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cm47
9567
WürzburgerAdler schrieb:cm47 schrieb:
Falls du mich meinst, bin ich der Überzeugung, das Freiheit und deren Wehrhaftigkeit einander bedingen...so lieb und friedlich ist die Welt nicht, als das man sich auf etwas anderes verlassen könnte.
So düster würde ich jetzt nicht in die Welt blicken. Ein gut durchdachtes Konstrukt wie die EU hat in ihrem Bereich für einen nahezu 80-jährigen Frieden und Wohlstand gesorgt. Wann hat es das in Europa jemals gegeben?
Nichts hat ewig Bestand, das zeigt die Geschichte sehr eindrucksvoll.
Ich will das der EU auch nicht absprechen, aber genau diese Sichtweise, das dies doch alles eigentlich gefestigt sei, was sich jetzt mehr oder weniger in Luft auflöst, hat uns alle jetzt mit dieser Situation konfrontiert..
Und was Düsternis anbelangt und das gemütliche Einrichten im vermeintlich sicheren Status Quo, kann ich dir sagen, das ich weiß, was Düsternis bedeutet, ohne auf die schrecklichen Einzelheiten einzugehen.
Und 80 Jahre Frieden sind ein Speuz gegenüber dessen, was wirklich passiert ist.
In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es kein Jahrhundert ohne Kriege, wenn du eines weißt, dann nenne es mir, ich weiß keines..das ist jetzt nicht anders und wird auch im nächsten Jahrhundert nicht anders sein, weil der Mensch ist, wie er ist.
Es gab und wird immer Potentaten a la Putin geben, mit allen dadurch verursachten Problemen und kein irgendwie gearteter Vertrag oder eine vermeintliche Friedensordnung wird daran etwas ändern....meine Zeit hat mich geprägt und deshalb ist für mich bis heute nichts undenkbar und verlassen würde ich mich auch auf nichts.
Trotzdem bleibe ich eine, wenn auch fatalistische, Frohnatur....
Dass man einem hegemonialen Staat eine Einflusszone eingeschränkter Souveränität zubilligt (in Russland nennt man das nahes Ausland) entspricht exakt dem Denken Kenneth Waltz‘ und der neorealistischen Schule. Seiner Überzeugung nach kann in einem anarchischen System nur so Stabilität erzeugt werden. Du bist vielleicht mehr kalter Krieger, als du glaubst. 😎
Motoguzzi999 schrieb:
Dass man einem hegemonialen Staat eine Einflusszone eingeschränkter Souveränität zubilligt (in Russland nennt man das nahes Ausland) entspricht exakt dem Denken Kenneth Waltz‘ und der neorealistischen Schule. Seiner Überzeugung nach kann in einem anarchischen System nur so Stabilität erzeugt werden. Du bist vielleicht mehr kalter Krieger, als du glaubst. 😎
Falls du mich meinst, bin ich der Überzeugung, das Freiheit und deren Wehrhaftigkeit einander bedingen...so lieb und friedlich ist die Welt nicht, als das man sich auf etwas anderes verlassen könnte.
Diese Lektion haben viele Länder leider bitter erfahren müssen, aber das kann man natürlich alles negieren und diejenigen, deren Überzeugung das ist, in eine Ecke stellen.
Juckt mich nicht und ich bin aus noch eigenem Erleben der Letzte, der einem Krieg das Wort reden würde...aber so ist das mit Meinungen, was nicht der eigenen entspricht, wird ausgeblendet, weil das andere nicht sein darf..
cm47 schrieb:
Falls du mich meinst, bin ich der Überzeugung, das Freiheit und deren Wehrhaftigkeit einander bedingen...so lieb und friedlich ist die Welt nicht, als das man sich auf etwas anderes verlassen könnte.
So düster würde ich jetzt nicht in die Welt blicken. Ein gut durchdachtes Konstrukt wie die EU hat in ihrem Bereich für einen nahezu 80-jährigen Frieden und Wohlstand gesorgt. Wann hat es das in Europa jemals gegeben?
Nein, ich meinte Frankenadler.
amsterdam_stranded schrieb:
Euer überzogenes Täterverständnis macht mich ehrlich gesagt sprachlos.
Täterverständnis? Nur weil man versucht zu verstehen, welches Bedingungsgefüge im autokratisch regierten Russland derzeit vorliegt, heißt das beileibe nicht, dass man einer Tat gegenüber Verständnis aufbringt.
Der Ansatz eine Reiz-Reaktions-Kette zu durchbrechen und dafür verstehen zu wollen, wie ein Gegenüber denkt, was Basis seines Selbstverständnisses ist und was ihn innerhalb seines Landes an der Macht hält, impliziert doch weder automatisch eine Wertung, noch eine Rechtfertigung für diesen völkerrechtswidrigen Krieg.
Mit Verlaub amsterdam, das ist polemischer Mist um eine andere Sichtweise auf die Situation zu diskreditieren.
Die polemische Gegenspitze wäre jetzt: typisch kalter Krieger. Immer in der Eskalationsspirale bleiben.
Wenn wir das eben nicht wollen, müssen wir neben dem Reagieren auf die russischen Dynamiken eben auch auf uns und unseren Anteil an der Situation gucken.
Man kann dann zu der Überzeugung gelangen, dass es richtig ist, die Nato an Russlands Grenzen zu installieren. Man kann den Sinn der Nato aber auch komplett in Frage stellen.
Das ist der Vorteil unserer Demokratie: wir halten solche Diskussionen aus!
FrankenAdler schrieb:
Wenn wir das eben nicht wollen, müssen wir neben dem Reagieren auf die russischen Dynamiken eben auch auf uns und unseren Anteil an der Situation gucken.
Das wird aber nicht erfolgen, weil man ja dann 16 Jahre Merkel und deren verfehlte Russlandpolitik in Frage stellen müßte, was sich jetzt als bittere Wahrheit herausstellt.
FrankenAdler schrieb:
Man kann den Sinn der Nato aber auch komplett in Frage stellen
Man kann jedes Militärbündnis in Frage stellen und auf seine Sinnhaftigkeit überprüfen...nur darf man dann keine Nachbarstaaten haben, die das als Geschenk ansehen würden....und die russische Föderation sind nunmal auch Nachbarn, zudem mittlerweile aktuell nicht mehr berechenbar..
Da frage ich mich sofort, warum eigentlich alle ehemaligen Ostblockstaaten in die Nato wollten, wenn man die doch eigentlich gar nicht braucht...am Sicherheitsbedürfnis kann es wohl nicht gelegen haben, die wollten halt nur dabei sein..
Nun, es gibt ja Alternativen. Wissenschaft und Technik haben dafür gesorgt, dass es sie gibt. Man muss sie halt nur einsetzen.
cm47 schrieb:WürzburgerAdler schrieb:
Nun, es gibt ja Alternativen. Wissenschaft und Technik haben dafür gesorgt, dass es sie gibt. Man muss sie halt nur einsetzen.
Was meinst du denn konkret..?
Wenn wir es rechtzeitig verstanden und auch gewollt hätten, wären wir heute schon energietechnisch autark und müssten weder Putin noch irgendeinem Scheich hinterherkriechen.
amsterdam_stranded schrieb:
Bei eurem Verständnis für die Narrative Russlands blendet ihr beharrlich aus, dass Russland gerade sämtliches Völkerrecht bricht und das Recht des Stärkeren durchsetzt.
Diesen Vorhalt höre ich nun schon zum wiederholten Male. Zum wiederholten Male deshalb nochmals: Russland hat sämtliches Völkerrecht gebrochen, insbesondere die Vereinbarungen mit der Ukraine, und das Recht des Stärkeren durchgesetzt.
Man sollte diese Tatsache sowie alles, was daraus folgt, und die Genesis der Auseinandersetzung mit der Ukraine auseinander halten. Welche Folgen aus dem russischen Überfall zu ziehen sind, ist das eine. Wie es dazu und insbesondere zu der Machtstellung Putins und seiner breiten Zustimmung im Land gekommen ist, das andere.
WürzburgerAdler schrieb:amsterdam_stranded schrieb:
Bei eurem Verständnis für die Narrative Russlands blendet ihr beharrlich aus, dass Russland gerade sämtliches Völkerrecht bricht und das Recht des Stärkeren durchsetzt.
Diesen Vorhalt höre ich nun schon zum wiederholten Male. Zum wiederholten Male deshalb nochmals: Russland hat sämtliches Völkerrecht gebrochen, insbesondere die Vereinbarungen mit der Ukraine, und das Recht des Stärkeren durchgesetzt.
Man sollte diese Tatsache sowie alles, was daraus folgt, und die Genesis der Auseinandersetzung mit der Ukraine auseinander halten. Welche Folgen aus dem russischen Überfall zu ziehen sind, ist das eine. Wie es dazu und insbesondere zu der Machtstellung Putins und seiner breiten Zustimmung im Land gekommen ist, das andere.
Beides ist nach meiner unmaßgeblichen Auffassung aber nicht zu trennen, da ist nichts auseinander zu halten.
Die Machtstellung Putins mag viele Gründe haben, die aber zuallererst innenpolitisch zu suchen sind.
Jeder Diktator hat eine breite Zustimmung, wenn er nur genug Wohltaten verteilt und eine funktionierende Propagandamaschinerie betreibt.
Aber was rechtfertigt das, einen Angriffskrieg gegen einen Nachbarstaat zu beginnen, der vorher auf Zusagen vertraut hat, die jetzt mit Füßen getreten werden...hier besteht eine erhebliche Kausalität im Ablauf, auseinanderhalten oder getrennt beurteilen kann ich da nichts, weil das eine das andere bedungen hat...oder verstehe ich da irgendwas nicht.?
Naja, ich seh es eher als Trostpflaster für die ganzen Miniländer und ihre Miniligen, dafür dass man sie aus der CL als Nachfolger des ehemaligen Landesmeisterwettbewerbs raushaben will. Denn hier sollen ha die vier spanischen Meister gegen die vier englischen und deutschen Meister antreten, und nicht der albanische Meister gegen den aus Moldau. Insofern hat die ECL auch ihre Berechtigung, nämlich die, auch Mannschaften aus kleinen Ländern auf Europareise schicken zu können - bevor die anfangen sich über die CL zu beschweren …
philadlerist schrieb:
Naja, ich seh es eher als Trostpflaster für die ganzen Miniländer und ihre Miniligen, dafür dass man sie aus der CL als Nachfolger des ehemaligen Landesmeisterwettbewerbs raushaben will. Denn hier sollen ha die vier spanischen Meister gegen die vier englischen und deutschen Meister antreten, und nicht der albanische Meister gegen den aus Moldau. Insofern hat die ECL auch ihre Berechtigung, nämlich die, auch Mannschaften aus kleinen Ländern auf Europareise schicken zu können - bevor die anfangen sich über die CL zu beschweren …
Sorry, aber einen sportlichen Wettbewerb als Trostpflaster zu deklarieren, der es im Prinzip ja auch ist, hat für mich jeglichen Sinn verloren...sportliche Gefälligkeiten haben im Profisport nichts verloren..
Tja, aus dir wäre jetzt kein guter Funktionär geworden 😝
Bedauerlicherweise befinden sich die nachgefragten Rohstoffvorkommen meist in nichtdemokratischen Staaten...wenn man also seinen Energiebedarf an demokratischen Staatsformen ausrichten will, wird man nicht allzuweit kommen...deswegen auch hier die Moral außen vor lassen, sondern pragmatisch versuchen, den Energiebedarf sicherzustellen.
Im Fußball spielen Staatsformen auch keine Rolle, siehe WM in Katar, also warum sollte Habeck, wenn auch widerwillig, es nicht zumindest versuchen...?....anderenfalls hätte er den deutschen Bürgern bei einem strengen Winter, der vermutlich nur noch selten eintritt, sehr viel zu erklären...
Im Fußball spielen Staatsformen auch keine Rolle, siehe WM in Katar, also warum sollte Habeck, wenn auch widerwillig, es nicht zumindest versuchen...?....anderenfalls hätte er den deutschen Bürgern bei einem strengen Winter, der vermutlich nur noch selten eintritt, sehr viel zu erklären...
Nun, es gibt ja Alternativen. Wissenschaft und Technik haben dafür gesorgt, dass es sie gibt. Man muss sie halt nur einsetzen.
Luzbert schrieb:
Das war es dann wohl mit einer allgemeinen Impfpflicht. Die Krankenkassen sehen sich aufgrund eines aktuellen Papiermangels nicht imstande, die dafür nötigen Briefe zu versenden.
Ich glaube, das ist das absurdeste was ich in zwei Jahren Pandemie gehört habe...
Ich würde nicht so schwarz sehen...das wird sich in den nächsten Jahrhunderten noch ändern, wenn wir volldigitalisiert sind.
Momentan nutzen wir noch die Möglichkeiten der Kanzleischreibstuben von 1872....
Von "danach ausrichten" habe ich nicht gesprochen. Ich meinte lediglich, dass man eine Angelegenheit, die für ein Land wichtig ist, besser mit diesem Land regelt und nicht an diesem Land vorbei.
Im Prinzip erwarten wir das ja auch von anderen Ländern. Und beherzigen das - wie geschrieben - ja auch innerhalb der EU. Wichtige, ein EU-Mitglied direkt betreffende Themen können ohne dieses Mitglied nicht entschieden werden. Eigentlich vorbildlich.
Im Prinzip erwarten wir das ja auch von anderen Ländern. Und beherzigen das - wie geschrieben - ja auch innerhalb der EU. Wichtige, ein EU-Mitglied direkt betreffende Themen können ohne dieses Mitglied nicht entschieden werden. Eigentlich vorbildlich.
WürzburgerAdler schrieb:
Von "danach ausrichten" habe ich nicht gesprochen. Ich meinte lediglich, dass man eine Angelegenheit, die für ein Land wichtig ist, besser mit diesem Land regelt und nicht an diesem Land vorbei.
Im Prinzip erwarten wir das ja auch von anderen Ländern. Und beherzigen das - wie geschrieben - ja auch innerhalb der EU. Wichtige, ein EU-Mitglied direkt betreffende Themen können ohne dieses Mitglied nicht entschieden werden. Eigentlich vorbildlich.
Ich frage mich immer noch, was an Russland vorbeigegangen sein sollte oder die nicht eingebunden zu haben...die haben zig Verträge demgemäß mit unterzeichnet und weil das jetzt nur noch wertloses Papier ist, haben wir die außen vorgelassen...?....so werden Legenden gestrickt...
Tafelberg schrieb:Bommer1974 schrieb:
Und ob ich 7 werden will, weiß ich gar nicht... Dann lieber eine Saison, in der wir im Pokal was reißen und weit kommen, statt Mickey Mouse Liga
die Conference League kommt mir bei vielen zu schlecht weg.
Die ist eine Erfindung der UEFA zur reinen Geldvermehrung, nicht für sportlichen Mehrwert....da kann man auch die zweite Tabellenhälfte in ganz Europa gegeneinander kicken lassen, um herauszufinden, wer unter den Verlierern der allergrößte Verlierer ist...EL ist noch okay, aber alles darunter ist doch ein Witz und dient nur dafür, den Verbandskorruptis die Taschen vollzumachen...
Das stimmt, trotzdem kann es spass machen, die Konfetti Liga zu spielen. Flora Tallinn zB war doch ein witziger Gegner. Und die Saisonvorbereitung ist sowieso immer gestört solange das transferfenster bis Ende August offen ist…
Naja, ich seh es eher als Trostpflaster für die ganzen Miniländer und ihre Miniligen, dafür dass man sie aus der CL als Nachfolger des ehemaligen Landesmeisterwettbewerbs raushaben will. Denn hier sollen ha die vier spanischen Meister gegen die vier englischen und deutschen Meister antreten, und nicht der albanische Meister gegen den aus Moldau. Insofern hat die ECL auch ihre Berechtigung, nämlich die, auch Mannschaften aus kleinen Ländern auf Europareise schicken zu können - bevor die anfangen sich über die CL zu beschweren …
cm47 schrieb:
Es wird, auch von politischer Seite, immer von Demütigung Russlands geredet, von in die Ecke stellen und "Einkesselung".
Das ist sicherlich die russische Sichtweise und wird auch so von Putin propagiert, nur hält sie der Realität wirklich stand...??....die Völker Osteuropas wollten nachvollziehbarer Weise der russischen oder damals sowjetischen Vorherrschaft entkommen und haben sich aus deren freiem Willen dem Westen zugewandt, um sich dem Einflußbereich der Sowjetunion zu entziehen.
Das bestreitet glaube ich niemand. Jedoch allein die Tatsache, dass Russland allein 9 Anrainerstaaten resp. Verbündete an die EU bzw. NATO verloren hat, bleibt bestehen. Und diese Tatsache gibt Putins revanchistischer Politik erst die Nahrung, die er für seine Akzeptanz in der Bevölkerung braucht. Und die hat er.
Genau das ist nach dem Versailler Vertrag hier bei uns passiert. Diese Folge hat FA gemeint und da finde ich den Vergleich schon passend.
WürzburgerAdler schrieb:
dass Russland allein 9 Anrainerstaaten resp. Verbündete an die EU bzw. NATO verloren hat, bleibt bestehen.
Naja, Verbündete im Warschauer Pakt waren sie nur widerwillig oder gezwungenermaßen...wären sie das wirklich gewesen, hätten sie sich nicht dem Westen annähren wollen...das Putin das natürlich anders sieht, ist auch klar.
Und der deutsche Revanchismus nach 1919 war natürlich da, aufgrund der verheerenden Folgen des Krieges...hier muß man aber auch nach Ursache und Wirkung fragen, wenn man den Gesamtkontext betrachtet....nicht zuletzt daran ist die Weimarer Republik ja gescheitert...aber das Faß mach ich jetzt nicht auf....
Lieber Edmund, ich bin ein Freund realer Abrüstung! Verbale Auseinandersetzungen beenden, im Gegensatz zum Einsatz der vielgeforderten neuen Waffen, keine Leben!
Und zu Fücks Zentrum liberale Moderne ist es mMn nicht ausreichend nur den "Klappentext" zu lesen. Man sollte schon genau hinschauen, was im Buch steht.
Fücks und Beck setzen auf Abschreckung über Stärkung des transatlantischen Bündnisses. Abschreckung bedeutet Aufrüstung und Wehrhaftigkeit. Die Idee ist letztlich, dass mehr Waffen mehr Stabilität bedeuten. Ich weiß, dass das hier derzeit eher populär ist und dass ich hier als Pazifist derzeit eher belächelt werde. Letztlich propagiert das Zentrum aber nichts anderes, als die Verstetigung des kalten Kriegs. An eine mögliche Überwindung wird nicht geglaubt.
Hinsichtlich Russland sind wir derzeit auf dem Weg, beste Bedingungen für eine dauerhafte revanchistische Strömung innerhalb Russlands zu fundieren. Russland ist und war der große Verlierer des ersten kalten Krieges und hat einen Großteil seiner Großmachtstellung mit dem Zerfall der Sowjetunion verloren. Diese Demütigung ist zu einem nicht geringen Teil Basis für Putins weitgehend unangefochtene Machtstellung im Land. Putin bedient mit seiner revanchistischen Politik, die tief empfundene Schmach über die Demütigung.
Wohin so eine Stimmung führen kann, haben unsere Altvorderen im Umgang mit dem Vertrag von Versailles gezeigt.
Jetzt zu glauben, man schaffe Stabilität, indem man Russland weiter in die Enge treibt, einkesselt und isoliert, halte ich für brandgefährlich.
Natürlich brauchen wir, nachdem jahrzehntelang von unserer politschen Führung aus Fokussierung auf wirtschaftliche Interessen, auf Demokratie und Menschenrechte in Russland gepfiffen wurde, jetzt kurzfristig einen angemessen klaren Umgang mit Russlands Aggression gegen die Ukraine.
Dauerhaft aber müssen wir überlegen, wie man helfen kann, die revanchistischen, chauvinistischen und nationalistischen Tendenzen in Russland zu überwinden.
Dafür ist eine erneute Verstetigung des kalten Krieges nicht der richtige Ansatz, bietet dieser doch den Boden für das Narrativ des gedemütigten Riesen.
Btw: bei dieser Diskussion sollten wir nicht vergessen, dass Teile der Nato Putin in seinem Wunsch nach Rekunstruktion ihres Großmachtanspruchs (Türkei, teilw Ungarn), Nationalchauvinismus (Türkei, Polen, Ungarn) oder schlicht aushöhlens der Demokratie (Polen, Ungern) wenig nachstehen.
Wollen wir Stabilität, Demokratie und Frieden, brauchen wir auch damit einen Umgang, wie innerhalb unseres Bündnisses Menschenrechte und Demokratie Geltung verschafft wird.
Und zu Fücks Zentrum liberale Moderne ist es mMn nicht ausreichend nur den "Klappentext" zu lesen. Man sollte schon genau hinschauen, was im Buch steht.
Fücks und Beck setzen auf Abschreckung über Stärkung des transatlantischen Bündnisses. Abschreckung bedeutet Aufrüstung und Wehrhaftigkeit. Die Idee ist letztlich, dass mehr Waffen mehr Stabilität bedeuten. Ich weiß, dass das hier derzeit eher populär ist und dass ich hier als Pazifist derzeit eher belächelt werde. Letztlich propagiert das Zentrum aber nichts anderes, als die Verstetigung des kalten Kriegs. An eine mögliche Überwindung wird nicht geglaubt.
Hinsichtlich Russland sind wir derzeit auf dem Weg, beste Bedingungen für eine dauerhafte revanchistische Strömung innerhalb Russlands zu fundieren. Russland ist und war der große Verlierer des ersten kalten Krieges und hat einen Großteil seiner Großmachtstellung mit dem Zerfall der Sowjetunion verloren. Diese Demütigung ist zu einem nicht geringen Teil Basis für Putins weitgehend unangefochtene Machtstellung im Land. Putin bedient mit seiner revanchistischen Politik, die tief empfundene Schmach über die Demütigung.
Wohin so eine Stimmung führen kann, haben unsere Altvorderen im Umgang mit dem Vertrag von Versailles gezeigt.
Jetzt zu glauben, man schaffe Stabilität, indem man Russland weiter in die Enge treibt, einkesselt und isoliert, halte ich für brandgefährlich.
Natürlich brauchen wir, nachdem jahrzehntelang von unserer politschen Führung aus Fokussierung auf wirtschaftliche Interessen, auf Demokratie und Menschenrechte in Russland gepfiffen wurde, jetzt kurzfristig einen angemessen klaren Umgang mit Russlands Aggression gegen die Ukraine.
Dauerhaft aber müssen wir überlegen, wie man helfen kann, die revanchistischen, chauvinistischen und nationalistischen Tendenzen in Russland zu überwinden.
Dafür ist eine erneute Verstetigung des kalten Krieges nicht der richtige Ansatz, bietet dieser doch den Boden für das Narrativ des gedemütigten Riesen.
Btw: bei dieser Diskussion sollten wir nicht vergessen, dass Teile der Nato Putin in seinem Wunsch nach Rekunstruktion ihres Großmachtanspruchs (Türkei, teilw Ungarn), Nationalchauvinismus (Türkei, Polen, Ungarn) oder schlicht aushöhlens der Demokratie (Polen, Ungern) wenig nachstehen.
Wollen wir Stabilität, Demokratie und Frieden, brauchen wir auch damit einen Umgang, wie innerhalb unseres Bündnisses Menschenrechte und Demokratie Geltung verschafft wird.
FrankenAdler schrieb:
Hinsichtlich Russland sind wir derzeit auf dem Weg, beste Bedingungen für eine dauerhafte revanchistische Strömung innerhalb Russlands zu fundieren. Russland ist und war der große Verlierer des ersten kalten Krieges und hat einen Großteil seiner Großmachtstellung mit dem Zerfall der Sowjetunion verloren. Diese Demütigung ist zu einem nicht geringen Teil Basis für Putins weitgehend unangefochtene Machtstellung im Land. Putin bedient mit seiner revanchistischen Politik, die tief empfundene Schmach über die Demütigung.
Wohin so eine Stimmung führen kann, haben unsere Altvorderen im Umgang mit dem Vertrag von Versailles gezeigt.
Jetzt zu glauben, man schaffe Stabilität, indem man Russland weiter in die Enge treibt, einkesselt und isoliert, halte ich für brandgefährlich.
Natürlich brauchen wir, nachdem jahrzehntelang von unserer politschen Führung aus Fokussierung auf wirtschaftliche Interessen, auf Demokratie und Menschenrechte in Russland gepfiffen wurde, jetzt kurzfristig einen angemessen klaren Umgang mit Russlands Aggression gegen die Ukraine.
Dauerhaft aber müssen wir überlegen, wie man helfen kann, die revanchistischen, chauvinistischen und nationalistischen Tendenzen in Russland zu überwinden.
Dafür ist eine erneute Verstetigung des kalten Krieges nicht der richtige Ansatz, bietet dieser doch den Boden für das Narrativ des gedemütigten Riesen.
Btw: bei dieser Diskussion sollten wir nicht vergessen, dass Teile der Nato Putin in seinem Wunsch nach Rekunstruktion ihres Großmachtanspruchs (Türkei, teilw Ungarn), Nationalchauvinismus (Türkei, Polen, Ungarn) oder schlicht aushöhlens der Demokratie (Polen, Ungern) wenig nachstehen.
Wollen wir Stabilität, Demokratie und Frieden, brauchen wir auch damit einen Umgang, wie innerhalb unseres Bündnisses Menschenrechte und Demokratie Geltung verschafft wird.
Lieber FA, du hast das sehr differenziert aus deiner Sicht dargestellt, trotzdem wirft das ein paar Fragen auf..
Es wird, auch von politischer Seite, immer von Demütigung Russlands geredet, von in die Ecke stellen und "Einkesselung".
Das ist sicherlich die russische Sichtweise und wird auch so von Putin propagiert, nur hält sie der Realität wirklich stand...??....die Völker Osteuropas wollten nachvollziehbarer Weise der russischen oder damals sowjetischen Vorherrschaft entkommen und haben sich aus deren freiem Willen dem Westen zugewandt, um sich dem Einflußbereich der Sowjetunion zu entziehen....diese Freiheitsbestrebungen kann man natürlich als Putin als Demütigung empfinden, aber gedemütigt haben sich die Russen doch selbst, als sie in den 2 plus vier Verhandlungen über die Wiedervereinigung auch der Bündnishinwendung zur EU und Nato zugestimmt haben...da wird ein revanchistischer Popanz von Seiten Putins aufgebaut, der so nicht stattgefunden hat....mir ist das bißchen zuviel Verständnis für die russische Seite...und wie definierst du den "angemessen klaren Umgang" mit Russlands momentanem Verhalten in der Ukraine..?...wie soll der aussehen...?....wir, der Westen, werden in Russland überhaupt nichts überwinden, was irgendwelche Tendenzen anbelangt, solange wir nicht agieren, sondern nur auf die realen Umstände reagieren...und genau das hat ja Selenskiy angemahnt und kritisiert...was ist denn jetzt richtig oder falsch..?
Ich bin bei dir, das eine Verhärtung der Beziehungen kontraproduktiv ist, nur eine Veränderung kann nur von innen heraus erfolgen, damit die russische Bevölkerung begreift, welchen verhängnisvollen Weg ihre umjubelte Führung geht...allerdings habe ich diesbezüglich wenig Hoffnung, zumindest mittelfristig...
Wenn ich dich nicht komplett mißverstanden habe, bleibt Russland gar nichts anderes übrig, als sich gegen westliche Aggression und dessen imperialen Gehabe zur Wehr zu setzen...das ist doch nicht der Fall...der Revanchismus liegt allein auf der russischen Seite und Geschichtsverläufe revidieren zu wollen, zumal mit kriegerischen Mitteln, hat noch ganz selten funktioniert, wenn überhaupt.
Und dein Hinweis auf den Versailler Vertrag ist insofern auch nicht vergleichbar, weil liebevoll genannten "Altvorderen" durch den militärisch und wirtschaftlich verlorenen Krieg überhaupt keine Alternative hatten, einem "Siegfrieden" mit all seinen verhängnisvollen Auswirkungen zuzustimmen, die Alternative wäre noch fataler gewesen.
Hier wird manchmal so getan, als wäre die westliche Seite eigentlich schuld daran, das die Russen derart reagieren müssen....die Ukraine ist nicht Nato, dank deutscher und französischer Einflußnahme, das weiß auch Russland.
Es gibt deshalb aus meiner Sicht keinen Grund, nicht trotzdem die politischen Kanäle nach Russland offenzuhalten, gleichwohl aber nicht wie das Kaninchen vor der Schlange zu verharren, aus Angst vor Putins Reaktionen....wir sind im Deutschland und Europa des 21. Jahrh. und nicht mehr im Preußen des 19. Jahrh. und deshalb sollte man sich das weitere Vorgehen innerhalb Nato und EU sehr gut überlegen, weil es auch mal eine Zeit nach Putin geben wird und dafür muß man schon jetzt die Voraussetzungen schaffen, wenn man keine dauerhafte Konfrontation mit Russland etablieren will...was aber je nach Nachfolge auch nicht einfach wird, weil die Hinwendung nach China immer offensichtlicher wird...
cm47 schrieb:
Es wird, auch von politischer Seite, immer von Demütigung Russlands geredet, von in die Ecke stellen und "Einkesselung".
Das ist sicherlich die russische Sichtweise und wird auch so von Putin propagiert, nur hält sie der Realität wirklich stand...??....die Völker Osteuropas wollten nachvollziehbarer Weise der russischen oder damals sowjetischen Vorherrschaft entkommen und haben sich aus deren freiem Willen dem Westen zugewandt, um sich dem Einflußbereich der Sowjetunion zu entziehen.
Das bestreitet glaube ich niemand. Jedoch allein die Tatsache, dass Russland allein 9 Anrainerstaaten resp. Verbündete an die EU bzw. NATO verloren hat, bleibt bestehen. Und diese Tatsache gibt Putins revanchistischer Politik erst die Nahrung, die er für seine Akzeptanz in der Bevölkerung braucht. Und die hat er.
Genau das ist nach dem Versailler Vertrag hier bei uns passiert. Diese Folge hat FA gemeint und da finde ich den Vergleich schon passend.
DelmeSGE schrieb:
Und gerade gegen Barcelona kann das dann unangenehm werden.
Die haben in Madrid Real 0:4 abgefiedelt...ich hab das Spiel zwar nicht sehen können, aber rein vom Ergebnis her wird das schon eine sehr gute Leistung gewesen sein, vor allem spieltechnisch....ich will und kann daraus keine Schlüsse für das Spiel gegen uns ziehen, weil wir nicht Real Madrid sind....es wird auch für Barca gegen uns unangenehm, wenn tiki taka gegen tutti frutti steht....
... wenn tiki taka gegen tutti frutti steht....
You made my day!
You made my day!
cm47 schrieb:
Die haben in Madrid Real 0:4 abgefiedelt...ich hab das Spiel zwar nicht sehen können, aber rein vom Ergebnis her wird das schon eine sehr gute Leistung gewesen sein, vor allem spieltechnisch....ich will und kann daraus keine Schlüsse für das Spiel gegen uns ziehen, weil wir nicht Real Madrid sind....es wird auch für Barca gegen uns unangenehm, wenn tiki taka gegen tutti frutti steht....
Naja, wir sind nicht Real Madrid.
Das gibt ein ganz anderes Spiel. Selbst wenn die gegen uns weiterkommen würden oder uns aus dem Stadion
schießen würden, sind wir trotzdem die Sieger für mich.
Alleine weil wir gegen diese Mannschaft spielen konnten und weit gekommen sind mit fairen finanziellen Mitteln. Wenn wir jetzt 1 Milliarde Schulden machen könnte und dürften dann an so einem Turnier teilnehmen,
wären unsere Erfolgschancen wohl auch viel größer zu gewinnen.
Das dieser Drecksclub mit diesen Schulden hier teilnehmen darf, dafür sollten sie dankbar sein.
Das ist für mich eine Frechheit hoch zehn.
cm47 schrieb:DelmeSGE schrieb:
Und gerade gegen Barcelona kann das dann unangenehm werden.
Die haben in Madrid Real 0:4 abgefiedelt...ich hab das Spiel zwar nicht sehen können, aber rein vom Ergebnis her wird das schon eine sehr gute Leistung gewesen sein, vor allem spieltechnisch....ich will und kann daraus keine Schlüsse für das Spiel gegen uns ziehen, weil wir nicht Real Madrid sind....es wird auch für Barca gegen uns unangenehm, wenn tiki taka gegen tutti frutti steht....
Tuttifrutti..... war das nicht früher bei RTL??🤣
Grundsätzlich hat Real große Räume angeboten,die natürlich für dies schnellen Spitzen von Barca ein gefundenes Fressen swaren.
Allerdings haben wir ja auch gerne den einen,oder anderen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung...
Letztlich werden wir aber kompakter agieren als Real,vor allem giftiger.
Das wird den Künstlern nicht schmecken.
Aber erstmal gegen Fürth,da droht eine zähe Kiste....
J.J. schrieb:
Mit einem Knipser vorne drin haben wir locker 10 Punkte mehr auf dem Konto
Der Knipser allein macht es auch nicht, weil er immer die Nebenleute braucht, die ihn in eine Abschlußsituation bringen und dazu bedarf es einer entspr. Spielübersicht und daraus folgendem präzisen Zuspiel....wenn ich allein manche Ballannahmen sehe, unbedrängt, die meterweit verspringen...Paßfolgen, entweder zu langsam odser zu schnell...damit versemmelt man sich selbst aussichtsreiche Torsituationen...so macht man Gegner stärker und baut sie auf....da ist noch viel Arbeit nötig und ich hoffe, das Glasner das erkennt.....und ja, mit besserer Chancenverwertung würden wir tabellarisch ganz woanders stehen, aber die Realität ist leider eine andere..
cm47 schrieb:
Die EL Plätze sind so weit nicht weg und nach dem kräftezehrenden Spiel über 120 Min. vom Donnerstag hat die Mannschaft konditionell und kämpferisch eine gute Leistung gezeigt...das wir trotzdem mehr Glück als Verstand hatten, haben wir uns damit auch verdient...
Verdient ist so ein Punkt, gerade, wenn die Mannschaft sich so gut versucht zu wehren.
Wir haben auch schon umgekehrt Punkte liegen lassen, wo wir total überlegen waren, aber die Chancen kaum oder gar nicht genutzt haben.
Mit einem Europapokalplatz rechne ich zum Saisonende hin aber eher nicht. Auch wenn der theoretisch
machbar ist. Wir müssen zwar schwere Viertelfinalspiele bestreiten, das wird viel Kraft für den Rest der Saison
kosten, egal wie es ausgeht. Auch wenn jetzt einige wieder sagen werden, das darf keine Rolle spielen,
aber es spielt eben oft doch eine Rolle.
Hyundaii30 schrieb:
aber die Chancen kaum oder gar nicht genutzt haben.
Und da ist eben der Knackpunkt...wir erspielen uns ja Chancen und oftmals auch nicht wenige, nur treffen wir mit quasi traumwandlerischer Sicherheit fast immer mit dem letzten Paß genau die falsche Entscheidung.
Hier fehlt mir der Mut bei einigen, mal selbst den Abschluß zu wagen und nicht noch am Fünfer nochmal abzuspielen, was fast immer schiefgeht.
Ich weiß das man heutzutage die sensiblen Spielerseelchen mehr streicheln muß, weil sie knallharte Ansagen nicht mehr vertragen und die harten Methoden von früher nicht mehr greifen, aber letztendlich müssen die sich mal selbst hinterfragen, wie sie ihre Vorstellung von Chancenverwertung selbst einschätzen....denn mit einem solch stümperhaften Verhalten gefährdet man im Ergebnis den Mannschaftserfolg insgesamt, weil die Defensive das nicht immer kompensieren kann.
Diese Abschlußschwäche ist derart augenfällig, mich als Trainer würde das auf die höchste Palme bringen.
Das ist nicht nur Pech, sondern schlicht und einfach Unvermögen und damit eine Qualitätsfrage und darüber kann man sich, gerade, wenn man selbst gespielt hat, auch mal exaltieren.
Kein Stürmer macht aus jeder Chance ein Tor, selbst Lewandowski nicht...aber bitte bitte, wenigstens mal ein Minimum dessen nutzen, was man sich herausgespielt hat...
Es gibt nicht allzuviele, die bei den Dosen hinten zu Null rausgehen, insofern ist es ein durchaus verdienter Punkt, der nicht unbedingt zu erwarten war.
Unsere Offensivleistung ist im Abschlußverhalten und beim letzten Paß zwar zum Verzweifeln, aber zumindest sind die Ideen dafür noch ganz gut...nur damit macht man halt keine Tore....
Ich kann mit dem Punkt deshalb sehr gut leben und hätte den auch vor dem Spiel mit Freude unterschrieben....eingedenk dem Spruch von Kovac, wenn man schon nicht gewinnen kann, sollte man möglichst nicht verlieren und das ist gelungen.
Die EL Plätze sind so weit nicht weg und nach dem kräftezehrenden Spiel über 120 Min. vom Donnerstag hat die Mannschaft konditionell und kämpferisch eine gute Leistung gezeigt...das wir trotzdem mehr Glück als Verstand hatten, haben wir uns damit auch verdient...
Unsere Offensivleistung ist im Abschlußverhalten und beim letzten Paß zwar zum Verzweifeln, aber zumindest sind die Ideen dafür noch ganz gut...nur damit macht man halt keine Tore....
Ich kann mit dem Punkt deshalb sehr gut leben und hätte den auch vor dem Spiel mit Freude unterschrieben....eingedenk dem Spruch von Kovac, wenn man schon nicht gewinnen kann, sollte man möglichst nicht verlieren und das ist gelungen.
Die EL Plätze sind so weit nicht weg und nach dem kräftezehrenden Spiel über 120 Min. vom Donnerstag hat die Mannschaft konditionell und kämpferisch eine gute Leistung gezeigt...das wir trotzdem mehr Glück als Verstand hatten, haben wir uns damit auch verdient...
cm47 schrieb:
Die EL Plätze sind so weit nicht weg und nach dem kräftezehrenden Spiel über 120 Min. vom Donnerstag hat die Mannschaft konditionell und kämpferisch eine gute Leistung gezeigt...das wir trotzdem mehr Glück als Verstand hatten, haben wir uns damit auch verdient...
Verdient ist so ein Punkt, gerade, wenn die Mannschaft sich so gut versucht zu wehren.
Wir haben auch schon umgekehrt Punkte liegen lassen, wo wir total überlegen waren, aber die Chancen kaum oder gar nicht genutzt haben.
Mit einem Europapokalplatz rechne ich zum Saisonende hin aber eher nicht. Auch wenn der theoretisch
machbar ist. Wir müssen zwar schwere Viertelfinalspiele bestreiten, das wird viel Kraft für den Rest der Saison
kosten, egal wie es ausgeht. Auch wenn jetzt einige wieder sagen werden, das darf keine Rolle spielen,
aber es spielt eben oft doch eine Rolle.
Bommer1974 schrieb:
...Fürth-Barcelona-Freiburg-Barcelona-Union
Was für eine Abfolge... Herrlich!
Mit anderen Worten: gegen die katalanische und die unsrige Hauptstadt sowie die Vize-Kapitale von Mittelfranken.
Der kicker berichtet:
""Nachdem Barcelona gezogen wurde, gab es bei den Spielern Jubel und Freude, weil das einfach ein schillernder Name ist", beschreibt SGE-Trainer Oliver Glasner die Reaktionen seiner Spieler. "Dann sind die Jungs schon rausgegangen, ich habe sie aber noch mal zurückgeholt und gesagt, dass auch noch das Halbfinale ausgelost wird - und es mit Barcelona noch nicht vorbei ist. Wir trauen uns zu, dass wir diese Hürde überstehen.""
Genau so muss dass.
Glasner hat was vor dieses Jahr
""Nachdem Barcelona gezogen wurde, gab es bei den Spielern Jubel und Freude, weil das einfach ein schillernder Name ist", beschreibt SGE-Trainer Oliver Glasner die Reaktionen seiner Spieler. "Dann sind die Jungs schon rausgegangen, ich habe sie aber noch mal zurückgeholt und gesagt, dass auch noch das Halbfinale ausgelost wird - und es mit Barcelona noch nicht vorbei ist. Wir trauen uns zu, dass wir diese Hürde überstehen.""
Genau so muss dass.
Glasner hat was vor dieses Jahr
viernull schrieb:
Der kicker berichtet:
""Nachdem Barcelona gezogen wurde, gab es bei den Spielern Jubel und Freude, weil das einfach ein schillernder Name ist", beschreibt SGE-Trainer Oliver Glasner die Reaktionen seiner Spieler. "Dann sind die Jungs schon rausgegangen, ich habe sie aber noch mal zurückgeholt und gesagt, dass auch noch das Halbfinale ausgelost wird - und es mit Barcelona noch nicht vorbei ist. Wir trauen uns zu, dass wir diese Hürde überstehen.""
Genau so muss dass.
Glasner hat was vor dieses Jahr
Das ist genau die richtige Reaktion, die auch der Trainer vorleben und verkörpern muß..glaubt an euch und an eure Stärke und Möglichkeiten....Barca wird nicht gerne zu uns kommen und wir müssen zeigen, das dieses Gefühl auch berechtigt war...für was steht man auf dem Platz, genau für solche Spiele...
Ich bin genauso euphorisch wie alle und das auch berechtigt....andererseits sollten wir auch realistisch bleiben...Barca ist uns sportlich und schuldenmäßig um Lichtjahre voraus und gehört immer noch zu den absoluten europäischen Topclubs...wird sind eine aufstrebende Mittelfeldmannschaft mit Potential nach oben....wenn wir gegen die weiterkommen, wäre das mehr als nur eine mittlere Sensation und wir wären wochenlang in den Schlagzeilen....allein das muß eine Riesenmotivation dafür sein, das fast Unmögliche möglich zu machen und Eintracht Frankfurt in der europäischen Reputation fest zu verankern...für mich wäre das Motivation genug...und genau deshalb ist ein Weiterkommen möglich...
cm47 schrieb:Unsere historischen Auftritte haben auch international noch viele auf dem Schirm.
Eintracht Frankfurt in der europäischen Reputation fest zu verankern...
War klar dass die Eintracht das schwerste los zieht und die drecks kack Bayern das leichteste… egal let’s go SGE
J_Boettcher schrieb:
War klar dass die Eintracht das schwerste los zieht und die drecks kack Bayern das leichteste… egal let’s go SGE
Wir müssen daheim nur entsprechend vorlegen, was mit voller Hütte und Fanunterstützung sicherlich möglich ist...wir müssen uns vor denen nicht ins Hemd machen, das ist nicht mehr das Messi Barcelona, aber gleichwohl ein extrem starker Gegner.
Dann müssen wir zeigen, was wir wirklich draufhaben und dafür sehe ich die Chance recht gut....EL ist unser Ding, das ist zu schaffen....
Natürlich wirds schwer, natürlich ist Barcelona der dickste Brocken und ein Weiterkommen der SGE wäre eine faustdicke Überraschung.
ABER: Diese Saison hat Barca international (und auch in der Liga) nicht gerade die Sterne vom Himmel gespielt, sind in der CL an Bayern (haben wir diese Saison schon geschlagen) und Benfica gescheitert (da doch was...) und haben gegen Istanbul zuletzt auch ziemlich gewackelt. Von daher, 1000 %ige Konzentration und die Hosen nur voll, weil die Eier so dick sind, dann ist nichts unmöglich! Lets go Eintracht!
ABER: Diese Saison hat Barca international (und auch in der Liga) nicht gerade die Sterne vom Himmel gespielt, sind in der CL an Bayern (haben wir diese Saison schon geschlagen) und Benfica gescheitert (da doch was...) und haben gegen Istanbul zuletzt auch ziemlich gewackelt. Von daher, 1000 %ige Konzentration und die Hosen nur voll, weil die Eier so dick sind, dann ist nichts unmöglich! Lets go Eintracht!
So düster würde ich jetzt nicht in die Welt blicken. Ein gut durchdachtes Konstrukt wie die EU hat in ihrem Bereich für einen nahezu 80-jährigen Frieden und Wohlstand gesorgt. Wann hat es das in Europa jemals gegeben?