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Xaver08

13659

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https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/06/16/mehr-schnupfen-bei-delta-variante-aus-indien

Laut Spector fühlt sich eine Infektion mit der Delta-Variante für jüngere Menschen „eher wie eine schlimme Erkältung“ an



Hört sich fast so an das der Virus sich mehr und mehr zum Infekt mutiert.
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Nein.
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SGE_Werner schrieb:

Wo wir bei Fallzahlen sind... Die brechen gerade regelrecht ein. Im Wochenvergleich sind wir jetzt 46,5 % im Minus. Die Intensivpatientenzahlen sinken auch weiterhin ordentlich (29 %, morgen vllt. unter 1.000), die Inzidenz sinkt auf 11 und die Todesfälle sinken um ca. 20 % im Wochenvergleich.



Mittlerweile scheint wohl klar zu sein das die Saisonalität unterschätzt wurde. Manche haben sie ja sogar geleugnet oder den Effekt für nur minimal gehalten.
Die Schätzung lag bei ca.20%, mittlerweile geht man von 40% aus.
Ich hatte mich immer gewundert warum wir letzten Sommer trotz massiver Lockerungen und vieler Menschenansammlungen so verschwindend wenige Infektionen hatten.
Die Entwicklung sieht für diesen Sommer bis jetzt recht ähnlich aus und das trotz der ansteckenderen Variante.
Hinzu kommt noch das man letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt weniger getestet hat, da waren wir glaub ich bei ca. 500.000 Tests pro Woche, jetzt sind wir bei ca. 800.000...bei gleich niedriger Testzahl wäre die Inzidenz jetzt sogar noch geringer....
Natürlich helfen auch die Impfungen. Das alles in der Summe ist schon sehr ermutigend.
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Diegito schrieb:

Mittlerweile scheint wohl klar zu sein das die Saisonalität unterschätzt wurde. Manche haben sie ja sogar geleugnet oder den Effekt für nur minimal gehalten.


wer hat sie geleugnet? das wuerde mich jetzt wirklich mal interessieren.
Ich habe keinen ernsthaften Teilnehmer der Diskussion wahrgenommen, der sie geleugnet hat.

Diegito schrieb:

Die Schätzung lag bei ca.20%, mittlerweile geht man von 40% aus.



wer ist denn man?

es wurde ein paper veroeffentlicht, das sie mit ca. 40% beziffert (in einer Bandbreite von ca. 20 bis ca. 55%, das Intervall hab ich nicht genau im Kopf). Das ist eine den ersten Reaktionen nach gute Arbeit, die zu einem hohen Ergebnis kommt, das bedeutet nicht, dass jetzt festgeschrieben ist, dass die Saisonalitaet bei 40% liegt, sondern eher, dass das Intervall in dem sie liegen koennte erweitert wurde.

Das ist aehnlich wie die sog. Klimasensititivaet auf CO2 in der Klimaforschung, da gibt es auch nicht einen Wert sondern eine Bandbreite innerhalb derer sie liegen kann.

Aber auch die Autoren des Papers haben klar gemacht, dass die Saisonalitaet alleine nicht reicht um Corona aktuell zum Verschwinden zu bringen.


Letztes Jahr waren wir einige Wochen voraus, natuerlich hilft die Saisonalitaet, wir sind aber letztes Jahr auch mit einem niedrigen Wert in die Saison gegangen. Wenn dann noch die Saisonalitaet kickt, klappts auch mit der Nachverfolgbarkeit. Am Ende ist aber genau das passiert, was Drosten vermutet hat, durch allgemeine Sorglosigkeit hat sich das Virus durch Perkolation flaechig ausgebreitet und als dann im Herbst die Saisonalitaet wegfiel, ist es schnell ueber die Schwelle der Nachverfolgbarkeit gegangen, was dann ein 2. Kipppunkt war.

Die Situation dieses Jahr ist nochmal anders:

laengere hoehere Zahlen, auch durch alpha und durch massive Fehler in der Reaktion
dann Bundesnotbremse mit viel Eigeninitiative der Menschen
Impfeffekte inkl. des vorgezogenen Impfeffekts (d.h. die Menschen sind schon einige Wochen vor der Impfung besonders vorsichtig, reduzieren Kontakte um keine Infektion zu riskieren, die Staerke dieses Effekts hat viele Fachleute ueberrascht),
Schnelltests und natuerlich auch
die Saisonalitaet
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Sucht ihr ne Frau, oder wieso gebt ihr alle so mit euren vermeintlichen Kochkünsten an? 😎
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weil sie es koennen
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Xaver08 schrieb:

man koennte diese schritte an inzidenzen und impffortschritt koppeln.

bei fortschreitendem impfgrad wird man die grenzwerte modifizieren muessen.

oeffnungen/massnahmen an ein datum zu koppeln ist eher weniger sinnvoll


Annahme :
Theoretisch könnte der Zeitpunkt kommen , an dem alles offen ist , bei einer Inzidenz von 50 oder mehr.
Wenn durchgeimpft ist ( alle die wollen ! ) wird man nach wie vor Infizierte finden. Das sind wohl Ungeimpfte , geimpfte ohne Symptome und irgenwas anderes. Man hat aber kaum noch schwere Verläufe , ausser bei den Impfverweigerern. Dann ist das nicht mehr an die Inzidenz zu koppeln. Ganz sicher nicht.
Ich glaube , so könnte es kommen.
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es gibt diverse gründe, zumindest diesen herbst/winter massnahmen aufrechtzuerhalten, um die inzidenzen niedrig zu halten

1.) es wird noch viele unfreiwillig ungeimpfte geben, kinder und erwachsene.
bei kindern ist das risiko, was die erkrankung fuer folgen haben kann noch nicht abschaetzbar. es ist zwar sicher, dass sie eine massiv niedrigeres sterbe- und hospitalisierungsrisiko haben, allerdings gibt es massive unsicherheiten bezueglih des wissensstandes ueber longcovid.

zahlen aus uk weissen darauf hin, dass ca. 10% auch der 2-11 jährigen longcovid davontragen werden

in den usa ist ein impfstoff fuer 5-12 jährige ganz grob im herbst bereit, für jüngere wird mit ende des jahres gerechnet.

2.) mutationsrisiko: bei einer teilgeimpften bevölkerung steigert jede infektion das risiko einer echten escapevariante, die wir bisher zum glück noch nicht beobachten konnten

3.) deutschland wird wieder reisen, d.h. es geht dann auch darum laender zu schuetzen, in denen der impfgrad deutlich niedriger ist

es gibt aus meiner sicht vielfältge gründe mindestens diesen winter noch die zahlen zu kontrollieren und mit massnahmen im nachverfolgbaren bereich zu halten.

trotz delta koennte eine kombination aus aha, test and trace sowie luftfilter etc. in schulen kindergaerten reichen.

wie es dann im nächsten jahr weitergeht, wird vom "mutationsstatus" und vom fortschritt der impfungen im rest der welt abhängen.

leider kann ich mir nicht vorstellen, dass es aktuell plaene oder ueberlegungen gibt, solche vorsichtsmassnahmen umzusetzen. man wird erst reagieren, wenn der druck zu gross wird, im letzten herbst war das als klar wurde, dass die krankenhäuser ueberlaufen werden.

ich denke niht, dass das diesen winter passieren wird, die folgen davon werden wir dann moeglicherweise erst im nachgang beobachten koennen.
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Sledge_Hammer schrieb:

Noch mal: Das Problem ist, dass es nicht erst seit diesem Monat zweifach Geimpfte gibt. Aus rechtlicher Sicht hätte man schon längst das Leben für diese komplett wieder öffnen müssen, egal ob die Inzidenz gerade auf 10 oder 50 ist (geht übrigens nicht um mich, da ich noch nicht zweifach geimpft bin). Und diese Mühlen mahlen in Deutschland viel zu langsam. Abwarten, abwarten, abwarten, schön Vorsicht, bevor noch was passiert. Während andere Länder, siehe Österreich, schon viel weiter sind oder seit Monaten einen klaren Plan verfolgen.                                                        


Ist das so, aus rechtlicher Sicht und wenn ja, wieso klagt niemand von diesen Zweifachgeimpften? Gut, kann natürlich dutzendfach geklagt worden sein, nur brauchts bis zu einer Entscheidung auch Zeit. Die Frage wäre doch, welche rechtlichen Argumente gegen weitere Einschränkungen sprechen und welche Argumente angeführt wurden und werden, dass weitere Einschränkungen von Zweitgeimpften doch eingehalten werden müssen. Und dann sind wieder bei den jeweiligen Abwägungen von Maßnahmen und Grundrechten.

Das Interesse nach einem klaren Plan teile ich, den hab ich seit letzten September nicht gesehen. Aber einen solchen Plan an konkreten Daten festuzumachen halte ich auch für falsch. Der fiktive 23. Juni. also Datum für XY zu nehmen ungeachtet der pandemischen Lage wäre doch auch Quatsch gewesen. Die Lockerungen seit einiger Zeit sind doch nun da, für Geimpfte und für Nicht-Geimpfte mit Test. Das heißt, jetzt haben wir doch gar nicht mehr das große Problem, oder?
Der Diskussionspunkt wäre doch wohl nur, ob man diese Lockerungen schon vor 2 Monaten für die jeweiligen Geimpften hätte vollziehen können? Das wiederum halte ich für schwer zu beantworten, da ich mir durchaus vorstellen könnte, dass bei einem solchen Szenario hier und da nicht mehr auf die Regeln geachtet worden wäre und man möglicherweise heute andere Zahlen hätte, als jene, die wir heute konkret haben.
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man koennte diese schritte an inzidenzen und impffortschritt koppeln.

bei fortschreitendem impfgrad wird man die grenzwerte modifizieren muessen.

oeffnungen/massnahmen an ein datum zu koppeln ist eher weniger sinnvoll
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wie war das denn in den Niederlanden geregelt, gab es Maskenpflicht am Platz?

Die Leibnitzstudie bezog sich doch explizit auf die Spiele, bei denen am Platz keine Maskenpflicht war.
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hab jetzt was gefunden zu einem event:

https://www.rfi.fr/en/europe/20210403-dutch-study-provides-template-for-spectators-return-to-events-during-covid-19-culture-sport-pcr-tests-crowds-science

5000 zuschauer in einer arena, die 50000 fasst.

die zuschauer waren aufgeteilt in versch. bubbles innerhalb derer die nachverfolgbarkeit versucht wurde. die bubbles kamen zeitlich versetzt an und sollten keinen kontakt miteinander haben.

maskentragen war obligatorisch. nur in einer bubble gab es einen kleinen bereich, in dem ein paar zuschauer die masken absetzen konnten.

dazu musste sich jeder zuschauer vor dem spiel schnelltesten, ein neg. schnelltest war obligatorisch.

sollte es mit der maskenpflicht bei allen spielen so gehandhabt wurden, deckt sich das ergebnis mit der leibnitz studie, die zu diesem Schluss kommt:

Spiele mit strenger Maskenpflicht – d.h. permanente Tragepflicht auch am zugewiesenen Platz – haben dagegen nicht zu höheren Infektionszahlen geführt.
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Da wir es ja neulich mit der Leibnitz-Studie zu Stadionbesuchen hatten (1. + 2.Spieltag der drei deutschen Ligen), hier mal die Fieldlab-Initiative in den Niederlanden, auch mit Bezug auf die andere Studie.

https://www.deutschlandfunk.de/zuschauende-bei-fussball-spielen-eine-der-sichersten.1346.de.html?dram:article_id=498807

Ich bin darauf gekommen, weil im "Corona und die Auswirkungen auf den Fußball" dieser Artikel verlinkt wurde:
https://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Niederlande-kehrt-zu-voller-Auslastung-zurueck&folder=sites&site=news_detail&news_id=23004
In den Niederlanden werden ab dem 30. Juni 2021 wieder Veranstaltungen mit 100-prozentiger Auslastung möglich sein. Das kündigte die niederländische Regierung an. Grundlage dafür sind Testevents mit verschiedenen Hygienekonzepten.

Hat mich damals schon beeindruckt, diese Vorgehensweise. Man testet wissenschaftlich begleitet was bei verschiedenen Event- und Hygieneformen passiert und baut darauf die Entscheidungen auf.
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wie war das denn in den Niederlanden geregelt, gab es Maskenpflicht am Platz?

Die Leibnitzstudie bezog sich doch explizit auf die Spiele, bei denen am Platz keine Maskenpflicht war.
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Ich fahre in absehbarer Zeit nicht an einen Strand.
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Strand heute?
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Ihr Hosenscheißer.
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ist das das neue schlafschafe?
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SGE_Werner schrieb:

Aber hey, in GB läuft das alles so viel besser. Ich mein, da sind ab Montag dann auch wieder mehr als 30 Personen bei Hochzeiten erlaubt. Gut, in den meisten Regionen Deutschlands sinds aktuell 50 bzw. draußen 100.

Oder die Frisöre, die wurden ja in Deutschland viel später erst wieder geöffnet. Ich mein, Anfang März ist nach dem 12. April oder?

Oder denken wir an die Außengastronomie, die bei 5 Tagen unter 100er Inzidenz erst wieder öffnen durften in Deutschland. Großbritannien war da viel besser und hat das schon nach landesweit 44 Tagen unter 100 gemacht.

Oder denken wir an die Fitnessstudios, die bei 5+14+14 (also 33 Tagen) unter 100er Inzidenz wieder öffnen durften in Deutschland. Da war England mit eben jenen 44 Tagen auch viel schneller dran.

Ich mein, all diese Lockerungen kamen in GB zum Zeitpunkt einer Erstimpfquote von 47,5 %.
Ich darf erst wieder ins Fitnessstudio oder ins Hallenschwimmbad, seit wir ne Erstimpfquote von 45,7 % haben.

Da sieht man ja, wie viel früher GB lockert und auf Inzidenzen scheisst. Ich mein, wir schauen ja auf die bösen Inzidenzen. Gut, wir haben dadurch gemessen an der Inzidenz sogar früher Lockerungen bekommen und gemessen an der Impfquote hatten wir etwa zeitgleich die Lockerungen. Aber behaupten kann man schon mal das Gegenteil.

Polemik off.


Naja, du kannst jetzt, wie so oft, 100 Mal mit irgendwelchen Zahlen kommen, die den Kern nicht treffen. Es geht hier sicherlich nicht um die Zustände zwischen Februar und April. Sondern darum, dass GB seit Februar einen klaren Plan hat, was mit geimpften Personen bzw. einer zum Teil geimpften Bevölkerung passiert. Und ab dem Moment, als Johnson schon, ich betone es noch mal, im Februar (!) ankündigte, dass bis Juni Schritt für Schritt gelockert wird, lief das da. Perspektive gegeben, Öffentlichkeit mitgenommen und das Lustige ist: Dieser Plan ist auch im Großen und Ganzen aufgegangen. Er wusste nämlich (wie ich übrigens im März auch schon hier geschrieben habe), dass die Impfungen die Pandemie beseitigen werden. Und da ist es nicht entscheidend, dass die endgültigen Lockerungen in GB noch einen Monat auf sich warten lassen.

In der deutschen Politik hat man stattdessen erstmal bis Anfang Mai herumlaviert, weil zu viele Leute beteiligt sind, die keine Ahnung haben und stupide nach Inzidenzen gucken.

Statt um die Bedeutung der Grundrechte zu wissen, ist hier die Kernargumentation von vielen: Wir müssen erstmal schauen, was der Frühling / der Sommer / der Herbst usw. bringt und dann schauen wir mal weiter. Oder: Ja, die Belange von Leuten die ins Stadion gehen, in den Urlaub fahren oder feiern gehen wollen, sind nicht wichtig. Genau diese "Privilegiendenke" ist verfassungswidrig. Es gibt überhaupt keinen rechtlichen Grund mehr, Vollgeimpften irgendwas (Maske in gewissen Innen(!)bereichen abgesehen) zu beschränken oder zu verbieten. Egal ob die in einem Pulk von 1000 Menschen feiern gehen oder sonst was tun wollen. Und das rafft man in Deutschland flächendeckend leider immer noch nicht. Dann kommt: Ja, aber die Mutante. Oder was auch immer.

Österreich öffnet übrigens Bars, Clubs und Discotheken für getestet, genesen und geimpft. Vollständig. Die wissen, was Grundrechte sind. Hier werden mal wieder die Gerichte nachhelfen müssen.
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Sledge_Hammer schrieb:

Er wusste nämlich (wie ich übrigens im März auch schon hier geschrieben habe), dass die Impfungen die Pandemie beseitigen werden.


Es ist immer wieder beruhigend zu sehen, dass es neben Boris Johnson noch jemanden gibt, der das Wissen hat, dass Impfungen die Pandemie beenden.

Es waere eine Katastrophe nicht bewertbaren Ausmasses, wenn das nur Boris Johnson gewusst haette. Das haette ja bedeutet, dass man in D gar ncith gewusst haette, dass Impfen hilft.

Wie ist denn dieses Herrschaftswissen von Dir und Boris Johnson in die USA und nach China gegangen?
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Der Rückgang beschleunigt sich weiter. Sehr schön!
Dazu eine gute Nachricht: Der "Sommereffekt" bei SarsCov2 soll mit ca 40% deutlich höher liegen als bislang angenommen.

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Luzbert schrieb:

Dazu eine gute Nachricht: Der "Sommereffekt" bei SarsCov2 soll mit ca 40% deutlich höher liegen als bislang angenommen.


kleiner Einschub dazu, es ist eine (ernstzunehmende) Studie, die allerdings auch nur ein Puzzleteil dazu liefert, sprich es ist ein weiterer Baustein, der sozusagen eine obere Grenze mit absteckt. Es gibt ja auch gute Datenlage bzw Studien, die zu niedrigeren Ergebnissen kommen.

Weiterer Gedanke dazu, der gleiche Effekt (nur leider in die andere Richtung) wird dann auch im Herbst fuer den dann noch ungeimpften Anteil der Bevoelkerung greifen.
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TomVision schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

SemperFi schrieb:

Ach ja, in den Berliner Impfzentren sind den ganzen Tag über Termine verfügbar.

Bis gestern war jeder eingestellte Termin in Zehntelsekunden vergeben.
Ich denke das Wetter in Verbindung mit der Quote reduzieren langsam den Ansturm.

Bevor uns der Impfstoff ausgeht, gehen uns die Impfwilligen aus.


Hier nicht. Impfzentrum heute geschlossen wg. Impfstoffmangel. Wartelisten bei den Ärzten seitenlang.


Meine Frau ist auch noch auf der Suche nach einem Impftermin. Unser Hausarzt meinte gestern, dass sie bei ihm dieses Jahr keine Chance mehr hätte. Die Wartelisten sind voll und die Lieferungen an ihn wohl zu gering.

Hört sich zumindest so an, dass es viele Impfwillige gibt.


Das ist eines der Probleme : Resignation
Wenn es keine Termine gibt , werden einige sagen : Dann eben nicht . Und gleichzeitig auf die Massnahmen pfeifen. Ich habe so was schon gehört , in  ähnlicher Form. Und das von Leuten , die unverdächtig sind , bezüglich Schwurblertum. Weiterhin fördert das Verdrossenheit bezüglich der Gesellschaft. Seht her , unser
unfähiger Staat schafft nicht mal ein paar lächerliche Impfungen durchzuführen.
Wer da demnächst reingrätscht , muss ich nicht sagen. Springer wird demnächst gross trommeln.
Woher das kommt , fragt man eben nicht. Impfstoff ist nach wie vor knapp , in weltweitem Masstab um so mehr. Lieferverpflichtungen existieren eben.

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es ist lokal stark unterschiedlich.

mein Hausarzt hat auch bei Astra lange, lange Wartelisten.

ich habe Anfang Mai nach einem Astratermin gefragt (auch fuer Astra hat mein Hausarzt nach Prio gearbeitet), da war vor Ende Juni nichts zu bekommen. Mein Hausarzt bekommt nicht genug Impfstoff, beide Aerzte aus der Praxis wuerden auch am Wochenende impfen, wenn sie denn mehr bekaemen.

Parallel impfen die Ohrenaerzte irgendwelche Leute....

Im Impfzentrum scheint es langsam voranzuschreiten. Ein Kumpel von mir (auch Priogruppe 3), der sich 1 Woche vor mir angemeldet hatte (Ende April) hat jetzt einen Termin bekommen. Einfach hochgerechnet koennte es dann bei mir diese Woche auch soweit sein.
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Wenn die Delta-Variante jetzt 6,2 % Anteil hatte in der Woche vom 31. Mai bis 6. Juni nach zuvor 3,7 % , dann bedeutet das in etwa ein Anstieg von 1100 (KW 24. Mai) auf 1300 (KW 31. Mai) Fälle, wenn ich das mal grob überschlage.

Wenn man die jeweiligen R-Werte dann errechnet und sie ansetzt, müssten wir bereits um den 8. bis 10. Juli den Punkt erreicht haben, indem die Delta-Variante die Überhand nimmt. Das liegt dann aber auch daran, dass die alten Varianten immer noch deutlich sinken. Mit diesen angenommen Werten hätten wir zudem ca. im letzten Juli-Monatsdrittel dann stagnierende Fallzahlen (ca. 650-700 am Tag im Schnitt) und dann wieder Anstieg.

Aber wie gesagt, das ist jetzt nur ein bisschen Laien-Rechnung. Xaver, gibts Modelle?
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es gibt (noch) gute Nachrichten bei dem Thema, das sind die in Summe stark sinkenden Zahlen.

Ueber die letzten Wochen sind die absoluten Zahlen der Deltavariante konstant geblieben bzw. wenn vielleicht sogar ein wenig gesunken.

Aktuell haben wir eher Clusterbildungen und noch keine flaechendeckende Ausbreitung.

Unwaegbarkeiten sind nicht flaechendeckende zuverlaessige Daten, aber in Summe stehen wir noch deutlich besser da als UK.

In Summe heisst das, dass wir in der aktuellen Situation den R-Wert fuer Delta noch auf oder knapp unter 1 zu balanzieren scheinen, das kann schnell kippen.

Trotzdem ist davon auszugehen, dass Delta von Mitte Juli an die dominierende Variante sein koennte.
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SemperFi schrieb:

fromgg schrieb:

Siehste   Ich verstehe nicht , wie man das so locker sehen kann.


Wow, wie haben wir bloß diese Zeit letztes Jahr überstanden, als es 0 Dosen Impfstoff waren...
Es kann nun mal nur verimpft werden, was da ist.

Sollte da jemand andere Fakten zu dieser Feststellung haben, ich lerne immer gerne dazu.
Und immer dran denken, 1 Mio Dosen in Deutschland mehr, sind und bleiben 1 Mio Dosen woanders weniger.


Dass andere auch mal dran sind , ist klar und richtig. Es gibt schliesslich Verträge. Dass die vorgezogen haben , war schon sehr gut für uns und nicht selbstverständlich. Es ist wie es ist.
Sooo sehr wird die Kapagne ja nicht verzögert , wie mir hier gezeigt wurde. Es geht um den Shitstorm , der nun möglicherweise losgehen wird. Auf sowas warten doch  einige Formationen und Presseorgane nur. Und die meisten Bürger lesen erstmal nur : Weniger Impfstoff von Biontech ,dh ich muss länger warten.
Nicht gut.

Es ist aber so , dass es Impstoff gibt. Auf eine Zeit zu verweisen , in der es keinen gab , hilft nicht.
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sagen wir es mal so:

gaebe es da nicht delta und wuessten wir, dass es einen plan gibt, der bei steigenden zahlen greift, waere ich auch deutlich weniger unzufrieden damit.

so finde ich die botschaft ontop zu rder reduzierung von JJ auch nicht so prickelnd.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Sieht also nicht so aus, als würde unsere Generation noch mal davonkommen und nur unsere Kinder und Enkel betroffen sein.
       


Du bist jetzt aber auch nicht mehr der Jüngste.
Deine Generation wird es vermutlich nicht mehr allzu krass am eigenen Leib spüren, das summiert sich dann mit jeder weiteren Generation leider. Das wird noch richtig unangenehm. Wir werden sicherlich in Deutschland noch in einer ausgesprochen guten Situation sein, aber die Lebensräume vieler anderer Menschen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zerstört.

Aber mal davon abgesehen ist das alles ja fast nichts Neues, vieles ist seit Jahrzehnten bekannt, es war nur die Frage, wie schnell vieles geschieht und jetzt geschieht es noch etwas schneller als vorhergesagt (früher hieß es 2040-2050 , jetzt 2035). Man hatte Jahrzehnte Zeit und hat fast nix gemacht. Jetzt auf dem letzten Drücker müsste man es so radikal machen, dass da der Widerstand zu groß ist. Es geht m.E. nur noch darum den Schaden zu verringern und sich Konzepte zu überlegen, wie wir klima- und ressourcenfreundlich mit einer dann hoffentlich spätestens im 22. Jahrhundert geringeren Weltbevölkerung zumindest nicht noch mehr Schaden anrichten.

Ich habe mittlerweile einfach die Hoffnung aufgegeben.
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SGE_Werner schrieb:

Aber mal davon abgesehen ist das alles ja fast nichts Neues, vieles ist seit Jahrzehnten bekannt, es war nur die Frage, wie schnell vieles geschieht und jetzt geschieht es noch etwas schneller als vorhergesagt (früher hieß es 2040-2050 , jetzt 2035).


das ist nur oberflaechlich betrachtet so richtig.

es stimmt, dass die basics zu diesem thema lange bekannt sind, es ist auch richtig, dass da schon lange einigkeit besteht.

allerdings liegt auch hier der teufel im detail, gerade das thema tipping points hat in der letzten zeit ziemlich fahrt aufgenommen und leider nicht in die richtige richtung.

dass tipping points getriggert oder ausgeloest werden, bedeutet nicht "nur dass es noch etwas schneller passiert, sondern kann auch bedeuten, dass die folgen deutlich drastischer sind.

die tatsache, dass es schneller geht, bedeutet natuerlich auch, dass wir nochmal schneller reagieren muessen und frueher dekarbonisieren muessten.

die neueren erkenntnisse und entwicklungen sind in der tat besorgniserregend. ausserdem ist wuerzi jetzt gechipt, mit dem neuen betriebssystem ist der jetzt noch fuer ein paar jahrhunderte gut.

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SGE_Werner schrieb:

fromgg schrieb:

Zu den Todeszahlen : In UK liegen die im Schnitt bei 7 . Wir haben 137 ( 15.6 ). Natürlich ist die Einwohnerzahl zu berücksichtigen ( UK 66, 6 Mio ) D  83 Mio .
Deren Impfquote ist höher (  16.6 : D27,6% vollgeimpft , England 55% ( not UK ) ( UK auch in diesem Bereich ).
Bedeutet das nun wirklich , dass wir auch bei diesen Verhältnissen angelangen , dh wenn wir 50 % Vollimpfung erreichen oder spielt da noch einiges andere rein ? An die Delta variante möchte iich erstmal nicht denken.        


GB: 0,93 Tote je 1.000.000 Einwohner
DE: 6,62 Tote je 1.000.000 Einwohner

für die letzten 7 Tage.

GB hatte Mitte April die selbe Erstimpfquote wie wir, die haben ja den Leuten massenweise AZ in den Arm gerammt und dann halt 12 Wochen später die zweite Dosis gegeben (das war vor allem ab April der Fall). Da die Erstimpfung schon nach wenigen Wochen ganz schwere Verläufe schon großteils verhindern kann, wirkt sich das vermutlich auch auf die sehr niedrigen Todeszahlen aus.
Und GB hatte damals eben schon Inzidenz 20, wir haben die erst seit ein paar Tagen.

Wir werden sicherlich die nächsten Wochen noch mal je 30 % weniger Todesfälle haben als in der Vorwoche. Das heißt die Woche ca. 440 Tote, nächste Woche noch 300, übernächste Woche noch 210 usw.

Aber wir liegen bei der Impfkampagne einfach mindestens einen Monat hinter GB.


Das heisst , die erste  AZ Impfung hat bereits massive , positive Auswirkungen ,  wie bereits dargelegt. Besser kann man das nicht beweisen. Mal sehen , wann wir in  D bei 50 Prozent Volllimpfquote sind. Mitte Juli könnte  das so weit sein ?
Das bedeutet aber auch  dann sicher nicht das Ende aller Massnahmen.
Ich finde es gut , dass UK noch nicht vollständig alles aufhebt ( Delta ? )
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ja, auch die erste AZ Impfung hat schon einen hohen Schutz, der allerdings bei Delta reduziert ist.

Aber wie Werner schon schrieb, hatte UK parallel bzw. davor einen recht umfangreichen Lockdown, der ursaechlich wohl mehr zur Senkung der Zahlen beigetragen hat, als der Impffortschritt.

Der Impffortschritt hat dann natuerlich Lockerungen gestattet und schuetzt jetzt bei den steigenden Deltazahlen sehr umfangreich die vollstaendig geimpften und z.T. immer noch die einfach geimpften.

d.h. wir werden definitiv eine deutliche Reduzierung der Todesfaelle haben, inwieweit die hospitalisierung zurueckgehen wird, ist aus meiner Sicht noch nicht klar, auf der einen Seite reduziert sich das auch durch Impfungen auf der anderen Seite soll die Hospitalisierung durch Delta erhoeht sein.

In wieweit die Hospitalisierung wirklich reduziert ist, wird die Zeit zeigen, das hinkt ja nun auch hinterher.
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Meanwhile in der Arktis:

Im Schatten von wichtigen Großereignissen wie der Fußball-EM und der anstehenden Bundestagswahl hat die Besatzung der zurückgekehrten Polarstern erste Ergebnisse veröffentlicht. Grob zusammengefasst:

- ein gewaltiges Ozonloch scheint sich nun auch über der Nordhalbkugel auszubreiten. Ein Viertel der Ozonschicht ist hier bereits verschwunden.

- Das Eis in der Arktis sei 2020 so weit zurück­ge­gangen wie nie zuvor und die Schicht war auch nur halb so dick wie einst üblich. Die Durchschnittstemperatur lag um 10 Grad höher als normal. Dass das Eis in der Arktis noch ganzjährig gerettet werden kann, bezweifeln die Forscher.

- Man erwartet nun den Zeitpunkt für das komplette Abschmelzen des arktischen Eises nicht mehr für 2050, sondern bereits in 10 - 15 Jahren.

https://taz.de/Ergebnisse-der-Polarstern-Mission/!5778761/

Sieht also nicht so aus, als würde unsere Generation noch mal davonkommen und nur unsere Kinder und Enkel betroffen sein.
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es ist viel passiert in den vergangenen Jahren, was trotz umfangreicher Berichterstattung auch in Massenmedien relativ wenig Beachtung findet.

Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Tipping points kippen, auch bei einer Begrenzung der Erhoehung auf 2K ( https://www.theguardian.com/environment/2021/jun/03/climate-tipping-points-could-topple-like-dominoes-warn-scientists) , es wurde (mal wieder) bestaetigt, dass das Nichthandeln teurer wird, als zu handeln
( https://www.ucl.ac.uk/news/2021/jun/scientists-warn-g7-cost-breaching-15c-warming-limit-will-far-exceed-costs-achieving-it )

aber wir diskutieren ernsthaft darueber ob die Spritpreiserhoehung, die im uebrigen alle Parteine vorgeben zu fordern, der Gruenen mit Kompensation statthaft sei oder wir diskutieren, dass die niedrigen Einkommen sich den Malleurlaub nicht mehr leisten koennten.

Landroval hatte im Bundestagsthread recht, wahlkampftaktisch ist der Zug von Laschet, clever, er triggert mit seiner Aussage eine ganz andere Gruppe von Menschen, als er eigentlich aussagt.

Fuer die Sache ist es eine Katastrophe, denn es erweckt den Eindruck, wir haetten hier ein verhandelbares Thema, was wir aber definitiv nicht haben.

Das Ziel ist klar, schnellstmoegliche Dekarbonisierung (2050 ist zu spaet), der Weg dahin ist allerdings verhandelbar und muss mit Entlastungen fuer Teile der Bevoelkerung beschritten werden. Es muss aber auch klar sein, dass es sehr wahrscheinlich ganz ohne Belastungen nicht gehen wird, aber die Folgen sind noch teurer.

Das haben aber viele Leute vor allem auch Politiker nicht begriffen oder noch schlimmer, es ist ihnen egal, so wie Laschet.
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Achtung, gleich kommt Eismann
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ich nehm vanille und erdbeer
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Basaltkopp schrieb:

Gab es bei uns nicht auch seit September steigende Zahlen und wurde da nicht erst Anfang November halbherzig reagiert?
     


Jein.

Steigend waren sie tatsächlich seit September, ins Exponentielle gingen sie ziemlich genau um den 4. bis 8. Oktober (die gelbe Linie markiert den erstmaligen Wochenanstieg von 25 %)

Am 15. Oktober (grüne Linie) (also 9 Tage, nachdem klar war, dass die Zahlen steigen und da hatten sie sich schon von 20 auf 40er Inzidenz gesteigert in diesem Zeitraum / R-Wert ca. 1,4) wurde dann beschlossen, dass im öffentlichen Raum nur noch maximal 10 Personen zusammen kommen dürfen und es wurde in Hotspot-Gebieten eine Sperrstunde verhängt.

Nach weiterem dramatischen exponentiellen Anstieg (am 27. Oktober waren wir bei einem Wochenanstieg von 83 % und Inzidenz 100) wurde dann zum 3. November der Lockdown Light beschlossen.



Der schon sich ab Ende Oktober abschwächende Anstieg (die Menschen verhalten sich ja dann auch vorsichtiger, zudem waren Herbstferien fast überall in der 3. / 4. Oktoberwoche > Auswirkung auf Inzidenz Ende Oktober / Anfang November) hat dann bekanntlich für eine Stagnation der Inzidenz um 150 gesorgt, bis unmittelbar nach dem 2. Advent die Zahlen noch mal anstiegen und dann immerhin schon innerhalb von 5, 6 Tagen beschlossen wurde, dass der Lockdown kommen müsse (zum 16. Dezember).

Hätte die Regierung mal "panisch" reagiert und mal richtig dicht gemacht, als wir einen exponentiellen Anstieg hatten, dann müssten jetzt ein paar tausend Angehörige weniger Blumen ans Grab bringen.
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SGE_Werner schrieb:


Steigend waren sie tatsächlich seit September, ins Exponentielle gingen sie ziemlich genau um den 4. bis 8. Oktober (die gelbe Linie markiert den erstmaligen Wochenanstieg von 25 %)


aller wahrscheinlichkeit nach werden sie auch vorher schon exponentiell steigend gewesen sein.

ein exponentielles wachstum bei niedrigen zahlen wird gerne mit linearem wachstum verwechselt, exponentiell wachsend heisst nicht ausschliesslich schnell ansteigende werte.

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in israel faellt heute weitestgehend die maskenpflicht, dann auch in vielen innenbereichen

60% der bevoerlkerung sind durchgeimpft, die anzahl der neuinfektionen die letzten wochen ist sehr ueberschaubar. Delta spielt dort aktuell so gut wie keine Rolle, allerdings haben sie meines Wissens auch noch recht harte Einreisebeschraenkungen (inkl. Quarantaene).

Auch hier lohnt es sich natuerlich hinzuschauen, was passiert, auch im Hinblick auf die Entwicklung von Delta in Israel.