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JohanCruyff

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etienneone schrieb:
Erste gute Nachricht seit langem: Franz signalisiert Bereitschaft zu bleiben. Find ich top!  


Eine sehr erfreuliche Nachricht. So kann man wenigstens sicher sein, dass wir, wenn wir denn absteigen sollten, keinem jungen IV wie Dudda das Vertrauen schenken würden, sondern auf die bewiesene Limitiertheit und Schauspielkünste des Maik Franz vertrauen. Chapeau!
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sCarecrow schrieb:

Fährmann
Jung - Krauss - Russ - Jung
Schwegler - Hien
Ama - Caio - Fenin
Gekas


Das ähnelt meiner Idee. Finde ich sogar noch ein bißchen besser als das, was ich mir überlegt hatte. Denn Ochs gehört nach dem Bekanntwerden des wahrscheinlichen Wechsels zu Wolfsburg sicherlich nicht in die 1. Elf - als RM sowieso nicht, aber nicht einmal mehr als LV könnte ich ihn mir vorstellen. Insofern ist Anthony Jung eigentlich die einzig vernünftige Option.

In der IV tendiere ich mittlerweile aber zu demjenigen Herrn, der auf dem Bild die Nummer 3 trägt:



Julian Dudda. Erst hielt mich ja seine Unerfahrenheit davon ab, ihn in diesem Spiel zu bringen. Aber da Vasoski nicht der Alte und Kraus für meinen Geschmack zu langsam ist, würde ich Dudda gerne sehen - Daum testet es ja auch schon im Training.
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Eines fällt mir noch ein: Die meisten Spieler von Barca haben dieses Konzept deshalb so internalisiert, weil sie schon in den Jugendmannschaften erlernt haben und nicht erst in einer 6wöchigen Vorbereitung. Das spielt auch eine gewichtige Rolle. Denn nur dann handelt man auf dem Platz schnell, ohne lange (oder kurz) nachzudenken. Gerade bei Pressing ist diese Sekunde oft entscheidend.
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Tschock schrieb:
JohanCruyff schrieb:
Tschock schrieb:


Erstmal Danke für Deinen Beitrag. Toll!

Ich kicke (leidenschaftlich gerne) im Park. Dort ist das fußballerische Gefälle natürlich extrem hoch, da kicken Jungs von 24-67.
Unter anderem auch 2, die können keinen Ball geradeaus kicken. Die bekommen keinen Pass über 2 Meter zum eigenen Mann. Aber die rennen und kämpfen. Bei Ballverlust stehen die sofort wieder vor dem Gegner. Und stören, und laufen zu, haben immer wieder Ballgewinn. Die glauben an sich und an ihre Fähigkeiten. Auch wenn die bescheiden sind, das bisschen, was sie haben, werfen sie zu 120% in die Waagschale.
1x dürft Ihr raten, welche Mannschaft immer gewinnt. Deren Mannschaft oder der Gegner . . .

Und die kicken nur im Park. Ohne Publikum. Für nix.


Solche Leute sind mir nicht unbekannt. Einen davon sehe ich jeden morgen im Spiegel. Aber mal im Ernst: Soll sich unsere Eintracht an so etwas orientieren? An Bemühtheit ohne große Qualität? Wäre es nicht viel naheliegender, sich einmal die Frage zu stellen, wie es der FC Barcelona schafft, ohne großes sichtbares Bemühen, praktisch jeden verlorenen Ball sehr schnell wieder zu erobern? Wäre nicht eben jener FC Barcelona nicht ein Fingerzeig darauf, dass man sich eben nicht die allerbesten Fußballer zusammenkaufen muss, um den Weltfußball zu dominieren, sondern einfach nur ein besseres Konzept haben und dieses konsequent umsetzen muss?

Zum Thema Kampf und Bemühen bei der Eintracht habe ich eine ganz eigene Meinung. Es mag sein, dass da ein einigen Spielen etwas mehr kommen müsste. Aber dass die Mannschaft in Mainz nicht gelaufen wäre, stimmt einfach nicht. Die Eintracht ist unglaublich viel - hinterher-gelaufen! Das zeugt nicht von fehlendem Einsatz. Es zeugt eher von fehlendem Mut, falscher oder falsch umgesetzter Taktik und fehlender Abstimmung.


Bei dem Konzept stimme ich Dir voll und ganz zu:
Warum sieht das manchmal (nicht immer, dann ist es atemberaubend) so leicht aus, dass die Spieler bei ihren Ballstafetten immer nur einen Pass über gerade mal 2-3 Meter schieben müssen? Weil alle Spieler ständig laufen, und nicht nur der Ballbesitzende. Dadurch gibt es für den Ballführenden dann immer mehrere Optionen, den Ball zu spielen. Ich habe da mal eine Statistik gelesen (bitte nicht auf die genauen Zahlen festlegen):
In der Champions-Leage läuft ein Spieler im Schnitt ca. 12 km
Ballack lief in seiner starken Zeit ca. 14 km
Bei Barca läuft jeder Spieler ca. 16 km.
Das Laufen ohne Ball mit Konzept ist entscheidend.

Warum ich das Beispiel mit den Park-Kickern gebracht habe:
Die lassen sich von einem eigenen schlechten Pass nicht aus der Ruhe bringen. Dann halt das nächste Mal, oder das übernächste Mal. Aber: Auch von den eigenen Mitspielern gibt es (meistens) keine bösen Worte, sondern nur Aufmunterung.
Und daran fehlt es meiner Meinung nach im Moment bei der Eintracht: Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten, auch wenn mal was schiefgeht. Und an die Aufmunterung durch die eigenen Mitspieler.
Vielleicht sind wir Fans jetzt gefordert. Ochs nach vorne zu peitschen, damit er erst gar nicht auf den Gedanken kommt, den Ball zurück zu Jung zu spielen, Fährmann aufzumuntern, wenn ihm der Ball durch die Hände rutscht und er eine Ecke verursacht.
Mein Gott, jetzt klinge ich schon wie Daum


Da bin ich in jedem Punkt bei dir.

Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Barcelona in jedem Spiel die höchste Laufleistung aller Teams hat. Ich denke, dass Barcelonas Erfolg in dem gründet, was du erwähntes: Laufen ohne (und mit) Ball mit Konzept.
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Tschock schrieb:


Erstmal Danke für Deinen Beitrag. Toll!

Ich kicke (leidenschaftlich gerne) im Park. Dort ist das fußballerische Gefälle natürlich extrem hoch, da kicken Jungs von 24-67.
Unter anderem auch 2, die können keinen Ball geradeaus kicken. Die bekommen keinen Pass über 2 Meter zum eigenen Mann. Aber die rennen und kämpfen. Bei Ballverlust stehen die sofort wieder vor dem Gegner. Und stören, und laufen zu, haben immer wieder Ballgewinn. Die glauben an sich und an ihre Fähigkeiten. Auch wenn die bescheiden sind, das bisschen, was sie haben, werfen sie zu 120% in die Waagschale.
1x dürft Ihr raten, welche Mannschaft immer gewinnt. Deren Mannschaft oder der Gegner . . .

Und die kicken nur im Park. Ohne Publikum. Für nix.


Solche Leute sind mir nicht unbekannt. Einen davon sehe ich jeden morgen im Spiegel. Aber mal im Ernst: Soll sich unsere Eintracht an so etwas orientieren? An Bemühtheit ohne große Qualität? Wäre es nicht viel naheliegender, sich einmal die Frage zu stellen, wie es der FC Barcelona schafft, ohne großes sichtbares Bemühen, praktisch jeden verlorenen Ball sehr schnell wieder zu erobern? Wäre nicht eben jener FC Barcelona nicht ein Fingerzeig darauf, dass man sich eben nicht die allerbesten Fußballer zusammenkaufen muss, um den Weltfußball zu dominieren, sondern einfach nur ein besseres Konzept haben und dieses konsequent umsetzen muss?

Zum Thema Kampf und Bemühen bei der Eintracht habe ich eine ganz eigene Meinung. Es mag sein, dass da ein einigen Spielen etwas mehr kommen müsste. Aber dass die Mannschaft in Mainz nicht gelaufen wäre, stimmt einfach nicht. Die Eintracht ist unglaublich viel - hinterher-gelaufen! Das zeugt nicht von fehlendem Einsatz. Es zeugt eher von fehlendem Mut, falscher oder falsch umgesetzter Taktik und fehlender Abstimmung.
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Herzlichen Dank für diesen Beitrag, Mittelstürmer. Er vereint gekonnt den emotionalen Bezug, den wir Fans zu Eintracht Frankfurt haben, mit dem Blick auf die offensichtlichen Schwachstellen.

Allerdings kann ich nicht erkennen, worin du den Grund für diese Schwachstellen ausmachst und wie du meinst, dass diese eliminiert werden könnten. Ich selber empfand für diesen Gesichtspunkt die Diskussion im Thread So wie Athletic Bilbao? als sehr fruchtbar. Vielleicht kann an die Diskussion dort oder auch hier angeknüpft werden.
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crasher1985 schrieb:

Sorry ich kann die Rücktrittsforderungen absolut nicht verstehen.
Wir sollten nie vergessen das HB dafür verantwortlich ist das wir mittlerweile einer der gesündesten vereine in der Liga sind. Lieber so und abgestiegen als jede menge Shclden und irgendwann um die Lizenz fürchten müssen.

Ich kann es nicht nachvollziehen wie man HB ernsthaft dafür verantwortlich machen kann..
Die Aussage falschen Spieler , falsche veträge zieht nicht den man nehme nur mal usnere beiden lieblingsopfer hier im Forum...

Meier und Köhler..beide haben bis Vertragsabschluss gute Leistung gezeigt.




Das mag so stimmen, dass die Eintracht einer der gesündesten Vereine in Deutschland sind. Allerdings kann ich mir nicht erklären, wieso die Eintracht als einer der gesündesten Vereine kaum Geld für Spielerverpflichtungen hat und wieso sie sich mit ihren finanziellen Potenzen nur einen Kader erlauben kann, der laut Fachleuten und den meisten Fans auf den Plätzen 8 bis 12 beheimatet ist, der immer die Gefahr hat, in die Spirale des Misserfolgs zu geraten und praktisch keine Chance hat, einmal vorne zu landen. Mir erscheinen andere Vereine besser aufgestellt zu sein.

Wir konnten uns bislang jedenfalls nicht entscheidend von Mönchengladbach, Mainz, Köln und Hertha absetzen, obwohl wir länger in der Bundesliga etabliert sind. Wir konnten auch gegenüber Schalke, Dortmund und Hamburg keine Vorteile erzielen, obwohl diese teils hoch verschuldet sind und die Eintracht "praktisch schuldenfrei".

Das halte ich für unbefriedigend.
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concordia-eagle schrieb:
adler-tim schrieb:
Naja "Zement-Gehäule"...
Dass Bruchhagen keine großen Töne à la Daum ("will wieder internationales Flair nach FFM bringen"; oder so ähnlich) spuckt, hat wohl nüchtern betrachtet mit Konzepten recht wenig zu tun.
Selbstverständlich wird er sich neben dem von dir angesprochenen "Zement-Gehäul" Gedanken machen, wie man die Eintracht sportlich und wirtschaftlich verbessert.
Das Leistungszentrum am Riederwald wurde hier angesprochen. Genau das IST konzeptionelle Arbeit. Hierbei wurde auch viel Geld investiert... Und wenn ich die Entwicklung bis zur diesjährigen Rückrunde betrachte finde ich alle Thesen zur "Konzeptlosigkeit" doch ein wenig opportunistisch...
(Aufstieg 2005 - Dezember 2010 / diese Entwicklung wäre ohne Konzept doch gar nicht möglich gewesen, aber naja...wenn ihr meint...)


@adler-tim,

um die Zementierung geht es 3zu7 doch gar nicht (vermute ich mal). Ich persönlich fand, dass so etwas einmal gesagt greicht hätte, ständige Wiederholungen sind grundsätzlich kontraproduktiv.

Ich war jahrelang ein echter HB-Jünger, erstmals im Sommer 2010 bin ich von ihm abgerückt.

Was 3zu7 sagte ist, dass es unsere einzige Chance war und ist, auf dem Transfermarkt schnell zuzuschlagen und früher als andere junge entwicklungsfähige Spieler zu verpflichten.

Das wurde probiert, zugegebenermaßen nicht besonders erfolgreich war und ist aber m.E. der einzig sinnvolle Weg, wenn man nach oben will.

Dann hat sich HB von Skibbe treiben lassen und auf woanders ausgemusterte ältere und zugleich extrem teure Bundesligaspieler gesetzt, die interessanterweise -zumindest meiner Kenntnis nach- kein anderer wollte.

Er hat an einem Trainer festgehalten, der erkennbar keine gerade Linie verfolgte, den Spielern nicht gerade übertriebenen Arbeitseinsatz vorlebte und eine völlig ungesunde rein offensivlastige Transferpolitik durchsetzte, die nebenbei auch deutsche U 21 Nationalspieler veranlassten, die Eintracht zu verlassen.

Im Winter ist HB die Transferpolitik buchstäblich explodiert, professionell war das sicher nicht, wenn das sicher auch nicht alleine an HB lag.

Die Weigerung einen Sportdirektor zu installieren ist und war reine Sturheit. Ich kenne kein 70 Mio Unternehmen, in dem einer allein im Endeffekt alles macht, das geht nämlich schlicht nicht.

Und jetzt bekommen wir die Quittung für die Einstellung von HB, dass er alles versuchen würde die Wünsche des jeweiligen Trainers zu erfüllen, soweit ihm das wirtschaftlich möglich sei.

Das ist doch keine Unternehmenspolitik. Die wesentlichen Grundprinzipien einer Transferpolitik muss doch der Verein/AG vorgeben und die darf doch nicht mit jedem Trainerwechsel komplett verändert werden. Und wenn doch, bekommen wir jetzt eben genau das, was bei einem fehlenden Konzept heraus kommt. Wir steigen wahrscheinlich mit einem 28 Mio Spieleretat ab, ohne Plan, ohne Konzept, ohne Strategie und mit einem fetten Minus aus den letzten beiden Jahren.


Auch wenn mir nicht erkenntlich ist, inwiefern sich die Transfers von Teber, Clark, Franz, Gekas und Altintop (neben denen ja immerhin auch noch Rode, Schwegler, Tzavellas, Fährmann und den hochgezogenen Rössl, Özer, Kittel, Tosun, Alvarez, Kraus) von den Rehmers, Huggels, Mahdavikias vergangener Tage unterscheiden, gebe ich dir ansonsten, d. h. abgesehen von diesem Beispiel, recht. Denn die fehlende Strategie ist der leider alles entscheidende Punkt.

Es ist einfach nicht zu leisten, einen Verein alleine zu führen. Mir wäre ein VV namens Bender sehr recht. Er sollte unterstützt werden von Vorstandsmitglieder, die verantworlich sind für: Sport (z. B. Schindelmeiser), Finanzen (z. B. Pröckl), Marketing und Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Katja Kraus), Zusammenarbeit mit Verein & Fans (z. B. Preuß). Die Namen sollen jetzt nur Beispiele sein. Es braucht ein Gesamtkonzept und eine personelle Aufgabenaufteilung.

p.s.: Auch ein Trainer sollte nicht 25 Stunden am Tag für einen Verein arbeiten müssen. Es muss ein dementsprechender Trainerstab aufgebaut werden.
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adler-tim schrieb:
Naja "Zement-Gehäule"...
Dass Bruchhagen keine großen Töne à la Daum ("will wieder internationales Flair nach FFM bringen"; oder so ähnlich) spuckt, hat wohl nüchtern betrachtet mit Konzepten recht wenig zu tun.
Selbstverständlich wird er sich neben dem von dir angesprochenen "Zement-Gehäul" Gedanken machen, wie man die Eintracht sportlich und wirtschaftlich verbessert.
Das Leistungszentrum am Riederwald wurde hier angesprochen. Genau das IST konzeptionelle Arbeit. Hierbei wurde auch viel Geld investiert... Und wenn ich die Entwicklung bis zur diesjährigen Rückrunde betrachte finde ich alle Thesen zur "Konzeptlosigkeit" doch ein wenig opportunistisch...
(Aufstieg 2005 - Dezember 2010 / diese Entwicklung wäre ohne Konzept doch gar nicht möglich gewesen, aber naja...wenn ihr meint...)


Da hast du recht, es ist mit Sicherheit ein fortschrittliches Konzept, unsere Jugendspieler nicht mehr in verschimmelten Duschen und bruchfälligen Umkleiden unter zu bringen.
Ansonsten muss ich zugeben, dass sich mir der Zusammenhang zwischen einem Vereins- und Nachwuchskonzept und einem neuen Vereinsgebäude nicht erschließt. In meinem Denken sind bauliche Dinge immer Voraussetzungen oder bestenfalls Mittel für ein Konzept, niemals aber selber qua Existenz schon ein fertiges Konzept. Zumindest nicht bei Sportvereinen.
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3zu7 schrieb:
stefank schrieb:
Und in ein paar Monaten, wenn Bruchhagen auch wegen Leuten wie dir das Handtuch geschmissen hast
Ich weiß nicht ob und wenn ja, ob er wegen Leuten wie ihm das Handtuch schmeißen wird. Aber wie viel schlechter kann es eigentlich noch werden? Kein Konzept, keine Erstklassigkeit. Dafür Scherbenhaufen und die letzten sechs Jahre für den *****. Und irgendwer ist dafür verantwortlich, oder? Wenn es also nicht die verantwortlichen Personen von Eintracht Frankfurt sind, dann ist es also das Forum, oder wie? Das passt wunderbar in Pedros Argumentation, hilft uns aber augenblicklich nicht weiter.

Im Sommer wurde mit dem Transfer von Gekas das - nicht nur für mich - klare Signal gesetzt, dass wir hier leider keine Perspektivplanung haben. Wirre Punkteziele unterstrichen das. Das Rumtaumeln in der Winterpause toppte das sogar alles noch. Der 17. Platz (Pauli wird uns nicht mehr einholen) eigentlich die logische Konsequenz, auch wenn ich das bis vor wenige Wochen nie für möglich gehalten hätte.

Wenn wir aus diesem unnötigen Abstieg nicht lernen und endlich die richtigen Lehren daraus gezogen werden, kotze ich... Die Politik der Namen muss endlich ein Ende haben! Eintracht Frankfurt muss sich durch eine Philosophie definieren - mit klaren langfristigen Zielen. Anders werden wir kein wettbewerbsfähiges Gewicht mehr bekommen und bestenfalls dauerhaft eine Fahrstuhltruppe sein.


Dies ist die Quintessenz. Wenn dieser Gedanke nicht in der Fanszene, im Verein, im Vorstand, im Aufsichtsrat und bei allen Trainern verankert wird, dann wird auf ewig der Weg nach oben zubetoniert sein und unter uns Treibsand zu finden sein.
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Willensausdauer schrieb:

Bei der Dominanz-Philosophie sehe ich - wie gesagt - keine machbare Übergangsphase. Deshalb müsste man vielleicht (zunächst) eine Philosphie haben, die stärker an der Realität der Bundesliga-Eintracht orientiert ist. Konkret weiß ich noch nicht, wie eine solche Philosophie aussehen könnte.


Wenn das so wäre, sollte das doch kein Problem darstellen: Dann spielt man halt ein Jahr mit überfallartigen Kontern, die sowieso zum Konzept dazugehören sollten, und versucht dann von Spiel zu Spiel und von Saison zu Saison während der Spiele immer dominanter aufzutreten.

Generell: Wenn man ein Konzept einführt, dann muss man damit über Jahre hinweg den anderen Mannschaften voraus sein. Nicht unbedingt erfolgreicher, aber zumindest in Hinblick auf diese Spielweise unterscheidbar und den anderen überlegen. Ansonsten sähe ich wenig Sinn in einem solchen Vereinskonzept.
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Willensausdauer schrieb:


Oder man zieht schon eine Philosophie durch den Verein durch, die aber nicht zum Ziel hat, dass man den Gegner stets dominieren möchte.


Warum sollte man das tun? Und welche Philosophie schwebt dir da vor?
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Willensausdauer schrieb:

Wie kriegt man also die dominante Philosophie in der Jugendarbeit mit der Realität der Bundesliga zusammen, in der sich Eintracht Frankfurt in den nächsten Jahren befinden wird? Also... wie soll diese Umbruchphase funktionieren?


Diese Frage kann ich dir nicht beantworten, weil ich leider kein Hellseher bin. Grundsätzlich würde ich sagen, dass das selbstverständlich nur schrittweise gehen wird. Schließlich würden die ersten Spieler, die das neue System mit der Muttermilch aufgesogen haben in ca. 8 Jahren zur Verfügung stehen (1 Jahr Vorbereitung und Einführung des Jugendsystems, von 12 bis 18 sind 6 Jahre, dann 1-2 Jahre an die BL heranführen). Ab dann sollte man das neue Konzept ganz konsequent bei den Profis umsetzen. Bis dahin könnte ich mir zum Beispiel sehr gut Christoph Daum vorstellen. Der zwar ein anderes Fußballkonzept hat, mit dem es aber sicherlich größere Schnittmengen gibt. Nun wird Daum sicherlich nicht, wenn er denn überhaupt bei der Eintracht bleibt, 8 Jahre hier bleiben. Aber wenn es nur 3 Jahre sind, dann könnte man bis dahin z. B. schon den Schur aufgebaut haben, der dann den Übergang Schritt für Schritt durchführt.

p.s.: Wenn eine andere Mannschaft besser ist, ist es immer schwer dominant aufzutreten. Aber das muss einen ja nicht davon abhalten, das anzustreben. Generell macht ein solches Konzept allerdings nur Sinn, wenn man sich zutraut, Spieler und Trainer hervorzubringen, die in der nationalen Spitze mithalten können. Ansonsten lohnt sich der ganze Aufwand nicht. Dann fährt man wahrscheinlich günstiger, wenn man günstige, mittelmäßige Profis kauf.
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Willensausdauer schrieb:


Wegen Spielsystem und Spielphilosphie: Roland Koch sagte ja, dass man heutzutage verschiedene Systeme spielen können muss.
Ist es da nicht sinnvoll, wenn man die Spieler insgesamt taktisch möglichst flexibel schult?


Ein richtiger Aspekt. Allerdings verstehe ich darunter eher, dass man als Mannschaft, die z. B. ein 4-3-3 spielt, weiß, wie man gegen alle anderen Systeme spielt. Vielleicht gehört dazu auch, wann die beiden Flügelstürmer sich ins Mittelfeld zurückfallen lassen und dann aus dem 4-3-3 ein 4-1-4-1 oder ein 4-2-3-1 wird. Es muss allen Spielern klar sein, was sie zu tun haben, wenn der Gegner einen Mann weniger auf dem Platz hat oder wie sie sich verhalten müssen, wenn sie selber in Unterzahl sind.
Aus meiner Sicht ist die reine Formation, also 4-3-3, 4-1-4-1 und so weiter, völlig überbewertet. Ich denke, es kommt auf die Spielphilosophie (Pressing? Kurzpassspiel? Lange Bälle? Offensiv? Defensiv? Dynamisch-druckvoll? Überlegt-abwartend?) und die genaue Umsetzung an. Ein modernes Spielsystem müsste aus meiner Sicht ständige Positionswechsel beinhalten, um a) bestmöglich und möglichst einfach auf den Gegner reagieren zu können und b) um den Gegner zu verwirren und in Unterzahlsituationen zu bringen.
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Bart_des_Amanatidis schrieb:


Umso wichtiger wäre es noch mehr in die Jugend und das Scoutingsystem zu investieren und ein durchgàngiges Konzept für alle Mannschaften im Verein durchzusetzen, vom Spielsystem bis zur Spielphilosophie.


Ich kann dir nur zustimmmen. Verweise aber auch darauf, dass die Tatsache alleine, dass ein Konzept oder System durchgängi geschult wird, noch recht wenig ausmacht. Es muss schon ein richtig gutes System sein. Dieses müsste aus meiner Sicht das Pressing und den Spielaufbau von Barcelona mit der Zielstrebigkeit der deutschen Nationalmannschaft verbinden. Gemäß der Tradition der Eintracht sollte das ein einerseits technisch beschlagener, attraktiver, offensiver Fußball sein, welcher sich zugleich durch den unbedingten Willen zum Sieg und einen Torhunger in jeder Situation und bei jedem Spielstand ausgezeichnet. Der Geist des 5:1 und 6:3 sollten ein ständiges Moment unseres Spiels sein.

Der erste Schritt wäre meiner Ansicht nach, eine Expertenkommission einzusetzen, die ein solches Spielsystem erarbeitet, wie in der Facebook-Vision angesprochen. Als Mitglieder dieser Kommission müssten prägende Spieler der Vergangenheit (Lindner, Grabi, Holz, Binz, Bein, Yeboah, Körbel, Stein, Schur, Bindewald), Fans (Riederwald-Rentner, Trainingsstammgäste, Ultras, Fanclubs, Internet (Forum, Blog-g)), Trainer mit Eintrachtbezug, die einen Fußball in diese Richtung spielen ließen (Löw, Leicht, Weise, Toppmöller, Steppi, Schur, Skibbe, Daum) und Experten für bzw. Gäste aus Ajax und Barcelona benannt werden. Wobei vorher schon klar sein muss, was die Prinzipien dieses Konzepts sein müsste. Als Grundlage für das Konzept werden ein Video-Studium der Spiele der 3 großen Eintracht-Generationen stehen sowie der Entscheidungsspiele gegen den Abstieg, eine Analyse von Barcelona, Ajax, dt. Nationalmannschaft, Hoffenheim im ersten Halbjahr Bundesliga, Mainz und Dortmund jetzt herangezogen.

Das wären meine Überlegungen dazu. Ich denke, wenn man wirklich vorankommen will, muss man sich an der Weltspitze orientieren und versuchen, diese Konzepte zu verbessern. Wie weit der eigene Verein dann letztendlich damit der Weltspitze entgegenmarschiert, wird sich zeigen. Wer sich allerdings nur an unwesentlich besseren Vereinen oder Konzepten orientiert, der verschwendet eigentlich nur seine Zeit.
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Willensausdauer schrieb:

Ist die Eintracht nicht gerade auf richtigen Weg? Es werden halt nur Spieler eingesetzt, wenn sie ein bestimmtes Niveau erfüllen können. Man muss auch bedenken, dass 95% der Talente, die mal bei der Eintracht im Profi-Kader waren, auch bei anderen Vereinen später nicht den Durchbruch geschafft haben.


Das Faktum, dass sich die meisten Nachwuchsspieler nicht zu Bundesligastammspielern entwickelt haben, kann und sollte man nicht leugnen. Allerdings sollte man diesen Fakt nicht als gegeben und zementiert hinnehmen, sondern sich fragen: Woran liegt es eigentlich, dass zahlreiche hochtalentierte Spieler, die von vielen Experten gelobt wurden, den Durchbruch nicht geschafft haben? Bei der Untersuchung dieser Frage muss keine Antwort heraus kommen, die für alle Spieler gleichermaßen gültig ist. Die Antworten können dann aber dafür herangezogen werden, Dinge zu verändern, so dass nicht nur die Qualität der Jugendspieler zunimmt, sondern zusätzlich auch noch die Quote der Jugendspieler, die den Sprung in den Profibereich schaffen signifikant ansteigt.
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Bei Facebook gefunden:

"Vision: Eine Eintracht mit Konzept

Bei der Eintracht geht es nicht darum, dass die ein oder andere Person weg muss, sondern vor allem darum, dass ein Konzept her muss. Alle Personen müssten dahingehend auf den Prüfstand, ob sie dafür geeignet sind.

Dieses Konzept muss meiner Ansicht nach so aussehen:

1. Eine Eintracht-Fußball-Philosophie muss entwickelt werden: Eine Kommission aus ehemaligen prägenden Spielern und Trainern mit modernsten Fachkenntnissen entwickeln einen für die Eintracht typischen Fußballstil, in dem sie das kombinieren, was die Eintracht über ihre besten Jahre und in den "Wundern" (5:1, 6:3) ausgemacht hat und dabei insbesondere auch von den besten, passenden Spielstilen der Welt (FC Barcelona, Arsenal, Deutsche Nationalmannschaft, Dortmund) lernen: offensiver, attraktiver, technisch anspruchsvoller Fußball, der mutig ist und - das müsste noch hinzukommen - in jedem Spiel bei jedem Spielstand absolut erfolgshungrig.



2. Damit alle Mannschaften von Eintracht Frankfurt so spielen können, genießt im Training aller Mannschaften und Jahrgänge die Arbeit mit dem Ball oberste Priorität. So viel wie möglich wird in möglichst spielnahen Spielformen trainiert. Dabei sollen natürlich auch die nötige Kondition (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit), koordinative Fähigkeiten und mentale Stärke erworben werden. Um die für den für die jeweilige Mannschaft angemessenen optimalen Erwerb dieser Fähigkeiten sicher zu stellen, werden die Spielformen teilweise um andere Elemente ergänzt.



3. Das Selbstbewustsein muss sein: Was für unseren Verein am besten ist, können wir am besten selber vermitteln! Die Philosophie wird daher so umgesetzt, dass vor allem auf selber ausgebildete Spieler und Trainer gesetzt wird und alle Zukäufe zur Vereinsphilosophie passen und die vorhandenen Kräfte so vervollkommnet werden. (Eventuell sogar mit verpflichtenden Mindestquoten für den Profikader für Spieler aus der eigenen Jugend und Zielvereinbarungen mit den Trainern der Profimannschaft, eigene Talente einzubauen.)



4. Dazu wird ein Institut gegründet, das sich um das Spielsystem, die Nachwuchsarbeit, die Karrierebegleitung von Spielern, das Scouting und die vereinsinterne Traineraus- und weiterbildung kümmert. Dieses Institut, an dem auch alle aktuellen Trainer aller Mannschaften der Eintracht mitarbeiten, hat die Aufgabe, Taktik und Spielsystem immer weiter zu verfeinern, Spielerprofile für die 11 Positionen zu entwerfen und die dafür benötigten Kompetenzen auf die Ausbildung der verschiedenen Jahrgänge zu verteilen, dafür geeignete Übungsformen (möglichst spielnah) zu entwerfen, die Trainer des Vereins immerzu weiterzubilden und ihnen zuzuarbeiten, junge Spieler in ihrer Entwicklung zu begleiten, zu beraten und auch Karrierepläne zu erarbeiten, ein Scouting-Netzwerk aufzubauen, was auf geeignete Spielertypen für die Nachwuchsmannschaften und die Profis spezialisiert ist.
"
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Eintracht-Er schrieb:
alles ok, nur Heller ist da zu Unrecht in die Versager eingereiht.


Beziehst du das auf meine Auflistung ?
Ich gebe dir recht, dass Heller kaum etwas dazu beigetragen hat, dass die Eintracht so schlecht platziert ist. Allerdings muss ich sagen, dass seine Einsätze bei mir nicht unbedingt den Eindruck erweckt haben, dass er zu unrecht so selten aufgestellt wurde.
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Mal eine kurze Anmerkung zur Finanzierbarkeit:

"La Masia houses about 60 players: 10 in the farmhouse, and the rest in rooms of the adjacent stadium; the rest of the youth players must provide for their own accommodation.[3][15] The academy is one of the most expensive in Europe, operating at a cost of £5 million a year." (http://en.wikipedia.org/wiki/La_Masia)
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Ich bin nicht 100%ig angetan von diesem Vorschlag. Denn eigentlich ist es nur eine Selbstverstümmelung. Warum denn nicht gleich ein Vereins- und Jugendkonzept, was sich an den führenden Vereinen auf diesem Gebiet orientiert: Ajax und vor allem Barca?

Dass dann viele Hessen und viele eigeplackte im Kader und der Mannschaft stünden, ist doch so klar wie Kloßbrüh'. Aber warum sollte man sich denn selber verbieten, einen Yeboah dazu kaufen, wenn man gerade mal keinen Weltklassestürmer ausgebildet hat?

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