
FräuleinAdler
15640
Dirty-Harry schrieb:
Zur Sachlichkeit möchte ich eine weitere , eigentlich banale Anmerkung machen.
Integration und Sport. In Sportvereinen treiben "Multikulti" schon selbstvertändlich gemeinsam Sport.
Wo ist die Integration / Identifikation mit großen örtlichen Vereinen. Nach meinem Eindruck
spiegelt der Anteil an Zuschauern mit Migrationshintergrund in den Stadien - auch im Waldstadion bei uns-nicht ansatzweise den Anteil in der Region wieder.
Kommt - vor Jahren geschehen- ein türk. Verein nach Frankfurt zum Freundschaftsspiel rennen aber etliche Tausende hin.
Identifikation mit der Region und dem örtlichen Verein würde doch harmonisierend wirken. Wer in der Kurve gemeinsam mit seinem Verein zittert und jubelt hat auch sonst Gemeisamkeiten und gegenseitige Akzeptanz.
Also würde ich in Istanbul leben, würde ich auch dort zu solchen Events gehen.
Dies beinhaltet aber auch, daß ich mich identifizieren und integrieren will.
Also ich kenne recht viele Türken, die mit einem Bundesligaverein in ihrer Region sympathisieren und die Spiele regelmäßig verfolgen. Leider sind gerade Menschen türkischer Herkunft besonders von Arbeitlslosigkeit, HartzIV betroffen, so dass sie finanziell kaum in der Lage sind, die Bundesligaspiele im Stadion zu sehen, geschweige denn sich eine Dauerkarte zu besorgen. Wobei in meinem Block in unmittelbarer Nachbarschaft ein türkischer und holländischer Eintrachtfan mit Dauerkarte sitzen.
Besiktas geht in die CL-Annalen ein, ihnen gelang gegen Liverpool die höchste Niederlage aller Zeiten. Wie die Schwarz-Weissen das geschafft haben? Unfassbar.
Besonders lecker war die Rote Wurst in der Pause, genauso knackig wie unser Oka. ,-)
Oka ist ein Unikum, der Mann aus dem Odenwald hat Nerven wie Drahtseile. Was interessiert es ihn, ob er es mit einem Toni, Ribery oder Klose zu tun hat. Mit Konzentration und Gelassenheit ist er über sich hinausgewachsen. Und er hatte das Glück auf seiner Seite, das Glück des Tüchtigen.
Nusrat Fateh Ali Khans Konzert in Frankfurt irgendwann in den 90igern fand ich am Schönsten. Leider ist er 1997 gestorben und ich konnte seinen Gesang und seine Musik nicht noch mal erleben.
Auch unvergesslich war Sezen Aksu im Amphitheater in Bodrum vor 2 Jahren.
Auch unvergesslich war Sezen Aksu im Amphitheater in Bodrum vor 2 Jahren.
Mein Freund ist am selben Tag geboren wie David Beckham und ich am selben wie Victoria ...., oh nein, leider nicht , am selben wie Ivan Lendl .
Ich stehe hinter Funkel, wenn er anfängt offensiv zu denken und zu handeln. Ich stehe hinter ihm, wenn er seine "realistische" Brille absetzt, hinter der sich Angst vor dem Absturz und seine Existentialität verbirgt, wenn er mutig und risikobereit eine Mannschaft mit voller Konzentration auf den Gegner ins Spiel schickt, wenn er diese Mannschaft anfeuert und anspornt und sie nicht mit seinen eigenen Ängsten lähmt und hemmt. Wenn Funkel das hinkriegt, wozu er sicher intensive Begleitung und Selbstkritik benötigt, dann stehe ich hinter Funkel.
Erkenntnis:
Es kann nur besser werden
Perspektive:
In der Hinrunde noch 6 bis 8 Punkte holen, um sich im Mittelfeld zu etablieren, um nicht wie in den letzten 2 Jahren schon in der Mitte der Saison in Zugzwang zu kommen.
Die Hoffnung und den Mut nicht verlieren. Letzte Saison haben wir ja auch Bayern zu Hause und Bremen auswärts bezwungen und damit bewiesen, dass wir auch die "Großen" schlagen können.
Die Hoffnung stirbt zuletzt und solange muss die Konzentration aufrecht erhalten werden. Denn erst nach dem 34. Spieltag wird abgerechnet. Das Saisonziel lautet 45 Punkte mit Psychocoach und ohne waren es glaub ich 40 +.
Es kann nur besser werden
Perspektive:
In der Hinrunde noch 6 bis 8 Punkte holen, um sich im Mittelfeld zu etablieren, um nicht wie in den letzten 2 Jahren schon in der Mitte der Saison in Zugzwang zu kommen.
Die Hoffnung und den Mut nicht verlieren. Letzte Saison haben wir ja auch Bayern zu Hause und Bremen auswärts bezwungen und damit bewiesen, dass wir auch die "Großen" schlagen können.
Die Hoffnung stirbt zuletzt und solange muss die Konzentration aufrecht erhalten werden. Denn erst nach dem 34. Spieltag wird abgerechnet. Das Saisonziel lautet 45 Punkte mit Psychocoach und ohne waren es glaub ich 40 +.
Jede Mannschaft ist schlagbar. Jedes Spiel fängst bei null an. Beim Pokern gibt es den Big Blind und den Small Blind. Wenn man den Small Blind gesetzt hat und auf den Big Blind aufstocken will, muss dass in einem Atemzug passieren. Wenn man von vorne herein nicht an sein Blatt glaubt und das Glück außer acht läßt d.h. Realist ist, kommt man nie bis zum River. Und bei Funkels Flair kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er auch nur einen Bluff setzen kann.
Wir spielen jedes Spiel mit runtergelassenen Hosen und kriegen den Hintern versohlt. Funkels realistischer Humanismus (beim Spiel gegen Nürnberg wollte er seinen Auswechselspielern das Negativerelebnis ersparen, indem er sie auf der Bank liess), wird von den Spielern mit Pazifismus verwechselt. Es fehlt nur noch, dass Ama demnächst mit einem Stirnband mit Peace-Emblem und Jesus-Latschen aufläuft und nächste Woche Poldi und Schweini zum Ebbelwoi bekehren möchte. Das war heute schlechter als schlechter Sex. Heute ging ja gar nichts. Ein einziges Hängen im Schacht. Genauso erotisch wie Funkels Drei-Tage-Bart.
ICH BIN FRUSTRiERT.
Wir spielen jedes Spiel mit runtergelassenen Hosen und kriegen den Hintern versohlt. Funkels realistischer Humanismus (beim Spiel gegen Nürnberg wollte er seinen Auswechselspielern das Negativerelebnis ersparen, indem er sie auf der Bank liess), wird von den Spielern mit Pazifismus verwechselt. Es fehlt nur noch, dass Ama demnächst mit einem Stirnband mit Peace-Emblem und Jesus-Latschen aufläuft und nächste Woche Poldi und Schweini zum Ebbelwoi bekehren möchte. Das war heute schlechter als schlechter Sex. Heute ging ja gar nichts. Ein einziges Hängen im Schacht. Genauso erotisch wie Funkels Drei-Tage-Bart.
ICH BIN FRUSTRiERT.
Im Grundgesetz Artikel 20 heisst es: Die Bundesrepublik ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Dieses Sozialstaatsprinzip wird immer mehr ausgehöhlt. Menschen, die aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Arbeitslosigkeit Unterstützung durch die Gemeinschaft benötigen, werden zunehmend von den Behörden wie "Sozialamt" schikaniert und ihrer Würde beraubt. Ihnen wird beispielsweise unterstellt, sie seien gar nicht krank, sie würden nur so tun und von einem auf den anderen Tag werden ihnen die Leistungen gestrichen, einfach so, von irgendeinem besonderes diensteifrigen Sachbearbeiter, der glaubt, Steuergelder sparen zu müsssen. Diese Entwicklung hat sich im letzten Jahr deutlich verschärft, das gab es in dieser Ausprägung in der Bundesrepublik seit ihrer Gründung bisher nicht. Wir kehren mit Höchstgeschwindigkeit vom Sozialstaat zum raubtierkapitalistichen Denken und Handeln zurück, wo die nicht leistungsfähigen Menschen keine Existenzberechtigung haben.
womeninblack schrieb:
Das ist von Franziska Becker aus der EMMA Nr. 6/2007.
Bitte genau hinsehen!!
Aber ist schon klar, das diese Ängste die Mehrzahl der User hier nicht zu haben brauchen..
Eine sehr zutreffende Karikatur.
Wofür ich bis jetzt noch keine überzeugende Erklärung gefunden habe und wofür es wahrscheinlich auch keine kausale Erklärung im Sinne von Ursache-Wirkung gibt ist der kollektive Ausfall des Teams inklusive Trainer in der zweiten Halbzeit am letzten Samstag.
Amanatidis hat den Begriff des Sicherheitsabstands gebraucht. Sicherheit wird in der Regel in Bedrohungs- oder Gefahrensituationen gesucht und dafür gibt es 3 Reaktionsmöglichkeiten: Angriff, Flucht oder Totstellreflex.
Und mir kam es so vor, als ob unsere Mannschaft die 3. Alternative gewählt hat. So etwas läuft in extremen Gefahrensituationen reflexhaft ab, der Verstand ist ausgeschaltet. Die Frage bleibt, woher kam die Bedrohung? Von den Nürnbergern? Nein, das kann nicht sein.
Was jetzt notwendig wäre, ist eine Fehleranalyse, hier sollten insbesondere den psychologischen Faktoren, die zur völligen Lähmung der Mannschaft beigetragen haben, besonderes Augenmerk geschenkt werden.
Amanatidis hat den Begriff des Sicherheitsabstands gebraucht. Sicherheit wird in der Regel in Bedrohungs- oder Gefahrensituationen gesucht und dafür gibt es 3 Reaktionsmöglichkeiten: Angriff, Flucht oder Totstellreflex.
Und mir kam es so vor, als ob unsere Mannschaft die 3. Alternative gewählt hat. So etwas läuft in extremen Gefahrensituationen reflexhaft ab, der Verstand ist ausgeschaltet. Die Frage bleibt, woher kam die Bedrohung? Von den Nürnbergern? Nein, das kann nicht sein.
Was jetzt notwendig wäre, ist eine Fehleranalyse, hier sollten insbesondere den psychologischen Faktoren, die zur völligen Lähmung der Mannschaft beigetragen haben, besonderes Augenmerk geschenkt werden.
RheumaKay schrieb:
Waaaaaaah!!!! Wat sitzt denn da hinter dem Markus für ne Type?? In dem blauem Anzug!!! Wie geil!!!
Hilfe. Ich glaube ich habe mich verliebt, mein absoluter Traummann. Wie komme ich an seine Telefonnummer ?
manu666 schrieb:
mir wäre es lieber gewesen er hätte den ball irgendwie reingestolpert und hätte dafür gestern zwei gemacht...als das er hier und anderswo für sein Quali Tor so gefeiert worden wäre...
Unser Friedhelm leidet unter Höhenangst. Ihm wird es zunehmend unbehaglich, wenn die Mannschaft sich im oberen Bereich der Tabelle aufhält. Das hat er in seiner bisherigen Karriere weder als Spieler noch als Trainer kennengelernt, sein Höhepunkt als Spieler war das DFB-Pokalfinale 1985. Pokalkampf, Aufstiegs- und Abstiegskampf, da fühlt er sich wohl, da kennt er sich aus. Er braucht den Kontakt zu den underdogs. Alles andere macht ihm Angst und das spiegelt sich auch in der Mannschaft wieder, diese Angst vor dem Erfolg. Dann lieber den Kopf einziehen und alles über sich ergehen lassen.
Ich könnte dir Tatort anbieten, habe ich heute Abend aufgenommen. Vielleicht merkt deine Frau den Unterschied gar nicht, Tatort ist doch auch recht spannend.
SGE_XRT schrieb:
Jo das war sehr geil ich war im Stehblock - wir haben einfach Party gemacht!
Beim Auswärtsspiel gegen Bochum waren unsere Fans bei einem äußerst mäßigen Spiel auch so sehr von sich selbst begeistert. Mir fiel damals auf, dass sie mehr darauf geachtet haben, was im Stehblock passiert, als auf das Spiel selbst. Mir geht diese Selbstbeweihräucherung ziemlich auf die Nerven.
Das heutige Spiel war aus meiner Sicht schlicht weg beschi.....
Sehe übrigens gerade die Wiederholung im ZDF, einfach zum Weinen. Aber was Ama gesagt hat stimmt: "so ein Spiel ist reine Kopfsache", und es scheint im Kopf nicht ganz gestimmt zu haben. Und man habe einen Sicherheitsabstand gelassen, ja das ist richtig, die Spieler waren an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Ach, was bin ich heute gefrustet.
Wie hat Funkel in der Halbzeitpause mit den Spielern gesprochen? Das würde mich wirklich mal interessieren, denn wie die dann in die 2.Halbzeit gegangen sind, war erschreckend. Wie kann man sich so den Schneid vor einer Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand steht, abkaufen lassen? Ist das nicht auch dem Trainer zuzuschreiben, zu dessen wichtigsten Augaben zählt, die Mannschaft zu motivieren und entsprechend auf den Gegner einzustellen? Funkels Harmlosigkeit, mangelnder Biss und konservative, fast schon ängstliche Haltung hat sich heute eins zu eins in der Mannschaftseinstellung widergespiegelt. Ich glaube außer Inamoto hat kein einziger Spieler (abgesehen von Prölls Notbremse) ein Foul gemacht, so lieb und respektvoll gegenüber dem Gegner waren unsere Jungs.
Ich habe gar keine Lust diesen Typen, die gegen ein geplantes Gebäude zu demonstrieren, irgendwie Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist doch schon beschlossene Sache, dass das Minarett nicht höher sein wird als der Turm der gegenüberliegenden russisch-orthodoxen Kirche. Und der Muezzin darf auch nicht 5 mal am Tag vom Minarett aus Allah ehren, im Gegensatz zu dem aufdringlichen Glockenläuten der katholischen Kirche in meiner Wohngegend, die mich jeden Sonntagmorgen aus dem Schlaf reisst. Also was soll das, eine Moschee in einem so gut wie nicht bewohnten Industriegebiet, kann doch nur das Stadtbild von Hausen verschönern. Diese narzistisch gekränkten Jungs in ihren martialischen Outfits sind für mich einfach lächerlich. Ich werde mich jedenfalls morgen dem Eintrachtspiel widmen und ich hoffe, die Hausener Bevölkerung hat auch Besseres zu tun, als sich mit unsinnigen und blöden Anti-Moschee-Initiativen zu befassen.
Zum Thema Kommunikation und Vorurteile fällt mir gerade eine Anekdote ein, die ich mal vor ein paar Jahren in einer Hanauer Kneipe miterlebt habe. Damals sassen ein Deutscher und ein Türke am Tresen, beide tranken nach getaner Arbeit ihr Feierabendbierchen und unterhielten sich. Irgendwann fragte der Deutsche: "Was bist du denn für ein Landsmann?" Sagte sein Nachbar: "Ich bin Türke" Darauf der Deutsche: "Macht nichts.....siehst doch gar nicht aus wie ein Türke".