine Challange "fordern"  kann wenn er z.B. anhand der Reaktionen der Spieler erkennt, dass er wohl einen "Wahrnehmungsfehler" hatte.

Grundsätzliche Änderungen:
- Das Eingreifen der "übereifrigen" VARs muss unterbunden werden, die sich melden und keiner im Stadion weiß
  warum. ( Oft nicht mal die "Laptop-Abteilung" auf der Trainer-Bank )
- Die Kontroll-Zeit für den VAR muss begrenzt werden, besonders bei Abseits.
  ( wenn man innerhalb dieser Zeit den Schiri nicht korrigieren kann gilt halt seine Entscheidung )

- Bei Handspiel gilt erst einmal die "Ur-Regel":
  - Keine Absicht = kein Handspiel
  - Ball zur Hand = kein Handspiel

  Dazu könnten einige wenige Ausnahmen definiert werden, wie z.B.:
  - Hand am Ball, wenn indirekt oder direkt danach ein Tor fällt = immer Handspiel.

Damit würde man zwar immer noch keine 100%-tige Gerechtigkeit erreichen, aber solche
womöglich spielentscheidende Fehlentscheidungen, wie bei Wob-VfB, würde es halt mit
Sicherheit nicht mehr geben.
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Fireye schrieb:

- Bei Handspiel gilt erst einmal die "Ur-Regel":
  - Keine Absicht = kein Handspiel
  - Ball zur Hand = kein Handspiel

Joa. Das hatten wir aber auch schon x-mal.
Das wird dazu führen, dass sich der Verteidiger mit ausgebreiteten Armen vor dem Flügelstürmer aufbaut. Wenn der dann an die Hand schießt, Pech gehabt. War ja "angeschossen".
Oder er stellt sich in ähnlicher Pose bei einem Eckball gleich auf die Torlinie. Wenn Matanovic dann an die Hand köpft - Pech gehabt. War ja angeköpft.

Im Leben nicht.
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WürzburgerAdler schrieb:

hawischer schrieb:

Kann man ausschließen, ob die Erfolge der FPÖ bei Bestand der Migrationszahlen noch höher gewesen wären? Sicher nicht.

Immerhin kann man ausschließen, dass das gesetzgeberische Aufgreifen von Rechtsradikalen-Themen nicht verhindert, dass diese bei den Wahlen weiter zulegen.
Wie viele Beweise für die Richtigkeit der "Im-Zweifel-das-Original-wählen"-These braucht es eigentlich noch?

Wer meint Themen und Probleme, die Rechtsradikale für sich missbrauchen, dürfen nicht mehr zu Diskussionen und gesetzgeberischen Maßnahmen führen, der geht den Rechtsradikalen auf den Leim. Genau das wollen die.

Probleme, die nicht gelöst werden und/oder zu einem permanenten Streit innerhalb der Regierung und zusätzlich auch zu Auseinandersetzung mit der demokratischen Opposition führen stärkt politische Ränder. Deren  Erfolge - europaweit - zeigen das deutlich.

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Das Beispiel Österreich zeigt genau das Gegenteil. Das Land halbiert die Migrationszahlen, im darauffolgenden Jahr vermutlich noch einmal. Ergebnis: die FPÖ ist stärkste politische Kraft.

Wann verstehst du endlich, dass Migration lediglich ein populistisches Mittel ist, um an die Macht zu kommen? Jede Maßnahme, um den Rechtsradikalen den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird verpuffen. Wir leben im Zeitalter der Emotionen, Fakten waren gestern.

Man kommt Radikalen wie der AfD nur mit den eigenen Waffen bei: Emotionen. Schulterschluss der Demokraten, Aufruf zum Widerstand gegen die extremen Kräfte im Land, Schluss mit dem gegenseitigen Niedermachen. Eine demokratische "Front" gegen den Extremismus, ebenso emotional geführt wie von den Extremisten, würde Wirkung zeigen. Und würde - als Nebeneffekt - das politische Klima nachhaltig verbessern. Das wollen die Menschen.

Glaub nur weiter daran, dass ein paar Rückführungen und/oder Abweisungen an den Grenzen irgendetwas ausrichten. Dann folgst du in deinem Irrtum den Österreichern.
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WürzburgerAdler schrieb:

hawischer schrieb:

HessiP schrieb:

2023 war es aber nur die Hälfte und 2024 lediglich bisher 1/10 deiner genannten Zahl. Das herangeführte Jahr 2022 war ein sehr deutlicher Ausreißer, der sogar 2015 toppt.

Du hast natürlich Recht, dass der Rechtsextremismus dort nochmal anders verankert und auch interpretiert wird.

Es ging um die Frage, mit was hat die FPÖ Wahlkampf gemacht. Das war, wie bei der AfD zuerst die Migration. Und damit hatte sie, wenn auch unter 30% geblieben, Erfolg. Zulasten der Schwarz/Grünen-Regierungskoalition. Die SPÖ konnte nicht von einer Schwäche der Regierung profitieren. Es bleibt die Vermutung, dass das Migrations-Thema der FPÖ ihre Stimmenanteile maßgeblich gesteigert hat.


Das heißt, es hat also gar nichts gebracht, die Migrationszahlen in den letzten beiden Jahren drastisch zu senken?
Interessant.

Kann man ausschließen, ob die Erfolge der FPÖ bei Bestand der Migrationszahlen noch höher gewesen wären? Sicher nicht.

Es ist übrigens auch erwähnenswert, dass es der SPÖ als Oppositionspartei nicht gelingt aus ihrem Tief herauszukommen. Trotz gesunkenen Migrationszahlen.
Ältere erinnern sich noch an Bruno Kreisky, der in den 70er mit Wahlergebnissen über 50% allein mit seiner SPÖ regierte. Lang ist's her.
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hawischer schrieb:

Kann man ausschließen, ob die Erfolge der FPÖ bei Bestand der Migrationszahlen noch höher gewesen wären? Sicher nicht.

Immerhin kann man ausschließen, dass das gesetzgeberische Aufgreifen von Rechtsradikalen-Themen nicht verhindert, dass diese bei den Wahlen weiter zulegen.
Wie viele Beweise für die Richtigkeit der "Im-Zweifel-das-Original-wählen"-These braucht es eigentlich noch?
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Zaster schrieb:

Da es bis zur Ausführung aber recht lange gedauert hat und man auch sehen konnte, dass Stieler Kontakt zum VAR hatte denke ich dass da die Ansage kam "das kann man so stehen lassen" und dementsprechend wäre das auch die gleiche Antwort bei einer Challenge gewesen.
Nein, zwischen einem VAR-Check und einer Challenge gibt es nach meinem Verständnis einen bedeutenden Unterschied:

Voraussetzung für einen VAR-Eingriff ist, dass eine klare Fehlentscheidung oder ein Wahrnehmungsfehler vorliegen. Es geht nicht darum bessere Entscheidungen zu treffen, sondern klare Fehlentscheidungen weitestgehend auszuschließen.  

Bei einer Challenge bekommt der Schiedsrichter hingegen die Möglichkeit, die aus seiner Sicht anhand der Bilder bestmögliche Entscheidung zu treffen. Auch wenn die Ausgangsentscheidung kein klarer Fehler war, kann diese korrigiert werden. Ob die Schiedsrichter davon auch Gebrauch machen würden und ihre Entscheidung bei einer 60/40-Situation tatsächlich ändern, bliebe natürlich abzuwarten.
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Naja, das Ziel der Challenge ist doch ein wenig anders. Es geht hierbei darum, eine in den Augen der betroffenen Mannschaft falsche SR-Entscheidung zu korrigieren. Und zwar, und das ist das Besondere an der Challenge, auf Anforderung UND nicht nur Strafstoß, Rote Karte oder Tor.

Fun fact: gäbe es die Challenge und hätten sowohl die Eintracht beim Elfer als auch Kiel beim nicht gegebenen Tor Stieler an den Monitor geschickt, hätte sich zu 99,5 % nichts an dessen Entscheidungen geändert. Vielleicht am Elfer (glaube ich aber nicht), aber schon gar nicht beim Foul an Tuta.
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HessiP schrieb:

2023 war es aber nur die Hälfte und 2024 lediglich bisher 1/10 deiner genannten Zahl. Das herangeführte Jahr 2022 war ein sehr deutlicher Ausreißer, der sogar 2015 toppt.

Du hast natürlich Recht, dass der Rechtsextremismus dort nochmal anders verankert und auch interpretiert wird.

Es ging um die Frage, mit was hat die FPÖ Wahlkampf gemacht. Das war, wie bei der AfD zuerst die Migration. Und damit hatte sie, wenn auch unter 30% geblieben, Erfolg. Zulasten der Schwarz/Grünen-Regierungskoalition. Die SPÖ konnte nicht von einer Schwäche der Regierung profitieren. Es bleibt die Vermutung, dass das Migrations-Thema der FPÖ ihre Stimmenanteile maßgeblich gesteigert hat.
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hawischer schrieb:

HessiP schrieb:

2023 war es aber nur die Hälfte und 2024 lediglich bisher 1/10 deiner genannten Zahl. Das herangeführte Jahr 2022 war ein sehr deutlicher Ausreißer, der sogar 2015 toppt.

Du hast natürlich Recht, dass der Rechtsextremismus dort nochmal anders verankert und auch interpretiert wird.

Es ging um die Frage, mit was hat die FPÖ Wahlkampf gemacht. Das war, wie bei der AfD zuerst die Migration. Und damit hatte sie, wenn auch unter 30% geblieben, Erfolg. Zulasten der Schwarz/Grünen-Regierungskoalition. Die SPÖ konnte nicht von einer Schwäche der Regierung profitieren. Es bleibt die Vermutung, dass das Migrations-Thema der FPÖ ihre Stimmenanteile maßgeblich gesteigert hat.


Das heißt, es hat also gar nichts gebracht, die Migrationszahlen in den letzten beiden Jahren drastisch zu senken?
Interessant.
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Wären noch der Logik der Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht auch die Transferfenster rechtswidrig?
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Motoguzzi999 schrieb:

Wären noch der Logik der Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht auch die Transferfenster rechtswidrig?

Das dachte ich mir auch schon.
Diese Geschichte wird doch erst dann zur Bedrohung des bisherigen Transferverfahrens, wenn die Transferfenster fallen würden. Im Übrigen haben Gerichte bereits mehrfach festgestellt, dass der Profisport eigenen Gesetzen unterliegt. Dazu gehören diese hochdotierten, befristeten Verträge und die Ablösesummen.

Was bisher überhaupt nicht berücksichtigt wurde ist die Tatsache, dass der Spieler von Lok Moskau aufgrund der Gehaltskürzungen wohl ein gewisses Recht auf eine außerordentliche Kündigung hatte. So mag er vor ordentlichen Gerichten wegen dieses Umstands Recht bekommen, für das Ablösesystem im Profisport hätte das insofern aber keine Auswirkungen.
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HessiP schrieb:

Genau. So wie in Österreich. Wo es keine chaotische Ampelregierung, kein Heizungsgesetz, keine Unterstützung der Ukraine und kaum Flüchtlinge gibt - und dennoch die Rechtsextremen die Wahl gewinnen.

„In Österreich gab es keine Ampel, kein Heizungsgesetz, keinen seltsam kommunizierenden Kanzler und es wurden nur wenige Flüchtlinge aufgenommen. Keine der "Erklärungen", die in Deutschland für das Erstarken der extremen Rechten herangezogen werden, gilt für Österreich. Das Einzige, was ganz genau gleich ist zwischen Österreich und Deutschland ist, dass die Konservativen in beiden Ländern immer rechtere Töne anschlagen. Sie verschieben den Diskurs nach rechts und werden schließlich von der extremen Rechten überholt.“
Erik Flügge
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Dem kann man nur zustimmen.
Aber was noch schlimmer ist, sind zwei wichtige Effekte:

1. "Seht ihr, sogar die etablierten Parteien geben uns recht!"
2. "Seht ihr, wir sind gar nicht so böse, wenn sogar die große Volkspartei CDU unsere Forderungen übernimmt!"

Und schon hat sie wieder ein Plus bei den Umfragen, die AfD, das Original.
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Ich würde vorschlagen, ab sofort im totalen Konsens der demokratischen Parteien alle Themen zur Zufriedenheit der AfD zu lösen, dann haben die gar kein Thema mehr im Wahlkampf.
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ThorstenH schrieb:

Beim Aberkennen des Treffers für Kiel gibt es keine 2 Meinungen, weil durch den Tritt nach dem Abspiel Tuta fällt und so nicht mehr den Querpass der letztendlich zum Tor führt verteitigen kann. Das wäre nämlich möglich gewesen, wenn er nicht getroffen worden wäre und nicht hinfällt.  

habe mich gerade gefragt, ob es denn relevanz hat, ob ein spieler noch hätte eingreifen können oder nicht?
foul ist foul, oder?  egal, wo es passiert oder ob jemand noch engreifen kann -
oder doch nicht? wer weiß es?
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Mein Kenntnisstand ist der Folgende:

Es ist grundsätzlich überhaupt nicht relevant, ob der Ball gespielt wurde. Foulspiel kennt nur drei Bedingungen:

1. Das Foulspiel wurde von einem Spieler begangen.
2. Das Foulspiel erfolgte auf dem Spielfeld.
3. Das Foulspiel erfolgte bei laufendem Spiel.

Heißt: Dass Tuta den Ball vorher weggespielt hat, hat regeltechnisch überhaupt keine Bedeutung. Foul ist Foul.

Extrem-Beispiel zur Verdeutlichung: Weit abseits des Balles gibt ein Spieler seinem Gegenspieler eine Ohrfeige und der SR sieht das. Der SR unterbricht das Spiel und stellt den ohrfeigenden Spieler vom Platz, Spielfortsetzung Freistoß für den Geohrfeigten.

Es sei denn, der SR würde eine aussichtsreiche Spiellage für die Mannschaft des Geohrfeigten unterbrechen. Dann wartet er, bis die Situation vorbei ist und stellt dann den Ohrfeigenden vom Platz.

Fazit: Stieler hat vollkommen richtig entschieden.

Es ist im Übrigen ein Irrglaube, dass "Ball gespielt" ein Foul aufheben würde. Tut es eben nicht. In den meisten Fällen ist es aber so, dass der "gefoulte" lediglich über das Bein fällt, das den Ball gespielt hatte. Dann ist es kein Foul. Trifft der Ballspielende aber nach der Ballberührung den Gegenspieler aktiv mit dem Ballspielenden Fuß, ist es ein Foul.

So geschehen weiland bei Kolo Muani in der EL, der sogar - obwohl er zuvor den Ball gespielt hatte - wegen des folgenden Ausrutschers in die Achillessehne des Gegenspielers vom Platz gestellt wurde. Regeltechnisch zu Recht.
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Challenges würde ich auch sehr begrüßen.
Dass die Schiedsrichter von sich aus de-facto niemals zum Monitor gehen, kann ich schon verstehen. Ein Fußballspiel braucht eine Spielleitung, die auch Entscheidungen trifft, damit das Spiel fortgesetzt werden kann. Ob mit TV Bilder oder ohne, wir haben einfach eine Vielzahl an strittigen Entscheidungen, die nicht objektiv aufzulösen sind, sondern eine Einschätzung/Bewertung des Schiris erfordern. Das bringt natürlich  auch fragwürdige Entscheidungen mit sich, die ich eher bereit bin zu akzeptieren als zu versuchen noch mehr TV Beweise als jetzt während des Spiels zu konsultieren.
Mit der Grundlage "nur bei klaren Fehlentscheidungen" könnte ich im Prinzip gut leben, wenn  man es konsequenter umsetzen würde. Daher bin ich mittlerweile (auch dank Deiner Bemühungen, dieses System hier anzupreisen) ein klarer Befürworter der Challenge.


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mikulle schrieb:

(auch dank Deiner Bemühungen, dieses System hier anzupreisen)

Hätte ich vielleicht doch Verkäufer werden sollen. Im Außendienst. 🤔
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Damit würden sie ihre Autorität stärken, sollte es heißen
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Grundsätzlich gebe ich dir recht. In diesem Fall aber ist es fraglich, ob Stieler das eine große Hilfe gewesen wäre. Der kleine Kontakt, den Koch ja selbst eingeräumt hat, ist dort kaum zu sehen. Auch nicht, ob Holtby aufgrund dieses Kontakts stolpert oder ob er ihn bewusst herbeigeführt hat.

Aber im Prinzip wünsche ich mir das auch, dass der SR auch mal von sich aus zum Monitor geht. Wieder ein Spieltag, an dem die Challenge viele Diskussionen erspart hätte. Vor allem im Fall Karadzor.