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hawischer

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Folklore stimmt schon in gewissem Maße, was die Verhandlungstaktiken angeht. Das Muster ist wie immer. Aber in der derzeitigen personellen Lage im öff. Dienst (ich kann da FA nur recht geben , allein bei uns sind im Bereich von 42 Stellen 12 unbesetzt und jedes Jahr geht 1/4 der Mitarbeiter aus Erschöpfung usw. weg oder in die freie Wirtschaft, weil sie dort 20-50 % mehr verdienen bei besseren Bedingungen) ist einfach das Ausgangsangebot eine bodenlose Frechheit. Das sieht auch jeder hier auf Arbeit so. Die lange Laufzeit, die niedrigen Erhöhungssätze, die sehr späten Erhöhungen und Auszahlungen.

Wir alle wissen, dass solche Verhandlungen in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen stattfinden, aber das Angebot gestern war so witzlos, das hätte ich vielleicht vor der 1. Verhandlungsrunde noch eher verstanden, nicht aber in der 2. Verhandlungsrunde, nachdem man zuvor erstmal gar kein Angebot abgegeben hat.

Nur mal als Vergleich:

Rentenerhöhungen im Westen:

2023: 3,5 %
2022: 5,35 %
2021: 0,0 %
2020: 3,45 %

Bedeutet 12,8 % mehr. Im selben Zeitraum kämen wir im öffentlichen Dienst, wenn ich richtig gerechnet habe (etwas schwierig wegen Zeitversetzter Erhöhungen) auf 8,4 % plus das Mehr an Einmalzahlungen. Und unser Vertrag würde dann immer noch bis März 2025 gehen, so dass die 2024er Rentenerhöhung (vllt. noch mal 3 %) noch gar nicht dabei wäre. Das heißt, wir hätten bei den Rentnern 16 % Erhöhung in der Zeit und wir mit Einmalzahlungen usw. vllt. 10 - 11 %.

Und ich vergleiche hier mit Rentnern, der Gruppe von Menschen, die angeblich immer so enorm benachteiligt wird. 4 % + 3 % Erhöhungen Mitte 2023 und Anfang 2024 plus die Einmalzahlungen bei Laufzeit bis Sommer 2024 und ich bin mir sicher, dass man sofort von Gewerkschaftsseite ein ok gibt
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Der Rentenvergleich hinkt, denn die Renten werden nicht per ordre de mufti oder durch Verhandlungen festgelegt, sondern haben eine Basis. Nur als Hinweis für Leser, die nicht so im Thema sind wie Du:

Für die Rentenanpassung in einem Jahr ist die Veränderung der durchschnittlichen Löhne und Gehälter je Arbeitnehmer in den Vorjahren relevant. Steigen die Löhne, dann folgen die Renten nach.
Es ist also eine nachgelagerte Erhöhung.
Da die Rentenerhöhung ein Mix aus der Erhöhung aller AN-Gruppen ist, ist ein Vergleich mit nur einer Gruppe (hier öffentlicher Dienst) schwierig. Und wenn, dann nur mit den relevanten Zeiträumen.

Um einen Vergleich mit der Preisentwicklung und der Entlohnung anderer Tarife empfehle ich folgende Grafik der Jahre 2008 - 2018. Verglichen mit der Entwicklung aller Beschäftigten liegt der öffentliche Dienst in ähnlicher Höhe. Nur den Metallern ging's besser.

https://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entwicklung1/gehaltsentwicklung-4.png

"Im öffentlichen Dienst insgesamt stiegen die tarif­lichen Monats­gehälter von 2015 bis 2021 um insgesamt 15,0 %."
"Die Verbraucher­preise stiegen im gleichen Zeit­raum um 9,1 %."
https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Tarifverdienste-Tarifbindung/TDB/_TDB/tarifinfo-oeffentlicher-dienst-laender.html

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Fantastisch schrieb:

Nach einem Jahr ist die ganze Welt ziemlich "kriegsmüde" (sofern man das von nicht direkt Beteiligten sagen kann) und wird Chinas Initiative unterstützen und damit dessen Führungsrolle anerkennen.


Nie im Leben. Aus einem einfachen Grund: Die Vorschläge von China sind 90 Prozent pro Russland. Dass es eher pro Russland geht aus Chinas Sicht, klar... aber der Plan jetzt ist so absurd pro Russland... nie im Leben. Für mich hat sich China eher disqualifiziert als Vermittlernation.

Aber ja. Man wird damit natürlich wieder was haben auf Seiten der Putin-Anhänger hier im Westen "Aber die wollten doch Frieden"...
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SGE_Werner schrieb:

Aber ja. Man wird damit natürlich wieder was haben auf Seiten der Putin-Anhänger hier im Westen "Aber die wollten doch Frieden"...



       

Wagenknecht ist erwartungsgemäß schon auf den Zug aufgesprungen und sie twitterte:
"Chinas Zwölfpunkteplan kann zum Auftakt für Verhandlungen über Waffenstillstand & Frieden werden. Es wäre verantwortungslos, diese Chance zu verspielen. Kanzler Scholz muss jetzt Courage zeigen und diese Initiative unterstützen!"

Wenig erstaunlich, sie fordert nicht Putin und Selenskyi, sondern Scholz auf, die Initiative zu unterstützen.

https://twitter.com/SWagenknecht/status/1629036061077696513?t=s-jQ5A4fFgTjsupXqqbeUQ&s=19

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Tja, FA. Jetzt kann man ja mal die Streikkasse leerstreiken angesichts des lächerlichen Angebots der Arbeitgeberseite. Man bietet gut 5 % und ca. 2.500 Euro Einmalzahlung , verteilt auf 27 Monate. Das wären für mich bezogen auf den Gesamtzeitraum ca. 6 bis 7 % Steigerung in 27 Monaten. Damit wäre gerade mal der Inflationseffekt von 2022 ausgeglichen, nicht aber der von 2023, 2024, Anfang 2025 und der vergangene von 2021. Nicht mal im Ansatz. Und Frau Faeser kommt dann noch um die Ecke und erzählt was von einem respektablen Angebot.
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Och, Angebot und Nachfrage. Der Eine fordert mehr, als er eigentlich haben will, sagt das natürlich nicht.
Der Andere bietet weniger, als er eigentlich könnte, sagt das natürlich auch nicht.
Am Ende der verbalen Aufregungen und Trillerpfeifen steht ein Tarifabschluss, von dem der Eine sagt, dass sei gerade noch akzeptabel und der Andere, dass sei an der Grenze der Belastbarkeit öffentlicher Kassen.

Meine Prognose, es wird bei 6,8% plus Einmalzahlung und einer kürzeren Laufzeit von 18 Monaten ausgehen.

Vergleichbar hat die starke IG-Metall abgeschlossen:
5,2 Prozent ab Juni 2023, weitere 3,3 Prozent ab Mai 2024. Dazu kommen 1500 Euro Inflationsausgleichsprämie bis Februar 2023 und weitere 1500 Euro bis Februar 2024.
Gefordert waren 8%
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hawischer schrieb:

Das Abstimmungsergebnis hat sich seit der ersten Resolution Anfang März 2022 kaum verändert.

Eben. Und Indien und China haben sich wieder enthalten.
Das wird die Russen jucken, als ob irgendwo ein Sack Reis...
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WürzburgerAdler schrieb:

hawischer schrieb:

Das Abstimmungsergebnis hat sich seit der ersten Resolution Anfang März 2022 kaum verändert.

Eben. Und Indien und China haben sich wieder enthalten.
Das wird die Russen jucken, als ob irgendwo ein Sack Reis...

Weiß nicht, immerhin hat Brasilien, dessen neuer Präsident eine Mitschuld der Ukraine sah, der Resolution zugestimmt. Die meisten Enthaltungen kommen aus Afrika.

https://pbs.twimg.com/media/FprkVBrXsAM8KEQ?format=jpg&name=large
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UN-Abstimmung heute. 141 Länder verurteilen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, fordern Russland auf die Kämpfe sofort zu stoppen.
32 Länder enthalten sich.
Russland, Belarus, Syrien, Nicaragua, Eritrea, Mali, Nordkorea lehnten die Resolution ab.

Das Abstimmungsergebnis hat sich seit der ersten Resolution Anfang März 2022 kaum verändert.
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SGE_Werner schrieb:

fromgg schrieb:

Ich habe übrigens nicht prognostiziert , dass die unbedingt eskalieren , sondern die ( geringe ? ) Möglichkeit dargestellt


Du spekulierst vor allem herum seit Kriegsbeginn oder stellst irgendwelche Fragen in den Raum, die ohnehin niemand beantworten kann. Mich bedrückt die Lage auch, mich bedrücken sicherlich auch die Möglichkeiten, die es immer gibt bzgl. Eskalation. Aber worüber wollen wir denn dann diskutieren? Über mögliche Szenarien, die nicht mal die handelnden Personen alle kennen oder wissen, welche Wege sie gehen werden?

Naja, jeder, wie er es mag. Mich persönlich würde das Durchspielen aller möglichen Unwägbarkeiten verrückt machen.


Man kann ja eigentlich gar nicht über den ganzen Mist diskutieren , stimmt. Das beginnt ja schon damit , dass es mir ein Rätsel ist , warum der Kreml das überhaupt gemacht hat. Die mussten doch mit so was rechnen. Einen völkerrechtswidrigen Krieg vom Zaun zu brechen und zu glauben , nichts geschieht ... zu optimistisch.
Waren die wirklich über die eigenen militärischen Kapazitäten so miserabel informiert ? Und über die ukrainischen ebenfalls ? War das ein Sprung ins dunkle ( wie WK1  ? )
Eigentlich weiss man ja gar nichts. Ausser dass die Russen da angreifen und Raketen auf Städte schiessen. Die militärische Lage ist schwer einzuschätzen. Informationen sind gefiltert und , wie immer im Krieg , selbst Teil der Kriegsführung.

Ich bin pessimistisch bezüglich der Figuren , die in Ru Putin beerben könnten. Ganz einfach.


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fromgg schrieb:

Das beginnt ja schon damit , dass es mir ein Rätsel ist , warum der Kreml das überhaupt gemacht hat. Die mussten doch mit so was rechnen. Einen völkerrechtswidrigen Krieg vom Zaun zu brechen und zu glauben , nichts geschieht ... zu optimistisch.
Waren die wirklich über die eigenen militärischen Kapazitäten so miserabel informiert ? Und über die ukrainischen ebenfalls ?

Meine Analyse als interessierter Beobachter:
Die ersten Wochen des Krieges haben gezeigt, dass die Russen geglaubt haben, sie können mit einer Art Blitzkrieg Kiew in ein paar Tagen einnehmen, die Regierung absetzen und die zentrale Verteidigung der Ukraine außer Kraft setzen. Aufgrund des ukrainischen Widerstands, des Scheiterns, den Flugplatz mit Luftlandetruppen einzunehmen und der dilettantischen Strategie mit Kolonnen von Militär auf wenigen Straßen vorzustoßen, haben sich die schnellen Ziele nicht erreichen lassen.

Weiter haben die Russen die Bereitschaft zur Verteidigung der Ukrainer unterschätzt. Manche haben wohl erwartet, sie werden mit Blumen begrüßt. Die Befreiung besetzter Gebiete durch die ukrainische Armee beweist, dass die Generäle Putins damit nicht gerechnet haben. Einige mussten ja auch wegen Erfolglosigkeit ihren Hut nehmen.

Weiter hat Putin die Reaktion des Westens falsch eingeschätzt. Er hat wohl erwartet, nach einer schnellen Besetzung Kiews, wird es ein paar Sanktionen geben und wieder eine Art der Minsker Vertragsverhandlungen, mit ähnlich wachsweichen Ergebnissen. Die furchtbaren Kriegsverbrechen hatten ihre Wirkung, Putin darf nicht gewinnen.

Insgesamt hat sich Putin, seine Generäle, sein Geheimdienst gewaltig geirrt und nun tun sie so, als liefe alles nach Plan. Alles falsch. Die nicht geplanten Mobilmachungen zeigen es deutlich. Nichts davon war geplant und vorbereitet.
Putin musste seine Strategie ändern und setzt nun auf Zerstörung der Infrastruktur, Schwächung der Verteidigunsbereitschaft, Abnutzungskrieg im Osten und der Versuch durch Drohungen mit Eskalation die Bereitschaft des Westens - weiter die Ukraine zu unterstützen - zu destabilisieren.

Ein freiwilliger Rückzug kommt in Putins Welt nicht vor.
Er träumt weiter von seinem großrussischen Reich.
Die Belastung Russlands muss so groß werden, dass Länder wie China erkennen, dass ein weiteres Setzen auf Rußland sich für sie nicht auszahlt.
Daraus eine weitere Isolation Rußland, Verschlechterung der Wirtschaft und Lebensbedingungen und daraus ein Aufwachen der russischen Eliten, der Oligarchen, der Regionalfürsten, dass es mit Putin kein gutes Ende nimmt.
Die Lösung wird es wohl nur durch eine innerrussische Reaktion geben können. Zwingende Vorrausstzung ist, Putins Umgebung muss zur Erkenntnis kommen, dass der Krieg nicht gewonnen werden kann.


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WürzburgerAdler schrieb:

Vielleicht begreift es mittlerweile auch der Letzte, dass Frieden kein Selbstläufer ist.


Für uns werden Dinge, die wir haben schnell zu einer Selbstverständlichkeit.

Wir alle müssen uns permanent daran erinnern, dass weder Luxus, noch Bequemlichkeit, noch Frieden garantiert sind.

Wenn es um Krieg geht, gibt es sehr schnell kein richtig oder falsch mehr, sondern nur noch mehr und weniger beschissene Entscheidungen.
Und was heute als beste Option erscheint, kann morgen zum Worst Case führen.

Man stelle sich vor, wir rüsten die Ukraine auf, Russland kollabiert und in 5 Jahren übernimmt ein Typ wie Orban die Ukraine.
Erdogan war auch mal die "beste Option" für viele Menschen in- und außerhalb der Türkei..

Wird es passieren? Wahrscheinlich nicht, aber es ist immer möglich.
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Und damit das nicht passiert, muss die Ukraine schnellstmöglich in die EU.
Auch wenn Orban ein schlimmer Typ ist, er wäre schlimmer, wenn die EU nicht Einfluss auf das Mitgliedsland Ungarn hätte.
Und Worst Case Szenarien kann man in Thinktanks durchdeklinieren, pragmatische Politik orientiert sich an Realitäten und deren Entwicklung.
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Vael schrieb:

Aber sie sind auch nicht der Teufel wie sie gerne hingestellt werden.


Alle Großmächte eint, dass sie ohne zu zögern andere Länder über die Klinge springen lassen.

War aber auch schon immer so.

Macht genau genommen jedes Land, halt immer nach eigenen Möglichkeiten.

Der Nahe Osten ist ja zB das Resultat von historisch betrachtet kurzsichtigen Entscheidungen, von Frankreich über England, bis zu den USA und auch Russland. (Wir hatten als Deutschland ja auch unseren Einfluss)

Aber auch das ist keine Erfindung der Neuzeit oder europäischer Länder.

Wir sind halt so...
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Damit es nicht so bleibt, ist es essentiell gegen Diktaturen, Auto-, Theokratien,  usw. aufzustehen, die am ehesten zu nachbarschaftsfeindlichen Aktionen und Kriegen neigen und Bündnisse, die gemeinsame demokratische Werte vertreten, wie die EU zu unterstützen. Auch wenn wir oft über die Brüsseler Bürokratie schimpfen, der Vorteil, Frieden in Europa zu wahren, ist wichtiger. Der Ukrainekrieg zeigt uns, dass die Verteidigungsbereitschaft gestärkt werden muss. Ein darauf Verlassen, die USA wird es im Zweifel schon richten, ist nach den Trumpschen Erfahrungen leichtfertigt.
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Napoli war besser. Ist halt so. Unsere Mannschaft hat sich als Einheit nichts vorzuwerfen.
Rote Karte vertretbar.
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Vael schrieb:

Und das an allererster Stelle den "Westen" die Russen werden nicht einmal richtig erwähnt. Und das finde ich das ekelhafte, als wäre der Weste und die Ukraine schuld an dem Krieg.

Irgendwie hat der Westen schon auch Schuld, aber anders als Putin meint. Hätte der Westen nach dem Krieg 2014 nicht einfach weiter Geschäfte mit Russland gemacht, damit ein Zeichen gegeben das alles nicht so schlimm war, wäre uns das jetzt eventuell erspart geblieben (habe aber Zweifel). Z.B. Deutschland hätte da einiges tun können, bekanntestes Beispiel Nordstream 2 hätte man einstellen müssen. So aber haben viele EU-Länder weiter gemacht als hätte es den Krieg 2014 nicht gegeben.
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Richtig, aber nicht der "Westen" pauschal, sondern speziell Deutschland hat mit dem "Wandel durch Handel" und dem billigen russischen Gas maßgeblichen Anteil. Nordstream wurde gegen internationale Empfehlung durchgesetzt. Sicher haben in der Ablehnung der Pipeline  auch Einzelinteressen osteuropäischer Länder oder der USA mitgespielt, aber die deutsche Gazprom-Connection von Wirtschaft und Politik hat den Hauptanteil. Der Verkauf der deutschen Gasspeicher an Gazprom nach der Krimannektion ist zusätzlicher Beleg.

Aus dieser politischen Fehleinschätzung und den dominanten wirtschaftlichen Interessen erwächst eine besondere Verantwortung der Ukraine zu helfen. Humanitär, finanziell, wirtschaftlich und vor allem militärisch, im Rahmen des völkerrechtlich möglichen.
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hawischer schrieb:

( Zitat aus dem Steuerbescheid)

Hast du den denn schon? Ich nicht.
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WürzburgerAdler schrieb:

hawischer schrieb:

( Zitat aus dem Steuerbescheid)

Hast du den denn schon? Ich nicht.

Ja, aber noch taufrisch. Elster-Erklarumg hatte ich Anfang September gemacht.
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JayJayFan schrieb:

Es ist durchaus legitim, eine andere Meinung zu Waffenlieferungen zu haben, bin ich bei dir.

Wenn man jedoch in der Petition davon spricht, "die Eskalation der Waffenlieferungen zu stoppen", frage ich mich persönlich, ob der Westen hier nicht in das Licht des Aggressors gerückt wird. Denn mMn hat der westliche Support, insbesondere die Waffenlieferungen, erst dafür gesorgt, dass der bösartige russische Angriffskrieg noch nicht in der Niederlage der Ukraine endete.

So legitim die unterschiedliche Meinung zur Waffenlieferungen ist, so legitim ist auch die Kritik bzw. Interpretation der verwendeten Sprache, in der die Meinung vorgetragen wird.


Danke, denn das ist das Proble an das Wagenknechtpamphlet. Es bietet keine Lösung an, klagt aber nur an. Und das an allererster Stelle den "Westen" die Russen werden nicht einmal richtig erwähnt. Und das finde ich das ekelhafte, als wäre der Weste und die Ukraine schuld an dem Krieg.
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Vael schrieb:

Danke, denn das ist das Proble an das Wagenknechtpamphlet. Es bietet keine Lösung an, klagt aber nur an. Und das an allererster Stelle den "Westen" die Russen werden nicht einmal richtig erwähnt. Und das finde ich das ekelhafte, als wäre der Weste und die Ukraine schuld a

Die Haltung des "Ja, aber.. " das sich durch die Argumentation zieht, erlärt manches.
Ja, der Angriff auf die Ukraine ist völkerrechtswidrig, aber... der Westen/USA im Irak, usw.
Ja,  es war eine freie Entscheidung osteuropäische Länder der Nato beizutreten, aber.... in Rußland wurde das als Bedrohung wahrgenommen.
Es gibt im Wagenknechtlager einen latenten Antiamerikanismus. Die Vorstellung, Putin verliert diesen Krieg, indem er seine Ziele nicht erreicht, hätte zur Folge, dass die geopolitische Stärke der USA, des Westens insgesamt zunimmt. Russland wäre geschwächt. Es ist nicht im Interesse der Kritiker der USA, dass diese  vergleichbar stärker wird.
Übrigens gilt das auch für Haltung Chinas. Deshalb glaube ich auch nicht an eine Vermittlerrolle.

   
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Putin hat heute seine "große" Rede gehalten. Frieden, das liegt allein am Westen.
„Sie [der Westen] haben den Krieg begonnen. Wir haben alles getan, um ihn zu stoppen.“
Und er kündigt an die Offensive "systematisch fortzusetzen"

Das alles klingt nicht nach Diplomatie.
Die Frage, wie will man Putin an den Verhandlungstisch bringen, wird dringender, schlüssige Antworten dazu fehlen. Der Ukraine Waffenlieferungen zu verweigern, führt nur zu einer schnelleren und umfassenderen "systematischen Fortsetzung" der Offensive.

https://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/wladimir-putin-gibt-westen-schuld-an-ukraine-krieg-18694475.html?xtor=EREC-7-%5BDer_Tag_am_Mittag%5D-20230221&campID=MAIL_REDNL_AUDI_OWN_na_na_na_na_na_na_na_Der-Tag-am-Mittag_PEM21594
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hawischer schrieb:

Regierungsarbeit...
Aus dem Bescheid des Finanzamtes zur Grundsteuer:

"Wichtige Hinweise
Entscheidungen in einem Grundlagenbescheid ( Grundsteueräquivalenzbetragsbescheid, Grundsteuermessbescheid können nur durch Anfechtung des Grundlagenbescheids, nicht auch durch Anfechtung eines davon abhängigen Bescheids (Folgebescheid) angegriffen werden."

War mir auch vor dem Fasching schon glasklar.

Verstanden habe ich diesen Passus schon, nachvollziehen kann ich ihn auch. Verhängnisvoll daran sind nur zwei Dinge:
1. Aus dem Grundlagenbescheid ist dem Normalmenschen nicht ersichtlich, was sich für ihn bei der Grundsteuer jetzt eigentlich geändert hat. Wird es mehr werden? Weniger? Gleich bleiben?
2. Wenn er es dann irgendwann per Grundsteuerbescheid erfährt, ist es für eine Anfechtung des Grundlagenbescheids zu spät (Einspruchsfrist abgelaufen).

Richtig?
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So sehe ich das auch. Die Höhe der Grundsteuer legt die Gemeinde/Stadt fest. Fälligkeit der neuen Steuer ab 01.01.25.
Wie man hört legen viele Steuerpflichtigen erstmal Einspruch ein. Aber,
"Auch wenn Sie Einspruch einlegen, kann die zur Erhebung der Grundsteuer berechtigte Gemeinde den angefochtenen Grundlagenbescheid zugrunde legen" ( Zitat aus dem Steuerbescheid)
"Die künftige Höhe der individuellen Grundsteuer kann heute noch nicht benannt werden, da zunächst die Werte der Grundstücke festgestellt werden müssen. Es wird vermutlich noch bis Herbst 2024 dauern, bis die konkrete Höhe der jeweiligen künftigen Grundsteuer bei einem Großteil der Steuerpflichtigen feststeht."

Wer noch Fragen hat, das Bundesfinanzministerium hat Erläuterungen.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/faq-die-neue-grundsteuer.html



 
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Regierungsarbeit...
Aus dem Bescheid des Finanzamtes zur Grundsteuer:

"Wichtige Hinweise
Entscheidungen in einem Grundlagenbescheid ( Grundsteueräquivalenzbetragsbescheid, Grundsteuermessbescheid können nur durch Anfechtung des Grundlagenbescheids, nicht auch durch Anfechtung eines davon abhängigen Bescheids (Folgebescheid) angegriffen werden."

War mir auch vor dem Fasching schon glasklar.
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SGE_Werner schrieb:

brockman schrieb:

Du hast halt einfach deine Vereinsbrille auf. Andere sind da schon einen Schritt weiter.
     


Trollig


Du wärst tatsächlich besser im Kicker Forum oder ähnlichem aufgehoben. Da kannst dann neutral bleiben.
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sgevolker schrieb:

SGE_Werner schrieb:

brockman schrieb:

Du hast halt einfach deine Vereinsbrille auf. Andere sind da schon einen Schritt weiter.
     


Trollig


Du wärst tatsächlich besser im Kicker Forum oder ähnlichem aufgehoben. Da kannst dann neutral bleiben.

Ironie ist nicht jedermann zugänglich.
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Wer Union heute gegen Schalke gesehen hat, hat keine Überflieger entdecken können. Glaube auch nicht, dass die ihre bisherigen guten Ergebnisse im weiteren Verlauf der Saison werden halten können.
Also, bin guten Mutes.
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Solange keine Schuld oder Unschuld bewiese ist, geht es uns eben nichts an in einem Rechtsstaat.
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Vael schrieb:

Solange keine Schuld oder Unschuld bewiese ist, geht es uns eben nichts an in einem Rechtsstaat.

Kann man so sehen.  Findet bei Leuten, die im öffentlichen Bereich unterwegs sind, aber regelmäßig nicht statt.
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Warum geht es Dich was an, wo Fischers Haushälterin pennt und wie lange sie das tat?
Warum geht es uns überhaupt was an, ob er eine hat oder nicht und in welchem Zustand er morgens aus dem Schlafzimmer kommt?
Mir ist das alles fast schon peinlich.

Wenn die Ermittlungen zu dem Schluss kommen, dass Fischer im nennenswerten Stil Drogen konsumiert, seine Fürsorgepflicht grob missachtet und seiner Haushälterin die Schuld in die Schuhe zu schieben versucht, wird es eine juristische Bewertung geben, die sicherlich auch mit den für die Öffentlichkeit relevanten Informationen versehen sein wird, und dann wird man prüfen und bewerten, wie sich das auf sein Amt auswirkt.

Wenn sich das als Luftnummer oder Kampagne herausstellt, kann und wird er hoffentlich weiterhin Präsident sein können.

Alles dazwischen ist für uns doch völlig irrelevant!! Was interessiert mich der Schlafanzug von Peter Fischer oder ne scheiss Sporttasche, solange das nichts als diffuses Blabla ist, mit zig Widersprüchen und Nein-Doch-Aussagen! Das ist alles Gossip und sonst nix!!
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Das alles wäre mir egal, wenn es nicht um den Präsidenten eines Sportvereins mit 120000 Mitgliedern, mit tausenden von Kindern und Jugendlichen ginge, die von ihrem Präsidenten die Vorbildfunktion erwarten, die er zurecht in anderen Fragen von Anstand und Rechtschaffenheit eingefordert hat. Deswegen müssen diese Vorwürfe vom Tisch, wenn Fischer Vorbild bleiben will
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Adler_im_Exil schrieb:

Oder geht es denen nur darum die beste, reißerischste Story aus dem Fall zu machen, sei sie auch noch so widersprüchlich

Selbstverständlich geht es darum und damit um Geld, wie immer. Das ist ja das Schwierige...

Aber im Grunde geht uns Alle doch der gesamte Schiet überhaupt nichts an...
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Bommer1974 schrieb:

Aber im Grunde geht uns Alle doch der gesamte Schiet überhaupt nichts an...



       

Doch, als Mitglied von Eintracht Frankfurt geht mich diese Geschichte sehr wohl was an. Es geht um den Präsidenten, der für die Werte des Vereins vorbildhaft stehen muss und hoffentlich steht. Alles andere wäre ein Desaster.
Jetzt wo Fischer von Rufmord spricht, müssen die Vorwürfe aufgeklärt werden und Fischer muss entlastet werden und zwar mit "Freispruch erster Klasse". Alles andere wäre nicht gut.